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PlanetHistory

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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 11h
I Will Always Love You. Die Wahl in Sachsen-Anhalt, Dolly Parton und die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit geschichtedergegenwart.ch/i-will-al…
geschichtedergegenwart.ch
I Will Always Love You. Die Wahl in Sachsen-Anhalt, Dolly Parton und die Sehn­sucht nach Gemeinsamkeit
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 03/10/2026
Gesammelte Predigten vom 3. Oktober 1990 blog.archiv.ekir.de/2026/10/03/gesa…
blog.archiv.ekir.de
Gesammelte Predigten vom 3. Oktober 1990
Beim Anlegen einer thematischen Sammlung im Archiv ist es manchmal gar nicht so einfach zu entscheiden, was in der Zukunft einmal wichtig und interessant wird. Bei diesem Ereignis waren sich aber wohl alle Stellen einig. Die Wiedervereinigung Deutschlands sollte auf möglichst vielfältige Weise dokumentiert werden. Einsendung für die Predigtsammlung zum 3. Oktober 1990, aus Bestand: 8SL 042 Als Beitrag der evangelischen Kirchen initiierte die EKD noch im Herbst 1990, unmittelbar nach der erfolgten Wiedervereinigung, eine Sammlung von Predigten, die im Zusammenhang mit dem 3. Oktober 1990 gehalten worden waren. „Wahrscheinlich wird die Nachwelt wissen wollen, wie die evangelische Christenheit sich angesichts des 3. Oktober verhalten hat“, stand in dem Aufruf des EKD-Kirchenamtes an die Gliedkirchen. In der rheinischen Kirche übernahmen Archivdirektor Dr. Dietrich Meyer und Oberkirchenrätin Gisela Vogel die Koordination. Rund 80 Predigten aus dem Rheinland flossen in die Auswertung aller eingesandten Predigten durch Frau Dr. Ingrid Goldhahn-Müller mit ein. „In ihrer Vielfalt und Verschiedenheit sind die Predigten repräsentativ für die vielen ungenannten Stimmen, die im Oktober 1990 in den Gemeinden zu hören waren“, befand sie. Als thematische Schwerpunkte der Predigten stellte sie Freude, Dank und Gotteslob zum einen heraus, zum anderen aber auch einen vorsichtigen Realismus im Hinblick auf die Aufgaben und Herausforderungen, die mit der Wiedervereinigung einher gingen. Heute bilden die Predigten im Archiv der EKiR den Bestand 8SL 042. Auch im Hinblick auf die heutige Erinnerungskultur sind solche Quellen wichtig, denn sie helfen, die Wiedervereinigung nicht nur als politisches Ereignis, sondern auch auf einer persönlichen und emotionalen Ebene zu begreifen. Die Entscheidung, diese Sammlung anzulegen war auch aus heutiger Sicht die richtige.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 02/10/2026
Seminar für Familienforschung im LHAKo stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com…
stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com
Seminar für Familienforschung im LHAKo
In Zusammenarbeit mit dem LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum veranstaltet das Landeshauptarchiv Koblenz **am 12., 18. und 27. November 2026** wieder ein Seminar zur Einführung in die Familienforschung. In zwei Online-Veranstaltungen lernen die Teilnehmenden klassische genealogische Quellen in kommunalen und kirchlichen Archivbeständen des Rheinlands kennen. Sie erhalten Einblicke in einschlägige Internet-Portale und Informationen zu historischen Grundwissenschaften wie der Paläographie und der Chronologie, die eine genealogische Recherche unterstützen, sowie einen Ausblick auf weiterführende Quellen zur Familienforschung. Abgerundet wird das Seminar mit einem Besuch im Landeshauptarchiv Koblenz. Vor Ort erhalten die Teilnehmenden Einblick in Originalquellen und erfahren, wie sie einen Archivbesuch gut vorbereiten und im Archiv erfolgreich recherchieren können. Das Seminar versteht sich als Einführungsveranstaltung und richtet sich einerseits an Personen, die wenig Erfahrung in der Familienforschung haben oder neu in das Thema einsteigen möchten. Andererseits sollen auch Mitarbeitende in Archiven angesprochen werden, die mit der Bearbeitung von genealogischen Anfragen und Nutzungen betraut sind und ihre Kenntnisse über relevante Quellen jenseits des eigenen Sprengels ausbauen möchten. Weiter Informationen: **Rheinische Vorfahr*innen – Einführung in die Methodik und zentrale Quellen für die Familienforschung.** **Hier geht’s zum Programm.** ### Teilen mit: * Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X * Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook * ### Gefällt mir: Gefällt mir Wird geladen …
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 02/10/2026
TV‑Vorschau 3. – 9. Oktober 2026 historikerkraus.de/blog/2026/10/02/…
historikerkraus.de
TV‑Vorschau 3. – 9. Oktober 2026
Ein ausführlicher Blick auf die Zwischenkriegszeit in Deutschland (Weimarer Republik) und der Tschechoslowakei ragen aus dem Angebot an Geschichtssendungen der neuen Woche heraus. Beiträge über Hannah Arendt und eine Serie zur Entwicklung der US-Rechten sind auch erwähnenswert. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Viel Spaß bei der Auswahl. ## Samstag, 3. Oktober – Tag der deutschen Einheit * **Phoenix** blickt am Tag der deutschen Einheit auf die erste deutsche Demokratie, ihre Hochphase und ihr Ende. Um 20.15 Uhr lernen wir „Deutschland in … den Goldenen Zwanzigern“ kennen. _„Vor rund einhundert Jahren erlebten die Deutschen ein wildes Jahrzehnt. Der Erste Weltkrieg war zu Ende und das prüde Kaiserreich Geschichte. Vergnügen, Rausch und Tempo bestimmten das neue Lebensgefühl. Es war ein Aufbruch in allen Bereichen, aber auch mit Schattenseiten.“_ — Um 21 Uhr erleben wir „Ein[en] Tag in Berlin 1926: Ein Tag im Leben des Kriminalkommissars Fritz Kiehl“. _„Der Film erzählt nicht nur die fiktive Biografie von Fritz Kiehl, sondern auch, wie die Mordinspektion am Alexanderplatz im Detail gearbeitet hat, wie die Ringvereine organisiert waren und wie die Menschen ihren Alltag im Berlin 1926 erlebt haben.“_ Sozusagen eine Hintergrundoku zu den Rath-Büchern Volker Kutschers und der darauf aufbauenden TV-Serie „Babylon Berlin“. — Anschließend erfolgt in einem Vierteiler der „Countdown zur Diktatur“. Um 21.45 Uhr geht es um die Jahre „1925 – 1929 Illusion“. _„Deutschland in der Mitte der ‚Goldenen Zwanzigerjahre‘. Adolf Hitler ist noch ein unbekannter Provinzpolitiker. Parteien der demokratischen Mitte bestimmen die Politik. Sechs Jahre nach Ausrufung der ersten deutschen Republik scheint die junge Demokratie endlich stabil zu sein. Doch der Tod von Reichspräsident Friedrich Ebert im Februar 1925 erschüttert das Land.“_ — Es folgen die Jahre „1929 – 1931 Krise“ um 22.30 Uhr. — „1931 – 1933 Abgrund“ schließen sich um 23.15 Uhr an. — Den Abschluss bilden um Mitternacht die Jahre „1933 – 1934 Zerstörung“. — Weiter geht es mit dem Dreiteiler „Hitlers Macht“. „Der Aufsteiger“ steht um 0.45 Uhr im Mittelpunkt. — „Der Herrscher“ folgt um 1.30 Uhr. — „Der Zerstörer“ steht schließlich um 2.15 Uhr im Fokus. — Um 3 Uhr geht es um das „Attentat auf Hitler – Stauffenberg und der deutsche Widerstand“. * **ARD-alpha** erinnert an den „Geheimdiplomat Bundeskanzler: Wie Helmut Kohl die Staatssicherheit narrte“. _„Im Sommer 1988 reiste Bundeskanzler Helmut Kohl für drei Tage zu einem Besuch nach Gotha, Erfurt, Weimar und Dresden. Der nahezu unbekannte Kurztrip war ein ungewöhnlicher Deal, der beim Besuch Honeckers 1987 in Bonn vereinbart wurde.“_ (20.15 Uhr) — Der „Palast der Republik – Honeckers Traum aus Marmor und Asbest“ steht um 21 Uhr auf dem Programm. * **Arte** blickt auf den bekanntesten Christen des Mittealters: „Franz von Assisi – Der Grenzgänger“. _„Franz von Assisi gilt als eine Art sympathischer Popstar unter den christlichen Heiligen. Der Mann, der den Vögeln predigte und von ‚Bruder Sonne‘ und ‚Schwester Mond‘ sprach, war aber auch ein Grenzgänger, der einige soziale Tabus gebrochen hat. So traf er sich mitten im Kreuzzug mit einem muslimischen Sultan und trieb die Askese so weit wie kaum einer je zuvor.“_ (20.15 Uhr). ## Sonntag, 4. Oktober * _„Seit Jahrtausenden treffen am Mittelmeer Menschen, Waren und Ideen aus drei Kontinenten aufeinander. Dort entstehen Handelsnetze und Weltreiche. Eine ‚Terra X‘-Reise vom Urmeer bis zur Gegenwart.“_ „Ozeane – Eine Menschheitsgeschichte: Das Mittelmeer“, **ZDF** , 19.30 Uhr. * Weiter geht die deutsche Geschichte im Spielfilmformat: „Gewaltfrieden Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles“, **ARD-alpha** , 20.15 Uhr (Wiederholung um 23.15 Uhr). ## Montag, 5. Oktober * **Phoenix** sendet zwei Folgen der zweiten Reihe der Welten-Saga II-Serie. Um 20.15 Uhr geht es um „Die Schätze Südeuropas“. _„Auf den Spuren des Welterbes im Süden Europas besucht Christopher Clark legendäre Schauplätze der Geschichte sowie unberechenbare Vulkane und erfährt, warum die Pizza zum Kulturerbe zählt. Die Reiseroute führt von Neapel aus zu einer Goldmine des Römischen Reiches im spanischen Kastilien, weiter zum Erbe der Mauren in Córdoba, zu den Flamencotänzerinnen Andalusiens und schließlich zu den Meisterwerken des Architekten Antoni Gaudí in Barcelona.“_ — Um 21 Uhr folgen „Die Schätze Japans“. Morgen geht es weiter. ## Dienstag, 6. Oktober * Das **ZDF** zeigt aus der Terra X History-Reihe um 20.15 Uhr den Beitrag „Aufbruchsjahre – Deutschland nach dem Krieg“. _„Deutschland zwischen 1945 und 1948. Es ist die Zeit zwischen Kriegsende und Währungsreform, zwischen Trümmerlandschaft und erstem Wiederaufbau. Wie haben die Menschen diese Jahre empfunden? Wie wurde ihr Leben dadurch geprägt? ‚Mr Wissen 2go‘ Mirko Drotschmann sucht Geschichten von Aufbruch und Neuanfang im Nachkriegsdeutschland. Er stellt bewegende Schicksale vor – auch aus seiner eigenen Familie. Sie machen die Umwälzungen der damaligen Zeit greifbar.“_ * „Die Schätze Nordafrikas“ setzen um 20.15 Uhr die Welten-Saga II auf **Phoenix** fort. — „Die Schätze Südamerikas“ sind um 21 Uhr an der Reihe. * _„In den 1960er Jahren gelten die US-amerikanischen Konservativen als Spinner am rechten Rand der Republikanischen Partei. Zur allgemeinen Überraschung wird der ultrakonservative Senator Barry Goldwater als Kandidat für die Präsidentschaftswahl 1964 aufgestellt. Er verliert zwar, doch die konservative Bewegung ist aus ihrer Lethargie erwacht.“_ **Arte** beleuchtet die Entwicklung der amerikanischen Rechten: „USA 1960–1980: Die konservative Revolution“. „Teil 1“ läuft um 20.15 Uhr, „Teil 2“ um 21.05 Uhr und „Teil 3“ um 22 Uhr. ## Mittwoch, 7. Oktober * _„DDR und Kernkraft stehen für eine strahlende Zukunft und gehören zusammen wie Hammer, Zirkel und Ährenkranz. Ab Herbst 1966 liefert der Kernreaktor Rheinsberg erstmals Atomstrom- Prestigeobjekt für Fortschritt im Sozialismus. Die Doku erzählt vom Aufbau und Rückbau der DDR-Atomkraftwerke und einem schwierigen Erbe.“_ „Geheimnisvolle Orte: Rheinsberg – Strahlende Zukunft – Atomkraft in der DDR“, **RBB** , 20.15 Uhr. — _„Das Leipziger Völkerschlachtdenkmal ist mit seinen 91 Metern eines der höchsten Monumente Europas. Eigentlich erinnert es an die blutigste Schlacht des 19. Jahrhundert. Doch im Laufe der Geschichte wurde es immer wieder als gigantische Kulisse für Propaganda missbraucht. Die Doku erzählt von einem Ort voller Geheimnisse und Mythen.“_ „Geheimnisvolle Orte: Das Völkerschlachtdenkmal – Monument und Mythos“, 21.45 Uhr. * Zwei weitere Folgen der Welten-Saga II-Reihe stehen bei **Phoenix** auf dem Programm. Um 20.15 Uhr sind es „Die Schätze des Nahen Ostens“, um 21 Uhr „Die Schätze Griechenlands und der Türkei“. * In der Reihe „Die größten Rätsel der Wissenschaft“ wird der Frage nachgegangen, woher ein eiserner Dolch im Grab des Pharao Tutanchamun stammt. Das Problem: die Eisenzeit begann erst rund 500 Jahre später. „Tutanchamuns Dolch aus dem All“, **ARD-alpha** , 21 Uhr. ## Donnerstag, 8. Oktober * Die Serie Babylon Berlin hat vom Ende der Weimarer Republik erzählt. **Arte** sendet heute den Zweiteiler „Babylon Prag“. Um 20.15 Uhr geht es los mit der Folge „Die wilden 20er Jahre“. _„In den 1920er Jahren zieht die Moldau-Metropole Prag mit New York, Paris und Berlin gleich: Nach der Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik 1918 blühen in der Hauptstadt Kunst und Kultur auf, das Nachtleben pulsiert. Doch unter der glitzernden Oberfläche dieses Aufbruchs in eine neue, moderne Zeit schwelen Konflikte, die auch zur Gewalt führen: Babylon Prag.“_ — _„Die Weltwirtschaftskrise heizt die latenten Konflikte zwischen der tschechischen Mehrheit, der deutschen und der jüdischen Minderheit weiter an. Mahnende Rufe progressiver Künstler, die Einheit aller Staatsbürger der Tschechoslowakei stets im Auge zu behalten, verhallen ungehört. Auch die Regierung vermag es nicht, die Bürger dieses Staates zu einen.“_ „Ein Sturm zieht auf“, 20.55 Uhr. * „Das Kriegsende in Farbe“ ist um 20.15 Uhr, 21.05 Uhr und 22.05 Uhr auf **n-tv** zu sehen. — Um 23.30 Uhr und 0.20 Uhr folgt die Doku „Hitlers DNA – Das letzte Geheimnis des Diktators“. * _„Die jüdische Philosophin Hannah Arendt verfolgt 1961 den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Im Gerichtssaal trifft sie auf einen unscheinbaren Mann, der, wie er nicht müde wird zu betonen, ‚nur‘ Befehle ausführte. In einer Artikelserie charakterisiert sie ihn, einen der Hauptverantwortlichen für die Shoa in Europa, als mediokren Schreibtischtäter und löst damit ungeahnte Proteststürme aus.“_ „Hannah Arendt“ (BRD/FRA 2012, Regie: Margarethe von Trotta), **RBB** , 20.15 Uhr. * Zum 120. Geburtstag von Hannah Arendt am 14. Oktober sendet der SWR den Beitrag „Hannah Arendt – Denken ist gefährlich“ (23.35 Uhr). _„Ein Dokumentarfilm über das furchtlose Leben der wichtigsten politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts, Hannah Arendt, und ihre Analyse der politischen Verhältnisse. Eindrückliche Archivbilder erzählen von einem selbstbestimmten Leben zwischen Weimarer Republik und Vietnamkrieg. Arendts Worte, gesprochen von Nina Hoss, warnen mit erschreckender Aktualität vor dem Erstarken autoritärer Systeme.“_ ## Freitag, 9. Oktober * In der Reihe „Imperien der Geschichte“ beschäftigt sich **n-tv** zu später Stunde mit China. Um 0.25 Uhr geht es um „China – Das alte Kaiserreich“, um 1.15 Uhr um „China – Jahrhundert der Demütigung“ und um 2 Uhr befindet sich „China – Auf dem Weg in die Moderne“.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 02/10/2026
40 Jahre Geschichte des Tourismus im Archiv www.berlinerarchive.de/40-jahre-ges…
berlinerarchive.de
40 Jahre Geschichte des Tourismus im Archiv
Das Historische Archiv zum Tourismus der Technischen Universität Berlin feiert am 7. Oktober 2026 ein Jubiläum. Seit 40 Jahren sammelt und bewahrt das Archiv Quellen dazu, wie Menschen reisen, wohin es sie zieht und wie sich der Tourismus im Laufe der Zeit verändert hat. Aus diesem Anlass lädt das Archiv am 7. Oktober 2026 zu einer öffentlichen Jubiläumsveranstaltung mit Vorträgen, Ausstellung, historischer Diafilm-Vorführung und gemeinsamem Ausklang ein. Die Bestände des HAT umfassen Reiseführer und Reiseberichte ebenso wie tourismuswissenschaftliche Literatur, Plakate, Flyer und Prospekte, Dias, Postkarten und Souvenirs. Sie dokumentieren, wie sich Reiseziele, Reiseformen und touristische Bilder im Laufe der Jahrzehnte verändert haben – und eröffnen zugleich Einblicke in gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen. Inzwischen hat das Archiv auch eine neue Website: https://www.tu.berlin/arte/hat. Näheres zum Programm der Jubiläumsveranstaltung findet man hier: https://idw-online.de/de/news878406.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 02/10/2026
Treffpunkt der Lochkarten blog.hnf.de/treffpunkt-der-lochkart…
blog.hnf.de
Treffpunkt der Lochkarten | HNF Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 01/10/2026
Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter:in (m/w/d) „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA), 100% dhd-blog.org/?p=24267
dhd-blog.org
Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter:in (m/w/d) „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA), 100% | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 01/10/2026
Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter:in (m/w/d) „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA), 65% mit Gelegenheit zur Promotion dhd-blog.org/?p=24263
dhd-blog.org
Stellenausschreibung: Wiss. Mitarbeiter:in (m/w/d) „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA), 65% mit Gelegenheit zur Promotion | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 01/10/2026
Rezensionsüberblick September 2026 mittelalter.hypotheses.org/41244
mittelalter.hypotheses.org
Rezensionsüberblick September 2026
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 01/10/2026
Fachumfrage Oktober: Künstliche Intelligenz, Authentizität und Vertrauen archive20.hypotheses.org/17641
archive20.hypotheses.org
Fachumfrage Oktober: Künstliche Intelligenz, Authentizität und Vertrauen
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Bibliotheksgesetz für Berlin netbib.hypotheses.org/78650895
netbib.hypotheses.org
Bibliotheksgesetz für Berlin
Mündlich wurde mir schon mitgeteilt, dass der Senat kurz vor Ende der Legislaturperiode das Berliner Bibliotheksgesetz beschlossen habe, nur schriftlich ist so gut wie nichts dazu erschienen – die Wahl und ihre Ergebnisse übertönen wohl alles. Nur auf den Seiten der SPD-Fraktion ist etwas dazu zu lesen. Offensichtlich wurde aber nichts grundsätzlich noch geändert, so dass wohl der Inhalt des taz-Artikels, der vorher erschien, in etwa zutreffend sein dürfte. Und es gibt noch eine Senats-Seite, die die Stellungnahmen zum Gesetz abbildet. Jürgen Plieninger Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB. Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Jürgen Plieninger (30. September 2026). Bibliotheksgesetz für Berlin. _netbib_. Abgerufen am 30. September 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650895 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Rubrik SPOTLIGHT im Bibliotheksportal netbib.hypotheses.org/78650903
netbib.hypotheses.org
Rubrik SPOTLIGHT im Bibliotheksportal
Einem Hinweis in Bibcourse auf das “Spotlight Saatbibliotheken” verdanke ich das Wissen, dass es ein Archiv der verschiedenen “Spotlights” gibt. Das aktuelle Spotlight wird zuerst unter die aktuellen Nachrichten des Bibliotheksportals gesteckt und danach in dieses Archiv. Dort sind die einzelnen Themen aufgelistet. Jedes Thema umfasst eine kleine Sammlung zur Praxis und den Ressourcen. – Durch Anklicken dieser Themen kommt man dann zum einzelnen Spotlight und den dort gesammelten Ressourcen. Beispielsweise hier, die Saatgutbibliotheken, die den Anlaß für diesen Eintrag boten. Jürgen Plieninger Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB. Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Jürgen Plieninger (30. September 2026). Rubrik SPOTLIGHT im Bibliotheksportal. _netbib_. Abgerufen am 30. September 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650903 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
xyz-Links aus Mastodon & Co. netbib.hypotheses.org/78650877
netbib.hypotheses.org
xyz-Links aus Mastodon & Co.
_[wird noch ergänzt]_ Ich tu was ich kann – Die Mastodönekes – meine Lieblinge im September: https://ichtuwasichkann.de/mastodon-2026-09/ Vorspeisenplatte – Lieblings-Breviloquia* September 2026: https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2026/09/lieblings-breviloquia-september-2026.htm Pressepfarrerin – Himmelssterne: https://pressepfarrerin.de/2026/09/26/himmelssterne-40/ Jürgen Plieninger Bibliothekar (OPL) und Soziologe | Blogger | Engagiert im BIB. Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Jürgen Plieninger (30. September 2026). xyz-Links aus Mastodon & Co. _netbib_. Abgerufen am 30. September 2026 von https://netbib.hypotheses.org/78650877 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Nachrichtensortiermaschine 20260930 schmalenstroer.net/blog/2026/09/nac…
schmalenstroer.net
Nachrichtensortiermaschine 20260930
Es gibt eine neue Version meiner Nachrichtensortiermaschine und diese kommt mit zahlreichen Verbesserungen. * Verbessertes Webinterface. Neues Layout und man editiert z.B. beim Abonnieren der Feeds nicht mehr in den Textdateien herum * Verbessertes Verhalten des Killfiles, welches jetzt deutlich robuster unerwünschte Textblöcke aus den Feeds entfernt * Die NSM nutzt nun eine Datenbank im Hintergrund, um die abgerufenen Artikel zu verwalten. Das macht sie deutlich robuster * Ich habe die Generierung des ePubs optimiert, das Format funktioniert jetzt auch auf neueren Tolinos * Zahlreiche Bugfixes, die ich hier nicht alle einzeln aufführen möchte, weil manche Bugs dann doch etwas peinlich sind ;) * Upgrade der verwendeten Ubuntu-Version Wer sie noch nicht kennt: Die Nachrichtensortiermaschine ist ein RSS-Reader, der alle Nachrichten per Mail schickt. Sie besitzt auch eine integrierte ReadLater-Funktion analog zu Pocket oder Instapaper, kann Artikel als ePub für euren eReader exportieren und bietet umfangreiche Filtermöglichkeiten. Die damalige Grundidee war, dass ich nichts aus dem US-Wahlkampf und von einem gewissen Ex-Präsidenten und seinem politischen Comeback mehr lesen wollte. Bei mir ist sie jetzt seit Jahren im Einsatz und ich bin höchst zufrieden mit ihr.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Stellenausschreibung als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) am Trier Center for Digital Humanities (TCDH) dhd-blog.org/?p=24259
dhd-blog.org
Stellenausschreibung als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) am Trier Center for Digital Humanities (TCDH) | DHd-Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
CfP: Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./ 20. Jahrhundert – Tagung 2027 ordensgeschichte.hypotheses.org/136…
ordensgeschichte.hypotheses.org
CfP: Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./ 20. Jahrhundert – Tagung 2027
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Der Zusammenhang zwischen HAI-AI und dem Mehrwert, den es für Archive bietet archive20.hypotheses.org/17736
archive20.hypotheses.org
Der Zusammenhang zwischen HAI-AI und dem Mehrwert, den es für Archive bietet
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 30/09/2026
Die Schaffung des „ukrainischen Nationalisten“: Der KGB und die Konstruktion eines Feindbildes geschichtedergegenwart.ch/die-schaf…
geschichtedergegenwart.ch
Die Schaf­fung des „ukrai­ni­schen Natio­na­listen“: Der KGB und die Konstruk­tion eines Feindbildes
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 29/09/2026
Wissen publizieren, vernetzen, teilen – digitale Enzyklopädien und Wissensportale in den historischen Disziplinen digigw.hypotheses.org/7923
digigw.hypotheses.org
Wissen publizieren, vernetzen, teilen – digitale Enzyklopädien und Wissensportale in den historischen Disziplinen
> Gesche Wahlen, Anne Voigt, Marina Lemaire > 03.12.2026 > 14:00 – 15:30 Uhr > Weitere Infos und Anmeldung: > https://www.open-encyclopedia-system.org/oes-community/events/oes-workshop-praxislabor-2026.html > Enzyklopädien, Lexika und Handbücher bilden in den historischen Disziplinen wichtige Publikationsformate. Doch wie lassen sich diese Werke in den digitalen Raum überführen? Das Open Encyclopedia System (OES)[1] ist eine webbasierte Open-Source-Software zur Erstellung von wissenschaftlichen Online-Referenzwerken wie Enzyklopädien, Lexika und Wissensportalen im Open Access. Der Workshop gibt eine praxisnahe OES-Einführung und zeigt, wie digitale Publikationsformate über klassische Print- und PDF-Lösungen hinausgehen. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele wie verschiedener Online-Enzyklopädien und der Informations-, Lern- und Lehrplattform „HISTOFOX“ werden die Werkzeuge, Module und Funktionen von OES vorgestellt und Aspekte des schrittweisen und gemeinschaftlichen Publizierens veranschaulicht. Im Praxisteil des Workshops erstellen die Teilnehmenden in einer Schulungsumgebung eigene Artikel und erproben die Verknüpfung mit strukturierten Daten. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: apurschwitz (29. September 2026). Wissen publizieren, vernetzen, teilen – digitale Enzyklopädien und Wissensportale in den historischen Disziplinen. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 29. September 2026 von https://digigw.hypotheses.org/7923 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 29/09/2026
Rezension: Jonathan Parshall – 1942. Crux of War geschichts-blog.blogspot.com/2026/0…
geschichts-blog.blogspot.com
Rezension: Jonathan Parshall - 1942. Crux of War
Jonathan Parshall - 1942. Crux of War (Hörbuch) Es gibt historische Themen, bei denen man sich mit Fug und Recht fragen darf, ob nicht genug Bücher zum Thema geschrieben worden sind. Der Zweite Weltkrieg gehört mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg sicher zu den Epochen, die die meisten Regalfestmeter wissenschaftlicher Literatur aufweisen, von den zahllosen populärwissenschaftlichen Büchern und Zeitschriften ganz zu schweigen. Jonathan Parshall jedenfalls war der Überzeugung, dass eine mehrhundertseitige Beschreibung der Schlacht von Midway (hier rezensiert) noch Luft nach oben hat: mit "1942" legt er ein monumentales Epos vor, das den Krieg Monat für Monat, Kriegsschauplatz für Kriegsschauplatz analysiert. Er rechtfertigt das gewaltige Unternehmen damit, dass das Jahr 1942 die Crux des Kriegsverlaufs dargestellt hätte, jenes Jahr, in dem sich der Ausgang des Krieges entschied, auch wenn er sich noch reichlich blutig bis ins Jahr 1945 fortschleppte. Wenn ich "monumentales Werk" schreibe, dann meine ich das durchaus auch so: das von mir gehörte Hörbuch bringt rund 64 Stunden auf die Waage; das gedruckte Buch kommt auf 1281 (ich denke: eng bedruckte) Seiten. Ob es sich gelohnt hat, sich derart ausführlich mit dem Kriegsverlauf eines Jahres zu beschäftigen, will ich im Folgenden besprechen.Eine klassische Rezension, bei der ich Kapitel für Kapitel den Inhalt darstelle, verbietet sich für dieses Monstrum. Stattdessen will ich hier die Struktur erläutern. Jeder Monat des Jahres 1942, plus der Dezember 1941, erhält von Parshall mehrere Unterkapitel. Er beginnt grundsätzlich mit einem wirtschaftlichen Einblick, der sich als einziger der Monatsstruktur entzieht und stattdessen immer ein Element besonders in den Vordergrund rückt, ob die deutsche Panzerkonstruktion, die Logistik alliierter Konvois oder das sowjetische Produktionsregime. Für mich liegt in diesen Analysen immer das Spannendste; nicht umsonst habe ich bereits mehrfach Adam Toozes "Wages of Destruction" gelesen (hier zuletzt rezensiert), weswegen es ein Wermutstropfen ist, dass diese Kapitel nicht prominenter gesetzt sind. Parshall teilt hier ungeheuer wichtige Erkenntnisse, die nicht nur für das Jahr 1942, sondern für den ganzen Kriegsverlauf ausschlaggebend sind. In diesen Kapiteln findet sich letztlich auch der größte Bruch für eine der zentralen ungelösten Thesen des Buchs, was ich in meinem Fazit noch einmal diskutieren will. Auf die Wirtschaftskapitel folgt immer eine Darstellung der verschiedenen Kriegsschauplätze. Der erste große Fokus ist der Atlantik, wo die U-Boote 1942 für Großbritannien noch eine lebensbedrohliche Präsenz darstellen. Der Kriegseintritt der USA Dezember 1941 veränderte die Situation für das Königreich dramatisch zum Guten - mittel- und langfristig. Noch war die amerikanische Schiffsproduktion nicht angelaufen, und die Koordination der Konvois erwies sich als schwierig. Die Royal Navy hatte einen blutigen Lernprozess hinter sich, den die US Navy ihrerseits - nicht wirklich auf ihre Kameraden hörend - ebenfalls vollbringen musste. Vor allem war die Lektion, dass selbst ein unbewachter Konvoi besser war als Einzelfahrer. Der Abnutzungskrieg auf dem Atlantik verlief 1942 grundsätzlich zugunsten der Kriegsmarine, aber was hatte das angesichts des unerschöpflichen amerikanischen Reservoirs zu sagen? Ausdrücklich ist hier das Unternehmen Paukenschlag, bei dem die U-Boote in Karibik und vor der US-Ostküste und sogar im Golf von Mexiko wilderten und große Erfolge hatten - die aber letztlich doch nur Nadelstiche bleiben konnten. Wesentlich dramatischer sind hier die Konvois nach Murmansk, die für die sowjetischen Kriegsanstrengungen sehr relevant waren und hohe Verluste erlitten. Spannend, weil mir unbekannt, ist die große Rolle, die die in einem norwegischen Fjord liegende Tirpitz hatte. Ihre Bedrohung als Mini-Fleet-in-Being zwang die Royal Navy zu beständig größerer Präsenz in der Nordsee, als die deutsche Kriegsflotte eigentlich erforderte. Der zweite große Kriegsschauplatz ist der Luftraum über Europa, wo 1942 der Bomberkrieg beginnt. Unter Harris setzte sich nicht nur die britische Doktrin des "Moral Bombing" durch, sondern auch die Konzentration auf den Bombenkrieg überhaupt, eine ungeheuer folgenreiche Entscheidung. Die hochfliegenden Ziele der Bomberflotten konnten trotz immer massiverer Angriffe nie erreicht werden - und wurden dies bis heute nicht. Parshalls Freund Bret Deveraux hat zu diesem Thema einen lesenswerten Grundlagenartikel geschrieben. Der Luftkrieg war eine verlustreiche und repetitive Abnutzungsstrategie, die 1942 noch kaum zugunsten der Alliierten gelesen werden konnte. Die meisten Angriffe gingen noch fehl und die Verlustraten lagen oft bei 5-7% - pro Einsatz. Die Lebenserwartung eines Bomberpiloten war die niedrigste über alle Waffengattungen, getoppt nur von deutschen U-Boot-Fahrern. Nirgendwo kommt die industrielle Abnutzungslogik des Krieges so sehr zum Tragen wie hier. Der dritte Kriegsschauplatz ist Nordafrika. Das Eintreffen des deutschen Afrikakorps hatte die Balance hier deutlich zugunsten der Achsenmächte geändert, jedoch nicht in einem so entscheidenden Ausmaß, dass es eine Wende hätte herbeiführen können. Strategische Zwiste zwischen Rommel und Kesselring sorgten für ein beständiges Hin und Her beim Einsatz der Luftwaffe gegen Malta, das deswegen als Dorn in der Seite der Achsenmächte überleben konnte. Die strategische Planlosigkeit der Achsenmächte zeigt sich hier besonders deutlich, aber auch in Rommels eigenmächtigen Offensiven, die in keinem Verhältnis zu seinen Kräften standen. Die großen Vorstöße und langen Rückzüge, die den Afrikafeldzug kennzeichneten, waren neben der Logistik auch eine Konsequenz dessen. Am Ende scheiterte Rommel dann vor El Alamain schlicht an den Tatsachen, die die deutsche Führung zu ignorieren zu ihrem höchsten Prinzip erhoben hatte, ob in Nordafrika oder an anderen Fronten. Auffällig ist an dieser Front vor allem die Performance der Briten. Einerseits zeigen sich hier die doktrinalen Probleme der British Army beim Einsatz verbundener Waffen besonders deutlich; die Panzer und Infanterie arbeiteten nie effektiv zusammen. Andererseits war die politische Einflussnahme Churchills hier so deutlich zu spüren wie sonst nur beim Desaster von Singapur: der Premierminister mischte sich gerne in Dinge ein, von denen er wesentlich weniger verstand, als er glaubte, und nicht zum Gewinn der Sache. Das teilte er mit Hitler und Stalin; überhaupt scheint hier nur Roosevelt genug Vertrauen in sein eigenes Personal gehabt zu haben. In der zweiten Jahreshälfte nimmt dann die Invasion der Amerikaner in Westafrika eine große Rolle ein. Die Planung der Invasion ist eine Art Testlauf für eine Invasion Europas, die immer wieder verschoben (und in Dieppe kurz "geübt" wird) und zeigt Stärken wie Schwächen der US Army deutlich. Auf Seiten der Schwächen ist die _intra-service-rivalry_ zu nennen, die es natürlich in jeder Armee gibt, aber bis die Führungsstrukturen soweit in Form gehämmert sind, dass sie funktionsfähig sind, braucht es eine Weile. Auch die technische und taktische Umsetzung der Landungen hapert noch an vielen Stellen; wären Achsenmächte statt Vichy-Truppen am Strand gestanden, wären die Landungen wohl ein Desaster gewesen. So allerdings schafften die USA es, Vichy-Frankreich den Todesstoß zu versetzen (was auch zur deutschen Invasion führt) und Rommel zum Untergang zu verurteilen, egal wie lang dessen Truppen noch taktische Siege erringen möchten. Auffällig sind die Stärken, die sich hier bereits zeigen: die materielle Überlegenheit der Amerikaner und ihre gute Ausrüstung, die gute Geheimhaltung und eine um Kategorien bessere Logistik als jeder andere Kriegsteilnehmer. Indikativ fand ich die Tatsache, dass die Lager der US Army in Großbritannien so chaotisch waren, dass man sich entschloss, die dringend notwendige Inventur NACH der Invasion vorzunehmen und bis dahin einfach alles benötigte Material NOCH EINMAL anzuliefern, weil das schneller ging als es in den Lagern zu suchen - einer von zahlreichen Beweisen für die amerikanische wirtschaftliche Überlegenheit. Der vierte Kriegsschauplatz ist der Pazifikkrieg. Neben der Schlacht um Midway, der Parshall ja bereits ein eigenes Buch gewidmet hat (hier rezensiert), sind hier mehrere Schauplätze entscheidend, deren Verlauf Monat für Monat nachverfolgt wird. Der erste ist Südostasien, wo der japanische Vormarsch die alliierten Armeen trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit in starke Bedrängnis bringt und sich das Vereinigte Königreich bis auf die Knochen blamiert - nirgendwo verliert es seinen Großmachtanspruch so sehr wie in den Dschungeln Birmas und beim Fall Singapurs, das Churchill zur Schicksalsfrage aufbläst und unsinnig mit zum Untergang verurteilten Truppen vollstopft. Auch die panisch zu Hilfe gerufenen Chinesen verlieren hier, ungedankt durch ihre angelsächsischen Verbündeten, einen guten Teil ihrer konventionellen Streitmacht, der dann im chinesischen Bürgerkrieg bitter fehlt. Parshall sieht hier die Saat für die Niederlage Tschiang Kai-Tscheks gelegt. Der Seekrieg im Pazifik gehorcht ebenso einer Abnutzungslogik wie jeder andere der Kriegsschauplätze, aber nirgends kann an einem einzigen Tag so viel Potenzial verloren gehen wie hier. Jedes Schiff, das die Japaner verlieren, zerstört ihre ohnehin niedrige Schlagkraft. Besonders unverständlich in dem an Irrsinn nicht eben armen strategischen Bild Japans ist die miserable Logistik, die unabsichtlich und nebenbei zu vielen Millionen Hungertoten in ganz Asien führt, weil die japanischen Eroberungen die lokalen Märkte zerstören, ohne Japans wirtschaftliche Basis nennenswert zu verbessern. Das japanische Lebensraumprojekt scheitert genauso krachend und genauso blutig wie das deutsche. Zuletzt bleiben die großen Landfeldzüge. Auf den Philippinen besiegen die Japaner die Streitkräfte des von Parshall harsch verurteilten Douglas McArthur. Für die USA ist es ein Desaster, aus dem einzig die Vermeidung ziviler Opfer positiv heraussticht - und die Japaner, die überhaupt nicht verstehen können, warum die Amerikaner Teile des Landes aufgeben, "nur" um zehntausende ziviler Toter zu vermeiden, umso mehr verdammt. Der Kampf um Guadalcanal ist vor allem eine "_comedy of errors_ ", bei denen sowohl die Amerikaner als auch die Japaner zahllose Fehler machen, weil sie unerfahren in der Kriegsführung der Gegend sind. Es werden am Ende die USA sein, die die Lektion besser lernen und den Dschungelkampf meistern, während Parshall die angebliche japanische Begabung für denselben als Mythos entlarvt. Das wird vor allem im Kampf in Guinea deutlich, wo die Japaner darin scheitern, die Australier zu besiegen. Das blutige und auszehrende Hin und Her über die bewaldeten Bergrücken der Inseln klingt wahrlich wie die Hölle auf Erden. Gleichzeitig zeigt sich erneut der strategische Stumpfsinn der Japaner: sie sind nicht in der Lage, Australien zu bedrohen, müssten das aber tun, um eine Chance auf eine Sicherung der Region zu haben. Es ist wahrlich endlos faszinierend, wie ein Krieg strategisch noch dümmer als der deutsche sein kann, aber Tokio schafft das. Der letzte Kriegsschauplatz ist die Ostfront, wo die Deutschen das Jahr mit einem Blick in den Abgrund der Niederlage beginnen. Die sowjetische Gegenoffensive im Winter 1941/42 bringt das Heer an den Rand des Untergangs, und nur Hitlers absoluter Haltebefehl und die Professionalität der Wehrmacht auf der einen und die mangelnde Professionalität der Roten Armee und Stalins Fehlentscheidungen auf der anderen Seite retten die Armee vor dem Desaster und erlauben ihr ein ungeahntes Comeback für die Sommeroffensive, die sie bis in den Kaukasus treibt und die Sowjetunion in Parshalls Erzählung an den Rand der Niederlage bringt. Auch hier zeigt sich der strategische Irrsinn der Achsenmächte wieder, denn keine dieser Operationen hat auch nur die geringste Aussicht, langfristig das Kriegsglück zu ihren Gunsten zu wenden. Ein Kult der Offensive besteht, der über allem steht, und irgendwelche strategischen Ziele sind kaum kohärent auszumachen. Parshall spart hier auch nicht mit vernichtender Kritik an der deutschen Generalität, deren Mentalität diese stupide Art der Kriegsführung massiv befeuert. Am Ende steht dann die bekannt sinnfreie Offensive gegen Stalingrad, in der die 6. Armee Stück für Stück aufgerieben wird und die Rote Armee in der Operation Uranus beweist (weniger im scheiternden Mars), dass sie eine eigene, wirkungsvolle Doktrin des Bewegungskriegs entwickelt hat, die sie in der Folgezeit mit verheerenden Konsequenzen gegen die Wehrmacht anwenden wird. Am Ende des Jahres haben die Achsenmächte auf allen Kriegsschauplätzen mit Ausnahme des Atlantiks (wo die Wende bis Mai 1943 warten muss) die Initiative verloren. Es gibt keine Aussicht mehr auf einen militärischen Sieg. Dass der Krieg dann noch drei Jahre weitergeht und sich in seiner blutigen Intensität noch weiter steigert, ist kein Bug, sondern ein Feature der Führungsschichten in Deutschland und Japan. Ich kann gar nicht so viel Verachtung für diese Hasardeure und Kriegsverbrecher aufbringen, wie ich möchte, und Parshalls erschöpfende Schilderung des Kriegsverlaufs gibt mehr als genug Munition dafür. --- Die entscheidende Frage aber bleibt soweit noch unbeantwortet: braucht es dieses Buch? Denn die Sinnfrage muss man sich angesichts des Umfangs durchaus stellen lassen. Parshall ist sich dessen bewusst, weswegen er einige Überlegungen voranstellt und vor allem mit Verweis auf Richard Overy und sein "Why the Allies won" erklärt, dass der Sieg der Alliierten keine unausweichliche Angelegenheit war. Nun ist es natürlich eine Binse, dass nichts unausweichlich ist. Wenn alle Münzwürfe des Schicksals zugunsten der Achsenmächte ausfallen, dann können sie den Krieg sicher "gewinnen" (in Anführungszeichen, weil ein Sieg so schwer vorstellbar und definierbar ist). Nur, eine sinnvolle Annahme ist das nicht. Parshall scheint das selbst zu spüren, weil er stets betont, dass es sich für die Alliierten in der ersten Jahreshälfte 1942 sicherlich anders dargestellt haben muss. Und natürlich, mir würde auch das Klämmerchen gehen, würde ich im Frühsommer 1942 in London die Berichte der Altantikschlucht, des Untergangs von Singapur, den Verlust der Pazifikflotte, die scheinbare Bedrohung Australiens die Niederlagen gegen Rommel und das weitgehende Scheitern des strategischen Bombenkrieges verkraften, vom Zusammenbruch der sowjetischen Südflanke ganz abgesehen. Churchill muss eine außergewöhnliche Person gewesen sein, diesem Druck standzuhalten. Allein, dem gleichen Churchill war bereits Dezember 1941 klar, dass der Kriegseintritt der USA das Gleichgewicht entscheidend verändert hatte. Parshall muss letztlich immer wieder auf das "es sah aber schon echt bedrohlich aus" zurückgreifen, weil der nüchterne Blick auf die strategische Situation zeigt, dass die Achsenmächte sich in einer Sackgasse befanden. Und man kann nicht permanent auf Fortuna hoffen, das haben Heerführer in der Geschichte von Marc Anton bis Napoleon immer wieder erlebt. Riesige Offensiven und ständige Angriffe im Vertrauen auf die mentale Überlegenheit der eigenen Truppen machen gute Propaganda, aber schlechte Strategie. Damit komme ich zurück zu der eingangs gestellten kritischen Betrachtung der Struktur des Buchs. Die Wirtschaft und Logistik hätten in meinen Augen gegenüber den erschöpfenden Darstellungen der Operationen, die mit ihren Ortsnamen an fremden Plätzen ohnehin nur schwer nachvollziehbar sind (im Hörbuch ohne Rückgriff auf Karten umso mehr), wesentlich mehr Raum haben sollen. Denn hier entscheidet sich der Krieg. Wo die Deutschen kaum 60% ihres benötigten Nachschubs an die Front bekommen und die japanischen Truppen mangels Nachschub zu zehntausenden verhungern, können die Amerikaner Granattrichter auf Guadalcanal am Ende mit ungeöffneten Konservendosen füllen und produzieren jeden Monat mehr Schiffe, als die Achsenmächte im ganzen Krieg versenken können. Die Masse an Flugzeugen, Schiffen und Waffen, die aus den US-Fabriken läuft, versorgt nicht nur die US Army, sondern auch einen Großteil der britischen (und Commonwealth) Truppen sowie erkleckliche Teile der Roten Armee. Die Masse an Soldaten, die Stalin zur Verfügung steht, erfordert so viele riesige erfolgreiche Kesselschlachten, dass die Wehrmacht selbst mit drei Weihnachten und Ostern im Jahr keine Chance hat, solange die Front nur hält. Das einzig plausible Szenario, das Parshall für eine Gefährdung der Alliierten anbieten kann, ist deswegen auch ein Zusammenbruch der Moral. Ein Zusammenbruch vor allem der sowjetischen, denn deren Truppen und Zivilisten sind durch die deutschen Angriffe tatsächlich nahe des Bruchpunkts; wie nahe allerdings ist unklar. Der weitere Kriegsverlauf wird auf deutscher Seite zeigen, dass auch noch so viele vernichtende Niederlagen einen Diktator wie Hitler nicht aus dem Sattel zu werfen vermögen; warum es Stalin anders ergangen sein sollte, bleibt Parshalls Geheimnis, das, fürchte ich, ein wenig der Dramaturgie geschuldet ist. Dasselbe gilt für Großbritannien und die USA: die Entscheidung Washingtons im Verlauf des Jahres 1942, die Atombombe zu bauen - ein wirtschaftliches Großunternehmen, das 10% des US-BIP verschlingt (!) und dem Parshall völlig zurecht ein eigenes Kapitel widmet - macht letztlich auch diese Überlegungen zur Makulatur. Hätten die Deutschen mehr Erfolge errungen und länger durchgehalten, dann wären Little Boy und Fat Man über deutschen Städten explodiert. Ich sehe im Jahr 1942 keine Chance für die Deutschen - und erst Recht die Japaner -, diesen Krieg mit irgendetwas wie einem Sieg zu entscheiden. Er war Irrsinn, von Anfang an (ich habe über die Unwahrscheinlichkeit, dass diese Frage überhaupt gestellt werden muss, einen eigenen Beitrag geschrieben). Parshalls Buch gibt ein sehr gutes Verständnis für die Interdependenz der Kriegsschauplätze, die in vielen anderen Darstellungen zu kurz kommt, und er zeigt hervorragend auf, wie Operationen im Pazifik die in Nordafrika und von dort wiederum das Geschehen im Atlantik wechselseitig beeinflussen. Für einschlägig interessierte Menschen ist das Buch deswegen absolut ein lesenswerter Gewinn. Wer aber verstehen will, warum Deutschland den Krieg verliert, ist in meinen Augen mit "Ökonomie der Zerstörung" weiterhin besser beraten.
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23. September / 3. Oktober 1626: Die Mansfelder in Schlesien dkblog.hypotheses.org/6944
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23. September / 3. Oktober 1626: Die Mansfelder in Schlesien
Nach der Niederlage an der Dessauer Brücke1 war Mansfeld mit den verbliebenen Truppen weiter nach Osten gezogen; vor allem in Schlesien hatte er sich aufgehalten, doch sein Ziel war, weiter nach Ungarn vorzustoßen und die Verbindung zum Fürsten von Siebenbürgen aufzubauen2. Seine Operationen stellten keine wirkliche Bedrohung mehr dar. Doch das wissen wir heute aus dem Rückblick; die Zeitgenossen verfolgten Mansfelds Aktivitäten mit großem Eifer und auch Besorgnis: zu oft hatte der Kriegsunternehmer Rückschläge weggesteckt und neue Truppen organisiert, mit denen er erneut zu Felde gezogen war. So konnte es nicht überraschen, dass auch im Frühherbst 1626 die Nachrichten, wo sich gerade Mansfeld aufhielt und was er tat, einen hohen Stellenwert besaßen. Dies war auch für Kursachsen von Bedeutung, und vom 23. September 1626 a.St.3 datierten „Zeittungen aus Preßlau“, die für den Dresdener Hof bestimmt waren4. Vor allem in Troppau und Jägerndorf hielten sich, wie es im Bericht hieß, noch mansfeldische Truppen. Erwähnt wurden auch „Weymarische Besazungen“, womit Einheiten unter dem Kommando des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Weimar gemeint waren, der vormals in pfälzischen, dann in dänischen Diensten gestanden hatte und sich nun auf dem Marsch nach Osten Mansfeld angeschlossen hatte. Erwähnt wurde auch, dass zu Troppau „vff Dennemarck Thaler gemünzt“ wurden: bemerkenswert war dies vor allem, weil diese Maßnahme darauf hindeutete, daß neue Truppen angeworben werden sollten. Ansonsten gab es mehrere Berichte über die gewaltsame Eintreibung von Geldern und weiteren Plünderungen. So wurde der Ort Hotzenplotz5 ausgeplündert, vor allem wurden „die Jüden gepeiniget, vnd [sc. haben die Plünderer] inn 150m Thlr werth vonn Gold, Silber vnd baaren Geldt bekommen“. Auch wurden Adlige gefangen genommen, um Lösegeld zu erpressen: „Vom herrn Klippel begeren sie rantzion 20m Reichstaler“. Dabei bemühten sich die Mansfelder, in dieser Region ein anderes Bild von sich zu entwerfen. So wandte sich ein dänischer Commissarius an die Stadt Breslau, aber auch an andere mit Schreiben, in denen man um Verständnis für diese harten Aktionen bat. Denn, so das Schreiben des Commissarius, „sie weren Defensores, sonderlich in puncto Religionis“. Allerdings kommentierten die Zeitungen, dass diese Ankündigung nicht gut verfangen habe („hat aber schlechten Bescheid erlangt“). Dabei waren die Mansfelder gar nicht die einzigen Truppen, die die schlesischen Lande leiden ließen. Auch die Kaiserlichen, die den Mansfeldern nachsetzten, forderten Leistungen aus dem Land. Konkret von Breslau verlangte ein Oberst Montecuccoli Artillerie, was der Stadt offenbar schwerfiel („das kompt der Stadt beschwerlich für“). Die Stadt wollte ohne Zweifel nicht wehrlos bleiben und hatte auch allen Grund für diese Einstellung. Denn andere Nachrichten berichteten von einem Einfall von eintausend Kosacken, die aus Polen ins Glogauische eingefallen waren. Sie waren schlecht ausgerüstet, und so befürchtete man, sie wollten sich im Land neu ausstaffieren: es handelte sich, wie es im Bericht hieß, um „ein heilloses gesindel“. Aus kursächsischer Sicht bestand sicher keine unmittelbare Gefährdung für die eigenen Territorien. Doch beruhigend waren die Nachrichten aus Schlesien nicht. Insofern blickte man in Kursachsen nicht nur auf den Kriegsschauplatz im Niedersächsischen Reichskreis, sondern ebenso auch auf die Ereignisse im Osten. 1. 25. April 1626: Ein Sieg Wallensteins. _dk-blog_. Abgerufen am 26. Juni 2026 von https://doi.org/10.58079/163rk . [↩] 2. Siehe Krüssmann, S. 608-614 u. 616-619. [↩] 3. Also 3. Oktober 1626 nach neuem Kalender. [↩] 4. „Zeittungen aus Preßlau“ (Indorsat fol. 217‘), HStA Dresden, Geheimer Rat, Locat 09209/02: 59. Buch, Kriegswesen im Reich, fol. 215-217. [↩] 5. Heute Osoblaha. [↩] Michael Kaiser Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Michael Kaiser (29. September 2026). 23. September / 3. Oktober 1626: Die Mansfelder in Schlesien. _dk-blog_. Abgerufen am 29. September 2026 von https://dkblog.hypotheses.org/6944 * * * * * * * *
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Der erste deutsche Computerentwurf | HNF Blog
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Archäologische Stätten in Europa leiden unter Niedrigwasser archaeologik.blogspot.com/2026/09/a…
archaeologik.blogspot.com
Archäologische Stätten in Europa leiden unter Niedrigwasser
Am 21. August 2026 feierte die Welt eine Premiere: Zum ersten Mal wurde der von der UNESCO ins Leben gerufene Internationale Tag des Kulturerbes unter Wasser (International Day for Underwater Cultural Heritage) begangen. Dieser neue Welttag soll das Bewusstsein für die Erforschung und den Schutz versunkener historischer Stätten, Schiffswracks und prähistorischer Siedlungen in Ozeanen, Meeren, Flüssen und Seen schärfen. Doch das Premierenjahr fiel mit historischen Wetterextremen zusammen, die der Diskussion eine ungeahnte Dringlichkeit verliehen. In der klassischen Wahrnehmung wird Unterwasserkulturerbe oft mit tiefen Ozeanen und antiken Schiffswracks in der Ägäis oder der Karibik assoziiert. Im Sommer 2026 rückten jedoch kontinentale Flüsse und Binnengewässer in den Fokus der medialen Berichterstattung. Anstelle von Tauchexpeditionen reichten plötzlich Stiefel und Drohnen, um archäologische Stätten aufzufinden und zu dokumentieren. * https://aquaheritage.at/news/tag-des-kulturerbes-unter-wasser.html * https://www.unesco.org/en/days/underwater-cultural-heritage * https://www.palafittes.org/eventdetails-de/international-day-for-underwater-cultural-heritage * https://edition.cnn.com/2026/07/31/climate/shrinking-rivers-reveal-past-relics-in-europe * https://nltimes.nl/2026/08/15/river-beds-exposed-drought-goldmine-archeologists * https://futurism.com/science-energy/european-drought-heat-wave-climate-change-danube-roman-ruins * https://www.instagram.com/p/DbpqNyQkXyE/ ### Aktuelle Fälle Die anhaltende Hitzewelle des Sommers 2026 führte europaweit zu dramatisch sinkenden Flusspegeln. Diese extremen Trockenperioden legten Teile von Flussbetten frei, die normalerweise völlig unzugänglich unter Wasser liegen. Was für die Binnenschifffahrt und Landwirtschaft eine Katastrophe bedeutete, bot der Archäologie für außergewöhnliche Einblicke. Die Funde illustrieren damit aber auch die Auswirkungen des Klimawandels. ### Donau Durch extreme Niedrigwasserstände floss die Donau in Bulgarien stellenweise nur noch wie ein Rinnsal und legte die Fundamente der fast 1.700 Jahre alten Konstantinsbrücke nahe dem Dorf Gigen frei. Das monumentale römische Bauwerk wurde im Jahr 328 n. Chr. unter Kaiser Konstantin dem Großen eröffnet und galt als eine der längsten Brücken der Antike. Archäologen des Regionalen Historischen Museums in Pleven nutzten die seltene Gelegenheit, um die freigelegten Pfeilerstrukturen in ihrer realen Umgebung mittels Drohnen zu vermessen und zu kartieren. Neben der Brücke kamen in der Region unter anderem ein Mammutstoßzahn sowie ein versunkenes Nazi-Kriegsschiff zum Vorschein. Etwa 70 Kilometer südlich von Budapest untersuchten Forscher des Intercisa-Museums Ende Juli das ausgetrocknete Bett der Donau. Auf der (vergeblichen) Suche nach den Überresten eines Klosters aus dem 12. Jahrhundert entdeckten sie bei Dunaújváros im seichten Wasser einen hervorragend erhaltenen römischen Jupiter-Altar, eine Frauenstatue und zahlreiche weitere Architekturteile. * Drought reveals Danube’s lost treasures – and deadly legacy of war. The Telegraph 29.8.2026. - https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/08/29/droughts-uncovering-lost-archaeology-and-wartime-munitions/ * Droughts Are Getting So Intense That Ancient Ruins Are Beginning to Surface From Dried Up Rivers. Futurism 15.8.2026. - https://futurism.com/science-energy/european-drought-heat-wave-climate-change-danube-roman-ruins * Low Danube water levels in Bulgaria expose Roman-era bridge. Reuters 6.8.2026. - https://www.reuters.com/business/environment/low-danube-water-levels-bulgaria-expose-roman-era-bridge-2026-08-06/ * Elképesztő, mit találtak a Dunában: még a régészeket is meglepte, amit a kiszáradó meder rejtett. penzcentrum 30.8.2026. - https://www.penzcentrum.hu/hellovidek/20260830/elkepeszto-mit-talaltak-a-dunaban-meg-a-regeszeket-is-meglepte-amit-a-kiszarado-meder-rejtett-1204597 * Fast vollstaendig erhaltene Statue aus der Römerzeit im Donaubett gefunden. ungarn heute 21.9.2026. - https://ungarnheute.hu/news/fast-vollstaendig-erhaltene-statue-aus-der-roemerzeit-im-donaubett-gefunden-55964/ In Ungarn veranstalteten Museen mit Freiwilligen gezielte Suchen in den Niedrigwasserzonen, so auch an der Theiss. Als weitere Weltkriegsrelikte kamen direkt in der ungarischen Hauptstadt durch das extreme Niedrigwasser die Skelette von zwei deutschen Soldaten sowie ein Militärmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht. Nahe der serbischen Stadt Prahovo legte die Dürre Dutzende versunkene Nazi-Kriegsschiffe frei. Die Wracks stammen aus dem September 1944, als die zurückweichende deutsche Schwarzmeerflotte ihre eigenen Schiffe absichtlich versenkte. In der engen Flusspassage an der serbisch-rumänischen Grenze wurden damals angeblich rund 200 Schiffe versenkt. Durch das extreme Niedrigwasser im Juli und August 2026 traten hier mindestens 20 Wracks gleichzeitig spektakulär aus dem Wasser. Da viele dieser Wracks noch tonnenweise scharfe Munition und Sprengstoff an Bord haben, stellen sie bei Niedrigwasser eine erhebliche Gefahr für die Schifffahrt dar. Nahe der kroatischen Grenzorte Opatovac und Lovas sank der Pegel der Donau so stark, dass das Wrack des ungarischen Frachtschiffs Fulton spektakulär aus dem Wasser ragte. Das Schiff war 1937 mit einer gewaltigen Ladung Kohle auf dem Weg nach Novi Sad aus ungeklärten Gründen gesunken. Lokale Behörden und Historiker nutzten die Freilegung des Hecks im Juli 2026, um neue Daten über die Gründe des Untergangs zu sammeln. * Low water levels in the Danube revealing Nazi shipwrecks. DW 8.6.2026. - https://www.dw.com/en/low-water-levels-in-the-danube-revealing-nazi-shipwrecks/a-78242343 * Mysterious shipwreck emerges from Danube as river levels sink to record low. TVP World 21.7.2026. - https://tvpworld.com/94453265/danubes-record-low-waters-expose-croatia-shipwreck-mystery * See the long-lost relics unearthed by Europe's drying rivers amid the summer heat wave. Business Insider 20.8.2026. - https://www.businessinsider.com/photos-show-relics-unearthed-by-europes-dried-rivers-2026-8 * Drought reveals Danube’s lost treasures – and deadly legacy of war. The Telegraph 29.8.2026. - https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/08/29/droughts-uncovering-lost-archaeology-and-wartime-munitions/ * Ancient mammoth remains and a Nazi shipwreck: Europe’s shrinking rivers reveal past relics. Euronews via youtube Aug. 2026. - https://www.youtube.com/watch?v=XLnWFZbY_I4 * Ancient mammoth remains and a Nazi shipwreck: Europe’s shrinking rivers reveal past relics. CNN 31.7.2026. - https://edition.cnn.com/2026/07/31/climate/shrinking-rivers-reveal-past-relics-in-europe * The Nazi shipwrecks emerging from the Danube. BBC 20.8.2026. - https://www.bbc.com/travel/article/20260818-the-nazi-shipwrecks-emerging-from-europes-great-river * le passé : "On a retrouvé des vestiges de la Seconde Guerre mondiale" TF1 15.8.2029.- https://www.tf1info.fr/environnement-ecologie/quand-la-secheresse-fait-ressurgir-le-passe-on-a-retrouve-des-vestiges-de-la-seconde-guerre-mondiale-2458586.html ### Tiber In Rom sank der Tiber im August so stark, dass die Fundamente der Pons Neronianus (Nero-Brücke) unweit des Petersdoms mitten im Flussbett sichtbar wurden. Die Brücke verband im antiken Rom das Stadtzentrum mit den privaten Gärten Kaises Neros. * Drought Exposes Prehistoric, Roman, Nazi Artifacts in Europe. The Chosun Daily 18.8.2026. - https://www.chosun.com/english/world-en/2026/08/17/FRIBT2GJGVENHKUFDNIUDLQSGQ/ Weitere Funde stammen beispielsweise aus einem Stausee in Tschechien. * Niedriger Wasserstand legt alten Friedhof im Lipno Stausee frei. Tschechien News 24.9.2026. - https://www.tschechien.news/post/niedriger-wasserstand-legt-alten-friedhof-im-lipno-stausee-frei ### Rhein und Maas Am deutschen Rhein nutzten Archäologen (unter anderem mit Genehmigung der Landesarchäologie) die freigelegten Uferzonen systematisch für Begehungen und stießen dabei auf Pfeilspitzen aus der Bronzezeit. Gleichzeitig dokumentierten Experten im Rhein die freigelegten Reste einer römischen Hafenanlage, warnten jedoch direkt vor der schnellen Zerstörung der antiken Holzstrukturen durch den Sauerstoffkontakt. In großen Mengen kam Weltkriegsmunition zum Vorschein. * Kuriose Funde, die das Niedrigwasser sichtbar macht. wdr 6.8.2026. - https://www1.wdr.de/nrw/duesseldorf/funde-rhein-niedrigwasser-100.html * Was jetzt ans Licht kommt. wdr 21.8.2026. - https://www1.wdr.de/kultur/niedrigwasser-fluesse-hitze-archaeologie-100.html * Und plötzlich liegt eine Bazooka am Ufer. Tagesschau 13.8.2026. - https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/niedrigwasser-kampfmittel-rhein-100.html ### Bodensee Der aktuelle Wasserstand des Bodensees am maßgeblichen Pegel Konstanz liegt bei 254 cm (Stand: 27. September 2026). Damit befindet er sich rund 108 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert für diesen Kalendertag und bricht reihenweise historische Tiefstwerte. Nach dem extrem trockenen und heißen Sommer fehlt den alpinen Zuflüssen weiterhin das Wasser. Die berühmten prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee (UNESCO-Weltkulturerbe) sind eigentlich unter Wasser im Schlamm konserviert. Durch das extreme Niedrigwasser fallen Uferbereiche trocken, wodurch der schützende Sauerstoffabschluss verloren geht. Sobald die jahrtausendealten Holzpfähle an die Luft gelangen, trocknen sie aus und werden durch Mikroorganismen unumkehrbar zerstört. Das Risiko steigt, wenn die Uferzonen länger trocken liegen und der Schlamm tiefgründig austrocknet. Da weite Ufer- und Strandzonen komplett trockenliegen, rücken die archäologischen Schichten in den Fokus der Wissenschaft sowie von Laien: --- Niedrigwasser bei Radolfzell, Sommer 2026 (Foto: Markus Wolter, CC BY 4.0 via WikimediaCommons) Der niedrige Pegel lockt verstärkt Sondengänger mit Metalldetektoren und Raubgräber an die Ufer. Behörden weisen jedoch streng darauf hin, dass die Suche in den sensiblen archäologischen Zonen ohne Genehmigung verboten ist und den Denkmalschutzgesetzen unterliegt. * Niedriger Bodensee-Pegel lockt Sondengänger. Metalldetektoren 29.8.2026. - https://metalldetektoren.de/neuigkeiten/august-2026-niedriger-bodensee-pegel-lockt-sondengaenger (immerhin mit Hinweis auf die Genehmigungspflicht) * https://www.heute.at/s/bodensee-pegel-sinkt-mysterioeser-fund-macht-sprachlos-120219760 * Niedrigwasser am Bodensee: gefährlich für die originalen Pfahlbauten? swr 23.8.2026. - https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/niedrigwasser-am-bodensee-koennte-fuer-pfahlbau-pfaehle-unteruhldingen-gefaehrlich-werden-100.html Beim Pfahlbaumuseum Unteruhldingen sorgt das aktuelle Niedrigwasser für ein außergewöhnliches Bild: Fast die gesamte rekonstruierte Dorfanlage steht auf dem Trockenen. Wo normalerweise die Pfähle tief im Bodenseewasser versinken, laufen Besucher nun über Stege, die über freiliegendem Seeboden und Schlammflächen schweben. * Niedrigwasser im Bodensee macht gefährliche Funde sichtbar. Schwäbische 9.9.2026.- https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/friedrichshafen/niedrigwasser-im-bodensee-ploetzlich-tauchen-handgranaten-und-bomben-heute-4797647 * Niedrigwasser am Bodensee: Klimawandel betrifft auch Pfahlbauten. Archaeologik 7.4.2025 * Der Bodensee ist von der Gefährdung besonders betroffen. Schwäbische 31.8.2026. - https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/friedrichshafen/der-bodensee-ist-von-der-gefaehrdung-besonders-schiff-4806791 ### Niederlande Auch im Rheindelta führten extreme Dürreperioden dazu, dass die Flussbetten der Waal, des Rheins (Rijn) und der Maas um mehrere Meter absanken. Wie das Magazin NL Times ausführlich berichtet, nutzten erfahrene Archäologenteams die freigelegten, sonst völlig unzugänglichen Uferzonen für gezielte Suchen. Dabei stießen sie in den freigelegten Abschnitten gezielt auf historische Relikte, darunter römische Münzen und ebenfalls ein Schiffswrack aus der NS-Zeit. Auch bei Arnslecht wurden durch die niedrigen Pegel alte Brückenfundamente aus Holz freigelegt, die nun alte Uferlinien anzeigt . * River beds exposed by drought a goldmine for archeologists. NL Times 15.8.2026. - https://nltimes.nl/2026/08/15/river-beds-exposed-drought-goldmine-archeologists ### England In England betraf das Niedrigwasser zahlreiche Stauseen, so dass historische Anlagen, die beim Aufstauen versunken sind, nun wieder auftachten. Im Rutland-Water-Reservoir, dem größten künstlichen Gewässer Englands tauchte Mitte August das „Geisterdorf“ Nether Hambleton auf. Die Siedlung war 1976 überflutet worden, nachem zuvor eine kleine Rettungsgrabung die Reste eines mittelalterlichen Gebäudes freilegen konnten. Nun lagen die Fundamente der verlassenen Häuser wochenlang komplett im Trockenen und wurden von Historikern vor Ort dokumentiert. * https://www.heritagedaily.com/2026/08/ghost-village-hidden-beneath-reservoir-emerges-during-severe-drought/158965 Im Llwyn-Onn Reservoir in Wales sank der Wasserspiegel so stark, dass eine alte, um 1800 errichtete Steinbrücke wieder auftauchte. Sie war 1911 im Stausee versunken und 1976 sowie bereits im vorigen Jahr 2025 aufgetaucht. * https://www.bbc.com/news/articles/cqlxxggvdwko Aus dem Gezeitenbereich der Themse ziehen "Mudlarks" und Sondler (regulär mit Genehmigungen des London Museum) seit Jahren archäologische Funde aus dem Schlamm. Das Niedrigwasser im Spätsommer legte an den Ufern der Themse tiefe, sonst unzugängliche Sedimentschichten frei. Archäologische Organisationen veröffentlichten im September spezielle Leitfäden für das sogenannte Foreshore Archaeology. Durch die extreme Freilegung wurden vermehrt historische Holzkonstruktionen alter Hafenanlagen und Alltagsgegenstände früherer Epochen direkt aus dem freigelegten Flussbett dokumentiert. * Research at TDP. MOLA. - https://www.mola.org.uk/get-involved/thames-discovery-programme/research-tdp * At Low Tide in London: Foreshore Archaeology, Permission Checks and a Shore-Free Fallback. Orange Donut Tours 25.9.2026. - https://www.orangedonuttours.com/london/city-guides/at-low-tide-in-london-foreshore-archaeology-permission-checks-and-a-shore-free-fallback Im September veröffentlichte die Kent Archaeological Society Berichte über untergegangene Küstendörfer und historische Strukturen im Bereich der Swale-Mündung in Kent, die bei den diesjährigen, extremen Niedrigwasserständen im Mündungsbereich sichtbar und zugänglich wurden. * https://www.kentarchaeology.org.uk/magazine/127-14-beyond-low-water ### Frankreich Trotz auch in Frankreich dramatisch geringen Niederschlägen gab es in der französischen Presse im Sommer und Frühherbst 2026 keine konkreten Berichte über neu entdeckte oder akut beschädigte archäologische Stätten durch Niedrigwasser. Obwohl Medien wie TF1, BFMTV und Regionalzeitungen intensiv über die historische Rekorddürre 2026 berichten – bei der im September bis zu 84 % des Landes von extremer Trockenheit betroffen sind und über 40 % der kleineren Wasserläufe versiegen –, fehlen spezifische archäologische Fundmeldungen aus französischen Gewässern. Die französische Presse verwies lediglich auf viele der oben bereits vorgestellten Beispielen aus den Nachbarländern. Einerseits scheint in Frankreich aus Schutz vor Raubgrabungen eine restriktivere Informationspolitik präsent, die Funde erst nach Abschluß der Untersuchungen mitteilt. Da der Westen Frankreichs im Frühjahr 2016 zunächst von historischen Überschwemmungen betroffen waren, führten hohe Grundwasserstände während der Dürre im Spätsommer zu einer relativ geringen Entleerung der großen, archäologisch relevanten Seenlandschaften - anders als bei extremen Niedrigwasserständen wie z.B. im Jahr 2018. * https://meteofrance.com/actualites/une-secheresse-des-sols-historique * Le nombre de petits cours d’eau asséchés atteint un niveau historique Quest France 4.9.2026. - https://www.ouest-france.fr/meteo/secheresse/le-nombre-de-petits-cours-deau-asseches-atteint-un-niveau-historique-d4f7aaa4-a85c-11f1-a3f7-c4f38a0eaa1c Zur berühmten Fundstelle von Colletière bei Charavines am Lac du Paladru (Département Isère) - ein um 1000 im See versunkener Herrenhof - gab es im Sommer zahlreiche Berichte, veil das dortige archäologische Museum neu eröffnet wurde. Während früherer Trockenphasen (unter anderem im Herbst 2018 und 2020) sank der Pegel so tief, dass die Überreste der Siedlung knapp unter der Wasseroberfläche sichtbar wurden und trocken zu fallen drohten. 2026 gab es entgegen dem Trend im restlichen Frankreich laut der regionalen Presse (wie Le Dauphiné Libéré) am Lac du Paladru sogar zeitweise hohe Wasserstände. Im Januar 2026 starteten zudem umfangreiche Renovierungen der Schleusen und Wehre durch die der Wasserstand im See schon seit dem 19. Jahrhundert reguliert wird. Mit der Automatisierung der Wehre soll der Wasserstand besser stabiliisert werden, um die Tierwelt, aber eben auch die im See liegenden Funde unter Wasser zu halten. * .A. Simonneau/ E. Doyen/ E. Chapron/ L. Millet/ B. Vannière/ C. Di Giovanni/ N. Bossard/ K. Tachikawa/ E. Bard/ P. Albéric/ M. Desmet/ G. Roux/ P. Lajeunesse/ J.F. Berger,/ F. Arnaud, Holocene land-use evolution and associated soil erosion in the French Prealps inferred from Lake Paladru sediments and archaeological evidences. Journal of Archaeological Science 40/4, 2013, 1636-1645, - https://doi.org/10.1016/j.jas.2012.12.002 (closed access). - https://insu.hal.science/insu-00763735v1/document * Musée archéologique du lac de Paladru - MALP. Grenoble Alpes tourism 2026. - https://www.grenoble-tourisme.com/fr/catalogue/detail/musee-archeologique-du-lac-de-paladru-malp-189630/ * VIDÉO - Isère : le lac de Paladru victime de la sécheresse. RTL 25.1.2020. - https://www.rtl.fr/actu/meteo/video-isere-le-lac-de-paladru-victime-de-la-secheresse-7795324816 * Automatisation de l’ouvrage des vannes du lac de Paladru : démarrage des travaux le 12 janvier 2026. symbhi 8.1.2026. -https://symbhi.fr/automatisation-de-louvrage-des-vannes-du-lac-de-paladru-demarrage-des-travaux-le-12-janvier-2026/ * MALP (Musée archéologique du Lac de Paladru). ### Verminderte Erhaltungsbedingungen und vergrößerte Plünderungsrisiken für Kulturerbe Es besteht kein Zweifel, dass die Trockenheit 2026 Folge des Klimawandels ist, den zu leugnen einfach nur noch dumm (oder wider besseres Wissen Teil einer Populismusstrategie) ist. Ein Faktenpapier zu den Extremwettern in Deutschland trifft aktuell folgende Feststellungen: * Die globale Erwärmung erhöht generell die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten bestimmter Extreme und ihrer Folgen. * Die Zunahme von Hitzewellen ist zweifelsfrei eine Folge der globalen Erwärmung. * Die Häufigkeit von Trockenphasen ist gestiegen. * Wassertemperaturen des Rheins steigen trotz reduzierter Wärmeeinleitungen und sind zunehmend außergewöhnlich hoch im Zusammenhang mit intensiven sommerlichen Hitzewellen. * In den letzten Jahren häufen sich ausgeprägte Niedrigwasserphasen an den Flüssen, die nur mit klimawandelbedingten Änderungen im hydrologischen System erklärt werden können. * Die agrarischen und hydrologischen Dürren der letzten Jahre erzeugen Anpassungsdrücke für Wirtschaft und Habitate. * Die erneuerbare Wasserressource Deutschlands ist rückläufig. * Faktenpapier 2026: Was wir über das Extremwetter in Deutschland wissen - Stand der Wissenschaft zu Extremwetterereignissen im Klimawandel in Deutschland, Ausgabe 2026 (PDF) Dieser Sommer 2026 macht klar: es wird nicht einfach wärmer mit rundweg schönem Wetter, sondern vieles kommt auch im Alltag ins Rutschen: Die Landwirtschaft sieht sich mit erhöten Ausfallrisiken konfrontoert, die Kapazitäten der Binnenschiffahrt reduzieren sich mit Auswirkungen auf das Preisniveau, aber auch die Infrastruktur altert bei steigenden Temperaturen verstärkt, da Straßenbeläge und Brückenkonstruktionen nicht auf solche Hitzeperioden ausgelegt sind. Und natürlich ist die Hitze eine körperliche Belastung. Zu den vielen Folgen des Klimawandels zählt aber auch die Zerstörung oder besser vielleicht Zersetzung archäologischer Stätten. Manuel Zeiler, ein Archäologe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), warnte im WDR eindringlich vor den Folgen der Dürre. Flüsse fungieren als Sauerstoff-freie Archive. Sobald die Hitzewelle Uferbereiche trockenlegt, greift der atmosphärische Sauerstoff jahrhundertealte Holzstrukturen, Wrackteile und sogar mikroskopische Pollen (die Landschaftsgeschichte speichern) an und lässt sie rasant zerfallen. * https://www1.wdr.de/kultur/niedrigwasser-fluesse-hitze-archaeologie-100.html Zudem kommt es durch steigende Gewässertemperaturen zur EInwanderung neuer Arten, die verstärkt den Grund von Flüssen und insbesondere Seen aufwühlen und auch so den archäologischen Stätten zusetzen. Viele invasive Arten stammen aus wärmeren Regionen (z. B. dem Schwarzmeerraum). Steigende Wassertemperaturen im Rhein (die im Sommer immer häufiger kritische Marken überschreiten) führen dazu, dass: heimische Arten unter Hitzestress geraten und zurückgedrängt werden. und die Invasoren optimale Fortpflanzungsbedingungen vorfinden, da mildere Winter ihre Überlebensrate drastisch erhöhen. Zu den für die Archäologie gefährlichen invasiven Arten zählen unter anderem Kamberkrebs und Signalkrebs: Diese Arten haben sich über den Rhein und seine Zuflüsse rasant ausgebreitet. Der Kamberkrebs, der ursprünglich aus Nordamerika stammt, ist in Europa inzwischen die dominierende Krebsart, In Deutschland ist seine Ausbreitung in südlichen Gebieten (Bodensee- und Donausystem) noch nicht vollständig abgeschlossen. Im Gegensatz zu heimischen Flusskrebsen graben sie im Schlammgrund. Durch dieses permanente Aufwühlen (Bioturbation) wird das schützende Sediment destabilisiert und abgetragen (erhöhte Erosion). Sauerstoff gelangt an die Jahrtausende alten Holzobjekte, was deren biologischen Zerfall durch Bakterien und Pilze schlagartig anstößt. Neben den Krebsen gibt es einen noch aggressiveren Akteur, der direkt mit der Erwärmung und der Rheinschifffahrt verknüpft ist: die Quagga-Muschel (_Dreissena rostriformis bugensis_). Sie breitet sich seit einigen Jahren flächendeckend im Rheinsystem und im Bodensee aus. Die Quaggamuscheln heften sich mit sogenannten Byssusfäden extrem fest an die prähistorischen Holzpfähle. Wenn Wasservögel (wie Tauchenten oder Kormorane) die Muscheln fressen, reißen sie diese gewaltsam vom Holz ab. Dabei wird jedes Mal die ohnehin aufgeweichte, Jahrtausende alte Holzsubstanz reduziert. Im Bodensee begünstigen die steigenden Wassertemperatren auch das Wachstum des Schweizer Laichkrauts, das die Pfahlfelder der >Seeuferrandsiedlungen flächig überwuchert und die Oberflächen der Hölzer angreift. Das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und internationale Monitoring-Projekte schlagen Alarm: Durch das Zusammenspiel aus wärmerem Wasser, grabenden Krebsen und siedelnden Quagga-Muscheln verlieren wir rasant das jahrtausendealte „Archiv unter Wasser“. Da ein mechanischer Schutz ganzer Seeböden kaum möglich ist, bleibt der Archäologie eigentlich nur noch die Notgrabung, bevor die Funde unwiederbringlich zerstört sind. * R. Ebersbach, Welterbe, Klimawandel und Neobiota – Zirkumalpine Pfahlbauten in Zeiten der Erderwärmung. ICOMOS – Hefte des Deutschen Nationalkomitees 79, 2021, 62-68. - https://doi.org/10.11588/ih.2021.1.87250 * J. Goldhammer/ J. Köninger, 40 Jahre Taucharchäologie. Denkmalpflege unter Wasser in Baden-Württemberg. Denkmalpflege in Baden-Württemberg 2021/4, 234-239. - https://doi.org/10.11588/nbdpfbw.2021.4.84694 * Niedrigwasser bedroht laut Experten archäologische Funde. Deutschlandfunk Kultur 21.8.2026. - https://www.deutschlandfunkkultur.de/niedrigwasser-bedroht-laut-experten-archaeologische-funde-100.html * Archäologie und Dürre: „Für die Fundstücke bedeutet die Trockenheit nichts Gutes“ FAZ 21.8.2026. - https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/archaeologie/archaeologe-zur-duerre-fuer-die-fundstuecke-bedeutet-das-nichts-gutes-accg-201132762.html (paywall): Interview Lukas Werther, RGK * https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fachinfo/flussauen * Aqua Cultural Heritage. Umweltmonitoring. - https://aquaheritage.at/aufgaben/umweltmonitoring.html * Das unterwasserarchäologische Monitoring im Attersee und Mondsee 2025. Blog Pfalbauten.at 11.8.2026. - https://www.pfahlbauten.at/aktuelles/blog/das-unterwasserarchaeologische-monitoring-im-attersee-und-mondsee-2025 ### Wissenschaftskommunikation Zun Schluß noch eine Randbemerkung zur Berichterstattung und Wissenschaftskommunikation. Die Mehrzahl der Medienberichte überschlägt sich ob der tollen, "sensationellen" Funde. Ähnlich wie bei der Berichterstattung über immer neue Sondlerfunde, siegt die Begeisterung über Entdeckungen, während wenig über den Informationsverlust durch mangelnde Dokumentation(sgelegenheit) berichtet wird. Die zahlreichen Funde aus den europäischen Flüssen 2026 sind entgegen der dominierenden Berichterstattung keine Erfolge, sondern die Dokumentation des Verlusts und ene weitere Folge des Klimawandels. Hier ist nicht zuletzt die Öffentlichkeitsarbeit der Denkmalämter gefordert, die mit wenigen positiv zu vermerkenden Ausnahmen (datunter aber auch die RGK). Bislang ist aus Deutschland nur wenig über die Funde insbesondere aus dem Rheinberichtet worden. Eine Zurückhaltung angesichts vonSondlerscharen ist hier durchaus angemessen, doch bestimmen dadurch die Medien das Sensationsfundnarrativ, wo es angemessener wäre über Erkenntnisse und Verluste zu berichten. Interessant ist, dass in England und Ungarn, zwei Ländern mit starker Sóndlerszene verstärkt ## Interne Links Archäologie und Klimawandel * Klimageschichte brennt ab. Archaeologik21.11.2021 * Klimawandel als denkmalpflegerisches Problem. Archaeologik 26.10.2017 * Apokalyptisches Wildfeuer in Australien - Bedrohung für Felsbilder der Aboriginees?. Archaeologik 13.1.2020 * Vorbereiten auf den Klimawandel. Archaeologik 8.10.2018 * Waldbrände in Europa ein Risiko fürs Kulturerbe: Las Médulas. Archaeologik 26.8.2026 * Klimawandel: Neue Gletscherfunde. Archaeologik 2.10.2022 * Niedrigwasser am Bodensee: Klimawandel betrifft auch Pfahlbauten. Archaeologik 7.4.2026 _Hinweis:_ Bei der Zusammenstellung der Informationen wurde KI eingesetzt. Angaben und Links wurden geprüft.
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Archäologie im 21. Jh.: Wisssenschaft, Technologie und Gesellschaft – Alicante, 10/2026
**Aus dem Ankündigungstext der Veranstalter:** _«El**IV Congreso de Arqueología Profesional aspira a ser un espacio de encuentro, reflexión e innovación** , donde la comunidad arqueológica pueda repensar colectivamente su papel en la sociedad contemporánea._ _Una oportunidad para detenerse, contrastar miradas y proyectar futuro, fortaleciendo la profesión, difundiendo el conocimiento científico y construyendo, desde la práctica y el debate, la arqueología del siglo XXI._ _Esta cita, ya consolidada en el ámbito estatal, reunirá a profesionales de la arqueología, investigadores y especialistas del patrimonio para analizar los retos actuales de la disciplina desde una perspectiva profesional, científica y social.»_ Mit Beiträgen unter anderen von** – Miguel Alba Calzado (CCMM)**_, Arqueología de las murallas medievales de Merida __–_**Pedro Mateos Cruz y Pedro Delgado Molina (IAM)** , _Analisis estratigrafico de los lienzos de la alcazaba de Mérida _– **Sophie Gilotte (CNRS, UMR 5648/CIHAM)** , _Albalat: un viaje a traves de la historia andalusí de Extremadura_ _–_**Santiago Guerra Millan y Diego Sanabria Murillo (Arqueólogos de la Junta de Extremadura)**_, Datos sobre la ocupación andalusí de Medellín (Badajoz)__ _ – **Ruben Bueno Riesco (Arqueólogo)** , _De la excavación al laboratorio: el estudio de la ceramica para el conocimiento de los asentamientos medievales del curso medio del Tajo_ **16. bis 17. Oktober 2026** **Organisation:** José Ignacio Lorenzo (CDL, Aragón) · José Luis Menéndez Fueyo (MARQ) · Fernando Tendero (CDL, Alicante) · Rafael Turatti (CDL, Granada, Almería y Jaén **Veranstaltungsort:** Museo Arqueológico Provincial de Alicante – MARQ; Plaza Dr. Gómez Ulla, s/n; 03013 Alicante **Programm:**…www.consejogeneralcdl.es…
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Mechthild von der Pfalz als Kulturvermittlerin? mittelalter.hypotheses.org/41039
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Mechthild von der Pfalz als Kulturvermittlerin?
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Was wir nie lesen werden. Verlorene Bücher histgymbib.hypotheses.org/34041
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Was wir nie lesen werden. Verlorene Bücher
So der Unter- und Teiltitel eines kleinen, aber feinen, daher lesenswerten und im Internetmagazin _Forschung und Wissen_ veröffentlichten Gedankengangs. (Gefunden via _Archivalia_) Felicitas Noeske Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Felicitas Noeske (28. September 2026). Was wir nie lesen werden. Verlorene Bücher. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 28. September 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/34041 * * * * * * * *
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Bestände aus Klosterbibliotheken in Aachens Gymnasialbibliothek histgymbib.hypotheses.org/33868
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Bestände aus Klosterbibliotheken in Aachens Gymnasialbibliothek
Eine wichtige Voraussetzung für weiterführende Überlegungen zur Zukunft der historischen Lehrerbibliothek des Kaiser-Karls-Gymnasiums (KKG) besteht in der Erhellung bislang ungeklärter Besitzverhältnisse. Wie bei einer ganzen Reihe von Gymnasialbibliotheken1 haben im Laufe der Zeit auch Bestände aus Klosterbibliotheken Eingang in die historische Lehrerbibliothek des KKG gefunden. Zwei handschriftliche Konvolute vom Beginn des 20. Jahrhunderts helfen, diese Bestände zu rekonstruieren, da sie rund 60 Titel auflisten, die ursprünglich aus Klosterbibliotheken stammen sollen. Eine Erschließung dieser Bestände kann somit auch zur Erforschung der regionalen Ordensgeschichte beitragen.2 Im Folgenden wird eine erste, nach Konventen und chronologisch geordnete Übersicht über diese und weitere Titel geboten. Es besteht dabei keinerlei Garantie, dass sich die in den genannten Konvoluten verzeichneten Titel noch im Bestand der historischen Lehrerbibliothek befinden oder je befunden haben – wofür in einigen Fällen allerdings die Dokumentation von Signaturen spricht. Somit veranschaulichen die beiden Konvolute exemplarisch den Erschließungsbedarf von Aachens historischer Gymnasialbibliothek. Die folgenden Angaben wurden aus den beiden Konvoluten übernommen, zusammengeführt und – wo immer einer Abgleich mit dem Original oder einem entsprechenden Digitalisat möglich war – um die vollständigen Titeleien ergänzt. Entsprechend verlinkt finden sich Digitalisate aus der _Deutschen digitalen Bibliothek_ , dem _Münchener Digitalisierungszentrum_ , von _Google Books_ , _archive.org_ ,_e-rara_ , der _Bibliothèque nationale de France_ , der _Universitätsbibliothek Łódź_ und der _University of Liège library_. Durch Autopsie im Bestand der historischen Lehrerbibliothek nachgewiesene Exemplare sind durch Fettdruck hervorgehoben. Neben lateinischen und griechischen Klassikerausgaben thematisieren viele Werke Rhetorik und Poetik und stammen von jesuitischen oder sogar protestantischen Autoren. **Archivalische Quellen:** Bibliothek. Spezialkataloge: Material, verwertet für das Kap[i]t.[el]**** des Gesamtkatalogs von Prof. Dr. Arens (Tischschublade.). Bücher der Bibl. K[aiser-]K[arls-]G.[ymnasium]**** aus Klosterbibliotheken (auch Soc.[ietas]**** Jesu). Exemplarische Seite aus den handschriftlichen Konvoluten. (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. _**Ex libris Winthalensibus**_**(im Konvolut wird vermutet, dass es sich um einen Konvent bei Köln handelt; möglich ist auch dieDeutschordenskommende Winnental):** * Nicolò Franco: La Philena di M. Nicolo Franco. Historia amorosa ultimamente composta. Al suo nobil signore il conte di popoli. Mantua: Iacomo Ruffinelli 1547. * L’Histoire de Primaleon de Grèce continuant celle de Palmerin d’Oliue Empereur de Constantinople son père, n’aguère tirée tant de l’Italien comme de l’Espagnol, et mise en nostre vulgaire par François de Vernassal Quercinois. Lyon: Benoit Rigaud 1572 („moderner“ Einband). * Le premier livre d’Amadis de Gaule, traitant de maintes avantures d’armes et d’amours, qu’eurent plusieurs chevaliers et dames, tant du royaume de la grand’Bretaigne que d’autres païs: Traduit nouvellement d’espagnol en françoys, par le seigneur des Essars Nicolas de Herberay 1574. * Montibrétium [= Antoine de Montchrestien]: Tragédies (ohne Titelblatt, Privilège von 1604; demnach handelt es sich wahrscheinlich um die Ausgabe Les Tragédies d’Anthoine de Montchrestien. Sieur de Vasteuille. A Monseigneur le prince de Condé. Édition nouvelle augmentée par l’Auteur. Avec privilège du Roy. À Rouen: Chéz Iean Osmont Librairer dedans la court du Palais 1604). **Kreuzherren Schwarzenbroich:** * Ambrosii Calepini Bergomatis lexicon adauctum et recognitum. Hagenau/Köln: Heinrich Gran/Franz Birckmann 1523 (Signaturen: I 357 / 1416). **Kreuzherren Hohenbusch:** * P.[ublii] Vergilii Maronis Bucolicorum, Georgicorum, et Aeneidos. Cum accurata simul et fideli Servii Mauri Honorati expositione. Pars prima. Basileae [Basel]: Joannes Valderus 1534 (Holzeinband, Signaturen: I 226 / L.-B. 1421). * In hoc volumine haec continentur: Rhetoricam ad C.[aium] Herennium. M.[arci] T.[ullii] Ciceronis de Inventione […] [7 Schriften] Post Naugerianam et Victorianam correctionem emendati a Ioan.[ne] Sturmio. Strassburg: Wendelin Rihel 1540 (mense Julio) (Holzeinband, Signaturen: I 273 / L.-B. 3921). * Adamus Lonicerus/Adam Lonitzer: Naturalis historiae opus novum. In quo tractatur de natura et viribus arborum, fructuum, herbarum, Animantiumque terrestrium, uolatilium et aquatilium: Item, Gemmarum, Metallorum, Succorumque concretorum, adeoque de uera cognitione, delectu et usu omnium simplicium medicamentorum, quorum et Medicis et Officinis usus esse debet: Una cum eorundem ad uiuum effigiatis imaginibus. Ex utriusque linguae summorum uirorum penetralibus, summo labore et studio conscripta, Per Adamum Lonicerum. Accesserunt quaedam de stillatiorum liquorum ratione, eiusque artis et Instrumentorum usu, atque de peculiaribus medicamentorum simplicium facultatibus. Cum indice quintuplici: Graeco, Latino Germanico, Gallico, et morborum Medicinas continente. Francofurti [Frankfurt am Main]: Apud Chr.[istophorum] Egenolphem 1551 [sic!] (Signaturen: IV 17 / L.-B. 1448). * Aoni Paleario: Aonii Palearij Verulani epistularum lib.[ri] IIII. Orationes XII. De animorum immortalitate lib.[ri] III. Quod scripta est oratio in L.[ucium] Muraenam, praemissa sunt quaedam ex M.[arci] Tullii oratione pro L.[ucio] Muraena. Acessit quodque rerum et verborum Index. Basileae [Basel]: Apud Ioannem Opornum [1566] (Vorbesitzer: Jo[h]annes Rourmans, _Gymnasium Societatis Jesu Traiectensis_ [Jesuitenschule Maastricht], Ledereinband, Signatur: I 367). * Christophorus Clavius: Christophori Clavii Bambergensis In Sphaeram Ioannis De Sacro Bosco commentarius. Nunc quinto ab ipso Auctore hoc anno 1606. recognitus, et plerisq[ue] in locis locupletatus. Accessit Geometrica, atque Uberrima de Crepusculis Tractatis. Roma [Rom]: 51606 (Signaturen: IV 24 / L.-B. 1443). * Melchior Junior: Orationum, quae Argentinensi in Academia, exercitii gratia scriptae et recitatae ab illustr.[ibus] generos.[is] nobil.[ibus] et aliis: Ad tractandum vero propositae fuerunt a Melchiore Junio, Witebergensi, Eloquentiae ibidem Professore. Secundus Tomus, cuius Prior Pars. Orationes ad genus causae Deliberativum: Posterior. Orationes ad genus causae iudiciale pertinentes complectitur. Argentorati [Strassburg]: Sumptibus Haeredum Lazari Zetzneri 1620 (Pergamenteinband). **MöglicherweiseKreuzherren Hohenbusch:** * Dessenius. De Compositione medicamentorum. Frankfurt: Egenolph 1533 [sic!] (hier handelt es sich offensichtlich um einen Fehler, da Bernhard Dessen sein Werk _De compositione medicamentorum_ 1533 noch gar nicht verfasst hatte. Es dürfte sich um eine der folgenden Ausgaben handeln: Bernhard Dessen von Kronenburg: De compositione medicamentorum, hodierno aevo, apud pharmacopolas, passim extantium: et quo artificio eadem recte parari queant, cum Simplicium, atque Aromatum (quibus consistunt) expositionibus, ac plerorumq[ue] omnium delectu, Libri decem. Non Medicis et Pharmacopoeis tantum, sed omnibus insuper rerum cognoscendarum studiosis, utilissimi pariter ac necessarii. Ubi singula ad ipsissimam ueritatem expenduntur, plurimi errores aperiuntur, et controuersiae frequentes conciliantur, Autore Bernardo Dessenio Cronenburgio, Doctore Medico Coloniensi. Quid unoquoq[ue] libro continetur, uersa pagina indicat. Cum Indice locupletissimo, Latino de Germanico. Francofurti [Frankfurt]: Apud Haered.[es] Chr.[istophori] Egenolphi 1555 bzw. Bernhard Dessen von Kronenburg: De compositione medicamentorum, hodierno aevo, apud pharmacopolas, passim extantium: et quo artificio eadem recte parari queant, cum Simplicium, atque Aromatum (quibus consistunt) expositionibus, ac plerorumq[ue] omnium delectu, Libri decem. Non Medicis et Pharmacopoeis tantum, sed omnibus insuper rerum cognoscendarum studiosis, utilissimi pariter ac necessarii. Ubi singula ad ipsissimam ueritatem expenduntur, plurimi errores aperiuntur, et controuersiae frequentes conciliantur, Autore Bernardo Dessenio Cronenburgio, Doctore Medico Coloniensi. Quid unoquoq[ue] libro continetur, uersa pagina indicat. Cum Indice locupletissimo, Latino de Germanico. Francofurti [Frankfurt]: Apud Haered.[es] Chr.[istophori] Egenolphi 1555). **Kreuzherren Wickrath:** * Senec[a]e trag[o]edi[a]e […]. Paris: Apud Jodocum Badium Ascensium 1512 (Holzeinband, Signaturen: I 222 / L.-B. 1429). * L.[ucii] Annaei Senecae Opera, et ad dicendi facultatem, et ad bene uiuendu[m] utilissima, per Des.[iderium] Erasmum Roterod.[amum] Ex fide ueterum codicu[m], tum ex probatis autoribus, postremo sagaci non nunqua[m] diuinatione, sic emendata, ut merito priore[m] aeditione[m], ipso absente peracta[m], nolit haberi pro sua. Confer et ita rem habere co[m]peries. Adiecta sunt eiusdem scholia nonnulla. Basileae [Basel]: In officina Frobeniana 1529 (Signaturen: I 283 / 1423). * M.[arci] Tulii Ciceronis orationum volumen primum, in quo multa, quae in aliarum editionum libris corrupte legebantur, ex diligenti uetustorum exemplariu[m] collatione sunt emendata. Venetiis [Venedig]: Paulus Manutius Aldi F.[ilius] 1540 (mense Octobri) (Signaturen: I 267 / L. B. 1430). * **M.[arci] Tulli Ciceronis orationum volumen tertium, post omnes omnium editiones accuratissime emendatum. Venetiis [Venedig]: Aldus Paulus Manutius Aldi F.[ilius] 1541****(Ledereinband, Signaturen: I 267 / L.-B. 1430, Exemplar mit makulierten Handschriftenfragmenten Gratians und Chalcidi****us****’****im Bestand nachgewiesen, vgl.Nießen [2024]).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * Dictionarium Latino-Gallicum. Lutetiae [Paris]: 1554 (Signaturen: I 327 / 4222, es handelt sich um eine Ausgabe des lateinisch-französischen Lexikons von Robert Estienne/Robertus Stephanus: Dictionarium Latinogallicum, thesauro nostro ita ex adverso respondens, ut extra pauca quaedam aut obsoleta, aut minus in usu necessaria vocabula, et quas consulto praetermisimus, authorum, appelationes, in hoc eadem sint omnia, eodem ordine, sermone patrio explicata. Vgl. die Ausgabe Parisiis [Paris]: Ex officina Roberti Stephani 1538). * P.[ublii] Terentii Comoediae. Basileae [Basel]: 1557. * _Adagiorum centuriae VIII. cum dimidia per Hadrianum Iunium medicum conscriptae: opus nouum et nunc primum in luce editum.__Basileae [Basel]: Froben 1558_(Pergamenteinband, Signaturen: I 355 / L.-B. 4232). * Dictionaire Francoislatin. Paris: 1559 (es handelt sich um eine Ausgabe des französisch-lateinischen Lexikons von Robert Estienne: Dictionaire Francoislatin, autrement dict Les mots Francois, auec les manieres dvser diceulx, tournez en Latin. Corrigé et augmenté. Vgl. die Ausgabe Paris: Robert Estienne 1549). * Georgii Fabricii Chemnicensis Poematum Sacrorum libri XV. Quorum Catalogum uersa pagina reperies. Basileae [Basel]: Per Ioannem Oporinum [1560] (Signaturen: I 367 / n. 4292). * Iunii Iuvenalis, et A.[uli] Persii Flacci Satyrae, cum vetustissimis, quibusque manu scriptis codicibus nunc denuo collatae, summaque diligentia, parique fide emendatae. Lugduni [Lyon]: Haeredes Seb.[astiani] Gryphii 1560 (Signaturen: I 239 / 4257). * **Luciani Samosateni [sic!] Operum Tomus II. Cum Gilberti Cognati et Joannis Sambuci Annotationibus, quas ad calcem adiectas reperies. Basileae/Basel: per Henricum Petri 1563****(Pergamenteinband, Signatur: III 969 / I 203 / L.-B. 4098, im Bestand nachgewiesen, Druckfehler „ANNNIS“ in der Titelei).****** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * ******Luciani Samosateni [sic!] Operum Tomus IIII.********Cum Gilberti Cognati et Joannis Sambuci Annotationibus, ad finem cuiusque Dialogi adiectis.****Basileae/Basel: per Henricum Petri 1563 (mense Martio)****(Pergamenteinband, Signatur: III 969 / I 202 / 1427, im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * ********Suetonii Caesares et ceteras. Lugduni [Lyon]: Anton.[ius] Gryphius 1566. * Dictionarium Latinogermanicum, Joanne Frisio Tigurino interprete. Huius vero praecipuus est usus ad Latini sermonis faelicitatem, et cum Germanico idiomate consensionem demonstrandam. Opportunum hercle compendium, iis qui meliores authores dicendo et scribendo proxime imitari, suamque, eorum, quae vel iam exciderunt, vel hoc tempore probata sunt, vocabulorum memoriam, ad doctiorum imitationem reficere desyderant. Editio postrema, et longe omnium absolutissima: cui denuo accesserunt Praenomina Romana, et rei Nummariae, Mensurarum ac Ponderum vocabula. Tiguri: Christopherus Froschoverus 1568 (Mense Februario) (Signaturen: T 357 / 1433). * **Comico[rum] Graecorm s[en]tentiae, id est γνῶμαι. Latinis versibus ab Henr.[ico] Stephano redditae et annotationibus illustratae.****Excudebat Henr.[icus] Steph.[anus]****1569 (Signatur III 529, Pergamenteinband, restaurationsbedürftiges Exemplar mit vermutlich zur Tilgung einer Provenienz beschnittener Titelei im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * Jakob Spanmüller/Iacobus Pontanus: Jacobi Pontani de Societate Iesu Poeticarum Institutionum libri tres. Eiusdem tyrocinium poeticum. Ingolstadt: David Sartorius 1594 (Signaturen: I 367 / L.-B. 4235, Pergamenteinband). * Henri Estienne/Henricus Stephanus: De Lipsii Latinitate (ut ipsimet antiquarii antiquarium Lipsii stylum indigitant). Palaestra I, Henr.[ici] Stephani, Parisiensi, nec Lipsiomimi, nec Lipsiomomi, nec Lipsiocolacis: multoque minus Lipsiomastigis. […] Hic multa non vulgaria vulgi literatorum lingius de Latinitate illa antiquaria tantumnon digladiantibus opponuntur […]. Francfordii [Frankfurt]: [Henricus Stephanus] 1595 (Signaturen: I 378 / L.-B. 4309). * **Manuel Álvares:Emanuelis Alvari, de Societate Iesu, De Institutione Grammatica Libri Tres. Integri, ut ab auctore sunt editi, nunc emendatius excusi. Colonia Agrippina/Köln: In Officina Birckmannia, sumptibus Arnoldi Mylii 1596 ****(****Signaturen: I 337 / n. 4294, ohne Einband und Titelblatt, stark beschädigt und restaurierungsbedürftig im Bestand nachgewiesen)****.** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * Alexander Scot Scotus: Apparatus Latinae locutionis in usum studiosae iuventutis: post Marii Nizolii principia ex M.[arci] T.[ullii] Ciceronis libris collectus. Auctore Alexandro Scot Scoto, artium liberalium Magistro et Iuris utriusque Doctore: Nunc vero secundis curis ab Auctore auctus et emendatus, reservatis sectionibus in quas Ciceroniana opera idem distinxit: Nominum, quae addidit, adiunctis: Verborumque subiunctis Adverbiis. Accessit Graecarum vocum Latinis respondens copia, prima editione promissa. Accessit ad calcem Progymnasmatum in artem oratoriam libellus, ex Francisci Syluii opere in Synopsim redactus. Lugduni [Lyon]: Sumptibus Ioannis Pillehotte 1602 (Signaturen: I 275 / 4226)_._ * Q.[uinti] Horatii Flacci Opera omnia a Pet.[ro]-Gualt.[ero] Chabotio viro in omni literatura perfectissimo, Admiranda Ingenii et Iudicii dexteritate, eruditionis varietate, & linguarum elegantia, triplici artificio explicata; Nunc vero a I.[oanne] Iac.[obo] Grassero C. Rom. ex ipsius Chabotii Lucubrationibus manuscriptis, tantopere aucta, emendata, & illustrata, Ut nihil Commentarii amplius a quoquam desiderari possit; Accessit index rerum et verborum copiosissimus. Coloniae Munatianae: Apud Ludovicum Regem 1615 (Signaturen: I 240 / 1290). * Cl.[audius] Claudianus Theod.[ori] Pulmanni Craneburgii Diligentia, et fide summa, e vetustis codicibus restitutus. Una cum M.[artini] Ant.[onii] Del-rio Notis. Antverpiae [Antwerpen]: Apud Hieronymum Verdussium 1622 (Signaturen: I 231 / L.-B. 4245, Pergamenteinband). * Maciej Kazimierz Sarbiewski/Mathias Casimir Sarbievus Soc.[ietatis] Jes.[u]: Lyricorum libr.[i] IV Epodon lib.[er] unus alterque Epigrammatum. Cöln: Jodocus Kalkoven 1648 (Holzeinband mit Pergamentüberzug, Signatur: I 367). **möglicherweiseKreuzherren Wickrath (aus dem Nachlass von Johannes Buchler?):** * In hoc volumine haec continentur: Rhetoricam ad C.[aium] Herennium lib.[ri] IIII. M.[arci] T.[ulli] Ciceronis de inventione lib.[ri] II. […]. Venetiis [Venedig]: In aedibus haeredum Aldi Manutii 1533 (mense Martio) (Holzeinband, Signaturen: I 273 / L.-B. 3921). * M.[arci] Tullii Ciceronis de philosophia, prima pars, id est, Academicarum quaestionum editiois primae liber secundus, editionis secundae liber primus, De finibus bonorum et malorum libri V. Tusculanarum quaestionum libri V. Quibus in libris, quae in aliis editionibus deprauata legebantur, multa sunt restituta. Venetiis [Venedig]: Paulus Manutius Aldi F.[ilius] 1541 (Signaturen: I 276, L.-B.: 4219). * Orbis terrarum synoptica epitome, Una cum Geographia poetica: Variis Locorum, Regionum, Populorum, Urbium, Fluuiorum, Insularum et Montium synonymis: Propriis quoque singularum Gentium moribus adscripts illustrata. Ex receptiorum cum Veterum tum Neotericorum Geographorum et Historicorum scriptis, P.[etri] B.[audociani] Cestii I. C. opera et studio concinnata. Quae vero huic Synopticae Epitomae adiuncta est Geographia Poetica, a viro doctissimo, in studiosae iuuentutis gratiam, ex ipsis Poetis collecta est, et ordine conuenientissimo digesta. o. O.: Excudebat Jacobus Stoer 1592 (Signaturen: II 159, L.-B. 1435, Pergamenteinband). * Josephus Lange: Adagia: sive sententiae proverbiales: Graecae, Latinae, Germanicae, ex praecipuis autoribus collectae: ac brevibus Notis illustratae: inque Locos communes redactae. Per Iosephum Langium Caesaremontanum. Una cum Indice. Argentorati [Straßburg]: Excudebat Josias Rihelius 1596 (Signaturen: I 354, L.-B. 4237). **Aachener Augustiner-Eremiten:** * Aurelii Prudentii Clementis, viri consularis. Psychomachia, Cathemerinon, Peristephanon, Apotheosis, Hamartigenia, Contra Symmachum, praefectum urbis libri duo, Enchiridion Novi et Veteris testamenti. In calce adiecta sunt aliquot scholia per Ioannem Sichardum. Basileae [Basel]: And[reas] Cratandrus 1527 (erworben 1664, Pergamenteinband). * **Theodorus Bibliander: De ratione communi omnium linguarum et literaru[m] commentarius Theodori Bibliandri. Cui adnexa est compendiaria explicatio doctrinae recte beateq[ue] uiue[n]di, et religionis omnium gentium atque populorum, quam argumentum hoc postulare uidebatur. Tiguri [Zürich]: Apud Christoph.[orum] Frosch.[auer] 1548 (erworben 1613, Signaturen: I 19, no. 1415, restaurierungsbedürftiges Exemplar mit Holz-/Ledereinband mit IHS-Monogramm im Bestand nachgewiesen).** (c) Yara Issa, 2026. * **Plutarchi Chaeronensis Moralia, quae usurpantur. Sunt autem omnis elegantis doctrinae penus: Id est, varii libri: morales, historici, physici, mathematici, denique ad politiorem litteraturam pertinentes et humanitatem. Omnes de Graeca in Latinam linguam transscripti summo labore, cura, ac fide. Guiliel.[mo] Xylandro Augustano Interprete: cuius etiam Annotationes locupletissimae (si rem spectes) una eduntur. Accesserunt his Indices locupletissimi. Francofurti [Frankfurt]: Sumptibus haeredum Lazari Zetzneri 1619 (Signatur 4642 / I 202, erworben 1664, Pergamenteinband, im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. **Aachener Karmeliter:** * Ambrosius Calepinus: Pentaglottos. Hoc est, quinque linguis, nempe Latina, Graeca, Germanica, Flandrica et Gallica constans: simul cum Prosodiae notis, quibus cuiuslibet syllabae quantitas prima statim fronte dinoscitur. Hactenus tanta istac commoditate nunquam impressus. o. O.: typis Aegidii Copenii Dietsth 1546 (erworben 1715, Ledereinband). * Plutarchi Chaeronensis vitarum Parallelarum seu Comparatarum, Guilielmo Xylandro, Augustano, Interprete; Tomus I. Cum Indice triplici (1. Autorum allegatorum. 2. Rerum et verborum in opere memorabilium. 3. Eorum, quae in Annotationibus cognitu necessaria tractantur.) fidelissimo et locupletissimo. Francoforti ad Moenum [Frankfurt am Main]: Johannes Feyerabend 1592 („moderner“ Einband). * **Plutarchi Chaeronensis vitarum Parallelarum seu Comparatarum, Guilielmo Xylandro, Augustano, Interprete;****Tomus II. Cum Indice triplici (1. Autorum allegatorum. 2. Rerum et verborum in opere memorabilium. 3. Eorum, quae in Annotationibus cognitu necessaria tractantur.) fidelissimo et locupletissimo. Francoforti ad Moenum [Frankfurt am Main]: Johannes Feyerabend 1592 (Pergamenteinband, im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. **Aachener Kapuziner:** * Erasmus Roterdamus: Parabolae sive similia Des.[iderii] Erasmi Roterdami, cum uocabulorum aliquot non ita uulgarium explicatione. Basileae [Basel]: In officina Frobeniana 1534 („moderner“ Einband). * Aurelii Prudentii Clementis, viri consularis, opera. A Victore Giselino correcta et annotationibus illustrata: Ad Hippolytum Estensem Cardinalem ac Principem illustrissimum. Coloniae Agrippinae [Köln]: In Officina Birckmannia, sumptibus Arnoldi Mylii 1594 (Signatur: I 246). * C.[aii] Plinii Secundi Historiae Mundi libri XXXVII. Cum castigationibus et adnotationibus doctis et variis praeterea lectionibus ex mss. [= manuscriptis] Compluribus ad oram paginarum accurate indicatis. Ex novissima et labiorosissima editione Iacobi Dalechampii, Medici, Cadomensis. Cum Indice duplici, utroque locupletissimo. Accedunt iam primum Pauli Cigalini Comensis praelationes duae eruditis. Una De vera patriae nostri Plinii: altera De fide et auctoritate ipsius. Francofurti [Frankfurt]: Apud Claud.[ium] Marnium et haeredes Joan.[nis] Aubrii 1608 (Holzeinband). **Aldenhovener Kapuziner:** * Christophori Clavii Bambergensis ex Societate Iesu, in Sphaeram Ioannis de Sacro Bosco, commentarius. Nunc quarto ab ipso Auctore recognitus, et plerisque in locis locupletatus. Lugduni [Lyon]: Sumptibus Ioannis de Gabiano 1602 (Signaturen: IV 24, II 772). **Aachener Jesuiten:** * Homeliae seu mauis, sermones siue co[n]ciones ad populum praesta[n]tissimoru[m] ecclesie doctoru[m]: Hieronymi, Augustini, Ambrosii, Gregorii, Origenis, Johan.[nis] Chrysostomi, Bede, Herici, aliorumq[ue]. In hunc ordinem digeste per Alchuinum leuitam, idq[ue] iniungente ei Carolo Magno Rom.[ano] Imper.[atori] cui a secretis fuit. Nunc ex vetustissimis exemplaribus ab innumeris mendis vindicate quod facile deprehendet is, qui hanc editionem cu[m] prioribus contulerit. Adiectis etia[m] nonullis homeliis, nusq[uam] antea impr[e]ssis. Coloniae [Köln]: Hero Alopecius 1525. * Hystoire des faitz et prouesses du vaillant chevalier Guerin. Paris: [1547–1557]. * Irenaeus, Adversus haereses. Parisiis [Paris]: 1563 (Es dürfte sich um die folgende Ausgabe handeln: Opus eruditissimum divi Irenaei episcopi Lugdunensis, in quinque libros digestum, in quibus mire retegit et confutat veterum haereseωn impias ac portentosas opiniones, ex vetustissimorum codicum collatione qua[n]tum licuit Des.[iderii] Erasmi Roterdami opera emendatum. Additus est Index rerum obseruatu dignarum. Parisiis [Paris]: Apud Audoenum Paruum, sub intersignio Lilii aurei, via ad diuum Iacobum 1563). * Authoritatum Sacrae Scripturae et Sanctorum Patrum, quae in Catechismus D.[omini] Petri Canisii Theologi Societatis Iesu citantur, et nunc primum ex ipsis fontibus fideliter collectae, ipsis Catechismi verbis subscriptae sunt. Pars secunda: De Sacramentis Ecclesiae. Coloniae [Köln]: Gervinus Calenius et Haeredes Ioannis Quentel. 1569.**** * Flores utriusque L.[ucii] Annaei Senecae. Paris: Aegidius Gothinus 1574 (1717 erworben, Pergamenteinband). * C.[ai] Iulii Caesaris Commentariorum de bello Gallico libri VIII. civili Pompeiano lib.[ri] III. Alexandrino lib.[er] I. Africo lib.[er] I. Hispanensi lib.[er] I. Pictura tertius Galliae, Hispaniae, Pontis in Rheno, Auarici, Alexie, Uxellodum, Massiliae, per iucudum Veronensem, ex descriptione Caesaris. Veterum Galliae locorum, populorum, urbium, montium, ac fluuiorum breuis descriptio. Cum indice locupletissimo. Coloniae Agrippinae [Köln]: Peter Horst 1579 (Holzeinband). * Plutarchi Chaeronensis vitarum Parallelarum seu Comparatarum, Guilielmo Xylandro, Augustano, Interprete; Tomus II. Cum Indice triplici (1. Autorum allegatorum. 2. Rerum et verborum in opere memorabilium. 3. Eorum, quae in Annotationibus cognitu necessaria tractantur.) fidelissimo et locupletissimo. Francoforti ad Moenum [Frankfurt am Main]: Johannes Feyerabend 1592 (das im Bestand nachgewiesene Exemplar weist nur den Besitzvermerk der Aachener Karmeliter auf).**** * D.[ecimus] Magni Ausonii Burgdig.[alensis] viri consularis, opera. A Josepho Scaligero, et Elia Vineto denuo recognita, disposita, et variorum notis illustrata: Cetera Epistola ad lectorem docebit. Adiectis variis et locupletissimis indicibus. [Paris:] Typis Iacobi Stoer 1594. * **Τὰ σωζόμενα Τῶν παλαιοτάτων Ποιητῶν Γεωργικὰ, Βουκολικὰ, καὶ Γνωμικὰ. Vetustissimum Authorum Georgica, Bucolica, et Gnomica poemata qua supersunt. Accessit et huic editioni Is.[aaci] Hortiboni Theocriticarum Lectionum libellus. Caetera sequentes paginae indicant. [Genf:] Apud haer.[edes] E.[ustache] Vignon 1600 (Signatur: III 384, „moderner“ Einband, restaurationsbedürftiges Exemplar im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2023. * ****Eilhard Lubin: ’Ανθολογίας διαφόρων ἐπιγραμμάτων εἰς ἑπτὰ βιβλία διηρημένης. Florilegii Variorum Epigrammatum in septem libros distributi. Primus, Interprete Eilhardo Lubino Professore Poeseôs in Academia Rostochina publico (Bemerkung „vor 1607“, wahrscheinlich handelt es sich um die AusgabeRostochii [Rostock]: Praelo Myliandrino 1607, „moderner“ Einband). * **Hermann Hugo:De prima scribendi origine et universa rei literariae antiquitate, Ad Reuerendum Patrem Carolum Scribani soc.[ietatis] Iesu praepos.[itum] provinc.[ialem] in Prouincia Flandro-Belgica. Scribebat Hermannus Hugo eiusdem Societatis.****Antwerpen: Ex officina Plantiniana, Apud Balthasarem et Joannem Moretos 1617 (Signatur III 2318, Pergamenteinband; restaurationsbedürftiges Exemplar im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * Reineri Neuhus I. IC. Exercitatio eloquentiae. Sive suada Alcmariana novissima. Continens orationes LXV. Cum Fasciculo Poematum. Amstelodami [Amsterdam]: Ex officina Joannis Janssonii à Waesberge 1671 („moderner“ Einband). * **Johannes Chrysostomos: Περì ἱερωσύνης/De sacerdotio. Buch 6 (nicht in den Konvoluten erwähnt; erworben 1630?).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. **Kölner Jesuiten:** * Ὁμήρου Ἰλιάδος Βίβλοι Α. καì Β. Homeri Iliados lib.[ri] I. et II. Theodo.[rus] Martin[us] excudebat [1521] (Bemerkung „vor 1625“, Pappeinband). **In zwei Bänden einer Vergil-Ausgabe ist der Besitzvermerk**** _Monasterii Waldsassensis_ , ****d. h. derStiftsbibliothek der Zisterzienser-Abtei Waldsassen durchgestrichen:** * **Pub.[lii] Vergilii Maronis operum tomus secundus. Continens sex priores libros Aeneidos. Lugd.[unum] Batavorum [Leiden]: Apud Jacobum Hackium / Amstelodami [Amsterdam] Apud Abrahamum Wolfgang 1680 (Signatur III 1163 / I 224, im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. * **Pub.[lii] Vergilii Maronis operum tomus tertius. Continens sex posteriores libros Aeneidos. Lugd.[unum] Batavorum [Leiden]: Apud Jacobum Hackium / Amstelodami [Amsterdam] Apud Abrahamum Wolfgang 1680 (Signatur III 1163, im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2024. **MöglicherweiseKölner Kartäuser (nicht in den Konvoluten genannt, vgl. aber Nießen, Johannes Maximilian: „****Ein Handschriftenfragment Walters von Brügge in der historischen Lehrerbibliothek des Kaiser-Karls-Gymnasiums – kritische Edition und Übersetzung“, in: Aachener Bibliothekskataloge. Folge 11. Hrsg. v. Jörg Fündling u. Thomas Richter, Aachen 2026b****):** * **Expositio hymno[rum] cu[m] familiari com[m]ento. Köln: Quentell 1499****([alte Signatur:] N 1620,GW-Nummer 13722, Ledereinband, restauriertes Exemplar mit Handschriftenfragment Walters von Brügge im Bestand nachgewiesen).** (c) Johannes Maximilian Nießen, 2026. 1. Vgl. zur Bibliothek des _Collegium Augustinianum Gaesdonck_ etwa Magofsky/Nießen/Noeske 2023a, S. 45 und Magofsky/Nießen/Noeske 2023b, S. 342–343. [↩] 2. Vgl. zu den Beständen der Kreuzherren in Wickrath und Hohenbusch bei Erkelenz ausführlich Nießen 2025 und Nießen 2026a. [↩] Johannes Maximilian Nießen Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Johannes Maximilian Nießen (27. September 2026). Bestände aus Klosterbibliotheken in Aachens Gymnasialbibliothek. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 27. September 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/33868 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 26/09/2026
“Ein 300 Jahre alter Schatz in Rastatt steht auf der Kippe” histgymbib.hypotheses.org/33746
histgymbib.hypotheses.org
“Ein 300 Jahre alter Schatz in Rastatt steht auf der Kippe”
Die etwas irritierende Nachricht veröffentlichte Klaus Graf im Blog **_Archivalia_** und fragt: “Schließt Rastatt seine Historische Bibliothek, die ehemalige Gymnasialbibliothek?” Im Trailer der “Badischen Neusten Nachrichten” (weiteres hinter Bezahlschranke) heißt es, die Historische Bibliothek der Stadt – eine der wertvollsten historischen und unversehrten Gymnasialbibliotheken unseres Landes – sei unter den Sprardruck der Stadt geraten: Felicitas Noeske Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Felicitas Noeske (26. September 2026). “Ein 300 Jahre alter Schatz in Rastatt steht auf der Kippe” _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 26. September 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/33746 * * * * * * * *
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Fliegende Fahrradunterstände für Nürnberg? stadtarchive-metropolregion-nuernbe…
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Fliegende Fahrradunterstände für Nürnberg?
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IDOHIST: Digitale Dokumentation und Visualisierung raumbezogener Daten und damit verbundener Unsicherheiten digigw.hypotheses.org/7905
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IDOHIST: Digitale Dokumentation und Visualisierung raumbezogener Daten und damit verbundener Unsicherheiten
> Michael Thoß > Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden > 12.11.2026 > https://uni-bamberg.zoom-x.de/j/62466641665 > Meeting ID: 624 6664 1665 > Passcode: K&wK4B Geschichtskarten reduzieren komplexe Überlieferung häufig auf scheinbar eindeutige Punkte oder Flächen. Quellenbasis, Interpretationsschritte und Unsicherheiten bleiben meist unsichtbar. Das browserbasierte Tool IDOHIST setzt hier an. Im Workshop lernen die Teilnehmenden, raumbezogene Daten in einem transparenten Dreischritt aus Quelle, Deutung und Ableitung zu dokumentieren. Neben Verortungen werden auch forschungstechnische Entscheidungen offengelegt sowie räumliche, zeitliche und inhaltliche Unsicherheiten systematisch bewertet. Eine eigens entwickelte Glyphe macht diese zudem im zeitlichen Verlauf sichtbar. Der Workshop vermittelt konzeptionelle Grundlagen und praktische Anwendung. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; benötigt werden lediglich ein internetfähiger Rechner und eine ORCID-ID. Anhand konkreter Beispiele erproben die Teilnehmenden die transparente Strukturierung und Visualisierung eigener Projekte. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: apurschwitz (25. September 2026). IDOHIST: Digitale Dokumentation und Visualisierung raumbezogener Daten und damit verbundener Unsicherheiten. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 25. September 2026 von https://digigw.hypotheses.org/7905 * * * * * * * *
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Dirk Rieger (Hg.): Soziale urbane Peripherie blog.histofakt.de/2026/09/25/dirk-r…
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Besuch beim Dienstleister – Verdener Projekt schreitet gut voran histgymbib.hypotheses.org/33704
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Besuch beim Dienstleister – Verdener Projekt schreitet gut voran
Die im KEK-Projekt vorgesehene Trockenreinigung der Historischen Bibliothek im Domgymnasium Verden bei einem großen Dienstleister in Leipzig schreitet voran. Davon konnten sich Oberstudienrat Reinhard Nitsche und Kreisarchivar Dr. Florian Dirks bei einem Besuch in den Räumlichkeiten des Dienstleisters überzeugen. Ein Vorher-Nachher-Test mittels ATP-AMP-Messung zeigte einen deutlichen Rückgang der Belastung von rund 10.000 Einheiten auf etwas mehr als 500. Florian Dirks Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Florian Dirks (25. September 2026). Besuch beim Dienstleister – Verdener Projekt schreitet gut voran. _bibliotheca.gym_. Abgerufen am 25. September 2026 von https://histgymbib.hypotheses.org/33704 * * * * * * * *
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TV-Vorschau 26. September – 2. Oktober 2026 historikerkraus.de/blog/2026/09/25/…
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TV-Vorschau 26. September – 2. Oktober 2026
Viel Spaß bei der Auswahl der Geschichtssendungen der kommenden Woche. ## Samstag, 26. September * Die Nürnberger Prozesse sind Gegenstand des Historiendramas „Nürnberg 45 · Im Angesicht des Bösen“ (BRD 2025, Regie: Carsten Gutschmidt) um 20.15 Uhr auf **ARD-alpha**. _„Der Herbst 1945 markiert einen historischen Einschnitt: In Nürnberg beginnt ein Prozess, der die Welt verändern soll. Ein junger Journalist, kaum älter als Anfang zwanzig, sitzt im Gerichtssaal nur wenige Meter von den Männern entfernt, die für den Mord an seiner Familie stehen. Er soll berichten, sachlich, nüchtern – und ringt täglich mit seiner eigenen Geschichte.“_ Der Film wird um 0.35 Uhr wiederholt, läuft um Mitternacht auch auf „Phoenix“ und am Mittwoch auf RBB. * Wir kennen sie alle, „Die Freiheitsstatue“ und **Arte** untersucht, „Wie eine Idee die Welt bewegte“ (20.15 Uhr). _„Die Freiheitsstatue ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA. Entworfen wurde sie jedoch vom französischen Künstler Frédéric-Auguste Bartholdi. Frankreich machte sie den Amerikanern im Zeichen der republikanischen Ideale des 19. Jahrhunderts und des Kampfes gegen die Unterdrückung zum Geschenk.“_ — _„Wie entstand die Pariser Opéra Garnier, heute prunkvolles Wahrzeichen der französischen Hauptstadt? Im Jahr 1860 wurde der junge und noch unbekannte Architekt Charles Garnier Sieger im Wettbewerb für den Bau eines neuen Opernhauses. Fast 15 Jahre lang leitete Garnier die Baustelle des größten Theaterbaus des 19. Jahrhunderts.“_ „Glanz und Pracht – Die Pariser Oper Garnier“, 21.45 Uhr. ## Sonntag, 27. September * Die Historiendrama-Serie zur deutschen Geschichte geht weiter. Um 20.15 Uhr steht der „Gewaltfrieden [„und“] Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles“ im Zentrum (**ARD-alpha**). ## Montag, 28. September Heute eine Fehlanzeige. ## Dienstag, 29. September * Der **MDR** erinnert an „Das Völkerschlachtdenkmal – Monument und Mythos“. Es _„ist mit seinen 91 Metern eines der höchsten Monumentalbauten Europas. Wie ein steinerner Wächter aus einer anderen Zeit beherrscht es die Silhouette der Stadt und erinnert an die blutigste Schlacht des 19. Jahrhundert. Rund 90.000 Menschen verlieren damals ihr Leben. Der Völkerschlacht 1813 war Anfang vom Ende der Vorherrschaft Napoleons in Europa. Sie führte zur Neuordnung der deutschen Staaten.“_ (20.15 Uhr) — _“Der Klosterpark Altzella steckt voller Überraschungen. Sein romanisches Eingangsportal steht 1,60 Meter tief in der Erde. Und wirkt dennoch hoch und imposant. Die Katastrophe, die aus dem florierenden, immens reichen und für Mitteldeutschland sehr bedeutsamen Kloster eine Ruine machte – das war die Reformation. Martin Luthers Thesen zerstreuten die zuletzt noch 60 Mönche in alle Winde. Und die Nachgeborenen nutzten Altzella wie einen Steinbruch, trugen die Mauern einfach ab, um woanders wieder neu zu bauen. Ab 1800 entstand ein Landschaftspark. Mit den Klosterruinen als malerische Blickpunkte.“_ „Der Klosterpark Altzella“, 21 Uhr. — Um 22.10 Uhr folgt schließlich der Beitrag „Wandlitz – Enklave der Macht“. * Der sog. Deutsche Herbst war auch eine rechtliche Herausforderung für den deutschen Staat. _„1977 entführt die RAF Hanns Martin Schleyer. Muss der Staat Terroristen nachgeben, um Leben zu retten? Ein Nervenkrieg, der das Bundesverfassungsgericht vor eine dramatische Entscheidung stellt.“_ „Letzte Instanz – Urteile über Leben und Tod“, **ZDF** , 20.15 Uhr. ## Mittwoch, 30. September * **RBB** wendet sich heute Abend dem Ende und dem Anfang der NS-Diktatur zu. Um 20.15 Uhr sehen wir den Historienfilm „Nürnberg ’45 – Im Angesicht des Bösen“. _„Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher begann am 20.11.1945. Als Ernst Michel zum ersten Mal die Pressetribüne im Saal 600 betritt, hält er die Nähe zu den Angeklagten kaum aus. Keine zehn Meter sitzt er, der Auschwitz-Überlebende, von Göring und den anderen entfernt. Der Film erzählt einen der wichtigsten Prozesse des Jahrhunderts aus der Perspektive von zwei jungen Menschen.“_ — Um 22.15 Uhr läuft „Babylon Berlin – die Doku“. Sie _„beleuchtet die ersten Wochen des NS-Regimes anhand der Schicksale von sieben Menschen und zieht Parallelen zur politischen Situation heute.“_ * In der Reihe „Unsere Geschichte“ sendet der **NDR** um 21 Uhr den Film „1949 – in Ost & West – Zwei Familien und ihre Träume“. _„Als am 23. Mai 1949 das Grundgesetz in Bonn verabschiedet wird, ist in Bremen große Wäsche. Und in Petriroda wird am 7. Oktober 1949, dem Tag der Gründung der DDR, aus Strohsäcken eine Matratze gemacht. Mit Momentaufnahmen des Jahres 1949 aus dem Leben zweier Familien begleitet dieser Film Maria Bastille und Jördis Krey bei ihrer persönlichen Spurensuche, wie es ihren Familien 1949 ergangen ist, in einem Jahr, das für die Deutschen die wichtigste Zäsur für viele Jahrzehnte sein wird: die Teilung in zwei deutsche Staaten vor 75 Jahren.“_ ## Donnerstag, 1. Oktober * „Das Kriegsende in Farbe“ präsentiert **n-tv** in zwei Folgen um 20.15 Uhr und 21.05 Uhr. ## Freitag, 2. Oktober * _„Der letzte Sommer in einem untergehenden Land – das ist ein Freiraum, den es so nie wieder gab. Im März 1990 ist das Ende der DDR besiegelt: Bei den ersten demokratischen Volkskammerwahlen triumphiert die ‚Allianz für Deutschland‘ mit Bundeskanzler Helmut Kohl als Mentor im Rücken – und mit dem Versprechen von D-Mark und schneller Einheit. In den folgenden Monaten überschlagen sich die Ereignisse. Das ist nicht mehr das Land von gestern, aber auch noch nicht das von morgen.“_ Die Dokumentation „Letzter Sommer DDR – Das Jahr, in dem die Einheit kam“ lässt diese Zeit noch einmal aufleben. **tagesschau 24** , 22.20 Uhr.
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 25/09/2026
Stellenausschreibung LWL-Archivamt: wissenschaftliche:r Archivar:in archivamt.hypotheses.org/30958
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Stellenausschreibung LWL-Archivamt: wissenschaftliche:r Archivar:in
Das LWL-Archivamt sucht zur Vertretung einer Kollegin eine:n wissenschaftliche:n Archivar:in (w/m/d) bis längstens zum 15.02.2028. Es handelt sich um eine Vollzeitstelle, Teilzeit ist möglich. Eine Weiterbeschäftigung in Teilzeit ist unter Umständen möglich. * Bewerbungsfrist: 19.10.2026 * zur Stellenanzeige LWL-Archivamt für Westfalen Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung-Nicht kommerziell 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: LWL-Archivamt für Westfalen (25. September 2026). Stellenausschreibung LWL-Archivamt: wissenschaftliche:r Archivar:in. _archivamtblog_. Abgerufen am 25. September 2026 von https://archivamt.hypotheses.org/30958 * * * * * * * *
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Telefon durch den Ozean | HNF Blog
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 24/09/2026
Castles, Salons, and Darkrooms visual-history.de/2026/09/24/castle…
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Castles, Salons, and Darkrooms | Visual History
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Praktikumsplätze in der wissenschaftlichen Spezialbibliothek des DHI Paris zu vergeben francofil.hypotheses.org/14186
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Praktikumsplätze in der wissenschaftlichen Spezialbibliothek des DHI Paris zu vergeben
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Auf Entdeckungstour im Magazin und in der Bibliothek des Stadtarchivs stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com…
stadtarchivkoblenz.wpcomstaging.com
Auf Entdeckungstour im Magazin und in der Bibliothek des Stadtarchivs
_Was verbirgt sich hinter den Türen zum Magazin?_ _Welche geheimen Schätze schlummern in den Regalen und was hat eine Schatztruhe damit zu tun?_ Wir laden mutige Kinder im lesefähigen Alter dazu ein, mit Taschenlampen die dunklen Magazin- und Bibliotheksräume des Stadtarchivs im Untergeschoss im Forum Confluentes zu erkunden – Gruselspaß und Spinnenbegegnungen inklusive. Meldet euch gerne telefonisch unter **0261/129-2644** (Frau Müller) oder **0261/129-2649** (Frau Bott) an, die **Teilnehmerzahl** ist **begrenzt** – wir freuen uns auf euch! ### Teilen mit: * Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X * Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook * ### Gefällt mir: Gefällt mir Wird geladen …
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Join the 3rd Base4NFDI User Conference in Berlin (November 24–25) dhd-blog.org/?p=24251
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Join the 3rd Base4NFDI User Conference in Berlin (November 24–25) | DHd-Blog
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#MWSInterns: Mit Lina in der Geschäftsstelle Bonn gab.hypotheses.org/23930
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#MWSInterns: Mit Lina in der Geschäftsstelle Bonn
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Ausschreibung: Posterausstellung und Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft 2027 digigw.hypotheses.org/8138
digigw.hypotheses.org
Ausschreibung: Posterausstellung und Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft 2027
Der Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft geht 2027 in die vierte Runde. Ausgezeichnet werden drei Projekte von Forschenden, die einen innovativen Beitrag zur digitalen Geschichtswissenschaft leisten und ihre Arbeit in einem wissenschaftlichen Poster sowie einem kurzen Pitch überzeugend präsentieren. Parallel dazu findet eine allgemeine Posterausstellung zu digitalen Projekten statt, für die ebenfalls Beiträge eingereicht werden können. Ausgeschrieben wird der Preis von der AG Digitale Geschichtswissenschaft, dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), dem Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP) und infoclio.ch – Das Schweizer Fachportal für die Geschichtswissenschaften. Die Preisverleihung findet am 23.9.2027 im Rahmen des abendlichen Festakts während der Tage der Geschichtswissenschaft in Heidelberg statt. **Einreichungsfrist** : 15. Januar 2027 **Einreichung über dieses Formular** : https://www.uni-bamberg.de/digihist/transfer/peter-haber-preis-2027/ **Kontakt und Informationen:** gw-digital@historikerverband.de ## Peter-Haber-Preis für digitale Geschichte Zum Tag der Geschichtswissenschaft vom 21.–24. September 2027 in Heidelberg schreiben die AG Digitale Geschichtswissenschaft, der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, das Deutsche Historische Institut Paris und infoclio.ch – Das Schweizer Fachportal für die Geschichtswissenschaften zum vierten Mal den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichte aus. Mit dem Preis wird an den Schweizer Historiker und Privatdozenten für Allgemeine Geschichte der Neuzeit Peter Haber (1964–2013) erinnert. Sein wissenschaftliches Werk und sein Engagement haben wichtige Impulse für die digitale Geschichtswissenschaft gegeben. ### Wer kann sich bewerben? Prämiert werden Projekte von Forschenden auf Master-, Promotions- oder Postdoc-Niveau, die einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaft leisten. Sowohl Einzelpersonen als auch Kleingruppen können einen Vorschlag einreichen. Jede Person kann nur an einer einzigen Einreichung beteiligt sein. Ist das Proposal Teil eines größeren Verbundprojekts, sollte der eigene Beitrag der Autor*innen deutlich hervorgehoben werden. Infrastruktur- oder Großprojekte von Forschungseinrichtungen o. Ä. sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Sie können ihre Projekte jedoch im Rahmen der allgemeinen Postersession präsentieren (siehe unten). ### Welche Projekte können eingereicht werden? Einreichungen sollen den Stand eines laufenden oder seit maximal zwei Jahren abgeschlossenen Projekts der digitalen Geschichtswissenschaft anschaulich darstellen. Einen epochalen oder methodischen Schwerpunkt gibt es nicht. Zur Orientierung können sich die Projekte auf die folgenden Profilelemente beziehen, sie sind aber nicht auf diese beschränkt. **1. Empirische/Digitale Best Practice:** Das Proposal zeigt überzeugend, wie ein historisches Projekt mithilfe digitaler Verfahren umgesetzt wird und beispielsweise eine historische Fragestellung beantwortet. Der Innovationsgrad wird insbesondere dadurch deutlich, dass plausibel dargelegt wird, weshalb die Ergebnisse oder der Projektverlauf ohne die eingesetzten digitalen Verfahren nicht oder nur in anderer Form möglich gewesen wären. **2. Experimente:** Das Proposal legt nachvollziehbar dar, inwiefern der experimentelle Einsatz digitaler Verfahren einen Erkenntnisgewinn für die historische Forschung erwarten lässt. Die Auswahl der eingesetzten Methoden und Techniken ist begründet und schlüssig. **3. Entwicklung:** Das Projekt entwickelt Tools, Methoden, Datensätze oder andere Angebote, die von der Community weiter genutzt werden können. Es wird erläutert, welchen Beitrag diese Entwicklungen zur digitalen Geschichtswissenschaft leisten. ### Auswahl der Beiträge Über die Annahme der Beiträge entscheidet eine Jury, die sich aus dem Komitee der AG Digitale Geschichtswissenschaft sowie je einer Vertreterin bzw. einem Vertreter der beteiligten Institutionen zusammensetzt. Die Einreichungen werden nach folgenden Kriterien bewertet: * Innovativer Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaft (3-fach gewertet) * Fragestellung und Mehrwert des digitalen Ansatzes bzw. bBei Tools, Methoden oder Datensätzen: Zweck, Funktionalitäten und Mehrwert sind nachvollziehbar dargelegt (2-fach gewertet) * Forschungsstand ist hinreichend dargestellt (einschließlich einer Bibliografie von maximal einer Seite) (2-fach gewertet) * Forschungsmethodik ist verständlich beschrieben (2-fach gewertet) * Proposal ist klar und verständlich formuliert (2-fach gewertet) * Allgemeine Empfehlung zur Annahme (4-fach gewertet) ### Präsentation auf dem Tag der Geschichtswissenschaft Für angenommene Beiträge wird erwartet, dass die Poster bis Ende August 2027 im Open Access unter einer CC-BY-Lizenz online veröffentlicht werden, beispielsweise in einem Repositorium wie Zenodo. Alle Poster werden anschließend gemeinsam auf dem Blog der AG Digitale Geschichtswissenschaft präsentiert. Während des Tags der Geschichtswissenschaft stellen die Preisanwärter*innen ihre Projekte anhand eines Posters und eines fünfminütigen Pitches vor. ### Bewertung des Wettbewerbs Poster und Pitch werden von der Jury nach folgenden Kriterien bewertet: * Thema und Kernaussagen des Projekts sind auf Poster und im Pitch klar erkennbar, verständlich und gut strukturiert (3-fach gewertet) * Visuelle Gestaltung und Originalität von Poster und Pitch (2-fach gewertet) * Zusammenspiel von Grafik und Text (2-fach gewertet) Im Anschluss an die Präsentationen findet eine Online-Publikumsabstimmung statt. Die Platzierungen ergeben sich aus der kombinierten Jury- und Publikumsbewertung. ### Preisgelder und Preisverleihung Dank der Unterstützung von infoclio.ch – Das Schweizer Fachportal für die Geschichtswissenschaften konnten die Preisgelder für diese Ausschreibung erhöht werden. 1. Preis: 700,- Euro 2. Preis: 500,- Euro 3. Preis: 300,- Euro Die Preisverleihung findet am **23.9.2027** im Rahmen des abendlichen Festakts des VHD statt. ### Einreichung Das Proposal soll mindestens 500 und höchstens 750 Wörter umfassen (ohne Bibliografie). Die Bibliografie darf maximal eine Seite umfassen. Zusätzlich wird um einen Kurz-CV der einreichenden Person(en) von maximal einer Seite gebeten. Bitte fassen Sie alle Unterlagen **in einem PDF-Dokument** zusammen und laden Sie dieses bis zum **15. Januar 2027** auf der folgenden Website hoch: https://www.uni-bamberg.de/digihist/transfer/peter-haber-preis-2027/ # Hinweise zur Allgemeinen Posterausstellung Digitale Geschichte ## Allgemeine Posterausstellung Auf dem Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg erhalten zusätzlich zehn digitale Projekte die Möglichkeit, sich der Fachcommunity im Rahmen einer allgemeinen Posterausstellung zu präsentieren. Dieser Call richtet sich insbesondere an Infrastrukturprojekte sowie Projekte von Forschungsverbünden und Einrichtungen, die Services, Tools, Editionen, Datenbanken oder andere Angebote für die historische Fachcommunity entwickeln oder bereitstellen. ## Auswahl der Beiträge Über die Annahme der Beiträge entscheidet dieselbe Jury wie beim Peter-Haber-Preis. Die Einreichungen werden nach denselben Kriterien bewertet (siehe oben). ## Präsentation auf dem Tag der Geschichtswissenschaft Für angenommene Beiträge wird erwartet, dass die Poster bis Ende August 2027 im Open Access unter einer CC-BY-Lizenz online veröffentlicht werden, beispielsweise in einem Repositorium wie Zenodo. Alle Poster werden anschließend gemeinsam auf dem Blog der AG Digitale Geschichtswissenschaft präsentiert. Die Poster werden während des Tags der Geschichtswissenschaft in Heidelberg präsentiert. Mindestens eine Person des Projekts sollte während der Postersession für Fragen zur Verfügung stehen. ## Einreichung Das Proposal soll mindestens **500 und höchstens 750 Wörter** umfassen (ohne Bibliografie). Die Bibliografie darf maximal eine Seite umfassen. Zusätzlich wird um einen **Kurz-CV** der einreichenden Person(en) von maximal einer Seite gebeten. Bitte fassen Sie alle Unterlagen **in einem PDF-Dokument** zusammen und laden Sie dieses bis zum **15. Januar 2027** auf der folgenden Website hoch: https://www.uni-bamberg.de/digihist/transfer/peter-haber-preis-2027/ Bitte geben Sie bei der Einreichung im Formular an, dass Sie sich für die Allgemeine Posterausstellung und nicht für den Peter-Haber-Preis bewerben. AG Digitale GW Die Arbeitsgruppe "Digitale Geschichtswissenschaft" des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. wurde auf dem Mainzer Historikertag im September 2012… Weiterlesen Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: AG Digitale GW (24. September 2026). Ausschreibung: Posterausstellung und Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft 2027. _Digitale Geschichtswissenschaft_. Abgerufen am 24. September 2026 von https://digigw.hypotheses.org/8138 * * * * * * * *
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 24/09/2026
WB-DEA meets MHDBDB: Die Wenzelsbibel als Pilotmodell für interoperable Editionen mittelalter.hypotheses.org/41016
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WB-DEA meets MHDBDB: Die Wenzelsbibel als Pilotmodell für interoperable Editionen
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PlanetHistory @planethistory.fedihum.org.ap.brid.gy · 24/09/2026
(Dis-)Ambiguität von KI oder: Warum spielt man mit LLMs Karten? dhc.hypotheses.org/4535
dhc.hypotheses.org
(Dis-)Ambiguität von KI oder: Warum spielt man mit LLMs Karten?
**Die Rolle von Ambiguität oder Mehrdeutigkeit ist in der Arbeit mit Large Language Models (LLMs) von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Immer wieder hat sie Auswirkungen auf die Arbeit mit LLMs und deren Anwendung in der Forschung, egal ob KI dabei der Untersuchungsgegenstand an sich oder lediglich ein Werkzeug ist. Wie genau LLMs Ambiguität „verstehen“ und reproduzieren können, war Gegenstand des Vortrags „Benchmarking Ambiguity oder: Kartenspielen mit LLMs“ von **_**Prof. Dr. Evelyn Gius**_**, den sie am 02.07.2026 an der Universität zu Köln hielt. Hierbei handelt es sich um die Zwischenergebnisse eines noch laufenden Projektes an der Technischen Universität Darmstadt, bei dem es um kalibrierte Ambiguität geht.** _[Update 26-09-23: Zu dem Projekt ist ein Preprint erschienen:https://doi.org/10.48550/arXiv.2609.12575 | Red]_ Als eine Grundlage für das Forschungsprojekt dient der Artikel „Computational hermeneutics: evaluating generative AI as a cultural technology“ von Kommers et al. aus dem Jahr 2026, an dem Evelyn Gius ebenfalls als Autorin beteiligt war. Der Kern dieser Ausarbeitung ist, dass Outputs von generativer KI (GenAI) Interpretationen sind, bei deren Evaluation Interpretationsprozesse berücksichtigt werden müssen (da Bedeutung stets in einem Kontext entsteht). Die computergestützte Hermeneutik ist ein sich entwickelndes Framework, welches für die Bewertung der GenAI-Systeme verwendet wurde. Um das Benchmarking zu verbessern, das sich direkt auf das Ergebnis auswirkt, sind drei hermeneutische Herausforderungen zu bewältigen: Die erste ist, dass Bedeutung nur in einem konkreten Kontext entsteht (Situiertheit), die zweite, dass mehrere Interpretationen gleichzeitig legitim sein können (Pluralität) und die dritte, dass Interpretationen miteinander konkurrieren können _–_ es also mehrere, gleichwertige Interpretationen gibt (Ambiguität). ## **Die Rolle von Ambiguität in KI** Normalerweise ist die vorhandene Standardlogik in der KI die sogenannte Konvergenz, bei welcher Ambiguität reduziert wird und die Ergebnisse eindeutig, korrekt und reproduzierbar sein sollen. Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen es wichtig ist, Ambiguität gezielt zu erhalten. Dies ist zum Beispiel bei kulturellen, sozialen und deliberativen Aufgaben der Fall, bei denen Ambiguität ein Teil der Lösung ist. Im Gegensatz zu konvergenten Aufgaben existieren dabei mehrere plausible Lesarten und Abweichungen sind mögliche Interpretationen, keine Fehler. Somit ist das Ziel nicht Präzision, sondern Plausibilität. Im Rahmen des Artikels sind daher drei Anforderungen an das Benchmarking formuliert: Sie sollen iterativ sein, Menschen mit einbeziehen und den kulturellen Kontext erfassen. Ein elementares Problem von Sprachmodellen ist nämlich, dass diese die Interpretation von gesellschaftlich ausgehandelten oder mehrdeutigen Begriffen übernehmen, wie zum Beispiel „hate speech“ oder „bias“, dabei jedoch tendenziell nur eine einzige Deutung zulassen (etwa, wenn es um bewusst offen gehaltene Rechtsbegriffe geht). Die Gründe für die Auswahl durch das LLM sind nicht bekannt, die alternativen Interpretationen werden somit unsichtbar. Dieses Phänomen bezeichnet man als Ambiguity Collapse, eingeführt durch den Artikel _„Ambiguity Collapse by LLMs: A Taxonomy of Epistemic Risks“ von Gur-Arieh et al. aus dem Jahr 2026_. Dies ist zu unterscheiden von Disambiguierung, die sinnvoll sein kann, wenn der Kontext eine Lesart bevorzugt. Ambiguity Collapse hingegen birgt Risiken für menschliche Denkprozesse und Definitionen, die beeinflusst oder im schlimmsten Fall durch jene des LLMs ersetzt werden können, ohne, dass wir dessen “Denken” nachvollziehen können. ## **Das Kartenspiel Dixit** Was hat nun ein Kartenspiel mit all dem zu tun? Dixit ist ein Kartenspiel, bei der es um die Herstellung und Auflösung von Ambiguität geht, denn auf Basis eines gegebenen Hinweises dürfen weder alle noch keine Mitspieler*innen die gesuchte Karte erraten. Idealerweise trifft dieser Hinweis also einen „sweet spot“ der Ambiguität, damit nur einige Personen die korrekte Karte finden und man somit Punkte erhält. Kurz zu den Spielregeln: Eine*r der Spieler*innen schlüpft in die Rolle des “Erzählers”, wählt eine seiner Handkarten aus und nennt eine Assoziation, die die Illustration bei ihm hervorruft. Die anderen Spieler*innen sehen nun ihre eigenen Handkarten an und wählen jeweils eine Karte, die ihrer Meinung nach zum genannten Hinweis passt. Die ausgewählten Karten werden verdeckt gemischt und umgedreht, woraufhin alle Spieler*innen versuchen, die Karte des Erzählers zu erraten. Dieser bekommt Punkte, wenn einige (aber nicht alle) Spieler*innen seine Karte finden. Daraus folgt, dass der gegebene Hinweis weder zu offensichtlich noch zu abstrakt sein sollte. Abbildung 1. Visualisierung der „idealen“ Menge von Ambiguität im Zusammenhang mit Dixit, erstellt durch die Autor*innen basierend auf der Präsentation von Evelyn Gius. Foto der Dixit-Karten von Nutzer _Peng_, _CC BY-SA 3.0_, via Wikimedia Commons Vor diesem Hintergrund wurde ein LLM zunächst darauf trainiert, Hinweise auf Basis von fünf vorliegenden Dixit-Karten zu generieren. Die Prompts dafür wurden so gestaltet, dass möglichst zwei von vier Mitspieler*innen die Karte korrekt erraten können. Zwei Arten von Prompts wurden erprobt: „social_cognition“ (das LLM soll sich in die anderen Menschen hineinversetzen) und „feature_based“ (der Fokus des LLMs soll auf den Gemeinsamkeiten zwischen den Karten liegen). Bei diesem ersten Experiment sind zwei Modelle, Gemma und Qwen, getestet worden. Insgesamt wurden 90 Runden mit sowohl menschlichen als auch mit LLM-Spieler*innen durchgeführt. ## **Ergebnisse des ersten Experiments** Zusammenfassend ist zu beobachten, dass Gemma tendenziell besser in der Deutung von ambigen Hinweisen war. Weiterhin konnten Menschen im Durchschnitt die gesuchte Karte korrekt erraten (in 64% der Fälle wurde die richtige Karte gewählt), während LLMs möglicherweise besser darin waren, ambige Hinweise zu generieren (in 61% der Runden gab es zwischen 25-75% richtige Antworten). Der Vergleich ist dabei allerdings auch nur bedingt möglich, da fünf Menschen und bloß vier LLMs an dem Experiment beteiligt waren. Abbildung 2. Tabelle mit den Ergebnissen des ersten Experiments, erstellt durch die Autor*innen, basierend auf der Präsentation von Evelyn Gius. Im zweiten Experiment wurde eine andere, umfassendere Datengrundlage gewählt: Von einer (nicht mehr aktiven) Onlinespiele-Plattform extrahierte man die Daten von 55.101 Runden aus 25.750 Dixit-Spielen. Der Leitgedanke war, das Experiment erneut anhand einer größeren Anzahl von menschen-generierten und tatsächlich verwendeten (nicht artifiziellen) Hinweisen durchzuführen. Bei diesem zweiten Experiment gestalteten sich die Ergebnisse daher etwas anders. Menschen waren tendenziell besser darin, menschengemachte Ambiguität aufzulösen und LLMs schnitten in der Interaktion mit anderen LLMs besser ab. Bei menschengemachten Hinweisen dagegen waren LLMs nur knapp über einem zufälligen Raten. Zudem waren Menschen im Schnitt erneut erfolgreicher im Spiel beziehungsweise konnten mehr Punkte erzielen. Anschließend wurde die Zusammensetzung der menschlichen Hinweise homogenisiert und an diese der LLM-Hinweise angeglichen (zum Beispiel durch die Anzahl der Wörter oder die Reihungen von Adjektiven), um zu verhindern, dass die unterschiedlichen Ergebnisse den andersartigen Strukturen der Hinweise zuzuschreiben waren. ## **Ergebnisse des zweiten Experiments** Die Anpassung dieser Stellschraube veränderte jedoch wenig an den Ergebnissen und in manchen Fällen verschlechterten sich die LLM-Resultate sogar (sie lagen knapp unter einem zufälligen Raten). Auffallend waren außerdem die verschiedene Strategien, mit denen LLMs Ambiguität erzeugten. Zu beobachten war etwa, dass Hinweise nur schwach oder gar nicht mit einer Karte verbunden waren, scheinbar besser zu einer anderen Karte passten oder plausibel zu mehreren Karten. Abbildung 3. Auszug aus den Resultaten des zweiten Experiments nach Homogenisierung der Hinweise (z.B. durch Reihungen von Adjektiven), erstellt durch die Autor*innen, basierend auf der Präsentation von Evelyn Gius. Abschließend lässt sich sagen, dass LLMs eher mit LLM-Ambiguität kompatibel sind – genauso verhält es sich mit Menschen und (Menschen-)Ambiguität. Aber darüber hinaus deuten die bisherigen Ergebnisse auf einige Unterschiede hin: Menschen können Ambiguität (zumindest in einem Dixit-Setting) besser auflösen, wohingegen LLMs zum Teil unter den Werten bleiben, die sie bekommen, wenn sie eine zufällige Karte raten. Dies ändert sich auch nicht, wenn die menschlichen Hinweise der LLM-Art angepasst werden. Was das Konzept des Ambiguity Collapse angeht, wird dieses eher durch Menschen verursacht und gilt sowohl für das Erstellen von Hinweisen (Ambiguität erzeugen) als auch das Erraten (Ambiguität auflösen). ## **Einschränkungen der Experimente** Es ist wichtig, hervorzuheben, dass die Experimente unter Berücksichtigung einiger Einschränkungen betrachtet werden müssen. Dazu gehören etwa die Verwendung heterogener Daten über verschiedene Vergleiche hinweg, zudem fehlt (aufgrund des zeit- und arbeitsaufwändigen Projektes in einem kleinen Forschungsteam) eine Gegenüberstellung, wie Menschen auf menschliche Hinweise reagieren. Weitere Faktoren sind zum Teil wenige Daten und viele mit einzubeziehende Parameter, wie zum Beispiel die Länge der geforderten Antworten der LLMs sowie eine mögliche offenere Formulierung der Prompts. ## **Ausblick** Da es sich um ein noch laufendes Forschungsprojekt handelt, gibt es noch ungeklärte Fragen. Zum einen ist noch ungewiss, ob eine (andere) Qualität von Ambiguität im Zusammenhang mit den Experimenten relevant ist und wenn ja, wie sich diese auf die Ergebnisse auswirkt. Zum anderen könnte ein drittes Experiment durchgeführt werden, in welchem menschliche Dixit-Spieler*innen eingebunden und die so erzeugten Daten zur Evaluation verwendet werden könnten. Weitere psychologische Faktoren, wie Theory of Mind (das Vermögen, eigene oder fremde Handlungen erklären und vorhersagen zu können), könnten dabei ebenfalls in die Auswertung einfließen. _**Zu den Autor*innen: ** Corinna Hennicke studierte Medieninformatik im BA-Verbundstudiengang Medienwissenschaft an der Universität zu Köln und befindet sich aktuell im Master für Informationsverarbeitung. Neben dem Studium ist sie als wissenschaftliche Hilfskraft im prometheus Bildarchiv tätig. Jan Jacek Jackowski studierte ab 2020 Informationsverarbeitung und Romanistik mit dem Schwerpunkt Französisch im Zweifach-Bachelor an der Universität zu Köln. Das Bachelorstudium schloss er 2024 ab und studiert nun Informationsverarbeitung im 3. Mastersemester._ dhstudi Alle Beiträge anzeigen * * * Nur der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International nutzbar. Alle anderen Elemente (Abbildungen, importierte Anhänge) sind „Alle Rechte vorbehalten“, sofern nicht anders angegeben. * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: dhstudi (23. September 2026). (Dis-)Ambiguität von KI oder: Warum spielt man mit LLMs Karten? _Digital Humanities Cologne_. Abgerufen am 24. September 2026 von https://doi.org/10.58079/16tum * * * * * * * *
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#Historialisierung. Zur Notwendigkeit eines kritischen Begriffs gtw.hypotheses.org/38797
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#Historialisierung. Zur Notwendigkeit eines kritischen Begriffs
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Kosovo-Sondertribunal: Stärken, Schwächen und mögliche Folgen eines spektakulären Gerichtsverfahrens ostblog.hypotheses.org/9231
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Kosovo-Sondertribunal: Stärken, Schwächen und mögliche Folgen eines spektakulären Gerichtsverfahrens
von Konrad Clewing In Den Haag ist das Urteil gegen die vier Vertreter der ehemaligen UÇK-Führungsebene um Hashim Thaçi gefallen. Der Richterspruch kann in Teilen überzeugen, weist aus historischer Sicht aber auch markante Schwächen auf. Für die Zukunft des Landes, aber auch die EU dürften die Konsequenzen zwiespältig sein. Ein Kommentar. Das Urteil und die Verurteilten Am 15. September 2026 hat das Kosovo-Sondertribunal in Den Haag in seinem zentralen Verfahren erstinstanzlich Recht gesprochen: Die angeklagten Hashim Thaçi, Kadri Veseli, Rexhep Selimi und Jakup Krasniqi […]
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Das Gedächtnis der Wirtschaft www.berlinerarchive.de/das-gedaecht…
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Das Gedächtnis der Wirtschaft
Der Leiter des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs, Björn Berghausen, im RBB-Interview über Aha-Effekte: Vis à vis – Was Wirtschaftsarchive über die Industriegeschichte erzählen | rbb24 Inforadio
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Von Vilnius nach Los Angeles: Auf den Spuren von Marija Gimbutas (1921-1994) aktarcha.hypotheses.org/12522
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Von Vilnius nach Los Angeles: Auf den Spuren von Marija Gimbutas (1921-1994)
Von Elsbeth Bösl Marija Gimbutas Geburtshaus in Vilnius, Foto: Bösl An diesem Haus in Litauens Hauptstadt Vilnius geht man heute vielleicht achtlos vorbei, wenn man nicht weiß, wer hier am 23. Januar 1921 geboren wurde: Es ist das Geburtshaus von Marija Birutė Alseikaitė, später international bekannt unter dem Namen Marija Gimbutas – eine der bekanntesten Archäologinnen des 20. Jahrhunderts. Es gibt nicht viele Archäologinnen aus dem Osten Europas, deren Name weit über das eigene Fach hinaus bekannt geworden ist. Marija Gimbutas gehört zu diesem kleinen Kreis. Ihr Name steht für die Kurgan-Hypothese, für die Erforschung des sogenannten „Alteuropa“, für die Vorstellung einer vorindoeuropäischen, von Göttinnen geprägten Gesellschaft – und nicht zuletzt für eine Sparte der europäischen Archäologie, die sich mit großen Fragen nach Geschlecht, Macht und Religion beschäftigte. Wer sich heute in Vilnius auf die Spuren von Marija Gimbutas begibt, stößt auf eine Wissenschaftlerin, deren späteres Werk und Engagement tief mit den Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend, mit der baltischen Geschichte, der litauischen Kultur und der verheerenden politischen Geschichte Europas im 20. Jahrhundert verbunden war. ## **Eine junge Archäologin zwischen Vilnius, Kaunas und Tübingen** Marija Gimbutas wuchs in einem intellektuellen und stark litauisch geprägten Elternhaus in Jogailos gatvė 11 (Jogaila-Straße 11) in Vilnius auf. Ihre Mutter Veronika Alseikienė (1883-1971) war Augenärztin, ihr Vater Danielius Alseika (1881-1936) war ebenfalls Arzt und zugleich politisch und kulturell engagiert. In der elterlichen Wohnung verkehrten regelmäßig Schriftsteller:innen, Künstler:innen und Intellektuelle; unter Ihnen war zum Beispiel der litauische Nationalhistoriker und Folklorist Jonas Basanavičius (1851-1927) , dem Marija Gimbutas später eine wichtige Bedeutung für ihre intellektuelle Entwicklung zuschrieb. Schon früh befasste sie sich mit litauischem Brauchtum und Mythologie. 1931 verließ die Mutter mit Marija und ihrem Bruder Vilnius und zog nach Kaunas. Marija schloss 1938 das dortige Aušra Gymnasium ab. Anschließend studierte sie an der Vytautas-Magnus-Universität in Kaunas Linguistik und wechselte später an die Universität Vilnius, wo sie Archäologie, Ethnologie, Literaturwissenschaft und Volkskunde studierte. 1941 heiratete sie den Architekten Jurgis Gimbutas (1918-2001) . 1942 bekam sie ihre Tocher Danutė und schloss noch im selben Jahr ihr Studium der Archäologie mit dem Magister ab. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit den eisenzeitlichen Bestattungssitten in Litauen. Unmittelbar danach begann sie mit der Arbeit an ihrer Dissertation. Längst beeinflusste jedoch der Zweite Weltkrieg ihr Leben und das ihrer Familie. Seit 1940 war Litauen von der Sowjetunion besetzt und in eine Sowjetrepublik verwandelt worden. 1941 wurde Litauen von NS-Deutschland besetzt. Marija Gimbutas floh 1944 mit Ehemann und Tochter vor der nun erneut vorrückenden sowjetischen Armee über Wien nach Tübingen. Ihre Mutter musste sie zurücklassen. In Deutschland kam ihre zweite Tochter, Živilė, zur Welt. Trotz Flucht und der erneuten Mutterschaft setzte Marija Gimbutas ihre akademische Laufbahn fort. In Tübingen promovierte sie 1946 bei Kurt Bittel (1907-1991) mit der deutschen Übersetzung ihrer 1942 begonnenen Arbeit über vorgeschichtliche Bestattungen in Litauen (Gimbutas 1946). Bis 1949 studierte sie weiter an den Universitäten Tübingen, Heidelberg und München. Porträt von Marija Gimbutas in der sogenannten Ahnengalerie des Instituts für Vor- und Frühgeschichte im Schloss Hohentübingen, Foto: Erika Thummerer Das Titelblatt der 1946 auf Deutsch erschienenen Dissertation. 1949 emigrierte sie schließlich in die Vereinigten Staaten. Damit begann ihr außergewöhnlicher transatlantischer Lebensweg: Sie begann in der neuen Welt als Übersetzerin und Lecturer an der Universität Harvard, wo sie ihre umfassenden Sprachkenntnisse einsetzen konnte. Ab 1950 arbeitete Marija Gimbutas dort mit verschiedenen renommierten Stipendien an ihrer Studie „Prehistory of Eastern Europe“ (1956) und wurde dann Research Fellow am dortigen Peabody Museum. Hinzu kamen Forschungsaufenthalte an der Universität Stanford und eine Lehrtätigkeit in Harvard. Unterdessen schrieb sie mehrere Bücher. 1954 hatte sie noch eine dritte Tochter, Rasa Julija, geboren. Marija Gimbutas mit ihrer jüngsten Tochter, 1956 in den USA, Quelle: Nacev Skomal, Susan/Polomé, Edgar C. (Hrsg.): Proto-Indo-European: The Archaeology of a Linguistic Problem. Studies in Honor of Marija Gimbutas, Washington, D.C. 1987, Tafel. 1963 zog sie mit ihrer Familie nach Kalifornien, wo sie 1964 an der University of California in Los Angeles (UCLA) zur Professorin für europäische Archäologie und Indogermanistik berufen wurde. Dort entwickelte sich zu einer der prägenden Persönlichkeiten der amerikanischen prähistorischen Archäologie mit europäischem Schwerpunkt. Sie warb zahlreiche Fördermittel und Stipendien für ihre Projekte ein und verwirklichte Grabungen im damaligen Jugoslawien sowie in Süditalien und Griechenland. Diese Biografie macht Gimbutas zu einer besonders interessanten Figur für die Wissenschafts- und Frauengeschichte der Archäologie: Sie machte nicht nur in einer, sondern in mehreren nationalen Forschungstraditionen Karriere und ihre wissenschaftliche Welt war von Anfang an mehrsprachig und von ihrer Migrationserfahrung geprägt. Archiv der RGK, Nachlass Werner Krämer Album 2, undatiert (ca. 1955, vermutlich in Jugoslawien) ## **Die Kurgan-Hypothese: Wie kamen die Indoeuropäer:innen nach Europa und was hat das alles mit den Göttinnen zu tun?** Anfangs erlangte Marija Gimbutas wissenschaftliche Bekanntheit durch ihre Forschungen zur europäischen Vorgeschichte und zur Herkunft der indoeuropäischen Sprachen. 1956 formulierte sie ihre später als Kurgan-Hypothese bezeichnete Theorie. Vereinfacht gesagt ging sie davon aus, dass sich die frühen indoeuropäischen Sprachen und Kulturen im Neolithikum bzw. in der Kupferzeit von Bevölkerungsgruppen aus den Steppen nördlich des Schwarzen Meeres nach Europa ausbreiteten. Als kennzeichnend für diese Gruppen sah sie bestimmte Bestattungssitten in Grabhügeln, den sogenannten Kurganen an. In ihren Forschungen verband Marija Gimbutas archäologische, sprachwissenschaftliche und ethnologische sowie religionsgeschichtliche Beobachtungen miteinander – diese gemischte Methode war in der mitteleuropäischen Archäologie der 1950er Jahre aber durchaus umstritten. Sie bezeichnete die neolithischen Gesellschaften Südosteuropas als „Alteuropa“ oder „Old Europe“ und stellte diesen den auf sie treffenden, aus den Steppen kommenden mobilen Kurgankulturen gegenüber. Die Bevölkerungen Alteuropas beschrieb sie als sesshafte, bäuerlich wirtschaftende, friedliche Gesellschaften mit egalitären sozialen Strukturen und einer spezifischen religiösen Symbolik, die das Weibliche betonte. In den Funden anthropomorpher Figuren und anderer Bildzeichen sah sie Belege für ein komplexes religiöses Systems mit einer großen Göttin beziehungsweise weiblichen Gottheiten im Zentrum. Sie publizierte diese Thesen in äußerst populären Büchern wie “The Gods and Goddesses of Old Europe” (1974), “The Language of the Goddess” (1989) und vor allem “The Civilization of the Goddess” (1991). Ihre ab den 1970er Jahren erschienenen Bücher fanden in einer Phase des weltweit erstarkenden Feminismus und der Zweiten Frauenbewegung viel Anklang. Insbesondere Anhänger:innen von Matriarchatsthesen lasen sie begeistert. Allerdings vertrat Marija Gimbutas gar keine einfache Matriarchatsvorstellung. Das „Alteuropa“ ihrer Vorstellung war keine simple Herrschaft von Frauen über Männer, sondern „gynozentrisch“ beziehungsweise „matristisch“, also eher charakterisiert durch eine hohe Verehrung der Frau und eine weibliche Prägung von Kultur und Gesellschaft. Verstanden wurden ihre Forschungen aber als Beweis für eine vorpatriarchale, friedliche und von Frauen beziehungsweise Göttinnen geprägte europäische Vergangenheit. In diesem Bild erschienen die von Marija Gimbutas erforschten Kurgan-Gesellschaften wie ein Gegenbild: hochmobil, hierarchisch gegliedert, gewaltsam und patriarchal. Indem sie sich nach Alteuropa ausbreiteten, lösten sie einen tiefgreifenden kulturellen Wandel aus. Diese Erzählung war und ist höchst kontrovers. Am umstrittensten sind ihre Schlussfolgerungen über die sozialen und religiösen Strukturen. Andere Archäolog:innen fanden, dass sie zu weitreichende Interpretationen aus dem Material zog. Zwischen Marija Gimbutas und ihrem Kollegen Colin Refrew entspann sich eine richtige Forschungskontroverse (Renfrew 1987, dazu direkt Gimbutas 1988) über die Mobilität von Steppenpopulationen, wenngleich man auch diese heute als Produkte ihrer Entstehungszeit lesen muss. Hier ist es wichtig, zwischen der Kurgan-Hypothese in ihrem ursprünglichen Zuschnitt nach Marija Gimbutas und der aktuellen sogenannten Steppe Theory zu unterscheiden. Paläopopulationsgenetische Forschungen auf der Basis alter DNA (aDNA) aus der Gräberarchäologie haben die Vorstellung in den letzten Jahren gestützt, dass die Ausbreitung von sogenannten Steppenpopulationen eine ausschlaggebende Rolle bei der Verbreitung indoeuropäischer Sprachen in Europa spielte. Besonders viel Einfluss hatte die Studie von Wolfgang Haak et al. von 2015. Das Team des damaligen MPI für Menschheitsgeschichte in Jena zeigte, dass Populationen aus der Steppe massiv genetisch zu Bevölkerungen des spätneolithischen Europa beitrugen (Haak et al 2015). Diese Aussagepotentiale der Archäogenetik hat Marija Gimbutas nicht mehr kennengelernt. Wichtig ist aber, dass die aktuelle aDNA-Forschung Gimbutas These keineswegs durchgehend, aber in einigen Teilen bestätigt. Vor allem können die aDNA-Daten aber nur etwas zur genetischen Geschichte Europas und seiner Bevölkerungen sagen, während die materiellen Quellen der Archäologie die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung zugänglich machen. * * * ## **Zwischen Wissenschaft und „Göttinnenbewegung“** In der Kontroverse um die gynozentrischen Kulturen Alteuropas liegt ein Großteil der historischen Bedeutung von Marija Gimbutas, denn sie hat die Fragen gestellt, die vor ihr nicht viele und vor allem nicht so hörbar, gestellt hatten: Welche Bedeutung hatte die Kategorie Geschlecht in vergangenen Gesellschaften und welche Rolle spielten insbesondere Frauen? Woran lässt sich soziale Ungleichheit archäologisch ablesen? In den USA wurde Marija Gimbutas weit über die Archäologie hinaus bekannt, weil Teile der feministischen Bewegung ihre Thesen von der möglichen vorpatriarchalen, gynozentrischen Vergangenheit seit den 1970er Jahren begeistert aufgriffen. Dort hatte damals das Goddess Movement zahlreiche Anhänger:innen. Dies war eine seit den späten 1960er-, vor allem aber in den 1970er und 1980er Jahrenv.a. an der amerikanischen Westküste entstandene kulturelle und spirituelle Bewegungen an der Schnittstelle von Feminismus, Neopaganismus, Ökologiebewegung und Religionskritik. Es hatte mehrere Strömungen, darunter die Wiederaneignung der Hexe als positives feministisches Symbol und die Kritik an den als patriarchal empfundenen jüdisch-christlichen Religionen, in denen Gott selbstverständlich als männlich gedacht wurde und religiöse Autorität bei Männern lag. Dem wurde die Vorstellung des weiblichen Göttlichen – „the Goddess“ – entgegengesetzt, wobei es wiederum sehr unterschiedliche Vorstellungen davon gab, ob dies eine tatsächliche Gottheit oder eher eine weibliche sakrale Kraft sein sollte (Eller 1993). Das Goddess Movement entwickelte eine enorme Begeisterung für die Archäologie. Dabei lautete eine sehr einflussreiche Idee, dass es vor den patriarchalen Gesellschaften friedlichere, egalitäre oder rein matriarchale Kulturen gegeben habe, in denen Göttinnen verehrt worden seien. Marija Gimbutas wurde als wissenschaftliche Kronzeugin für die Möglichkeit einer Gesellschaft jenseits von Patriarchat, Krieg und hierarchischer Herrschaft gefeiert. Archäologische Objekte wurden hier zu Ressourcen für die politische und religiöse Identitätsbildung der Frauenbewegung. Dabei ging die religiös-feministische Interpretation archäologischer Befunde jedoch erheblich weiter, als die archäologischen Quellen erlaubten und Gimbutas selbst argumentiert hätte. Kritik erreichte das Goddess Movement nicht nur aus der archäologischen Wissenschaft (Meskell 1995; Tringham/Conkey 1998), sondern auch aus anderen Strömungen des Feminismus, wo die Göttinnenbegeisterung als essentialistische Deutung von Weiblichkeit und die Konstruktion eines prähistorischen Matriarchats als romantische Verklärung verstanden wurde (Eller 2000). ## **Erinnerung an Marija Gimbutas in den USA und in Europa** In den USA ist die Erinnerung an Marija Gimbutas bis heute sehr viel präsenter als in Mitteleuropa. Ihr Nachlass wird am OPUS Archives and Research Center des Pacifica Graduate Institute in Kalifornien https://www.opusarchives.org/ gepflegt. Es erstellte zudem eine digitale Führung zu ihrem Leben und Werk unter dem Titel „Archaeomythology of a Goddess: A Virtual Gallery Talk with OPUS Archives & Research Center“. Das Cotsen Institute of Archaeology der UCLA veranstaltete zu ihrem hundertsten Geburtstag 2021 Vorlesungen und Diskussionsabende über die inzwischen durch archäogenetische Forschung neu bewertete Kurgan-Hypothese. In Litauen wiederum ist Marija Gimbutas auf eine etwas andere Weise präsent, denn hier gehört sie zum kulturellen und wissenschaftlichen Selbstverständnis des Landes. Marija Gimbutas hat zwar den größten Teil ihrer wissenschaftlichen Karriere außerhalb Litauens verbracht, aber die Verbindung zu ihrer Heimat blieb auch im Kalten Krieg eng. Sie beschäftigte sich einerseits mit Archäologie, Mythologie und Brauchtum des Baltikums und bemühte sich immer wieder um Besuche. 1979 verlieh ihr die Universität Vilnius einen Ehrentitel. In den USA engagierte sich Marija Gimbutas andererseits für Geflüchtete aus dem Baltikum und für die Förderung von Baltikumstudien. Nach der Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit besuchte Marija Gimbutas mehrfach Litauen. 1993 erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Vytautas-Magnus-Universität in Kaunas. Zu ihrem 100. Geburtstag erklärte Litauen das Jahr 2021 zum Jahr Marija Gimbutienės. In Vilnius widmete das Nationalmuseum ihr die große Ausstellung „Goddesses and Warriors: 100 Years to Marija Gimbutas“. Diese präsentierte ihre wissenschaftlichen Befunde und Theorien und ihre Biografie und betonte ihre Bedeutung als litauische Wissenschaftlerin. Künstler:innen wurden eingeladen, um sich künstlerisch mit der Person und dem Werk von Marija Gimbutas auseinanderzusetzen. In Vilnius fand zudem die internationale Konferenz „The New Old Europe“ statt. Veranstaltet wurde sie von der Universität Vilnius, der Gesellschaft für Litauische Archäologie, dem Nationalmuseum und der Akademie der Wissenschaften. Bemerkenswert ist, dass das Programm Marija Gimbutas ausdrücklich nicht nur als große Wissenschaftlerin feierte, sondern ihre Arbeiten auch kritisch aus unterschiedlichen Perspektiven diskutierte – von Archäologie und Anthropologie über Linguistik und Genetik bis hin zur Frage nach den baltischen Ursprüngen ihrer Theorien und der Frage, was denn nun spezifisch ‚litauisch‘ an ihnen sei. In Litauen ist Marija Gimbutas heute fast so etwas wie eine nationale Ikone. Dort wird vorrangig daran erinnert, dass sie sich mit der Geschichte und Kultur des Baltikums befasst hat und diesem aus seiner Randstellung in der europäischen Vor- und Frühgeschichte verhelfen wollte. In seiner Studie über Marija Gimbutas’ Theorie zur ethnischen Herkunft der baltischen Nationen argumentiert zum Beispiel der Archäologe Algimantas Merkevičius, dass sie sich in den USA als aktiven Teil der litauischen Exilgemeinschaft verstand und sich gegen die die sowjetische Herrschaft über Litauen engagierte (Merkevičius 2024). Dabei schlug sie, das muss klar gesagt werden, offen nationalistische Töne an. Briefmarke der litauischen Post zu Ehren von Marija Gimbutas 2021 ## **Zum Abschluss** Marija Gimbutas gehört also keineswegs zu den vergessenen Archäologinnen, die erst wiederentdeckt werden müssten. Im Gegenteil: Ihre Bücher werden weiterhin rezipiert, ihre persönliche Geschichte wird ausgestellt, ihre Ideen in sehr unterschiedlichen politischen und kulturellen Zusammenhängen noch diskutiert. Ihre Spuren reichen heute von Litauen bis Kalifornien, von der Archäologie bis zur feministischen Theorie, von der Geschichte der Indogermanistik bis zur modernen Archäogenetik. Marija Gimbutas starb am 2. Februar 1994 in Los Angeles. Beigesetzt wurde sie jedoch in Kaunas. Ihr Lebensweg endete damit dort, wo ihre wissenschaftliche Biografie begonnen hatte: in Litauen. ## Literatur und Quellen Biaggi, Cristina/Wilshire, Donna: Marija Gimbutas, in: Dialogues d’histoire ancienne 20 (1994), H. 1, 7–10. Bräuning, Andrea: Wider das Vergessen. Professorinnen in der Archäologie (Vor- und Frühgeschichte), in: Bagley, Jennifer M./Neumann, Daniel/Schefzik, Michael (Hrsg.): Alpen, Kult und Eisenzeit. Festschrift für Amei Lang zum 65. Geburtstag, Rahden/Westf. 2009, 9–24. Eller, Cynthia: Living In The Lap Of Goddess. The Feminist Spirituality Movement in America, New York 1993. Eller, Cynthia: The Myth of Matriarchal Prehistory – Why an Invented Past Won’t Give Women a Future, Boston 2000. Haak, Wolfgang et al.: Massive migration from the steppe was a source for Indo-European languages in Europe, in: Nature 522 (2015), Nr. 7555, 207–211 Kästner, Sibylle/Maier, Viola/Schülke: From Pictures to Stories – Traces of female. Doktorinnen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen, in: Margarita Diaz-Andreu/Marie Louise Stig Sorensen (Hrsg.): Excavating Women. A History of Women in European Archaeology, London 1998, 266–294. Marler, Joan (Hrsg.): From the Realm of the Ancestors. An Anthology in Honor of Marija Gimbutas, Manchester 1997. Merkevičius, Algimantas: Marija Gimbutas and the Ethnic Origin of the Baltic Nation, in: Archaeologia Lituana 24 (2024), 10–18. Merkyté, Inga: Marija Gimbutas – eine Archäologin aus Litauen, in: Archäologie in Deutschland 38 (2022), Nr. 6, 48-49. Meskell, Lynn: Goddesses, Gimbutas and ‘New Age’ Archaeology, in: Antiquity 69 (1995), 74–86. Milišauskas, Šarūnas/Hudson, Kathryn: Marija Gimbutas (Gimbutienė): the Baltic goddess, in: Lietuvos archeologija 47 (2021), 55–89. Nacev Skomal, Susan/Polomé, Edgar C. (Hrsg.): Proto-Indo-European: The Archaeology of a Linguistic Problem. Studies in Honor of Marija Gimbutas, Washington, D.C. 1987. Navickaitė, Rasa: Marija Gimbutas. Transnational Biography, Feminist Reception, and the Controversy of Goddess Archaeology, New York 2023. Renfrew, Colin: Archaeology and Language. The Puzzle of Indo-European Origins, London 1987. Robbins Dexter, Miriam/Polomé, Edgar C. (Hrsg.): Varia on the Indo-European Past: Papers in Memory of Gimbutas, Marija, Washington, DC 1997. Tringham, Ruth/Conkey, Margaret: Rethinking Figurines: a critical analysis of Archaeology, Feminism and Popular Culture, in: Ancient Goddesses: The Myths and the Evidence, hrsg. v. Christine Morris/Lucy Goodison, London 1998, 22–45. ## **Eigene Schriften von Marija Gimbutas (Auswahl)** Ancient Symbolism in Lithuanian Folk Art, Philadelphia PA 1958. Baltai priešistoriniais laikais. Etnogenezė, Vilnius 1985. Bronze Age Cultures in Central and Eastern Europe, Den Haag u. a. 1965. Das Ende Alteuropas. Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas, Innsbruck u. a. 1994. Die Balten. Geschichte eines Volkes im Ostseeraum, München 1983. Die Bestattung in Litauen in der vorgeschichtlichen Zeit, Tübingen 1946. Die Ethnogenese der europäischen Indogermanen, Innsbruck 1992. Die Sprache der Göttin. Das verschüttete Symbolsystem der westlichen Zivilisation Frankfurt a.M. 1995. Die Zivilisation der Göttin. Die Welt des Alten Europa, Frankfurt a. M. 1996. Göttinnen und Götter des Alten Europa. Mythen und Kultbilder 6500 bis 3500 v. Chr, Arun 2010. Kurgan Culture and the Horse, in: Current Anthropology, 27 (1986), H. 4, 305–307. Neolithic Macedonia. As Reflected by Excavation at Anza, Southeast Yugoslavia, Los Angeles, CA 1976. Old Europe c. 7000–3500 BC: The earliest European civilization before the infiltration of the Indo-European peoples, in: The Journal of Indo-European Studies 1 (1973), H. 1, 1–21. Review of Colin Renfrew, Archaeology and Language, in: Current Anthropology 29 (1988), 453–456. The Balts, London 1963. The Civilization of the Goddess, San Francisco, CA u.a. 1991. The First Wave of Eurasian Steppe Pastoralists into Copper Age Europe in: The Journal of Indo-European Studies (1977), H. 4, 1977, 277–338. The Gods and Goddesses of Old Europe. 7000 to 3500 BC. Myths, Legends and Cult Image, London 1974. The Indo-Europeans: Archaeological Problems, in: American Anthropologist 65 (1963), H. 4, 815–836. The Kurgan Culture and the Indo-Europeanization of Europe. Selected Articles from 1952 to 1993 , Hrsg. v. Miriam Robbins Dexter/Karlene Jones-Bley, Washington DC 1997. 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Diesen Blog zitieren: Elsbeth Bösl: Von Vilnius nach Los Angeles: Auf den Spuren von Marija Gimbutas (1921-1994), in: AktArcha - Akteurinnen archäologischer Forschung und ihre Geschichte(n), 24.09.2026, URL: https://aktarcha.hypotheses.org/12522 Elsbeth Bösl Alle Beiträge anzeigen * * * OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren: Elsbeth Bösl (24. September 2026). Von Vilnius nach Los Angeles: Auf den Spuren von Marija Gimbutas (1921-1994). _AktArcha_. Abgerufen am 24. September 2026 von https://aktarcha.hypotheses.org/12522 * * * * * * * *
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Restorative Justice - Wolfgang Schmale
Restitution und Restorative Justice spielen in der Debatte um das Verhältnis der ehemaligen europäischen Kolonialmächte zu den früheren Kolonien und heute selbstständigen Staaten eine zentrale Rolle. In „Ce que nous devons à Haïti. Réflexions philosophiques sur la justice réparatrice“ (2026) diskutiert Bessone die Konzepte am konkreten Fall Haitis und plädiert dafür, Restorative Justice zu praktizieren.
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