Sign in

Arno Niesner

@arnoniesner.bsky.social
492 followers 703 following 4.6K posts

Tagebuch eines Demokratiearbeiters Mitglied von buendnis2025.at bsky.app/profile/arnoniesner.bsky.s… > bsky.app/profile/arnoniesner.bsky.s… Medieninhaber: t1p.de/x1ksm

PostsRepliesMedia
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 2h
"Darin beschreibt [Lina Khan], wie Amazon globale Infrastruktur für Unternehmen aufbaute und diese so langfristig abhängig macht. Das sind die Vorläufer von dem, was Amazon und seine Rivalen heute bei KI wiederholen."
Quelle: https://www.pressreader.com/germany/der-tagesspiegel/20261011/281779931083845
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 9h
Karl Habsburg: "Es wird gefoltert, vergewaltigt, entführt. Ich betreibe eine Radiostation in der #Ukraine. Die meisten meiner Mitarbeiter stammen aus dem Donbas. Was die russischen Besatzer dort anstellen, ist aus dem hitlerischen Gruselbuch herausgezogen."
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-10-11, S 4 f - "Nostalgie ist nicht meine Sache"
030
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 10/10/2026
#Norwegen ist dafür ein besonders interessantes Beispiel, weil es eine vergleichsweise hohe Besteuerung von Vermögen mit einem wohlhabenden Wirtschaftsstandort, einem ausgebauten #Sozialstaat und erheblichen öffentlichen Finanzvermögen verbindet:
Quelle: https://chatgpt.com/share/6aca3f71-6144-83ed-931b-1c7b6ab7a020

2. Warum die Debatte gerade jetzt neue Nahrung bekommt

Ein wichtiger aktueller Anlass ist eine im Oktober 2026 veröffentlichte Studie des National Bureau of Economic Research (NBER). Sie untersucht die norwegischen Steueränderungen von 2021 bis 2024, darunter höhere Dividendensteuern und eine stärkere Besteuerung von Unternehmensvermögen.

Die Studie kommt zu einem Ergebnis, das für die Debatte bedeutsam ist:

Die Abwanderungsreaktionen konzentrierten sich auf die reichsten 0,1 Prozent der Vermögensverteilung und vor allem auf die Jahre 2022 und 2023.

Die Autoren schätzen, dass höchstens rund 100 Personen aufgrund der Reformen ins Ausland gezogen sind.
Sie finden keine signifikante Abwanderung von Unternehmensgründern oder Erfindern und keinen entsprechenden Rückgang ihrer Zuzüge.
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 10/10/2026
Vielleicht sollten wir uns mehr darum bemühen, den Parlamentarismus und seine Gesetzgebungsprozesse zu reformieren ... bsky.app/profile/arno...
Quelle: siehe Seitenleiste von https://bosolei.com

Während Hubertus Buchstein in "Demokratie und Lotterie" (2009) noch über "eine zweite räumliche Transformation der Demokratie hin zu einer dritten Generation der Demokratie in der postnationalen Konstellation" sinnierte, legte er mit der in diesem Werk beschriebenen aleatorischen Demokratietheorie gleichzeitig den Grundstein für die Entwicklung von Überlegungen, die Demokratie qualitativ zu transformieren hin zu einem birepräsentativen System:

"Bilanziert man die angeführten Kombinationsvarianten und die Beispiele dazu, dann zeigt sich, dass das Los offensichtlich in ganz besonderer Weise für kombinierte Verfahren geeignet ist." (S 246)
020
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 10/10/2026
Tim Jackson sieht Ursachen für stagnierende und teils sinkende #Lebenserwartung in #Wirtschaftssystem, "das vom Streben nach Profit und der Monetarisierung des Gesundheitswesens getrieben wird. Und diese Kräfte sind meiner Meinung nach außer Kontrolle geraten." bsky.app/profile/arno...
Quelle: Salzburger Nachrichten - Wochenende, 2026-10-10, S 10 - "Echt krank"
012
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 09/10/2026
"Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace: 'Der Geiz-ist-geil-Konzern Ryanair hat den Anschluss an die Realität völlig verloren. In Zeiten von Klimakrise, Energiekrise und drohendem Kerosinmangel nach einer Abschaffung der #Flugsteuer zu schreien, entbehrt jeglichem Weitblick.'"
Quelle: https://greenpeace.at/presse/greenpeace-kontert-ryanair-abschaffung-der-flugsteuer-waere-klimapolitischer-und-budgetaerer-irrsinn

... gilt auch für den geposteten Text
120
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 08/10/2026
Aus dem #Kopftuchinterview: "Jedes Mal, wenn ich Lernstress habe, denke ich mir, das ist eigentlich etwas Schönes. Den Frauen in Afghanistan wird das Recht auf Bildung vorenthalten."
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-10-04, S 4 f - "Und dann fuhr der Wind durch mein Haar"
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 08/10/2026
Die beiden von einer sozialdemokratischen Partei zu verbindenden Lager sind die "traditionelle Arbeiterschicht" und die "Angestellten in der Mittelschicht" ...
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000342807/muss-die-spoe-in-die-mitte-ruecken-wir-sehen-das-gegenteil-in-der-forschung-sagt-expertin

STANDARD: Wo steht da die Kernwählerschaft der SPÖ?

Greilinger: Wir wissen, dass die traditionelle Arbeiterschicht ökonomisch eher links ist, aber auch autoritäre Positionen in der kulturellen Dimension vertritt. Die Angestellten in der Mittelschicht, eher aus höheren gebildeten Schichten, sind ökonomisch oft ebenso links, allerdings auch auf dieser kulturellen Achse. Da liegt der Unterschied zwischen diesen zwei Wählergruppen, und beide muss die Sozialdemokratie miteinander vereinen.
050
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 08/10/2026
Genau darum geht es vorwiegend NICHT bei der #Demokratiebildung: parlamentarische Abläufe im Landtag oder Gemeinderat "möglichst praxisnah" zu konsumieren, sondern vielmehr "andere Perspektiven zu achten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln", wie zB im Rahmen von #Klassenrat und #Schulparlament.
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-10-08, S 16 f - "Lehrkräfte lernen, wie Demokratie gelebt wird"
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 07/10/2026
#Ekklesia Goes #Democracy bsky.app/profile/arno...
Quelle: https://web.archive.org/web/20261007172007/https://www.kaoe.at/artikel/159408/konferenz-der-ka-fuer-eine-starke-demokratie-der-pluralitaet
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 07/10/2026
Wie bei jeder neuen Technologie gilt es, die Chancen gegen die Risiken abzuwägen. Doch manchmal erwachsen gerade aus den daraus folgenden Restriktionen Innovationen: bsky.app/profile/arno... Zum Glück wurde der Buchdruck nicht gänzlich verboten, um die Arbeitsplätze in den Schreibstuben zu retten.
Quelle: https://www.wissen.de/johannes-gutenberg-und-der-buchdruck-eine-kulturelle-revolution

 Johannes Gutenberg und der Buchdruck: eine kulturelle Revolution
Am 3. Februar 1468 - vor 550 Jahren - starb Johannes Gutenberg, der "Vater des Buchdrucks". Er und seine Erfindung der Druckerpresse haben den Lauf der Geschichte entscheidend beeinflusst. Denn erst durch ihn verbreiteten sich in Europa gedruckte Bücher - und damit auch wertvolles Wissen. Dies führte zum Beginn der Renaissance und machte die Reformation Martin Luthers erst möglich.
Quelle: https://www.wissen.de/johannes-gutenberg-und-der-buchdruck-eine-kulturelle-revolution

Weil damals fast nur Priester und Mönche überhaupt Schreiben und Lesen konnten, übernahmen sie auch das Aufschreiben und Kopieren von Büchern. Dadurch wurden die Klöster zwar zu Horten des Wissens, aber der Zugang dazu blieb den meisten anderen Menschen verwehrt. Letztlich entschied der Klerus, welche Informationen die normale Bevölkerung bekam. Der Großteil der Menschen konnte weder schreiben noch lesen und besaß nicht ein einziges Buch.
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 07/10/2026
Echte Entscheidungsbefugnis als ein wesentlicher Aspekt für die demokratiebildende Wirkung: Der Klassenrat verpufft in seiner Wirkung, wenn Schüler spüren, dass relevante Themen nicht entschieden werden dürfen oder Beschlüsse von Lehrkräften nachträglich übergangen werden („Pseudo-Demokratie“).
Quelle: https://share.gemini.google/mkLIPZmSNpvL

BLK-Modellprogramm „Demokratie lernen & leben“ (2002–2007): In diesem länderübergreifenden Großprojekt der Bund-Länder-Kommission wurde der Klassenrat an zahlreichen Schulen evaluiert. Die Begleitforschung zeigte, dass der Klassenrat als „Kernstück“ der demokratischen Schulentwicklung das Demokratieverständnis von Kindern und Jugendlichen nachhaltig prägt.Quelle: https://share.gemini.google/mkLIPZmSNpvL

Forschungen zur Demokratiepädagogik (u. a. Wolfgang Edelstein, Peter Fauser, Gerhard de Haan): Diese Arbeiten betonen, dass Demokratie nicht nur als Unterrichtsstoff gelernt, sondern im Alltagsleben erfahren werden muss. Der Klassenrat wird empirisch als das wirksamste Niedrigschwellig-Format ausgewiesen, um reale Demokratieerfahrung im Klassenraum zu verankern.Quelle: https://share.gemini.google/mkLIPZmSNpvL

Gegenwärtige Fachliteratur (u. a. Matthias Busch, Carina Otto): Neuere didaktische und empirische Beiträgen zur Demokratiebildung heben hervor, dass der Klassenrat insbesondere dann hohe Wirkung entfaltet, wenn Schüler die Rollen (Moderation, Protokoll, Zeitwächter) selbstständig übernehmen und Lehrkräfte sich konsequent auf eine beratende Rolle zurückziehen.
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 06/10/2026
Ecclesia Goes Energy: www.meinekirchenzeitung.at/steiermark-s...
Quelle: https://www.meinekirchenzeitung.at/steiermark-sonntagsblatt/c-kirche-hier-und-anderswo/vom-pfarrdach-aufs-feld_a79556 in der gedruckten Ausgabe auf Seite 7
110
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 03/10/2026
"Wer den Markt als selbstverständliches Feld sozialdemokratischer Politik akzeptiert hat, kann die Radikalisierung dieses Feldes nicht mehr grundsätzlich bestreiten. Er kann bestenfalls ihre Härten mildern. Das aber genügt nicht mehr. Denn aktuell steht die Demokratie selbst auf dem Spiel."
Quelle: Walter Ötsch in https://www.derstandard.at/story/3000000342254/welche-sozialdemokratie-will-die-spoe-sein

Zeiler meint, mit seiner Vision, die sehr nach Drittem Weg klingt, könne die Partei erfolgreicher sein. Was er nicht bedenkt, sind die langfristigen Folgen. Diese sieht man in den USA und in Deutschland, wo dieser Weg ab den 1990er-Jahren stärker in praktische Politik umgesetzt wurde als in Österreich, noch deutlicher. Und in allen drei Ländern hat die Sozialdemokratie mit den Auswirkungen bis heute zu kämpfen.

Erstens hat die Sozialdemokratie ihre eigene Sprache verloren. Wer den Markt als Rahmen akzeptiert, kann nicht mehr in einer Sprache reden, die diesen Rahmen infrage stellt.

Zweitens hat sie ihre eigenen Institutionen an die Kriterien ausgeliefert, gegen die diese einst errichtet worden waren. Der Sozialstaat, der Arbeitsmarkt, die Steuerpolitik – sie werden jetzt daran gemessen, ob sie "marktkonform" sind. Was nicht den Prinzipien des Marktes entspricht, gilt als Zusatzbelastung, die man rechtfertigen muss.
150
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 03/10/2026
Am heutigen Samstag waren wir nicht mehr so lonesome auf den Gipfeln der Glöcknerin und der Zehnerkarspitze. Zudem waren wir auch dem Ankogel näher: sowohl physisch als auch von der klaren Sicht her.
Typischer Blick ins Tal, allerdings mit hellem Lichtstreifen im Schotterfeld, umrahmt von dunklem SchattenBlick aufs hölzerne Gipfelkreuz der Zehnerkarspitze mit Sicht auf Ankogel. Die Sonne blinzelt von oben ins Bild.Teile des alten Gipfelkreuzes auf der Glöcknerin werden als Sitzfläche verwendet und tragen die eingeschnitzte Jahreszahl "1979". Im Hintergrund wieder der Ankogel mit seinem Kees.Blick auf den (am Rand hell-)grünen Wildsee mit darin sich spiegelnder Sonne. Im Hintergrund die Glöcknerin mit ihrem Kalksteinmassiv.
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 02/10/2026
#Obertauern ist vorwiegend als Schiort bekannt. Gut so.
Dunkler Berg mit wenigen Bäumen und Latschen spiegelt sich im ruhigen Wasser eines Bergsees. Im Vordergrund höheres Gras, das im Wasser wächst (Schilf?).Wanderwege-HinweisschilderWollgras (?) mit Bergen, höhere Schichtbewölkung und untergehende Sonne im Hintergrund Blick von Seekarspitze Richtung Ankogel
110
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 01/10/2026
#Naza und die "Banalität des Bösen" (Hannah Arendt) ... www.pressreader.com/austria/der-...
Quelle: https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20261002/281925959948377

... der Anfang des Artikels Quelle: https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20261002/281925959948377

... letzen beiden Absätze
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 01/10/2026
Gilt für die Schule ohne #Klassenrat heute ebenso wie damals zu Zeiten von John #Dewey: "Sie sei nicht nur aus vordemokratischen Zeiten überliefert, sondern sie habe diese Überlieferung auch in ihrer Arbeitsweise beibehalten."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/John_Dewey#Demokratie_als_Lebensform

Für Dewey ist Demokratie ein erfülltes und daher nicht entfremdetes Leben. Hier kommt auch die Verbindung zu Erziehung und Schule zustande, denn auch der fremdgesteuerte, freudlose Lernprozess des Schülers ist demnach undemokratisch. Demokratie ist demnach die Betrachtung der Gesellschaft aus der pädagogischen Perspektive mit dem Hauptziel, das Kind zu einem mündigen Bürger hinzuführen und in der weiteren Konsequenz die Arbeitswelt, die sich nach Dewey auch auf die Schule auswirkt, zu humanisieren. Dewey stellt hierbei auch die gesellschaftlichen Möglichkeiten vor, der profitorientierten Entfremdung durch eine sinnerfüllte und selbstbestimmte Arbeit entgegenzutreten. In der Folge sollen die Strukturen des Kapitalismus in solche des sozialen Humanismus umgewandelt werden. Deweys Demokratieverständnis ist im sozialen Humanismus verwurzelt, der von der Selbst- und Mitbestimmung der Einzelnen ausgeht. In seiner Versuchsschule äußerte sich dieses Verständnis in einer intelligenten Selbstführung der Schüler als auch der Lehrenden. Dewey war der Meinung, dass der eigene Willen zum Lernen vorhanden sei und lediglich gefördert werden müsse.

In seinem Werk Demokratie und Erziehung (1916) macht Dewey deutlich, wie Erziehung und Demokratie miteinander verwoben sein müssen, wenn eine Gesellschaft nicht „lediglich ihren Fortbestand“, sondern einen Wandel zum Besseren erstrebt. Seiner Auffassung nach sollte Demokratie stets im konkreten Zusammenleben verankert und gelebt werden. Diese tätige Erfahrung müsse so durchgängig und so intensiv wie möglich in der Familie, in der Schule und in der großen Gemeinschaft gemacht werden.

Kinder sollten Demokratie als gesellschaftliche Lebensform auf individueller Ebene so früh wie möglich kennenlernen. So erörterte Dewey die Möglichkeiten, demokratische Methoden im Unterricht einzuführen und Demokratie in der sozialen Organisation von Schule und Unterricht zu veranke…
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 01/10/2026
Beitrag zur Debatte um den "linken" Andi #Babler: "Vor allem aber ist diese glaubhaft gelebte Nähe zu den weniger Begüterten eine Trumpfkarte gegenüber Kickl und den Rechten: So war der FPÖ-Zugewinn in #Graz ja jämmerlich - trotz Einsatzes von Kickl und Kunasek."
Quelle: Werbebroschüre des KPÖ Bildungsverein, "Da sind wir aber immer noch", 2026Quelle: Werbebroschüre des KPÖ Bildungsverein, "Da sind wir aber immer noch", 2026Quelle: Werbebroschüre des KPÖ Bildungsverein, "Da sind wir aber immer noch", 2026Quelle: Werbebroschüre des KPÖ Bildungsverein, "Da sind wir aber immer noch", 2026
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 30/09/2026
Es gibt ja für den Boulevard auch allen Grund, Babler vor sich her zu watschen: www.bmwkms.gv.at/themen/aktue...
Quelle: https://www.bmwkms.gv.at/themen/aktuell/journalismusfoerderung-in-oesterreich.html

Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler:

"Ich werde auch im Medienbereich für Ordnung und Überblick sorgen. Wir brauchen ein System, das nicht mehr vergangene Strukturen absichert, sondern die Zukunft des Journalismus gestaltet. Es geht darum, Qualität und Innovation zu fördern."
1338
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 30/09/2026
Weil die liberale #Demokratie in ihrer derzeitigen Ausprägung eine medien- & damit auch interessegebeutelte Parteiendemokratie einschließt, werden wir diesem Treiben wohl eher durch eine Stärkung der Demokratie mittels mehr Beteiligung: polipedia.at/tiki-index.p... ein Ende setzen als durch Verbote.
Quelle: https://polipedia.at/tiki-index.php?page=Starke+Demokratie
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 30/09/2026
Aus der Sicht des jungen Bruno Kreisky braucht es eine "starke Sozialdemokratie, weil nur diese nicht einknicken würde im Angesicht rechter Aufschwünge." Das ist nicht mehr ihr Alleinstellungsmerkmal. Die #Parteiendemokratie braucht heute vielmehr eine "starke #Demokratie": t1p.de/bxvrl
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-09-30, S 50 f - "Wird dieser Film die SPÖ retten?"
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 29/09/2026
Einladung zum #EheCafé am Mittwoch, dem 30. Sept., um 19:00 h im Haus No. 7, Murgasse 7, Graz
Einladungskarte: 

Kurze Impulse
Zeit zu Zweit 
Gemütliche Atmosphäre 
Inmitten des Alltags einen Abend genießen, der gut tut

...
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 29/09/2026
Die meisten Schüler:innen sind im #Schulparlament nicht unmittelbar beteiligt. Es arbeitet häufig repräsentativ. Der #Klassenrat dagegen kann potentiell alle Schülerinnen und Schüler zu demokratischen Akteuren machen. Das ist für #Demokratiebildung ein erheblicher Unterschied.
Quelle: ChatGPT (antwortet auf die Frage: Welche qualitative Stellung hat der Klassenrat im Vergleich zu anderen Formaten der Demokratiebildung?)

"2. Die besondere Qualität des Klassenrats

Der Klassenrat verbindet etwas, was die meisten anderen Formate trennen:

Die Lernenden sind nicht nur Teilnehmer eines demokratischen Lernarrangements – sie sind Mitglieder einer realen sozialen Gemeinschaft, die ihre eigenen Angelegenheiten verhandelt.

Das ist auch der Kern der Freinet-Tradition. Dort werden Themen, Probleme und Wünsche von Lernenden und Lehrenden miteinander verhandelt; der Klassenrat ist regelmäßig, hat feste Funktionen und wird von Lernenden mitgetragen."
001
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 29/09/2026
#Klassenrat als demokratischer Erfahrungsraum: "Vielleicht ist das Entscheidende an demokratischer Bildung nicht, Kindern die richtige politische Ideologie zu vermitteln, sondern ihnen früh reale Erfahrungen mit gemeinsamer Selbstregierung zu ermöglichen." (ChatGPT)
Quelle: ChatGPT - In der Antwort auf die Frage "Inwieweit passt das pädagogische Format 'Klassenrat' zur kommunistischen Ideologie?" heißt es u. a.:

Der Klassenrat ist daher eher eine demokratische Selbstverwaltungstechnik, die von unterschiedlichen politischen Traditionen vereinnahmt werden kann.

Besonders spannend: die historische Nähe zur Rätedemokratie

Hier wird es tatsächlich interessant. Das deutsche Wort „Rat“ ist kein Zufall.

Die historische Rätebewegung – Arbeiter- und Soldatenräte, später auch theoretisch ausgearbeitete Rätedemokratie – wollte politische Macht stärker von unten nach oben organisieren. Das findet eine gewisse strukturelle Entsprechung im Klassenrat:

Klasse → mehrere Klassen → Schule → Gemeinde → weitere politische Ebenen

Man könnte den Klassenrat deshalb als mikropolitisches Labor der Selbstverwaltung betrachten.
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 28/09/2026
An Forderungen für mehr institutionalisierte #Teilhabe mangelt es nicht: "Beteiligungsmechanismen und -prozesse müssen daher strukturell verankert sein und systematisch eingesetzt werden, um das Wissen aus NGOs, von Expert:innen sowie die Bedürfnisse der Bürger:innen frühzeitig einzubinden."
Quelle: https://www.sdgwatch.at/de/was-wir-tun/blog/2025/11/04/warum-zivilgesellschaft-zaehlt-partizipation-und-raeume-als-schluessel-zur-sdg-umsetzung

Auszug daraus mit Hervorhebungen von AN:

Beteiligungsmechanismen und -prozesse müssen daher strukturell verankert sein und systematisch eingesetzt werden, um das Wissen aus NGOs, von Expert:innen sowie die Bedürfnisse der Bürger:innen frühzeitig einzubinden. Beteiligungsrechte müssen als Investition in Konfliktvermeidung und tragfähige Lösungen gesehen und dazu gestärkt werden.

Zudem müssen gesammelte Informationen – Ergebnisse aus Beteiligungsprozessen, aber auch aus wissenschaftlicher Arbeit und Analysen – tatsächlich dazu genutzt werden, konkrete Maßnahmen zu gestalten bzw. zu verbessern.

Ein Mechanismus zur Beratung der Regierung, wie er vom Rechnungshof vorgeschlagen und im ersten FNU erwähnt wurde, wäre ein Schritt, um vielfältige Expertise systematischer in Maßnahmen einzubinden. Dieser sollte sich durch Repräsentativität und Ausgeglichenheit der wesentlichen Stakeholder auszeichnen. Auch eine erweiterte Sozialpartnerschaft mit verstärkter Einbindung von Dachorganisationen aus Kernbereichen der Agenda-2030-Umsetzung sollte diskutiert werden.
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 28/09/2026
#Wirtschaftsdemokratie: "Klimapolitik muss grundsätzlich denjenigen Macht geben, die bisher keine hatten." (Astrid Schöggl)
Quelle: Wirtschaft & Umwelt 3, 2026, S 10 fQuelle: Wirtschaft & Umwelt 3, 2026, S 12
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 27/09/2026
#SPÖ morgen auf der Titelseite von Der Standard: "Wechsel an der Parteispitze nützt laut Experten wenig". Für diese Erkenntnis reicht es, den Hausverstand zu befragen.
Quelle: https://pressreader.com/@nickname31920255/csb_mWl-A84JtmDAlhzKzhsvF5jS7a9KBDoc8WdL4ofhWMF814toACOlKB-HCR3ZfTO6ltm8PeWpoqMX7ZnuQwhcag
110
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 27/09/2026
Der reflektierte Danger Dan: "Als Mann kann man im engeren Sinn gar nicht feministisch sein, sondern höchstens profeministisch, weil ich in einer patriarchalen Gesellschaft sozialisiert wurde und selbst nicht behaupten kann, mit diesen Strukturen nichts zu tun zu haben."
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-09-27, S 16 f - "Sonst wäre mir der Kopf geplatzt"
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 26/09/2026
Ebenso: "Keine-leeren-Bachbette" ... nicht nur in #Gössendorf
Das ausgetrocknete Bachbett des Raababach in Gössendorf, gesäumt von bunten Blumen auf dem Brückengeländer. Vor wenigen Jahren noch undenkbar: der Raababach fließt hier im Sommerhalbjahr nur noch selten.
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 26/09/2026
Andreas Meisner zufolge ermöglicht in einer "demokratischen Schule" erst das Konzept Shared Leadership den "Perspektivwechsel vom individuellen Handeln [...] hin zu kollektiver Verantwortung [...] und schließlich zu gesellschaftlicher Mitverantwortung". (in: Hofmann/Kretschmer, S 44)
Quelle: Lernorte der Demokratie, Franz Hofmann/Wilfried Kretschmer, Weinheim: Beltz, 1. Aufl., 2026, S 35
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 26/09/2026
ChatGPT: "Ein gut ausgebauter #Sozialstaat kann Mobilität ermöglichen, statt sie nur zu verhindern."
Quelle: ChatGPT

Für 2024 liegen die OECD-Werte weiterhin sehr nahe beieinander; die aktuelle Datenreihe weist Österreich mit etwa 77.024 US-Dollar PPP und Deutschland mit etwa 75.387 US-Dollar aus.

Der Vorsprung ist also real, aber klein. Gerade deshalb sollte man ihn nicht überinterpretieren.

5. Interessant ist vielmehr: Österreichs Wirtschaftsmodell und sein Sozialstaat gehören zusammen

Das ist meines Erachtens der eigentlich spannende Punkt Ihrer Frage.

Österreich hat sich nach 1945 zu einem Modell entwickelt, das man politökonomisch ungefähr als sozialpartnerschaftlichen, koordinierten Kapitalismus charakterisieren kann.Quelle: ChatGPT

8. Noch interessanter wird es bei der Frage nach der „Konzeption“

Man könnte daraus eine weiterführende These entwickeln:

Der österreichische Sozialstaat ist historisch weniger als Armutsbekämpfungssystem konzipiert worden als als gesellschaftlicher Integrationsmechanismus.

Er soll Risiken kollektiv versichern und dadurch den Einzelnen befähigen, sich auf Erwerbsarbeit, Familie, Ausbildung und wirtschaftliche Aktivität einzulassen.
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 25/09/2026
Interessant, dass sie ihre "fundamentale Frage" hinsichtlich der "Entwicklung moderner #Demokratie​n" mit der Institution Schule als Lernort verbinden: "Was kann man tun, damit das Volk seine Macht vernünftig zu gebrauchen in der Lage ist?"
Quelle: Hofmann/Kretschmer (Hrsg.), Lernorte der Demokratie, Weinheim: Beltz, 1. Aufl., 2026, S 10 f - Einführung und Gliederung
100
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 24/09/2026
Die PH Steiermark hat in ihrem Curriculum* bereits fast alle theoretischen Voraussetzungen geschaffen, die man braucht, um den #Klassenrat zu begründen. *| www.phst.at/fileadmin/Mi...
Quelle: ChatGPT, 2026-09-24
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 23/09/2026
Wenn du den Frieden willst, bereite dich darauf vor einen #Weltstaat zu gründen.
Quelle: Falter 39/26, S 6 f
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 20/09/2026
Weil der Input von Bürgerräten "selten wirklich ernst genommen wird" (Jan-Werner Müller) & neue Parteien schließlich keine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur bisherigen Parteiendemokratie darstellen, werden #Zwei-Kammer-Überlegungen (Van Reybrouck, Sandel) attraktiver: bsky.app/profile/arno...
Quelle: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/parteiendemokratie-2025/563415/ende-der-parteiendemokratie

Das lottokratische Schema ist inzwischen hinlänglich bekannt: Man schafft ein repräsentatives Sample von Bürgerinnen und Bürgern, und das Los entscheidet dann darüber, wer am Beratungs- oder Entscheidungsprozess teilnehmen darf. Jeder hat die exakt gleiche Chance, ausgelost zu werden, also ist, so die Logik, politische Gleichheit in Form von perfekter Chancengleichheit gesichert. In einem deliberativen Forum werden dann Expertinnen und Experten zu einem Thema gehört, anschließend spricht der Bürgerrat Empfehlungen aus. Die ambitionierteren Verfechter der Lottokratie wünschen sich, dass diese Institutionen nicht nur Parlamente beraten oder Empfehlungen für eine Volksabstimmung abgeben, sondern auch gleich selbst entscheiden. (Anm.: letzter Satz von mir hervorgehoben; AN)
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 20/09/2026
Klima- & andere Räte würden den Fokus vorzugsweise auf die Bauwirtschaft lenken, ...
Quelle: https://we-building.org/wp-content/uploads/2025/01/Bausektor-ist-ein-Haupttreiber-fur-den-Klimawandel.pdf
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 20/09/2026
Eva Menasse konkreter als Daniel Mullis: "Dieses Land beruht auf Einwanderung, in der Pflege, in der Bauwirtschaft, im medizinischen Bereich, im Niedriglohnsektor. Statt immer den Rechten und ihren Diffamierungen hinterherzuhampeln, muss man doch die positiven Geschichten erzählen. Wo sind sie?"
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-09-20, S 5 - Interview von Stefan Winkler: https://www.kleinezeitung.at/artikel/41270710/warum-waehlen-so-viele-afd-frau-menasse
141
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 19/09/2026
Herr Fischler, sie wissen es besser: mit einer Politik, die vorzugsweise auf Emotionen setzt, hätte die #KPÖ in #Graz keine Glaubwürdigkeit erringen können bei jenen, deren existenzielle Bedürfnisse sie aufgreift und darauf mit konstruktiven Inhalten antwortet. Das betrifft auch die Mittelschicht."
Quelle: Salzburger Nachrichten Wochenende, 2026-09-19, S 1 - "Verzweifeln am Volk?"
130
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 19/09/2026
Ex-VW-Chef Herbert Diess über Elon Musk: "Ich halte ihn für den Feind Europas und der liberalen Demokratie. Mit solchen Leuten spricht man nur zur Not."
Quelle: Salzburger Nachrichten, 2026-09-29, S 15 - "Ex-VW-Chef: 'Die haben alles richtig gemacht'"
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 18/09/2026
"Haben die Schülerinnen und Schüler in den Klassenräten die Möglichkeit zum (Mit-)Entscheiden, führen sie in den von uns untersuchten Schulen häufig Abstimmungen durch, um eine Entscheidung zu erreichen, die von der Mehrheit der Klasse getragen wird." (Elisa Lehnerer, a. a. O., S 179)
Quelle: https://www.pedocs.de/volltexte/2023/26117/pdf/Quenzel_Beck_etal_2023_Bildung_und_Partizipation.pdfx, Zitate: S 173 f

Auffällig ist, dass Schülerinnen und Schüler, bei denen früher ein regelmäßiger Klassenrat durchgeführt wurde, der aber jetzt aufgrund des Lehrplans nicht mehr stattfindet, ausdrücklich den Wunsch äußern, einen solchen wieder einzuführen, da dieser als positiv angesehen wird und für sie scheinbar auch jetzt noch wichtig wäre:

Agan: Was ich cool fand. Wir hatten früher mal einmal in der Woche so
eine Stunde. So eine Klassenlehrer-Stunde oder einen Klassenrat. Und
das fand ich cool. Da hat man einfach die Woche so nochmal drüber
nachgedacht. Und nochmal drüber geredet, ob es Probleme gab, auch
mit anderen Lehrern. Oder auch mit dem Stoff. (Gruppendiskussion, 10.
Schulstufe, Rupert-Neß-Gymnasium)

Zudem berichten Schülerinnen und Schüler davon, dass Probleme in der
Klasse zum Teil nicht mehr angesprochen würden, wenn kein Klassenrat mehr durchgeführt wird. Einer Schülerin zufolge würden die Lehrpersonen davon ausgehen, dass sie von den Klassensprecherinnen und Klassensprechern über Anliegen der Klasse schon informiert würden, was diese jedoch nicht immer täten. Dadurch wird aus Sicht der Schülerin eine Thematisierung der vorhandenen Probleme erschwert.
200
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 18/09/2026
Vom Multiversum via Batthyány & Co zu Jesu Himmelreich: "Unser individuelles #Bewusstsein ist während des Lebens in die Raumzeit eingebunden, aber nicht notwendig auf sie ontologisch begrenzt."
Quelle: https://chatgpt.com/s/t_6aac59f4595081919a96927955d07b48
001
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 16/09/2026
In derselben Ausgabe des #Falter finden wir den Hinweis, dass der Staat #Österreich die "systematische Ausbeutung der Schwächsten" in der Arbeitswelt nicht verhindert. Was ist los mit diesem vielgerühmten #Sozialstaat?
Quelle: Falter 38/26, S 37
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 16/09/2026
"Schikanen gegen Ausländer: Gülgün-Mayr kennt dieses Thema seit ihrer Geburt." ... und das im weltoffenen #Wien! Wenn das kein Aufmacher ist ...
Quelle: Falter 38/26, S 13 - "Kein Pass für diese Frau"
110
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 13/09/2026
"Werden die #Herdenschutzmassnahmen richtig, konsequent und lückenlos umgesetzt, gibt es praktisch keine Risse mehr durch die Wölfe." #ZiB2 chwolf.org/chwolf-aktiv...
Quelle: https://chwolf.org/chwolf-aktivitaeten/wolfschutz-durch-herdenschutz
011
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 13/09/2026
Während Begriffe wie "Rattenfänger" oder "Stimmvieh" im Zusammenhang mit FPÖ und AfD für den Leser Dieter Morbitzer "skandalös" sind, sind sie für Chefredakteur Wolfgang Fercher hingegen "als polemische Zuspitzung" vertretbar.
Quelle: Kleine Zeitung, 2026-09-13, S 39
010
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 11/09/2026
Informative Hinweise von Anna Wiesinger zum Thema "Schulfach #Medien & #Demokratie": www.pressreader.com/austria/der-...
Quelle: https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20260912/282114938463946
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 11/09/2026
Ein Grazer, der lange Zeit in Amerika lebte, schrieb in Montauk 18/19: "Die Verleihung der Presidential Medal of Freedom [...] an den großen Rush Limbaugh [...] war ein Akt, der Ihrer würdig war, Herr Präsident."
Außenansicht des Literaturblattes "Montauk 18/19", herausgegeben vom Grazer-Freundeskreis-Max-FrischQuelle: Montauk 18/19, S 133 - "Urturm - an Trump"
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 11/09/2026
#Armutsnetzwerk-Steiermark: "Wohin gehen die Menschen, die aus dem Bezug [der #Sozialhilfe] fallen? Wäre die Erklärung 'mehr Menschen in Arbeit', müsste sich das am Arbeitsmarkt zeigen. Das Gegenteil ist der Fall: ..."
Auszug aus einer Aussendung des Armutsnetzwerk Steiermark vom 10. 9. dJ per E-Mail:

Weniger Bezug heißt nicht weniger Armut

Die Landesregierung zieht eine erste Halbjahresbilanz zum neuen Sozialunterstützungsgesetz (in Kraft seit 1. Februar 2026): weniger Bezieher*innen, sinkende Ausgaben, mehr Sanktionen – vorgelegt als Beleg dafür, dass die Verschärfung „greift" und Menschen zurück in Arbeit bringt (Land Steiermark, Presseaussendung vom 9.9.2026). Dass die Zahl der Bezieher*innen zurückgeht, stimmt und deckt sich mit den offiziellen Monatsdaten der Landesstatistik. Die entscheidende Frage beantwortet die Bilanz aber nicht: Wohin gehen die Menschen, die aus dem Bezug fallen?

Wäre die Erklärung „mehr Menschen in Arbeit", müsste sich das am Arbeitsmarkt zeigen. Das Gegenteil ist der Fall: Im Juli 2026 waren in der Steiermark 37.739 Menschen arbeitslos – um 1.386 mehr als ein Jahr davor. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,4 % auf 6,7 %, zugleich gab es weniger offene Stellen (Vakanzquote 2,1 % → 1,9 %) und mehr Bewerber*innen je Stelle (Stellenandrang 3,2 → 3,6) (AMS Steiermark / Landesstatistik A17, Juli 2026). Besonders betroffen sind Frauen: Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg gegenüber Juli 2025 um 885 (+5,1 %) – fast doppelt so stark wie bei Männern (+501 bzw. +2,6 %). Ein Arbeitsmarkt, der schrumpft und Frauen zunehmend verdrängt, kann diese Menschen nicht aufgenommen haben.

Für das Armutsnetzwerk Steiermark heißt das: Wer aus der Sozialunterstützung fällt, ist damit noch nicht abgesichert. Wer aus dem Bezug fällt – durch Sanktion, Abschreckung oder Nicht-Beantragung –, ist nicht automatisch in Arbeit. Sinkende Ausgaben sind dann kein Erfolg, sondern zuerst eine offene Frage: Sie können ebenso bedeuten, dass Not aus der Statistik verschwindet, ohne aus dem Leben der Menschen zu verschwinden.
000
Arno Niesner @arnoniesner.bsky.social · 10/09/2026
"Mit einem #ORF, der viele Gründe liefere, ihn einzuschalten oder ihn zu lesen, der für Grundsätze der #Demokratie stehe und in seinen Grundprinzipien verankert habe, für alle Menschen im Land da zu sein, könne sie 'sehr gut etwas anfangen', sagte Thurnher augenzwinkernd."
Quelle: https://orf.at/stories/3441733
000