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Axel Krommer

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Axel Krommer @axelkrommer.com · 29/09/2026
Kreuze an (mehrere richtige Lösungen): ( ) Mischen löst die prinzipiellen Probleme von MC-Formaten nicht. ( ) Das stereotype KI-Slop-Wohlfühlbild-Bild zeigt ironischerweise eine triviale Aufgabe, die durch Mischen nicht anspruchsvoller wird. ( ) KI begünstigt palliative Zementmischer-Didaktik.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 01/09/2026
In einem polemischen Podcast thematisieren 2 Anbieter kommerzieller Feedback-Apps die Kritik an einem ihrer Produkte. Trauriger Höhepunkt der als Analyse getarnten Produktverteidigung: Den Kritiker:innen wird „Jugend-forscht“-Niveau unterstellt. Rebuttal hier: rainermuehlhoff.de/Rebuttal-KI-...
rainermuehlhoff.de
Rebuttal zu unseren Studien über KI-Korrektur- und Feedbacktools für den Schulunterricht
Unsere Tests von drei KI-Tools für automatisierte Bewertung und Rückmeldungen für textbasierte Aufgaben im Schulunterricht haben für Furore gesorgt. Hier antworten wir auf die häufigsten Einwände.
031
Axel Krommer @axelkrommer.com · 25/07/2026
Ich habe aufgeschrieben, warum man sich bei KI-Tools zwischen Skylla (Entlastung, aber kein Lernerfolg) und Charybdis (Lernerfolg, aber keine Entlastung) entscheiden muss. Bzw.: Warum das Entlastungs-Versprechen der EdTech-Industrie ein wohlfeiler Marketing-Trick ist. axelkrommer.com/2026/07/25/k...
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KI-Feedback. Oder: die Entscheidung zwischen Skylla und Charybdis
Die EdTech-Industrie versucht seit einiger Zeit, einen verlockenden Traum zu verkaufen: KI-Tools nehmen uns Millionen Stunden Korrekturzeit ab und bringen endlich die Entlastung, auf die gestresste…
1123
Axel Krommer @axelkrommer.com · 24/07/2026
Gratis Bahnfahrten für Einserschüler:innen heißt: Der Zahnarztsohn mit Privatnachhilfe und einer Eins fährt umsonst. Die Migrantin, die Geschwister betreut, dolmetscht und nur eine Drei schreibt, zahlt voll. Meritokratie ist ein Märchen für Erwachsene, das jetzt auch die Deutsche Bahn erzählt.
Screenshot aus der Augsburger Allgemeinen: FREIFAHRT
Bayerns Einserschüler durfen am ersten Ferientag gratis Bahn fahren:
Das muss man wissen
Die Deutsche Bahn belohnt mit der Sommerferien-Aktion sehr gute Schüler aus dem Freistaat. 

Genaue Quelle: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/sommerferien-einserschueler-in-bayern-duerfen-einen-tag-gratis-bahn-fahren-24-07-114816635
091
Axel Krommer @axelkrommer.com · 23/07/2026
Zur Klarstellung: Das alles war bislang „personenfrei“, d.h. eine Analyse eines hochproblematischen Musters, nicht eines konkreten Falles. Der saubere nächste Schritt wäre, zu prüfen, ob reale Akteure diesem Muster folgen. Erst dann, mit Belegen, dürfte und sollte man Namen nennen.
020
Axel Krommer @axelkrommer.com · 23/07/2026
Daher: Schön, dass wir uns einig sind: Meine Analyse ist korrekt, offen ist nur die empirische Frage. Dann lautet der Prüfauftrag jetzt konkret: Gibt es bei X' Publikations- bzw. Geschäftspartner:innen methodisch vergleichbare Mängel, die unkommentiert bleiben? Das ist überprüfbar.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 23/07/2026
Richtig: Die Analogie formuliert eine Bedingung, kein Urteil. Ohne Nachweis von Nr. 2 bleibt es ein Prüfkriterium. Aber genau darum ist es keine Verschwörungstheorie – es benennt, was es zur Widerlegung bräuchte. Verschwörungstheorien tun das Gegenteil: Sie immunisieren sich.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 23/07/2026
X gibt vor, gegen Falschparken vorzugehen. Er zeigt nur Nachbarn an, die er nicht mag. Er schaut nicht hin, wenn Freunde im Halteverbot stehen. Jede Anzeige hat ihre Berechtigung, aber es geht um Personen, nicht um Regeln. Wer Integrität nur selektiv einfordert, verteidigt sie nicht. Er benutzt sie.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 22/07/2026
Das ideologische Prinzip ist eher, gezielt Studien mit dem Ziel auszuwählen, sie NICHT „durchzuwinken“.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 22/07/2026
Performative Inkonsistenz, die: Wer Kritik systematisch asymmetrisch verteilt, d.h. z.B. nur Studien seziert, deren Ergebnisse ihm nicht passen, während er methodisch vergleichbar schwache Studien passieren lässt, nutzt Methodenkritik als Filter für Ergebnisse und Personen (!), die ihm missfallen.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 20/07/2026
Ein Professor lässt in seinen Klausuren einen handgeschriebenen Spickzettel im DIN-A4-Format zu. Und er erhält dafür viel Zuspruch. Ich habe aufgeschrieben, warum dieses Beispiel vor allem die Absurditäten unserer Prüfungskultur sichtbar macht. axelkrommer.com/2026/07/20/e...
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Ein Vorlesungsskript auf einem Blatt. Oder: Was ein Spickzettel über die Prüfungskultur verrät
Im Folgenden soll gezeigt werden, dass ein Posting, das gerade bei LinkedIn sehr viel Zuspruch erfährt, im Kern die Absurditäten einer Prüfungskultur verdeutlicht, die durch Verbote, Beschränkungen…
154
Axel Krommer @axelkrommer.com · 08/07/2026
„Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass der verbreitete Diskurs über KI als Lösung für zu hohe Arbeitsbelastung im Bildungssystem mit Vorsicht zu betrachten ist. Aktuelle KI-Systeme können diese sozial und politisch gewachsenen Probleme nicht lösen.“
150
Axel Krommer @axelkrommer.com · 05/07/2026
Nähere Erläuterungen im Alt-Text.
010
Axel Krommer @axelkrommer.com · 05/07/2026
Nähere Erläuterungen im Alt-Text.
000
Axel Krommer @axelkrommer.com · 05/07/2026
Text-Bild-Schere (XXI):
Linkedin-Post einer populistischen Influencerin. Links: Wahlumfrage-Grafik, die die AFD als stärkste Partei zeigt. Und ein Zitat: „Wer heute im Alltag schweigt, darf morgen nicht fragen, wie es so weit kommen konnte. Demokratie und der Kampf gegen rechts müssen gelebt, verteidigt und an unsere Kinder weitergegeben werden. Jeden verdammten Tag.“ Das Posting weist einen deutlichen Widerspruch zwischen Bild und Text auf. Während der Text vor einer ernsthaften politischen Entwicklung warnt, zeigt das Foto die Influencerin lächelnd und selbstbewusst. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht die Umfrage, sondern ihre eigene Person im Mittelpunkt steht. Die politische Botschaft wird zur Kulisse einer professionellen Selbstinszenierung, was ihre Glaubwürdigkeit schwächt.
120
Axel Krommer @axelkrommer.com · 05/07/2026
Text-Bild-Schere (XXI)
LinkedIn-Posting einer populistischen Influencerin. Text: „Nicht alle Kinder werden schöne Sommerferien haben“. Bild: Die Influencerin in Hochglanz-Ästhetik. Lächelnd. Typisches Beispiel dafür, wie gesellschaftliche Missstände als Bühne für moralisch fragwürdige Selbstinszenierung genutzt werden.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 05/06/2026
Man könnte in der ZEIT die komplexe Forschungslage für ein breites Publikum aufarbeiten. Oder einfach unkritisch die Kernthese der am weitesten verbreiteten Studie wiedergeben. ¯\_(ツ)_/¯ #Journalismus
Zitat aus der ZEIT vom 03.06.2026, S. 26: Studien zeigen das am Beispiel der Handschrift. Wer Buchstaben handschriftlich formt, merkt sich die Inhalte besser, als wenn er sie tippt. Denn das langsamere Tempo lässt uns mehr Zeit fürs Denken und um kreativ zu sein. Vielleicht ein Grund, weniger Sprachnachrichten zu verschicken?
152
Axel Krommer @axelkrommer.com · 26/05/2026
Empirie gilt als Korrektiv des Bauchgefühls. Doch wer entscheidet, welche Daten relevant sind? Diese Vorentscheidungen sind zutiefst normativ – und verschwinden im Produktionsprozess. Der Gegensatz ist nicht subjektiv vs. objektiv, sondern sichtbare vs. unsichtbar gemachte Subjektivität.
Comic im XKCD-Stil. Person 1: Without data, you're just another person with an opinion. Persoon 2: Without declared values, you're just another person with numbers.
052
Axel Krommer @axelkrommer.com · 18/05/2026
Wird hier davon ausgegangen, dass Unterricht primär ein beobachtbares Set empirisch erfassbarer Variablen ist und weniger eine situierte Praxisform, deren Verständnis auch eigene Handlungserfahrung voraussetzt? Falls ja, wäre das eine bemerkenswerte Reduktion professioneller Kompetenz.
100
Reposted by Axel Krommer
Institut für zeitgemäße Prüfungskultur @pruefungskultur.bsky.social · 09/05/2026
Los geht es mit dem Barcamp „Lernkultur Prüfungskultur“ und den Begrüßungsworten von Carolin Treier.
0101
Reposted by Axel Krommer
Institut für zeitgemäße Prüfungskultur @pruefungskultur.bsky.social · 09/05/2026
Die Begrüßung von Patricia und dann eine kurze Erklärung zur Historie des Barcamps von Jöran.
0121
Reposted by Axel Krommer
Institut für zeitgemäße Prüfungskultur @pruefungskultur.bsky.social · 09/05/2026
Die Sessionplanung - der Plan ist komplett voll. Das Angebot sehr vielfältig!
1112
Reposted by Axel Krommer
Institut für zeitgemäße Prüfungskultur @pruefungskultur.bsky.social · 09/05/2026
@rdreier.bsky.social war auch dabei als Sessiongeberin
041
Axel Krommer @axelkrommer.com · 27/04/2026
KI kills the Glücksbringer-Plüschtier. (Die Seite dokumentiert auf entlarvende Weise die Kapitulation der Schule vor der Kultur der Digitalität.)
Text von der KM-Seite: Vorbereiten der Prüfungsumgebung
Durch die Gestaltung der Prüfungsumgebung können die Möglichkeiten des KI-gestützten Unterschleifs
minimiert werden:
• Konsequente Abgabe sämtlicher mobiler Endgeräte: Einforderung ausgeschalteter Smartphones, Smartwatches und Kopfhörer vor Prüfungsbeginn. Falls Schülerinnen und Schüler aus gesundheitlichen Gründen ein entsprechendes digitales Endgerät benötigen, ist das vorab und separat zu regeln.
• Beschränkung der Arbeitsmaterialien am Platz: Verbleib lediglich zwingend erforderlicher Schreibutensilien
und explizit zugelassener Hilfsmittel auf den Tischen.
• Auslagerung persönlicher Gegenstände: Ablage von Taschen, Jacken und Federmäppchen sowie „Glücksbringern" in Form von Plüschtieren u.ä. in einem separaten Bereich des Prüfungsraums.
• Kontrolle und Austausch von Schreibgeräten: Überprüfung auffälliger Stifte sowie bedarfsweiser Ersatz
durch schulisch bereitgestellte Schreibmittel.
• Umsetzung raumorganisatorischer Standards: Sicherstellung ausreichender Sitzabstände oder
Verwendung von Sichtschutzvorrichtungen.
• Bereitstellung einer zentralen Zeitanzeige: Installation einer für alle Prüflinge gut sichtbaren Uhr zur
eigenständigen Zeiteinteilung.
• Protokollierung bei Raumverlassen: Abgabe der Prüfungsunterlagen sowie Dokumentation der exakten
Abwesenheitszeiten während der Leistungsfeststellung.
040
Axel Krommer @axelkrommer.com · 27/04/2026
Hi Nils! Ich sehe das leider erst jetzt und bei mir ist der Mai absolut dicht. Sehen wir uns denn am 09.05. in Berlin beim Barcamp? pruefungskultur.de/barcamp-am-9...
pruefungskultur.de
Barcamp am 9.5.26 – Institut für zeitgemäße Prüfungskultur
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 27/04/2026
Mein mo_muc26-Vortrag zum Thema „Vom Telekolleg zu Telli. Oder: Warum KI die Bildung nicht revolutioniert“ ist online. Es geht u.a. um Probleme der Automation & Affordanz, um KI als pädagogisches Prokrustesbett & agentische KI, die doch nur wieder Lückentexte generiert vimeo.com/1184006524?s...
vimeo.com
Impulsvortrag momuc_schule - Vom Telekolleg zu Telli. Oder: Warum KI die Bildung nicht revolutioniert.
Nach dem Telekolleg, den Sprachlaboren, dem PC im Klassenraum, der 1:1-Ausstattung mit Laptops, den Schulen am Netz, dem Web 1.0, dem Web 2.0, den interaktiven Whiteboards, den Smartphones und Tablets...
031
Axel Krommer @axelkrommer.com · 15/04/2026
Wenn Dir meine Zusammenstellung der Bilder nicht genügt, Zweifel an dieser alarmistischen Seite zu hegen, dann muss ich das wohl akzeptieren. ¯\_(ツ)_/¯
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 15/04/2026
Schau Dir nur mal die Ästhetik der Bilder an, mit denen die Beiträge beworben werden. Dann schau nach, was der Betreiber der Seite hauptberuflich macht.
Sammlung alarmistischer Sharepics, die Eltern gezielt in Angst versetzen sollen.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 15/04/2026
Hast Du Dir die Seite und die Betreiber des Blogs (und deren Qualifikationen!) mal genauer angesehen?
200
Axel Krommer @axelkrommer.com · 07/04/2026
Ich stimme Dir zu 100% zu. BTW: „Hohe Akzeptanz in Schulen“ und „weite Verbreitung in sozialen Medien“ sind zwei paar Schuhe. SCHEINBAR hohe Akzeptanz ist deswegen ANSCHEINEND zutreffend ;-)
010
Axel Krommer @axelkrommer.com · 07/03/2026
Wer sich einseitig an der Frage „What works?“ orientiert, vergisst, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen lernförderlich ausüben KÖNNEN, geklärt werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN.
Bild von Joseph Weizenbaum. Darunter ein Zitat: All jene, die sich einseitig effizienzorientiert an der Frage „What works?“ orientieren, wenn es um den Einsatz von KI im Bildungsbereich geht, sollten einen Blick in Weizenbaums Klassiker „Computer Power and Human Reason“ (1976) werfen.

Dort wird deutlich, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen im Unterricht lernförderlich ausüben KÖNNEN, die Frage beantwortet werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN.
Quelle des Zitats: Quelle des Zitats:

Weizenbaum, Joseph (1976): Computer Power and Human Reason. From Judgement to Calculation. New York, San Francisco: W. H. Freeman and Company. S. X.
1135
Axel Krommer @axelkrommer.com · 11/02/2026
Ich hab hier ein wenig dazu geschrieben, gibt aber tonnenweise fundamentale Kritik: axelkrommer.com/2020/09/21/w...
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Warum wir kein digital gestütztes Lernen brauchen – ein Bildungs-Puzzle
Der vorliegende Text zeigt, dass sich der häufig verwendete Ausdruck „digital gestütztes Lernen“ nahtlos in ein wirkmächtiges Bild von Schule und Unterricht einfügt, das mit den Prinzipien des zeit…
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 11/02/2026
Bitte nicht das SAMR-Modell. An dem ist ja alles falsch.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 11/02/2026
Exakt so.
020
Axel Krommer @axelkrommer.com · 11/02/2026
Seit November 2022 hat sich einiges verändert. ¯\_(ツ)_/¯
Grafik, die Entwicklungen vor und nach ChatGPT zeigt. Erstens: Anzahl der wirklich guten Unterrichtsideen bleibt konstant. Zweitens: Anzahl der Lückentexte steigt ab ChatGPT sprunghaft. Drittens: Anzahl der bunten Handreichungen zum KI-Unterricht steigt nach ChatGPT sprunghaft.
3171
Axel Krommer @axelkrommer.com · 20/01/2026
Ich habe kurz aufgeschrieben, warum pädagogischer AI-Slop problematisch ist. #bluelz axelkrommer.com/2026/01/20/p...
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Pädagogischer AI-Slop. Oder: Dr. Mabuse übernimmt die Schulleitung
Unter dem Begriff AI Slop versteht man die zunehmende Flut an minderwertigem, KI-generiertem „Datenmüll“, d.h. an Inhalten, die oberflächlich professionell wirken, aber bei näherer Betrachtung gene…
262
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Wenn z.B. die Androhung der Prügelstrafe nachweislich zu besseren Lernergebnissen führen würde, wäre das kein Grund für die Androhung der Prügelstrafe.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Was „Lernwirksamkeit“ bedeutet, ist normativ beladen. In einer Diktatur ist das etwas anderes als in einer Demokratie. Und das ist nur die offensichtlichste normative Dimension. Diese Blindheit gegenüber der Normativität der Empirie verleiht ihr im Diskurs den Anschein der (Schein-)Objektivität.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Dein grundlegender Fehler ist, dass Du annimmst, es könne Empirie ohne normative Grundlage geben.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Du vermischst die faktische und die normative Ebene. Welche Aspekte guten Unterricht kennzeichnen SOLLTEN, ist eine ganz andere Frage als die Frage, wie Unterricht unter bestimmten gegebenen Bedingungen überhaupt möglich IST.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Notwendige Kriterien für Unterricht sind nicht notwendig identisch mit notwendigen Kriterien für GUTEN Unterricht. Der Punkt ist nicht, wie Unterricht faktisch überhaupt ermöglicht wird, sondern welche Vorstellungen von gutem Unterricht zugrundeliegen.
100
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Aber die Frage nach notwendigen Voraussetzungen für Unterricht ist eine andere als die Frage nach gutem Unterricht.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Das ist kein Argument gegen Empirie. Es ist ein Argument dafür, die normativen Prämissen empirischer Forschung zu reflektieren, damit insbesondere die Tiefenstrukturen des Unterrichts nicht als Werkzeuge der Restauration, sondern als Qualitätsfilter für Innovation genutzt werden können.
141
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
So ist – um nur ein Beispiel zu nennen – Kounins Konzept der „withitness“ (Allgegenwärtigkeit), das für das Classroom Management zentral ist, in seiner ursprünglichen Form tatsächlich eine Technik der Macht, die dem Ideal einer demokratischen Schule zuwiderläuft.
240
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Was das zeigt: Die Tiefenstrukturen des Unterrichts, die heute standardmäßig als Blaupause für Lehrerausbildung, Unterrichtsfeedbackbögen und Inspektionsverfahren dienen, sind normativ nicht neutral. Sie transportieren bestimmte Vorstellungen davon, was „guter“ Unterricht ist.
320
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Wenn ja: Deine Vorstellungen von gutem Unterricht decken sich nicht mit meinen Vorstellungen von gutem Unterricht. Wenn nein: Du hast Dich gerade von fundamentalen Aspekten des „Classroom Managements“ distanziert, d.h. von einer empirisch sehr gut belegten Tiefenstruktur des Unterrichts.
120
Axel Krommer @axelkrommer.com · 21/12/2025
Kurzer normativ-pädagogischer Selbsttest: Sind die unten stehenden Aspekte (z.B. „The teacher consistently monitors the entire classroom“) für Dich Kennzeichen guten Unterrichts?
Zitat: There are no disruptions during lessons
The lesson is planned in a way that discipline problems do not occur
The teacher takes action before disruptions even occur
The lesson starts and ends on time
Transitions between different parts of the lesson are fast and smooth
The teacher clearly communicates the targeted time for tasks (e.g. '5 min left')
The teacher looks at the students most of the time and rarely turns his or her back on them
The teacher consistently monitors the entire classroom
Breaking the rules gets sanctioned by the teacher by referring to the agreed upon rules
Major disruptions due to rule breaking do not occur
The teacher makes clear what happens if students break the rules. Quelle: Praetorius, AK., Klieme, E., Herbert, B. et al. Generic dimensions of teaching quality: the German framework of Three Basic Dimensions. ZDM Mathematics Education 50, 407–426 (2018). https://lnkd.in/ee6pQWKk, p. 412.
340
Axel Krommer @axelkrommer.com · 13/12/2025
Die Erwachsenen haben die Alm asphaltiert.
110
Axel Krommer @axelkrommer.com · 13/12/2025
Ich habe kurz aufgeschrieben, wie im aktuellen Diskurs eine Natur-Kindheit romantisch verklärt und einer Netz-Kindheit diametral gegenübergestellt wird. Was das mit Heidi zu tun hat und warum das Internet (nicht) das neue Frankfurt ist, steht hier: axelkrommer.com/2025/12/13/d...
axelkrommer.com
Die Heidi-Strategie. Oder: das Internet als neues Frankfurt
Einflussreiche (und zumeist sehr privilegierte) Menschen, die in den sozialen Medien, Spiegel-Bestsellern und Talkshows ein Verbot von Smartphones und sozialen Medien für Kinder und Jugendliche for…
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Axel Krommer @axelkrommer.com · 13/12/2025
Top-Bildungsforscher Olaf Köller will an fixen Prüfungsterminen (von der Lehrperson festgelegt, alle schreiben zur selben Zeit denselben Test) festhalten, obwohl solche Prüfungen nicht sinnstiftend sind, sondern Lernen BEENDEN. Seine Begründung: Lehrer:innen machen das halt gerne. ¯\_(ツ)_/¯
Text: Bildungsforscher warnt:
Unterrichtschoreografie an Schulen würde
durcheinandergeraten
Ein weiteres Problem sieht der wissenschaftliche Direktor des IPN in der Unterrichtsorganisation. „Lehrkräfte schreiben ja gern Klassenarbeiten oder Tests, wenn sie eine Unterrichtseinheit abgeschlossen haben, um zu überprüfen, ob die Lernziele der Einheit erreicht wurden"
", erklärt der
Bildungsforscher der Frankfurter Rundschau. Danach beginnt eine neue Unterrichtseinheit. „Diese Sequenzierung ließe sich natürlich nicht mehr halten, wenn alle sich individuell den Zeitpunkt der Lernerfolgskontrolle aussuchen könnten"
', sagt er.

Quelle: https://www.fr.de/panorama/schwache-weiter-schwaechen-vorschlag-fuer-klassenarbeiten-sorgt-fuer-diskussionen-zr-94082153.html
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