Sign in

Heinz Wittenbrink

@Heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy
14 followers 4 following 85 posts

Blogger-Profil von Heinz Wittenbrink, auch erreichbar unter @heinz. Lebt in Graz und manchmal in Dubrovnik. Schreibt vor allem über das, was er liest. Tags […] 🌉 bridged from ⁂ wittenbrink.net/author/heinz, follow @ap.brid.gy to interact

PostsRepliesMedia
Reposted by Heinz Wittenbrink
Annika Joeres @annikajoeres.bsky.social · 07/10/2026
Liebe @cducsubt.bsky.social: Es geht auch um Euer Überleben. In Frankreich lief es so: Konservative stimmten verdeckt für Le Pen, dann lokale Absprachen, einzelne Überläufer, bis der konservative Parteichef mit Le Pen paktierte. Heute sind die Republikaner verzwergt www.zeit.de/politik/deut...
zeit.de
CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Hinweise auf erste konkrete Absprache zwischen CDU und AfD
Der AfD-Landtagspräsident bekam vier Stimmen mehr als erwartet. Nach Informationen der ZEIT beruht das Ergebnis auf einem Deal mit Vertretern der Union.
36676193
Reposted by Heinz Wittenbrink
Werkmeister @werkmeister.mastodon.social.ap.brid.gy · 06/10/2026
In Österreich hat eine rechtsradikale Partei die Mehrheit, und dem ÖRR (ORF) sowie den Mainstream-Medien fällt tagelang nix anderes ein, als das gut geübte Babler-Bashing weiter zu betreiben. #Österreich #ZiBTalk
121
Reposted by Heinz Wittenbrink
Nini Klein @janinaniniklein.mastodon.social.ap.brid.gy · 06/10/2026
Bitte Teilen Aus Gründen! Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland gibt allen Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn jemand versucht, die demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung zu zerstören und es keine andere Hilfe gibt. #Demokratie #GegenRechts
107
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 06/10/2026
Ich habe mir gestern in der Hörbuch-Version das zweite Kapitel von End Times Fascism (Klein & Taylor, 2026) angehört. Es geht darin um den religiösen Strang des Endzeitfaschismus (daneben sprechen Klein und Taylor von einem ethnonationalistischen und einem techno-monopolistischen Strang). […]
wittenbrink.net
Gewalt im Auftrag des Erlösers: Das zweite Kapitel von Klein/Taylors „End Times Fascism“
Ich habe mir gestern in der Hörbuch-Version das zweite Kapitel von End Times Fascism (Klein & Taylor, 2026) angehört. Es geht darin um den religiösen Strang des Endzeitfaschismus (daneben sprechen Klein und Taylor von einem ethnonationalistischen und einem techno-monopolistischen Strang). Der Fokus des Kapitels liegt auf den USA und auf Israel – wenn auch am Schluss auf die religiöse Legitimierung autoritärer Politik in anderen Ländern von Jair Bolsonaro bis Narendra Modri eingegangen wird. Das Kapitel beleuchtet eine Besonderheit der amerikanischen und wohl auch der israelischen antidemokratischen Rechten, die von einem aufgeklärten, „woken“ Standpunkt aus exotisch und grotesk wirkt, die aber enorme Auswirkungen hat: Die Überzeugung, das Ende der Zeiten sei nah, Jesus oder der Messias werde in nächster Zeit erscheinen, zwischen den Guten und den Bösen unterscheiden und die ihm Wohlgefälligen erlösen. Dem Ende voraus gehe eine Phase des Kampfes gegen die Gegner des Erlösers, ein „Armageddon“, in dem sich die späteren Geretteten im Streit für den Erlöser bewähren müssen. Verbreitet ist die Vorstellung, die Apokalypse lasse sich beschleunigen und die Ankunft des Erlösers provozieren oder wenigstens wahrscheinlicher machen. Die Storyline des Kapitels ist um die Vorstellung von der Wiederherstellung des Tempels in Jerusalem herum aufgebaut – apokalyptischen Schriften zufolge eine Voraussetzung der Ankunft des Erlösers. Die Wiederherstellung des Tempels erfordert die Zerstörung des Felsendoms und der Al-Aqsa-Moschee, eines der wichtigsten Heiligtümer des Islams. Die christlichen und jüdischen Gruppen, die die Ankunft des Erlösers beschleunigen wollen, wollen den Tempelberg deshalb vom Islam reinigen und die Muslime von hier und oft auch aus anderen Teilen Israels und Palästinas vertreiben. Das Kapitel geht zuerst auf den Brand der Moschee ein, der kurz nach der Eroberung Ost-Jerusalems im Sechstage-Krieg gelegt wurde und Empörung in der ganzen islamischen Welt auslöste, so dass beinah ein Krieg ausgebrochen wäre. Der Täter wurde in einem Prozess verurteilt, der medial mit großem Aufwand inszeniert wurde, um jeden Verdacht zu zerstreuen, Israel trage eine Mitverantwortung und wolle die historischen Rechte der Muslime beschränken. Einige Jahrzehnte später gehört die Wiederrichtung des Tempels zum ideologischen Kernbestand eines großen Teils der jüdischen wie der evangelikalen religiösen Rechten. Ein skurriles, aber sprechendes Detail: Fehlerlose rote Kühe für Tieropfer im Tempel, von denen in der Bibel die Rede ist, wurden bereits in den USA beschafft und nach Israel geliefert; die Asche einer probeweise getöteten und verbrannten Kuh wird von Fanatisierten verehrt und zu Höchstpreisen an sie verkauft. Inzwischen sprechen rechtsradikale israelische Minister offen von der Wiederherstellung des Tempels. Sie gehört auch zum ideologischen Gepäck des amerikanischen „Kriegsministers“ Hegseth, der den Kampf gegen Muslime und muslimische Länder religiös begründet und dabei Massenmord nicht nur in Kauf nimmt, sondern fordert. Dass es sich bei dieser Form des mörderischen religiösen Wahns nicht mehr nur um ein Fringe-Phänomen handelt, zeigen nicht nur die Ministerämter Hegseths und eines israelischen Politikers mit einem jüdisch-terroristischem Hintergrund. Ideen der religiösen Rechten prägen das federführend von der Heritage Foundation konzipierte Project 25, das Drehbuch für einen erheblichen Teil der Politik der zweiten Trump-Administration. Aus der Heritage-Foundation stammt Russell Vought, der als Budgetdirektor des weißen Hauses eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieses Programms spielt. Wer noch immer glauben sollte, bei der amerikanischen und der israelischen Führung handele es sich um Konservative, die nur etwas weiter rechts stehen als üblich, sollte dieses Kapitel lesen. Die Bewegungen, die diese Regierungen mittragen und einen Teil ihres Sptzenpersonals stellen, sind bereit zu jeder Art von Gewalt gegen die Gegner dessen, den sie für den Erlöser halten. Klein und Taylor fragen nach psychischen, ideologischen und gesellschaftlichDynamik, die zum Sieg der radikalen Rechten in den USA und nicht nur dort geführt hat. In diesem Kapitel geben sie nur einen kleinen Teil der Antwort – einen Teil, der für Gegner des neuen Faschismus, für die ein säkulares Umfeld selbstverständlich ist, eine besondere Herausforderung ist. Klein, N., & Taylor, A. (2026). _End Times Fascism And the Fight for the Living World_ (Unabridged) [Audio Download]. Random House UK.
000
Reposted by Heinz Wittenbrink
Mario Sixtus @sixtus.net · 06/10/2026
94 Jahre nach Herrmann Göring wird in Deutschland wieder ein Faschist zum Parlamentspräsidenten gewählt. Die Nachkriegszeit ist nun endgültig vorbei, und die BRD, als Antwort auf die Nazizeit gegründet, verliert ihre Existenzberechtigung.
18507123
Reposted by Heinz Wittenbrink
Kris @isotopp.infosec.exchange.ap.brid.gy · 05/10/2026
www.der-postillon.com/2026/10/merz-… Der Postillion tritt, wie immer, genau dorthin, wo es weh tut.
der-postillon.com
"Das Leid dieser Menschen ist nur schwer zu ertragen" – Merz und Reiche bei Besuch in Kiew von Ukrainern bemitleidet
Kiew (dpo) - Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche haben am Sonntag überraschend Kiew besucht. Vielen Ukrainern fiel es schwer, den Anblick von Leid und Hoffnungslosigkeit zu ertragen, den die beiden CDU-Politiker boten. "Das Leid dieser Menschen ist wirklich bedrückend", erklärte die ukrainische Rentnerin Kseniya Matviyenko, die mehrere Familienmitglieder im Krieg verloren hat. "Ich meine Merz ist komplett am Boden. Niemand mag ihn. Seine Regierung ist komplett am Zusammenbrechen. Ich bemitleide ihn zutiefst." Auch Reiche sorgte vor Ort in Kiew für viel Mitleid. "Diese Frau weiß nicht, was sie tun soll", erzählt der 9-jährige Kriegswaise Valentyn. "Sie ist orientierungslos. Sie hat keine Zukunft und sie weiß es. Sehr traurig." Doch nicht nur Mitleid erweckten der Bundeskanzler und die Wirtschaftsministerin bei den Ukrainern. Die Tatsache, dass die beiden noch am Abend wieder nach Deutschland zurückkehrten, empfanden viele Menschen vor Ort als inspirierend und tapfer. "An ihrer Stelle hätte ich nicht den Mut, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Ich wäre einfach in der Ukraine geblieben", so Valentyn. "Obwohl sie wissen, dass sie keine Chance haben, gehen sie zurück und stellen sich ihrem aussichtslosen Kampf." anh, ssi; Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
008
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 05/10/2026
Was mein Blog betrifft, bin ich immer noch im Urlaubsmodus. Nach dem Sommer in Kroatien war ich eine Woche in Berlin; danach haben wir die neue Ausstellung in der off_gallery eröffnet. Davor habe ich einen Antrag auf Förderung der Galerie an das Land Steiermark vorbereitet (vom Land haben wir […]
wittenbrink.net
Konzentration
Was mein Blog betrifft, bin ich immer noch im Urlaubsmodus. Nach dem Sommer in Kroatien war ich eine Woche in Berlin; danach haben wir die neue Ausstellung in der off_gallery eröffnet. Davor habe ich einen Antrag auf Förderung der Galerie an das Land Steiermark vorbereitet (vom Land haben wir für das laufende Jahr überhaupt keine Förderung bekommen). Erst jetzt sitze ich wieder ohne ein dringendes Todo am Computer. Ich war vor dem Sommer in einer Informationssackgasse, in der es mir kaum gelungen ist zu schreiben. Ich habe Nachrichten zur Klimakatastrophe in verschiedenen Medien verfolgt (und bei Zotero getaggt und archiviert) und dazu soviel gelesen wie möglich. Ich habe fast täglich Podcasts zu diesem und damit verbundenen Themen wie dem immer bedrohlicheren Technofaschismus gehört und die Feeds meiner Kontakte bei graz.social und auf meiner Blog-Instanz verfolgt. Mehr als gelegentliche Meinungsäußerungen dazu habe ich nicht formulieren können. Ich habe auch keinen Weg dazu gefunden, über mein Alltagsleben, über meine Erfahrungen hier in Graz, in Kroatien und unterwegs zu schreiben. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen, möchte ich mich so radikal wie möglich beschränken. Ich konzentriere mich auf ein Thema, zu dem ich ein Buch verfassen möchte: die Frage, ob der Bioregionalismus oder Ökoterritorialismus ein Weg (oder der Weg) zu einer Milderung der Klimakatastrophe und der „Anthropozän-Situation“-Situation ist, zu der sie gehört. Daneben brauche ich Zeit, um Kroatisch zu lernen, und ich möchte ein paar Stunden am Tag Bücher, nicht nur Artikel und wissenschaftliche Papers lesen. Es wird mir nicht gelingen, auf Social Media-Austausch und Zeitungsartikel zu verzichten, aber ich werde mich bei der Lektüre um Askese bemühen. Hier im Blog kann ich diese Vorhaben (Bioregionalismus-Buch, Kroatisch-Lernen, Literatur-Lesen) begleiten, aber das wird mir nur gelegentlich gelingen. Ich werde versuchen, mehr aus dem Augenblick heraus zu schreiben und mich dabei nicht zu überfordern. Und ich hoffe, dass es nicht nur bei dem Vorsatz bleibt, an einem Buch, also einem längeren, komplexen Text zu einem Thema zu arbeiten. Ich bin im Sommer 70 geworden – eine Erinnerung daran, dass die Lebens-, die Lese- und die Schreibzeit begrenzt sind.
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 16/09/2026
Danke! Habe mich – trotz Hitzewellen – an das Leben auf einer kroatischen Insel gewöhnt. Die Nachrichten werden immer schauriger. Manchmal fühle ich mich wie eine Randfigur in einem dystopischen Roman. – Bei der Gelegenheit: Ein eher aufbauender Text, den ich im Sommer gelesen habe (nur […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 16/09/2026
Nach beinahe 2 1/2 Monaten in Kroatien – kurz unterbrochen durch eine Reise ins Ruhrgebiet – bin ich wieder in Graz. Versuche mich zu orientieren, vor allem digital. Ich habe in den letzten Wochen nur wenige Nachrichten gelesen, und wenn, dann auf Kroatisch, um die Sprache zu lernen. Ich habe […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 15/08/2026
Grusel… Dafür kann sich #Kunasek bei den Opportunisten in der Volkspartei bedanken, denen die eigenen christlich-sozialen und proeuropäische Positionen peinlich geworden sind: Bald Absolute? Steirische FPÖ liegt in neuer Umfrage bei 43 Prozent
kleinezeitung.at
Bald Absolute? Steirische FPÖ liegt in neuer Umfrage bei 43 Prozent | Kleine Zeitung
Die FPÖ erreicht in der aktuellen Umfrage 43 Prozent und zieht damit in der Steiermark deutlich vor ÖVP und SPÖ davon.
001
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 15/08/2026
Eine auf #Degrowth ausgerichtete Stadt- und Raumplanung braucht Konzepte jenseits des Stadt-Land-Gegensatzes. Dieser vielschichtige und inspirierende Aufsatz von Johanna Waldenberger und Federico Savini zeigt, wie sich diese Konzepte auf der Grundlage des #Bioregionalismus entwickeln lassen […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 10/08/2026
> Klar ist für den Energie-AG-Vorstand: „Wer A sagt, muss auch B sagen. > Wer KI jetzt schon verwendet, und wer es in Zukunft noch mehr verwenden > will, und das wollen wir ja alle, dann muss man auch Ja sagen zu diesen > KI-Rechenzentren, zu diesen Datencentern.“ Dieses grammatisch falsche […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001
Reposted by Heinz Wittenbrink
scheichsbeutel @scheichsbeutel.troet.cafe.ap.brid.gy · 08/08/2026
Großartiges Interview!! Selten so kluge und offene Worte gehört bezüglich Klimaschutz. Die Feigheit der Politiker offen angesprochen, deren Lavieren, weil die nächste Wahl bevorsteht etc. Wirklich sehenswert. www.youtube.com/watch?v=akvW2aJxvnU #Klimakatastrophe #Klimaschutz
112
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 07/08/2026
Eric Frey erfindet in seinem Standard-Artikel eine Windmühle, gegen die er dann kämpfen kann: Klimaschützer würden den Eindruck erwecken, wir müssten nur weniger Treibhausgase emittieren und es würde wieder kühler (Mit dieser Botschaft vermitteln Klimaexperten ein schiefes Bild - Im Fokus). Das […]
wittenbrink.net
Eric Frey will den Schuss nicht hören
Eric Frey erfindet in seinem Standard-Artikel eine Windmühle, gegen die er dann kämpfen kann: Klimaschützer würden den Eindruck erwecken, wir müssten nur weniger Treibhausgase emittieren und es würde wieder kühler (Mit dieser Botschaft vermitteln Klimaexperten ein schiefes Bild – Im Fokus). Das glaubt niemand von den in den Medien interviewten Fachleuten, über die sich Frey ärgert. Sie fordern die CO2-Emissionen zu stoppen, damit es nicht noch schneller noch heißer wird. Der größte Teil des CO2, dass die Erhitzung verursacht, wurde in den letzten 30 Jahren in die Atmosphäre gepumpt. Die Emissionen steigen weiter. Die Folgen sind klar: Es wird schon bald zu noch schlimmeren Hitzewellen kommen, die bis zu 50 Tagen dauern könnten. In einer Reihe von Argumenten, die zutreffen, aber nicht relevant sind, bringt Frey zwei schiefe Aussagen unter, die zeigen, wie sehr die aktuelle Hitzewelle seine liberalen Glaubenssätze herausfordert. Frey behauptet, die österreichische Regierung sei nicht für die Erhitzung verantwortlich. Das stimmt nicht. Die Regierungen, die trotz Warnungen nichts gegen die sich anbahnende Katastrophe getan haben, tragen eine Hauptverantwortung dafür, dass sie eingetreten ist. Regulierungen waren möglich, aber sie wurden – nicht zuletzt von ideologischen Liberalen – verhindert. Die Regierungen von ihrer vergangenen Verantwortung freizusprechen ist eine Aufforderung, auch weiter nichts oder fast nichts zu tun. Frey ärgert sich darüber, dass die Klimakatastrophe als Argument gegen unseren konsumorientierten Lebensstil benutzt wird. Dabei liegen auch hier die Tatsachen auf dem Tisch: Die reichsten 10℅ des Planeten verursachen den größten Teil der Erhitzung und vor allem ihrer Zunahme seit 1990. Die Hitzewellen dieses Sommers beweisen, dass die Prognosen der Klimaforschung richtig und allenfalls zu vorsichtig waren. Frey hält sich die Ohren zu, weil er den Schuss nicht hören will. Er unterstellt lieber denen Naivität, die jetzt durch Notstandsmaßnahmen das Allerschlimmste verhindern wollen.
000
Reposted by Heinz Wittenbrink
Anne Applebaum @anneapplebaum.wsocial.eu · 05/08/2026
What if Freud was right (at least some of the time)? A review, by @stossel.bsky.social www.theatlantic.com/magazine/202...
theatlantic.com
What if Freud Was Right?
A neuroscientist dares to argue that old-fashioned psychoanalysis holds the key to curing mental illness.
3226864
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 04/08/2026
## Aua! Titelseite der Grazer Kleinen Zeitung am bisher heißesten Tag in Österreich. Im Prompt für die KI-Grafik (und nicht nur dort) hat der Hinweis auf die Flugemissionen wohl gefehlt.
011
Reposted by Heinz Wittenbrink
Wolfgang Hagen @docjosiahboone.wien.rocks.ap.brid.gy · 04/08/2026
Das ist keine üble Satire, sondern eine echte Pressemitteilung der #FPÖ von gestern. Weil das Internet kein rechtsfreier Raum ist, fällt mir besser kein Kommentar dazu ein. #Klimakatastrophe #Hitzetote #Impfung
Screenshot von fpoe.at:

Schlagzeile: Hitze-Panik als Ablenkung vom Impf-Desaster der Systemparteien

Untertitel: Freiheitliche fordern lückenlose Aufklärung der massiven Übersterblichkeit seit 2020 und ein Ende der schwarz-rot-grün-pinken VertuschungspolitikScreenshot des ersten Absatzes:

Heuchlerische Panikmache der Mainstream-Medien

																									

Die aktuellen Medienberichte über angebliche Hitzetote im Juni 2026 stießen bei dem freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser und der FPÖ-Nationalratsabgeordneten Katayun Pracher-Hilander auf scharfe Kritik. Die einseitige Fokussierung auf diese Zahlen sei ein gezieltes Ablenkungsmanöver der Regierungsparteien. „Der selektive Umgang mit Sterbezahlen ist an Heuchelei nicht zu überbieten. Während die Mainstream-Medien wegen 400 angeblichen Hitzetoten in Panik verfallen, wird die massive Übersterblichkeit von zigtausenden Menschen seit dem Jahr 2020 eiskalt unter den Teppich gekehrt. Diese Einheitsparteien betreiben billigste Propaganda, um von ihrem eigenen historischen Versagen abzulenken“, erklärte Pracher-Hilander.
1314250
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 03/08/2026
Mir gefallen Konzept und Durchführung von _Manometer_ im Standard, weil sie auf auf ein Hauptproblem des Klimajournalismus reagieren: die schwierige Kontextualisierung (Manometer! Die Hitze rollt über Europa – und die Regierungen sparen im Klimaschutz). Zeithistorisch wichtig sind oft nicht die […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
003
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 03/08/2026
Sehr guter Kommentar von Alicia Prager zu den Quartalszahlen der #OMV: Hitzeschock im Verbrennerland: Wir kennen die Lösungen – Kommentare – derStandard.at › Diskurs). Zwei weitere Gedanken zur Bilanz der OMV: 1. Die OMV investiert massiv in das das Plastikgeschäft – auch um ihre anhaltende […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
002
Reposted by Heinz Wittenbrink
klstone / Klaus Steinfelder @klstone.bsky.social · 01/08/2026
#Koalition der #Anständigen #Irland, #Frankreich, #Luxemburg und #Portugal verweigern Unterschrift unter Brief, mit dem #Spanien wegen seiner vergleichsweise menschenfreundlichen #Migationspolitik angegriffen wird. #Merz hat natürlich unterschrieben.... www.spiegel.de/ausland/ceut...
spiegel.de
Ceuta: 22 EU-Staats- und -Regierungschefs unterzeichnen offenen Brief
Haben politische Entscheidungen in Spanien eine Mitschuld an der Krise in Ceuta? Ein Brief mehrerer europäischer Staats- und Regierungschefs legt nahe, dass die Unterzeichner das so sehen. Unter ihnen...
49230
Reposted by Heinz Wittenbrink
Arne Semsrott @arnesemsrott.bsky.social · 01/08/2026
🎂 Heute vor 15 Jahren hat @fragdenstaat.de das Licht der Welt erblickt. Passend dazu hat gestern um 20h die Tagesschau über die Pläne zur Abschaffung von IFG & FragDenStaat berichtet und damit die Website kurzzeitig in die Knie gezwungen. Happy birthday! youtu.be/c4AOW2lCH2s?...
Tagesschau-Sprecher vor großem Logo von FragDenStaat
342389682
Reposted by Heinz Wittenbrink
tante @tante.tldr.nettime.org.ap.brid.gy · 30/07/2026
RE: ec.social-network.europa.eu/@HennaV… Whenever you hear the EU say "There is no money for $somethingUseful" think about them pouring 10 billion EUR into the NVIDIA drain.
ec.social-network.europa.eu
0342
Reposted by Heinz Wittenbrink
tante @tante.tldr.nettime.org.ap.brid.gy · 30/07/2026
RE: ec.social-network.europa.eu/@HennaV… "Gigafactory" is a term coined and popularized by known fascist and racist Elon Musk. "AI Factory" was coined by NVIDIA to make investments into their graphics cards look like a reasonable way to use one's resources […]
tldr.nettime.org
Original post on tldr.nettime.org
0236
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 29/07/2026
Ich halte diese Position für verfassungswidrig und angesichts der Folgen für kriminell. Das Gerede von der Technologieoffenheit ist reine Desinformation. Die Merz-Regierung teilt ganz offensichtlich als ganze die Positionen einer Katherina Reiche. Wenn die SPD zu ihren Grundsätzen stünde, würde […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
002
Reposted by Heinz Wittenbrink
Awet Tesfaiesus, MdB @awettesfaiesus.mastodon.social.ap.brid.gy · 28/07/2026
Das würde ich hier mal einen Moment so stehen lassen, wenn‘s recht ist. Wird später abgeholt!
Screenshot von (vermutlich) LinkedIn.

Tino Sorge MdBs schreibt:
Entlassung als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit
...
Heute hat der Bundeskanzler seinen Wunsch bekanntgegeben, dass ich als Parlamentarischer Staatssekretär im BMG entlassen werde.
Mit der fachpolitischen Expertise aus 12 Jahren im Gesundheitsausschuss des Bundestages und aus einer Legislatur als Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion konnte ich im Ministerium unser Regierungshandeln an vorderster Stelle mitgestalten. Für diese Möglichkeit bin ich dankbar, sie war mir eine Ehre und eine Freude zugleich.
Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte. Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis. Dass er sie - anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir - zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene
Stilfrage.
Angesichts der Ereignisse der letzten Tage und am Vorabend mehrerer Landtagswahlen wird der Bundeskanzler diese Entscheidung mit Bedacht getroffen haben. Zu hoffen bleibt, dass sie einer übergeordneten Logik folgt, die größer ist als die Summe einzelner Personalentscheidungen.
3222
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 27/07/2026
Heute war es neblig, als wir aufgewacht sind. Der Gipfel der Sutiliya, aus den wir von der Terrasse vor unserem Schlafzimmer blicken, blieb unsichtbar. In der Nacht hat es stundenlang gestürmt. Trotzdem überflogen fast bis Mitternacht laute Flugzeuge die Insel. Die Sonne hat den Nebel langsam […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Reposted by Heinz Wittenbrink
Robert Lender @roblen.microblog.at.ap.brid.gy · 26/07/2026
Gerade die Liste „Eine Fediverse Instanz hosten lassen (Eine Anbieter Liste“ aktualisiert: Deutschsprachige Version: nureinblog.at/44243-eine-fediverse-… Englishsprachige Version […]
microblog.at
Original post on microblog.at
002
Reposted by Heinz Wittenbrink
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 26/07/2026
Die Klimapolitik wird immer langsamer, die Erde erhitzt sich immer schneller. UN-Generalsekretär Guterres hat das _Highway to Hell_ genannt. Eine neue Visualisierung von Zack Labe zum Stand der Dinge: > The average sea surface temperature globally is […] [Original post on wittenbrink.net]
001
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 25/07/2026
US-Behörden verfolgen einen Gegner eines neuen Polizeicenters in Atlanta. Ein Grund für seinen Widerstand gegen die _Cop City_ : Die Zerstörung eines Waldgebiets treibt die Klimakrise weiter an. Nach einem Whale Watching Trip wird der Aktivist am Flughafen festgehalten, unter dem Vorwand, man […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 25/07/2026
_World Weather Attribution_ fasst die eigene Studie zu den zunehmenden Dürre-Risiken in Europa zusammen. Macht die Zusammenhänge sehr gut verständlich. Wie feucht die Böden sind, ist direkt an die Erhitzung der Atmosphäre durch Treibhausgase gekoppelt: Increasingly hot Europe faces more Severe […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001
Reposted by Heinz Wittenbrink
Michael Seemann @mspro.fnordon.de.ap.brid.gy · 23/07/2026
die idee, menschen aus der gesellschaft herauszulösen und zu deportieren ist nur ein logistikproblem und ein paar erlaubnisstrukturen vom vernichtungslager entfernt. ich weiß, das hört sich zynisch an, aber ist historisch gut belegt. deswegen bin ich generell gegen "illegalisierung" von menschen.
102
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 23/07/2026
Wieder im Flixbus nach Dubrovnik, nach einem Verwandtenbesuch im Ruhrgebiet. Bevor ich aus der Wohnung gehe, höre ich im Deutschlandfunk Nach dem Brand ist vor dem Brand: Waldbrandsaison in Spanien. In ein paar Tagen bin ich auf Šipan. Die Insel ist so voller brennbarem Material wie die […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
010
Reposted by Heinz Wittenbrink
Kris @isotopp.infosec.exchange.ap.brid.gy · 22/07/2026
# Was willst Du uns eigentlich sagen Der IT-Markt, mit dem ihr groß geworden seit, ist seit 2015 vorbei, und was ihr gerade beobachtet ist eine Reihe von Blasen, die von reiner Investorenverzweiflung geprägt sind. Da sind wortwörtlich Billiarden (1E15) USD, die nicht wissen wohin, bei denen […]
infosec.exchange
Original post on infosec.exchange
000
Reposted by Heinz Wittenbrink
tante @tante.tldr.nettime.org.ap.brid.gy · 22/07/2026
No, OpenAI's new magic models did not autonomously hack Huggingface. Per OpenAI's PR blog post (openai.com/index/hugging-face-model…): "This incident occurred during an internal evaluation which prompts models to pursue advanced exploitation using complex […]
tldr.nettime.org
Original post on tldr.nettime.org
62767
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 19/07/2026
Habe gerade den letzten Surplus-Podcast mit Adam Tooze gehört. Es geht um Prognosen, die sagen, dass durch KI der größte Teil eines rasant steigenden Bruttosozialprodukts vom Kapital kontrolliert werden wird. Es sei so, als hätten gerade fünf miteinander im Wettbewerb stehende Firmen im Silicon […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 17/07/2026
Die eigenartig ins Leere gehende Argumentation von Eric Frey zum Rechenzentrum in #Kronstorf verstehe ich als Ausdruck eines (liberalen) Dilemmas: Frey will den Glauben an technischen Fortschritt und globale Vernetzung nicht aufgeben. Er kann deshalb nicht klar sagen, dass dieses Rechenzentrum […]
wittenbrink.net
„Darüber herrscht unter Entscheidungsträgern weitgehend Einigkeit“
Die eigenartig ins Leere gehende Argumentation von Eric Frey zum Rechenzentrum in #Kronstorf verstehe ich als Ausdruck eines (liberalen) Dilemmas: Frey will den Glauben an technischen Fortschritt und globale Vernetzung nicht aufgeben. Er kann deshalb nicht klar sagen, dass dieses Rechenzentrum vielleicht einem US-Konzern nutzen, aber gerade deshalb der europäischen IT-Branche schaden würde, die öffentliche Investitionen in eine hoffentlich offene Infrastruktur braucht. Und er kann die ökologischen Folgen dieser nächsten Drehung der Wachstumsschraube nicht deutlich benennen. Es bleibt dann nur ein vages Einverständnis mit den _poderes facticos_. Und die Klage über den kurzsichtigen lokalen Widerstand der Menschen, die die Lebensvoraussetzungen in ihrer Region gegen einen globalen Konzern verteidigen [Beim Rechenzentrum in Kronstorf geht es auch um die Zukunft Europas – Eric Frey – derStandard.at › Diskurs]. BTW: Freys Satz „Darüber herrscht unter Entscheidungsträgern weitgehend Einigkeit in“ wäre ein guter Titel für ein trauriges und wütendes Buch zur globalen Erhitzung.
010
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 17/07/2026
Das Ende dieser Reportage über den Rauch kanadischer Waldbrände in US-Städten ist aufschlussreich (Wildfire Smokes Makes Air Hazardous for Millions in Midwest and East Coast – The New York Times): Republikanische Kongressabgeordnete werfen Kanada vor, nicht genug gegen die Waldbrände zu tun […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
000
Reposted by Heinz Wittenbrink
Luca Hammer @luca.social.luca.run.ap.brid.gy · 17/07/2026
🎶 „Es geht um linke Straßenpolitik und nicht um Fame Ihr braucht Regeln für die Kommunikation Nicht nur Nazis und Konsorten, die in eurer Gegend woh'n Auch die Sicherheitsbehörden werden sich schnell interessier'n“ — Keine Angst von Danger Dan youtu.be/Gg-SCpXba64
018
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 13/07/2026
In diesem Post versuche ich ausgehend von aktuellen Texten die folgende Überlegung zu formulieren: Der beste Ausgangspunkt zum Verständnis der Beziehungen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft einerseits und globaler Erhitzung andererseits sind die Energie- und Materialströme, die den […]
wittenbrink.net
Stocks-Flows-Praxis-Nexus und Technosphäre – ein Orientierungsversuch
In diesem Post versuche ich ausgehend von aktuellen Texten die folgende Überlegung zu formulieren: * Der beste Ausgangspunkt zum Verständnis der Beziehungen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft einerseits und globaler Erhitzung andererseits sind die Energie- und Materialströme, die den wirtschaftlichen Durchsatz (Throughput) bilden. * Die Dynamik dieser Energie- und Materialströme ist gekoppelt an Größe und Wachstum der materiellen Infrastruktur, der Stocks (Bestände) oder „Technomasse“. * Die Infrastruktur oder Technomasse ist nicht nur durch ihren Umfang der wichtigste Faktor bei der Verursachung der globalen Erhitzung (und anderer Überschreitungen der planetaren Grenzen). Sie hat eine Eigendynamik, die die globale Erhitzung vorantreibt. * Eine Schlüsselfrage für das Handeln gegen die globale Erhitzung ist damit, welche Natur diese Eigendynamik hat. Eine mehrfach vorgeschlagene Antwort auf diese Frage ist, dass die „Technosphäre“ ihre eigene Entwicklung und ihr Wachstum steuert. * Eine „soziale Ökologie“, die gesellschaftliche Veränderungen als Voraussetzung der Begrenzung der globale Erhitzung sieht, braucht gegen die „Technosphären-Option“ neue Argumentationen, die die Eigendynamik der gesellschaftlichen Artefakte nicht wegrelativieren. Haben wir in der Klimabewegung Faktoren missverstanden, die die Klimakatastrophe antreiben, und ist dieses Missverständnis ein Grund dafür, dass die Klimabewegung dabei gescheitert ist, die Erhitzung der Erde wirksam zu bremsen? Ich suche seit Jahren Antworten auf diese Fragen. Dabei habe ich nicht den Anspruch eine Lösung für Probleme zu finden, über die Menschen überall auf der Erde nachdenken und debattieren. Ich will herausfinden und verstehen, welche schlüssigen Antworten auf diese Fragen es gibt, und ich würde sie gern so nachvollziehbar wie möglich darstellen. Ich glaube, dass ich beim Finden von adäquaten Antworten auf diese Fragen durch das Lesen einiger aktueller Texte etwas weitergekommen bin. Andererseits sehe ich aber auch Problemstellungen, die mir so vorher nicht klar waren. Ich sehe die Antworten deutlicher als früher in der ökologischen Ökonomie und dort in der Rolle, die die Stocks, die materiellen Bestände, für die weitere Akkumulation spielen. Gleichzeitig erkenne ich, wie schwierig es ist, diese Rolle zu erfassen – klar zu beschreiben, wie die vorhandenen Artefakte in ihrer Materialität die wirtschaftlich/soziale Dynamik bestimmen. Diese Problematik hat eine empirische Seite – die Fakten zur „großen Beschleunigung“ und ihren Auswirkungen zu erkennen und zu beschreiben. Sie hat aber auch eine begriffliche oder philosophische Seite: Missverständnisse darüber zu vermeiden, von welcher Art diese Fakten sind und sie z.B. mechanistisch oder mit für andere Zusammenhänge entwickelten soziologischen oder ökonomischen Konzepten zu erfassen. Ich schaffe es im Moment nicht, Aussagen zu diesen Zusammenhängen zu formulieren, mit denen ich zufrieden bin. Bei jedem Satz, den ich dazu schreibe, stoße ich auf neue lose Enden. Deshalb hier nur ein paar Bemerkungen zu den Texten, mit denen ich mich in diesem Zusammenhang gerade beschäftige – als vorläufige Bestimmung einer Richtung, aber noch nicht als Darstellung eines gangbaren Wegs. ### Sozio-metabolischer Nexus bei Éric Pineault Éric Pineault hat in einem Kapitel für ein neues Degrowth-Handbuch (2025) wichtige Aussagen seines Buchs über die soziale Ökologie des Kapitalismus (2023) zusammengefasst. Dabei arbeitet er die Schlüsselrolle des _sozio-metabolischen Nexus_ , der Verbindung von Material- und Energieflüssen (_flows_), materiellen Bestände (_stocks_) und sozialen Praktiken heraus. Der sozio-metabolische Nexus von stocks, flows und Praktiken. Abb. 2.6 aus „Fossiled metabolism“. https://www.taylorfrancis.com/books/9781032650159/chapters/10.4324/9781032650159-3. Lizenz: Open Access unter the Creative Commons Licence In allen menschlichen Gesellschaften dienen die „flows“ nur zu einem kleinen Teil dazu, den für das physische Überleben nötigen Bedarf nach Stoffen und Energie zu befriedigen. Im sozio-metabolischen Regime der Gegenwart, der _fossilen Industriegesellschaft_ wird etwa 66mal so viel Energie gebraucht, um den Bestand und das Funktionieren der technischen Artefakte zu sichern als für die körperliche Existenz der Menschen nötig ist. In den agrarischen Gesellschaft wird dagegen im Durchschnitt 16mal soviel Energie für die gesamte materielle Infrastruktur verwendet wie für die Menschen als biologische Wesen. In die Artefakte der Jäger- und Sammlergesellschaften fließt 3,7mal so viel Energie, als die Körper ihrer Mitglieder aufnehmen (Pineault 2025, 25). Der soziale Metabolismus der fossilen Industriegesellschaft unterscheidet sich von dem der Agrar- und der Jäger- und Sammlergesellschaften nicht nur quantitativ, sondern auch dadurch, dass der Umfang der materiellen Bestände immer mehr zunimmt. Dazu werden vor allem immer größere Mengen mineralischer Materialien verwendet, die mit – meist – fossilen Energien gefördert und verarbeitet werden. Die aus ihnen hergestellten Produkte werden mit diesen Energien betrieben. ### Stocks, Flows und die Anthropozän-Problematik In vielen Publikationen zur globalen Erhitzung und den anderen ökologischen Krisen werden die Natur oder Teile der Natur auf der einen Seite und andererseits die menschliche Gesellschaft, oft einfach _der Mensch_ oder _die Menschheit_ einander gegenübergestellt. Ursache der Belastung der Natur oder des Erdsystems ist der Mensch – im Ausdruck „Anthropozän“ drückt sich dieses binäre Verständnis des Verhältnisses von Mensch und Natur deutlich aus. Ein Beispiel dafür ist eine wichtige neue Publikation des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (Rockström et al. 2026). Sie stellt die Ergebnisse von Rechnungen mit Erdmodellen dar, die Folgen von Treibhausgasemissionen der nächsten Jahrzehnte bis zum Jahr 3000 durchspielen. Der Aufsatz macht sehr klar, wie wichtig es ist, die Emissionen schnell und konsequent zu begrenzen. Die Autoren schreiben die Emissionen aber nicht dem Metabolismus der fossil-industriellen Gesellschaft zu und können sich deshalb nur auf einen Appell an die Menschheit (_humanity_) beschränken. Es wird nicht thematisiert, dass für den Energiebedarf, den die fossilen Energien decken, zum allergrößten Teil nicht der direkte Konsum, sondern die Infrastruktur verantwortlich ist, die im Verlauf der „großen Beschleunigung“ aufgebaut wurde. Wie immer die kausale Beziehung zwischen dem „Menschen“ und den Treibhausgasemissionen und anderen Überschreitungen der planetaren Grenzen zu analysieren sind: Die Masse der Artefakte, ihre Produktion und Erhaltung spielen bei ihr eine entscheidende Rolle. Der Ausdruck „stocks“ für dies Artefakte geht (indirekt) auf Nicholas Georgescu-Roegen zurück, einen der Begründer der ökologischen Ökonomie. Georgescu-Roegen entwickelte seine Bio-Ökonomik ausgehend von der Theorie der exosomatischen Organe des Biologen Alfred Lotka. Der Mensch verfüge außer über innere auch über äußere Organe, die für ihn überlebenswichtig seien. Während sich in der Evolution Grenzen für die Energie- und Nahrungsaufnahme zur Versorgung der inneren Organe entwickelt hätten, gebe es keine biologischen Regeln für die Größe der äußeren Organe. Die Forderung nach Degrowth, die u.a. auf Georgescu-Roegen zurückgeht, zielt auf eine Begrenzung der äußeren Organe aufgrund von Erkenntnissen über Folgeschäden ihres Wachstums ab. Ob man von exsosomatischen Organen, Stocks und Flows oder mit Alf Hornborg von _Technomasse_ (2022) spricht: mit ihrer Analyse befindet man sich auf derselben materiellen Ebene wie bei der Analyse von planetaren Grenzen und ihrer Überschreitung. Sie bilden die „“Vermittlungsebene“ zwischen „Mensch“ und „Erdsystem“. Die Faktoren, die die Expansion dieser Stocks und in Verbindung damit die Expansion der Flows steuern, sind die entscheidenden Faktoren für das Überschreiten der planetaren Grenzen. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Leben im Einklang mit den planetaren Grenzen anders als durch eine Verkleinerung der Masse der Artefakte möglich ist. ### Fossil-industrieller Kapitalismus oder Technosphäre? Den Stocks bzw. den Stocks und Flows gemeinsam eine Schlüsselfunktion für die Belastung des Erdsystem zuzuschreiben bedeutet aber noch nicht, Aussagen über die Art der Dynamik zu machen, die zur Expansion der Stocks führt. Ökologische Ökonomie und soziale Ökologie im Verständnis Pineaults (und seiner Vorgänger:innen) gehen von einem Stock-Flow-Praxis-Nexus aus. Handlungskraft, _agency_ haben Stocks und Flows in Verbindung mit Praktiken. Die Praktiken sind in diesem Modell von Institutionen geformt, in der heutigen Weltwirtschaft vor allem von den Institutionen des postfordistischen Kapitalismus (siehe hier im Blog: „We don’t know what capitalism is yet“ – Éric Pi­neaults Buch über die soziale Ökologie des Kapitals und Konzerne als Haupttreiber destruktiven Wachstums: Zu Éric Pineaults Theorie des fortgeschrittenen Kapitalismus). Fossil-industrieller Metabolismus und kapitalistische Akkumulation greifen ineinander und bewirken Überproduktion und Überkonsumption. Die Möglichkeit, durch weitere Extraktion ökonomischer zu produzieren schafft einen Wachstums-Impuls. Der Zwang, in einem insgesamt wachsenden Markt weiterzuwachsen, um die Kontrolle über die eigenen Märkte zu erhalten, schafft für monopolistische Konzerne zugleich einen Wachstumsimperativ. Die institutionalisierte kapitalistische Akkumulation – unterstützt durch Wachstumsbündnisse von Kapital, Gewerkschaften und Staat – sorgt für immer weiter zunehmenden Durchsatz von Material und Energie. Der Durchsatz vollzieht sich über die vier Stufen Extraktion, Produktion, Konsumption und Dissipation, die alle vier vom Kapital dominiert werden. Er ist mit enormen Ungleichheiten verbunden, seine ökologischen und sozialen Formen werden externalisiert – sie spielen für die Steuerung der Akkumulation keine relevante Rolle. Während dieses Verständnis des sozialen Metabolismus dem Nexus von Stocks, Flows und Praktiken Handlungskraft (_agency_) zuordnet, verstehen andere Forschende die Gesamtheit der Artefakte als _Technosphäre_ und schreiben ihr eine eigene Handlungskraft zu. James Dyke hat gerade in einem Blogpost das Manuskript eines Artikels veröffentlich (2026), in dem er eine „planetare Ethologie“ fordert: die Analyse der Technosphäre als einer handelnden Einheit. Wie in der Ethologie (Verhaltensforschung) sei die Untersuchung des Verhaltens der Technosphäre unabhängig davon, ob man ihr ein Bewusstsein zuschreibe. Wichtig sei es, ihre Dynamik nicht als Ausdruck der Intentionen von für sie verantwortlichen menschlichen Agierenden zu verstehen. Dieses Missverständnis habe dazu geführt, die Wachstumsdynamik der Technosphäre zu unterschätzen und Illusionen über die Möglichkeit genährt, die Entwicklung der Technosphäre zu steuern, also etwa ihr Wachstum zu begrenzen. Dyke fordert ausdrücklich nicht, sich einer immer weiter wachsenden Technosphäre zu unterwerfen, sondern Politik für eine nachhaltige Entwicklung angesichts der Eigendynamik der Technosphäre zu konzipieren, so wie auch eine erfolgreiche Gesundheitspolitik voraussetze, die Eigendynamik von Epidemien zu verstehen. Das Verständnis der Gesamtheit der Artefakte des sozialen Metabolismus wird damit zu einem Schlüssel für die Definition einer ökologischen Politik. Im Kern geht es dabei um die bereits mehrfach erwähnte _agency_ , die „Handlungsmacht“ der Technomassen oder in Verbindung mit ihnen. Dyke und andere Autor:innen, die die Technosphäre als eine Akteurin verstehen (z.B. Galbraith et al. 2025), die eine eigene „Direktionalität“ hat, also eine Richtung verfolgt, stützen sich auf das Konzept der _dissipativen Systeme_ , das aus der Thermodynamik stammt. Dissipative Systeme erhalten ihre eigene Struktur, indem sie negative Entropie, also Ordnung, aus ihrer Umwelt entnehmen und in Entropie verwandeln. Biologische Organismen sind solche dissipative Systeme. Dissipative Systeme haben die Fähigkeit zur _Autokatalyse_ , also zur Generierung ihrer eigenen Struktur. Dyke und andere sehen Anzeichen dafür, dass die Technosphäre diese Fähigkeit zur Autokatalyse hat, dass sie etwa Prozesse auswählen kann, die ihre Fortexistenz und ihr Wachstum unterstützen. Auch die ökologische Ökonomie baut auf der Thermodynamik auf. Nicholas Georgescu-Roegen entwickelte eine Theorie des wirtschaftlichen Prozesses, die die Gesetze der Thermodynamik und damit die Irreversibilität der Erzeugung von Entropie bei jedem technischen und wirtschaftlichen Vorgang ernst nimmt. Die orthodoxen Wirtschaftstheorien seien dagegen beim mechanistischen Verständnis physikalischer Prozesse stehengeblieben, das von Gleichgewichtszuständen ausgehe und alle Prozesse als reversibel ansehe. (In den 70er Jahren kam es zu Gesprächen zwischen Ilya Prigogine, der für die Erforschung dissipativer Systeme den Nobelpreis erhalten hatte, und Nicholas Georgescu-Roegen, der sich durch die Entwicklung der Bioökonomik zunehmend vom wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream isoliert hatte (Grinevald 2006). Es gelang kein wirklicher Dialog. Möglicherweise begann damals eine Spaltung in zwei Stränge eines an der Thermodynmik orientierten Denkens, die sich bis heute fortsetzt.) ### Der Ansatz der sozialen Ökologie Das Verständnis der technischen Artefakte und der „agency“, die mit ihnen verbunden ist, hat viele weitere Aspekte – ich habe in diesem Post nur an der Oberfläche dieser Thematik gekratzt. Wenn ich es richtig sehe, dann ignorieren die Theoretiker der Technosphäre die Bedeutung von Macht, Herrschaft und Ungerechtigkeit für die Dynamik des Wachstums der „Stocks and Flows“. Schon der Ausdruck „Technosphäre“ blendet die monetäre Steuerung der Stocks and Flows in der fossilen Industriegesellschaft aus. So suggestiv die Verwendung des Konzepts der „dissipativen Systeme“ für soziale und wirtschaftliche Strukturen ist, so schwierig ist es, im Detail zu zeigen, dass ein dissipatives System vorliegt und wie es funktioniert (siehe z.B. Kondepudi et al. 2020). Andererseits besteht bei der Übernahme von Begriffen aus vorökologischen sozialen und politischen Debatten – bis hin zum Begriff „Kapitalismus“ – immer die Gefahr, dass die Technomasse nicht in ihrer Materialität begriffen, sondern als Ausdruck menschlicher Intentionen missverstanden werden. Éric Pineault hat deshalb das Kapitalismus-Verständnis seines Buchs sorgfältig von älteren Kapitalismus-Konzepten abgesetzt. Murray Bookchin hat seine Philosophie der sozialen Ökologie – einen Ausgangspunkt von Pineaults Buch – vor den Forschungen zur „großen Beschleunigung“ und den Debatten über das Anthropozän formuliert (Bookchin 2022). Das Wissen über die Quantität und die Folgen der Technomasse, die die weitere Geschichte des Erdsystems mitbestimmen werden, erfordert es heute neu zu verstehen, worin ihre Besonderheiten liegen und wie sie mit dem Erdsystem interagieren. Dabei besteht immer die Gefahr, diese Eigenschaften auf soziale Beziehungen zu reduzieren, die umgekehrt erst durch die materiellen Besonderheiten der fossilen und mineralischen Stocks and Flows möglich werden. Die _stewardship_ von der Bookchin spricht – die Verantwortung der Menschen für die Entwicklung des Erdsystems – und eine kritische Theorie, die sich an ihr orientiert, muss angesichts der Forschungen zum Anthropozän so formuliert werden, dass die Materialität der menschlichen Artefakte nicht auf soziale Beziehungen reduziert wird, ohne umgekehrt die Besonderheit der Handlungskraft der Menschen und der anderen Organismen der Biosphäre und ihrer Kollektive zu ignorieren. ### Nachweise Bookchin, Murray. 2022. _The Philosophy of Social Ecology: Essays on Dialectical Naturalism_. 2 ed. AK press. Dyke, James. 2026. “Sustainability Needs Planetary Ethology.” _Technosphere Earth_ , July 8. https://www.technosphere.earth/sustainability-needs-planetary-ethology/. Galbraith, Eric D., Abdullah Al Faisal, Tanya Matitia, et al. 2025. “Delineating the Technosphere: Definition, Categorization, and Characteristics.” _Earth System Dynamics_ 16 (4): 979–99. https://doi.org/10.5194/esd-16-979-2025. Grinevald, Jacques. 2006. “Jacques Grinevald: Nicholas Georgescu-Roegen, dissident de l’Occident et visionnaire de la décroissance.” April. La Revue Durable N° 20. https://artisansdelatransition.org/api/file/634. Hornborg, Alf. 2022. “Ecologically Unequal Exchange Theory as Genuine Materialism: A Response to Somerville.” _Capitalism Nature Socialism_ 33 (2): 79–84. https://doi.org/10.1080/10455752.2022.2037675. Kondepudi, Dilip K, Benjamin De Bari, and James A. Dixon. 2020. “Dissipative Structures, Organisms and Evolution.” _Entropy_ 22 (11): 1305. https://doi.org/10.3390/e22111305. Pineault, Éric. 2023. _A Social Ecology of Capital_. Pluto Press. Pineault, Éric. 2025. “Fossilised Metabolism.” In _Routledge Handbook of Degrowth_ , 1st ed., by Anitra Nelson. Routledge. https://doi.org/10.4324/9781032650159-3. Rockström, Johan, Maria A. Martin, Andrey Ganopolski, et al. 2026. “We Are in the Anthropocene—Now What?” _Earth’s Future_ 14 (6): e2025EF007730. https://doi.org/10.1029/2025EF007730.
000
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 11/07/2026
Steiermark, 2026: Die Kleine Zeitung beurteilt die steirische Landesregierung und gibt dem rechtsradikalen Landesrat Hannes Amesbauer („Bollwerk Steiermark“) die Note 2 (deutlich besser als der Durchschnitt der vergebenen Noten): > Der Rechtsaußen der FPÖ ist sicher nicht der Beliebteste in der […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001
Reposted by Heinz Wittenbrink
Federated Mind @federatedmind.techhub.social.ap.brid.gy · 06/07/2026
This week, we cover the writing layer of the fediverse: Ghost, WriteFreely, Micro.blog, Plume, WordPress, and Flipboard. Text was ActivityPub's first real workload, but these platforms didn't all arrive at federation the same way. Ghost: a UK non-profit that […] [Original post on techhub.social]
An antique quill and inkwell against a vibrant multicolor cosmic backdrop, with constellation lines connecting points of light across a deep starfield. Magenta, cyan, violet, and amber tones.
010
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 05/07/2026
In der Kleinen Zeitung spekuliert Walter Hämmerle über ein Bündnis zwischen Herbert Kickl und Sebastian Kurz – so als wäre der eine nicht Chef einer faschistoiden Wissenschaftsleugner-Partei und der andere nicht Repräsentant eines Oligarchen-Netzwerks mit dem Antidemokraten Peter Thiel als […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
102
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 03/07/2026
> Dazu kommen die Scharniermedien aus dem Hause Springer, die dieselbe Empörung in konservativere Kreise tragen. Was diese Häuser produzieren, ist im „Geistschreiber“ schon der Rohstoff. Das Tool automatisiert, was das Rechtsaußen-Medienökosystem ohnehin liefert – und verstärkt es mit […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001
Reposted by Heinz Wittenbrink
Anne Applebaum @anneapplebaum.wsocial.eu · 03/07/2026
"The Beacon of Democracy Goes Dark". A gift link here: lnkd.in/dAYq6ydz
521249456
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 03/07/2026
Nach der Juni-Hitzewelle schlägt Jean-Luc Mélenchon den französischen Grünen eine gemeinsame Kampagne vor, um Frankreich nach Bioregionen neu zu organisieren: Ecorégions, VIe République… Jean-Luc Mélenchon ressort l’appeau à écolos. Wenn ich es richtig sehe, ist Mélenchon der erste bekanntere […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
002
Reposted by Heinz Wittenbrink
scheichsbeutel @scheichsbeutel.troet.cafe.ap.brid.gy · 02/07/2026
Sehr gute Analyse. Nicht dass ich glaube, dass die etablierten Parteien daraus lernen. Auch wenn es eigentlich leicht zu verstehen ist. #Grazwahl #Kpö #Kommunismus diesubstanz.at/parteien/kommunisten…
diesubstanz.at
Kommunisten? Kein Thema!
**ANALYSE. Über den zweiten Wahlerfolg von Elke Kahr wundert sich niemand mehr. Er ist eher eine der letzten Warnungen für SPÖ und ÖVP.** Kommunisten hätten in Graz gewonnen: International hat das für Schlagzeilen gesorgt. Vor fünf Jahren nämlich, als sie bei einer Gemeinderatswahl erstmals auf Platz eins gekommen sind. Auf nationaler Ebene meinte der damalige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zunächst, es müsse „nachdenklich“ stimmen. Später ergänzte er, es sei „absolut nicht nachvollziehbar“: „Ich glaube, dass der Kommunismus für unglaublich viel Leid, Armut, Verzweiflung, Verbrechen weltweit verantwortlich ist.“ Bei der Gemeinderatswahl am vergangenen Sonntag ist die KPÖ noch deutlicher auf Platz eins gekommen, wundert sich jedoch niemand mehr: Die KPÖ hat nicht gewonnen, weil sich über ein Drittel der Wählerinnen und Wähler in der steirischen Landeshauptstadt nach kommunistischen Verhältnissen und etwa einem Ende von Privateigentum sehnt; gewonnen hat vielmehr ihre Spitzenkandidatin, Bürgermeisterin Elke Kahr, weil sie sich erstens kompromisslos, zweitens glaubwürdig und drittens persönlich um Bürgeranliegen bemüht. Wahlmotive sind bei diesem Urnengang keine erhoben worden. Das Sozialforschungsinstitut „Foresight“ hat das aber bei den Landtagswahlen in Salzburg vor drei Jahren getan, wo etwas sehr ähnliches passiert ist: Dort haben die Kommunisten dank Kay-Michael Dankl überrascht. Auch er hat wie Kahr Wohnprobleme ins Zentrum seines Tuns gerückt und ist zu Leuten gegangen, die ebensolche haben. Das hat viele beeindruckt. So einen Politiker haben sie noch nie erlebt. Jedenfalls hat sich bei dieser Erhebung gezeigt, wer KPÖ wählt: Es sind eher formal höher Gebildete, aber auch Menschen, die finanziell zu kämpfen haben. Es sind außerdem solche, die der Überzeugung sind, dass Politikerinnen und Politiker ihre Sorgen nicht verstehen. Vielleicht, weil sie das Gefühl haben, dass diese zu abgehoben oder weit weg sind. Nicht nur den Bildungsstand ausgenommen ticken KPÖ-Wähler insofern ähnlich wie FPÖ-Wähler; es unterscheidet sie auch, dass FPÖ-Wähler vor allem ein Ausländerproblem sehen, KPÖ-Wähler hingegen soziale Schwierigkeiten, die man lösen kann, ohne sich an Migranten abzuarbeiten. Man kann das Ganze auch umdrehen: Ohne Rote, aber auch Schwarze könnte Kahr nicht so erfolgreich sein. Dass sie Kommunistin ist, spielt dabei keine Rolle, wesentlich ist, dass Unzulänglichkeiten von SPÖ und ÖVP die Nachfrage nach einer politischen Sozialarbeiterin wie ihr stärken. Schwacher Trost für die beiden Parteien: Es ist objektiv schwierig geworden für sie. Mit dem Niedergang des Industriearbeitertums kann es für eine Partei, die sich als eine Arbeiterpartei versteht, nicht einfacher werden. Mit dem Zerfall der bürgerlichen Mitte gilt für die ÖVP das Gleiche: Beide können ihrer Klientel nicht mehr bieten, was befriedigend für diese sein könnte. Beide werden, wenn sie überleben wollen, aber darauf reagieren müssen: Versuche, Freiheitliche zu kopieren, die zum Teil von diesen Entwicklungen profitieren, sind zum Scheitern verurteilt; dadurch werden diese nur gestärkt. Versuche, Kahr zu kopieren, sind schwer umsetzbar. Da geht es vor allem auch um eine Person, die authentisch ist. Man kann von ihrem Erfolg aber zwei Dinge ableiten: So weit wie möglich zählt Nähe zu Menschen. Eine Sommertour wird dafür nicht reichen. Dazu ist viel mehr notwendig. Außerdem ist Glaubwürdigkeit gefragt. Also Abkehr von jeglicher Form von Korruption, wie Postenschacher, der von vielen so verstanden wird, dass sich „die da oben“ selbst am nächsten sind. Zweitens: Die SPÖ wird sich überlegen müssen, wie sie den Glauben an soziale Aufstiegsmöglichkeiten sowie das Vertrauen in einen Staat, der einem Sicherheit gibt, programmatisch wiederbelegen kann. Die ÖVP hingegen, wie sie es schafft, ihrem Versprechen gerecht zu werden, dass sich Leistung lohnt und es zum Beispiel einem Durchschnittsverdiener wieder möglich werden könnte, zu Eigentum zu kommen. **dieSubstanz.at ist ausschließlich mit Ihrer Unterstützung möglich. Unterstützen Sie dieSubstanz.at gerade jetzt >** ## dieSubstanz.at – als Newsletter, regelmäßig, gratis * erforderliche Angabe Ihre E-Mail-Adresse (jederzeit widerrufbar): * 0 0
022
Reposted by Heinz Wittenbrink
scheichsbeutel @scheichsbeutel.troet.cafe.ap.brid.gy · 02/07/2026
Allenthalben freut man sich über die ukr. Erfolge in diesem Krieg (so do i). Aber das tägliche Sterben, Zivilisten, Soldaten (auf beiden Seiten: Die Feststellung, dass auch russische Soldaten nur ein Leben hätten und rund 400 000 von ihnen dieses wohl nicht immer ganz freiwillig und freudenvoll […]
troet.cafe
Original post on troet.cafe
001
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 25/06/2026
Ich habe mir gerade den ZIB-Talk vor der Wahl hier in Graz angesehen. Immerhin eine ganze Stunde mit den Spitzenkandidatinnen der linken Parteien und den Spitzenkandidaten (alle männlich, auch in ihrer Kommunikation) der Opposition. Klima und Ökologie wurden nicht einmal erwähnt. Auch Judith […]
wittenbrink.net
Graz-Wahlkampf in der Hitzewelle: Angestrengtes Sich-die-Augen-Zuhalten
Ich habe mir gerade den ZIB-Talk vor der Wahl hier in Graz angesehen. Immerhin eine ganze Stunde mit den Spitzenkandidatinnen der linken Parteien und den Spitzenkandidaten (alle männlich, auch in ihrer Kommunikation) der Opposition. Klima und Ökologie wurden nicht einmal erwähnt. Auch Judith Schwentner, die eine engagierte Klimapolitikerin ist, sprach nur vom Grün in der Innenstadt. Indirekt kreiste nur die kurze Diskussion um die Verkehrspolitik um Klimaschutz und Klimaanpassung. Aber auch da war ausdrücklich nur von der Aufteilung des Platzes auf die verschiedenen Verkehrsformen die Rede. Michael Winter, Vertreter einer wissenschaftsfeindlichen Kleinstpartei, warf den Grünen Autolenker-Feindschaft vor. In dieser Woche wird es in Graz jeden Tag heißer. Wir erleben die intensivste Juni-Hitzewelle der Geschichte. Durchschnittlich ist es schon jetzt so warm wie in der vorindustriellen Zeit in Norditalien. Es ist nicht viel Phantasie nötig um sich die Temperaturrekorde in 20 oder 30 Jahren auszumalen. Über den Klimapolitik-Fragebogen an die Grazer Parteien, den wir in der Plattform 1,5 ausgeschickt haben, hat bisher nur der (gute) Newsletter GanzGraz berichtet. Die Erhitzung, ihre Folgen und die Zusammenhänge, in denen sie steht (extreme globale Ungleichheit, Überschreitung der planetaren Grenzen, aggressive Petrostaaten, rechtsradikale Parteien und Regierungen, Antiwissenschaftspropaganda in Milliardärs-Publikationen und -Plattformen) werden verdrängt. Selbst die, die wissen, was auf dem Spiel steht, vermeiden diese Themen anzusprechen. Sie sind unbeliebt und sie machen unbeliebt. Das Business-as-usual vor einem immer düsterer werdenden Hintergrund erinnert mich an Camus‘ Pest. Die Mehrheit verleugnet die tödliche Gefahr und Demagogen blasen zum Angriff auf alle, die davor warnen. In der heißesten Juni-Woche der Geschichte wird der Grazer Gemeinderatswahlkampf über Nebenthemen geführt – nicht darüber, was die Stadt gemeinsam mit anderen gegen das Fortschreiten der Erhitzung tun kann, und kaum darüber, wie sie die Menschen in der Stadt davor schützen kann. Das Klima ist kein _public issue_. Die meisten Parteien und die Medien halten sich die Augen zu. Wenn sie durch ihre Finger schauen, wollen sie nicht dabei beobachtet werden.
021
Heinz Wittenbrink @heinz.wittenbrink.net.ap.brid.gy · 23/06/2026
## Marine Tondelier zur Hitzewelle: Sie formuliert es knapp, aber richtig: > Die liberalen Politiker, die uns seit Jahrzehnten regieren, haben unseren einzigen und einzigartigen bewohnbaren Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht. Reblog via Marine Tondelier > Merci Emmanuel Macron, on […]
wittenbrink.net
Original post on wittenbrink.net
001