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Vortrag am DHI Paris: „3. Mai 1945: Die Tragödie in der Lübecker Bucht“
Als am Nachmittag des 3. Mai 1945, wenige Tage vor Kriegsende, die britische Royal Air Force Schiffe in der Lübecker Bucht bombardierte, konnten die Piloten nicht wissen, dass sich an Bord von drei Schiffen in der Bucht etwa 9000 KZ-Häftlinge befanden. Die Cap Arcona, ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff, und der Frachter Thielbeck waren von der SS beschlagnahmt worden, um angesichts des schnellen Vorrückens der britischen Truppen in Norddeutschland Gefangene aus den Konzentrationslagern zu »evakuieren«. Beide Schiffe, die in der Bucht ankerten, wurden versenkt. Von 7000 Menschen überlebten etwa 400.