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## Die Kisten-Methode: Kleine Schritte im eigenen Tempo
Die letzten Nächte habe ich gut geschlafen, nur eine angehende Erkältung drückt gerade ein wenig auf die Stimmung. Psychisch fühle ich mich dafür aktuell erstaunlich stabil. 🌿
### Trauma im Karton: Der Versuch mit dem Kästchen
Heute war wieder meine Therapeutin vom StÄB da. Nachdem ich mich letzte Woche überhaupt nicht danach gefühlt hatte – weil die Nacht zuvor eine Katastrophe war –, hatte ich heute von mir aus den klaren Wunsch, weiterzuarbeiten.
In meinem Kopf herrschte immer noch diese totale Unordnung. Das Trauma lag wieder völlig durchwühlt da. Die erste Struktur vor zwei Wochen war zwar gut, aber das reicht noch lange nicht: Die Themen müssen schrittweise zurück in den inneren Tresor, wo sie nicht ständig präsent sind, damit ich mich erst dann darum kümmere, wenn die Zeit reif ist.
Die ganze letzte Woche habe ich mir schon den Kopf zermartert, wie ich das Zeug greifbar wegpacken kann – ohne Erfolg. Heute hatte meine Therapeutin die zündende Idee: **Warum die erarbeiteten Zettel von vor zwei Wochen nicht in eine echte Kiste packen?**
Die Idee fand ich klasse und sofort einen Versuch wert: * Eine kleine Kiste geschnappt, die hier ohnehin seit Monaten ungenutzt herumlag. * Zettel für Zettel hineingelegt und in mich hineingespürt. * Es hat extrem viel ausgelöst: Anspannung kam hoch, manche Dinge fühlten sich falsch an. * Ich musste genau abwägen: Was gehört _jetzt_ da rein? Was bleibt noch draußen? Wie liegen die Zettel darin?
Für mich war es heute die Methode mit dem Kästchen. Das steht aktuell zwar noch offen – denn es ganz zu schließen, fühlt sich im Moment einfach noch falsch an –, aber das ist völlig in Ordnung. Auch wenn es heute nur ein kleiner Schritt war, den ich gegangen bin: Genau diese kleinen Schritte machen es aus. Lieber langsam voran, als dabei wieder ins Stolpern zu geraten. 👣📦
Die Gefühle und Empfindungen arbeiten immer noch extrem in mir – so sehr, dass ich sie genau so hier niederschreiben möchte. Nicht um zu sagen „So und nicht anders muss man es machen“, sondern schlicht als meinen ganz persönlichen Erfahrungsbericht. Jeder Mensch ist anders, und jeder Betroffene soll und kann seinen eigenen Weg finden, um mit Dingen umzugehen und sie zu verarbeiten. 🧠🧭
Man darf sich von niemandem erzählen lassen, dass es nur _die eine_ allgemeingültige Therapie gibt, um ein Trauma zu bewältigen. Es geht darum, Neues auszuprobieren, die kleinen Fortschritte bewusst zu genießen und wenn etwas mal nicht funktioniert, dann probiert man es eben beim nächsten Mal wieder. **Kleine Schritte führen ans Ziel.** 👣🧱
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### 🔨 Heute klopfe ich mir selbst auf die Schulter
* **Eigeninitiative:** Ich bin verdammt stolz darauf, dass ich von mir aus den Wunsch geäußert habe, heute an den harten Themen weiterzuarbeiten. 🧱
* **Mut zum Experiment:** Ich klopfe mir auf die Schulter, weil ich mich voll auf das Experiment mit der Kiste eingelassen und meine Grenzen akzeptiert habe (Kiste bleibt erst mal offen).
* **Klare Haltung:** Ich bin stolz auf meine Erkenntnis, dass kleine Schritte der einzig wahre Weg sind und ich mich von niemandem unter Druck setzen lasse. 🚶♂️
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> **Sarkastischer Gedanke des Tages:** Da hat man monatelang eine leeres Holzkästchen in der Bude und redet sich ein, dass man die irgendwann noch für Homelab-Kabel braucht – und am Ende werden sie zum Speicherort für das eigene Trauma. Recyclen auf ganz neuem Niveau! 📦🧠
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