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Stil, Maske, Akte: „Euphorion“ 1952 und die Philologie nach der Katastrophe
Ein Heidelberger Jahrgang als Arbeitsprobe Der 46. Band von „Euphorion. Zeitschrift für Literaturgeschichte“, 1952 im Karl-Winter-Universitätsverlag Heidelberg erschienen, gehört zu jenen Nachkriegsjahrgängen, an denen sich ablesen lässt, wie die deutsche Literaturwissenschaft nach 1945 ihre Begriffe, Verfahren und Gegenstände neu ordnet. Die Zeitschrift, begründet von August Sauer, tritt als Fachorgan mit einem hohen Bewusstsein für ihre Aufgabe auf: Literaturgeschichte soll quellenfest, begrifflich genau, europäisch anschlussfähig und offen für Nachbardisziplinen betrieben werden.