Sign in

DeZIM-Institut

@dezim-institut.de
1.5K followers 26 following 807 posts

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) forscht zu Integration, Migration, gesellschaftlichen Konflikten & Rassismus. dezim-institut.de

PostsRepliesMedia
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 23/09/2026
📣Exploring new #research opportunities and need reliable #data? Based on data from UnterkunftUkraine, this dataset explores how private hosting arrangements shape the integration experiences of Ukrainian refugees in Germany. Apply here ➡️ doi.org/10.34882/dez...
100
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 22/09/2026
Welche Bedeutung hatten migrantische Wähler*innen bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern? Dr. Friederike Römer, Leitung der Abteilung Konsens und Konflikt, betont: Menschen mit Migrationshintergrund sind keine homogene Gruppe.
152
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 21/09/2026
Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern In #Berlin wurde die Linke stärkste Kraft mit 25,7%, in #MVP gewann die AfD mit 38,2% die meisten Stimmen gefolgt von der SPD mit 35,5%. @narekisi.bsky.social ordnet die Ergebnisse in den beiden Bundesländern ein.
Zitat Dr. Cihan Sinanoglu: 
Die Wahlergebnisse zeigen zwei sehr unterschiedliche Formen politischer Mobilisierung. Während die AfD in Mecklenburg-Vorpommern stark hinzugewinnt, gelingt es der Linken in Berlin, insbesondere junge Menschen und bisherige Nichtwähler*innen zu mobilisieren. Das widerspricht der Vorstellung, gesell-schaftliche Unzufriedenheit führe zwangsläufig zu einem Rechtsruck. Gleichzeitig stellt sich 
die Frage, was der starke Zuspruch für 
migrationsfeindliche und rassistische 
Positionen mit dem gesell-
schaftlichen Klima  macht – und 
welche konkreten Folgen das für 
Menschen hat, die von 
Rassismus betroffen sind.
072
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 17/09/2026
Diese Angriffe markierten den Auftakt einer Welle rechter Gewalt – mit den Pogromen in Rostock-Lichtenhagen (1992), den Brandanschlägen von Mölln (1992) und Solingen (1993). Die damalige Politik reagierte mit Verschärfungen des Asylrechts – anstatt konsequent gegen rechte Gewalt vorzugehen.
„Asylkompromiss" 1993

Am 26. Mai 1993 beschloss der damalige Bundestag eine Grundgesetzänderung. Das bisherige Grundrecht „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht" (Art. 16) blieb formal bestehen, wurde aber im neuen Artikel 16a stark eingeschränkt: 

Wer über ein EU-Land oder ein anderes Nachbarland Deutschlands einreist, hat keinen Anspruch auf Asyl und kann sofort abgewiesen werden. Das besagt die sogenannte „Drittstaatenregelung".
Geflüchtete aus „sicheren Herkunftsstaaten", Länder, in denen keine Verfolgung oder unmenschliche Behandlung droht, haben keinen Anspruch auf Asyl.
Asylbewerber*innen können an Flughäfen bis zu 19 Tage festgehalten werden, um ihren Asylantrag zu prüfen.Wirkt der „Asylkompromiss" heute noch? 

Die Grundidee von 1993 wirkt fort und Artikel 16a GG existiert unverändert. Das nationale Rechte ist jedoch vom EU-Recht und internationalen Konventionen wie der Genfer Flüchtlingskonvention überlagert.

Was aus 1993 weiterwirkt:
„Drittstaatenregelung": wird vom Dublin-System geregelt, wonach meist das EU-Ersteinreiseland für Asylgesuche zuständig ist.
„sichere Herkunftsstaaten": Die Liste besteht fort und wird erweitert.
Flughafenverfahren: weiterhin in Anwendung

Seit 2026 ersetzt die GEAS1-Reform zwar formal das Dublin-System, diese bleibt aber im Kern erhalten.
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 17/09/2026
17. - 23. September 1991: 35 Jahre seit den Rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda. Eine rechtsextreme Menge belagerte tagelang ein Wohnheim für Vertragsarbeiter*innen und eine Geflüchtetenunterkunft. Steine und Brandsätze flogen, Menschen wurden bedroht und angegriffen.
Zwischen dem 17. und 23. September 1991 kam es in Hoyerswerda in Sachsen zu pogromartigen Ausschreitungen. Neonazis und rechte Jugendliche griffen ein Wohnheim für Vertragsarbeiter*innen aus Mosambik und Vietnam sowie eine Unterkunft für Geflüchtete an. Sie warfen mit Steinen, Stahlkugeln und Molotowcocktails.

Schon am 17. September wurden vietnamesische Händler*innen von Rechtsradikalen auf dem Marktplatz attackiert. Sie flüchteten in ein Wohnheim in der Albert-Schweitzer-Straße, das kurz darauf Ziel eines wachsenden rassistischen Mobs wurde. In den folgenden Tagen standen bis zu 500 Menschen vor den Gebäuden, viele Anwohner*innen klatschten Beifall und feuerten die Angreifer an. Die Polizei griff kaum ein.Am 23. September wurden schließlich die Geflüchteten aus der Thomas-Müntzer-Straße evakuiert – unter Angriffen auf die Busse, die sie aus der Stadt brachten. Rechtsextreme feierten Hoyerswerda als „ausländerfrei“. Die Evakuierung gilt bis heute als Kapitulation des Staates vor rassistischer Gewalt.

Hoyerswerda markierte den Beginn einer Welle rechter Gewalt im wiedervereinigten Deutschland. Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen folgten, Anschläge, die bis heute im kollektiven Gedächtnis stehen. 

Statt die Betroffenen zu schützen und entschlossen gegen rechte Gewalt vorzugehen, reagierte die Politik 1993 mit dem sogenannten „Asylkompromiss"  , der das Grundrecht auf Asyl massiv einschränkte und damit rassistischen Forderungen entgegenkam.
111
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 16/09/2026
Heute vor vier Jahren, am 16. September 2022, starb die 22-jährige Jina Mahsa Amini nach ihrer Festnahme durch die iranische Sittenpolizei. Ihr wurde vorgeworfen, ihr Kopftuch nicht „ordnungsgemäß“ getragen zu haben. Im Polizeigewahrsam fiel sie ins Koma und starb wenig später im Krankenhaus.
161
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 09/09/2026
Du stehst im Aufzug mit dem Bundeskanzler. Wie reagierst Du? Die DeZIM Studie von Katharina Kowalski & @susipickel.bsky.social untersucht anhand 7 Fokusgruppeninterviews die politische Responsivität in der Wahrnehmung von Menschen mit Migrationsgeschichte. ➡️ www.dezim-institut.de/publikatione...
Die Teilnehmenden der Studie wurden gefragt: 

Was würden Sie Bundeskanzler Friedrich Merz sagen, wenn Sie alleine mit ihm im Aufzug stehen würden?

Dabei konnten drei Kommunikationsstrategien identifiziert werden: Vermittlung, Konfrontation und Rückzug. 

Diese Kommunikationstypen sind variabel und passen sich sowohl inhaltlichen Schwerpunktsetzungen als auch der Gruppendynamik an. 

Jeder einzelne Typ verfolgt in der Aufzugsituation jeweils eine eigene kommunikative Strategie, mit denen unterschiedliche Ziele erreicht werden sollen.Kommunikationstyp: Vermittlung

würde dem Bundeskanzler die eigene Lebensrealitäten schildern und persönliche Betroffenheit darlegen

bezieht sich auf die moralische und gesellschaftliche Relevanz

will individuelle Erfahrungen sichtbar machen und gesellschaftliche Problemlagen erläutern – mitunter aus der Perspektive des eigenen Alltags

Ziel: den Bundeskanzler zum Nachdenken über seine Aussage anregen oder einen Perspektivwechsel initiierenKommunikationstyp: Konfrontation

bewusst zugespitzte und kritische Gesprächs-führung

möchte herausfinden, ob sich der Bundeskanzler der gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen seiner Entscheidungen und öffentlichen Aussagen bewusst ist

Ziel: Rechenschaft einfordern, Verantwortungs-übernahme und TransparenzKommunikationstyp: Rückzug

Zwei Unterschiedliche Strategien:

physischer Rückzug: Nicht Einsteigen oder Aussteigen
emotionaler Rückzug: Schweigen oder Zurückhalten

Gefühle der Bedrohung und des Eingeschüchtertseins

Ausdruck von Resignation, Ohnmacht, Distanz und fehlender Ansprechbarkeit, nicht Desinteresse
110
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 03/09/2026
Wie entscheidet sich, welche politischen Inhalte im #TikTok-Feed sichtbar werden? Die Lunch Discussion nimmt aktuelle Forschung zu TikTok-Feeds zum Ausgangspunkt und fragt, wie politische Öffentlichkeit auf der Plattform entsteht. Anmeldung➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun...
Lunch Discussion

Politik im Feed
Wer auf TikTok sichtbar wird und was das für demokratische Öffentlichkeit bedeutet

Mittwoch, 16. September 2026, 
13:30–14:30 Uhr
online via zoom

Prof. Dr. Jasper Tjaden, Universität Potsdam, Forschung zu Social Media, politischer Sichtbarkeit und digitalen Methoden
Esra Karakaya, Journalistin und Gründerin von KARAKAYA TALKS, Perspektive auf digitale Sichtbarkeit, Gegen-öffentlichkeiten und politische Kommunikation
Dr. Nader Hotait, DeZIM-Institut / HU Berlin, Forschung zu TikTok, digitalen Öffentlichkeiten und marginalisierten Gruppen
000
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 01/09/2026
📣Autor*innen des Buches „Europa neu schaffen. Wie wir Flüchtlingsschutz gestalten und Demokratie erhalten" diskutieren mit Erik Marquardt (MEP, Die Grünen) über Visionen einer anderen Migrations- & #Flüchtlingspolitik. @marcusengler.bsky.social Anmeldung ➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun...
Book Discussion

Europa neu schaffen. Wie wir Flüchtlingsschutz gestalten und Demokratie erhalten
021
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 31/08/2026
Noch wählbar? DeZIM Data.insight „Stabilität und Wandel: Welche Parteien können sich Wähler*innen mit und ohne Migrationshintergrund vorstellen zu wählen?“ zeigt: Wie haben sich #Wahlneigungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zuletzt entwickelt? ➡️ www.dezim-institut.de/presse/noch-...
Zitat Dr. Friederike Römer: 
Der Zeitvergleich zeigt: 

Von Menschen mit Bezug zur MENA-/Türkei-Region und zur ehemaligen Sowjetunion wurden die Parteien im Winter 2024/2025 tendenziell seltener als wählbar bewertet als im Vorjahr. Das kann ein Warnsignal sein. 

Ob sich darin eine längerfristige Entfremdung vom Parteienangebot zeigt, müssen weitere Erhebungen klären.Zitat Mara Jung:
Die politische Debatte konzentriert sich häufig auf Migration als Problem. 

Die hier ausgewerteten Daten legen nahe, dass mit dieser Strategie Wähler*innen ohne Migrationshintergrund nicht nennenswert gewonnen wurden – und zugleich migrantische Wähler*innen verloren gehen. 

Gleichzeitig sprechen die Daten nicht für einen einheitlichen „migrantischen“ Wähler*innenblock.
130
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 27/08/2026
📣 The dataset “Diversity in the German Federal Administration (DiBu)” explores how miscellaneous groups perceive the federal administration – particularly as a potential employer. Apply here ➡️ datasearch.fdz.dezim-institut.de/item/de.dezi... #research #data
110
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 24/08/2026
DeZIM-Direktorin Prof. Dr. Naika Foroutan blickt für die Doku "Was ist deutsch? Die Geschichte der #Migration" von Terra X History in die Vergangheit und Zukunft der Migrationsgeschichte Deutschlands. Die ganze Doku ansehen ➡️ www.zdf.de/play/dokus/t... Quelle: zdf, Terra X History, 24.08.26
141
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 17/08/2026
DeZIM Summer School 2026 🎉 Vom 11. bis 13.08. fanden Workshops zu quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung statt – mit Teilnehmenden aus wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Vielen Dank an die Kursgebenden Dr. Verena Ortmanns und William Tarazona!
Foto von einem langen Tisch, an dem Personen mit Laptop sitzen. Am Tischende sitzt der Kursgebende vo einem großen Bildschirm. Foto von einem langen Tisch, an dem Personen mit Laptop sitzen. Die Kursgebende steht neben dem Tisch und ein Teilnehmer probiert etwas am Laptop aus. Drei Kursteilnehmde sitzen an einem Tisch und diskutieren in einem separaren Raum.Foto von einem langen Tisch, an dem Personen mit Laptop sitzen. Am Tischende sitzt der Kursgebende vo einem großen Bildschirm.
110
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 12/08/2026
📣 We are #hiring! Die ausgeschriebene Position verbindet die Leitung des Forschungsdatenzentrums DeZIM.fdz mit der Co-Leitung des Clusters „Daten – Methoden– Monitoring“. Bis 10. September 2026 hier bewerben ➡️ www.dezim-institut.de/jobs/leitung...
Job Alert
Leitung Forschungsdatenzentrum (Co-Leitung Cluster „Daten – Methoden – Monitoring“) (m/w/d/k. A.)
012
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 04/08/2026
Vom 03. auf den 04.08.14 überfiel der sogenannte „IS“ die êzîdische Bevölkerung in Şengal. Tausende wurden ermordet, Frauen & Mädchen verschleppt, versklavt und sexualisierter Gewalt ausgesetzt. 12 Jahre später werden über 2.000 Êzîd*innen vermisst, mehr als 200.000 leben weiterhin als Vertriebene.
Im Gedenken an die Opfer des Genozids an den Êzîd*innen. Zwölf Jahre nach dem Überfall des sogenannten "Islamischen Staates" auf Sengal.In der Geschichte der Êzîd*innen wird von 74 Genoziden gesprochen. Diese Zahl ist symbolisch für kontinuierliche Massaker an der Minderheit, die seit Jahrhunderten andauern. 

Der jüngste Angriff begann in der Nacht vom 3. 
auf den 4. August vor genau zwölf Jahren, als der sogenannte „Islamische Staat“ die êzîdischen Siedlungsgebiete im nordirakischen Şengal überfiel. 

Tausende wurden ermordet, Tausende verschleppt und versklavt, mehr als 2.000 Frauen und Kinder werden bis heute vermisst.In Deutschland lebt die größte êzîdische Diaspora. Viele flohen bereits in den 1980er Jahren vor Verfolgung aus der Türkei, später kamen die Überlebenden aus Şengal. 

Die Anerkennung des Völkermords durch den Bundestag 2023 ist wichtig. Doch Anerkennung allein schützt niemanden. Şengal ist bis heute zerstört, die Region wird weiter angegriffen, Zehntausende leben in Lagern, und aus Deutschland werden Êzîd*innen trotz der Anerkennung in diese Unsicherheit abgeschoben. 

Wir gedenken der Ermordeten und 
stehen an der Seite der Überlebenden. 

Dr. Rosa Burç,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Konsens und Konflikt und 
am Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa)
162
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 28/07/2026
Der Angriff auf den Berliner CSD hat viele Menschen fassungslos gemacht, auch uns. Ein Mensch ist gestorben, 29 weitere wurden teils schwer verletzt. Im Gedenken an die Getötete. Im Gedanken bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen Betroffenen.
Wir sind erschüttert über den Angriff auf friedlich feiernde Menschen beim CSD in Berlin. 
Wir denken an die Getötete und die Verletzten, an ihre Angehörigen und Freund*innen.
  
Queerfeindlichkeit ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, und ein gemeinsamer zentraler Bezugspunkt für rechtsextreme und islamistische Ideologien.

Angesichts der Tat am Samstag sind wir als DeZIM entschlossener denn je, mit unserer Radikalisierungsforschung weiterhin einen Beitrag zur Bekämpfung und Prävention von Extremismus zu leisten.  

Unsere Solidarität gilt queeren Menschen – 
heute und an allen Tagen. 

Dr. Friederike Römer, Leitung Abt. Konsens & Konflikt
Unsere Gedanken sind bei der getöteten Person, den Verletzten, den Angehörigen und allen, die dieser Angriff erschüttert hat. 

Der Schutz queerer Menschen darf nicht erst erfolgen, wenn Gewalt eskaliert. Er muss beginnen, wo Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung konsequent zurückgewiesen werden. 

Zugleich dürfen solche Taten nicht rassistisch instrumentalisiert werden.  Wer queere Rechte nur dann verteidigt, wenn sie sich gegen andere Minderheiten in Stellung bringen lassen, schützt queere Menschen nicht, sondern nutzt ihre Sicherheit für eine Politik der Ausgrenzung. 

Queere Sicherheit und der Kampf gegen Rassismus gehören zusammen. 

Dr. Cihan Sinanoglu, Leiter des NaDiRa
131
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 27/07/2026
Ab dem 01. August 2026 sollen #Integrationskurse wieder für freiwillige Teilnehmende aus bestimmten Gruppen geöffnet werden. ⁠ ⁠Dr. @niklas-harder.bsky.social, Co-Leitung der Abteilung Integration, betont die wichtige Rolle der Integrationskurse für eine langfristige Integration in Deutschland.
Ab 01. August 2026 sollen Integrationskurse für freiwillige Teilnehmende aus bestimmten Gruppen wieder geöffnet werden.

Die Öffnung betrifft folgende Gruppen: 

Geflüchtete mit Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG, darunter fallen ukrainische Geflüchtete, und 
deutsche Staatsangehörige und EU-Bürger*innen, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen, um eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung aufzunehmen, sowie die Familienangehörigen dieser beiden Personengruppen.

Die Zulassung zur Teilnahme hängt von der Anzahl an freien Kursplätzen und verfügbaren Haushaltsmitteln ab. Deutsche Staatsangehörige sowie EU-Bürger*innen ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen vorrangig  berücksichtigen werden.Zitat Dr. Niklas Harder: 

Die letzten Monate haben für viel Verwirrung und Unsicherheit gesorgt. Die Öffnung der Integrationskurse für ukrainische Geflüchtete, deutsche Staatsangehörige und EU-Bürger*innen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Ausgrenzen von Asylsuchenden und Geduldeten zeigt jedoch deutlich, dass sich hier unterschiedlichste Wiedersprüche in der deutschen Integrations- und Migrationspolitik vereinen. Mutige und umfassendere Reformen sind notwendig, 
um Klarheit zu bringen. 

Weiter bleibt es wichtig, dass alle 
Behörden auf lokaler Ebene, die 
Verpflichtungen zu Integrationskursen 
aussprechen können, dies 
umgehend tun, wenn sie es im 
Einzelfall für sinnvoll erachten.Hintergrund 

Im Februar 2026 wurde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die freiwillige Teilnahme an Integrationskursen stark eingeschränkt. Begründet wurde dies durch Sparmaßnahmen. 

Wer freiwillig an Integrationskursen teilnehmen wollte, bekam die Integrationskurse seit Februar 2026 nicht mehr bezahlt. Das betraf z.B. Asylbewerber*innen, Kriegsgeflüchtete, wie aus der Ukraine, oder geduldete Menschen. Sie konnten vor Februar 2026 einen Antrag zur Teilnahme stellen. 

Menschen, die weiterhin Integrationskurse besuchten, sind entweder dazu verpflichtet worden, beispielsweise von den Jobcentern, oder haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Kurse, wie z.B. anerkannte Geflüchtete. Diesen Gruppen wurden die Kurse weiterhin bezahlt.
032
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 22/07/2026
Am 22. Juli 2016, heute vor zehn Jahren, wurden neun Menschen am Olympia-Einkaufszentrum in München aus rassistischen Motiven gezielt erschossen. Das Attentat wurde dennoch anfangs als Amoklauf eingestuft. Dieses Narrativ wurde von den Medien übernommen. 🧵
Wir erinnern: 
 
Armela Segashi 
Can Leyla 
Dijamant Zabërgja 
Guiliano Kollmann 
Hüseyin Dayıcık 
Roberto Rafael 
Sabine S. 
Selçuk Kılıç 
Sevda Dağ 
Am 22. Juli 2016, heute vor zehn Jahren, wurden

Armela Segashi
Can Leyla
Dijamant Zabërgja
Guiliano Kollmann
Hüseyin Dayıcık
Roberto Rafael
Sabine S.
Selçuk Kılıç
Sevda Dağ
 
am Olympia-Einkaufszentrum in München aus rassistischen Motiven gezielt erschossen. 

Das Attentat wurde dennoch anfangs als Amoklauf eingestuft. Dieses Narrativ wurde von den Medien übernommen.
 
Erst drei Jahre nach der Tat wurde der rechte und rassistische Hintergrund von staatlicher Seite offiziell anerkannt – obwohl der Täter ein klares Manifest hinterlassen hatte und die Tat am Jahrestag der rechtsterroristischen Anschläge in Oslo und Utøya im Jahr 2011 verübte.
141
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 16/07/2026
Die Debatte um #Migration & #Integration wird häufig emotional geführt & ist oft geprägt von fehlenden/falschen Informationen.⁠⁠ 🔍„Integration im Faktencheck“ nimmt 10 Aussagen unter die Lupe und zeigt, was die Daten des Integrationsmonitorings belegen. ⁠ ➡️ www.dezim-institut.de/aktuelles/in...
„Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind nicht an einer 
aktiven Teilhabe an der Gesellschaft interessiert.“
- Falsch

Integration im Faktencheck 
Aussagen, die immer wieder in Debatten zu hören sind – 
und was die Daten wirklich zeigen: Erkenntnisse des 
DeZIM-Integrationsmonitorings.Soziales Engagement
Viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte tragen zu einem solidarischen Miteinander in der Gesellschaft bei. 

2019 sind Nachkommen und Personen mit einseitiger Einwanderungsgeschichte 36,7 % bzw. 40,7% sozial engagiert. Bei Personen ohne Einwanderungs-geschichte sind es 43,9%.

Von Eingewanderten ist etwas mehr als jede/r Fünfte freiwillig engagiert (20,3 %)1. Eingewanderte Menschen sind teilweise erst 
seit kurzem in Deutschland. Sich sozial zu engagieren braucht meist mehr Zeit.Zugehörigkeitsgefühl

Die meisten Eingewanderten, Nachkommen und Personen mit einseitiger Einwanderungsgeschichte haben zudem ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu Deutschland – unabhängig von Geschlecht und Alter. 

Eine Identifikation mit dem Herkunftsland stellt meist kein Hindernis für die Identifikation mit Deutschland dar.1
121
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 08/07/2026
📣The “TRANSMIT” dataset offers a transnational perspective on #migration and #integration dynamics. It allows the examination of local contexts and group differences and offers insights into mixed-migration contexts. Apply here ➡️ datasearch.fdz.dezim-institut.de/item/de.dezi...
112
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 02/07/2026
📣Meet the Data Workshop: DeZIM.panel Zielgruppe: Wissenschaftler*innen, die quantitativ zu Integration, Migration und Rassismus forschen und an einer wissenschaftlichen Einrichtung arbeiten. Bis zum 15.07. anmelden über panel(at)dezim-institut.de. ➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun...
Meet the data workshop: DeZIM.panel

Freitag, 14. August 2026, 10:00 - 13:00 Uhr 
DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin

Der kostenlose Workshop ermöglicht den Teilnehmer*innen das volle Potenzial dieser Dateninfrastruktur für ihre eigene Forschung kennen und nutzen zu lernen:

breite Datenbasis zu Integrationsindikatoren, Diskriminierungserfahrungen, fremdenfeindlichen und rassistischen Haltungen sowie nationalen und ethnischen Identitäten
umfassende Einführung in die Längsschnittdaten des DeZIM.panels
Vermittlung von allgemeinen Informationen zum Datenerhebungsprozess und zum Datensatz sowie dem zugehörigen Dokumentationsmaterial
Möglichkeit eigene Fragen zur Nutzung zu klären
123
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 01/07/2026
Am 1. Juli ist Aktionstag gegen Antimuslimischen Rassismus. NaDiRa Daten zeigen: #AntimuslimischerRassismus zeigt sich in Institutionen, im öffentlichen Raum, auf dem Wohnungsmarkt, im Gesundheitswesen, in der Arbeitswelt und im Alltag.
111
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 19/06/2026
Bringen #Abschiebungen straffällig gewordener #Geflüchteter nach Syrien oder Afghanistan wirklich mehr Sicherheit? Im @zeit.de -Podcast „Was jetzt?“ ordnet @marcusengler.bsky.social diese Frage anlässlich der Innenministerkonferenz in Hamburg kritisch ein. Zum Gespräch: www.zeit.de/politik/2026...
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 12/06/2026
Im Juni 2024 wurde die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems #GEAS verabschiedet. Ab dem 12. Juni 2026 sollen die neuen Regelungen angewendet werden. Dr. @marcusengler.bsky.social,wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Migration, ordnet die Regelungen wissenschaftlich ein.
Zwei Jahre nachdem die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) verabschiedet wurde, sollen ab dem 12. Juni 2026 die neuen Regelungen angewendet werden.

Ziel der Reform ist es, Asylverfahren in der Europäischen Union stärker zu vereinheitlichen und die Verantwortung für Schutzsuchende zwischen den Mitgliedstaaten neu zu regeln.

Die GEAS-Reform sieht unter anderem vor, dass künftig über den Status von Menschen, die voraussichtlich nur eine geringe Aussicht auf Schutz haben, in Zentren an den EU-Außengrenzen entschieden werden soll.

Es zeichnet sich jedoch ab, dass der Umsetzungsprozess länger dauern wird sowohl in Deutschland als auch in anderen EU-Staaten.

Dies liegt zum einen an äußert komplexen und umfangreichen Neuregelungen, aber auch an Regierungswechseln bei den EU-Staaten, die den Implementierungsprozess unterbrochen haben.Das zentrale politische Ziel der GEAS-Reform war es, den jahrelangen politischen Streit in der Asylpolitik einzuhegen, sowohl zwischen den Staaten als auch innerhalb europäischer Gesellschaften. Ob dies mit dem neuen System tatsächlich gelingt, wird sich erst zeigen, wenn die Ankunftszahlen wieder steigen und das neue System einem echten Test ausgesetzt wird. Die Frage der Verantwortungsteilung ist nur im Ansatz gelöst. Das neue GEAS beinhaltet zahlreiche Restriktionen für Schutzsuchende und nur wenige Verbesserungen. In aktuellen Debatten ist die Frage des Schutzes von Menschen aus dem Blick geraten. Es geht fast ausschließlich um Kontrolle.

Es bleibt die Aufgabe der Wissenschaft, 
den Umbau des GEAS kritisch und 
empirisch gestützt zu begleiten und 
Ergebnisse mit Politik und 
Öffentlichkeit zu teilen.
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 11/06/2026
Wie entstehen Radikalisierungsdynamiken im digitalen Raum? Welche Rolle spielen Plattformlogiken, Diskriminierung und Zugehörigkeitssuche? 📅 18.06.2026, 18–20 Uhr 📍 DeZIM-Institut, Berlin 🔗Anmeldung: www.dezim-institut.de/veranstaltun...
000
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 10/06/2026
📣Meet the Data Workshop: DeZIM.panel Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler*innen, die quantitativ zu Integration, Migration und Rassismus forschen. Anmeldung bite bis zum 15.07.2026 per E-Mail an panel(at)dezim-institut.de. Mehr Infos ➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun...
Meet the data Workshop: DeZIM.panel

Freitag, 14. August 2026, 10:00 - 13:00 Uhr 
DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin

Der kostenlose Workshop ermöglicht den Teilnehmer*innen das volle Potenzial dieser Dateninfrastruktur für ihre eigene Forschung kennen und nutzen zu lernen:

breite Datenbasis zu Integrationsindikatoren, Diskriminierungserfahrungen, fremdenfeindlichen und rassistischen Haltungen sowie nationalen und ethnischen Identitäten
umfassende Einführung in die Längsschnittdaten des DeZIM.panels
Vermittlung von allgemeinen Informationen zum Datenerhebungsprozess und zum Datensatz sowie dem zugehörigen Dokumentationsmaterial
Möglichkeit eigene Fragen zur Nutzung zu klären
110
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 09/06/2026
Das deutsche #Migrationsrecht bleibt vielfach durchzogen von ungleichen Machtverhältnissen, diskriminierenden Strukturen und Ausschlüssen. Fachgespräch mit der Bundesstiftung #Gleichstellung 📅 23.06.26, 14:30 - 16:00 Uhr 📍 Bundesstiftung Gleichstellung Anmeldung: dezim.limequery.com/799754?lang=de
Intersektionale Gleichstellungsperspektiven 
auf das deutsche Aufenthalts- und Migrationsrecht

Dienstag, 23. Juni 2026, 14:30 - 16:00 Uhr 
Bundsstiftung Gleichstellung, Karl-Liebknecht-Straße 34, 8.OG, 10178 Berlin

Wie sind die Kategorien „Geschlecht“ und „Migration“ miteinander verwoben? 

Wie wird familiäre Fürsorge über nationale Grenzen hinweg auch durch rechtliche Hürden erschwert?

Wie wirken sich die Lebenslagen geflüchteter Frauen aus der Ukraine auf deren Bleibeperspektiven nach der sogenannten Massenzustrom-Richtlinie (Temporary Protection Directive) aus?
000
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 09/06/2026
📣 Am 9. Juni ist Tag der Integrations- und Migrationsforschung. Das DeZIM-Institut & die DeZIM-Forschungsgemeinschaft sind ein zentraler Ort der #Integrations- und #Migrationsforschung in DE. Sie arbeiten mit universitären, außeruniversitären und internationalen Forschungseinrichtungen zusammen.
„Wir forschen dort, wo der öffentliche Diskurs wegschaut und der Gesetzgeber Spielräume hat. So zeigen wir Chancen auf und 
tragen dazu bei, den Integrationsprozess 
zu verbessern.“

Zitat von Prof. Dr. Magdalena Nowicka, Leiterin der Abteilung Integration„Unsere Forschung trägt 
dazu bei, weltweite Migrationsbewegungen 
besser zu verstehen. 
Dazu betrachten wir, warum, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen Menschen (im)mobil sind.“

Zita von Dr. Zeynep Yanaşmayan, Leiterin der Abteilung Migration
111
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 08/06/2026
Welche Bedeutung haben Medienangebote wie #COSMO für gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und Repräsentation der deutschen #Einwanderungsgesellschaft? Die Einordnung von DeZIM-Direktorin Prof. Dr. Naika Foroutan ist auch im @table.media Newsletter nachzulesen.
COSMO ist einer der wenigen öffentlichen Räume, in denen die Realität der deutschen Einwanderungsgesellschaft selbstverständlich vorkam – sprachlich, kulturell und biografisch. Wenn solche Orte faktisch verschwinden, geht nicht nur mediale Vielfalt verloren. Es schrumpft auch der Raum, in dem sich unterschiedliche Teile dieser Gesellschaft gegenseitig wahrnehmen und verstehen können. Das sind allerdings zentrale Bedingungen für das Gelingen einer Demokratie. Die Frage ist also nicht, ob wir solche Angebote brauchen, sondern ob wir es uns leisten können, in diesen Zeiten auf sie zu verzichten.Allerdings: Migrantisches Unternehmertum, migrantischer Mut und Selbstbewusstsein wachsen, außerdem ist diese Zielgruppe jünger und globaler, was oft mit mehr Risikobereitschaft, Kreativität und Ideen einhergeht. Ich hoffe, dass aus der professionellen Erfahrung von COSMO eine eigene neue Plattform entsteht, die gezielt migrantische Zuschauer*innen und ihre Geschichten als Zielgruppe adressiert. Über 40% der jungen Menschen in Deutschland haben Migrationsbiografien – sie sind mit Sicherheit daran interessiert, ihre eigenen Storys, 
Talkshow, Lebensdimensionen im 
Fernsehen abgebildet, diskutiert 
und gefeiert zu sehen.
032
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 03/06/2026
📣 Ready to take your #research further with impactful #data? The dataset “Afghans in Turkey Survey” provides valuable insights into the migration histories, living conditions, and integration of Afghan refugees in Turkey. Apply here ➡️ datasearch.fdz.dezim-institut.de/item/de.dezi...
100
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 02/06/2026
Die EU macht den Weg für Abschiebezentren in #Drittstaaten frei. Dr. @marcusengler.bsky.social Migrationsforscher am DeZIM-Institut, sprach mit Prof. Dr. Petra Bendel im neuen „Report Globale Flucht 2026“ über Entwicklungen der Flucht- und Asylpolitik. ➡️ www.transcript-verlag.de/978-3-8376-8...
EU einigt sich auf Abschiebezentren in Drittstaaten
Für Dr. Marcus Engler ist die Entscheidung eine logische Entwicklung der aktuellen Asylpolitik in Brüssel. Im „Report Globale Flucht 2026“ sprach er mit Prof. Dr. Petra Bendel über Flucht-und Asylpolitik.Petra Bendel: Du hast kurz erwähnt, dass man Erstaufnahmestaaten unterstützen müsste.
Welche Policies würdest du darüber hinaus empfehlen? Welche wären realistisch?

Marcus Engler: Wenn wir die politischen Kräfteverhältnisse auf europäischer Ebene anschauen, erwarten uns in den nächsten Monaten und Jahren weitere Restriktionen. Vorstellungen über die Effektivität weiterer Externalisierungen sind bei europäischen Regierungen weit verbreitet. Insofern werden Regierungen, auch die Bun-
desregierung, versuchen, Asylsuchende und andere Migrant*innen in Drittstaaten zu bringen – auch solche, die nicht in das Herkunftsland abgeschoben werden können.
Ich bin mir recht sicher, dass Regierungen weiter daran arbeiten werden, vielleicht sehen wir bald die ersten Pilotprojekte. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das im großen Stil funktionieren wird, nicht nur Kostengründe sprechen dagegen, auch die Interessen der Herkunftsstaaten. 

Selbst wenn das sogenannte Verbindungskriterium, dass die Abschiebung in Länder verbietet, zu denen Menschen keine substanziellen Bezüge haben, seine Bedeutung verliert, wird es weiterhin recht-
liche Barrieren geben, die verhindern, dass Menschen in instabile Länder gebracht werden.Wenn wir schlichtweg nur darauf schauen, wie viel Geld die Maßnahmen kosten und wie gering der Nutzen ist, könnte man davon sprechen, dass diese Politik völlig irrational ist. Es ist keine gute Politik. Ganz abgesehen von den Menschenrechts-verletzungen, die damit einhergehen.

Gute Politiken müssen gar nicht neu erfunden werden. Die Staaten haben sich zum Beispiel im Globalen Flüchtlingspakt darauf verständigt, dass Erstaufnahmestaaten finanzielle Unterstützung erhalten, die dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Gleiches gilt für die Bereitstellung von Resettlement-Plätzen. Parallel dazu ermöglichen Erstaufnahmestaaten Geflüchteten eine bessere Teilhabe bei Bildungs- und Arbeitsmarkt-gelegenheiten.
055
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 02/06/2026
📣 DEZIM SUMMER SCHOOL 2026 📣 Kostenfreie eintägige Workshops zu quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. 📅 11.-13. August 📍 DeZIM-Institut Bis 30.06 hier anmelden ➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun... Kursprogramm im Thread 🧵
POV: Du hast einen Platz in der DeZIM Summer School ergattert.
100
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 29/05/2026
🕯️ Wir gedenken Gürsün İnce (27), Hatice Genç (18), Gülistan Öztürk (12), Hülya Genç (9) und Saime Genç (4), die bei dem rassistischen Brandanschlag vom 29. Mai 1993 in Solingen ermordet wurden.
011
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 27/05/2026
📣 What is the current state of #research in GER on #mixedidentities? DeZIM Colloquium with Knowledge Network on Racism Research (WinRa) invites scholars to a critical exchange by bringing together perspectives from various contexts and disciplines. Register ➡️ www.dezim-institut.de/en/events/de...
Exploring Critical Mixed Race Studies in Germany and Beyond

Wednesday, 10 June 2026, 1:30–3:00 p.m.
online via Zoom or at DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin, DeZIM.Saal

With:
Dr. Rhianna Garrett, Leverhulme Early Career Fellow at Northumbria University and DeZIM/WinRa Fellow
Dr. Nkechi Madubuko, sociologist, diversity trainer, educational consultant, and postdoctoral researcher at the University of Marburg
Dr. Mithu Sanyal, cultural studies scholar and bestselling author (“Identitti”)
Dr. Johanna Wetzel, historian and postdoctoral researcher at the University of Bremen

Moderated by Dr. Aisha-Nusrat Ahmad, Scientific Director of WinRa
000
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 26/05/2026
📣 How can research be conducted with communities whose embodied knowledge the researcher can never fully share? Dr. Gili Hammer presents her research on disability art, sensory ethnography, and multimodal methods. Register here ➡️ dezim.limequery.com/492172?lang=de
DeZIM Migration Methods Lab | Unwriting Methods

Reciprocity, Embodiment, and Sensory Knowledge in Disability Art Research

With:

Dr. Gili Hammer, anthropologist and disability studies scholar, Hebrew University of Jerusalem
Dr. Oded Y. Steinberg, Assistant Professor of International Relations and European Studies, Hebrew University of Jerusalem

Host: Prof. Dr. Magdalena Nowicka

Thursday, June 4, 1:30 - 2:30 pm
DeZIM-Institute and online
131
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 21/05/2026
How do cities respond to migration beyond national policy frameworks? #Migration is often discussed through the lens of national borders, yet many of the everyday dynamics and conflicts surrounding migration take place at the #urban level. Register here ➡️ www.dezim-institut.de/en/events/de...
DeZIM Lunch Discussion

Visible, Invisible, Urban: Local Responses to Irregular Migration in European Cities

A Soli*City and DeZIM event in the series “Local Communities, Global Networks”

Monday, 1 June 2026, 12:30 pm – 1:30pm
DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin, DeZIM.Saal

Speaker: Dr. Gülce Şafak Özdemir, Marie Skłodowska-Curie Global Fellow, University of Birmingham, and Postdoctoral Researcher at the Weatherhead Center for International Affairs, Harvard University 

Commentary by: Prof. Dr. Harald Bauder, Department of Geography and Environmental Studies, Toronto Metropolitan University, Canada, Director of Soli*City 

Moderation: Dr. Elias Steinhilper, Co-Head of Consensus & Conflict Department, DeZIM Institute
032
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 21/05/2026
#Berlin ist #Wissenschaftsstandort von internationaler Bedeutung – und steht zugleich unter wachsendem Druck. Welche Prioritäten braucht es jetzt für Wissenschaft? 🔗 Diskussion mit Vertreter*innen aus Politik, Hochschulen und Forschung. Anmeldung bis 01.06. www.dezim-institut.de/veranstaltun...
DeZIM lunch discussion

Mittwoch, 03.06.2026  14:00 – 15:00 Uhr
DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin
DeZIM.Saal

Mit:
Prof. Dr. Pauline Endres de Oliveira, Professur für Recht und Migration, Humboldt-Universität zu Berlin 
Prof. Dr. Bernd Rech, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin und Vorstandsmitglied von BR50 
Steffen Krach, ehemaliger Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin 
Moderation:  Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung und Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin
042
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 19/05/2026
📣Am 19. Mai ist #DiversityDay DeZIM-Studie zeigt: Gelebte #Diversität hat positiven Effekt für die Außenwahrnehmung von #Stiftungen als attraktive Arbeitgeberinnen. Migrantische und migrantisierte Bewerber*innen achten besonders darauf.   Forschung zum Thema🔗 www.dezim-institut.de/aktuelles/di...

Unterschiede bei Bewerber*innen mit und ohne Migrationshintergrund
 
Es gibt signifikante Unterschiede zwischen potenziellen Bewerber*innen mit und ohne Migrationshintergrund hinsichtlich Merkmale einer diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Organisationsentwicklung (DDOE).
Befragte mit Migrationshintergrund bewerteten diese Aussagen im Durchschnitt signifikant höher als Befragte ohne Migrationshintergrund:
	•	„Es gibt eine für alle einsehbare Diversitätsstrategie des Arbeitgebenden.“
	•	„Eine Wertschätzung von Diversität wird beim Arbeitgebenden gelebt.“
Gelebte Diversitätspraxis als entscheidender Faktor für Bewerbungsentscheidung
 
Die gelebte Wertschätzung von Diversität wird sowohl unter Menschen mit Migrationshintergrund als auch unter Menschen ohne Migrationshintergrund als signifikant wichtiger eingeschätzt als das reine Vorhandensein einer für alle einsehbaren Diversitätsstrategie.
Dieser Unterschied ist bedeutsam:
	•	Diversitätsstrategie: sichtbare strukturelle Intervention
	•	gelebte Wertschätzung von Diversität: Umgang mit Diversität in informellen Praktiken im Arbeitsalltag zwischen Mitarbeitenden innerhalb einer Organisation
Die unterschiedlichen Bewertungen deuten darauf hin, dass für migrantische Bewerber*innen Hinweise auf die gelebte Diversitätspraxis in einer Organisation von besonderer Bedeutung sind.
121
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 15/05/2026
Am 15. Mai ist Internationaler Tag der Familie. Migration ist oft auch Familiengeschichte: Viele Menschen in Deutschland haben Angehörige im Ausland, transnationale Beziehungen prägen den Alltag. ⬇️ Prof. Dr. Magdalena Nowicka zur familiären Dimension von Migration.
Fast die Hälfte der Zugewanderten in OECD-Ländern* migriert aus familiären Gründen. Familien bleiben die wichtigste Quelle emotionaler und materieller Unterstützung 
– oft über Ländergrenzen hinweg. 

Gleichzeitig verlassen auch viele Menschen Deutschland, wenn Perspektiven für ihre 
Familien fehlen, heute oder in Zukunft. 
Umso größer werden die Spannungen, wenn politische Rahmenbedingungen und die Realität von Familien auseinanderdriften. 

Familienpolitik ist deshalb zentrale
Politik in Migrationsgesellschaften.

Prof. Dr. Magdalena Nowicka
Leitung Abteilung Integration, Mitglied im Ständigen Beirat des Bundesforums Familie

*Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Aktuell bestehend aus 
38 Mitgliedsstaaten.
000
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 12/05/2026
Zum Internationalen Tag der Pflege: DeZIM-Forschung zeigt, wie eng Pflege, Betreuung & Migration verbunden sind – von internationaler Anwerbung, Bleibeperspektiven & transnationaler Sorgearbeit. Neue Themenseite: www.dezim-institut.de/aktuelles/de...
Wer Pflegekräfte gewinnen will, muss Bleiben ermöglichen.

Dafür braucht es:
faire und transparente Anwerbung
rechtliche Sicherheit statt Abhängigkeit
einheitliche und praxisnahe Anerkennungsverfahren
Schutz vor Rassismus und Diskriminierung
gute Onboarding-, Mentoring- und Beratungsstrukturen
soziale Teilhabe – auch jenseits des Arbeitsplatzes
Pflegepolitik, die transnationale Familien- und Sorgearbeit mitdenkt
021
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 08/05/2026
Der Gesetzentwurf zur #AGG-Reform weist in die richtige Richtung – doch zentrale Schutzlücken bleiben. DeZIM- & NaDiRa-Forschung zeigt: Diskriminierung betrifft auch staatliches Handeln, den Wohnungsmarkt & die Rechtsdurchsetzung. Dazu zwei Perspektiven aus dem DeZIM. @noakha.bsky.social
Für eine freie und offene Gesellschaft braucht es wirksamen Schutz vor Diskriminierung. Das AGG ist dafür zentral, um Deutschland als sicheres und freies Land zu stärken. Die Reform weist in die richtige Richtung, lässt aber große Lücken: eine weiterhin kurze Frist zur Geltendmachung von Diskriminierung vor Gericht, fehlender Schutz vor Diskriminierung durch staatliche Stellen und weiterhin zulässige Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt. Diese Lücken schwächen 
den Diskriminierungsschutz erheblich. 
Unsere NaDiRa-Daten zeigen 
zudem erhebliche Diskriminierungen 
auf dem Wohnungsmarkt.Der Gesetzentwurf zur AGG-Reform bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück, da die seit Jahren breit geteilten Forderungen und Empfehlungen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft nur minimal berücksichtigt werden. Die Fristverlängerung von zwei auf vier Monate ist ein kleiner Fortschritt, bleibt aber zu kurz. Weitere Reformvorschläge wie ein Verbandsklagerecht oder Schutz auch im Bereich staatlichen Handelns fehlen weiterhin. Für eine substanzielle Verbesserung des Diskriminierungsschutzes sollte das in zahlreichen Analysen und 
Stellungnahmen dargelegte Wissen 
konsequent aufgegriffen werden.
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 06/05/2026
📣 On the lookout for #data to strengthen your upcoming #research? The dataset “MIND.set IAT – Implicit Associations toward Arab vs. White Individuals” captures implicit attitudes using IAT data linked to the DeZIM Panel Data (6.0.0). Apply here ➡️ datasearch.fdz.dezim-institut.de/item/de.dezi...
110
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 01/05/2026
Zum #1Mai richtet sich der Blick auf Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten. Doch diese sind in DE nicht für alle gleich. DeZIM- Daten zeigen: Anerkennung, faire Chancen, existenzsichernde Bedingungen & Schutz vor Diskriminierung bleiben zentral. www.dezim-institut.de/aktuelles/mi...
Arbeit ist ein zentraler 
Ort gesellschaftlicher Teilhabe.

Eingewanderte Menschen sind längst Teil des deutschen Arbeitsmarkts. Sie sind häufiger prekär beschäftigt und üben Tätigkeiten unter ihrem Qualifikations-niveau und geringeren Löhnen aus.1 

2023 waren rund 70 % (69,2 %)2 der Eingewanderten im erwerbsfähigen Alter (15–64 Jahre) berufstätig und trugen zur Finanzierung des Sozialstaates bei. Gleichzeitig sind mehr als 60% der Beschäftigten ohne deutsche Staats-angehörigkeit in Fachkräfteberufen tätig.1

2023 arbeiten 1,3 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit anteilig besonders häufig in den beschäftigungs-starken Engpassberufen2:

35 % Gastronomieservice, 
31,2 % als Koch/Köchin,  
29,7 % als Berufskraftfahrer/-in .Arbeit schützt nicht alle gleichermaßen vor Armut.
Die NaDiRa-Studie1 zu Rassismus und Armut zeigt: 

Auch Menschen mit Vollzeitjob können armutsgefährdet sein — besonders Gruppen, die zugleich von Rassismus betroffen sind. 

Von den Befragten ist ...

... jeder 5. muslimische Mann ... 
... jede 5. asiatische Frau ...
... jede 5. Schwarze Frau ...

in Deutschland — trotz Vollzeitsjob — armutsgefährdet.
Gute Arbeit braucht Strukturen, die Teilhabe ermöglichen:

Qualifikationen fair und transparent anerkennen,
Sprach- und Integrationsangebote zugänglich gestalten,
existenzsichernde Arbeitsbedingungen schaffen,
 vor Diskriminierung am Arbeitsplatz schützen,
Sorgearbeit, Familie und unterschiedliche Lebensrealitäten mitdenken.
032
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 27/04/2026
In welchem Verhältnis stehen Antisemitismus und Rassismus? Dieser Frage widmet sich Dr. Daniel James @schlawinerkreis.bsky.social in seinem Vortrag. Hier anmelden ➡️ www.dezim-institut.de/veranstaltun...
DeZIM_talk
‚Rasse‘, Rassifizierung und die Verwandtschaft von Antisemitismus und Rassismus

Donnerstag, 07. Mai 2026, 17:00 – 18:30 Uhr 
Online via Zoom und am DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin

Vortrag von Dr. Daniel James, Fellow im Rahmen des Fellowship-Programms „Relationship between Antisemitism and Racism“ (RAR-Fellowship)

Moderation: Neta-Paulina Wagner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor
162
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 24/04/2026
Im taz-Schwerpunkt „Denkerinnen zur Krise der Demokratie“ ist Naika Foroutan mit einem eigenen Beitrag vertreten. Sie beleuchtet eine Perspektive, die zu wenig Beachtung findet: die Bedeutung demokratischer Rechte aus Sicht von Menschen mit Flucht- & Migrationserfahrung. taz.de/Denkerinnen-...
Sicher migrieren auch Antidemokraten hierher. Aber für sehr viele, die kommen, ist die liberale Demokratie ein heiliges Gut. Fragt man Flüchtlinge, warum sie nach Deutschland gekommen sind, antworten die meisten: wegen der Menschenrechte. Wenn diese Menschen davon erzählen, was sie in Diktaturen erlebt haben, können sich manche demokratiegesättigte Deutsche vielleicht noch rechtzeitig erinnern, was sie hier gerade so nonchalant opfern: 19 Grundrechtsartikel – 19 Versprechen auf Würde, 
Gleichheit und Freiheit, jedes 
davon beauty in its own.

Prof. Dr. Dr. h. c. Naika Foroutan, Direktorin des DeZIM-Instituts, im taz-Schwerpunkt „Denkerinnen zur Krise der Demokratie“, 12.04.2026.
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 23/04/2026
#Hasskriminalität steigt seit Jahren. Umso wichtiger sind verlässliche, regelmäßige und transparente Daten. Anders als die #PKS werden Statistiken zur Hasskriminalität nicht öffentlich vorgestellt. @narekisi.bsky.social fordert mehr Transparenz. www.ardsounds.de/episode/urn:...
Wir müssen alles dafür tun, bei den Daten zu Hasskriminalität Transparenz herzustellen. 

Ohne ein Gesamtbild der Situation, die wir hier vorfinden, können wir keine politischen Maßnahmen entwickeln. Wir können nicht angemessen darauf reagieren und auch keine wirksamen Präventionsmaßnahmen entwickeln.
Wir sehen hier einen ständigen Anstieg von Hasskriminalität. Wir nehmen in gesellschaftlichen Debatten und Diskursen zugleich wahr, dass migrationsfeindliche Einstellungen zunehmen. 
Umso fataler ist es, wenn diese Daten 
nicht weitergeführt oder zumindest 
nicht veröffentlicht werden.
061
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 22/04/2026
„Demokratie leben!“ soll neu ausgerichtet werden. Ganze Programmbereiche sollen wegfallen, für rund 200 Projekte läuft die Förderung zum Jahresende aus. Dies ordnet Olaf Kleist @jolafkleist.bsky.social vom DeZIM bei radio3 @rbb24.de ein. www.radiodrei.de/programm/sch...
Wir sehen im Moment: Ein auf vier Jahre angelegtes Programm soll bereits nach zwei Jahren neu aufgestellt werden. Gleichzeitig gibt es Projekte, bei denen wir gerade erste Wirkungen erkennen. 
Unser Auftrag ist es, zu evaluieren, was wirkt und dazu beiträgt, die Ziele des Programms zu erreichen. Aber diese Daten werden gerade erst erhoben.  
Wichtig wäre deshalb, die Weiterentwicklung von ‚Demokratie leben!‘ auf der Grundlage von Daten und Empirie vorzunehmen — denn wenn Projekte mitten in der Laufzeit abgebrochen werden, können sie oft nicht so wirken, wie sie angelegt sind.

Dr. Olaf Kleist
Co-Leiter Fachgruppe Demokratieförderung und demokratische Praxis am DeZIM im Interview mit radio3 (20.04.26) über das Programm Demokratie leben!
031
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 21/04/2026
Social-Media-Verbote für Kinder & Jugendliche? Die Einschätzung der Expertenkommission deckt sich mit aktuellen Befunden: Eine Mehrheit in Deutschland lehnt ein Altersverbot ab 16 Jahren ab. Empfehlungen an die Politik sollen Ende Juni folgen. www.diw.de/documents/pu...
Die Bestandsaufnahme der Expertenkommission deckt sich in vielen Punkten mit unseren Befunden: Ein pauschales Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ist nicht mehrheitsfähig. Maßnahmen wie eine stärkere Verantwortung der Plattformen, elterliche Beteiligung und die Förderung von Medienkompetenz werden hingegen deutlich breiter getragen. Entscheidend wird nun sein, welche konkreten Handlungsempfehlungen die Kommission daraus ableitet – und ob diese auch auf den Rückhalt von Eltern und 
Familien bauen können.
010
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 16/04/2026
Die Debatte um #Migration & #Integration wird häufig emotional geführt & ist oft geprägt von fehlenden/falschen Informationen.⁠⁠ 🔍„Integration im Faktencheck“ nimmt 10 Aussagen unter die Lupe und zeigt, was die Daten des Integrationsmonitorings belegen. ⁠ ➡️ www.dezim-institut.de/aktuelles/in...
„personen Mit Migrationshintergrund schicken ihre kinder nicht in die kita und betreuen sie lieber selbst.“
- falsch

Integration im Faktencheck
Aussagen, die immer wieder in Debatten zu hören sind – 
und was die Daten wirklich zeigen: Erkenntnisse des 
DeZIM-Integrationsmonitorings.Mehr als drei Viertel aller Kinder mit Migrationshintergrund zwischen 3 und unter 6 Jahren (76,8 %) sind 2023 in Kinder-tagesbetreuung. 

Bei Kindern ohne Migrationshintergrund liegt der Anteil in dieser Altersgruppe bei 99,3 %.1Seit 2016 geht die Betreuungsquote bei 3- bis unter 6-Jährigen mit Migrationshintergrund zurück – bei Kindern ohne Migrations-hintergrund steigt sie leicht.Woran liegt das? 

Die geringere Betreuungsquote von Kindern mit Migrationshintergrund ist in vielen Fällen auf strukturelle Bedingungen und Hürden zurückzuführen.

Der Betreuungsbedarf ist in vielen Fällen größer als das Angebot.

Die Anzahl der schutzsuchenden Kinder von 3 bis unter 6 Jahre hat sich seitdem versechsfacht.  (2014: 24.360; 2023: 150.755)

Gleichzeitig stockte der Ausbau der Betreuungsplätze.
120
DeZIM-Institut @dezim-institut.de · 09/04/2026
How does the natural environment shape our sense of belonging? Alexandra Goloborodko and Dr. @samirharb.bsky.social present “ArtenGarten”: a collective gardening initiative in Berlin-Neukölln that combines research and practice. @piotrgoldstein.bsky.social 🔗 www.dezim-institut.de/en/events/de...
DeZIM Migration Methods Lab: Knowing Otherwise

In a foreign land, the plants speak my language
With: 


Alexandra Goloborodko, artist and curator, Berlin
Dr. Samir Harb, human geographer specializing in urban and environmental research
Moderator: Dr. Piotr Goldstein (DeZIM)
033