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Ulmer Brodt und Schneggen Supp’
Ob das handschriftliche Kochbuch wirklich von der Ulmer Malerin Anna Magdalena Kindsvatter stammt, lässt sich nicht abschließend klären. In jedem Fall wirft es ein Schlaglicht auf ihr Leben, über das wie bei so vielen Künstlerinnen viel zu wenig bekannt ist. Und außerdem bietet es Einblicke, was man um 1800 in bürgerlichen Ulmer Haushalten gerne zubereite. Zwar gab es zu dieser Zeit bereits einen regen Markt für gedruckte Kochbücher, auf dem Frauen rege mitmischten. Rezepte wurden aber auch weiterhin handschriftlich gesammelt, abgeschrieben und weitergereicht. Was Menschen essen, sagt einiges aus über ihren gesellschaftlichen Status und ihr Konsumverhalten, über Formen der Geselligkeit und den vorherrschenden Geschmack.