bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 12/06/2026Bei Martenstein, Broder & Co liegt es schon lange nahe, ihre ewig gleichen Ergüsse von KI produzieren zu lassen - dazu reichen einfach programmierte Chatbots. Döpfner geht nun einen Schritt weiter und bekennt stolz, dass auch er als Verleger zu 100% durch KI ersetzbar ist. Tolles Geschäftsmodell! 0162
Reposted by bert hoppeJohannes Franzen @johannesfranzen.bsky.social · 08/06/2026Über 10 Jahre wurden die Universitäten durch tausende von Cancel Culture Leitartikeln sturmreif geschossen, jetzt werden sie in den USA durch eine rechte Regierung systematisch zerstört. Dieses extrem deprimierende Video illustriert das an einem Fall. www.youtube.com/watch?v=jFMc...youtube.comNew College of Florida: Last Week Tonight with John Oliver (HBO)YouTube video by LastWeekTonight 121875
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 15/05/2026Die beiden Bände umfassen Dokumente von Opfern, Tätern, Zuschauern - Tagebucheinträge, Aktennotizen, Einsatzberichte - um möglichst unterschiedliche Perspektiven wiederzugeben. Auch die anderen 14 Bände der VEJ sind frei zugänglich. open.ifz-muenchen.de/entities/rei... 2/2open.ifz-muenchen.deDie Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945Mit der Edition zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland wird in insgesamt 16 Bänden eine thematisch umfassende Auswahl von Dokumenten zum Holoc... 0222
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 15/05/2026Für die "Edition Judenverfolgung" (VEJ) habe ich die beiden Bände zum #Holocaust in den besetzten sowjetischen Gebieten (einschließlich Baltikum) erstellt. Rund 600 Dokumente, übersetzt aus 13 Sprache, mit 2 ausführlichen Einleitungen. Sie sind jetzt im #OpenAccess verfügbar. 1/2 27332
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 08/05/2026Incel nun im Feuilleton der "Weld". Mit der passenden Beingrätsche dazu. 0163
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 28/04/2026Ein CDU-Politiker, der Geld für die Bekämpfung des #Antisemitismus u.a. einer Parteifreundin zuschanzt, die einen Juden als Parasiten beschimpft, und ein Brandanschlag, der wohl von 2 jungen Männern verübt wurde, die mit der Zielperson geschäftlich verbunden sind. Irre. 0189
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 23/04/2026„Zugleich betonte sie, der Bau befinde sich in ‘sehr kompetenten Händen‘, da die Bundesbau Baden-Württemberg die Arbeiten betreue und dort große Erfahrung vorhanden sei.“ Wir Berliner müssen in Baufragen sehr demütig sein - aber dieses Projekt den Leuten aus dem S21-Ländle anzuvertrauen, ist mutig. 2102
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 23/04/2026Krass, aber leider normal. Ich empfehle für München callabike. Für so kurze Strecken sogar häufig billiger 020
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 23/04/2026Ich weiß nicht, wie teuer damals Einspänner zur Miete waren 🤓 000
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 18/04/2026Die Raser- und Poser-Szene am Brandenburger Tor war schon im 19. Jahrhundert ein Problem. (Im Bild Prinz Friedrich Carl von Preußen, ca. 1820) 1243
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 03/04/2026Passenderweise redet er die AfD schön, bei der es sich um eine normale Partei handele, die man doch einfach mal an die Macht lassen solle. Die Verwendung der Metapher der Berliner Mauer ist auch… sehr speziell. 0100
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 03/04/2026Die NZZ kündigt ihr aktuelles Interview mit Alt-68er Rüdiger Safranski mit den Worten an, er traue sich (!) „unbequeme Wahrheiten“ auszusprechen. Das Wort „Wahrheit“ sollte man hier auf Russisch als „Pravda“ aussprechen. Seine NS-Relativierung ist haarsträubend. www.nzz.ch/feuilleton/r... 2222
Reposted by bert hoppeThuenenaktuell @thuenen.de · 01/04/2026🌳🌧️ Unter #Buchenwald bildet sich mehr #Grundwasser, als unter #Kiefernwald. Das zeigen Wissenschaftler*innen des Thünen-Instituts für #Waldökosysteme. Die Erkenntnis ist wichtig für die #Trinkwasserversorgung und den #Waldumbau in Deutschland. t1p.de/Wissenssnack... 8247105
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 02/04/2026Habe ich bislang nicht so intensiv nach geforscht, weil ich eigentlich nur über Kyjiw schreiben wollte. Bei ihr weiß ich nicht mal, ob sie das Jahr 1944 überlebt hat. Bei Milczewski und Gruzdova weiß ich mehr, weil ihre Personal/Strafakten in die 1950er Jahre reichen. 010
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Richtung Westen gehen, zunächst in ein Auffanglager in Litzmannstadt (Lodz), wo sie 1944 (wieder)eingebürgert wurde, dann zurück in ihre Heimatstadt Berlin. 27/27 230
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026sie 1935 aufgeben hatte, zunächst abgelehnt. Dem Kommandeur der Sicherheitspolizei Kiew persönlich, Erich Ehrlinger, stieß v.a. negativ aus, dass sie noch 1933 einen Juden geheiratet habe. Als die Deutschen sich im Herbst 1943 aus Kyjiw zurückzogen, durfte Magdalena Sauer jedoch mit nach in 26/ 130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026den das NKVD 1936 zu fünf Jahren Lager verurteilt hatte, der 1940 an Deutschland ausgeliefert worden und 1941 als Abwehroffizier nach Kyjiw zurückgekehrt war. Trotz ihrer Stelle im Generalkommissariat wurde der Antrag von Magdalena Sauer, ihr die deutsche Staatsbürgerschaft zurückzugeben, die 25/ 130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026tätig. In Vernehmungen berichtete Gruzdova später (als sie selbst wieder als Kollaborations-Verdächtige galt) über ihre Gespräche mit Magdalena Sauer. Im gleichen Haus lebte auch Anton Milczewski, ein in der Ukraine geborener Mühleningenieur polnischer Herkunft mit deutscher Staatsbürgerschaft, 24/ 130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026unweit der Universität Kyjiw erhalten. Dort lernte sie Maria Gruzdova kennen, die dort als Hausverwalterin arbeitete und über die ich einen eigenen Thread geschrieben habe. Die Witwe eines Opfers des antiukrainischen Terrors war nun selbst für den NKVD als Agentin im sowjetischen Untergrund 23/ 130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Sein Schicksal im Krieg bleibt noch ungeklärt, das von Magdalena Sauer lässt sich dagegen in groben Zügen nachzeichnen. Sie arbeitete von 1942 als Sekretärin im Generalkommissariat Kiew (also der Besatzungsverwaltung) und hat wohl über diese Stelle auch ein Zimmer im Haus Kuznechna-Straße 4/6 22/ 130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Da er sicher war, dass die Ausweisung "für mich einem Selbstmord gleichgekommen wäre", unterzeichnete er (auch) diese Verpflichtung. Einige Monate später wurde er dennoch verhaftet, im Unterschied zu den anderen Beschuldigten jedoch schließlich entlassen und durfte auf seine Stelle zurückkehren. 21/ 150
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026die sowjetische Geheimpolizei hat Alexander Soskin zur Zusammenarbeit gezwungen. In seiner Aussage von 1938 schildert er, wie er 1937 verpflichtet wurde, mögliche antisowjetische Äußerungen seiner Kollegen im Medizininstitut festzuhalten. Andernfalls werde man ihn nach Deutschland ausweisen. 20/ 160
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026und der Konsulatssekretär Hermann Baun (gebürtig aus Odesa) hatte schon im Ersten Weltkrieg im deutschen Heer als Nachrichtenoffizier gedient. Baun war im Zweiten Weltkrieg als Abwehroffizier tätig, nach dem Krieg in der Organisation Gehlen. Was man aber als gesichert annehmen kann: Zumindest 19/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026verhaftet. Es ist aber nicht völlig unplausibel - zumindest, was das deutsche Konsulat angeht. Denn dort verschwamm die Grenze zwischen diplomatischen und nachrichtendienstlicher Tätigkeit tatsächlich zuweilen. Der Konsul zitierte in seinen Berichten selbst von Informanten in hohen Positionen, 18/ 180
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026die Arbeit der Militärärzte. Keine dieser "Anwerbungen" lässt sich belegen, vermutlich sind sie ihm vom Vernehmungsoffizier des NKVD in den Mund gelegt worden. Schließlich hatte man ihn ja gemeinsam mit fünf weiteren deutschen und jüdischen Ärzten als Angehörigen einer Spionageorganisation 17/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026sein werde. In Kyjiw jedoch sei er 1936 von einem Mitarbeiter des deutschen Konsulats kontaktiert worden, der ihn ebenfalls zur Arbeit als Informant zwingen wollte. Er sollte nun über die Arbeit im Medizininstitut (wo er durch seinen Verwandten eine Stelle erhalten hatte) berichten, v.a. über 16/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Ausreise habe ihn die estnische Sicherheitspolizei vorgeladen. Man werde ihm nicht gestatten, Estland zu verlassen, wenn er sich nicht bereit erkläre, über sein Leben in der Sowjetunion zu berichten. Auch diese Verpflichtung habe er unterzeichnet in der Annahme, dass er in Kyjiw außer Reichweite 15/ 160
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Arbeit als Spitzel unterzeichnet und sich dann gleich nach Estland abgesetzt, wo noch seine Mutter lebte. Magdalena Sauer kam bald nach, und gemeinsam bemühten sie sich um die Emigration in die Sowjetunion, wo in Kyjiw ein Verwandter als Professor am Medizininstitut arbeitete. Kurz vor der 14/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026in seiner Funktion als "Privatdetektiv" auf mutmaßliche englische und französische Spione ansetzen wollte, dann von der Gestapo. Jemand hatte ihn denunziert, er nehme Abtreibungen vor (was der Fall war), woraufhin ihn die Polizei verhaftete und der Gestapo übergab. Er habe die Verpflichtung zur 137 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026bergauf, weil Alexander Soskin in der Turmstraße eine Praxis für Privatpatienten eröffnen durfte. Sie konnten sich sogar ein kleines Auto kaufen. Doch dann, so erklärte er jedenfalls 1938, sei er immer wieder bedrängt worden, als Spitzel tätig zu werden. Zunächst von einem Bekannten, der ihn 12/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026gewesen war, und ein Angehöriger der Exilorganisation der KPD (den Alexander aus Gründen der Konspiration einmal für eine Auslandsreise zu einem Bahnhof außerhalb Berlins fuhr; dieser wurde später als Gestapo-Spitzel enttarnt). Wirtschaftlich ging es für das Ehepaar zwischenzeitlich etwas 11/ 170
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026KPD-Funktionären in Kontakt. Von den fünf Kommunisten, die sie 1938 dem NKVD nennt, konnte ich zumindest zwei identifizieren. Es waren keine Prominenten, deren Namen sie aus der Zeitung haben konnte, sondern ein Nachbar aus Moabit, der tatsächlich (wie von Magdalena behauptet) 1933 kurz im KZ 10/ 180
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Als Jude durfte er keine Kassenpatienten mehr behandeln. Es begonnen zwei unruhige Jahre. Der nach eigener Aussage gegenüber dem NKVD ursprünglich unpolitische Alexander begann sich in der Zeit seiner Arbeitslosigkeit dem Kommunismus zuzuwenden. Auch über den Vater von Magdalena kamen sie mit 9/ 180
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Alexander Soskin war in Estland geboren worden und hatte in Berlin Medizin studiert, wo er dann auch als Arzt zu arbeiten begann. Anfang 1933 war er als Leiter der Gynäkologie am Krankenhaus Luckenwalde angestellt, ausgerechnet am 20. April 1933 heiraten sie. Kurz danach wurde er entlassen. 8/ 181
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Doch manche Angaben lassen sich durch andere Unterlagen bestätigen, neben dem Antrag auf Annullierung der Ehe sind die Unterlagen der Volksdeutschen Mittelstelle Kiew und der Einwandererzentralstelle Litzmannstadt, die über die Rückeinbürgerung von Magdalena zu entscheiden hatten. 7/ 1100
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Natürlich müssen ihre Aussagen gegenüber der sowjetischen Geheimpolizei mit Vorsicht behandelt werden. Deren Mitarbeiter haben den Verhafteten häufig Dinge in den Mund gelegt - v.a. dann, wenn sie ihnen (wie nun Alexander) unterstellten, Angehörige einer deutschen Spionageorganisation zu sein. 6/ 1100
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026der Zeit mehr über das Ehepaar erfahren. Denn Alexander Soskin war 1938 vom NKVD festgenommen und bis zum Oktober 1939 in Haft gehalten worden. In Verhören und handschriftlichen Aussagen berichtete er und seine Frau ausführlich über ihr Leben seit der Machtübernahme Hitlers im Januar 1933. 5/ 190
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Welche konkreten Gedanken sie zu ihrem Schritte bewogen, muss Spekulation bleiben, wenngleich manche Vermutungen auf der Hand liegen: Nach dem Großmassaker an 33.000 Jüdinnen und Juden in Kyjiw noch als mit einem Juden verheiratet registriert zu sein, war eine Gefahr. Durch Zufall habe ich mit 4/ 1110
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Juli 1941 zur Roten Armee einberufen worden. Seit Monaten habe sie nichts mehr von ihm gehört und müsse davon ausgehen, dass er tot sei. Allein schon dieser Antrag (dem stattgegeben wurde) beleuchtet auf bedrückende Weise, wie die Besatzung und der NS-Terror menschliche Beziehungen deformierte. 3/ 1110
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Zu den Flüchtlingen aus Deutschland gehörten auch Alexander Soskin und seine Frau Magdalena Sauer-Soskin. Auf das Ehepaar bin ich zufällig gestoßen, als ich im Kyjiwer Gebietsarchiv Magdalenas Antrag vom Dezember 1941 sah, ihre Ehe annullieren zu lassen. Denn Alexander war Jude, und er war im 2/ 1130
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026In den 1930er Jahren war Kyjiw Zufluchtsort für viele, die andernorts den Tod fürchten mussten - von den ukrainischen Bauern, die vor dem von der Parteiführung in Moskau verursachten Holodomor fliehen mussten, bis zu Juden, die vor dem deutschen Antisemitismus in die Sowjetunion auswichen. 1/ 1335
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026v.a. aus Ländern, die instabil und/oder von Russland abhängig sind. Australien fördert weniger, Kanada allein reicht nicht aus. Von der Rolle der USA ganz zu schweigen. Die Pax Americana ist für uns vorbei, habt ihr mitbekommen, oder?) 0143
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 01/04/2026Bislang konnte noch niemand erklären: 1.) wie man das bezahlen will (siehe Kosten Flamanville etc.), 2.) wie das ausreichend schnell gehen soll (siehe Bauzeit Flamanville etc.), 3.) wie uns das energieautark machen soll (selbst Frankreich hängt von Rosatom ab, Uran kommt www.ft.com/content/9667...ft.comGerman minister urges nuclear rethink as energy prices soarKatherina Reiche’s call comes as Berlin launches investment summit to help revive Europe’s largest economy 1218
bert hoppe @berthoppe.bsky.social · 16/03/2026Man kann sich natürlich blöd stellen und fragen, welche „Haltung“ gemeint ist, wenn dies in den entsprechenden Reden ausführlich ausgeführt wird. Und natürlich ist es ein Statement, wenn man in einem einschlägigen Verlauf publiziert. 010