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KWI Essen

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#Wissenschaftskommunikation, Kultur- & #Literatursoziologie, #VisualLiteracy, #Kommunikationskultur u.v.m. Es postet die Presse. blog.kulturwissenschaften.de 🌉 bridged from ⁂ mstdn.social/@kwi_essen, follow @ap.brid.gy to interact

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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 14/10/2026
🚨 #Reminder Am 21.10. sind wir mit Vorträgen und Impulsen zu Gast im FGSHolsterhausen. Unsere KWI-Kolleg:innen bringen Texte mit (von Dr. Seuss bis Hesse) und gemeinsam diskutieren wir über das KWI-Jahresthema #RoteLinien📚 🔗 shorturl.at/n2QSE #RoteLinien #Literatur #Lesung
Grafik zur Veranstaltung „Lieblingstexte: Rote Linien“ am 21.10.2016 um 19 Uhr im Fachgeschäft für Stadtwandel in Essen-Holsterhausen
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 14/10/2026
#KWIColloquium winter term kick off: In today's session #DAAD-Fellow Mariana Filgueiras | @DAAD_worldwide sheds light on a powerful transformation in the representation of care work across the Global South. Domestic workers, long silenced or stereotyped, are […] [Original post on mstdn.social]
Veranstaltungshinweis zum KWI-Colloquium von Mariana Filgueiras (DAAD-Fellow) am 14.10.2026 um 10:30 Uhr, „Domestic Workers become Writers. A Latin American Overview“
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 13/10/2026
#Leseempfehlung: Über die Schachnation #Armenien zwischen Nationalstolz und urban chess clubs schreiben Arpi Grigoryan und Paul Buckermann in der Armenien-Sonderausgabe der @jungleworld 🔗 jungle.world/artikel/2026/40/tigran… (Paywall) #Schach #Sport #Kulturwissenschaften
Foto von Sebastian Lemme aus dem Artikel „Tigrans langer Schatten“ der Zeitschrift jungle.world (Ausgabe 40/2026, erschienen am 01.10.2026). Drei ältere Männer, die im Freien Schach spielen.
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 13/10/2026
📚 #Outnow: „Weltentwürfe in Kurzprosa. Gegenwartsliteratur zwischen Globalisierung und Klimakrise“. Christoph Schaub, zuletzt Thyssen@KWI Fellow, analysiert Kurzprosa von Alexander Kluge, Chr. Kracht, Chr. Ransmayr, Judith Schalansky & Ilija Trojanow 👉 […] [Original post on mstdn.social]
Buchcover „Weltentwürfe in Kurzprosa. Gegenwartsliteratur zwischen Globalisierung und Klimakrise“ von Christoph Schaub, Copyright: Verlag DeGruyter
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 13/10/2026
#DoNotMiss Zwischen Angst und Liebe: Kulturhistorikerin Anja Laukötter über die Geschichte der Aufklärung im Kino. Erster Abend der Reihe Cine Science „On Edge“! 🍿 🎬 Heute 20 Uhr im Filmstudio Glückauf | Essen Rüttenscheid ℹ️ […] [Original post on mstdn.social]
Grafik zur Veranstaltung “Sex on Screen” im Rahmen der Reihe Cine Science “On Edge”, 13.10.2026, 20 Uhr, Filmstudio Glückauf Essen Rüttenscheid
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 12/10/2026
📢 #OutNow: #KWINews What’s new at KWI this winter term? Read all about more ‘Rote Linien’ events, the new Cinescience series ‘On Edge’ (starting tomorrow!), recent publications and interviews with our researchers in the latest KWI newsletter! 📧 Read […] [Original post on mstdn.social]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 12/10/2026
Auch im Wintersemester geht es auf dem #KWIBlog weiter mit der Reihe #SoziologischeFiktionen. Initiator Sebastian J. Moser interviewt den französischen Soziologen David Le Breton @unistra: 🔗 blog.kulturwissenschaften.de/man-ka… #Blog […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 09/10/2026
#CineScience: Was darf Sex im Kino? 🎞️ Die Darstellung von Sexualität auf der Leinwand war schon immer umkämpft. Von den Aufklärungsfilmen der Weimarer Republik bis zur Gegenwart – Anja Laukötter|Universität Jena zeigt den Wandel von Emotionen und […] [Original post on mstdn.social]
Foto der Referentin Anja Laukötter, Kulturhistorikerin an der Universität Jena | © Anja Laukötter
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 08/10/2026
🚨 #LastCall #CfP: One week left to submit your abstract for the workshop “Confessions of Bad Taste. Interdisciplinary Perspectives on Guilty Pleasures” at KWI in June 2027. Organization: Paul Buckermann, Morten Paul & @ancaleth 📆 Deadline: October 15 ℹ️ […] [Original post on mstdn.social]
CfP-Grafik zum Workshop "Confessions of Bad Taste" mit Ausschnitt aus „Der Kampf zwischen Karneval und Fasten“, Pieter Bruegel der Ältere, um 1559, Öl auf Eichenholz (118 × 164,5 cm), Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 07/10/2026
📆 Ein Abend, ein Thema. In der Reihe „Lieblingstexte“ lesen Gäste Texte vor, im Anschluss kommen alle gemeinsam über das Gehörte ins Gespräch. Am 21.10. sind KWI-Kolleg:innen zu Gast im Fachgeschäft für Stadtwandel und diskutieren über #RoteLinien. 🎤 mit […] [Original post on mstdn.social]
Grafik zur Veranstaltung „Lieblingstexte: Rote Linien“ am 21.10.2016 um 19 Uhr im Fachgeschäft für Stadtwandel in Essen-Holsterhausen
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 07/10/2026
🧵Tugendhafter Hedonismus: @walzenjet erklärt heute auf dem #KWIBlog, wie Sticken, Klöppeln und Weben zum neuen Luxus der Frühen Neuzeit wurden und damit eine Grundlage unserer modernen Konsumgesellschaft schufen. 🛒 #Fäden: blog.kulturwissenschaften.de/produk… […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 06/10/2026
#Lektüretipp – Bericht zum Panel „Who’s next? Kanonisierung in der Soziologie zwischen Editionen und digitaler Infrastruktur“ mit (u.a.) Lara Pellner und Alexander Wierzock 📚 #DGS2026 #Nachlese👇 www.soziopolis.de/mainzer-splitter-…
Screenshot vom Beitrag "Mainzer Splitter II: Dienstag" auf Soziopolis.de, Quelle:https://www.soziopolis.de/mainzer-splitter-ii-dienstag.html#c16831, Copyright: Soziopolis
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 06/10/2026
#CineScience Auftakt: Zum Start der neuen Reihe „On Edge“ am 13.10. nehmen wir euch mit an die Grenzen der Filmzensur. Anja Laukötter (Universität Jena) spricht bei „Sex on Screen“ über Gefühlskultur, Körpervorstellungen & Sexualitätsnormen im Film u. wie sich […] [Original post on mstdn.social]
Grafik zur Veranstaltung “Sex on Screen” im Rahmen der Reihe Cine Science “On Edge”, 13.10.2026, 20 Uhr, Filmstudio Glückauf Essen Rüttenscheid
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 05/10/2026
🎉 Das KWI gratuliert der Ruhr Uni Bochum und der TU Dortmund zur erfolgreichen Bewerbung als Exzellenzverbund Ruhr Innovation Lab! Als gemeinsames Institut der drei Universitäten der Universitätsallianz Ruhr – RUB, TU Dortmund & Uni Duisburg-Essen freuen wir uns […] [Original post on mstdn.social]
Glückwunsch-Grafik mit Cover des Ruhr Innovation Lab: zwei Uni-Gebäude mit Feuerwerk und Logo "Ruhr Innovation Lab"
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 05/10/2026
🎉 Welcome to our 13th cohort of KWI International & Thyssen@KWI Fellows! 7 scholars join us for winter 2026/27, exploring topics as state socialism, #AI, #decolonisation, automated therapy, and more. Welcome: Elizaveta Berezina, Yasmina El Chami, Gai Farchi […] [Original post on mstdn.social]
Elizaveta Berezina, Yasmina El Chami, Gai Farchi, Martin Herrnstadt, Anna Nasser, Aaron Neiman and Jungmo Youn form our 13th cohort of International and Thyssen@KWI Fellows.
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 05/10/2026
🧶 Nach der Sommerpause meldet sich der #KWIBlog mit einem neuen Beitrag aus der Reihe #Fäden wieder: Judith Niehaus erklärt, was faule Heldinnen und magische Spinnerinnen über Frauenbilder in Märchen verraten 🪄 🔗 shorturl.at/HsJTu #Fäden #KWIBlog #Handarbeit #Kukturwissenschaften
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 01/10/2026
✨ #OutNow – Folge 13 des Podcasts #KrummeStrasse von KWI & Merkur! Zu Gast bei @hannaengelmeier.bsky.social & @knoerer ist die Mathematikerin, Schriftstellerin u. Merkur-KI-Kolumnistin Paola Lopez. Es geht um #Mathematik, #KI u. ihren Roman „Die Summe unserer […] [Original post on mstdn.social]
Podcast-Cover „Krumme Straße” Episode 13, zu Gast: Paola Lopez
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 30/09/2026
#KWIonTour heute Abend in #München: Norbert Frei, Tim Schanetzky und Sybille Steinbacher stellen ihr Buch über den Medienunternehmer Franz Burda vor, der sehr viel politischer war, als es den Anschein hatte. 📌 19.00 Uhr | Monacensia im Hildebrandhaus | Eintritt frei 🔗 tinyurl.com/36mf4dve
Buchcover „Der Mann fürs Bunte. Franz Burda und sein Medienunternehmen.“, Copyright: Verlag CH Beck
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 30/09/2026
Herzlichen Glückwunsch! 🎉 Das KWI gratuliert dem Wissenschaftshistoriker Alexander Wierzock zum Nachwuchspreis der Sektion Soziologiegeschichte der @dgsoziologie, den er gestern für seine Dissertation „Ferdinand Tönnies: Eine Biographie (1855–1936)“ erhielt. 🔗 […] [Original post on mstdn.social]
Preisverleihung des Sektionspreises der Sektion Soziologiegeschichte der DGS auf dem DGS-Kongress in Mainz am 29.9.2026 Rechts neben Alexander Wierzock: Jochen Dreher, Sprecher der Sektion Soziologiegeschichte und Leiter des Sozialwissenschaftlichen Archivs in Konstanz. Foto: A. Wierzock
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 30/09/2026
#KWIonTour: Heute Nachmittag ist @schalkewins zu Gast beim Panel „Kollaborative Praktiken der Fotografieforschung“ auf der #GfM Jahrestagung 2026. 📸 www.kulturwissenschaften.de/veranst… #Solidität #Fotografie #Fotoforschung
kulturwissenschaften.de
Das Panel der AG Fotografieforschung widmet sich einer spezifischen Ausdifferenzierung von „Solidität“: Kollaboration als Arbeitsform sowie als gemeinschaftliche Forschungs- und Lehrpraxis innerhalb der Medienwissenschaft. Insbesondere in der Fotografieforschung haben Fragen der Zusammenarbeit in den letzten Jahren neue Aufmerksamkeit erfahren – nicht zuletzt durch das vielbeachtete Gemeinschaftsprojekt _Collaboration: A Potential History of Photography_(2024). Das Buch ist ein Versuch, die Beteiligung Vieler unter verschiedenen Bedingungen am fotografischen Geschehen zu denken und gegen Lesarten zu positionieren, die all jene, die das fotografische Geschehen auf unterschiedliche Weise beeinflusst haben, ignorieren. Aus dieser Perspektive untersuchen sie in einem Zusammenwirken von Praxis und Theorie historische wie gegenwärtige fotografische Praktiken hinsichtlich ihrer kolonialen, rassistischen und patriarchalen Voraussetzungen und Verflechtungen. An diese Überlegungen knüpft das Panel an und überträgt sie auf aktuelle Debatten der Medienwissenschaft. Was bedeutet es, in der Fotografieforschung kollaborativ zu arbeiten? Inwiefern fordert die Fotografie selbst solche Formen des Zusammenarbeitens heraus? Welche institutionellen Rahmenbedingungen ermöglichen oder erschweren kooperatives Arbeiten? Und in welchem Sinne ist fotografischen Praktiken Kollaboration bereits eingeschrieben – sei es auf der Ebene der Produktion, Zirkulation oder Rezeption von Bildern? Das Panel versteht sich als Forum, um diese Fragen gemeinsam zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven auf kollaborative Wissensproduktion in der Fotografieforschung zusammenzuführen. Kurze Impulse eröffnen die Diskussion, im Anschluss steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Als Expert:innen eingeladen sind Florian Krautkrämer, Anja Schürmann sowie das Medienkünstler*innen Duo Jakob Ganslmeier & Ana Zibelnik.
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 29/09/2026
🚨 #Reminder „Arrangements und Politiken des Komischen“ Bis zum 1.10. können Abstracts für die zweite Jahrestagung des DFG-Netzwerks Comic Literacies vom 10.-12. März 2027 an der @lmu.de eingereicht werden. Alle Infos & den CFP gibt’s hier 👉 […] [Original post on mstdn.social]
l for Papers: Zweite Jahrestagung des DFG-Netzwerks Comic Literacies – Kulturtechniken des Komischen „Arrangements und Politiken des Komischen“, Einreichungen bis zum 1.10.2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 29/09/2026
#KWIonTour #dgs2026 Am 43. Kongress der @dgsoziologie "Zukünfte der Gesellschaft" nehmen heute und in den kommenden Tagen Nadine Giesbrecht, Julika Griem, @stefanhoehne, Lara Pellner, Jo Reichertz & Alexander Wierzock mit Vorträgen teil. Weitere Infos: tinyurl.com/5dj3r584
Grafik zum 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Zukünfte der Gesellschaft“, Johannes Gutenberg Universität JGU Mainz, 28. September – 02. Oktober 2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 28/09/2026
#Rezension: Jonas Meurer hat für das Rezensionsforum #Literaturkritik Morten Pauls "Was war Faschismustheorie?" gelesen. 👉 literaturkritik.de/public/rezension… #Faschismus #Theorie #Faschismustheorie @verbrecherei
literaturkritik.de
Faschismustheorie als Wissenspraxis - Der von Morten Paul herausgegebene Sammelband „Was war Faschismustheorie?“ fragt nach den Bedingungen, Ansprüchen und Möglichkeiten von Theorie : literaturkritik.de
Faschismustheorie als WissenspraxisDer von Morten Paul herausgegebene Sammelband „Was war Faschismustheorie?“ fragt nach den Bedingungen, Ansprüchen und Möglichkeiten von Theorie
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 28/09/2026
#BookReview: After reading Dina Kiwan's book "Academic Freedom", Academy in Exile Fellow Yerkebulan Sairambay finds her shifting "the focus from migration as the movement of people to the transnational circulation of knowledge." Read the full review here […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 24/09/2026
📻 #Neu: Heute ist mit "Der Mann fürs Bunte" eine neue Biografie über Franz Burda bei @chbeckliteratur.bsky.social erschienen. Co-Autor Tim Schanetzky erläutert im SWR, warum #Burda viel politischer war, als lange angenommen […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 24/09/2026
#FromtheMedia: LEIDER GEIL! @ancaleth, Morten Paul und Paul Buckermann haben für @cargoverlag.bsky.social alte #GuiltyPleasures Kolumnen des FILM COMMENT gewälzt. With pleasures! Teil 1 der neuen Kolumne: www.cargo-film.de/heft/71/anderes-k… […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 22/09/2026
Seit 80 Jahren gibt es die Landeszentrale für politische Bildung NRW als Teil der @bpb! 🎉 Anlass für ein ausführliches Gespräch mit Historiker Tim Schanetzky über die Anfänge politischer Bildungsarbeit in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg 👉 […] [Original post on mstdn.social]
Screenshot der Webseite der BPB NRW zum Interview mit Tim Schanetzky Teil 1, Copyright: Landeszentrale für polit. Bildung NRW
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 21/09/2026
#KWIonTour: Geisteswissenschaften in der Krise? Über die Relevanz der Geistes- und #Kulturwissenschaften debattiert heute & morgen ein Symposium; die Keynote hält gleich um 11:50h Julika Griem. Grundlage ist des Symposiums u.a. diese Studie der @volkswagenstiftung […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 21/09/2026
✏️ One month to go! Submit your abstract by Oct 15! Guilty Pleasures did not first appear in the modern era. For its June 2027 workshop "Confessions of Bad Taste", the project "Towards a Genealogy of Guilty Pleasures“ is seeking contributions to a […] [Original post on mstdn.social]
CfP-Grafik zum Workshop "Confessions of Bad Taste" mit Ausschnitt aus „Der Kampf zwischen Karneval und Fasten“, Pieter Bruegel der Ältere, um 1559, Öl auf Eichenholz (118 × 164,5 cm), Kunsthistorisches Museum Wien, Bilddatenbank
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 16/09/2026
#CfP 📢 Die Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften „Navigationen“ sucht Beiträge über das Verhältnis zwischen Medien und Resten. Sind Medien Restproduzenten oder fungieren Reste selbst als Medien? Welche Affekte rufen sie hervor? 📆 Frist: 2.10.26 🚮 […] [Original post on mstdn.social]
Graphic with text: Call for Abstracts „Medien / Reste“ „Media / Residues“, Navigationen 2/2027, Submission deadline: October 2, 2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 10/09/2026
#Neuerscheinung Band 3,1 der 24-bändigen Ferdinand #Tönnies Gesamtausgabe ist nun bei @degruyter_pub erschienen. Herausgeber Jens Herold & Alexander Wierzock versammeln in diesem Band frühe Schriften der Jahre 1893-96, in denen Tönnies erstmals als public […] [Original post on mstdn.social]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 10/09/2026
#New blog post by our Academy in Exile Fellow Yerkebulan Sairambay about how digitalisation boosts access to research data in Kazakhstan — but authoritarian governance complicates #fieldwork. discuss-data.net/cs/eescca/section/… @dfg_public #Research […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 01/09/2026
🎧 #KrummeStrasse Ep. 12: Heute ist die KWI-Komikexpertin @ancaleth zu Gast im Studio. Sie spricht mit @hannaengelmeier.bsky.social & @knoerer über das Komische, vom Hanswurst im Theater bis zu Standup-Comedy auf Netflix heute. 🎭 […] [Original post on mstdn.social]
Ein Bild von Roxanne Phillips.
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 28/08/2026
Ohne #Konkurrenz keine Competition: Konkurrenz in der Kunst ist umstritten & doch ein elementarer Bestandteil. In ihrem neuen Band untersuchen Paul Buckermann & Max Richter, wer in Kunst, Literatur, Film & Musik Konkurrenz schürt & zu welchem Effekt […] [Original post on mstdn.social]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 26/08/2026
📣 #KWIonTour: Am 1.9. um 19:30 Uhr moderiert @hannaengelmeier.bsky.social Judith Schalanskys Buchvorstellung „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zw. der Literarischen Gesellschaft Ruhr und dem KWI. 👉 […] [Original post on mstdn.social]
Buchcover „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ (Suhrkamp, 2026) von Judith Schalansky
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 24/08/2026
📻 #FromtheMedia: @ruhr-uni-bochum.de Historiker & KWI-Vorstandsmitglied Constantin Goschler über die Geschichte der #Geheimdienste und deren Umgang mit NS-Historie und NS-Personal, zu hören im #Hörsaal bei DLF Nova. @dradiowissen […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 18/08/2026
📣 #Jobopportunity für Studierende: Bücher & Zeitschriften sind Dein Ding? Dann bewirb Dich als #SHK (8 Std./Woche) in unserer Bibliothek! 📅 Beginn: 01.11.2026 ⏰ Bewerbungsfrist: 26.08.2026 ℹ️ shorturl.at/G7L7n #job #studentjob #cfa #studentenjob #jobopportunity #SHK #Bibliothek
Ausschreibung: SHK (8 Std./Woche) in der KWI-Bibliothek, ab November 2026, Bewerbungsschluss: 26.08.26
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 07/08/2026
📣 Work with us! Apply now for our KWI International/Thyssen@KWI Fellowship. Various project formats are possible: spend your time in Essen finishing a book or a special issue, finalising a research proposal, or setting up a research group. ⏰ Apply by Aug 17 🔗 […] [Original post on mstdn.social]
Apply Now: KWI International Fellowships/Thyssen@KWI Fellowship from 1 April 2027 until 30 September 2027, Deadline: August 17th 2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 07/08/2026
❗#Reminder : Die Anmeldefrist für das #KWISchreibwochenende für Promovierende im Oktober dieses Jahres läuft noch bis zum 15. August! Melde dich an und freu dich auf ein fachlich spezifiziertes Programm für Promovierende aus den #GeiWi und #SoWi. ⏰ 15.08. ℹ️ […] [Original post on mstdn.social]
KWI-Schreibwochende für Promovierende: 9.-11.10.2026, Anmeldeschluss: 15.08.2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 05/08/2026
In ihrer dazugehörigen Exegese der Reihe #SoziologischeFiktionen auf dem #KWIBlog schildert Malin Jedynak Gefühle der alltäglichen Überforderung. blog.kulturwissenschaften.de/exeges…
blog.kulturwissenschaften.de
Exegese zu: Lärm
Exegese zu: Lärm Erschienen in: Soziologische Fiktionen ⎪ Sociological Fictions Von: Malin Jedynak In der Geschichte geht es um Überforderung, die aus einer Welt resultiert, die zunehmend als andauernder „Lärm“ empfunden wird. Es geht dabei nicht nur um den akustischen Lärm, sondern ebenso um nicht endende Aufgaben, Entscheidungen und Eindrücke, denen die Protagonistin nicht zu entkommen scheint. Die daraus folgende Erschöpfung resultiert aus einem Alltag, der der Erzählerin als nicht mehr bewältigbare Pflichten entgegentritt. Dies liegt jedoch nicht allein an individuellem Unvermögen, sondern kann als Teil gesellschaftlicher Tendenzen betrachtet werden. Hartmut Rosa beschreibt in seiner Studie _Unverfügbarkeit_ , wie sich das Alltagsleben spätmoderner Menschen immer stärker in der Abarbeitung von To-Do-Listen erschöpft. Die einzelnen Aufgaben werden dabei zu ‚Aggressionspunkten‘: Dinge sollen erreicht, optimiert und beherrscht werden.1 Das wird besonders an den Aufzählungen deutlich, die im gesamten Text verteilt sind. Der Alltag erscheint hier als eine grenzenlose Folge von Anforderungen, die ständig Aufmerksamkeit einfordern. Neben klassischen Pflichten geraten auch zwischenmenschliche Beziehungen oder ‚Glücksmomente‘ in diese Logik des Organisierens und Bewältigens. Die Welt verwandelt sich damit in etwas, das ständig versorgt, beantwortet und abgearbeitet werden muss. Gerade darin lässt sich Rosas Gedanke der Verfügbarmachung wiederfinden. Selbst Ruhe und Entspannung wird zu etwas, das bewusst hergestellt werden soll. Dadurch aber verlieren solche Lebensmomente ihren entlastenden Charakter. Die Protagonistin versucht immer wieder, kleine geschützte Momente herzustellen – etwa der Tee am Fenster. Diese Momente stehen für den Wunsch nach kurzen Unterbrechungen und Ruhe, bleiben jedoch durch die ständigen neuen Anforderungen prekär. Unter der immer weiter aufquellenden Masse an Aufgaben entsteht keine echte Ruhe mehr. Während die Kirche zu Beginn der Fiktion noch zu Momenten der Glückseligkeit verhilft, wird sie im weiteren Verlauf zur lärmenden Belastung – gemeinsam mit allen anderen Bestandteilen des Alltags. Der Versuch, die Verantwortlichkeit für die Aufgaben von sich zu schieben, indem beispielsweise keine Briefe mehr geöffnet werden, verschärft die Situation zunehmend. Die empfundene Überforderung entsteht dabei nicht durch einzelne Aufgaben, sondern vor allem durch deren Gleichzeitigkeit und eine scheinbar endlose Fortsetzung. Verstärkt wird dieser Eindruck auch dadurch, dass sich die Geschichte über verschiedene Jahreszeiten und Wohnorte erstreckt. Die Hoffnung, alten Belastungen zu entkommen, wird immer wieder durch neue Anforderungen enttäuscht. Der „Lärm“ bleibt bestehen, auch wenn sich seine Form verändert. Es ist nicht nur die Vielzahl an Dingen, die erledigt werden müssen, sondern auch deren Organisation, die die einfache Alltagsbewältigung erschöpfend macht. Die Protagonistin verausgabt sich zunehmend, ohne das Gefühl zu bekommen, tatsächlich Kontrolle über ihren Alltag zu gewinnen. Sie setzt sich ständig in Bewegung und bemüht sich, alle Anforderungen zu versorgen und den Überblick zu behalten. Der Versuch, alles zu bedenken, fordert so viel mentale Kraft, dass kaum welche für die tatsächliche Erledigung bleibt. Dadurch bleiben Aufgaben liegen, der Berg wächst und entsprechend wird ein beängstigender Kontrollverlust darüber erlebt, alles bedenken und erledigen zu können. Gesteigert wird diese Erschöpfung außerdem durch zusätzliche Belastungen, wie heißere Temperaturen im Zuge des Klimawandels, die Schwierigkeit, Freundschaften trotz neuer Lebensabschnitte aufrechtzuerhalten, Entscheidungszwänge innerhalb der Konsumgesellschaft sowie erschwerte Wohn- und Lebenssituationen in Großstädten. Eine besondere Rolle spielt dabei die Großstadt als Raum permanenter Reizbelastung. Schon Georg Simmel beschäftigte sich in _Die Großstädte und das Geistesleben_(1903) mit der gesteigerten Flut an Eindrücken in urbanen Räumen. Das Tempo, die Infrastruktur und die Vielzahl an Angeboten beschreibt er als psychisch belastende Impressionen. Als Schutzreaktion entwickeln Großstädter:innen eine gewisse emotionale Distanz gegenüber ihrer Umgebung.2 Obwohl eine solche Großstadtkritik berechtigte Erfahrungen von Überforderung und Reizbelastung anspricht, droht sie zugleich, das Nicht-Städtische zu idealisieren und spezifische Möglichkeiten städtischen Lebens auszublenden. Die Kritik an einer einseitigen Betrachtung der Großstadt bedeutet jedoch nicht, dass entsprechende Belastungserfahrungen vernachlässigt werden können. Besonders für Menschen, die neu in solche Umgebungen ziehen, stellt die Vielzahl an Eindrücken zunächst eine besondere Herausforderung dar. Sie verfügen noch nicht über einen solchen Schutzmechanismus und erleben die Reizfülle intensiver. Verkehrslärm, volle Straßen, Enge oder stärkere Hitzebelastung können schnell überfordernd wirken. So bergen die erhöhte Lärm- und Luftschadstoffbelastung sowie höhere Temperaturen in urbanen Räumen gesundheitlichen Risiken.3 Die Geschichte greift diese Erfahrung auf und verbindet sie mit dem Gefühl, ohnehin bereits mit zu vielen Anforderungen konfrontiert zu sein. Während sich die Überlastung zunehmend vom Großen ins Kleine verschiebt, können die alltäglichen Sinneseindrücke nicht mehr ausgeblendet werden. Die immer weiter sinkende Toleranzgrenze zeigt sich besonders im Erleben der Kirchenglocken. Die einprasselnden Eindrücke verdichten sich hier zu einem Moment des „Zu viel“. Trotz des sich ins Panische steigernden Versuchs, die Fenster zu schließen, dringt der Lärm weiter in den intimen Bereich der eigenen vier Wände. Ein Gefühl von Machtlosigkeit stellt sich bei der Protagonistin ein. Trotz des verzweifelten Versuchs die Kontrolle über die Situation zu erlangen, lässt sich keine Stille schaffen. Die Bemühungen, alle Fenster zu schließen, resultieren nicht in Ruhe; die ständige Bemühung, alle Anforderungen des Alltags zu versorgen, resultieren nicht in Ruhe. Die Erkenntnis der Machtlosigkeit ist das resignierte Eingeständnis, ständig in dem vergeblichen Versuch zu bleiben, Kontrolle zu erlangen und es doch nie zu schaffen. Die Fiktion sensibilisiert für die Belastungen, die aus fordernden gesellschaftlichen Verhältnissen resultieren. Sie führt die Innenansicht eines Individuums vor Augen, das an diesen Belastungen zu zerbrechen droht. Dadurch wird sichtbar, dass für manche Menschen das Bewältigen des Alltags nicht _nichts_ ist. ### References 1. Hartmut Rosa, _Unverfügbarkeit_ (Residenz Verlag, 2019), 10–15. 2. Georg Simmel, „Die Großstädte und das Geistesleben“, in _Kulturtheorie_ , hg. v. Dorothee Kimmich, Schamma Schahadat und Thomas Hauschild (transcript, 2010), 241–251; Auszug aus: Georg Simmel,_Gesamtausgabe_ , Bd. 7, hg. v. Rüdiger Kramme, Angela Rammstedt und Ottheim Rammstedt (Suhrkamp, 1995), 242f. 3. Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), _IPP Info. Ausgabe 12: Gesundheit im urbanen Raum_ (Universität Bremen, 2014), 1f., 6, https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb11/ipp/Institutsuebergreifend/Transfer/IPP-Info/IPP_info_no12_rz_online.pdf. Download PDF Write Comment Share Close Popup * share * share * RSS feed * email SUGGESTED CITATION: Jedynak, Malin: Exegese zu: Lärm, in: KWI-BLOG, [https://blog.kulturwissenschaften.de/exegese-zu-laerm/], 05.08.2026 DOI: https://doi.org/10.37189/kwi-blog/20260805-0830
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 04/08/2026
🔔Heute auf dem #KWIBlog: Malin Jedynak mit ihrer soziologischen Fiktion „Lärm" Hier lesen 👉 blog.kulturwissenschaften.de/laerm/
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 03/08/2026
🌟Jetzt anhören! - #KrummeStrasse Episode 11: Christian Demand | @merkurzeitschrift spricht mit Nora Weinelt & Benedikt Wintgens darüber, wie über das Scheitern und Versagen historisch und gegenwärtig erzählt und geurteilt wird. 🎧 shorturl.at/RHuWU […] [Original post on mstdn.social]
Podcast Cover "Krumme Straße" Episoode 11 mit Porträts der Gäst:innen Nora Weinelt und Benedikt Wintgens
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 31/07/2026
✍🏻 Du sehnst dich nach Austausch mit anderen Promovierenden? Dann bietet das #KWISchreibwochenende im Okt. einen guten Rahmen, denn es dient dazu, Herausforderungen des eigenen Schreibens auf einer greifbaren Ebene in fachspezifischer Runde zu behandeln. Jetzt […] [Original post on mstdn.social]
KWI-Schreibwochende für Promovierende: 9.-11.10.2026, Anmeldeschluss: 15.08.2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 30/07/2026
"Cooling is just moving heat around" Warum zunehmende #Klimatisierung das Problem an die Ränder verlagert und welche kulturellen Lösungen es für den Umgang mit #Hitze gibt, erklärt @stefanhoehne vom #ercsyg Projekt @cryocultures im SZ Interview (Paywall)👇 […] [Original post on mstdn.social]
Screenshot des SZ-Online Interviews mit Stefan Höhne, Quelle: https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/stil/soziologe-stefan-hoehne-klimaanlagen-kultur-kuehlens-klassenkampf-e342684/?reduced=true (Stand 30.7.26)
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 29/07/2026
👋 #Welcome: During his #AcademyInExile Fellowship at KWI, Yerkebulan Sairambay examines how queer scholars at risk develop and sustain resilience against authoritarian regimes, anti-LGBTQIA+ policies & restrictions on academic freedom before and after exile. 🌐 […] [Original post on mstdn.social]
Portrait of new KWI team member Yerkebulan Sairambay
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 29/07/2026
#OutNow: Evelyn Runge schreibt in der Zeitschrift Osteuropa über die ikonische Irpin-Fotografie. Das berühmte Bild von vier Flüchtenden, getötet bei einem Granatenangriff, wurde von der NYT auf die Titelseite gesetzt und löste eine weltweite Debatte aus. 🔗 […] [Original post on mstdn.social]
Cover der Zeitschrift Europa, Ausgabe "Kriegsaufnahmen. Bildpolitik und Visualisierung" 2026
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 29/07/2026
Heute auf dem #KWIBlog: In seiner soziologischen Deutung beleuchtet Daniel Wolf die Anpassungsstrategien des migrantischen Jungen und zeigt, dass Migration nicht nur Ortswechsel, sondern auch Identitätsarbeit und emotionale Belastung bedeutet. 🔗 […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 28/07/2026
👓 #Rezension: Gerade druckfrisch und schon rezensiert – Lukas Thum in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Perspektiven DS über „Was war Faschismustheorie?“ (Verbrecher Verlag, 2026), hg. von Morten Paul mit Beiträgen u.a. von Mona Leinung. tinyurl.com/4j5shn4z (Paywall) #Rezension […]
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 27/07/2026
Wir setzen die Reihe #SoziologischeFiktionen fort: Im heutigen Text von Daniel Wolf geht es um einen Jungen, der mit seiner Familie aus dem fiktiven Land Boravia nach Almania kommt und alles unternimmt, um seine Herkunft zu verbergen: blog.kulturwissenschaften.de/angeko…
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Angekommen
Angekommen Erschienen in: Soziologische Fiktionen ⎪ Sociological Fictions Von: Daniel Wolf Als Willi zum ersten Mal almanischen Boden betrat, war der Oktobertag so warm, dass seine Mutter nur den dünnen Pullover über sein Hemd zog. In Boravia hätte man zu dieser Zeit schon längst Feuer gemacht. Willi mochte das: das Knistern der dicken Scheite im Ofen, das leise Singen des Wasserkessels. Hier aber war es anders. Die Straßen in Almania rochen nach Auto, nicht nach Stall. Er verstand nicht viel, aber er wusste: Jetzt war alles neu. Willi war sechs Jahre alt, als er mit seinen Großeltern, seiner Schwester, seiner Mutter, seinem Vater und dem jüngsten Sohn der Großeltern – Onkel Arin – ins Land der Vorfahren aufbrach. Damals, das wusste Willi von Erzählungen, waren die Vorfahren auf dem Floß über einen Fluss und mit Pferdekutschen über Land in die alten almanischen Kolonien gekommen. Jetzt war es nur ein vergleichsweise kurzer Weg mit dem Flugzeug, der ihn in ein neues Land brachte, das er zuvor nie betreten hatte und dessen Menschen und Sprache er nicht kannte. Anfangs konnte Willi nur „Hallo“, „Ich heiße Willi“ und „Danke“ sagen. Er übte diese Wörter immer wieder. „Ich heiße Willi“ klang wie ein Sprung ins kalte Wasser. Man wusste nie, ob jemand zurücksprang. Und wenn ja – wie. In Almania ging Willi bald in den Kindergarten. Am ersten Tag sagte er zu einem Jungen mit einem Dinosauriershirt: „Hallo, ich heiße Willi.“ Der Junge sagte nichts. Er musterte ihn. Dann lief er weg. Willi sagte an diesem Tag nichts mehr. Er beobachtete viel: wie die Kinder sich die Brotdosen aufmachten, wie sie „Bitte“ und „Danke“ sagten, wie sie „Du hast verloren!“ riefen, wenn jemand beim Fangen zu langsam war. Willi wollte nicht verlieren. Aber er wollte auch nicht zu schnell sein. Zu anders sein. In Boravia war er schnell gewesen. Er war über Wiesen gerannt, über Steine gesprungen, hatte mit Hunden getobt und mit Kühen geredet. Eines Tages rief ein Junge im Kindergarten: „Warum redest du so komisch?“ Willi wurde heiß im Gesicht. Er sagte: „Ich – ich heiße Willi.“ Das Mädchen neben ihm kicherte. Willi schaute auf den Boden. In seinen Schuhen war noch etwas Sand vom Spielplatz. Er erzählte niemandem von diesem Tag – nicht seiner Schwester, nicht seiner Mutter, nicht den Großeltern. Mit der Zeit sagte er wieder „Hallo“. Nicht laut, aber mit einem kleinen Lächeln. Manchmal bekam er ein Lächeln zurück. Nicht immer. Aber manchmal. Und das reichte. An die Kindergartenzeit erinnert sich Willi nur verschwommen. Was ihm aber bis heute im Gedächtnis blieb, war der Morgen mit der Polizei. Es war einer dieser kalten Wintertage, an denen der Himmel schon beim Aufstehen grau war und der Atem kleine Nebelwolken machte. Sein Vater fuhr ihn wie immer mit dem Fahrrad zum Kindergarten. Willi saß hinten auf dem Gepäckträger, hielt sich an Papas Mantel fest, der nach Kaffee, Rauch und etwas Erde roch. In Boravia war das normal. Die Straßen waren holprig, die Wege weit, aber die Menschen einfach. Ein Gepäckträger war ein Sitz, wenn man ein Kind hatte. In Almania war das anders. Die Polizei kam plötzlich. Blaulicht, obwohl nichts passiert war. Zwei Männer in dicken Jacken. Einer stellte Fragen, der andere schrieb. Willi verstand nur: „Verstoß“, „Verkehrssicherheit“, „Kindersitz“. Sein Vater sagte auf Almanisch: „Ich besorgen Kindersitz. Ich weiß jetzt.“ Willi hörte an der Stimme seines Vaters, dass dieser sich schämte. Und das machte ihn traurig. Es war das erste Mal, dass er begriff: In diesem neuen Land konnte man auch falsch sein, obwohl man nichts falsch meinte. Am nächsten Tag fuhr er in einem gekauften Kindersitz mit. Der Vater sagte nichts. Nur: „Jetzt ist alles richtig.“ Ein Jahr später wurde Willi eingeschult. Jetzt war er sieben, sprach viel besser Almanisch, konnte sogar schon kleine Witze machen. „Ich heiße Willi und ich will was lernen“, sagte er bei der Einschulung. Seine Mutter lächelte stolz. Sie hatte ihm das beigebracht. Willi mochte die Schule. Es gab Hefte mit Linien, Bücher mit bunten Bildern und Lehrerin Frau Schuster, die warme Hände hatte und oft sagte: „Willi, du gibst dir viel Mühe.“ Das war ihm wichtig. Sehr wichtig. Er war fleißig. Wenn er die Stifte benutzte, dann nur angespitzt. Sein Mäppchen war sauber. In den Pausen rannte er nicht so wild wie die anderen. Nicht, weil er nicht konnte – sondern weil er das Gefühl hatte, dass Ordnung ein Schlüssel war, den man in der Tasche haben musste, wenn man dazugehören wollte. Sein Vater sagte oft: „Wenn du alles ordentlich machst, werden sie dich mögen. Sie werden sehen, dass du etwas kannst.“ Seine Eltern waren in Boravia Lehrer gewesen. Keine Bauern, keine Bauarbeiter. „Intelligente Menschen“, wie die Großmutter immer betonte, „gebildet“. Aber hier in Almania, sagte niemand mehr „Lehrer“ zu ihnen. Hier waren sie „Einwanderer“, „Neuankömmlinge“, manchmal „Asylanten“, auch wenn das nicht stimmte. Manchmal auch einfach: „die da“. Willi wusste, dass die Wörter wichtig waren. Genauso wie die Hefte sauber halten. Weil man sich sonst nicht nur verschrieb – sondern verschwand. Es begann schleichend. Wie die feinen Risse im Lack eines alten Tisches, die man erst sieht, wenn das Licht richtig fällt. Willi war inzwischen in der zweiten Klasse. Lesen konnte er gut. Rechnen auch. Seine Hefte waren ordentlich, seine Schrift gerade. Niemand hätte erraten können, dass er aus Boravia kam. Und genau das wollte er. Zuerst war es nur der Schulweg. Früher war er gemeinsam mit Arsen, Milena und den anderen Kindern aus dem Wohnheim zur Schule gelaufen. Sie hatten sich auf Boravisch Witze erzählt, Kaugummis geteilt, über Lehrer gelästert. Doch eines Morgens sagte Willi nur: „Ich geh allein.“ „Warum?“, fragte Milena. „Weil ich schneller bin.“ Das war gelogen. In Wirklichkeit hatte Willi Angst, dass jemand aus seiner Klasse sie gemeinsam sehen könnte. Und dann fragen würde: Wer seid ihr? Warum redet ihr so komisch? Wo kommt ihr her? Im Supermarkt war es besonders schlimm. Seine Mutter redete dort oft zu laut. Und auf Boravisch. Worte, die für Willi früher nach Zuhause klangen, waren nun wie scharfe Pfeile, die ihn trafen, wenn andere zuhörten. „Mama, nein! Almanisch!“, flüsterte er einmal, als sie ihn nach den Eiern fragte. „Aber…“, begann sie. Doch der Blick des Jungen war streng. Erwachsen. Der Vater sagte nichts. Die Schwester schaute kurz hoch, dann wieder auf die Chipstüten. Seitdem sprachen sie draußen fast nur noch Almanisch. Auch wenn das bedeutete, dass sie oft schwiegen, weil die Wörter fehlten. Das Wohnheim war groß, grau und roch nach Reinigungsmittel und Suppe. Acht Stockwerke. Überall Kindergeschrei und Türen, die knallten. Willi wusste, dass die anderen almanischen Kinder in kleinen, eigenen Häusern wohnten. Deshalb sagte er nie, wo er wohnte. Wenn ihn jemand fragte, antwortete er ausweichend: „In der Nähe vom Park.“ Oder: „Ich glaub, das Viertel heißt Lindenhöhe.“ Er wusste selbst nicht, warum ihm das so wichtig war. Er konnte nur fühlen, dass die Wahrheit schwer war wie ein großer Rucksack, den man besser nicht zeigte. Eines Tages, beim Frühstück in der Schule, fragte ihn eine Klassenkameradin: „Bist du eigentlich Deutscher?“ Willi kaute langsam weiter. Sah auf sein Pausenbrot, das mit der dicken Salamischeibe und dem fettigen Butterrand. „Ja“, sagte er. Sie nickte. Fragte nicht weiter. Und Willi spürte eine seltsame Erleichterung – und gleichzeitig eine Leere. Als sie endlich aus dem Wohnheim auszogen, ist es ein Tag wie jeder andere – und doch fühlte es sich für Willi an, als würde ein Vorhang fallen. Die Wohnung war im zweiten Stock eines kleinen Hauses, in dem der Vermieter im Erdgeschoss wohnte. Drei Zimmer, die sich plötzlich wie ein ganzes Schloss anfühlten. Kein Lärm im Flur, kein Streit im Treppenhaus, keine fremden Stimmen durch dünne Wände. Es gab ein Wohnzimmer mit einem Sofa, das der Vater vom Sperrmüll geholt und mit einer Decke bezogen hatte. Ein Esstisch, bei dem alle nebeneinandersitzen konnten. Ein Zimmer für die Kinder – mit Tür. Willi liebte diese Tür. Nach der Schule ging Willi jetzt direkt nach Hause. Niemand fragte, wo er gewesen war. Manchmal war die Mutter da, oft auch nicht. Dann lag ein Zettel auf dem Küchentisch: „Bin in der Wäscherei, mach dir ein Brot, bin um vier da. Mama.“ Der Schulwechsel aufgrund des Umzugs war ein Geschenk. In der neuen Schule kannte ihn niemand. Keine Milena, kein Arsen. Niemand wusste, dass er Boravisch sprechen konnte. Und so tat er auch so, als könne er es nicht mehr. Er sprach Almanisch. Nur Almanisch. Und er wurde besser. Jeden Tag. Sein „Hallo“ klang irgendwann nicht mehr wie ein fremdes Wort. Er lernte, wann man Witze machte und wann man ernst blieb. Er lachte über dieselben Dinge wie die anderen, auch wenn er sie manchmal nicht verstand. Hauptsache, niemand merkte etwas. Einmal ging er mit der Familie spazieren. Es war ein früher Herbstabend. Die Straßenlaternen flackerten schon, das Laub raschelte unter den Füßen. Sie gingen durch ein Wohngebiet mit Reihenhäusern und Gärten, als Willi plötzlich erstarrte. Von weitem kamen zwei Mädchen aus seiner Klasse. Sie lachten, schubsten sich, kauten Kaugummi. Panik überfiel ihn. Er konnte nicht hier mit seinen Eltern gesehen werden. Was, wenn sie etwas Boravisches sagten? Was, wenn sie ihn mit seiner Schwester hörten? Was, wenn sie wussten, wo er wohnte? Willi riss sich los und rannte. Um die Ecke, über die Straße. Dort stand ein Auto. Ohne zu zögern, kroch er drunter. Der Asphalt war kalt. Er roch nach Öl. Die Mädchen kamen näher. Sie lachten wieder. „Was machst du da?“ „Haha, ist das Willi?“ „Der versteckt sich unterm Auto, wie peinlich!“ Sie gingen weiter. Willi lag noch einen Moment still. Die Kälte kroch ihm unter die Jacke. Als sie weg waren, kroch er langsam hervor. Seine Hose war dreckig. Er sagte nichts, als er zu seinen Eltern zurückkehrte. Sie fragten nicht. Und Willi war froh darüber. Er wollte nicht darüber sprechen. Er wollte einfach nur, dass dieser Tag nicht existierte. Willi war jetzt in der vierten Klasse – der letzten an seiner neuen Grundschule. Seine Klassenlehrerin, eine ältere Almanin mit scharfen Augen und fester Stimme, war berüchtigt für ihre Strenge. Einmal hatte sie sogar einen frechen Alman-Jungen an den Ohren gepackt und vor allen aus dem Klassenzimmer geführt. Willi mochte diesen Jungen nicht. Aber er mochte seine Lehrerin. Sie war streng, ja – aber damit kam er klar. Strenge kannte er. Willi war still. Nicht unsichtbar, aber zurückhaltend – fast schon schüchtern. Er sprach wenig im Unterricht, doch seine Hefte waren ordentlich, seine Arbeiten meist gut. In den Fächern Sport, Kunst und Schrift sogar sehr gut. Nur im Fach Deutsch bekam er am Ende der vierten Klasse eine Drei. Beim Elternabend hatte die Lehrerin zu seiner Mutter gesagt: „In der Familie sollten Sie mehr Deutsch sprechen.“ Willi verstand das nicht – er sprach doch längst die meiste Zeit Deutsch zu Hause. Trotz seiner guten Noten reichte es nicht fürs Kingnasium, die höchste Schulform. Die Lehrerin empfahl das Middlium – die mittlere Schule. Willi nickte, aber innerlich war er enttäuscht. Noch weniger verstand er, warum der Junge, den er nicht mochte, mit schlechteren Noten aufs Kingnasium durfte. Es fühlte sich unfair an. Noch schlimmer traf es seine Schwester: Sie kam auf das Lowdium, die unterste Schulform. Sie war keine gute Schülerin, das wusste Willi, aber er schämte sich trotzdem. Auf das Lowdium gingen viele aus Boravien – Kinder, die er vom Spielplatz oder aus dem Wohnheim kannte. Dorthin wollte er auf keinen Fall. Er wollte nicht in einer Klasse mit ihnen sitzen. Nicht wieder. Als Willi auf die neue Schule – das Middlium – kam, war vieles anders: Die Gebäude waren größer, die Schulfächer teilweise neu, die Bücher dicker und schwerer. Zum Glück waren viele seiner Freunde aus dem Grundium auch hierher gewechselt. Die meisten von ihnen waren almanisch. Auf das Kingnasium dagegen gingen fast nur almanische Kinder, während auf das Lowdium kaum eines kam – vielleicht ein oder zwei. Willi mochte seine neue Schule und seine neue Klasse. Hier konnte er zeigen, was in ihm steckte. Boravische Kinder gab es in seiner Klasse zum Glück nicht. Von da an war er noch fleißiger. Seine Noten waren durchgehend gut, manchmal sogar sehr gut. Im Fach Deutsch war er nun nicht mehr nur „befriedigend“. Bald gehörte er zu den Besten, und in der zweiten Klasse des Middliums war er sogar Klassenbester. Seine Noten: nur noch Einsen und Zweien. Ein Musterschüler. Trotzdem blieb da immer diese Angst und Scham, ein Boravier zu sein – und als solcher erkannt zu werden. Manchmal hörte er Sätze wie „Eh, du bist doch ein Boravier“ oder „du scheiß Boravier“. Auch wenn es als Spaß gemeint war, traf es ihn. Viel öfter wurde er „Streber“ genannt. Willi hatte das Gefühl, dass manche seiner Klassenkameraden nicht mochten, dass er so gut war. Am Ende der zweiten Klasse des Middliums war Willi so gut, dass er aufsteigen konnte – auf das Kingnasium. Das war schon seit dem Ende seiner Grundium-Zeit sein Ziel. Doch er mochte es nicht, wenn seine Eltern zu Elternabenden kamen und dort mit den Lehrern redeten. Mehr als einmal hatte er solche Termine einfach verschwiegen. Dieses Mal jedoch musste seine Mutter wohl doch mit dem Klassenlehrer gesprochen haben. Eines Tages rief dieser ihn zu sich. „Bist du dir wirklich sicher, dass du aufs Kingnasium willst?“, fragte er. „Deine Mutter hat es erwähnt, aber mir ist wichtig, dass du es selbst willst. Die Ansprüche sind dort höher. Du musst viel selbständiger lernen. Vielleicht ist das Middlium besser für dich.“ Willi verstand nicht, warum sein Lehrer nicht hinter ihm stand. Er wusste doch, wie gut er war. Das Middlium war längst nicht mehr sein Niveau. Trotz der Warnung blieb Willi bei seinem Wunsch. Zum dritten Mal musste er nun die Schule wechseln. Er erinnerte sich an diesen Tag genau: ein spätsommerlicher Septembermorgen, an dem die Sonne noch warm schien und der Asphalt auf dem Schulhof nach Ferien roch. Wieder war alles neu – bis auf ein paar Gesichter. Einige kannte er noch vom Grundium, darunter den Jungen mit den schlechten Noten, den er nie gemocht hatte. Er war immer noch hier – auf dem Kingnasium –, obwohl er nicht einmal richtig almanisch lesen konnte. Und sie war auch hier: seine ehemalige Nebensitzerin aus der vierten Klasse, in die er heimlich verliebt gewesen war. Beim Wiedersehen merkte er, dass dieses Gefühl nicht verschwunden war. Aber sagen? Unmöglich. Viel zu peinlich. Willi war vieles peinlich. Am meisten jedoch seine boravische Herkunft. Auf dieser neuen Schule wollte er sie unbedingt verbergen, auch wenn manche sie bereits kannten. Wenigstens war er den Titel „Streber“ los. Die Streber waren nun andere, und Willi war froh darüber. Nur eine Angst blieb wie ein hartnäckiger Schatten: Was, wenn sein Akzent ihn verriet? Was, wenn sein Gesicht zeigte, dass er anders war? Was, wenn die neuen Lehrer und Mitschüler irgendwann herausfanden, dass er nicht wirklich almanisch war? Diese Furcht würde ihn noch lange begleiten – leise, aber beharrlich, wie ein kaum hörbares Flüstern im Hintergrund seines Lebens. Download PDF Write Comment Share Close Popup * share * share * RSS feed * email SUGGESTED CITATION: Wolf, Daniel: Angekommen, in: KWI-BLOG, [https://blog.kulturwissenschaften.de/angekommen/], 27.07.2026 DOI: https://doi.org/10.37189/kwi-blog/20260727-0830
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KWI Essen @kwi-essen.mstdn.social.ap.brid.gy · 24/07/2026
📖 David Kuchenbuch rezensiert „Krise der Kritik?“ (Hg: F. Dümcke, F. Falz, T. Schanetzky) für @hsozkult „Rezensionen, die mit Fragen enden, deuten auf anregende Lektüre hin. Alle Beiträge zum Band sind lesenswert und überzeugend; […]." 👀 shorturl.at/94nBs
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