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PlanetHistory

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Bot, der neue Beiträge aus deutschsprachigen Geschichtsblogs veröffentlicht (von mschfr@mastodon.social ) ) [bridged from fedihum.org/@planethistory on the fediverse by fed.brid.gy ]

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Eine Depesche von Reuters blog.hnf.de/eine-depesche-von-reute…
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Eine Depesche von Reuters | HNF Blog
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Thonet – Beginn einer Weltmarke in Boppard archivtag.hypotheses.org/5315
archivtag.hypotheses.org
Thonet – Beginn einer Weltmarke in Boppard
## Vortrag über die Ursprünge eines Design-Klassikers **Dienstag, 10. November 2026, um 18:00 Uhr im Landeshauptarchiv Koblenz – Eintritt frei** Wie wurde aus einer Werkstatt in Boppard eine Weltmarke, deren Möbel bis heute Designgeschichte schreiben? Dieser Frage widmen sich Dr. Wolfgang Thillmann und Bernd Breidenbach in ihrem Vortrag **„Thonet – Beginn einer Weltmarke in Boppard“** am Dienstag, 10. November 2026, im Landeshauptarchiv Koblenz. Die Erfolgsgeschichte von Michael Thonet nahm am Mittelrhein ihren Anfang. In Boppard legte er die handwerklichen und unternehmerischen Grundlagen für eine Entwicklung, die ihn später nach Wien führte. Dort baute er gemeinsam mit seinen Söhnen ein Unternehmen auf, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den größten Möbelherstellern der Welt zählte. Doch welche Bedeutung hatte Boppard für diesen internationalen Erfolg? Welche Innovationen machten Thonet zu einem Pionier der Möbelgeschichte, und welche wirtschaftlichen Schwierigkeiten führten dazu, dass er seine Heimatstadt schließlich fluchtartig verlassen musste? Auf der Grundlage umfangreicher, bislang unbekannter Dokumente und Archivalien zeichnen die Referenten die frühe Unternehmensgeschichte neu nach. Dabei werden bisherige Überlieferungen kritisch hinterfragt und vermeintlich gesicherte Erkenntnisse auf den Prüfstand gestellt. Der Vortrag verspricht spannende Einblicke in die Ursprünge einer Weltmarke und eröffnet neue Perspektiven auf das Leben und Wirken Michael Thonets. **Geschichte entdecken, ins Gespräch kommen** Im Anschluss an den Vortrag bietet sich bei einem Glas Wein Gelegenheit zum intensiven Austausch und zu persönlichen Gesprächen mit den Referenten und anderen Gästen. So können die gewonnenen Eindrücke vertieft, Fragen diskutiert und neue Perspektiven auf die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens eröffnet werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Ursprünge eines Design-Klassikers neu zu entdecken und einen ebenso informativen wie anregenden Abend zu erleben. **Veranstaltungsdetails auf einen Blick** * **Vortrag:** Thonet – Beginn einer Weltmarke in Boppard * **Referenten:** Dr. Wolfgang Thillmann und Bernd Breidenbach * **Datum:** Dienstag, 10. November 2026 * **Uhrzeit:** 18:00 Uhr * **Veranstaltungsort:** Landeshauptarchiv Koblenz * **Eintritt:** frei * **Anmeldung:** nicht erforderlich Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen anregenden Abend! Kontakt: Dr. Christine Goebel, c.goebel(at)lav.rlp.de, Tel. 0261 9129-117 hgerhartz Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: hgerhartz (13. Oktober 2026). Thonet – Beginn einer Weltmarke in Boppard. _Archive Rheinland-Pfalz / Saarland_. Abgerufen am 13. Oktober 2026 von https://archivtag.hypotheses.org/5315 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 1h
NGHM liest | 17 | Thompson: The Making of the English Working Class (1963) nghm.hypotheses.org/50683
nghm.hypotheses.org
NGHM liest | 17 | Thompson: The Making of the English Working Class (1963)
**„I am seeking to rescue the poor stockinger, the Luddite cropper, the ›obsolete‹ hand-loom weaver, the ›utopian‹ artisan, and even the deluded follower of Joanna Southcott, from the enormous condescension of posterity.“ Mit diesem Satz aus dem Vorwort, das er im August 1963 in Halifax abschloss, benennt Edward Palmer Thompson das Programm eines Buches, das zu einem Gründungstext der ›history from below‹ wurde. In der****NGHM-Leseliste********rangiert sein Buch auf Platz 17 und bietet uns einen****Schlüsseltext der Sozialgeschichte.** * * * Thompson schrieb das Buch aus der Erwachsenenbildung heraus. Von 1948 bis 1965 lehrte er als Extra-Mural Lecturer der University of Leeds im West Riding und leitete dort Tutorial Classes, deren Hörendenschaft teilweise über die Workers’ Educational Association rekrutiert wurde. Das Vorwort hält diesen Zusammenhang selbst fest: Thompson dankt der Universität und S. G. Raybould dafür, die Recherche zu diesem Buch aufnehmen zu können, und schreibt, von den Mitgliedern seiner Kurse viel über die behandelten Themen gelernt zu haben. Diese Herkunft gehört zu den methodischen Voraussetzungen des Buches, denn wer über die Konstitution einer Klasse schreibt und jene, über die er schreibt, im Kursraum vor sich hat, reflektiert die eigene Arbeit anders. Die Erstausgabe umfasst 848 Seiten und gliedert sich in drei Teile, deren Programm Thompson im Vorwort selbst benennt. Der erste Teil, _The Liberty Tree_ , verfolgt die fortlebenden populären Traditionen des 18. Jahrhunderts, die die jakobinische Agitation der 1790er Jahre prägten. Der zweite Teil, _The Curse of Adam_ , geht von den subjektiven zu den objektiven Einflüssen über: zu den Erfahrungen einzelner Arbeitergruppen in der Industriellen Revolution, zum Charakter der neuen industriellen Arbeitsdisziplin und zur Frage, was der Methodismus für diese Disziplin bedeutete. Der dritte Teil, _The Working-Class Presence_ , nimmt den plebejischen Radikalismus auf, führt ihn über den Luddismus bis in die ›heroische Epoche‹ am Ende der Napoleonischen Kriege und schließt mit Aspekten politischer Theorie und des Klassenbewusstseins der 1820er und 1830er Jahre. Die Anlage bezeichnet Thompson im Vorwort als „a group of studies, on related themes, rather than a consecutive narrative“; dieser Aufbau gehört zum Argument. Das Osnabrücker Exemplar, Signatur 4143-899 0. Thompsons Argument ist selbst prozessual. Klasse bildet bei ihm ein historisches Geschehen und keine soziologische Kategorie, in die man Menschen einsortiert, dafür steht ›making‹. Das Vorwort formuliert sie als Ereignis: Klasse ›happens‹, wenn Menschen aufgrund ererbter oder geteilter Erfahrungen die Identität ihrer Interessen untereinander und gegenüber anderen empfinden und artikulieren, deren Interessen von den ihren abweichen und ihnen meist entgegenstehen. Damit verschiebt Thompson den analytischen Zugriff. Die Arbeiterklasse produziert sich selbst, in Auseinandersetzung mit ökonomischen, kulturellen und religiösen Bedingungen und als handelndes Subjekt, statt von der Ökonomie produziert zu werden. Für die Jahre zwischen 1780 und 1832 beschreibt Thompson diesen Vorgang bei der Mehrheit der englischen Arbeitenden; 1832 bildete die Präsenz der Arbeiterklasse nach seinem Urteil den bedeutendsten Faktor des britischen politischen Lebens. Lob erhielt das Buch früh, scharfe Kritik erst später. Ben B. Seligman nannte es 1964 in _Commentary_ ohne Vorbehalt die wichtigste Studie über die Regency und die frühe viktorianische Zeit seit dem klassischen Werk der Hammonds. Eine informelle Umfrage von _History Today_ nach dem wichtigsten Historiker der vorangegangenen sechzig Jahre setzte Thompson 2011 auf den zweiten Platz, hinter Fernand Braudel und vor Eric Hobsbawm, die beide auch in unserer Leseliste vertreten sind. Ab den 1980er Jahren hielten Historikerinnen und Historiker dem Buch allerdings auch eine diskursanalytische Kritik entgegen. Gareth Stedman Jones las in _Languages of Class_ (1983) die politische Sprache des Radikalismus als Instanz, die die Form der demokratischen Bewegung bestimmte, und nicht als Ausdruck sozialer Erfahrung; den Chartismus deutete er entsprechend als Bewegung für die Parlamentsreform. Joan Wallach Scott, die wir in der 13. Folge dieser Serie besprochen haben, zeigte 1988 in _Gender and the Politics of History_ , dass Thompson Klasse in ihrem Ursprung und in ihrem Ausdruck als männliche Identität konstruiert und dass die Kodierung von Arbeit und Politik als männlich die Frauen aus der Erzählung heraushält. An diesen Debatten zeigt sich der Rang des Werks: Neuere Ansätze arbeiten sich an ihm ab, auch jene, die es für überholt halten. Weitere Leerstellen benannte das Jubiläumsheft von _Historical Reflections/Réflexions Historiques (_ 41/1, 2015) zum fünfzigsten Jahrestag des Buches: Zach Sell untersuchte dort die Vorstellungen englischer Arbeiter über die amerikanische Sklaverei und über das koloniale Indien und hielt Thompson entgegen, die weltumspannende Bewegung des Kapitals und die globalen Rassenhierarchien zu übergehen. Caroline Bressey trug im selben Heft die multiethnischen und schwarzen Geographien Britanniens nach und zeigte, wie die Erzählung eine als weiß vorausgesetzte Arbeiterklasse konstruiert. Den häuslichen Dienst hatte Carolyn Steedman bereits 2009 mit _Labours Lost_ gegen die Erzählung vom ›making‹ der englischen Arbeiterklasse gestellt. Die Gegenkritik hat Marc W. Steinberg 1991 in _Theory and Society_ zugespitzt: Stedman Jones mache den Diskurs zum deterministischen Motor und Scott die Erfahrung zur bloßen Signifikation, womit beide die Handlungsmacht aus den Augen verlieren, die Thompson gerade freilegt. Sein Fazit lautet: ›it is people that do the making‹. Der Streit um ›agency‹ und ›discourse‹ begleitet unsere Reihe weiter. Sobald in einigen Wochen, im Anschluss an Folge 11, Frantz Fanons _Die Verdammten dieser Erde_ auf dieser Liste besprochen wird, stellt sich die Frage in postkolonialer Grundierung erneut: Wie werden kollektive Subjekte historisch handlungsfähig, und wer schreibt ihre Geschichte? Für den englischen Fall hat Thompson eine Antwort formuliert, die als methodische Grundlegung weit über Großbritannien hinaus wirkte, bis hin zu den südasiatischen Subaltern Studies, deren Verhältnis zur britischen marxistischen Sozialgeschichte Sumit Sarkar in _Writing Social History_ (1997) aufgearbeitet hat. Thompsons Verständnis von Klasse als gelebter, kulturell vermittelter Prozess bleibt der Bezugspunkt der Debatte, auch wenn sich ihre Vokabeln verschoben haben. * * * Osnabrücker Studierende finden das Buch in der Penguin-Ausgabe im B-Magazin der UB (OPAC). _Edward Palmer Thompson (1924–1993), The Making of the English Working Class, London: Victor Gollancz 1963._ _Dieser Beitrag gehört zur Reihe**NGHM liest** , in der die 65 Titel der NGHM-Leseliste vorgestellt __werden. Die Liste kann als_ _Wissensgraph_ ___erkundet werden._ Christoph Rass Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Christoph Rass (12. Oktober 2026). NGHM liest | 17 | Thompson: The Making of the English Working Class (1963). _NGHM@UOS_. Abgerufen am 13. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/16xvb * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 19h
Neue Vortragsreihe: DOING DH dhd-blog.org/?p=24360
dhd-blog.org
Neue Vortragsreihe: DOING DH | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 22h
Generationenwechsel und transgenerationale Identität. Teil 1 mittelalter.hypotheses.org/41267
mittelalter.hypotheses.org
Generationenwechsel und transgenerationale Identität. Teil 1
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 23h
“Some of the most valuable discoveries came from following references that emerged only after I began working with the material on site” – Feldman Fellows Revisited with Paul Feller-Simmons gab.hypotheses.org/25012
gab.hypotheses.org
“Some of the most valuable discoveries came from following references that emerged only after I began working with the material on site” – Feldman Fellows Revisited with Paul Feller-Simmons
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 12/10/2026
Clustertreffen des NFDI4Objects CC Authority Files & Community-driven Vocabularies zum Thema Vokabulararbeit Netzwerk Koloniale Kontexte am 20. Oktober 2026 dhd-blog.org/?p=24358
dhd-blog.org
Clustertreffen des NFDI4Objects CC Authority Files & Community-driven Vocabularies zum Thema Vokabulararbeit Netzwerk Koloniale Kontexte am 20. Oktober 2026 | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 12/10/2026
Spanische Archäologie außerhalb von Spanien, IV – MAN Madrid, 10/2026 www.toletum-network.com/2026/10/neu…
toletum-network.com
Spanische Archäologie außerhalb von Spanien, IV – MAN Madrid, 10/2026
**Vorlesungsreihe. Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter:** _«La arqueología española cruza fronteras desarrollando numerosos proyectos de investigación en diversos puntos del planeta. Este ciclo de conferencias ofrece al público una oportunidad única para descubrir, gracias a los propios investigadores, los últimos avances realizados en estos proyectos arqueológicos muchos de ellos todavía en curso_ _.»_ Mit Beiträgen unter anderen von: * 13. Oktober: **Trinidad Nogales Basarrate** (Directora del Museo Nacional de Arte Romano de Mérida)**y Nova Barrero Martín** (Museo Nacional de Arte Romano de Mérida)**,**_Proyecto Ammaia: Anfiteatros de Lusitania_ * 10. November: **Antonio Pizzo** (Escuela Española de Historia y Arqueología en Roma-CSIC), _Proyecto Tusculum (Italia). Novedades arqueológícas 2019-2026_ **6. Oktober 2026 bis 22. Juni 2027, dienstags um 18:00 Uhr** **Veranstaltungsort:** Museo Arqueológico Nacional, c/ Serrano 13, 28001 Madrid, Salón de actos **Programm:…www.man.es/man/actividades/…**
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 11/10/2026
Grabungen im alten Hamburger Hafen – Lob und Kritik des Hafenkonzerts archaeologik.blogspot.com/2026/10/g…
archaeologik.blogspot.com
Grabungen im alten Hamburger Hafen - Lob und Kritik des Hafenkonzerts
Sehr schöner Podcast zu einer aktuellen Grabung im Hamburger Stadtzentrum * Sensationsfund: Archäologen entdecken Hamburgs ersten Hafen. Podcast NDR 90,3 Das Hamburger Hafenkonzert (11.10.2026). - https://www.ndr.de/903/sensationsfund-archaeologen-entdecken-hamburgs-ersten-hafen,audio-3524146.html 43min Weil der Beitrag gut ist, lohnt eine Kritik. Er kommt im Titel gleich mit dem abgedroschenen Sensationsfund - aber es wird dann erklärt: unerwartet und überraschend einerseits und grosse Relevanz für Hamburger Selbstverständnis andererseits. Kein Schatz… Wenn es aber um die Erkenntnisse der Archäologie geht, wird es schwach. Emotional punktet der Grabungsassistent, aber die Aussage, dass man unsicheres Wissen bestätigen könne, ist wohl wahr, aber doch nicht alles, was stadtarchäologische Ausgrabungen wie die in Hamburg leisten. Die unerwartete Lage des Hafens, die Erkenntnis, dass der Hafen breiter war, bietet es doch geradezu an, darüber zu sprechen, dass wir hier viel über Mensch-Umweltbeziehungen lernen können. Ja, es bietet sich an, eine Hamburger Keramikbearbeitung nach Lübecker Vorbild anzugehen. Es wird aber nicht genauer erklärt, warum das all den Aufwand wert ist. Hier kann man doch gut erklären, So ist immer noch viel von den Objekten die Rede, von denen gesagt wird, dass es zu viele sind. Dennoch macht der Beitrag deutlicher als sonst, dass es hier um Quellen geht, die es auszuwerten gilt. Das sind Dinge, die Journalisten erst mal nicht wissen können, die man als Archäolog*in interessant und mit Begeisterung erzählen muss…. Das ist uns im Alltagsgeschäft oft nicht präsent (und gelingt auch bei vielen SocialMedia-Aktivitäten archäologische Institutionen nur bedingt) -aber daher zählt die Reflektion über Fragestellungen und gesellschaftlicher Relevanz hier auf Archaeologik (und in meinen Bamberger Lehrveranstaltungen) zum Dauerbrenner. Viele Kolleg*innen legen das dummerweise unter Theorie ab. In Zeiten der Mittelkürzungen und Angriffe auf den Denkmalschutz müssen wir besser werden, zu erklären, was wir mit Archäologie rausfinden können. Mehr solche Podcasts, aber gerne noch etwas genauer auf den Punkt.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 11/10/2026
„Mehr als Bücher – Warens historische Gymnasialbibliothek“ histgymbib.hypotheses.org/34168
histgymbib.hypotheses.org
„Mehr als Bücher – Warens historische Gymnasialbibliothek“
_**Sonderausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Waren (Müritz)**_**:** > […] Als Lehrerbibliothek mit der Eröffnung des Gymnasiums im Jahre 1869 eingerichtet, ist die historische Gymnasialbibliothek in Waren heute ein wichtiges Zeugnis der Kultur- und (Schul)Bildungsgeschichte. Schon der Raum, in dem die Bibliothek untergebracht ist, versetzt mit der Galerie und altem Mobiliar in vergangene Zeiten und ist der einzige Ort im Schulgebäude, der in seinem originalen Zustand erhalten geblieben ist. Zum Bestand zählen heute trotz gesellschaftlich bedingter Verluste 2793 Titel in 5000 Bänden und circa 8000 Schulprogramme. Letztere sind Jahresberichte des Gymnasiums, die heute eine wichtige Quelle für die Regionalforschung darstellen. Neben der historischen Gymnasialbibliothek in Waren ist in Mecklenburg-Vorpommern nur noch eine weitere in Bad Doberan erhalten geblieben. […] Die Ausstellung beinhaltet auch die Ergebnisse von Schülerprojekten zur Bibliothek. Sie ist noch bis Ende Oktober zu besuchen. Zur Geschichte der Bibliothek siehe _Fabians Handbuch der historischen Buichbestände_ : **Bibliothek des Gymnasiums Waren**. **Beitragsbild** : Richard-Wossidlo-Gymnasium (Waren) Foto: 2013 (Quelle+Lizenz) Felicitas Noeske Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Felicitas Noeske (11. Oktober 2026). „Mehr als Bücher – Warens historische Gymnasialbibliothek“. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 11. Oktober 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/34168 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 10/10/2026
Ein neues Friedhofsmuseum in Tübingen friedhofsfreunde.blogspot.com/2026/…
friedhofsfreunde.blogspot.com
Ein neues Friedhofsmuseum in Tübingen
--- Grabmal für Friedrich Hölderin Im Frühjahr wurde auf dem Stadtfriedhof in Tübingen ein neues Museum feierlich eröffnet, das die Bestattungsschichte der Universitätsstadt zum Thema hat und ein Ableger des Stadtmuseums ist. Das Museum befindet sich im ehemaligen Haus des Friedhofsaufsehers direkt am Friedhofsrand. Der Stadtfriedhof ist seit 1829 der zentrale Begräbnisort Tübingens und ein Kulturdenkmal mit geschützter Parkanlage. Die Ausstellung des Museums beschäftigt sich anhand eines Friedhofsmodells mit der Geschichte der Anlage und stellt exemplarisch dort begrabene Persönlichkeiten vor. Unter ihnen sind zahlreiche Universitätsangehörige und so bekannte Dichter wie Friedrich Hölderlin (1770-1843) und Ludwig Uhland (1787-1862). Auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Ottilie Wildermuth (1817-1877), Hermann Kurz (1813-1873) und seine Tochter Isolde Kurz (1853-1944) sind hier bestattet worden. Daneben werden Formen der Trauerkultur vermittelt. Ein Rechercheraum widmet sich Menschen, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes waren und zwischen 1933 und 1945 auf dem Gräberfeld X begraben wurden. Bis 1963 war dieses Gräberfeld der ein Bestattungsplatz des anatomischen Instituts der Universität und wurde in den 1980er Jahren in eine Gedenkstätte umgewandelt. Das Museum Stadtfriedhof ist täglich während der Öffnungszeiten des Friedhofs zugänglich.Adresse und Kontakt: Stadtfriedhof-Museum, Gmelinstraße 20, 72076 Tübingen. Das Stadtfriedhof-Museum ist Teil des Stadtmuseums Tübingen: Telefon 07071 204-1711, E-Mail: stadtmuseum@tuebingen.de https://www.stadtmuseum-tuebingen.de/dein-besuch/stadtfriedhof/
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 10/10/2026
Leges abeunt, monumenta manent – Gesetze gehen, Denkmäler bleiben archaeologik.blogspot.com/2026/10/l…
archaeologik.blogspot.com
Leges abeunt, monumenta manent - Gesetze gehen, Denkmäler bleiben
Im EarlyView der Germania: * Jürgen Kunow, Archäologische Denkmalpflege in Deutschland: Anmerkungen zu Entwicklung, Zustand und Status. Germania 103, 2025 Der Diskussionsbeitrag war ursprünglich als Rezension von C. Rohdes Buch zur Bodendenkmalpflege gedacht (Rohde 2025), das Jürgen Kunow als sehr gelungen und weiterführend einschätzt. Jürgen Kunow ist als früherer Landesarchäologe in Brandenburg und dann dem Rheinland und als langjähriger Vorsitzender des Verbands der Landesarchäologien eine renommierte Stimme der deutschen Denkmalpflege. Interessant ist daher seine Einschätzung der aktuellen Entwicklung der Denkmalschutzgesetze im Epilog seines Beitrags: Kunow sieht seit 2025 einen radikalen Umbruch und fürchtet, der "Point of no Return" sei bereits überschritten. Die Novellierungen in Sachsen, Hessen, NRW und aktuell Niedersachsen unter Schlagworten wie "Entbürokratisierung" und euphemistisch "Mehr Verantwortung vor Ort" ersetzen das bisherige "Benehmen" mit dem Fachamt durch eine unverbindliche "Anhörung" und verlagern die Entscheidung auf fast 400 Untere Denkmalbehörden, von denen z.B. in NRW nur 5% überhaupt archäologische Expertise haben - als weisungsabhängige Kommunalbehörden ohne Fachkenntnis. Kunow weist darauf hin, dass Art. 5 der Malta-Konvention (online unter https://rm.coe.int/CoERMPublicCommonSearchServices/DisplayDCTMContent?documentId=090000168007bd3c), die ausdrücklich die Beteiligung von Archäologen verlangt. Das bedeutet, dass der aktuelle niedersächsische Gesetzesentwurf (online unter https://www.mwk.niedersachsen.de/download/230629), der die Entscheidungen an eine Behörde ohne Fachkompetenz verweist , nicht mit dem höherwertigen Europarecht zu vereinbaren ist. Es bleibt also zu hoffen, dass diese "Haltelinie" die Gesetzgeber auch dazu bewegt, von dieser Aushöhlung des Denkmalschutzes Abstand zu nehmen. --- Leider verfolgt Kunow den Gedanken nicht weiter. Eine komplizierte gerichtliche Überprüfung wäre für die betreffenden Landesregierungen nicht nur peinlich, sondern würde dazu führen, dass das Gesetz als rechtswidrig und unwirksam eingestuft würde. Die Folge wäre nicht nur ein unwiederbringlicher Denkmalverlust, sondern auch eine erhebliche Rechtsunsicherheit. Sie würde den Gewinn der Entbürokrtisierung zunichte machen. Leider geht Kunow auch nicht darauf ein, ob auch der Idee eine Haltelinie gesetzt ist, dass eine Genehmigungspflicht für Erdarbeiten auf die Stellen beschränkt werden soll, die im Verzeichnis der Kulturdenkmale eingetragen sind. Die Konvention von Malta sieht explizit eine Inventarisierung archäologischer Fundstellen vor. regelt aber nicht das Vorgehen bei Verdachtsflächen. Bereits jetzt werden durch ein Zurückschrauben der Sachstandsermittlungen im Genehmigungsverfahren und durch - mangels Betretungsrecht - unkontrollierbare Auflagen zur Meldung von Funden während der Bauarbeiten die Chancen auf Neuentdeckungen systematisch reduziert. Ob hier die zwei EU-Richtlinien zur Umweltverträglichkeitsprüfung etwas im Sinne der Haltelinie bringen könnten? Es scheint, als sei die Verteidigung des Denkmalschutzes heute keine Frage der Argumente, sondern der juristischen Spitzfindigkeit - auch in den USA sind es aktuell nur Anwälte, die Trumps Angriffen auf den Denkmalschutz etwas entgegen zu setzen scheinen. "Gesetze gehen, Denkmäler bleiben" - Kunows's Pseudo-Ovid-Zitat scheint leider eher eine Beschwörung. --- Illustration Meta-KI ### Link * https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/kultur/denkmalpflege/fragen-und-antworten-zum-niedersachsischen-denkmalschutzgesetz-​252635.html ### Literatur * Rohde 2025: C. Rohde, Bodendenkmalpflege in Deutschland. Geschichte – Praxis – Perspektiven (Berlin 2025). - https://doi.org/10.5771/9783496031055 ### Interne Links * Das Fightback der Denkmalanwälte gegen die Trump'sche Aushebelung des Denkmalschutzes in den USA. Archaeologik 21.7.2026 * Denkmalschutzgesetze unter Druck. Archaeologik 31.8.2026 * Die Gesetzesänderungen und ihre Termine im Überblick.Archaeologik 23.8.2026. * Trend nach unten - Denkmalschutzgesetze als Belastung der Kommunen am Limit. Archaeologik 22.6.2026. * Abwicklung des Denkmalschutzes in Niedersachsen - Petition unterschreiben!. Archaeologik 15.7.2026. * Auflösung der Denkmalpflege-Fachämter in Sachsen. Archaeologik 17.7.2026.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 09/10/2026
„Dzień dobry“ aus Krakau! Rückblick auf die EADH-Konferenz 2026 dhd-blog.org/?p=24331
dhd-blog.org
„Dzień dobry“ aus Krakau! Rückblick auf die EADH-Konferenz 2026 | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 09/10/2026
Recherchieren nach Fachliteratur und Forschungsdaten: KI-Tools und Fachinformations-Angebote im Vergleich digigw.hypotheses.org/7913
digigw.hypotheses.org
Recherchieren nach Fachliteratur und Forschungsdaten: KI-Tools und Fachinformations-Angebote im Vergleich
> Moritz Friesenhausen; Dr. Wiebke Herr; Gregor Horstkemper; > Laurin Liebetrau > Bayerische Staatsbibliothek / Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft > 26.11.2026 > 10:30 – 12:00 Uhr > https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/66906998770 > Passwort: 5qzL#0 Im Umfeld des Launchs von ChatGPT ist seit 2022 eine Reihe von KI-Tools darum bemüht, die Recherche nach Forschungsliteratur zu vereinfachen. Für den Bereich der Geschichtswissenschaft zeichnete sich in den ersten drei Jahren seit dem Beginn des KI-Booms ab, dass es in quantitativer und qualitativer Hinsicht noch recht eng gezogene Grenzen für die verbreitetsten Tools gab. Im Jahr 2026 soll nun im Rahmen des Workshops ein aktueller Vergleich zwischen klassischen Rechercheportalen auf der Grundlage von bibliothekarischen Metadaten und volltextbasierten KI-Tools angestellt werden. Ausgangspunkt sind dabei die Suchinstrumente des Portals historicum.net, in denen neben Forschungsliteratur in wachsendem Maß auch Forschungsdaten nachgewiesen werden. Daran anknüpfend wird der aktuelle Entwicklungsstand von KI-Tools wie Elicit, ResearchRabbit oder Semantic Scholar vorgestellt, wobei jeweils von konkreten Nutzungsszenarien für geschichtswissenschaftliche Fragestellungen ausgegangen wird. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: apurschwitz (9. Oktober 2026). Recherchieren nach Fachliteratur und Forschungsdaten: KI-Tools und Fachinformations-Angebote im Vergleich. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 9. Oktober 2026 von https://digigw.hypotheses.org/7913 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 09/10/2026
Text Mining im Forschungsprozess: Von der digitalen Quelle zur historischen Textanalyse digigw.hypotheses.org/7897
digigw.hypotheses.org
Text Mining im Forschungsprozess: Von der digitalen Quelle zur historischen Textanalyse
> Daniel Erdmann & Denise Löwe > BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF > 29.10.2026 > 12:00 – 14:00 Uhr > https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/61720787464 > Passwort: 5?R53t Der Workshop bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die Digital Humanities und speziell in die Forschungsmethode Text Mining. Entlang eines Forschungsprojektes aus der Historischen Bildungsforschung werden Einsatzmöglichkeiten, Fragestellungen und zentrale Arbeitsschritte exemplarisch vorgestellt. Der Workshop folgt dem Verlauf des Forschungsprozesses – von der Arbeit mit digitalen Quellen und Textkorpora über die Analyse bis hin zur Aufbereitung und Veröffentlichung der Ergebnisse. Die Veranstaltung verbindet Impulsvorträge, Video-Demonstrationen, kurze Umfragen und Raum für Fragen. Ziel ist es, grundlegende Einblicke zu vermitteln und zur eigenständigen Weiterarbeit anzuregen. Der Workshop dauert 90 Minuten und findet online via Zoom statt. Materialien werden im Nachgang bereitgestellt. Die Referierenden Daniel Erdmann & Denise Löwe arbeiten im Forschungsfeld „Digital History of Education“ an der BBF Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: apurschwitz (9. Oktober 2026). Text Mining im Forschungsprozess: Von der digitalen Quelle zur historischen Textanalyse. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 9. Oktober 2026 von https://digigw.hypotheses.org/7897 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 09/10/2026
TV-Vorschau 10. – 16. Oktober 2026 historikerkraus.de/blog/2026/10/09/…
historikerkraus.de
TV-Vorschau 10. – 16. Oktober 2026
Von prähistorischer Kunst über den europäischen Hochadel bis zum Nationalsozialismus erstrecken sich die Geschichtsbeiträge der kommenden Woche. Viel Spaß bei der Auswahl. ## Samstag, 10. Oktober * _„Die Dokumentation„Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“ zeichnet das Leben einer Frau nach, die wie kaum eine andere das politische Denken des 20. Jahrhunderts geprägt hat.“_ **ARD-alpha** , 20.15 Uhr. * **Arte** begibt sich weit zurück in die Vergangenheit. Um 20.15 Uhr befinden wir uns „Auf den Spuren prähistorischer Künstler – Die Chauvet-Höhle“. _„Die Chauvet-Höhle ist ein archäologisches Juwel, das erst vor rund 30 Jahren entdeckt wurde. Ihre Wandmalereien sind vermutlich über 30.000 Jahre alt und gehören somit zu den ältesten in Europa. Anhand spektakulärer 3D-Rekonstruktionen gewährt der Dokumentarfilm faszinierende Einblicke in die Höhle, die nur einmal pro Jahr von einem Wissenschaftlerteam betreten werden darf.“_ — Um 21.45 Uhr begeben wir uns nach Indonesien. _„Lange ging die Wissenschaft davon aus, dass die ersten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte vor etwa 40.000 Jahren in Europa entstanden. Neuerdings stellen jedoch auf der indonesischen Insel Sulawesi entdeckte Höhlenmalereien diese Annahme infrage. Dank einer von einem australischen Forschungsteam entwickelten Methode konnten diese Felsbilder sehr genau datiert werden: Sie sind mindestens 62.700 Jahre alt und entstanden somit lange vor der ältesten in Europa bekannten figurativen Kunst.“_ „Sulawesi – Am Anfang war die Höhlenmalerei“. — „Thorin – Der letzte Neandertaler“ beendet um 22.40 Uhr den Themenabend. _„Die Grotte Mandrin im Rhône-Tal ist eine faszinierende Ausgrabungsstätte. Der Archäologe Ludovic Slimak entdeckte hier Fossilien und Feuersteine, die beweisen, dass Neandertaler die Höhle über 80.000 Jahre lang bewohnten. Zudem wurde in der Höhle der erste Neandertaler in Frankreich seit einem halben Jahrhundert ausgegraben – er bekam den Namen Thorin.“_ ## Sonntag, 11. Oktober * _„Partnervermittlung ist so alt wie die Bibel – und nicht immer einfach. ‚Terra X History‘ erzählt die Geschichte der Suche nach Liebe und Geborgenheit — von professionellen Kupplern über Tanztees bis zu Dating-Apps.“_ „Amore und Algorithmus – Dating damals und heute“, **ZDF** , 0.20 Uhr. ## Montag, 12. Oktober Heute eine Fehlanzeige. ## Dienstag, 13. Oktober * Zwei österreichische Adlige stehen im Zentrum des späteren Abendprogramms von **3sat**. Um 22.25 Uhr ist es „Die rote Erzherzogin“. _„Elisabeth Marie Petznek wurde 1883 als Tochter von Kronprinz Rudolf geboren. Um Otto zu Windisch-Graetz heiraten zu dürfen, legt sie ihren erzherzoglichen Rang nieder. Erzsi, so ihr Spitzname, fährt Automobil, raucht und kümmert sich wenig um das, was die Wiener Gesellschaft von ihr hält. Sie engagiert sich bei den Sozialdemokraten, heiratet in zweiter Ehe einen Funktionär. Elisabeth Marie Petznek geht als “rote Erzherzogin” in die Geschichte ein.“_ — Um 23.15 Uhr folgt „Maria Theresia – Vermächtnis einer Herrscherin“. ## Mittwoch, 14. Oktober Auch heute eine Fehlanzeige. ## Donnerstag, 15. Oktober * Die zweiteilige Dokumentation „Edward vs. George: Die Windsors im Krieg“ wirft einen Blick auf den englischen Königshof in den 1930er und 1940er Jahren. „Teil 1“ beleuchtet um 20.15 Uhr die Jahre vor Kriegsbeginn. _„Im Dezember 1936 verzichtet Edward VIII. für die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson auf den Thron und überlässt seinem Bruder George die Krone. Schon ein Jahr später sorgt er mit einem Besuch bei Hitler erneut für Schlagzeilen. George VI. hingegen sieht sich als König einer Monarchie im Krisenmodus mit den Herausforderungen eines drohenden Krieges konfrontiert.“_ — „Teil 2“ schaut dann auf die Zeit nach dem Krieg. *„Auch nach dem Krieg findet der Konflikt der royalen Brüder kein Ende. Edward lebt im Exil und veröffentlicht kontrovers diskutierte Memoiren, die alte Wunden neu aufreißen. Kurz darauf verschlechtert sich der Gesundheitszustand von König George VI. dramatisch.“ (21 Uhr). * **n-tv** sendet zwei Folgen der Reihe „Inside Hitler“ (20.15 Uhr, 21.05 Uhr), gefolgt von dem Film „Adolf Hitler – Die letzten Geheimnisse des Diktators“ (22.05 Uhr). Um 23.30 Uhr geht es um „Nordhausen – Hitlers Raketenbunker“ und um 0.20 Uhr um „Die Konferenz – Wie der Holocaust organisiert wurde“. ## Freitag, 16. Oktober * **3sat** sendet um 20.15 Uhr den ersten von zwei Teilen des Historiendramas „Das weiße Haus am Rhein“ (BRD 2021, Regie: Thorsten M. Schmidt). Der Film _„erzählt vom Überlebenskampf einer regimekritischen und teils jüdischen Hoteliersfamilie in Bonn über drei Generationen nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs.“_ * Antike Architektur auf **n-tv**. Um 0.20 Uhr sehen wir „Das Pantheon – Roms antiker Superbau“. — Um 1.10 Uhr folgt „Die Chinesische Mauer“.
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Georg Maus im Porträt – Neues aus dem Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ blog.archiv.ekir.de/2026/10/09/geor…
blog.archiv.ekir.de
Georg Maus im Porträt – Neues aus dem Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“
Wer sich im Landeskirchenamt in Düsseldorf mit einem Kaffee stärken will, kommt an ihm nicht vorbei: Georg Maus. Sein Wandbild befindet sich nämlich in direkter Nähe zum Kaffeeautomaten im 1. Obergeschoss. Georg Maus zählt zu den 20. Persönlichkeiten, die die Ev. Kirche im Rheinland mit der Aktion „Kirchenköpfe“ würdigte. Nun widmet ihm auch der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ eine Folge und wirft ein Schlaglicht darauf, was es bedeutet, trotz aller Widerstände nach seinen Überzeugungen zu leben und für diese einzustehen. Viel Spaß beim Reinhören!
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Was müssen Dolmetscher können? doldes.hypotheses.org/323
doldes.hypotheses.org
Was müssen Dolmetscher können?
Denkt man an Dolmetschen und dafür notwendige Fähigkeiten, fallen einem sicherlich zuerst sehr gute Sprachkenntnisse ein. Das stimmt auch: in allen Arbeitssprachen muss ein entsprechendes Niveau beherrscht werde. Dolmetscher:innen haben zumeist ein festes Sprachenprofil: darin ist ersichtlich, mit welchen Sprachen sie arbeiten und auf welchem Niveau. Mein Sprachenprofil ist Deutsch (A), Englisch (B) und Französisch (C). Das bedeutet, Deutsch ist meine Muttersprache (A-Sprache). Aus allen Sprachen in meinem Profil dolmetsche ich ins Deutsche. Englisch ist meine B-Sprache (auch Retour-Sprache, oder aktive Fremdsprache genannt), d.h. ich dolmetsche sowohl aus dem Englischen ins Deutsche, als auch umgekehrt aus dem Deutschen ins Englische. Französisch ist meine C-Sprache (passive Fremdsprache), d.h. ich dolmetsche nur aus dem Französischen ins Deutsche, nicht umgekehrt und auch nicht in der Richtung Französisch-Englisch. Aus diesem Profil ergibt sich meine Sprachkombination: A<->B (DE<->EN) und C→A (FR → DE) [1]. In der Wissenschaft wird durchaus kontrovers diskutiert, welche Sprachkombination mit entsprechender Qualität vertreten werden kann: Die Pariser Schule steht dem Retour-Dolmetschen grundsätzlich kritisch gegenüber und befürwortet immer das Dolmetschen nur in die Muttersprache. Viele Institutionen (z.B. EU) folgen diesem Prinzip bei ihren angestellten und freiberuflichen Dolmetscher:innen. Als freiberufliche Dolmetscher:innen steht man allerdings häufig den Anforderungen der Kund:innen gegenüber, nicht jeweils 2 Teams mit 2 verschiedenen Muttersprachen für eine Englisch-Deutsche Konferenz buchen zu müssen. Daher sind in diesem Arbeitsbereich Retour-Sprachen die Regel. Auch die Ausbildung im Konferenzdolmetschen beinhaltet üblicherweise eine A<-> B Kombination. Knüpft man an diese Forderungen an, stellt sich auch die Frage nach einer C->B Kombination. Hier besteht das große Problem, dass ich meine B-Sprache zwar fließend beherrscht, das Dolmetschen aber andere Anforderungen an meine Sprachkompetenz stellt als ein normales (auch anspruchsvolles) Gespräch. In der C-Sprache wiederum besteht die Herausforderung meist im schnellen Auffassen von „Zwischentönen“. Die C->B Kombination kombiniert also auch 2 Herausforderungen: weniger automatisierte bzw. flexible Sprachproduktion unter Dolmetschbedingungen in der B-Sprache und erschwertes Hörverständnis unter Dolmetschbedingungen für Nuancen in der C-Sprache. Diese Kombination wird daher sehr selten angeboten. In der Ausbildung wird sie ebenfalls kaum gelehrt. Soweit, so gut, aber wie deckt man dann den Bedarf an vielfältigen Sprachkombinationen für große Konferenzen ab? Hier kommt das sog. Relais-Dolmetschen zum Einsatz: Mehrere Dolmetscher:innen geben sich sozusagen einen Staffelstab weiter: Wenn z.B. ein finnischer Redner für ein slowakisches Publikum gedolmetscht werden soll, diese Kombination aber bei keinem Dolmetscher vorhanden wird, dolmetscht ein Kollege/ eine Kollegin zuerst aus dem Finnischen ins Französische für „ihre“ Zuhörer. Andere Kollegen nehmen ihre französische Verdolmetshcung als Ausgangspunkt und dolmetschen wiederum für „ihre“ Zuhörer aus dem Französischen ins Slowakische [2]. Hier liegt auf der ersten Kollegin natürlich viel Verantwortung, da ihre Fehler potentiell in alle anderen Sprachen übertragen werden. Daher ist für diese Aufgabe besondere Konzentration und idealerweise Vorbereitung gefragt. Das bringt uns auch schon zur nächsten Kompetenz von Dolmetscher:innen: immer gut organisiert sein. Dazu gehört intensive Vorbereitung auf den Einsatz, sowhl sprachlich mit entsprechenden Vokabelkenntnissen in allen relevanten Sprachen, aber auch die Aneignung von Fachwissen zur jeweiligen Thematik, damit ich möglichst genau weiß, worüber gesprochen wird. Diese Informationen erhalte ich oft durch Absprachen mit den Organisator:innen der Veranstaltung. Auch Absprachen mit Teamkolleg:innen können wertvolle Ansprechpartner sein. Zur Organisation gehören auch vertragliche Regelungen (z.B. Honorare, Arbeitszeiten) bzw. Abklärung der vorhandenen Saal- und Dolmetschtechnik. Diese Koordination mit anderen Akteuren der Dolmetschsituation trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Dolmetscher:innen benötigen also einen großen Wissensstand über die Situation, um eine gute Qualität liefern zu können: neben den Sprachkenntnissen und organisatorischen Elementen müssen Fachwissen, Technikbedienung und das Team koordiniert werden. Eine ebenso wichtige Komponente wird allerdings oft übersehen: das sehr genaue Zuhören. Unabhängig davon, ob die Rede in meiner Muttersprache oder einer Fremdsprache gehalten wird, muss ich auf jedes Detail und jede Information zwischen den Zeilen achten. Es müssen viele Details analysiert werden, um hinter die Botschaft der Rede zu gelangen und diese korrekt wiedergeben zu können. Dafür braucht es ein anderes Zuhören als in normalen Gesprächen. [3, S. 198ff] Dolmetschen bedeutet also vor allem eine besondere Koordinations-Kompetenz, ein „Mitdenken“ von vielen Parametern, die Rednern, Organisatoren oder Technikern möglicherweise entgehen. Ich kann als Dolmetscherin besonders dann gute Arbeit leisten, wenn ich einen umfassenden Überblick über die Gemengelage der Faktoren habe, damit möglichst wenig unvorhergesehenes passiert. Trotzdem geht manchmal das Licht in der Dolmetschkabine nicht an, oder Redner wandern so weit vom Mikrophon weg, dass ich nichts hören kann. Dann brauche ich 2 weitere unverzichtbare Eigenschaften: Kreativität und die Fähigkeit, alles nicht zu ernst zu nehmen. ##### Literatur 1. https://aiic.org/site/students/abc 2. https://commission.europa.eu/about/departments-and-executive-agencies/interpretation/conference-interpreting-types-and-terminology_de ) 3. Gile, Daniel. 2017. „Apprentissage de la traduction et de l’interpretation: amortir les secousses“. In _Education is a Whole-Person Process: von ganzheitlicher Lehre, Dolmetschforschung und anderen Dingen_ , 1. Auflage, herausgegeben von Martina Behr, Sabine Seubert, und Dörte Andres. Transkulturalität – Translation – Transfer, Band 30. Frank & Timme, Verlag für Wissenschaftliche Literatur. 4. Kutz, Wladimir. _Dolmetschkompetenz : was muss der Dolmetscher wissen und können? : [1] : [Kapitel 1-12]_. 2010. 5. https://bdue.de/der-beruf/dolmetscher Anna-Katharina Linzner Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell-Share Alike 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Anna-Katharina Linzner (8. Oktober 2026). Was müssen Dolmetscher können? _Dolmetschen trifft Design_. Abgerufen am 9. Oktober 2026 von https://doldes.hypotheses.org/323 * * * * * * * *
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„Wie im Herbst gewählt wird“: Demokratischer Neubeginn zwischen Rhein, Erft und Rur am Beispiel Jülichs archiverer.hypotheses.org/5083
archiverer.hypotheses.org
„Wie im Herbst gewählt wird“: Demokratischer Neubeginn zwischen Rhein, Erft und Rur am Beispiel Jülichs
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Die Geburt des Differentialanalysators blog.hnf.de/die-geburt-des-differen…
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Die Geburt des Differentialanalysators | HNF Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 08/10/2026
Wer gehört zur Geschichte? Historische Narrative und politische Zugehörigkeit in der Migrationsgesellschaft gtw.hypotheses.org/39123
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Wer gehört zur Geschichte? Historische Narrative und politische Zugehörigkeit in der Migrationsgesellschaft
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Stellenausschreibung Stadt Unna: Werkstudierende (m/w/d) im Stadtarchiv archivamt.hypotheses.org/30990
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Stellenausschreibung Stadt Unna: Werkstudierende (m/w/d) im Stadtarchiv
Die Stadt Unna sucht Werkstudierende (m/w/d) im Stadtarchiv. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 6 Wochenstunden, die bis zum 31.08.2027 befristet ist, aber ggfs. verlängert werden kann. Bewerbungsfrist: 26.10.2026 * zur Stellenanzeige LWL-Archivamt für Westfalen Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: LWL-Archivamt für Westfalen (8. Oktober 2026). Stellenausschreibung Stadt Unna: Werkstudierende (m/w/d) im Stadtarchiv. _archivamtblog_. Abgerufen am 8. Oktober 2026 von https://archivamt.hypotheses.org/30990 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 08/10/2026
Aktuelles Heft der „FOTOGESCHICHTE“: (In)visible Circulations visual-history.de/2026/10/08/aktuel…
visual-history.de
Aktuelles Heft der „FOTOGESCHICHTE“: (In)visible Circulations | Visual History
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 08/10/2026
Cybersicherheit gehört in die Schule – das EnCycLEd-Projekt stellt sich vor hse.hypotheses.org/7615
hse.hypotheses.org
Cybersicherheit gehört in die Schule – das EnCycLEd-Projekt stellt sich vor
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 07/10/2026
„Cloaking“ (Tarnung) netbib.hypotheses.org/78650919
netbib.hypotheses.org
„Cloaking“ (Tarnung)
Claudia _Klinger_ schreibt über ihr gehacktes Blog. Jürgen Plieninger Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB. Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Jürgen Plieninger (7. Oktober 2026). „Cloaking“ (Tarnung). _netbib_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650919 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 07/10/2026
Die Peter-Sodann-Bibliothek in Straucha netbib.hypotheses.org/78650924
netbib.hypotheses.org
Die Peter-Sodann-Bibliothek in Straucha
Totgesagte leben länger – obwohl Kolleg*innen aus dem Osten gern das Gesicht verzogen, wenn die Sammlung von Peter _Sodann_ erwähnt wurde – (die älteste Nennung dieser Sammlung in diesem Blog ist ein Vierteljahrhundert alt), hat Michael _Knoche_ die Bibliothek besucht und erzählt davon. Jürgen Plieninger Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB. Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Jürgen Plieninger (7. Oktober 2026). Die Peter-Sodann-Bibliothek in Straucha. _netbib_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650924 * * * * * * * *
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Stellenausschreibung Stadt Greven: Mitarbeiter:in Stadtarchiv archivamt.hypotheses.org/30983
archivamt.hypotheses.org
Stellenausschreibung Stadt Greven: Mitarbeiter:in Stadtarchiv
Die Stadt Greven sucht im Rahmen einer Elternzeitvertretung für das Archiv eine:n Mitarbeiter:in (w/m/d) für ein Jahr. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, Teilzeit ist möglich. Bewerbungsfrist: 25.10.2026 * zur Stellenanzeige LWL-Archivamt für Westfalen Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: LWL-Archivamt für Westfalen (7. Oktober 2026). Stellenausschreibung Stadt Greven: Mitarbeiter:in Stadtarchiv. _archivamtblog_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://archivamt.hypotheses.org/30983 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 07/10/2026
DARIAH-DE owncloud wechselt zu NextCloud dhd-blog.org/?p=24319
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DARIAH-DE owncloud wechselt zu NextCloud | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 07/10/2026
Führung zum ehemaligen Augustinerkloster am Tag des offenen Denkmals® histgymbib.hypotheses.org/34075
histgymbib.hypotheses.org
Führung zum ehemaligen Augustinerkloster am Tag des offenen Denkmals®
Am 12. September 2026 öffnete das Kaiser-Karls-Gymnasium für den Tag des offenen Denkmals® (bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) seine Türen. Bei einer Führung konnten rund 40 interessierte Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte der Schule und insbesondere über das ehemalige Augustinerkloster erfahren, das sich früher auf dem heutigen Schulgelände befand. Ehemaliger Kreuzgang des Aachener Augustinerkonvents, (c) historische Sammlung KKG, digital bearbeitet von Rayhana Yousfi, 2026. An der Gestaltung und Durchführung der Führung waren Johannes Maximilian Nießen, die engagierten Schülerinnen und Schüler Kiran Felix Moza, Rayhana Yousfi, Yara Issa, Minea Lana Bogunovci und Oleksandr Soshnikov sowie der ehemalige Schulleiter Jürgen Bertram und der ehemalige Schüler und Vorsitzende der Vereinigung der Ehemaligen, Marco Sievert, beteiligt. Beginn der Führung auf dem nach dem ehemaligen Kreuzgang benannten Schulhof Quadrum, (c) Wolfgang Wang, 2026. Die Führung begann auf dem Quadrum, dem heutigen Schulhof, mit einer Einführung in die Geschichte des ehemaligen Augustinerklosters und dessen Kreuzgangs. Danach ging es zu den erhaltenen Grabplatten der Augustiner direkt neben der Aula. Anhand dieser Grabplatten wurde die Geschichte einzelner Ordensmitglieder greifbarer. Zunächst stellte Maximilian Nießen die erste Grabplatte von Prof. Nicolaus Girken vor und gab den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in seine Geschichte. Kiran präsentierte darauf die Biografie der Gebrüder von Rohe. Grabplatte von Nicolaus Girken, (c) Johannes Maximilian Nießen 2025. Grabplatte der Gebrüder von Rohe, (c) Johannes Maximilian Nießen, 2023. Danach führte der Weg in die Aula Carolina, wo Minea und Oleksandr eine weitere Grabplatte vorstellten. Im Mittelpunkt stand dabei Fulgentius Heuschen. Neben der Inschriften auf den Gräbern ging es auch darum, die Personen historisch einzuordnen und Einblicke in die Zeit zu geben, in der die Augustiner in Aachen wirkten. Grabplatte von Fulgentius Heuschen, (c) Johannes Maximilian Nießen 2023. Darauf berichtete der ehemalige Schulleiter Jürgen Bertram über die Geschichte der Aula aus einer persönlichen Perspektive. Er erzählte, wie die Aula im Laufe der Jahre genutzt, verändert und renoviert wurde und wie sie zu seiner aktiven Zeit als Schüler, Lehrer und Schulleiter aussah. Die Geschichte der Gebäude rund um das ehemalige Kloster wurden von Rayhana vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die früheren Besitzungen der Augustiner und was heute aus Ihnen geworden ist. Gut Steinstraß bei Aachen-Horbach, (c) Dr. Hermann Krüssel 2025. Gut Hebscheid nahe der belgischen Grenze – ehemalige Besitzung des Aachener Augustinerordens, heute Eventlocation, (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. Ein besonderes Highlight der Führung waren schließlich die historischen Drucke aus den alten Buchbeständen unserer Schule. Yara stellte dabei verschiedene besondere Werke vor, unter anderem ein Grammatikbuch und eine Sammlung philosophischer Werke. De ratione communi omnium linguarum et literaru[m] von Theodor Bibliander, (c) Yara Issa, 2026. Lateinische Übersetzung von Plutarchs Moralia, (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. Ganz besonders war aber die Inkunabel, eine Sammlung an Hymnen für den Gottesdienst, die es genau 62 mal auf der gesamten Welt gibt und das darin versteckte handschriftlich beschriebene Pergamentstück. Präsentation ausgewählter Bücher aus Klosterbeständen, (c) Wolfgang Wang, 2026. Inkunabel von 1499 mit Hymnen, (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. Handschriftenfragment mit Predigtexten des Franziskaners Walter von Brügge (13. Jh.), (c) Wolfgang Wang, 2026. Zum Abschluss ging es noch einmal um die Spuren, die auch die Jesuiten bis heute auf dem Schulgelände hinterlassen haben. Marco Sievert stellte dazu Portalsteine des ehemaligen Jesuitengymnasiums vor, die sich heute auf dem Schulhof befinden. So wurde die Geschichte des ehemaligen Augustinerklosters nicht nur durch Jahreszahlen und Fakten vermittelt, sondern durch persönliche Geschichten, Gebäude und Bücher zum Leben erweckt. Ledereinband und Metallschließe der Inkunabel von 1499, (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. Yara Issa Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Yara Issa (7. Oktober 2026). Führung zum ehemaligen Augustinerkloster am Tag des offenen Denkmals®. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/34075 * * * * * * * *
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Regierte Königin Meritneith einst Ägypten? blog.selket.de/aus-der-archaeologie…
blog.selket.de
Regierte Königin Meritneith einst Ägypten?
Manchmal braucht es für eine archäologische Entdeckung weder einen Spaten noch eine bislang unbekannte Grabkammer. Manchmal genügt ein mehr als 70 Jahre altes, ziemlich körniges Schwarz-Weiß-Foto – und jemand, der noch einmal sehr genau hinschaut. Genau das ist nun bei Meritneith geschehen, einer der geheimnisvollsten Frauen des Alten Ägypten. Sie lebte vor rund 5.000 Jahren während der 1. Dynastie und war vermutlich die Mutter des Königs Den. Dass sie eine außergewöhnlich mächtige Frau gewesen sein muss, ist schon länger bekannt. Die große Frage lautet jedoch: Verwaltete sie lediglich als Regentin das Reich für ihren minderjährigen Sohn – oder regierte sie tatsächlich selbst als weiblicher König? Eine neue Untersuchung eines alten Archivfotos liefert nun frischen Stoff für diese Debatte. ## Ein Fund, der gleich zweimal verloren ging Serech des Königs Wadji aus der 1. Dynastie Antiquité égyptienne du Musée du Louvre Guillaume Blanchard, CC BY-SA 1.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/1.0, via Wikimedia Commons Die Geschichte beginnt 1946 in Sakkara. Der britische Archäologe Walter Bryan Emery entdeckte im Grab S3503 insgesamt 13 Verschlüsse aus getrocknetem Nilschlamm. Darauf hatten sich die Abdrücke eines Rollsiegels erhalten. Zu sehen war eine Reihe aus vier sogenannten Serechs. Ein Serech war in der Frühzeit Ägyptens ein rechteckiger Rahmen in Form einer Palastfassade, in dem der Name des Herrschers stand. Häufig thronte darüber der Horusfalke. Der erste und der vierte Serech auf den Verschlüssen ließen sich König Djer zuordnen. Bei den beiden Zeichen dazwischen wurde es allerdings spannend. Emery vermutete bereits 1961, dass sie den Namen Meritneith wiedergaben. Der Name einer Frau wäre damit in einem Symbol erschienen, das normalerweise dem König vorbehalten war. Das Problem: Sowohl die Tonverschlüsse als auch das originale Glasnegativ des Fotos sind heute verschollen. Übrig geblieben sind lediglich eine alte Schwarz-Weiß-Aufnahme und eine Umzeichnung. Diese zeigt zwar die Anordnung der vier Serechs, gibt die schwer erkennbaren Zeichen jedoch nur stark vereinfacht wieder und konnte die Frage, ob darin tatsächlich der Name Meritneith steht, bislang nicht klären. ## Digitale Spurensuche Eine Grabstele der Meritneith aus Abydos. Links die Hacke und rechts das Symbol der Göttin Neith. Ägyptisches Museum Kairo لا روسا, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons Die Forscherinnen Sue Kelly und Crystal Miller ließen 2022 einen hochauflösenden Scan der historischen Aufnahme anfertigen. Anschließend bearbeiteten sie das Bild mit verschiedenen digitalen Verfahren: Kontraste wurden verstärkt, Hintergründe ausgeblendet, Hell-Dunkel-Werte umgekehrt und die verbliebenen Linien schließlich vektorisiert. Und schließlich traten aus dem verschwommenen Foto einige der eingeritzten Zeichen deutlicher hervor. Besonders aufschlussreich ist einer der beiden mittleren Serechs. Darin erkennen Kelly und Miller das Zeichen einer Hacke, das für den Lautwert „mer“ steht und damit einen wesentlichen Bestandteil des Namens Meritneith bildet. Über dem Namensrahmen scheint zudem das Symbol der Göttin Neith zu stehen. Normalerweise befindet sich an dieser Stelle der Horusfalke, der den Namen als den eines Königs kennzeichnet. Die Forscherinnen vermuten deshalb, dass das Neith-Symbol bei Meritneith dieselbe Funktion erfüllte – und ihr Name somit tatsächlich in einem königlichen Serech geschrieben wurde. Der andere der beiden mittleren Serechs ist deutlich schlechter erhalten. Das Zeichen darüber lässt sich nicht sicher als Symbol der Göttin Neith erkennen; möglicherweise handelt es sich doch um einen beschädigten Horusfalken. Ob auch dieser Namensrahmen Meritneith zugeordnet werden kann, bleibt daher offen. ## War Meritneiths Djers Mitregentin? Sollten König Djer und Meritneith tatsächlich nebeneinander auf demselben Siegel erscheinen, wäre das ungewöhnlich. Könnte Meritneith bereits an der Seite Djers, der möglicherweise ihr Vater war, als Mitregentin politische Macht ausgeübt haben? Später soll sie als „Mutter des Königs“ für ihren vermutlich noch jungen Sohn Den regiert haben. Insgesamt könnte sich ihre politische Laufbahn nach Ansicht der Autorinnen über mindestens 30 Jahre erstreckt haben – allerdings in unterschiedlichen Funktionen und nicht unbedingt 30 Jahre lang als alleinige Herrscherin. Denkbar wären zunächst eine Mitregentschaft, danach die Regentschaft für Den und vielleicht zeitweise sogar eine eigenständige Herrschaft. Diese Interpretation passt zu anderen Funden. Meritneith erhielt in Abydos ein königliches Grab mit mehreren Magazinen und zahlreichen Nebengräbern. Zwei große Grabstelen trugen ihren Namen. Ihr Name erscheint außerdem auf Siegeln der königlichen Nekropole und wird mit Verwaltungsstellen, Beamten und dem königlichen Schatzhaus in Verbindung gebracht. Das alles klingt nicht nach einer einer einfachen Königsgemahlin. Meritneith gehörte offenbar zum innersten Machtzentrum des noch jungen ägyptischen Staates. Ihr Grab und ihre Titel zeigen, dass sie eine Stellung besaß, die weit über die einer gewöhnlichen Königsgemahlin hinausging. ## Noch kein endgültiger Beweis Weil weder die Tonverschlüsse noch das ursprüngliche Fotonegativ auffindbar sind, lässt sich die neue Lesung nicht direkt am Objekt überprüfen. Digitale Bildbearbeitung kann schwache Spuren sichtbarer machen – aber man kann nicht wissen, welche Linien ursprünglich beabsichtigt waren und welche durch Beschädigungen, Schatten oder den unregelmäßigen Abdruck auf feuchtem Ton entstanden. Auch unter Fachleuten werden die neuen Erkenntnisse teilweise skeptisch gesehen. Die Ägyptologin Eva-Maria Engel, die nicht an der Studie beteiligt war, hält die neuen Bilder nicht für überzeugend. Ihrer Ansicht nach könnte auf dem Siegel ausschließlich König Djer genannt sein. Dass Meritneith große Macht besaß und wahrscheinlich für den jungen Den handelte, stellt sie damit nicht grundsätzlich infrage – wohl aber den vermeintlichen Beweis für einen eigenen königlichen Serech. Selbst wenn sie regiert haben sollte, den Titel als erste Herrscherin Ägyptens macht ihr die Königin Neithhotep streitig, die noch vor Meritneith regiert haben könnte. Neithhoteps Name ist auf Tonsiegeln aus dem Grab König Ahas innerhalb eines Serechs überliefert. Die Autorinnen bezeichnen Meritneith daher als mögliche zweite bekannte Frau mit einem königlichen Serech. Dass möglicherweise gleich zwei Frauen bereits am Beginn der ägyptischen Geschichte eine solche Macht besaßen, ist schon wirklich erstaunlich. Meritneith und Neithhotep waren offenbar weit mehr als nur Königsgemahlinnen im Hintergrund – sie könnten die Geschicke des jungen ägyptischen Staates entscheidend mitbestimmt haben.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 07/10/2026
Gewaltorte, Spuren und digitale Geschichtskultur | »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation«, Osnabrück und Dalum, 24. und 25. September 2026. nghm.hypotheses.org/50946
nghm.hypotheses.org
Gewaltorte, Spuren und digitale Geschichtskultur | »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation«, Osnabrück und Dalum, 24. und 25. September 2026.
* * * _Essay zur Einführung in die Tagung »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation«, Osnabrück, 24. September 2026._ * * * Nördlich des Lagers XII Dalum, dessen Gelände heute größtenteils unter einem Gewerbegebiet liegt, legte die Wehrmacht im September 1941 auf einer Parzelle, die zuvor als Lager des Reichsarbeitsdienstes gedient hatte, einen Friedhof an. Bis zum Sommer 1943 bestattete sie dort die Toten, genauer: die getöteten sowjetischen Kriegsgefangenen aus fünf Lagern, aus Dalum, Groß Hesepe, Alexisdorf, Wietmarschen und Bathorn. Anfangs ließ sie Einzelgräber ausheben; als sie die Gefangenen in ihren Lagern zu Tausenden sterben ließ, ging sie zu Massengräbern über. Während die Schätzungen auf Grundlage der Gräberlisten zwischen acht- und sechzehntausend Toten schwanken, geht die Gedenkstätte Esterwegen nach dem heutigen Forschungsstand von etwa zehntausend Opfern aus, fast alle ohne Namen.1 Einen Obelisken mit Sowjetstern, den der Friedhof nach dem Krieg erhalten hatte, entfernte man bei der Neugestaltung in den 1950er Jahren wegen des Kalten Krieges wieder; wer dieses »man« war, gehört zu den Fragen, die der Friedhof bis heute aufgibt. Wer die amtlich als ›Kriegsgräberstätte‹ geführte Anlage heute betritt, sieht weder markierte Grablagen noch das Denkmal, das einmal an sie erinnerte. Der Friedhof Dalum präsentiert sich als vielfach überformter Ort, der vom Lager des Reichsarbeitsdienstes über den Lagerfriedhof und die Kriegsgräberstätte zum Gedenkort geworden ist und heute das Erscheinungsbild eines vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreuten Friedhofs trägt. Die Kriegsgräberstätte Dalum und der Erinnerungsort Lager XII Dalum (Fotos: Marlene Schurig / Lina-Sofie Winkler). An dieser Differenz zwischen den unsichtbaren Spuren der Gewalt und dem, was ein Ort heute zeigt, setzt der Begriff der Konfliktlandschaft an, mit dem wir in der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften an der Universität Osnabrück seit 2014/15 arbeiten. Er bildete den Ausgangspunkt der Einführung zu einer Tagung, auf der wir das Projekt »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation« am 24. und 25. September 2026 in Osnabrück und Dalum vorgestellt und seine bisherigen Ergebnisse zur Diskussion gestellt haben. Einblicke in die Abschlusstagung des Projekts »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation« (Fotos: Lennart Blömer/Johannes Pufahl). Dieser Beitrag fasst das Argument der Einführung in drei Schritten zusammen. Zunächst bestimmen wir den Begriff der Konfliktlandschaft als analytische Kategorie und zeigen an zwei Schauplätzen, welche Perspektiven er eröffnet. Ein zweiter Schritt erklärt, weshalb er sich gerade an den Lagerstandorten bewähren muss, die unter dem Namen ›Emslandlager‹ zusammengefasst werden. Daraufhin wechselt die Perspektive zum Projekt, das diese Standorte digital erschließt und dabei in eben jene Geschichtsproduktion eingreift, die es untersucht. ## Konfliktlandschaften als analytische Kategorie Unser Interesse gilt dem Verhältnis zwischen der materiellen Überprägung eines Ortes durch Gewalt und der diskursiven Produktion seiner Bedeutung, vor allem aber den Wechselwirkungen zwischen diesen Ebenen. Eine Konfliktlandschaft verstehen wir deshalb als einen soziokulturell bestimmbaren Raum, den gewaltsame Auseinandersetzungen überprägt haben und in dem deren Spuren materiell wie immateriell fortbestehen, während Menschen ihn fortwährend umgestalten und um seine Deutung ringen. Materielle Spuren sprechen dabei nicht für sich; zu Belegen werden sie erst, wenn Erzählungen, Benennungen und Gedenkpraktiken sie rahmen. Zugleich greift die Produktion von Geschichte in die Materialität des Schauplatzes ein, durch Umbettung und Neugestaltung, durch das Setzen und Entfernen von Denkmälern, durch Raubgrabungen oder das Einrichten von Gedenkstätten und selbstverständlich auch durch unsere eigene Arbeit, die einen Gewaltort deutet, sobald sie ihn vermisst, benennt und zeigt, und die dort, wo sie archäologisch vorgeht, auch seine Materialität verändert. Die Beteiligung der Forschung gehört deshalb in den Befund. Der Begriff bezeichnet also keinen Ortstyp, den man auf einer Karte einkreisen könnte, sondern ein Verhältnis zwischen Raum, Spur und Deutung, das rekonstruiert werden will. In diesem Sinne lassen sich Konfliktlandschaften als dynamische Palimpseste lesen, in denen sich die Schichten der Gewalt, ihrer Nachgeschichte und ihrer jeweiligen Deutungen überlagern. Entwickelt haben wir diesen Ansatz in langjährigen Forschungen zum ›Hürtgenwald‹. Die Einsicht, dass das, was nach dem Ereignis mit einem Schauplatz der Gewalt geschieht, für sein Verständnis ebenso zählt wie das Ereignis selbst, verdankt er zugleich der langen Zusammenarbeit des Historischen Seminars mit Museum und Park Kalkriese am Ort der Varusschlacht, aus der 2014/15 die Arbeitsgruppe hervorgegangen ist.2 ## Der Hürtgenwald und die Bahnstation Karya Zwei Gewaltorte, die wir in den vergangenen Jahren intensiv erforscht haben, zeigen, in welche Richtungen die Wechselwirkung von Materialität und Deutung ausschlagen kann. Im Hürtgenwald in der Nordeifel prägt die Deutung die Materie. Für eine Serie von Gefechten, in denen US-Armee und Wehrmacht zwischen September 1944 und Februar 1945 gegeneinander standen, setzte sich erst nach dem Krieg die Bezeichnung ›Schlacht im Hürtgenwald‹ durch. Der Wald war als Ort der Kämpfe schon damals präsent, von einer ›Schlacht‹ sprach jedoch keine der beteiligten Seiten. Seit den fünfziger Jahren verbreitete Militaria-Literatur, nicht selten von Wehrmachtsveteranen und ihnen nahestehenden Autoren verfasst, unter diesem Namen ein Narrativ, das Angehörige der Wehrmacht als Helden darstellte. Dieses Narrativ formt den Wald bis heute, und zwar ganz materiell. So legen Reenactors Stellungssysteme nach Fotografien an, welche die Literatur dem Hürtgenwald zuschreibt, die aber vom Kriegsschauplatz Italien stammen; nachfolgende Besucher:innen lesen diese Eingriffe in den Boden als authentische Spuren und gleichen sie mit eben jenem Foto ab, das sie zu beglaubigen scheint. Mit dem dritten Band der Buchreihe »Konfliktlandschaften«, die wir als Arbeitsgruppe im Universitätsverlag Osnabrück herausgeben, liegt der Abschluss dieser Arbeit vor; der Band ist Open Access zugänglich.3 Anders liegt der Fall in Karya in Mittelgriechenland. Dort zwang die Organisation Todt, die Bauorganisation des NS-Staates, im Frühjahr 1943 zwischen 300 und 500 jüdische Männer aus Thessaloniki, welche die deutsche Besatzungsmacht verschleppt hatte, unter tödlichen Bedingungen einen mehr als zwanzig Meter tiefen Hangeinschnitt für ein Ausweichgleis auszuheben. Am ehemaligen Bahnhof sind nur einzelne Überreste der Bahnanlage und der Einschnitt im Hang geblieben. Hier trägt die Landschaft eine Geschichte, die sie allein nicht erzählen kann. Lesbar zu machen versuchten wir sie mit einer Prospektion, die wir im Frühjahr 2023 mit Studierenden durchgeführt haben, und mit der Ausstellung »Karya 1943. Zwangsarbeit und Holocaust«, an der wir mitgewirkt haben.4 Nach ähnlichen Wechselwirkungen fragen wir an Stätten deutscher Vernichtungspolitik in Belarus, seit vielen Jahren gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt Minsk, sowie an Orten der Shoah in der Ukraine. Die Bahnstation Karya 2023 (Foto: UOS). ## Das Lagersystem im Emsland Unter dem Namen ›Emslandlager‹ werden fünfzehn Lager zusammengefasst, zwölf im heutigen Landkreis Emsland und drei in der Grafschaft Bentheim. Von 1933 an richtete die SS dort Konzentrationslager ein, die sie bis 1936 bewachte. Die Strafgefangenenlager, die von 1934 bis 1945 unter Aufsicht der Justizverwaltung standen, bewachte eine in den Justizdienst übernommene SA-Einheit, die sogenannte ›Moor-SA‹; die Kriegsgefangenenlager des Oberkommandos der Wehrmacht bestanden von 1939 bis 1945. Nach den Angaben der Gedenkstätte Esterwegen hielten SS, Justiz und Wehrmacht dort etwa 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene sowie weit mehr als 100.000 Kriegsgefangene fest. Über 20.000 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern starben in den Lagern.5 Wie dicht sich die Verfügungsgewalt verschiedener Instanzen an einem einzigen Lagerstandort ablöste, zeigt wiederum Dalum. Die Justizverwaltung ließ das Lager im Mai 1939 für 1.500 Strafgefangene fertigstellen, belegte es bis zum Kriegsbeginn aber nicht mehr. Im September 1939 übernahm es die Wehrmacht als Kriegsgefangenenlager, 1942 richtete die Luftwaffe darin ein Gerätedepot ein, im Januar 1945 schließlich machte die SS es zum Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Nach 1945 setzte sich diese Reihe als Abfolge von Nutzungen fort, als in mehreren Lagern ›Displaced Persons‹ untergebracht wurden. Esterwegen diente den Briten bis 1947 als Internierungslager, danach bis 1951 als Strafanstalt der deutschen Justiz für NS-Täter, die Spruchgerichte der britischen Zone verurteilt hatten, von 1953 bis 1959 als Durchgangslager für Flüchtlinge aus der DDR und von 1963 bis 2001 als Depot der Bundeswehr.6 Wie weit Nutzung und Überformung die Lager unsichtbar gemacht haben, unterscheidet sich von Standort zu Standort. Auf dem Gelände des Lagers II Aschendorfermoor liegt heute ein Acker, in dessen Boden sich die Spuren des Lagers archäologisch nachweisen lassen. Über dem Lager Alexisdorf steht die Siedlung Neugnadenfeld, über dem größten Teil des Lagers Dalum ein Gewerbegebiet, in dem die Trafostation und das Wachgebäude seit 2023 als Erinnerungsort »Lager XII Dalum« zugänglich sind. In Versen und Groß Hesepe reicht die Abfolge der Nutzungen bis in die Gegenwart, weil dort Lagerbaracken auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalten Meppen und Lingen stehen. In Oberlangen informiert seit 2014 ein Gedenkpavillon auf dem früheren Lagergelände, in Esterwegen erschließt seit 2011 die Gedenkstätte den Ort, den zuvor die Bundeswehr genutzt hatte. Die Gedenkstätte Esterwegen arbeitet heute an allen Standorten und unterrichtet dort mit Informationstafeln über die jeweilige Lagergeschichte.7 Diese bis heute nicht abgeschlossene Abfolge von Verfügungsgewalt, Nutzung, Überformung und schließlich Inobhutnahme durch die Gedenkstätte meint der Titel unseres Projekts, wenn er von einer »Konfliktlandschaft in Transformation« spricht. An einem Lagersystem, dessen Spuren so ungleich sichtbar sind, muss sich zeigen, ob ein Begriff trägt, der das Verhältnis von Spur und Deutung erfassen will. Denn an vielen Standorten stellt sich die Frage, was ein Schauplatz ohne sichtbare Spur noch bezeugen kann. Dieser Frage gehen wir im Emsland seit dem Projekt »Boden|Spuren« nach, das wir von 2020 bis 2022 mit der Gedenkstätte Esterwegen durchgeführt haben und dessen digitale Ausstellung die Spuren einzelner Lagerstandorte erschließt. ## Digitale Erschließung als Teil der Geschichtsproduktion Das laufende Projekt, das die Universität Osnabrück gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Gedenkstätte Esterwegen durchführt und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Programm PRO*Niedersachsen fördert, dehnt diese Erschließung auf das gesamte Lagersystem aus. In drei Kampagnen hat das Team um Imke Selle, die das Projekt als verantwortliche Mitarbeiterin umsetzt, alle fünfzehn Lagerstandorte und alle neun Lagerfriedhöfe in 360°-Aufnahmen dokumentiert, an mehreren Standorten zudem mit 3D-Scans und Drohnenbefliegungen. So liegt für ein weit verteiltes System, dessen Schauplätze im Gelände überwiegend nicht mehr als Lager zu erkennen sind, eine zusammenhängende digitale Anschauung vor. Das Vorhaben verbindet diese Forschung mit der Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer und mit der Gedenkstättenpädagogik, deren geschichtsdidaktische Seite Lale Yildirim vertritt. Das Projektteam bei der Digitalisierung verschiedener Lagerstandorte (Fotos: Marlene Schurig/Imke Selle) Was eine solche Anschauung leistet und wo sie an Grenzen stößt, haben Schüler:innen der Jahrgänge 11 und 12 des Gymnasiums Georgianum in Lingen erarbeitet, die im Juni 2025 in der Gedenkstätte Esterwegen die Rundgänge erprobt und um eigene Texte erweitert haben. Die Rundgänge, so ihr Befund, hätten ihnen räumlich vorstellbar gemacht, wie viele Lager es gab, den Besuch der Gedenkstätte könnten sie aber nicht ersetzen.8 Das digitale Angebot erschließt damit ein System, das sich an keinem einzelnen Standort ablesen lässt, ohne dem Geschichtsort selbst seine Bedeutung abzusprechen. Imke Selle mit den Schüler:innen in der Gedenkstätte Esterwegen (Foto: Niklas Eilers). Diese Frage nach dem Verhältnis analoger und digitaler Zugänge hat Imke Selle im Januar 2026 weiterverfolgt, als sie mit Studierenden zwei Exkursionen zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme organisierte, eine vor Ort, die andere als Online-Führung. In ihre Dissertation über »Praktiken der digitalen Produktion von Geschichtskultur am Beispiel der Emslandlager« bezieht sie die Praktiken unseres eigenen Projekts ein, denn wer Lagerstandorte vermisst, digitalisiert und zu Rundgängen fügt, greift in ihre Deutung ein. ## Wie geht es weiter? Drei laufende und anlaufende Vorhaben unterstreichen, welche Bedeutung das Emsland als Forschungsgegenstand für die Osnabrücker Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung hat. Im Oktober 2026 beginnt gemeinsam mit dem Emsland Moormuseum in Geeste das Projekt »Moorlandschaften als Interventionsräume« zur sozio-ökologischen Transformation des Bourtanger Moores zwischen 1945 und 2025. Es fragt, unter welchen Bedingungen demokratische Gesellschaften einen einmal eingeschlagenen Entwicklungspfad verlassen, einen Pfad, in dessen Vorgeschichte die Lager gehören, weil SS, SA und Justizverwaltung die Gefangenen von 1933 an zur Arbeit im Moor zwangen. Mit dem Landkreis Emsland erarbeiten wir derzeit ein Handbuch zur Geschichte des Emslandes in der NS-Zeit, das 2028 erscheinen soll. Auch die nächsten drei Bände der Reihe »Konfliktlandschaften« widmen sich dem Emsland: Die Bände 4 und 5 werden aus dem Emslandlager- und dem Moorlandschaften-Projekt hervorgehen, Band 6 wird, in Absprache mit der Gedenkstätte Esterwegen, die Friedhöfe der Emslandlager behandeln. Für den Begriff der Konfliktlandschaft ist das Emsland damit ein Prüfstand. Seine Lagerstandorte zeigen Überformungen jeder Art, vom Acker über das Gewerbegebiet bis zur Gedenkstätte, während das Projekt diese Überformung dokumentiert und ihr zugleich eine weitere, digitale Schicht hinzufügt. Ob der Begriff erklären kann, was ein Schauplatz ohne sichtbare Spur noch bezeugt und was eine digitale Anschauung neben dem Besuch am Ort zu leisten vermag, wird die Studie von Imke Selle zeigen, die sie voraussichtlich 2027 abschließt, wobei ihre Antwort auch die Rundgänge betreffen wird, die wir selbst hergestellt haben. * * * 1. Gedenkstätte Esterwegen: Kriegsgräberstätte Dalum, Abruf 24.09.2026. ↩ 2. Christoph Rass: Einleitung, in: ders. (Hg.): Der ›Hürtgenwald‹ im Kontext. Ereignishorizont, Erinnerungspolitik und Geschichtskultur (Konfliktlandschaften 3), Göttingen: V&R unipress / Universitätsverlag Osnabrück 2026; Research Revisited: Twelve Years of the Interdisciplinary Working Group Conflict Landscapes at the University of Osnabrück, Abruf 23.09.2026. ↩ 3. Rass (Hg.): Der ›Hürtgenwald‹ im Kontext (wie Anm. 2); Team NGHM: Out Now | Konfliktlandschaften Band 3: Der Hürtgenwald im Kontext, NGHM@UOS, 14.09.2026; Frank Möller: »Einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll unterlegen …?« Militaria-Literatur über den Zweiten Weltkrieg am Beispiel des Kriegsschauplatzes Nordeifel/›Hürtgenwald‹ (Konfliktlandschaften 2), Göttingen: V&R unipress 2022. ↩ 4. Karya 1943. Zwangsarbeit und Holocaust, Abruf 23.09.2026. ↩ 5. Gedenkstätte Esterwegen: Die Emslandlager, Abruf 28.09.2026; Sebastian Weitkamp / Martin Koers (Hg.): Hölle im Moor. Die Emslandlager 1933–1945, Göttingen: Wallstein 2025; David Reinicke: Die ›Moor-SA‹. Siedlungspolitik und Strafgefangenenlager im Emsland 1934–1942, Göttingen: Wallstein 2022. ↩ 6. Gedenkstätte Esterwegen: Lager XII Dalum, Abruf 24.09.2026; Gedenkstätte Esterwegen: Nachkriegsnutzung ab 1945, Abruf 29.09.2026. ↩ 7. Lea Horstmann / Imke Selle / Lina-Sofie Winkler: Abschluss der Digitalisierungkampagne im Projekt »Die Emslandlager als Konfliktlandschaft in Transformation« an den ehemaligen Lagerstandorten Versen und Groß-Hesepe, NGHM@UOS, 06.08.2024, https://doi.org/10.58079/12540; Boden|Spuren: Lager II Aschendorfermoor; Gemeinde Geeste: Erinnerungsort »Lager XII Dalum«; Gedenkstätte Esterwegen: VI Oberlangen und Die Emslandlager, Abruf 29.09.2026. ↩ 8. Imke Selle: Digital Public History-Workshop »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation«, NGHM@UOS, 29.07.2025, https://doi.org/10.58079/14g43. ↩ Christoph Rass Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Christoph Rass (6. Oktober 2026). Gewaltorte, Spuren und digitale Geschichtskultur | »Die ›Emslandlager‹ als Konfliktlandschaft in Transformation«, Osnabrück und Dalum, 24. und 25. September 2026. _NGHM@UOS_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://nghm.hypotheses.org/50946 * * * * * * * *
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18.05.1915: Leserbrief kritisiert geringe Beteiligung an der Unnaer Jugendwehr und fordert mehr Engagement unna1914.hypotheses.org/13145
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18.05.1915: Leserbrief kritisiert geringe Beteiligung an der Unnaer Jugendwehr und fordert mehr Engagement
> Eingesandt. In einer der letzten Nummern lasen wir einen Bericht über einen großen Tag der hiesigen militärischen Jugendwehr. Darin wurde, und mit Recht, der schneidigen Kamener Jugendwehr gedacht, die sehr stark angetreten war. Ja, eine stattliche Zahl! Ueber 200 waren angetreten. Und wie war es mit unserer Wehr? Ganze 80 Mann waren erschienen. Beim Marsche durch die Stadt sah man zahlreiche (gelinde gesagt) Drückeberger an den Straßen stehen. Da fragt man sich doch, wo ist das Pflichtgefühl der jungen Leute! Ist denn gar keine Begeisterung mehr für das Schöne und Gute in unserer Jugend vorhanden! Liegt es nicht auch an der Gleichgültigkeit der Eltern und Meister, daß der Wehr so wenig Interesse entgegengebracht wird? Wo ist unsere Jugend in dieser ernsten Zeit besser aufgehoben, und wo lernt sie besser Zucht und Ordnung kennen? Wo wird ihr Körper und Geist gekräftigt und gestählt? Wo wird die Kameradschaftlichkeit besser gepflegt? Hier gibt es keinen Klassenunterschied. Hier heißt es: Einer für alle, alle für einen, und alle einträchtig zusammen in der Arbeit fürs teure Vaterland! Was in andern Orten (z. B. Kamen) geschehen kann, sollte es in Unna nicht möglich sein? Das soll und muß anders werden! Ihr jungen Leute zeigt, daß es Euch mit der Arbeit für das Vaterland bitterer Ernst ist: zeigt, daß Ihr Euch der Feldgrauen draußen in Feindesland würdig zeigen wollt. Ihr Eltern und Lehrherrn, haltet Eure Söhne und Lehrlinge an, an dem schönen Werke mit zu arbeiten. Auch Ihr alten Leute, die Ihr des Königs Rock getragen habt, stellt Euch der Jugend zur weiteren Ausbildung zur Verfügung. Dann wird auch die Unnaer militärische Jugendwehr wachsen, blühen und gedeihen, daß jeder Unnaer stolz auf sie sein kann! > > Hellweger Anzeiger Nr. 114, Unna, Dienstag, 18. Mai 1915, S. 3. Leonard Dorn Leonard Dorn ist Doktorand am Deutschen Historischen Institut Paris. In seiner Doktorarbeit untersucht er Räume, Praktiken und Akteur:innen der Kriegsgefangenschaft… Weiterlesen Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Leonard Dorn (7. Oktober 2026). 18.05.1915: Leserbrief kritisiert geringe Beteiligung an der Unnaer Jugendwehr und fordert mehr Engagement. _Hellweg-Armageddon_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://unna1914.hypotheses.org/13145 * * * * * * * *
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KI und Geschichtsbewusstsein in der Arbeitspraxis archivalia.hypotheses.org/270484
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KI und Geschichtsbewusstsein in der Arbeitspraxis
Von Jannik Müller Wenn wir uns mit der Geschichte als solche befassen, versuchen wir uns i.d.R. an einer Sinnbildung über Zeiterfahrung. Unser historisches Denken ist dabei strukturell stets perspektivisch-selektiv, interessengeleitet und identitätsgebunden. Bei der Bildung historischer Narrative ergeben sich daher an verschiedensten Stellen unseres Arbeitens Probleme: In der Quellen- und Literaturrecherche befinden wir uns zwangsweise in einem Auswahlprozess, in welchem wir, gleichermaßen unterstützt durch fachliche Kompetenz wie auch durch persönlichen Befund, Entscheidungen zur Wichtigkeit einzelner Werke entrichten. Ist dann der Forschungsstand ermittelt und das passende Quellenmaterial gesichtet, ergibt sich im weiteren Schritt das Problem der (Re-)Konstruktion: Um die behandelte Vergangenheit darzustellen, müssen wir konkret selektieren, herausheben, Zusammenhänge herstellen und Sachverhalte voneinander abtrennen. Aufgrunddessen kommen wir zuletzt in der Sinnbildung nicht darum herum, dem Thema unseres Interesses wertend und bewertend eine Bedeutung und Wahrhaftigkeit zuzuschreiben, an welcher wir selbst als Auswählende und Konstruierende mitgewirkt haben. Diese Tatsache des geschichtlichen Denkens, die auch in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Disziplin allgegenwärtig ist, hat das Potential, den Objektivitätsanspruch einer Arbeit maßgeblich zu schmälern. Der Einzug Künstlicher Intelligenz in die geschichtswissenschaftliche Arbeitspraxis verspricht in dieser Hinsicht Abhilfe. Durch die Beanspruchung von Large Language Models ist ein schneller Einstieg ins Thema, sowie ein weitläufiger Überblick bezüglich Fachliteratur und Quellen im Handumdrehen möglich. Mit wenig Eigenleistung gelingt die Ermittlung eines Forschungsstands, der womöglich sogar den Tücken einer manuellen Selektion durch den Historiker/die Historikerin entgeht. Bei der Konstruktion von Vergangenheit und der dafür erforderlichen Quellen- und Literaturarbeit helfen Dienste wie NotebookLM, die dank Retrieval-Augmented Generation (RAG), im Gegensatz herkömmlichen Künstlichen Intelligenzen wie ChatGPT, systemintern mit vom Nutzer hochgeladenen Material oder anderen verifizierten Quellen arbeiten, und somit sogar der Problematik der viel beklagten Halluzinationen und der damit verbundenen Ungenauigkeit erfolgreich begegnen. Die KI-Plattform Transkribus verwandelt Handschriften durch Texterkennung in bearbeitbare Dokumente und sorgt für eine schnellere Aufarbeitung. Insgesamt ist durch diese Hilfsmittel also eine sinnvolle Erschließung von Quellen und Literatur möglich. Über den Aspekt der Erleichterung der Workload hinaus hat der Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiterführend auch das Potenzial, geschichtswissenschaftliche Praxis von genau den unerwünschten Strukturmerkmalen historischen Denkens zu befreien, die einer möglichst objektiven und wissenschaftlichen Betrachtung vordergründig im Wege stehen: Sie eliminiert den Faktor Mensch, der ja nunmal aufgrund seiner Position im Hier und Jetzt stets rückblickend, hypothetisch und identitätsgebunden denken muss. Wir können diesen Prozess der Aneignung geschichtlichen Wissens so also effizienter und produktiver gestalten. An der Schwelle von der Einordnung zur Deutung müssen wir jedoch aufpassen, dass uns diese bis jetzt so stromlinienförmige Arbeitsweise nicht in den Rücken fällt: Wir sind nun mit dem Problem der Sinnbildung konfrontiert. Dieser Schritt erfordert uns einiges ab: Er verlangt, dass wir problematisieren, einordnen und mitunter auch vorangegangene Wissenskonstruktionen kritisch begegnen. Um dazu in der Lage zu sein, benötigen wir alles andere als Objektivität: Wir müssen uns, ganz im Gegenteil, unserer eigenen Identitätsgebundenheit und Perspektivität bewusst sein und aus ihr heraus handeln, um neue Erkenntnisse zu erlangen. Wenn wir also die Strukturmerkmale unseres historischen Denkens, die wir vor unserem Gespräch mit der KI an der Tür abgegeben haben, beim Gehen an der Garderobe vergessen, dann führt das dazu, dass unser Endergebnis trotz aller gewonnenen Gründlichkeit leidet. Denn all die Aspekte des historischen Denkens, die das geschichtswissenschaftliche Arbeiten in den ersten Schritten ungenau und in gewisser Weise angreifbar machen, sind zwingend notwendig, um letzten Endes aus der Überfülle des verfügbaren historischen Materials sinnvolle Deutungen und Kontextualisierungen zu produzieren. Klaus Graf Historiker und Archivar, Blogger Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Klaus Graf (7. Oktober 2026). KI und Geschichtsbewusstsein in der Arbeitspraxis. _Archivalia_. Abgerufen am 7. Oktober 2026 von https://archivalia.hypotheses.org/270484 * * * * * * * *
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Ringvorlesung „Digital Humanities im Fokus“ | DHd-Blog
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Stellenausschreibung: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in für die semantische Erschließung von KI-Trainingsdaten (m/w/d) dhd-blog.org/?p=24309
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1 wissenschaftliche*r Projektmitarbeiter*in (Prae-Doc) (w/m/d), Universität Wien dhd-blog.org/?p=24314
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3. Oktober 1626: Die sächsischen Soldaten wollen nach Hause dkblog.hypotheses.org/6971
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3. Oktober 1626: Die sächsischen Soldaten wollen nach Hause
Für Kursachsen war der Krieg im Verlauf des Jahres 1626 bedrohlich nahe gekommen. Letztlich hatte das Territorium aber Glück gehabt, die Operationen der verschiedenen Kriegsparteien hatten sich andernorts abgespielt. Trotzdem hatte man sich auf Kämpfe vorbereitet und dafür auch die Landesdefension aktiviert, d.h. kursächsische Untertanen waren zur Verteidigung des Landes aufgeboten worden. Bereits im Sommer zeigte sich, daß diese Maßnahmen negative Auswirkungen hatten; die Beschwerden über das sogenannte Defensionsvolk nahmen zu1. Dennoch blieb Kursachsen vorsichtig und behielt die Landesdefension bei. Im Herbst zeigte sich abermals, daß die Verteidigungsfähigkeit des Landes ihren Preis hatte. Am 3. Oktober 1626 meldete sich die gesamte Kompagnie, die zum Schutz der Stadt Liebenwerda eingesetzt war, bei dem zuständigen Oberst Schwalbach und klagte über die mittlerweile als unzumutbar empfundenen Bedingungen für den Waffendienst2. Ausgangspunkt war die lange Dauer des Dienstes. Mittlerweile befanden sich die sächsischen Defensionisten ganze 32 Wochen bei der Landesverteidigung, hatten dabei „inn Besatzung gelegen, Vnser zugk vnd wache, wie solches getreuen Vnterthanen geziemet, vorsehen vnd vorrichtet“. Während dieser Zeit aber hätten „Vnssere Wärckstätten ledig gelegen“, d.h. sie selbst hätten keinerlei Verdienst erzielen können, um ihre Familien zu ernähren. Es gab zwar eine Besoldung für die Landesverteidigung. Doch wie es in der Supplik hieß, hätten die Landesdefensionisten „nur 1 f in 7 wochen bekemmen“3. Deswegen hätten „die Vnserigen daheime von der Schnur zehren“ müssen, also auf die Rücklagen zurückgreifen müssen. Erwähnt wurde sogar, daß manche Frauen „theils Jhre Kleider von ihren Leibe verkauffen“ mußten, um damit „das trockene Brodt zuerkauffen“, das sie ihnen, ihren Männern, „haben nach schicken mußen“. Darüber hinaus war jetzt zum Michaelistag, also dem 29. September, ein weiterer Steuertermin fällig. Dies verschärfte die Situation der Familien, deren Männer bei der Landesdefension tätig war, nochmals. Die Landesverteidiger wiesen darauf hin, daß sie sich nun darum kümmern müßten, „Damitt wir [..] Etwas bey andern Leuten auf gnugsame Caution vnd verpfendung Vnserer Gutter /:welches Jnn Vnserm abwesen Gerichtlichen nicht gescheen kann:/ auf zinse nehmen, vnd also vnserm Gnedigst: Herren seine pflichtschuldige tributa abtragen“ können. Genau deswegen bat die gesamte sächsische Kompagnie von Liebenwerda, man wolle sie nach Hause ziehen lassen, damit sie ihre Familien „aufn Jnstehenden Winter mitt Holtz vnd Brodt […] turftig versehen mögen“. Ein weiteres Argument flochten die Petenten noch in ihre Supplik ein, wenn sie an der Stelle von „Vnsern ehelichen pflichten“ sprachen, womit an der Stelle vor allem die Fürsorgepflicht für Frau und Kinder gemeint war: genau diese stellten sie an der Stelle ihrer Untertanenpflicht gegenüber. Denn wenn sie sich nicht weiter kümmern könnten, „mußen wir gantz zu Bettler werden, vnnd zugrunde gehen.“ Wie diese Bitte am Ende beschieden wurde, ist nicht ersichtlich. Der angesprochene Oberst konnte das Ansuchen der „Compony“ von Liebenwerda sicher nicht allein entscheiden, sondern mußte dafür am kurfürstlichen Hof Rücksprache halten. Bemerkenswert war sicherlich, daß der Dienst für das eigene Land die Untertanen keineswegs davon entband, die üblichen Steuern aufzubringen: daß sie in der Zeit aber kaum wirtschaften und somit die ökonomische Grundlage für die Steuerzahlung erwerben konnten, wurde als Problem nicht angesprochen; auch die Petenten selbst stellten die Rechtmäßigkeit dieser Steuerforderung nicht in Frage. Insgesamt zeigte das Beispiel, welche Belastungen militärische Aufwende für ein Territorium nach sich zogen, selbst wenn gar keine Söldner aufgeboten wurden. Das Defensionswerk zu mobilisieren, galt eigentlich als preiswerte Alternative zum Söldnerheer. Das Beispiel der Landesverteidiger von Liebenwerda zeigte allerdings, daß auch dieser Ansatz erhebliche Kosten verursachte, die die Lebensbedingungen der Untertanenschaft erschwerte. 1. 21./23. Juli 1626: Kriegsbelastungen im Amt Belzig und in Wittenberg. _dk-blog_. Abgerufen am 4. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/16lq7 . [↩] 2. Kompagnie zu Liebenwerda an Johann Melchior von Schwalbach, kursächsischer Oberst der Artillerie, Wittenberg 3. Oktober 1626, Hauptstaatsarchiv Dresden, Geheimer Rat, Locat 9210/1: 61. Buch, Kriegswesen im Reich fol. 225-225‘ Ausf. [↩] 3. Also einen Gulden; wahrscheinlich ist aber ein Reichstaler gemeint. [↩] Michael Kaiser Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Michael Kaiser (6. Oktober 2026). 3. Oktober 1626: Die sächsischen Soldaten wollen nach Hause. _dk-blog_. Abgerufen am 6. Oktober 2026 von https://dkblog.hypotheses.org/6971 * * * * * * * *
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Feldpost von Pfarrer Harry Weisberg an Oberkirchenrat Schlingensiepen blog.archiv.ekir.de/2026/10/06/feld…
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Feldpost von Pfarrer Harry Weisberg an Oberkirchenrat Schlingensiepen
Feldpostbriefe stellen eine vielbeachtete Quelle innerhalb der Disziplin der Geschichtswissenschaft dar. Umso wichtiger erscheint es, den Charakter dieser Dokumente richtig zu erfassen. Dr. Stefan Flesch berichtete bereits in „Feldpost und sonstige Kriegskorrespondenz im Archiv der EKiR„, dass die regulären Feldpostbriefe in allen Kriegen einer rigiden Zensur mit ggf. scharfen Verfolgungsmaßnahmen unterlagen. Zumal wurde die Feldpost in den Jahren1939-1945 unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Staates weiter verschärft. Umso erstaunlicher erscheint der Brief von Pfarrer Harry Weisberg an Oberkirchenrat Schlingensiepen vom 1. März des Jahres 1944, welcher durchaus kritische Töne anklingen lässt. Der Brief findet sich im Bestand „6HA002 – Oberkirchenrat Johannes Schlingensiepen„. Wie besonders diese Form des Dokumentes ist zeigt sich auch anhand des Findbuches, wo sich folgendes Zitat finden lässt: _„Die Feldpostbriefe wie auch die Briefe der Nachkriegszeit geben Auskunft über die persönlichen Lebensumstände des Schreibers, so z.B. über seinen Gesundheitszustand, seine Familie, seine Fronterlebnisse, seine Nöte als Seelsorger, seine Sorgen hinsichtlich der Gemeinde, usw. Stellungnahmen zur Lage der Bekennenden Kirche, zum Nationalsozialismus, zum Krieg, usw. sind rar.“_ 6HA002 – Oberkirchenrat Johannes Schlingensiepen Im Egodokument des Pfarrers finden sich sowohl Angaben bezüglich seiner Familie und seiner Gesundheit als auch kritische Stimmen zum Krieg. Eine weitere Besonderheit ist, dass auch konkrete Ortsangaben getroffen werden, sodass der Einsatzverlauf von Herrn Weisberg teilweise rekonstruiert werden kann. Folglich formuliert Pfarrer Weisberg bereits in der Einleitung, wie sehr er bedaure, dass die früheren Verbindungen so sehr unterbrochen werden durch diesen _„bösen“_ Krieg. Weiter berichtet Weisberg von der Taufe seines zweiten Kindes, welches in seiner Anwesenheit getauft werden konnte. Interessant erscheint auch, dass der Feldpostbrief zum einen Aussagen über die Gesundheit des Pfarrers enthält und zum anderen auch konkrete Orte inkludiert. So schrieb Weisberg: _„Am 3. Dezember kam ich nach einem Schuß durch das rechte Unterarmgelenk vom Brückenkopf Nikopol weg (nachdem ich im Oktober noch rechtzeitig von der Krim weggekommen war!)“ und zurück – und war dann vom 20.12. bis zum 2.2. im Lazarett im Erzgebirge.(…)“_ Nach Aufenthalten im Lazarett und einem Urlaub, müsse der Pfarrer wieder zurück bei seinem Ersatztruppenteil sein. Im weiteren Verlauf wird der Wunsch eines raschen Kriegsendes geäußert. So findet sich folgende Aussage: _„Hoffentlich setzt GOTT diesem Kriege bald ein Ende. Möchte er doch Seine Hand ausrecken und Seine erklärten Feinde demütigen und ganz entmächtigen, damit seine Gemeinde nicht weiter zerstört werde und sein Wort in allen Ländern frei verkündigt werden kann! (…)“_ Des Weiteren wusste wusste Pfarrer Weisberg scheinbar von der „Bedrängung“ der Kirche durch die Nationalsozialisten. So spricht er Jene selig, die _„um des Evangeliums willen leiden“_. Weiter führt er aus, dass dazu wohl die „ _meisten Diener am Wort zu rechnen“_ wären, welche _„heute noch in ihren Gemeinden das Wort verkünden. (…)“_ Weisberg ist hierbei bewusst, dass die Geistlichen _„Schmähungen“_ und _„Nachstellungen“_ ausgesetzt sind. 6HA002 – Oberkirchenrat Johannes Schlingensiepen
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Im Zimmer meines Bruders. (Hors Jeu/Ausser Spiel #03) spielkult.hypotheses.org/9617
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Im Zimmer meines Bruders. (Hors Jeu/Ausser Spiel #03)
## _von Amir H. Yassari_ _Erklärende Worte zurHors-Jeu/Ausser-Spiel-Reihe (von Eugen Pfister): Ich fange gerne Antragstexte, manchmal auch Papers mit der Erklärung an, dass digitale Spiele mittlerweile kein Randphänomen sind. Fast zwei Drittel der Bevölkerung spielen in der einen oder anderen Form regelmässig digitale Spiele. Milliardengeschäft und so weiter. Zugleich spielen aber nur wenige meiner Kolleg*innen und Freund*innen, die eben nicht gerade zu Spielen arbeiten. Das fand ich bemerkenswert und hab einige vor Kurzem gebeten mir einen Text im Format ihrer Wahl zu schreiben, in welchem Sie über Spiele nachdenken. Ganz ohne Spiele gibt es keine Biographie. Es folgt ein sehr schöner Text von meinem Schulfreund Amir Yassari. Mit ihm habe ich Stunden über Stunden Anfang der 1990er Jahre gemeinsam auf dem Computer seines Bruders Sid Meiers Pirates und The Secret of Monkey Island gespielt. Und ohne ihn hätte ich deshalb wohl nie meine Diplomarbeit über Kulturtransfer und Piraterie geschrieben:_ Ich finde es interessant, einmal zurückzublicken und zu fragen, was Computer und Computerspiele eigentlich für uns waren. Nicht danach was sie heute für uns sind – allgegenwärtige Geräte, Arbeitsmittel, Kommunikations- und Unterhaltungsmaschinen –, sondern wie es sich angefühlt hat, als sie plötzlich in unser Leben kamen. Ich muss ungefähr zehn Jahre alt gewesen sein, als ich zum ersten Mal einen „richtigen“ Computer aus nächster Nähe sah. Mein älterer Bruder hatte einen Sommer in den USA verbracht und kam mit einem IBM 186 [Anm. EP: wahrscheinlich ist ein 80286 Intel Prozessor gemeint. Computer mit dem Chip wurden oft “286er” genannt.] zurück. Schon die Ankunft des Gerätes hatte etwas Exotisches. Ich erinnere mich auch daran, dass es gar nicht so einfach war, einen Elektroladen zu finden, der uns helfen konnte einen amerikanischen Stromanschluss und das österreichische Stromnetz zusammenzubringen. Heute klingt das banal. Damals verstärkte es nur den Eindruck, dass da etwas ganz Besonderes aus einer anderen Welt bei uns angekommen war. Der Computer thronte schließlich auf dem Schreibtisch meines Bruders. Und „thronte“ ist schon das richtige Wort. Er gehörte zunächst eindeutig ihm. Er war nicht jederzeit zugänglich, nicht selbsterklärend und schon gar nicht etwas, das man einfach einschaltete und intuitiv bediente. Mein Bruder studierte damals Medizin. Anfang der 1990er-Jahre war ein Computer für einen Medizinstudenten noch keineswegs das alltägliche Arbeitsgerät, das er heute ist. Also wurde an diesem Computer, zumindest in meiner Erinnerung, deutlich weniger gearbeitet als gespielt. Und ich durfte zuschauen. Das war vielleicht genauso wichtig wie die Spiele selbst. Als kleiner Bruder sitzt man daneben und beobachtet den Großen. Man versteht zunächst nicht genau, was er macht. Man weiß nur, dass er offenbar Zugang zu einer Welt hat, deren Regeln man selbst noch nicht kennt. Irgendwann begann mein Bruder, mich langsam in diese Welt einzuweihen. > c: > \ > Verzeichnisse > copy *.* > exe Befehle, die heute fast archaisch wirken, damals aber etwas Magisches waren. MS-DOS wurde langsam zu meinem Freund. Damit überhaupt etwas passierte, musste man wissen, was man tat. Ein Spiel zu starten war bereits eine kleine ritualisierte Handlungskette. Und dann gab es diese dünnen Scheiben, die man in eine schmale Öffnung schob und die dann im Inneren der Maschine verschwanden. In meiner Erinnerung wirkten Floppy Discs ein bisschen wie große, dunkle Kekse – dünn, empfindlich und irgendwie geheimnisvoll. Man schob sie vorsichtig in das Laufwerk, tippte die richtigen Befehle ein, wartete, hörte die Maschine arbeiten – und wenn alles funktionierte, öffnete sich plötzlich eine andere Welt. Windows war bei uns zu dem zeitpunkt noch nicht angekommen. Die berühmten „Fenster“ sah ich, wenn ich mich richtig erinnere, ein oder zwei Jahre später zum ersten Mal bei meinem Schulfreund Eugen. Das war beeindruckend: Symbole, Fenster, eine Maus – plötzlich konnte man Dinge anklicken, statt kryptische Befehle einzutippen. Es erschien mir fast futuristisch. Natürlich war der IBM nicht meine allererste Begegnung mit Computerspielen. Schon einige Jahre zuvor gab es den Atari, den Commodore 64 und später den Amiga. Ich erinnere mich an Oil Imperium – für mich als Kind iranischer Eltern natürlich allein wegen des Themas ein besonderes Highlight –, an die Olympischen Spiele, an Strategiespiele und an die frühen Formen dessen, was später zu den großen Shooting Games werden sollte. Aber der IBM meines Bruders war noch etwas anderes. Vielleicht lag es daran, dass er direkt aus den USA gekommen war. Vielleicht daran, dass er so kompliziert und unzugänglich erschien. Vielleicht lag es auch daran, dass er im Zimmer meines großen Bruders stand und dadurch automatisch eine besondere Aura gewann. Wahrscheinlich war es die Kombination aus all diesen Dingen. Denn wenn ich heute an diese frühen Computerspiele denke, denke ich nicht nur an Pixel, Disketten oder MS-DOS-Befehle. Ich denke an das Zimmer meines Bruders. Ich denke daran, neben ihm zu sitzen und ihm stundenlang zuzusehen. Ich denke an dieses besondere Verhältnis zwischen großem und kleinem Bruder: Der eine kann etwas, weiß etwas, darf etwas – und der andere möchte unbedingt dazugehören. Irgendwann durfte ich nicht mehr nur zusehen. Ich durfte selbst und alleine spielen. Wenn nach all den Befehlen und dem Rattern des Computers endlich ein Spiel startete, muss das im Gehirn eines Elf- oder Zwölfjährigen eine beachtliche Flut an Dopamin ausgelöst haben. Dieser Moment, als der Bildschirm wechselte und man wusste: Jetzt geht es los. Auch Freunde gehörten dazu. Wenn Schulfreunde kamen und wir gemeinsam vor dem Computer saßen, war das ein Ereignis. Im Grunde beobachte ich heute etwas sehr Ähnliches bei meinen eigenen Söhnen. Wenn ihre Schulfreunde ins Haus stürmen, um gemeinsam auf der Konsole Rugby oder Fußball zu spielen oder sich in Minecraft verlieren, erkenne ich etwas wieder. Die Technik ist eine andere. Die Grafik ist kaum vergleichbar. Alles ist schneller, vernetzter und professioneller. Aber das soziale Erlebnis ist erstaunlich ähnlich. Man sitzt zusammen. Man fiebert mit. Man diskutiert. Man lacht. Man ärgert sich. Einer spielt, die anderen kommentieren. Und vielleicht werden sich auch meine Söhne in dreißig oder vierzig Jahren weniger an die genaue Grafik eines Spiels erinnern als an das Zimmer, in dem sie saßen, und an die Menschen, die neben ihnen waren. Unter all den Spielen meiner Kindheit gibt es eines, das mich bis heute begleitet: Sid Meier’s Civilization. Vor zwei Wochen habe ich wieder viel zu viele Stunden damit verbracht und wieder viel zu oft diesen inneren „One more turn“-Button gedrückt. Nur noch eine Runde. Nur noch schnell diese Stadt ausbauen. Nur noch diese Technologie erforschen. Nur noch schauen, was der Gegner macht. Und plötzlich ist eine weitere Stunde vergangen. Das erste Civilization war für mich damals unglaublich. Die Idee, eine Zivilisation über Jahrtausende hinweg zu entwickeln, Städte zu gründen, Technologien zu erforschen und Diplomatie zu betreiben, hatte etwas völlig Neues. Bis heute hat das Spielprinzip für mich nichts von seiner Faszination verloren. Inzwischen sind wir bei Civilization VII. Vieles hat sich verändert. Die Grafik natürlich, aber auch die Mechaniken, das Zeitalter und die Art, wie das Spiel Geschichte interpretiert. Und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges, wenn ich es starte. Wenn ich heute als Xerxes versuche, die Welt zu erobern – und am Ende trotz aller guten diplomatischen Vorsätze doch wieder irgendwo einen Krieg anfange –, spiele ich nicht nur ein modernes Computerspiel. Für einen kurzen Moment bin ich wieder der Junge im Zimmer meines Bruders. Das ist vielleicht das Faszinierendste an den Spielen, die uns über Jahrzehnte begleiten. Sie sind nicht einfach nur Unterhaltung. Sie können zu einer Art von Speicher werden. Bestimmte Geräusche, Bilder oder Spielmechaniken öffnen plötzlich Türen, von denen man gar nicht wusste, dass sie noch existieren. Bei Musik kennen wir dieses Phänomen gut. Ein Lied läuft im Radio, und innerhalb weniger Sekunden sind wir wieder sechzehn, stehen auf einer bestimmten Party oder sitzen in einem bestimmten Auto. Gerüche können das Gleiche auslösen. Und offenbar können es auch Computerspiele. Civilization ist für mich eine Zeitmaschine. Wenn ich heute spiele, führt eine unsichtbare Brücke zurück in die frühen 1990er-Jahre. Zurück zu MS-DOS und Floppy Disks. Zurück zu einem Computer, der aus Amerika gekommen war und auf dem Schreibtisch meines Bruders stand wie ein Gegenstand aus der Zukunft. Zurück zu den Stunden, in denen ich daneben saß und zusah. Zurück zu Schulfreunden, die vorbeikamen. Zurück nach Nussdorf und in eine alte Heimat, die heute in dieser Form nicht mehr existiert. Vielleicht liegt genau darin die besondere Kraft dieser frühen Spiele. Wir erinnern uns nicht nur an sie. Wir erinnern uns durch sie. Heute kann ich Civilization auf einem Rechner spielen, dessen Leistungsfähigkeit für mein elfjähriges Ich vollkommen unvorstellbar gewesen wäre. Ich kann mit wenigen Klicks eine Welt starten, die technisch und grafisch kaum noch etwas mit dem ersten Civilization gemeinsam hat. Und trotzdem sitzt irgendwo in diesem modernen Spiel noch der kleine Junge neben seinem großen Bruder. Vielleicht drücke ich deshalb alle paar Monate wieder auf „New Game“.Und danach, natürlich, noch einmal auf: One more turn. * * * Amir H. Yassari, Dr. med. univ. MSc., ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE). Dort leitet er den Arbeitsbereich für Angst- und Zwangsstörungen sowie die Ambulanz für Sportpsychiatrie. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Groningen und Paris studierte er Medizin in Wien und absolvierte einen Master in neurowissenschaften am King’s College in London. Seit 2013 ist er am UKE klinisch, wissenschaftlich und in der Lehre tätig. Seine Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit der Weiterentwicklung psychotherapeutischer Behandlungsmethoden und der Frage, wie neue technologien therapeutisch sinnvoll eingesetzt werden können. Dazu gehören unter anderem Virtual Reality (VR), neue intensive Therapieformate sowie die Erforschung der Wirkung von Musik und Klangstimulation auf depressive Symptome. Gemeinsam mit Prof. Jelinek etablierte er die Kompaktbehandlung B4DT erstmals im deutschsprachigen Raum. An der Schnittstelle von Psychiatrie, Technologie und digitaler Kultur interessiert ihn insbesondere, wie virtuelle Welten, digitale Medien und interaktive Erfahrungen unser Erleben und Verhalten beeinflussen – und welches therapeutische Potenzial darin liegen kann. Davon abgesehen war mir Amir Yassari ein guter Freund und Pirat Anfang der 1990er Jahre. * * * _Bild: Privat_ * * * _Empfohlene Zitierweise : _ Amir Yassari, “Im Zimmer meines Bruders (Hors Jeu/Ausser Spiel #03).” in: Spiel-Kultur-Wissenschaften, <http://spielkult.hypotheses.org/9617> 05.10.2026. Eugen Pfister Eugen Pfister leitet das SNF-Sinergia-Forschungsprojekt "Confoederatio Ludens" an der Hochschule der Künste Bern - HKB. Er forscht zur Ideengeschichte und… Weiterlesen Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Eugen Pfister (5. Oktober 2026). Im Zimmer meines Bruders. (Hors Jeu/Ausser Spiel #03). _Spiel-Kultur-Wissenschaft_. Abgerufen am 5. Oktober 2026 von https://spielkult.hypotheses.org/9617 * * * * * * * *
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Workshop: Gender & Archive – Sichtbarkeit und Leerstelle zwischen Sammlungspraxis und digitaler Infrastruktur | DHd-Blog
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Ach, Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026 | Visual History
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Getrennte Wege, geteilter Blick: Zur Geschichte der Visuellen Anthropologie fotografie.hypotheses.org/8709
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Getrennte Wege, geteilter Blick: Zur Geschichte der Visuellen Anthropologie
## Visuelle Zugänge zu Alltag und Kultur – Bilderwelten _von Katharina Schuchardt und Marsina Noll_ Obwohl die Visuelle Anthropologie als Forschungsfeld innerhalb der Volkskunde/Kulturanthropologie oft mit fotografischen Sammlungen assoziiert wird, besitzt sie ebenfalls einen ausgeprägten filmischen Schwerpunkt. Institutionell fokussiert sich die akademische Etablierung dieses Fachs vor allem auf Westdeutschland. Während sich dort nach dem Zweiten Weltkrieg feste Strukturen für den wissenschaftlichen Film herausbildeten, orientierte sich die Entwicklung im Osten des Landes in eine eher fotodokumentarische Richtung. Die Geschichte des ethnografischen Films ist nur wenig jünger als die der volkskundlichen Fotografie. Bereits im Jahr 1898 entstanden die ersten Filmaufnahmen im Rahmen einer Feldforschung. In dieser frühen Phase diente die Kamera als vermeintlich objektives Messinstrument. Im Fokus stand vor allem die Aufzeichnung von Bewegungsabläufen beispielsweise im Zusammenhang mit handwerklichen Tätigkeiten oder Ritualen. Diese einzelnen Szenen wurden anschließend ohne Narration oder dramaturgische Struktur collagenartig zusammengestellt. Evelyn Richter: Arbeiterin in Kittelschürze an einer Maschine, Deutschland zwischen 1960 und 1970 (ISGV, Bildarchiv, BSNR: 171137). Ihre Kontextualisierung erfolgte durch die Forschenden selbst, die während der Vorführung die Sequenzen kommentierten oder den passenden Text vorlasen. Erst Robert J. Flahertys Dokumentation „Nanook of the North“ aus dem Jahr 1922 markierte einen Wendepunkt für das Genre. Flaherty brach mit den unverbundenen Bildfragmenten der Pionierzeit und folgte einer klaren Dramaturgie. Obwohl er den beobachteten Alltag des Inuit Allakariallak und seiner Familie mit fiktiven Elementen verknüpfte, wird Flahertys Werk als der erste ethnografische Film bezeichnet. In den ersten Jahren nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde das narrative und kreative Potenzial des Mediums jedoch jäh beschnitten. Mit der Gründung der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm (RfdU) im Jahr 1934 ging der ethnografische Film im starren Konzept des „Lehrfilms“ auf. Jede experimentelle oder künstlerische Auseinandersetzung mit der Verschränkung von bewegtem Bild und Wissenschaft wurde unterbunden. Filme durften Objekte und deren Entstehungsprozesse fortan nur noch (vermeintlich) sachlich dokumentieren. Dieses starre Verständnis von filmischer Konstruktion prägte die Disziplin über Jahrzehnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spaltete sich diese visuelle Praxis entlang der deutsch-deutschen Grenze. Im Westen erlebte der ethnografische Film mit der Gründung des Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF) 1952 zwar einen enormen Aufschwung, verharrte jedoch lange im Korsett einer sachlich-nüchternen Dokumentation. Erst ab den 1980er-Jahren brachen Filmemacher wie Edmund Ballhaus mit dieser Tradition und öffneten den Raum für neue visuelle Fragestellungen und ästhetische Ansätze. Jörg Hennersdorf: Eine Kamera auf einem Stativ aus dem Fenster eines Dachgeschosses, Dresden 1990 (ISGV, Bildarchiv, BSNR: 209907). In der DDR hingegen existierte die Visuelle Anthropologie nie als eigenständiges universitäres Fach. Hier war es primär die Fotografie, die zum zentralen Erkenntnismedium der volkskundlichen Forschung avancierte, beispielsweise um historisch Gewachsenes vor der sozialistischen Umgestaltung visuell zu sichern. Die tiefe Verwurzelung dieser Dokumentationspraxis in der Forschung kann exemplarisch an den Beständen des ISGV-Bildarchivs abgelesen werden: In den 1950er-Jahren wurde die fotografische Arbeit an der 1937 begonnenen „Historischen Museumsdokumentation“ wiederaufgenommen und erweitert. 1962 erfolgte die großangelegte Inventarisierungsaktion historischer Siedlungen im ländlichen Raum „Alte Bauten im neuen Dorf“. Gerhard Joppich: Feldarbeit in Panschwitz, Panschwitz-Kuckau 1979 (Sorbisches Institut Bautzen, BSNR: 052942). Wie viel Bedeutung der Fotografie in der DDR beigemessen wurde, lässt sich auch an der Gründung und Förderung zahlreicher Fotoclubs und -zirkel nachvollziehen. So waren es vor allem die Amateurfotograf:innen, die jenseits der gängigen Bild- und Propagandaerzählung das visuelle Gedächtnis der ostdeutschen Gesellschaft prägten. Nach der Wende wurde die Tradition der Fotodokumentation fortgeführt; beispielsweise erfolgte Mitte der 1990er-Jahren eine Bestandsaufnahme baulicher Veränderungen im Kontext der politischen und gesellschaftlichen Transformation. Auch wurden traditionelle Handwerke wie die Korbflechterei oder die Pfefferkuchenherstellung fotografisch begleitet. In diesem Kontext finden sich in den ISGV-Beständen auch die ersten Gehversuche mit dem ethnografischen Film: In Bischofswerda wurde die Arbeit in einer Ziegelei dokumentiert, in der Ziegel noch in traditioneller Handarbeit hergestellt und gebrannt wurden. Dieses Filmprojekt konnte jedoch nie finalisiert werden. Jörg Hennersdorf: Ziegelei in Bischofswerda, Bischofswerda 1997 (ISGV, Bildarchiv, BSNR: 018746). Jörg Hennersdorf: In der Korbmacherei Rabe in Freiberg, Freiberg 1997 (ISGV, Bildarchiv, BSNR: 004096). Beide Wege der Visuellen Anthropologie, ob der des ethnografischen Films oder der der Fotodokumentation, hinterlassen ein reichhaltiges visuelles Erbe, das die Transformationen des 20. Jahrhunderts aus unterschiedlichen, aber sich möglicherweise ergänzenden Perspektiven dokumentiert. ## Quellen Sandra Eckardt, Torsten Näser, Ethnografisches Filmen, in: Christine Bischoff, Walter Leimgruber, Karoline Oehme-Jüngling (Hg.), Methoden der Kulturanthropologie, Bern 2014, S. 273-290. Wolfgang Fuhrmann, Ethnographie und Film in Deutschland. Anmerkungen zu einem vergessenen Teil deutscher Mediengeschichte, in: Harro Segeberg (Hg.), Referenzen. Zur Theorie und Geschichte des Realen in den Medien, Marburg 2009, S. 82-97. Nathalie Knöhr, Nadine Kulbe und Torsten Näser, _Das ist mal weg sonst. Es geht verloren_. Über die Erforschung eines Amateurfotoclubs, in: Volkskunde in Sachsen. Jahrbuch für Kulturanthropologie 33 (2021), S. 245-266. Torsten Näser, Film und Text. Ethnografische Wissensformate im Diskursvergleich, Berlin 2014. Thomas Overdick, Der volkskundliche »Klick«. Überlegungen zu einer visuellen Anthropologie, in: Vokus 2002, jg. 12 (2), S. 20-43. Marsina Noll Alle Beiträge anzeigen Katharina Schuchardt Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Marsina Noll, Katharina Schuchardt (5. Oktober 2026). Getrennte Wege, geteilter Blick: Zur Geschichte der Visuellen Anthropologie. _Bildsehen / Bildhandeln_. Abgerufen am 5. Oktober 2026 von https://fotografie.hypotheses.org/8709 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 05/10/2026
Koelhoffsche Chronik 1499 mittelalter.hypotheses.org/40190
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Koelhoffsche Chronik 1499
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Antiker Bergbau auf der Iberischen Halbinsel – 10-11/2026, Madrid www.toletum-network.com/2026/10/ant…
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Antiker Bergbau auf der Iberischen Halbinsel – 10-11/2026, Madrid
Túnel de evacuación de estériles de La Palombeira, Las Médulas (Foto: Brais Currás, EST-AP, IH del CSIC) **Vortragsreihe. Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter:**_«_ La explotación de los recursos minerales, metálicos o de cualquier otro tipo, ha formado parte de las actividades de la sociedad desde las más tempranas edades. A lo largo del tiempo ha ido evolucionando al paso que marcaban las comunidades que los utilizaban, de forma que de un uso casi esporádico se pasó a su utilización como bien de prestigio personal o comunitario; su transformación, cada vez más elaborada, desembocó en unas prácticas tecnológicas que se convirtieron en indicadores del avance y progreso material de las diferentes culturas. **Uno de los territorios más propicios para estudiar arqueológicamente ese desarrollo es sin duda la Península Ibérica, por la riqueza y diversidad de minerales que contiene. Durante la República y el Alto Imperio romano la tecnología minera alcanzó un florecimiento sinigual, a la par que se producía la progresiva integración peninsular como provincias hispanas.** Dentro de una global explotación de sus recursos, los _metalla_(minas y canteras) de Hispania abastecieron de plata, plomo, cobre, hierro y oro a buena parte del mundo mediterráneo. Esa actividad, en la que también hay que incluir entre otros el minio, el espejuelo o el mármol, influyó decisivamente en la articulación y ordenación de todo el territorio peninsular _**.** »_ Mit Beiträgen u.a. von **– Francisco J. Sánchez-Palencia**(Profesor vinculado _ad honorem_ , CSIC – IH), _Y nunca ninguna tierra ha producido tal cantidad de oro, plata, cobre o hierro_ _** **_**– Juan Antonio Antolinos Marín**(Arqueólogo, Cartagena), _La producción de plomo y plata en el territorio de Carthago Noua durante los siglos II-I a.C._ **– Luis Arboledas Martínez**(Universidad de Granada), _Sierra Morena, venero de metales de la Hispania romana_ _ _**– Aquilino Delgado Domínguez**(Museo de Riotinto), _La explotación de los minerales complejos de la Faja Píritica Ibérica_ _ _**–** **Francisco J. Sánchez-Palencia** (Profesor vinculado _ad honorem_ , CSIC – IH),_El oro de Asturia, Galaecia y Lusitania** **_**–** **Almudena Orejas Saco del Valle** (Profesora de investigación del CSIC)_, Organización y ordenación de los territorios mineros de Hispania_ _** **_ **5. Oktober bis 30. November 2026, 18-20h** **Organisation:** Francisco J. Sánchez-Palencia (Profesor vinculado _ad honorem_ , CSIC – IH) **Veranstaltungsort:** Museo Arqueológico Nacional; c/ Serrano, 13; 28001 Madrid, Salón de actos **Programm:**www.man.es/man/actividades/…
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 04/10/2026
Call for Papers! – transmortale XVI März 2027 friedhofsfreunde.blogspot.com/2026/…
friedhofsfreunde.blogspot.com
Call for Papers! - transmortale XVI März 2027
__ Die _transmortale XVI_ – Neue Forschungen zu Sterben, Tod und Trauer findet am 20. März 2027 im Museum für Sepulkralkultur (Kassel). Wie verändern sich unsere Vorstellungen von Sterben, Tod, Trauer und Gedenken? Die transmortale XVI lädt Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen dazu ein, aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen, neue Perspektiven zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Beiträge als Vortrag oder Poster können bis zum 31. Oktober 2026 eingereicht werden. Die Auseinandersetzung mit dem Tod begleitet die Menschheit seit Anbeginn ihrer Tage. Er ist ein Problem der Lebenden, weshalb alle wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit dem (Zusammen-)Leben der Menschen befassen, auch Berührungspunkte mit den Themen Sterben und Tod, Abschied und Gedenken, Endlichkeit sowie den Versuchen haben, das Unvermeidliche zu bewältigen. Die Themen Sterben, Tod und Trauer sind in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der fächerübergreifenden Forschung gerückt. Disziplinen wie Archäologie, Ethnologie, Kulturanthropologie oder Kunstgeschichte beschäftigen sich seit jeher mit Gräbern und Begräbnisplätzen. Inzwischen interessieren sich jedoch ganz unterschiedliche Disziplinen für den Wandel der Trauer- und Bestattungskultur, zum Beispiel die Soziologie, Psychologie, Geschichte, Medizin, Medizingeschichte, Philosophie und Ethik, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Geschlechterforschung sowie Kultur- und Medienwissenschaften. _ Neue Perspektiven, lebendige Diskussion _ Der Workshop transmortale bietet eine Plattform für das Forschungsfeld Sterben, Tod und Trauer. Er richtet sich an Wissenschaftler:innen, die sich in der Abschlussphase einer Qualifikationsschrift befinden, aber auch an Postdocs und andere interessierte Forschende. Ihnen wird die Möglichkeit gegeben, neue Perspektiven zu entwerfen und sie in größerer Runde zu diskutieren. Ziel ist eine interdisziplinäre Auseinandersetzung, die empirische und theoretische Ansätze zusammenführt und einen intensiven Austausch eröffnet. Die transmortale findet jährlich statt und wird 2027 zum sechzehnten Mal veranstaltet. Tagungssprache ist Deutsch, es sind aber auch englischsprachige Beiträge möglich. Für Referierende werden die Kosten für maximal eine Übernachtung und die Verpflegung während der Tagung übernommen. _Sie wollen dabei sein?_ Wenn Sie Interesse haben, Ihr Forschungsprojekt in einem Vortrag/einer Präsentation (max. 20 Minuten) oder in Form eines Posters vorzustellen, senden Sie Ihren Themenvorschlag bitte bis zum 31. Oktober 2026 (mit Abstract von max. einer Seite inkl. Curriculum Vitae) an die **folgende E-Mail-Adresse: niedermeyer@sepulkralmuseum.de** _Wer und wo?_ Die transmortale XVI wird vom Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur, Kassel, und dem Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Hamburg in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Bestattungskultur veranstaltet. Sie findet am Samstag, dem 20. März 2027, als Präsenzveranstaltung im Museum für Sepulkralkultur, in der Weinbergstraße 25–27 in 34117 Kassel statt. Am Freitagabend, dem 19. März 2027, wird es Gelegenheit geben, die Ausstellung des Museums durch eine Führung kennenzulernen.
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I Will Always Love You. Die Wahl in Sachsen-Anhalt, Dolly Parton und die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit geschichtedergegenwart.ch/i-will-al…
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I Will Always Love You. Die Wahl in Sachsen-Anhalt, Dolly Parton und die Sehn­sucht nach Gemeinsamkeit
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Gesammelte Predigten vom 3. Oktober 1990 blog.archiv.ekir.de/2026/10/03/gesa…
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Gesammelte Predigten vom 3. Oktober 1990
Beim Anlegen einer thematischen Sammlung im Archiv ist es manchmal gar nicht so einfach zu entscheiden, was in der Zukunft einmal wichtig und interessant wird. Bei diesem Ereignis waren sich aber wohl alle Stellen einig. Die Wiedervereinigung Deutschlands sollte auf möglichst vielfältige Weise dokumentiert werden. Einsendung für die Predigtsammlung zum 3. Oktober 1990, aus Bestand: 8SL 042 Als Beitrag der evangelischen Kirchen initiierte die EKD noch im Herbst 1990, unmittelbar nach der erfolgten Wiedervereinigung, eine Sammlung von Predigten, die im Zusammenhang mit dem 3. Oktober 1990 gehalten worden waren. „Wahrscheinlich wird die Nachwelt wissen wollen, wie die evangelische Christenheit sich angesichts des 3. Oktober verhalten hat“, stand in dem Aufruf des EKD-Kirchenamtes an die Gliedkirchen. In der rheinischen Kirche übernahmen Archivdirektor Dr. Dietrich Meyer und Oberkirchenrätin Gisela Vogel die Koordination. Rund 80 Predigten aus dem Rheinland flossen in die Auswertung aller eingesandten Predigten durch Frau Dr. Ingrid Goldhahn-Müller mit ein. „In ihrer Vielfalt und Verschiedenheit sind die Predigten repräsentativ für die vielen ungenannten Stimmen, die im Oktober 1990 in den Gemeinden zu hören waren“, befand sie. Als thematische Schwerpunkte der Predigten stellte sie Freude, Dank und Gotteslob zum einen heraus, zum anderen aber auch einen vorsichtigen Realismus im Hinblick auf die Aufgaben und Herausforderungen, die mit der Wiedervereinigung einher gingen. Heute bilden die Predigten im Archiv der EKiR den Bestand 8SL 042. Auch im Hinblick auf die heutige Erinnerungskultur sind solche Quellen wichtig, denn sie helfen, die Wiedervereinigung nicht nur als politisches Ereignis, sondern auch auf einer persönlichen und emotionalen Ebene zu begreifen. Die Entscheidung, diese Sammlung anzulegen war auch aus heutiger Sicht die richtige.
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Seminar für Familienforschung im LHAKo stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com…
stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com
Seminar für Familienforschung im LHAKo
In Zusammenarbeit mit dem LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum veranstaltet das Landeshauptarchiv Koblenz **am 12., 18. und 27. November 2026** wieder ein Seminar zur Einführung in die Familienforschung. In zwei Online-Veranstaltungen lernen die Teilnehmenden klassische genealogische Quellen in kommunalen und kirchlichen Archivbeständen des Rheinlands kennen. Sie erhalten Einblicke in einschlägige Internet-Portale und Informationen zu historischen Grundwissenschaften wie der Paläographie und der Chronologie, die eine genealogische Recherche unterstützen, sowie einen Ausblick auf weiterführende Quellen zur Familienforschung. Abgerundet wird das Seminar mit einem Besuch im Landeshauptarchiv Koblenz. Vor Ort erhalten die Teilnehmenden Einblick in Originalquellen und erfahren, wie sie einen Archivbesuch gut vorbereiten und im Archiv erfolgreich recherchieren können. Das Seminar versteht sich als Einführungsveranstaltung und richtet sich einerseits an Personen, die wenig Erfahrung in der Familienforschung haben oder neu in das Thema einsteigen möchten. Andererseits sollen auch Mitarbeitende in Archiven angesprochen werden, die mit der Bearbeitung von genealogischen Anfragen und Nutzungen betraut sind und ihre Kenntnisse über relevante Quellen jenseits des eigenen Sprengels ausbauen möchten. Weiter Informationen: **Rheinische Vorfahr*innen – Einführung in die Methodik und zentrale Quellen für die Familienforschung.** **Hier geht’s zum Programm.** ### Teilen mit: * Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X * Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook * ### Gefällt mir: Gefällt mir Wird geladen …
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 02/10/2026
TV‑Vorschau 3. – 9. Oktober 2026 historikerkraus.de/blog/2026/10/02/…
historikerkraus.de
TV‑Vorschau 3. – 9. Oktober 2026
Ein ausführlicher Blick auf die Zwischenkriegszeit in Deutschland (Weimarer Republik) und der Tschechoslowakei ragen aus dem Angebot an Geschichtssendungen der neuen Woche heraus. Beiträge über Hannah Arendt und eine Serie zur Entwicklung der US-Rechten sind auch erwähnenswert. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Viel Spaß bei der Auswahl. ## Samstag, 3. Oktober – Tag der deutschen Einheit * **Phoenix** blickt am Tag der deutschen Einheit auf die erste deutsche Demokratie, ihre Hochphase und ihr Ende. Um 20.15 Uhr lernen wir „Deutschland in … den Goldenen Zwanzigern“ kennen. _„Vor rund einhundert Jahren erlebten die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg war zu Ende und das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmten das neue Lebensgefühl. Es war ein Aufbruch in allen Bereichen, aber auch mit Schattenseiten.“_ — Um 21 Uhr erleben wir „Ein[en] Tag in Berlin 1926: Ein Tag im Leben des Kriminalkommissars Fritz Kiehl“. _„Der Film erzählt nicht nur die fiktive Biografie von Fritz Kiehl, sondern auch, wie die Mordinspektion am Alexanderplatz im Detail gearbeitet hat, wie die Ringvereine organisiert waren und wie die Menschen ihren Alltag im Berlin 1926 erlebt haben.“_ Sozusagen eine Hintergrundoku zu den Rath-Büchern Volker Kutschers und der darauf aufbauenden TV-Serie „Babylon Berlin“. — Anschließend erfolgt in einem Vierteiler der „Countdown zur Diktatur“. Um 21.45 Uhr geht es um die Jahre „1925 – 1929 Illusion“. _„Deutschland in der Mitte der ‚Goldenen Zwanzigerjahre‘. Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land.“_ — Es folgen die Jahre „1929 – 1931 Krise“ um 22.30 Uhr. — „1931 – 1933 Abgrund“ schließen sich um 23.15 Uhr an. — Den Abschluss bilden um Mitternacht die Jahre „1933 – 1934 Zerstörung“. — Weiter geht es mit dem Dreiteiler „Hitlers Macht“. „Der Aufsteiger“ steht um 0.45 Uhr im Mittelpunkt. — „Der Herrscher“ folgt um 1.30 Uhr. — „Der Zerstörer“ steht schließlich um 2.15 Uhr im Fokus. — Um 3 Uhr geht es um das „Attentat auf Hitler – Stauffenberg und der deutsche Widerstand“. * **ARD-alpha** erinnert an den „Geheimdiplomat Bundeskanzler: Wie Helmut Kohl die Staatssicherheit narrte“. _„Im Sommer 1988 reiste Bundeskanzler Helmut Kohl für drei Tage zu einem Besuch nach Gotha, Erfurt, Weimar und Dresden. Der nahezu unbekannte Kurztrip war ein ungewöhnlicher Deal, der beim Besuch Honeckers 1987 in Bonn vereinbart wurde.“_ (20.15 Uhr) — Der „Palast der Republik – Honeckers Traum aus Marmor und Asbest“ steht um 21 Uhr auf dem Programm. * **Arte** blickt auf den bekanntesten Christen des Mittealters: „Franz von Assisi – Der Grenzgänger“. _„Franz von Assisi gilt als eine Art sympathischer Popstar unter den christlichen Heiligen. Der Mann, der den Vögeln predigte und von ‚Bruder Sonne‘ und ‚Schwester Mond‘ sprach, war aber auch ein Grenzgänger, der einige soziale Tabus gebrochen hat. So traf er sich mitten im Kreuzzug mit einem muslimischen Sultan und trieb die Askese so weit wie kaum einer je zuvor.“_ (20.15 Uhr). ## Sonntag, 4. Oktober * _„Seit Jahrtausenden treffen am Mittelmeer Menschen, Waren und Ideen aus drei Kontinenten aufeinander. Dort entstehen Handelsnetze und Weltreiche. Eine ‚Terra X‘-Reise vom Urmeer bis zur Gegenwart.“_ „Ozeane – Eine Menschheitsgeschichte: Das Mittelmeer“, **ZDF** , 19.30 Uhr. * Weiter geht die deutsche Geschichte im Spielfilmformat: „Gewaltfrieden Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles“, **ARD-alpha** , 20.15 Uhr (Wiederholung um 23.15 Uhr). ## Montag, 5. Oktober * **Phoenix** sendet zwei Folgen der zweiten Reihe der Welten-Saga II-Serie. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Schätze Südeuropas“. _„Auf den Spuren des Welterbes im Süden Europas besucht Christopher Clark legendäre Schauplätze der Geschichte sowie unberechenbare Vulkane und erfährt, warum die Pizza zum Kulturerbe zählt. Die Reiseroute führt von Neapel aus zu einer Goldmine des Römischen Reiches im spanischen Kastilien, weiter zum Erbe der Mauren in Córdoba, zu den Flamencotänzerinnen Andalusiens und schließlich zu den Meisterwerken des Architekten Antoni Gaudí in Barcelona.“_ — Um 21 Uhr folgen „Die Schätze Japans“. Morgen geht es weiter. ## Dienstag, 6. Oktober * Das **ZDF** zeigt aus der Terra X History-Reihe um 20.15 Uhr den Beitrag „Aufbruchsjahre – Deutschland nach dem Krieg“. _„Deutschland zwischen 1945 und 1948. Es ist die Zeit zwischen Kriegsende und Währungsreform, zwischen Trümmerlandschaft und erstem Wiederaufbau. Wie haben die Menschen diese Jahre empfunden? Wie wurde ihr Leben dadurch geprägt? ‚Mr Wissen 2go‘ Mirko Drotschmann sucht Geschichten von Aufbruch und Neuanfang im Nachkriegsdeutschland. Er stellt bewegende Schicksale vor – auch aus seiner eigenen Familie. Sie machen die Umwälzungen der damaligen Zeit greifbar.“_ * „Die Schätze Nordafrikas“ setzen um 20.15 Uhr die Welten-Saga II auf **Phoenix** fort. — „Die Schätze Südamerikas“ sind um 21 Uhr an der Reihe. * _„In den 1960er Jahren gelten die US-amerikanischen Konservativen als Spinner am rechten Rand der Republikanischen Partei. Zur allgemeinen Überraschung wird der ultrakonservative Senator Barry Goldwater als Kandidat für die Präsidentschaftswahl 1964 aufgestellt. Er verliert zwar, doch die konservative Bewegung ist aus ihrer Lethargie erwacht.“_ **Arte** beleuchtet die Entwicklung der amerikanischen Rechten: „USA 1960–1980: Die konservative Revolution“. „Teil 1“ läuft um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21.05 Uhr und „Teil 3“ um 22 Uhr. ## Mittwoch, 7. Oktober * _„DDR und Kernkraft stehen für eine strahlende Zukunft und gehören zusammen wie Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Ab Herbst 1966 liefert der Kernreaktor Rheinsberg erstmals Atomstrom- Prestigeobjekt für Fortschritt im Sozialismus. Die Doku erzählt vom Aufbau und Rückbau der DDR-Atomkraftwerke und einem schwierigen Erbe.“_ „Geheimnisvolle Orte: Rheinsberg – Strahlende Zukunft – Atomkraft in der DDR“, **RBB** , 20.15 Uhr. — _„Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ist mit seinen 91 Metern eines der höchsten Monumente Europas. Eigentlich erinnert es an die blutigste Schlacht des 19. Jahrhundert. Doch im Laufe der Geschichte wurde es immer wieder als gigantische Kulisse für Propaganda missbraucht. Die Doku erzählt von einem Ort voller Geheimnisse und Mythen.“_ „Geheimnisvolle Orte: Das Völkerschlachtdenkmal – Monument und Mythos“, 21.45 Uhr. * Zwei weitere Folgen der Welten-Saga II-Reihe stehen bei **Phoenix** auf dem Programm. Um 20.15 Uhr sind es „Die Schätze des Nahen Ostens“, um 21 Uhr „Die Schätze Griechenlands und der Türkei“. * In der Reihe „Die größten Rätsel der Wissenschaft“ wird der Frage nachgegangen, woher ein eiserner Dolch im Grab des Pharao Tutanchamun stammt. Das Problem: die Eisenzeit begann erst rund 500 Jahre später. „Tutanchamuns Dolch aus dem All“, **ARD-alpha** , 21 Uhr. ## Donnerstag, 8. Oktober * Die Serie Babylon Berlin hat vom Ende der Weimarer Republik erzählt. **Arte** sendet heute den Zweiteiler „Babylon Prag“. Um 20.15 Uhr geht es los mit der Folge „Die wilden 20er Jahre“. _„In den 1920er Jahren zieht die Moldau-Metropole Prag mit New York, Paris und Berlin gleich: Nach der Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik 1918 blühen in der Hauptstadt Kunst und Kultur auf, das Nachtleben pulsiert. Doch unter der glitzernden Oberfläche dieses Aufbruchs in eine neue, moderne Zeit schwelen Konflikte, die auch zur Gewalt führen: Babylon Prag.“_ — _„Die Weltwirtschaftskrise heizt die latenten Konflikte zwischen der tschechischen Mehrheit, der deutschen und der jüdischen Minderheit weiter an. Mahnende Rufe progressiver Künstler, die Einheit aller Staatsbürger der Tschechoslowakei stets im Auge zu behalten, verhallen ungehört. Auch die Regierung vermag es nicht, die Bürger dieses Staates zu einen.“_ „Ein Sturm zieht auf“, 20.55 Uhr. * „Das Kriegsende in Farbe“ ist um 20.15 Uhr, 21.05 Uhr und 22.05 Uhr auf **n-tv** zu sehen. — Um 23.30 Uhr und 0.20 Uhr folgt die Doku „Hitlers DNA – Das letzte Geheimnis des Diktators“. * _„Die jüdische Philosophin Hannah Arendt verfolgt 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Im Gerichtssaal trifft sie auf einen unscheinbaren Mann, der, wie er nicht müde wird zu betonen, ‚nur‘ Befehle ausführte. In einer Artikelserie charakterisiert sie ihn, einen der Hauptverantwortlichen für die Shoa in Europa, als mediokren Schreibtischtäter und löst damit ungeahnte Proteststürme aus.“_ „Hannah Arendt“ (BRD/FRA 2012, Regie: Margarethe von Trotta), **RBB** , 20.15 Uhr. * Zum 120. Geburtstag von Hannah Arendt am 14. Oktober sendet der SWR den Beitrag „Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“ (23.35 Uhr). _„Ein Dokumentarfilm über das furchtlose Leben der wichtigsten politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts, Hannah Arendt, und ihre Analyse der politischen Verhältnisse. Eindrückliche Archivbilder erzählen von einem selbstbestimmten Leben zwischen Weimarer Republik und Vietnamkrieg. Arendts Worte, gesprochen von Nina Hoss, warnen mit erschreckender Aktualität vor dem Erstarken autoritärer Systeme.“_ ## Freitag, 9. Oktober * In der Reihe „Imperien der Geschichte“ beschäftigt sich **n-tv** zu später Stunde mit China. Um 0.25 Uhr geht es um „China – Das alte Kaiserreich“, um 1.15 Uhr um „China – Jahrhundert der Demütigung“ und um 2 Uhr befindet sich „China – Auf dem Weg in die Moderne“.
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