On the 18th of October 1941, 85 years ago, the first trains left Berlin to deport people into ghettos.
We need to work harder to prevent this from happening again. Fight racism and fascism. Ban the AfD. Now.
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„Sie wollten leben!“
#### Ein Gedenk-Projekt, initiiert von Regisseur und Kulturmanager
Günter Jeschonnek, in Kooperation mit Gleis 69 e.V.
und Berliner Stolperstein-Initiativen.
Grafische Gestaltungen von Michael de Maizière.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Henrik Frankemölle.
_Andrang vor dem Reisebüro des „Palestine & Orient Lloyd“ in der Meineckestr.10 in [Berlin-]Charlottenburg _
_im Januar 1939. In diesem Haus befand sich auch das Palästinaamt der Jewish Agency. Es konnte bis 1941_
_etwa 50 000 Menschen_ _zur Auswanderung verhelfen. Bundesarchiv. Fotograf unbekannt. Unter CC-BY-SA 3.0_
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### Presseerklärung vom 28.09.2026
Am 18. Oktober 1941 verließ der erste sogenannte „Osttransport“ den Bahnhof Grunewald. Die Nationalsozialisten und ihre vielen Helfershelfer deportierten 1.013 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus Berlin ins Ghetto Litzmannstadt, dem von deutschen Truppen besetzten polnischen Łódź. Zuvor mussten sich diese Menschen mit ihrem Handgepäck bis zum 15. Oktober im Sammellager, in der Synagoge Levetzowstraße, einfinden. Rechtlos, ihrer sozialen Stellung und ihres Besitzes beraubt, aus der Gesellschaft ausgestoßen und zu Nummern degradiert, mussten die Jüngeren unter den Augen der Berliner Bevölkerung acht Kilometer durch die Innenstadt zum Güterbahnhof Grunewald laufen. Unter dem Vorwand der Umsiedlung wurden sie von der Gestapo in den Zug gepfercht und von der Deutschen Reichsbahn in Richtung Osten transportiert.
Aus Angst vor weiteren Deportationen nahmen sich danach etwa 1.600 jüdische Frauen, Männer und Kinder das Leben.
Verfolgt, misshandelt, deportiert und getötet wurden bis zum Ende der Nazidiktatur auch Sinti und Roma, politische Gegner, Zeugen Jehovas und Bekennende Christen, Homosexuelle und Menschen wegen ihrer Gesinnung, Nationalität, Behinderung oder Erkrankung.
In **allen Berliner Bezirken** erinnern **25 Litfaßsäulen** mit großflächig gestalteten Plakaten an diesen Zivilisationsbruch und die damit verbundenen Schicksale. Fotografien, Stolpersteinen, Gedenktafeln und Kurzbiografien geben diesen 100 Menschen ein Gesicht. Diesem Terror der Nationalsozialisten sind in Berlin sind mindestens 55.000 Frauen, Männer und Kinder zum Opfer gefallen.
Ab dem **13. Oktober 2026 bis zum 16. November 2026** wird an den 25 Litfaßsäulen mit Gedenkveranstaltungen daran erinnert.
Die Eröffnung des Gesamtprojektes findet am **Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 19 Uhr, in der Berliner Gedächtniskirche** statt. Die Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde mit der Pfarrerin Kathrin Oxen, der Moabiter Verein „Gleis 69 e.V.“ mit dem Vorsitzenden Dr. Thomas Abel, die regionalen Berliner Stolperstein-Initiativen und weitere Institutionen sind Kooperationspartner.
Für die Reden konnten **Dr. Eva Umlauf** , Auschwitzüberlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitzkomitees und **Petra Rosenberg** , Vorsitzende der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, gewonnen werden.
Am Programm beteiligen sich **Dr. Christoph Kreutzmüller** als stellvertretender Projektleiter von »LastSeen: Bilder der NS-Deportationen«, die Schauspielerin **Hanna Schygulla** , die MusikerInnen **Liz Erber** & **Heiko Michels** , **Lello Franzen** & **Janko Lauenberger** sowie **Georg Schupelius** , der **Jugendchor der Staatsoper Berlin** mit hebräischen Liedern, Mitglieder der **Jugendgeschichtswerkstatt Spandau** und acht **Schülerinnen der 12. Klasse des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums** aus Herzberg (Elster) mit ihrer Poetry-Slam-Performance »Früher lebt leise, wenn Heute schweigt«.
Das Berliner **»Theater Anu«** gestaltet auf dem Vorplatz der Gedächtniskirche eine künstlerische Installation. Sie wird vom Berliner Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf gefördert.
Ehrengäste der Gedenkveranstaltung sind Michael Meisels, Theresienstadt-Überlebender, der als Baby mit seiner Mutter und Großmutter mit dem letzten Zug vom Anhalter Bahnhof, am 27. März 1945, deportiert wurde und Prof. Dr. Heinrich-Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrats mit 356 Mitgliedskirchen in 120 Ländern und mehr als einer halben Milliarde Christen/innen.
Die **Stuttgarter Ilg-GmbH** , die in Berlin ca. 1.700 Litfaßsäulen bewirtschaftet, ist einer der Medienpartner. Die Großplakate mit 100 Biografien, Fotografien und Stolpersteinen gestaltete der **Grafiker Michael de Maizère**. Wissenschaftlicher Mitarbeiter ist **Henrik Frankemölle** , künftiger Absolvent des interdisziplinären Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin.
Das vom Regisseur und Kulturmanager **Günter Jeschonnek** initiierte Gedenkprojekt im öffentlichen Raum **fördern** die LOTTO Stiftung Berlin, Jan Philipp Reemtsma, die Inge Deutschkron Stiftung, die Berliner Bezirksämter von Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg, das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung und die Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Potsdam sowie private Spender.
**Weitere Hinweise:**
Am **12. Oktober 2026** laden wir ab **12:00 Uhr** zum **Pressetermin** ein.
Ort: **Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung** – **Stresemannstraße 90, in 10963 Berlin.**
Es begrüßen Sie der Direktor des Dokumentationszentrums, **Dr. Roland Borcher** , der Initiator und Projektleiter **Günter Jeschonnek** , der Grafiker **Michael de Maizìere** , **Susanne Krause-Hinrichs** (Geschäftsführerin der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Potsdam), **Dr. Christoph Kreuzmüller** (stellv. Projektleiter von »LastSeen: Bilder der NS-Deportationen« und **André Schmitz** (Vorstandsvorsitzender der Inge Deutschkron Stiftung; Kulturstaats-sekretär a.D.)
**Anmeldungen** bitte bis **Donnerstag, 8. Oktober 2026** an:
**Leonie Mechelhoff,** Bereichsleiterin Kommunikation des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung unter **presse@f-v-v.de** ; +49 160 92 13 36 09
Am **16. Oktober 2026 findet von 10:00 – 11:30 Uhr** , im Grunewalder **Walter-Rathenau-Gymnasium** , **Herbertstraße 2-6, 14193 Berlin** ein Gespräch mit ca. 200 Schülerinnen und Schülern dieses Gymnasiums und des ebenso traditionsreichen Hildegard-Wegscheider-Gymnasiums statt. Gäste sind **Michael Meisels** und **Dr. Eva Umlauf**.
**Günter Jeschonnek** moderiert das Gespräch.
Informationen zum Gesamtprojekt **»Sie wollten leben«** unter **https://gleis69.de/projekte/sie-wollten-leben**
Anfragen an **guenter.jeschonnek@outlook.de** – 01792914588
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### Auftaktveranstaltung am 15. Oktober 2026.
Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
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### Standorte der ausgewählten Litfaßsäulen im Stadtgebiet.
Charlottenburg Kurfürstendamm 64-65 hinter Giesebrechtstr.
Charlottenburg KNB/Bleibtreustr. 13, Niebuhrstr.
Friedrichshain Samariterstr. 1 hinter Frankfurter Allee
Hellersdorf Hönower Str. 79 (S-Bhf. Mahlsdorf)
Hohenschönhausen Prerower Platz , Zingster Str. ggü. 5 hinter Falkenberger Chaussee
Köpenick An der Wuhlheide 256 hinter ggü. Rudolf-Rühl-Allee (ggü. Stadion Alte Försterei)
Kreuzberg Kottbusser Damm 35
Lichtenberg Weißenseer Weg 23 vor Landsberger Allee
Marzahn Elsterwerdaer Platz vor Köpenicker Str. ggü. 26(U-Bhf.)
Mitte Torstr. 201 hinter Borsigstr.
Neukölln Karl-Marx-Str. 92-98 ggü. Anzengruberstr.
Neukölln Siegfriedstr. ggü. 25 vor Hermannstr. (am S-Bhf. Hermannstr.)
Pankow Hermann-Hesse-Str. 26
Prenzlauer Berg Danziger Str. 219-221 Rudi-Arndt-Str.
Reinickendorf Wilhelmsruher Damm 138-140 hinter Senftenberger Ring
Reinickendorf Zeltinger Platz 15 hinter Zeltinger Str.
Schöneberg Kurfürstenstr. 150 vor Potsdamer Str.
Spandau Borkumer Str. 1 Klosterstr.
Spandau Gartenfelder Str. 104 hinter Haselhorster Damm
Steglitz Hubertusstr. 1 hinter Schloßstr. 106
Tempelhof Kaiserstr. 109 hinter Mariendorfer Damm 78
Tiergarten Bundesratufer Dortmunder Str. 1
Treptow Elsenstr. 5 hinter Puschkinallee
Wilmersdorf Blissestr. 6 vor Wilhelmsaue
Zehlendorf Potsdamer Str. 52 hinter Martin-Buber-Str.
### Die Plakate in Mitte und Tiergarten
Mitte 17.9. 2220365959524Herunterladen
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### Sponsoren
LOTTO Stiftung Berlin
Jan Philipp Reemtsma
Inge Deutschkron Stiftung
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Bezirksamt Lichtenberg
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung
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### Spendenkonto
Spenden bitte auf das Konto
Gleis 69 e.V.
Berliner Sparkasse
IBAN DE85 100 500 000 190 743 107
BIC BELADEBEXXX
mit dem Hinweis „Arbeit in Schulen“ überweisen.
Bei Angabe Ihrer Adresse stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus.