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Sebastian Tillmann

@sebtillmann.bsky.social
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Kein Argument gegen Gleichstellung, sondern für ihre Ausrichtung an aktueller Empirie. Teil 1 einer dreiteiligen Serie. Ganzer Text mit allen Grafiken und Quellen: open.substack.com/pub/nullhypo...
open.substack.com
Teil 1: Die Mehrheit, die niemand geplant hat.
Erstmals mehr Frauen an Hochschulen in BW, aber nur, weil die Männer gehen.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Daraus folgt eine Frage: Unsere Gleichstellungsinfrastruktur sitzt auf der Hochschulstufe, wo die Lücke geschlossen ist. Die Stufe, die das Ungleichgewicht erzeugt, die Schule, liegt außerhalb. Reagieren wir auf die heutige Lage oder auf die von vor zwanzig Jahren?
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Der dominante Mechanismus ist nicht, dass Männer scheitern, sondern dass sie gar nicht erst kommen. Das verschiebt die Diagnose von der Studienbindung zur Zugangsschwelle. Und die liegt in der Schule.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Männlich geblieben sind nur zwei Felder: Sportwissenschaft (42,1 % Frauen) und, deutlich ausgeprägter, das Ingenieurwesen (24,5 %). Dieser eine Pol hält die Spannweite über die Fächer weit offen.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
In der Hochschule hat sich viel bewegt, zugunsten der Frauen. In sechs von acht Fächergruppen stellen sie die Mehrheit, auch in Mathematik und Naturwissenschaften. "MINT ist männlich" ist auf Ebene der Studierenden nicht mehr haltbar.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Die Zahl männlicher Abiturienten fiel im letzten Jahrzehnt um rund 15 %, fast deckungsgleich mit dem Rückgang männlicher Studienanfänger (13 %). Der Übergang ins Studium selbst ist praktisch geschlechtsneutral (52,4 zu 51,1 %).
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Und der Rückzug beginnt nicht an der Hochschule, sondern in der Schule. Je höher der Abschluss, desto weiblicher der Jahrgang: von 38,7 % Frauen unter den Abgänger:innen ohne Abschluss bis 55,4 % beim Abitur.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
86 % des Anfänger:innen-Rückgangs im letzten Jahrzehnt sind ausbleibende Männer. Im Bestand wuchs die Zahl der Frauen sogar weiter (+3.473), die der Männer brach ein (-16.681). Nach Reeves: kein Nullsummenspiel. Beides gilt gleichzeitig.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Der lange Anstieg von 39,6 auf 50,2 % seit 1995 ist real und eine Errungenschaft. Der konkrete Kipppunkt aber ist überwiegend Männerrückzug, nicht Frauenschub.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 14/07/2026
Zum ersten Mal studieren in Baden-Württemberg mehr Frauen als Männer, 50,2 %. Fast alle lasen das als Erfolg der Gleichstellung. Die Rohdaten des Statistischen Landesamts erzählen etwas Komplizierteres. Ein Thread.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Der gesamte Essay (langes Lesestück) lohnt sich, wenn euch das Thema beschäftigt: → nullhypothese.substack.com/p/wenn-die-p...
nullhypothese.substack.com
Wenn die Politik dem Konsens vorauseilt: Social-Media-Verbote und die Grenzen der Evidenz
Zwei Gespräche
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Das Kernproblem: Wir vermischen evidenzbasierte und präventive Regulierungslogik, ohne die jeweiligen Standards einzuhalten. Bessere Wege wären Design-Regulierung (gegen Dark Patterns), echte Medienkompetenz und kontextbezogene Regeln statt leicht umgehbarer Verbote.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Ich bin kein Technik-Utopist: Zeitlich begrenzte Handyverbote in der Schule halte ich für sinnvoll und verhältnismäßig. Pauschale Social-Media-Verbote für ganze Altersgruppen bei dieser dünnen Evidenzlage hingegen nicht.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Selbst bei Schulhandyverboten, die tatsächlich greifen (Yondr-Pouches), zeigt die methodisch starke Studie von Allcott et al. (2026) an 5000 US-Schulen nur sehr bescheidene Effekte auf Lernen und Wohlbefinden. Kurzfristig gab es soga Verschlechterungen.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Australien macht seit Dezember 2025 vor: Verbot für Unter-16-Jährige. Nach wenigen Monaten waren bereits 70 % der Jugendlichen wieder aktiv – über VPN, Altersangaben oder Gesichtstricks. Symbolpolitik funktioniert. Realpolitik weniger.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Die aktuelle Debatte wird stark von Jonathan Haidts „The Anxious Generation“ dominiert. Seine These vom „Great Rewiring“ klingt dramatisch. Die tatsächlichen Effektstärken aus unabhängigen Meta-Analysen (Orben, Burnell, Ferguson etc.) sind allerdings meist sehr klein, oft bei r ≈ 0,17 oder darunter.
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 11/05/2026
Immer mehr Länder wollen Social Media für Jugendliche verbieten. Die Politik handelt schnell und beruft sich dabei auf „die Wissenschaft“. Aber wie gut ist die Evidenz wirklich? Ich habe mir das genauer angeschaut – und bin skeptisch. Ein längerer Essay dazu: 🧵
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 09/12/2025
Die SZ sagt: "Die woke Bewegung ist gescheitert - sie braucht eine neue Sprache." Falsch. Sie braucht bessere Daten. Als ehemaliger Diversity-Referent zeige ich, warum Mikroaggressions-Trainings, Trigger Warnings & Bias-Schulungen empirisch scheitern. Link ⬇️ open.substack.com/pub/nullhypo...
open.substack.com
Die woke Bewegung braucht keine neue Sprache - sie braucht bessere Daten
Eine Replik auf den SZ-Kommentar von Sara Maria Behbehani
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Thomas Wystrach @wystrach.de · 04/11/2025
50 Jahre Forschung ohne Beweis: Große Worte, wacklige Fundamente – @sebtillmann.bsky.social über das Konzept #Mikroaggressionen:
nullhypothese.substack.com
Mikroaggressionen: 50 Jahre Forschung ohne Beweis
Große Worte, wacklige Fundamente
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Jan-Martin Wiarda @jmwiarda.bsky.social · 17/06/2025
Die offene Flanke der Wissenschaft Die #Replikationskrise ist in der #Wissenschaft seit Jahren bekannt - jetzt wird sie zum politischen Hebel. Ein Gastbeitrag von Sebastian Tillmann über #Forschung, Vertrauen und die Gefahr ideologischer Vereinnahmung. Im Wiarda-Blog: www.jmwiarda.de/blog/2025/06...
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 21/05/2025
Now in English: What’s the deal with the business case for diversity? #Diversity making teams and companies and #universities more successful has long been an argument for diversity. But most research does not support this view. Read more here: open.substack.com/pub/nullhypo...
open.substack.com
[EN] Fata Morgana: The Business Case for Diversity
What's left of the business case for diversity?
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Sebastian Tillmann @sebtillmann.bsky.social · 20/05/2025
Neuer Post: Gender Bias in der Wissenschaft ist (durchschnittlich) stark zurückgegangen. Hier eine relativ neue Studie von Ceci et al. nullhypothese.substack.com/p/blick-in-d... #genderbias #dei #diversity #equality #research
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