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Sebastian Scheffel

@sebascheffel.bsky.social
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Redakteur Politik bei FOCUS online, Berlin, davor u.a. bei RND und FAZ

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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 02/02/2026
Diese Woche kehre ich an alte Wirkungsstätte zurück: An der @unimainz.bsky.social moderiere ich eine Diskussion des Fachschaftsrats Politikwissenschaft zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Wir sprechen über Bildung, bezahlbares Wohnen und Arbeitsmarkt/Wirtschaft. Kommt vorbei! @powimz.bsky.social
Plakat: Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2026, 5. Februar um 19 Uhr, Raum P1 an der JGU, Parteivertreter: Gregory Scholz (SPD), Thorsten Rohe (CDU), Katrin Eder (Grüne), Philipp Fernis (FDP), Christian Zöpfchen (Freie Wähler), Rebecca Rupert (Linke)
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 28/03/2025
Über die Migrationspolitik diskutieren gerade nicht nur Union und SPD ziemlich hitzig. Da hilft eine nüchterne Betrachtung wie von @rbossong.bsky.social. Bei Zurückweisungen, aber auch allgemein gibt es keine einfachen Antworten.
Worauf kommt es jetzt an in den weiteren Verhandlungen zur Migrationspolitik?

Bossong: Die angepeilten Verschärfungen müssen rechtssicher sein. Und sie müssen effektiv genug sein, um sie auch kommunizieren zu können. Das kann auch mit kleinem Besteck und ohne Brechstange gelingen. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass man relative Verbesserungen erreichen kann, aber ab Tag eins einer neuen Regierung nicht alles anders wird. Es wird Verbesserungen geben, aber es wird in der Migrationspolitik auch weiter unübersichtlich bleiben.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 04/03/2025
Was Roderich Kiesewetter mir im Interview sagte, macht deutlich, dass das für Merz nicht einfach wird. Der CDU-Chef hätte es wissen können, wollte das aber offenbar auch aus taktischen Gründen nicht. www.focus.de/politik/deut...
Frage: Im CDU-Wahlkampf hat das Sondervermögen keine Rolle gespielt. Müsste man sich nicht eingestehen, dass zum Beispiel Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck recht hatte, als er ein Sondervermögen und ein 3,5-Prozent-Ziel gefordert hat?
Kiesewetter: Es rächt sich bitter, dass ein ehrlicher Diskurs darüber nicht stattfand. Entsprechende Vorschläge liegen seit langer Zeit von verschiedenen Personen, auch mir, vor. Ich bin sehr froh, dass endlich die Notwendigkeit erkannt wurde.
Frage: Was sollte die CDU daraus lernen?
Kieswetter: Die Frage ist, wie wir künftig innerparteilich mit Vorschlägen zur Krisenprävention und -erkennung umgehen. Die Parteiführung wäre gut beraten, sich auf diesem Feld besser aufzustellen, so wie es früher schon einmal war. Wir sollten uns nicht an öffentliche Debatten anpassen, wie im Wahlkampf in Ostdeutschland im vergangenen Jahr. Das gibt Russland-Verteidigern wie Sahra Wagenknecht Raum und schadet der Union. Die verteidigungspolitische Realität ist den Menschen zumutbar und diese Wahrheit sollten wir uns auch als Partei zu eigen machen.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 24/02/2025
Die Grünen spinnen jetzt die Erzählung, sie hätten sich nach einer Parteikrise im Wahlkampf langsam wieder "hochgekämpft". Im Umfrage-Durchschnitt lagen die Grünen am Tag des Rücktritts der alten Vorsitzenden bei 10,7%. Von da aus hat die Partei einen mickrigen Prozentpunkt hinzugewonnen.
Gewichteter Mittelwert der Umfragen am 25.9.24: 10,7% für Grüne Gewichteter Mittelwert der Umfragen zeigt, dass Grüne ab November leicht angestiegen sind, dann stagniert und zum Wahlergebnis abgefallen sind.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 23/02/2025
Diese Grafik sollten alle demokratischen Parteien in ihrer Analyse anschauen. Die gestiegene Wahlbeteiligung offenbart ein Problem: Keiner Partei ist es so gut wie der AfD gelungen, Nichtwähler von 2021 anzusprechen.
Grafik zur Wählerwanderung (Infratest dimap): Von Nichtwählern gewinnt AfD mit 1,86 Millionen die meisten hinzu, Union nur 1,04 Millionen, BSW 410.000, SPD 340.000, Linke 320.000, Grüne 190.000
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 23/02/2025
Die Habeck-Strategie ist gescheitert. Er konnte die "Merkel-Lücke" nicht nutzen und hat unterm Strich sogar Wähler an die Union verloren. Und auch nach links gibt es Abwanderung. Da könnte es bei der Analyse ordentlich krachen, auch zwischen den Parzeiflügeln.
Vorläufige Wählerwanderung der Grünen (Infratest dimap): 330.000 zur Union abgewandert, 540.000 zur Linken
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 18/02/2025
Diese Reden-Analyse stützt meinen Eindruck aus dem Wahlkampf der CDU. Noch vor dem Ampel-Aus hat die Partei Zuversicht als wichtige Säule des Wahlkampfs ausgemacht. Die Merz-Kampagne war dann aber eher düster. Das hat zwar den Ampel-Unmut verstärkt, aber womöglich weniger neue Wähler mobilisiert.
Analyse der Wahlkampf-Reden von Merz, Scholz, Habeck und Weidel im Spiegel: Bei Merz sollten 13,5% der Sätze Hoffnung ausdrücken, bei Scholz 23,7%, bei Habeck 19,3% und bei Weidel 14,9%.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 14/02/2025
Das deutet auf hohe Wahlbeteiligung hin. Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Demokratie? Einerseits kann es Folge von Polarisierung sein und Protest ausdrücken. Andererseits kann es heißen, dass Wähler trotz Unzufriedenheit immer noch an die Kraft ihrer Stimme und des System glauben.
Grafik der Forschungsgruppe Wahlen: Interesse an Bundestagswahlen kurz vor der Wahl ist seit 2009 kontinuierlich gestiegen. 2025 sind 87% stark oder sehr stark interessiert, 2009 waren es nur 61%.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 12/02/2025
Offenbar gibt es detailliertere Zahlen durchaus, denn Miersch sagt, man sehe genau, welche Themen besonders interessieren würden. Vielleicht veröffentlicht die SPD das nach der Wahl. Würde mich interessieren, um das positive Zwischenfazit von Miersch unabhängig nachvollziehen zu können.
Matthias Miersch: "Die Resonanz bestätigt unsere Strategie: Die QR-Codes sind ein echter Gewinn für die digitale Mobilisierung. Wir werden sie nach der Wahl weiter nutzen."
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 12/02/2025
Wie wirken die Plakate auf Passanten? Ein Indiz wäre die Zahl der Scans. Ich habe dazu Fragen an die SPD gestellt. Die genauen Daten will die Partei aber nicht rausrücken. Offen bleibt die genaue Abrufzahl, aber auch welches Motiv am meisten gescannt wird und wie sich das über Zeit entwickelt hat.
Matthias Miersch: "Die SPD hat rund 250.000 Plakate mit QR-Codes im gesamten Bundesgebiet aufgestellt – eine Innovation, die uns zur ersten Partei macht, die QR-Codes so prominent nutzt. [...] Seit dem Start der Kampagne verzeichnen wir täglich viele tausend Scans aus ganz Deutschland bei täglich wachsendem Interesse."
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 12/02/2025
Der Nachteil: Nicht immer sind die Plakate ohne Scan verständlich. Ich finde, bei den Themenplakate hat die SPD einen guten Weg gefunden. Bei den Kandidatenplakaten fehlt mir eine eindeutige Botschaft, wenn ich den Code nicht scanne. Generalsekretär Miersch bewertet das auf Anfrage anders.
SPD-Wahlplakat mit QR-Code SPD-Wahlplakat mit QR-CodeMatthias Miersch: "Unsere Plakate funktionieren auch ohne Scan, bieten aber einen klaren Mehrwert für Interessierte, die sich tiefer mit unseren Inhalten beschäftigen wollen."
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 12/02/2025
Ganz neu sind QR-Codes auf Plakaten aber nicht. Dass sie sich bislang nicht bei allen Parteien durchgesetzt haben zeigt: Ein durchschlagender Erfolg waren sie bislang nicht.
Wahlplakat mit QR-Code von FDP-Politiker André Lange bei der Landtagswahl 2024 in Thüringen (Quelle: inSüdthüringen.de/Berit Richter)
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 12/02/2025
Wer hat schonmal ein SPD-Wahlplakat mit QR-Code gesehen? Vermutlich fast jeder. Aber wer hat den Code schon gescannt? Ich habe mich gefragt, wie gut die Plakate funktionieren. Ein 🧵
SPD-Wahlplakat mit QR-Code
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 09/02/2025
Zum Ende sogar noch deutlicher. Sicher auch auf den stärkeren Scholz-Part zur Verteidigung zurückzuführen.
Er hat sich besser geschlagen? Scholz 37%, Merz 34%, kein Unterschied 29%Scholz hat mehr Menschen positiv überrascht als MerzScholz wird als glaubwürdiger und sympathischer wahrgenommen, beim Sachverstand liegt er gleichauf mit MerzMeinung über Scholz nach Duell für 32% besser und für 11% schlechter, über Merz für 22% besser und für 16% schlechter
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 09/02/2025
Angesichts dessen, dass die Wahrnehmung des Duells von der schon vorhandenen Präferenz geprägt wird, sind das keine so schlechten Zahlen für Scholz. Ist aber nur eine Halbzeitbilanz. Und die Nachberichterstattung wird das Bild auch nochmal prägen.
Halbzeitbilanz: Wer hat sich besser geschlagen? Scholz 33%, Merz 37%, kein Unterschied 30%Halbzeitbilanz Halbzeitbilanz
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 09/02/2025
Diesen Vorschlag von Politikwissenschaftler Jürgen Maier finde ich sehr vernünftig. Leider verhindern die Senderlogiken. Und möglicherweise wären auch die Kandidierenden nicht so begeistert, weil die Vorbereitung deutlich intensiver sein müsste.
Jürgen Maier: Es gibt mehrere Duelle, die sich thematisch fokussieren. Um Tiefe in die Diskussion zu bekommen, sollten wir das in Deutschland übernehmen. Ich habe aber die Befürchtung, dass nun alle Sender ein allumfassendes Duell planen. Das wird zur skurrilen Situation führen, dass die Kandidaten gebeten werden, beispielsweise jetzt mal zwei Sätze zur Bildung zu sagen – und in der nächsten Sendung wieder nur Raum für die gleichen zwei Sätze haben. Wenn die Sender den Zuschauern – denn um sie geht es – einen Gefallen machen wollen, sollten sie untereinander eine thematische Aufteilung vereinbaren. Mein Vorschlag: Bei ARD und ZDF wird dann zum Beispiel nur über Außen- und Verteidigungspolitik gesprochen, bei RTL nur über Wirtschaftspolitik. Die Politiker kämen dann auch viel schwerer mit vorgestanzten Formulierungen davon.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 29/01/2025
Eine Nein-Stimme bei der Union (Antje Tillmann), zwei Enthaltungen bei der FDP (Anikó Glogowski-Merten, Ulrich Lechte). Der Widerstand gegen den 5-Punkte-Plan und das Stimmen mit der AfD war am Ende minimal.
Ergebnis der namentlichen Abstimmung bei der Union Ergebnis der namentlichen Abstimmung bei der FDP
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 29/01/2025
Ich finde: Steinmeier hat es angemessen gemacht. Präsidial unkonkret geblieben, aber die Aussage war doch unmissverständlich. Wenn ich es am Bildschirm richtig gesehen habe, hat er bei der Passage zu den "Feinden der Demokratie" seinen Blick sogar in Richtung AfD-Fraktion gewendet.
Auszug aus dem Manuskript der Steinmeier-Rede: "Deshalb hat uns doch vorgestern in Auschwitz der Überlebende Leon Weintraub – 99 Jahre ist er alt – eindringlich und fast verzweifelt gewarnt: „Nehmt die Feinde der Demokratie ernst!“ Und ich wiederhole es hier im Deutschen Bundestag: Nehmt die Feinde der Demokratie ernst! Wir leben in einer Zeit der Entscheidung. Wir haben es in der Hand, das Errungene zu bewahren und unsere Demokratie zu schützen. Gehen wir nicht zurück in eine dunkle Zeit. Wir wissen es besser. Machen wir es besser!"
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 26/01/2025
Habeck mit einer kämpferischen Rede, die aber weitestgehend auf der Metaebene verharrt. Seine Botschaften gehen raus an die Wähler, nicht an die Delegierten, die eigentlich übers Programm diskutiert. Denen ist das aber egal, sie berauschen sich trotzdem an Habeck.
Robert Habeck auf dem Programmparteitag der Grünen
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 25/01/2025
Demzufolge, was vor dem Grünen-Parteitag verhandelt wurde, schlägt im Programm das Pendel wieder stärker in Richtung Humanität und weg von Ordnung. Mancher Realo sieht das kritisch. Auch weil es nach der Merz-Ansage eine schwarz-grüne Koalition in noch weitere Ferne rückt.
Die modifizierten Übernahmen im Wahlprogramm der Grünen zum Thema Migration betonen den Aspekt der Humanität stärker als den Aspekt der Hoffnung. Die modifizierten Übernahmen im Wahlprogramm der Grünen zum Thema Migration betonen den Aspekt der Humanität stärker als den Aspekt der Hoffnung. Die modifizierten Übernahmen im Wahlprogramm der Grünen zum Thema Migration betonen den Aspekt der Humanität stärker als den Aspekt der Hoffnung.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 25/01/2025
Keine Toleranz für Täter. Aber dass Geflüchtete gewalttätig werden, hat auch mit Integrationsversäumnissen zu tun. 2018 hat die Leopoldina erschreckend akkurat erklärt, was dann passiert. Wer nach Lösungen abseits von Grenzschließungen sucht, wird im Papier fündig: www.leopoldina.org/publikatione...
Auszug aus Leopoldina-Papier, Kapitel 5.2 zu dissozialem Verhalten durch Trauma und GewalterfahrungenAuszug aus Leopoldina-Papier, Kapitel 5.2 zu dissozialem Verhalten durch Trauma und GewalterfahrungenAuszug aus Leopoldina-Papier, Kapitel 5.2 zu dissozialem Verhalten durch Trauma und Gewalterfahrungen
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 25/01/2025
Keine gute Nachricht für meine Branche. Ich habe mal bei allen meinen bisherigen Jobs durchgezählt, dann sieht es sogar noch düsterer aus. Der Frauenanteil direkter Vorgesetzter liegt bei 30%. Und auf Ebene der Chefredaktion sogar nur bei 10%.
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist bei deutschen Leitmedien rückläufig. Das berichtete der Verein ProQuote Medien am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Im Januar 2025 seien nur noch 38 Prozent der journalistischen Führungspositionen mit Frauen besetzt – ein Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Juli 2024.Frauenanteil in der Führung verschiedener Medien im Januar 2025: Spiegel 43,3%, Stern 38,4%, Bild 38,1%, SZ 44,3%, Welt 24,5%, Focus 22,7%, Taz 64,5%, Zeit 40,1%, FAZ 24,3%
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 24/01/2025
Ich habe geahnt, dass die Definition von Zusammenarbeit noch wichtig wird. Aber nicht, dass es so schnell geht. Jetzt ist die Linie: Anträge einbringen, im Wissen um AfD-Zustimmung, ist keine Zusammenarbeit, nur direkte Verhandlungen. Lässt theoretisch eine Form der Minderheitsregierung offen.
Merz sagte: »Ich wiederhole es hier zum Mitschreiben. Eine Zusammenarbeit unter meiner Führung wird es mit der CDU in Deutschland nicht geben«. Denn: »Wenn wir das machen würden, wir würden die Seele der CDU verkaufen.« Und er habe nicht vor, das zu tun.Merz betonte, dass CDU und CSU „keinem einzigen AfD-Antrag“ zustimmen würden. „Wir arbeiten mit dieser Partei nicht zusammen.“ Dies bedeute erstens: „Wir gehen mit denen nicht zusammen in eine Regierung. Zweitens: Wir verhandeln mit denen im Deutschen Bundestag nicht über irgendwelche Anträge.“
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 24/01/2025
Die AfD hat seit 2021 offenbar viele Unionswähler gewonnen. Deshalb wollte die CDU eigentlich Migration nicht zum zentralen Wahlkampfthema machen. Davon profitiert im Zweifel die AfD. Merz musste sich nach Aschaffenburg klar positionieren. Aber so wie er es tut, weicht er die eigene Strategie auf.
Herkunft der AfD-Wähler, die 2021 noch eine andere Partei gewählt haben: 29% Union, 13% FDP, 11% SPD, 3% Grüne, 4% Linke, 7% Sonstige, 33% Nicht bzw. Erstwähler (Quelle: Forsa)
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 24/01/2025
Was soll Merz' Verweis auf die Richtlinienkompetenz? Entweder wird die neue Asylpolitik im Koalitionsvertrag stehen, dann braucht es das Machtwort nicht. Oder ein möglicher Regierungspartner sperrt sich in Verhandlungen, dann beendet das Machtwort die Koalition an Tag eins. Also nur Potenzgehabe?
Tweet von Merz: „Ich werde im Fall meiner Wahl zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland am ersten Tag meiner Amtszeit das Bundesinnenministerium im Wege der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers anweisen, die deutschen Staatsgrenzen zu allen unseren Nachbarn dauerhaft zu kontrollieren und ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurückzuweisen.“
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 19/01/2025
Blauer Himmel und weißer Schnee, blau-weiße Fahnen in der Schützenhalle, blau-weiße Bayern-Dominanz in Markus Söders Rede: Der CSU-Chef war in Friedrich Merz' Heimatstadt Brilon zu Gast. Und selbst hier konnte es nicht lassen, gegen den Kanzlerkandidaten zu sticheln.
Markus Söder und Friedrich Merz begrüßen Zuschauer beim Wahlkampfauftritt. Schützenhalle in Brilon mit blau-weißen Fahnen an der DeckeEin Wahlplakat von Friedrich Merz in Brilon, in der Stadt liegt Schnee, der Himmel ist strahlend blau
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 15/01/2025
Eine SPD-Aufholjagd lässt weiter auf sich warten. Dabei läuft der Partei die Zeit davon: 2021 war rund sechs Wochen vor der Wahl - also auf heute übertragen genau jetzt - der Zeitpunkt, an dem die neue Dynamik entstanden ist.
Grafik zu Forsa-Umfragen: In der Kamzlerpräferent lag Scholz 2021 sechs Wochen vor der Wahl bei 29% und der Trend zeigte nach oben. Heute liegt er bei 15%, was Stagnation bedeutet. Grafik zu Forsa-Umfragen: Die SPD lag 2021 sechs Wochen vor der Wahl bei 21% und der Trend zeigte nach oben. Heute liegt sie bei 16%, was Stagnation bedeutet.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 13/01/2025
Habeck macht die Hallen voll - und wie hier in Mainz müssen sogar noch 1000 Interessierte draußen bleiben. Mein Eindruck ist aber: Die Bilder täuschen einen Hype vor. Die Grünen mobilisieren vor allem die eigene Blase. Diese Leute gehen ohnehin zur Wahl, neigen ohnehin der Partei zu.
Eine lange Menschenschlange hat sich vor einem Auftritt von Robert Habeck in Mainz gebildet.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 13/01/2025
Rückblickend war der Termin des SPD-Parteitags ziemlich ungünstig. Die Berichterstattung wurde durch Krawall-Parteitage von AfD und BSW dominiert. Für die Sozialdemokraten war das Wochenende vielleicht introspektiv ein Erfolg, die im Wahlkampf so wichtige Aufmerksamkeit bleibt aber aus.
Google-Ergebnis für die Suche nach "Parteitag". Zuerst werden Schlagzeilen zur AfD, dann zum BSW angezeigt, keine zur SPD.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 11/01/2025
Scholz arbeitet sich auf dem Parteitag an der CDU ab. Und kann gar nicht oft genug erwähnen, dass er im Gegensatz für die "normalen Leute" kämpft. Dafür, dass der Kanzler nicht spalten will, setzt er hier ziemlich klar auf Klassenkampf.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 23/10/2023
Wagenknecht und Mohamed Ali gehören zu den Politiker*innen, die im Bundestag in den meisten Reden über Ängste sprechen. Auch das lässt vermuten: In dem neuen Bündnis wird es ähnlich wie bei der AfD um das Adressieren von Sorgen gehen und weniger um konkrete Politik, die daraus folgt.
Grafik: Diese Politiker*innen sprechen in ihren Reden am häufigsten über Angst (Anteil an allen Reden, nur aktive Bundestagsabgeordnete)
1. Katrin Budde (SPD): 31,3%
2. Joana Cotar (fraktionslos, ehemals AfD): 30,6%
3. Thomas Hacker (FDP): 27,8%
4. Bernhard Loss (Union): 23,9%
5. Sahra Wagenknecht (ehemals Linke): 22,4%
6. Amira Mohamed Ali (ehemals Linke): 20,4%
7. Martin Reichardt (AfD): 20,3%
8. Tino Chrupalla (AfD): 20%
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 23/10/2023
Auf der Wagenknecht-Website gibt es viel zu entdecken. Es wird z.B. sichtbar, was für eine seltsame Konstellation das Bündnis ist. Wagenknecht steht bei der Vorstellung des Vorstands ganz oben - als "Vorstandsmitglied". Dann folgt die Vorsitzende, der Stellvertreter bekommt nicht einmal ein Gesicht.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 06/10/2023
Anders als im Parteiprogramm...
Schlagzeile der Bild-Zeitung: AfD-Chef Chrupalla - Toxikologische Untersuchung - Kein Gift im Körper
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 04/10/2023
Die Landtagswahlen werden wohl keine neuen Ministerpräsident*innen hervorbringen. Söder und Rhein bestätigen damit die Regel: Es wurden mehr neue Ministerpräsident*innen während einer Wahlperiode gewählt als nach LTW. Der Amtsbonus spielt eine große Rolle. www.nomos-elibrary.de/10.5771/0340...
Grafik, die zeigt, wann und auf welche Weise in den Bundesländern neue Ministerpräsident*innen ins Amt gekommen sind
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 03/10/2023
Ich habe mich in den vergangenen Monaten viel mit Zukunftsängsten beschäftigt. Die beziehen sich im Westen und Osten auf unterschiedliche Krisen. Einigkeit gibt es aber bei der Frage, ob die Politik weiß, welche Ängste die Bürger*innen haben: Sowohl in West als auch Ost sagen 80% nein.
Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass es eine schwere wirtschaftliche Krise in Deutschland geben konnte: im Osten 71%, im Westen 60%

Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass die Folgen des Klimawandels unbeherrschbar werden: im Osten 42%, im Westen 61%

Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland zunehmen könnte: im Osten 39%, im Westen 54%

Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass sich die finanzielle Situation verschlechtern könnte: im Osten 54%, im Westen 45%

Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass Deutschland in einen Krieg geraten könnte: im Osten 50%, im Westen 36%

Es machen sich (sehr) große Sorgen, dass es eine neue Pandemie geben könnte: im Osten 10%, im Westen 14%
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 02/10/2023
Da soll noch einer sagen, Journalist*innen sei Kritik egal. Wir stehen nämlich alle auf öffentliche Selbstgeißelung. (aus diesem lesenswerten Interview: www.sueddeutsche.de/medien/journ...)
Teaser des Interviews: Wie links ist der Journalismus? Zu LMU-Professor Thomas Hanitzsch kommen Journalisten, wenn sie wissen wollen, was sie falsch machen. Im Gespräch erklärt er, wie sie sich ihr eigenes Grab schaufeln.Frage: Es liegt sicher nicht daran, dass Medien etwas falsch gemacht haben?

Antwort: Klar machen Medien auch Fehler. Ich kann aber nicht erkennen, dass zuletzt fundamental mehr falsch gemacht worden wäre als früher.Antwort: Ihr sitzt einem Narrativ auf, das objektiv falsch ist. Das sich auch deswegen hält, weil es der journalistischen Logik entspricht. Es hat wenig Nachrichtenwert zu sagen, im Journalismus ist alles so wie früher. Zu sagen, der Journalismus geht den Bach runter, hat größeren Nachrichtenwert. Insofern haben sich Journalistinnen und Journalisten zum Teil ihr eigenes Grab geschaufelt.
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 01/10/2023
Ich fürchte, die Bots sind los.
Vorgeschlagene Accounts in der Suche, alle mit einem Handle aus Zahlen oder kryptischen Wörtern
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 29/09/2023
Grüne Kerne, klare Kanten und Inseln: Das Projekt der Zeit-Kollegen, die untersuchen, wie Deutschlands Städte politisch aufgebaut sind, ist sehr spannend. Verwendet werden kleinräumige Daten, die auch Briefwahlstimmen beinhalten. www.zeit.de/politik/deut...
Karten mehrerer deutscher Städte, deren Viertel nach der politisch stärksten Kraft eingefärbt sind
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 24/09/2023
Dass das Halbzeitzeugnis der Bürger*innen für die Ampel schlecht ausfällt, ist das eine. Wirklich gefährlich ist die Kombination aus dem Gefühl, dass die Politik insgesamt den Herausforderungen nicht gewachsen ist und dem Gefühl der Zukunftslosigkeit. www.faz.net/aktuell/poli...
Zitat aus dem Text: "Trösten kann sich die Koalition damit, dass auch ein Regierungswechsel für die Mehrheit der Wähler kein Hoffnungsszenario ist. Nur 25 Prozent sind überzeugt, dass eine andere Regierung die Herausforderungen besser bewältigen würde. Für die Bevölkerung verschlimmert dieser Eindruck allerdings eine Situation, die sie in hohem Maße als unbefriedigend und risikobehaftet empfindet."
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 23/09/2023
Interessanter Debattenbeitrag von Christian Stecker zu Parlamentsmehrheiten aus CDU und AfD. Ich glaube aber, dass aktuell die zentrale Prämisse für das "Atmen lassen" nicht erfüllt wird - beidseitig. m.faz.net/aktuell/rhei...
Zitat aus dem Text: "Wer die AfD schrumpfen möchte, muss der Ost-CDU Luft zum Atmen lassen und ihr die Möglichkeit zubilligen, rechtskonservative Wähler glaubwürdig anzusprechen. Dies verlangt von linken Parteien eine unangenehme Tatsache und einen Unterschied anzuerkennen und nicht aus politischem Eifer oder Opportunismus zu verwischen. Von der CDU verlangt es peinlich genaue politische Hygiene."
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Sebastian Scheffel @sebascheffel.bsky.social · 22/09/2023
Um den Bann des ersten Posts zu brechen, nutze ich diesen für schamlose Eigenwerbung: Beim RND wirke ich an der Serie "Fearture" mit, es geht um das Leben zwischen Zukunftsangst und Zuversicht. Alle Beiträge, die schon online sind, gibt es hier (weitere werden folgen): www.rnd.de/fearture/
Logo der RND-Serie "Fearture - Zwischen Zukunftsangst und Zuversicht"
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