Sign in

weissnotizen

@weissnotizen.bsky.social
105 followers 29 following 100 posts

Peter Weiss (1916-1982). Ein Jahrhundertwerk zu einer Ästhetik des Widerstands. Alles über sein Leben und Werk, über politische Literatur und kritische Politik.

PostsRepliesMedia
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 17/08/2026
Beim erneuten Lesen von Christa Wolfs «Kassandra» samt «Voraussetzungen» realisiert, wie sich das trifft mit Peter Weiss: Geschichtsschreibung gegen den Strich und Aktualisierung. Die beiden haben laut Weiss regelmässig politische «Hemmnisse» diskutiert, die ihrer Arbeit in den Weg gelegt werden.
Jugendliche spielen 2018 in Bochum in einer Inszenierung der Kassandra, © Thorsten Schnorrbusch
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 27/06/2026
«Jede neuerliche Aufführung strickt mit an der Erzählung, dass eine juristische Aufarbeitung der Vergangenheit stattgefunden habe», schreibt Max Czollek über «Die Ermittlung» (www.woz.ch/path-preview...): Was das Stück gerade nicht hergibt, da es mit der Uneinsichtigkeit von Kriegsverbrechern endet.
woz.ch
Essay: Das Schweigen dazwischen
Was Archive nicht sagen, ist mindestens so interessant wie das, was sie erzählen. Über die trügerische Eleganz des dokumentarischen Verfahrens – nicht nur im Theater.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 22/06/2026
Beziehungen, Beziehungen. Im neuen Peter-Weiss-Jahrbuch 33 geht es multi- und interkulturell zu: Michael Hofmann schreibt übers multidirektionale Gedächtnis, Donata Weinbach über ikonografische Verschränkungen, Alexa Lucke zu multimodalen Perspektiven und Jenny Willner zur intermedialen Forschung.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 20/06/2026
Die Beschäftigung mit Peter Weiss geht weiter (für die weissnotizen auch selbstreferentiell gedacht). Die «Notizblätter» Nr. 61 der IPWG enthalten Besprechungen zur Marat/Sade-Aufführung im Residenztheater München, einen Bericht über Peter Weiss in den USA und einen zu Maxim Billers Drama «Kien».
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 10/05/2026
Zum Todestag am 10. Mai: Laut Manfred Haiduk hat sich PW in den letzten Monaten mit fünf verschiedenen und unterschiedlich konkreten Vorhaben beschäftigt, etwa einem Projekt zur jüdischen Herkunft, Überarbeitungen früherer Stücke, auch ersten Notizen zur Büchner-Preis-Rede – was uns alles fehlt.
Zu spät gekommen: Die Deutsche Akademie verlieh den Büchner-Preis erst, als Peter Weiss bereits stark gesundheitlich gefährdet war; die Übergabe hat er selbst nicht mehr erlebt.
110
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 07/05/2026
Und dann Volker Braun, zum 87. Geburtstag am heutigen Tag, der schon 1981 in einer «Traumnotiz» über eine Sitzung in einem (alp-)traumhaften (DDR-)Gremium berichtet hat, in der er aus der ÄdW zitiert, und dabei fühlt er «deutlich die wollust, offen, alle politische scheu abstreifend zu reden».
Autorenfoto: Städtische Bibliotheken Dresden
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 05/05/2026
Erinnert sei an Günter Herburger (1932-2018), dessen Todestag sich am 3. Mai gejährt hat und der in seiner unterschätzten grossen «Thuja»-Trilogie via Flüge ins Herz und die Augen der Kämpfer in einem Parallelstück zur ÄdW den Widerstand ins Zeitgenössische und Groteske übersteigert hat.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 04/05/2026
Julian Barnes, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hat, hat sich einmal, ohne ihn zu kennen, mit Peter Weiss gemessen: In der «Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln» setzt er sich mit Géricaults «Floss der Medusa» auseinander: zwei unterschiedliche Formen, die Kraft der Kunst zu ergründen.
Théodore Géricault: "Schiffbruch" (1819), Ausschnitt.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 23/04/2026
Nostalgisches Fundstück: Im dtv-Lexikon findet sich, natürlich auf Papier, beim Eintrag zu Brecht, Bertolt, eine Liste mit Zeitzeug:innen, 9 Männer und 2 Frauen, von Max Reinhardt über Therese Giehse bis zu Peter Weiss, unter der Kopfzeile «Brechung», was sich durchaus mehrdeutig verstehen lässt.
Auszug aus dem dtv-Lexikon
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 08/04/2026
1998 hat er den Peter-Weiss-Preis erhalten. Ja, er verbindet historisches Bewusstsein mit aktuellen Analysen. Zum heutigen Geburtstag von Christoph Hein (*1944) soll auf ein eindrückliches Gesamtwerk hingewiesen werden, inklusive den Roman «Das Narrenschiff» (2025) übers Scheitern der DDR.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 30/03/2026
Vielseitig, weitreichend war das Werk von Alexander Kluge, und er behandelte auch ein Thema, das Peter Weiss wirkungsmächtiger öffentlich machte: Die Erzählung «Ein Liebesversuch» von 1962 stellte die NS-Medizin in den KZs dar, so wie «Die Ermittlung» deren Verantwortung ins grelle Licht zerrte.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 19/03/2026
Für sein Werk «Helldunkel ein Bilderbuch» hat sich der Schriftsteller Reto Hänny, laut persönlicher Notiz, vom speziellen Buchformat der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss anregen lassen, oder darauf reagiert; und in seinem Text ist das Inferno, das PW immer wieder umgetrieben hat, nicht weit.
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 28/02/2026
Aufruf an die Peter-Weiss-Gemeinde. Eine Lektorin fragt an, woher das folgende Peter-Weiss-Zitat stamme: «Damit es möglich ist, zu wissen, was wir tun werden, müssen wir zuerst wissen, was wir sind.» Oder ob es sich um die Abwandlung einer ähnlichen Formulierung handle. Also nachschlagen, bitte!
021
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 25/02/2026
Nachtrag zu Manfred Haiduk. Das neuste #Argument 344 druckt einen Nachruf von Robert Cohen auf den 2025 verstorbenen großen Peter-Weiss-Forscher und -Herausgeber; der Text skizziert zugleich Editions- und Rezeptionsgeschichte der ÄdW und weist auf die frühe Beschäftigung im #Argument mit PW hin.
Vortrag von Manfred Haiduk am Münzenberg-Forum der Rosa-Luxemburg-Stiftung 2014 in Berlin.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 23/02/2026
Das Peter-Weiss-Jahrbuch erscheint dort, und soeben hat der #Aisthesis-Verlag 40 Jahre feiern können. Unter anderm produziert er «Lesebücher» von zeitgenössischen AutorInnen, und die können wir immer brauchen. Oder andere Jahrbücher, nah bei Peter Weiss, etwa zu Heiner Müller, siehe www.aisthesis.de
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 21/02/2026
Making the Case for German: the newsletter by the Friends of Germanic Studies at the Institute of Languages, Cultures and Societies at University of London (the name reflects the compressed place of foreign languages in the UK) reports about annual activities: making the necessary case for German.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 19/02/2026
Am 6. März wird er verliehen: der Peter-Weiss-Preis 2025 an die Autorin und Regisseurin Yael Ronen. Der Preis wird mit künstlerischen Partner*innen und Wegbegleiter*innen (u. a. dem Schauspieler Dimitrij Schaad und der Dramaturgin Irina Szodruch) ab 19.30 Uhr in den Kammerspielen Bochum gefeiert.
Inszenierung von «Gutmenschen» im Volkstheater Wien 2018. Bild: © http://www.lupispuma.com / Volkstheater
021
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 24/01/2026
Aus dem «Giftschrank» geholt werden am Institut für Sozialforschung die Gruppengespräche von 1950/51, in denen Horkheimer/Adorno untersuchten, wie es die Deutschen nach dem Faschismus mit der Demokratie halten, und die Adorno offenbar wegen der deprimierenden Resultate unter Verschluss hielt.
011
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 19/01/2026
Hoffnungen können nicht von Politiker*innen erzeugt werden, schreibt Jan Rehmann im neuen #LuXemburg und holt Bloch und Gramsci zu Hilfe. Denn Hoffnungen sind «da», keimhaft und vereinzelt. Sie müssen verdichtet und verknüpft werden, um sie in konkreten Utopien zusammenzufügen. Verdichten wir also!
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 08/01/2026
WF Haug, und Frigga Haug, verantworten seit 1959 (!) die Theoriezeitschrift #DasArgument und haben darin immer wieder die «Linie Luxemburg-Gramsci-Peter Weiss» befördert. Jetzt gibt es eine Ablösung: Mit Nummer 344 zeichnet Lukas Meisner als Herausgeber. Genug zu analysieren gibt es ja weiterhin.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 06/01/2026
Leo Welch, Standard Oil: «Wir stehn vor der Wahl entweder zum Angriff überzugehn und unsre Positionen überall zu verteidigen oder stillzusitzen und unserm eigenen Begräbnis zuzusehn. Als Hauptaktionär der Weltgesellschaft müssen wir unsre Geschäfte tatkräftig durchsetzen.» Vietnam-Diskurs, 1967.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 24/12/2025
Peter Weiss am Heiligabend vor 50 Jahren: «Aber wer sind die, die das Handwerk ausführen, das dann heldenhaft genannt wird, sind es die, die so verblendet, so dumm sind, dass sie sich fangen lassen von den Sprüchemachern – denn für diese führen sie ja das Handwerk aus?» (Beachte das Fragezeichen!)
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 15/12/2025
Generalversammlung der Peter-Weiss-Gesellschaft, mit etlichen Plänen fürs neue Jahr: Das unermüdliche Theater Gegendruck, postkoloniale Auseinandersetzungen mit Peter Weiss, Weiss und Brecht zu dessen 70. Todestag, eine Inszenierung von Maxim Biller (kontrovers!). Dazu bald mehr in diesem Theater.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 03/12/2025
Merkwürdige Leerstelle bei Peter Weiss: Hannah Arendt. Zwar meint eine Studie, er habe Arendts «Eichmann in Jerusalem» «zweifellos» gekannt, aber gibt es einen Beleg für einen Einfluss? Ebenso erklärungsbedürftig der Einfluss, den die am 4. Dezember vor 50 Jahren gestorbene Arendt aktuell ausübt.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 02/12/2025
@denkmachbar.bsky.social
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 29/11/2025
«Peter Weiss übernimmt Rosa Luxemburgs Aufforderung, eine bestimmte Art der Geschichtsschreibung als Verdeckung der Befreiungskämpfe von Menschen zu entziffern, als Ausgangsszenario» für die ÄdW, hat die marxistische Feministin Frigga Haug vor Jahren geschrieben. Glückwunsch zu ihrem 88. Geburtstag.
030
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 26/11/2025
Vor 50 Jahren ist Band I der „Ästhetik des Widerstands“ erschienen. Was ist geblieben, was wird noch kommen? Zeit für ein Literaturgespräch mit Birgit Müller-Wieland und Ingo Schulze. Am Samstag, den 29., um 18 Uhr im Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin. www.zfl-berlin.org
011
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 06/11/2025
Mentor, Kollege und Freund: So wird Jochen Vogt gewürdigt, der am 8. August gestorben ist. Die Notizblätter der Peter-Weiss-Gesellschaft erinnern ans reichhaltige Wirken, Einführungen ins Literaturstudium, Studien zur Krimiliteratur und das, was er für die Peter Weiss-Forschung geleistet hat.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 31/10/2025
Ausgezeichnet: Yael Ronen erhält den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum für das Jahr 2025. Viele Inszenierungen und Arbeiten der Theatermacherin handeln laut Jury «von Traumata, Ressentiments und Diskriminierung, von Ängsten und moralischen Ambivalenzen», die auch Peter Weiss umgetrieben hätten.
Bild: Iwan Kravtsov
011
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 27/10/2025
Soeben von der Post ausgeliefert, dem Regen trotzend, der Band 32 des Peter-Weiss-Jahrbuchs, zur Frage, wie Peter Weiss in der Nachkriegsliteratur zu verorten sei. Mit Texten zu Koeppen, Bachmann, Domin und Krechel, sowie mit Referenztexten zu einer «Notiz zur eigenen Tradition» von PW von 1950.
© Nadja Weiss, 2025, Borrby
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 21/10/2025
In der Zürcher Spiegelgasse, wo PW die doppelte Revolution, die politische und künstlerische, imaginierte, entbrennt eine Diskussion: Lenin, ein Revolutionär, ja. Aber Dada? Diese Kindereien? Doch, Sprache zerbrechend. So, als Kompromiss: eine Revolte. Umgekehrt: Wohin haben Revolutionen geführt?
011
Reposted by weissnotizen
denkmachbar @denkmachbar.bsky.social · 11/10/2025
«One battle after another» mit Leonardo DiCaprio wird von rechts kritisiert, weil er Razzien gegen ImmigrantInnen kritisiere. Denkbar wäre, den Film von links zu kritisieren, weil er den Widerstand a) zum Grand Guignol verzerrt, und b) ihn erzählerisch verlässt, ohne sich um die Folgen zu kümmern.
001
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 09/10/2025
Peter Weiss in Zürich: Am Sonntag, 19. Oktober gibts wieder mal einen (Pilger)Gang zur Zürcher Spiegelgasse, wo Büchner 1836/37 lebte und starb, Lenin 1915/16 lebte und arbeitete und 1916 Dada gegründet wurde – wo Peter Weiss dann die doppelte Revolution, die wache und die geträumte, aufgespürt hat.
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 06/10/2025
Starkes Lob für die Stuttgarter Inszenierung von PWs «Ermittlung». «Grosses Theater» urteilt die taz, und es werde Nähe hergestellt, ohne sich Leid anzueignen, findet die FR. Die SZ nennt das Stück «erschütternd objektiv», während in der «Nachtkritik» die Aktualität der Inszenierung betont wird.
 Foto: Ingrid Hertfelder
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 05/10/2025
Erinnerungsarbeit: «Nichtjüdische JüdInnen» sowie «Häretiker nicht Renegaten» (Isaac Deutscher) stellt Band 5 der wichtigen Reihe «Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken» der Rosa-Luxemburg-Stiftung vor, neben Deutscher etwa Leo Kofler, Angelica Balabanoff, Harold Laski und Leo Bauer.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 28/09/2025
«Selbst nicht produktiv, aber außerordentlich geeignet, das produktive zu erkennen und zu fördern. Bekam starken Eindruck von fruchtbarer Zusammenarbeit», schreibt Peter Weiss 1960 nach einem Besuch bei Siegfried Unseld, der PWs «Kutscher» herausgibt – heute vor 101 Jahren wurde Unseld geboren.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 23/09/2025
Bislang übersehen, oder überhört: das sechsteilige Hörspiel zu Peter Weiss von Fabian Saul. Ein Podcast im Deutschlandfunk Kultur von Mitte August: www.hoerspielundfeature.de/die-aestheti.... Das wird noch zu reden, oder schreiben, geben.
hoerspielundfeature.de
Das Beispiel - Die Ästhetik des Widerstands (1/6)
Ein Hörspiel über den Essayroman von Peter Weiss mit aktuellen Beiträgen von Schriftsteller:innen.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 22/09/2025
Ein passender Ort: «Die Ermittlung» im Landtag Baden-Württemberg. Burkhard C. Kosminski, Intendant des Schauspiel Stuttgart, inszeniert das Stück über die Auschwitzer-Prozesse; Premiere ist am 30. 9. Nach dem Landtag wird es auch an anderen Orten in der Stadt gezeigt, so im Landgericht Stuttgart.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 19/09/2025
Der @verbrecherverlag.bsky.social ist dreißig geworden, herzlichen Glückwunsch. Über 300 Bücher, kaum aufzählbar die SchriftstellerInnen (bitte Verlagswebsite konsultieren), auch zwei Bücher von/über Peter Weiss sowie, nicht zu vergessen, die Autobiografie von Gunilla Palmstierna-Weiss: Danke.
021
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 18/09/2025
Die Schriftstellerin Asal Dardan schöpft Hoffnung aus einem Satz aus der ÄdW, „weil er zeigt, dass bestimmte Kämpfe notwendig sind und anschließen an vorherige Kämpfe und an Erkenntnisse, und (...) weil wir da sind, um sie zu führen, um aneinander festzuhalten“. Im #Deutschlandfunk vom 14.9.25.
(Bild picture alliance / SZ Photo / Friedrich Bungert)
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 29/08/2025
«Wenn man in der Kunst nicht vorgesehen ist, muss man sich in sie hineindrängen»: Unter diesem Titel setzt sich in der jüngsten @WOZ.ch der Schriftsteller Mesut Bayraktar mit der Aktualität der ÄdW auseinander und findet darin das «Alphabet einer klassenbewussten Literatur im 21. Jahrhundert».
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 20/08/2025
«Schön. Das Leben ist schön. Dieses glänzende Gras. Die weiße Mauer. Der blaue Himmel hinter dir. Seit langem hab ich mich nicht so wohl gefühlt», sagt Trotzki im Exil bei PW, «beugt sich übers Manuskript», worauf Frank Jacson hinter ihm mit dem Eispickel zum «Schlag ausholt», heute vor 85 Jahren.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 13/08/2025
Aus den Tiefen eines Privatarchivs. Die wichtige Schweizer Zeitschrift «neutralität» besprach im März 1966 «Die Ermittlung»: Im Nazi-System mit seinem Vernichtungsprogramm «habe der Einzelne - so behaupten die Angeklagten - nicht mehr den Spielraum gehabt zum Widerstand gegen die Befehle». Aktuell!
001
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 31/07/2025
«Nur noch Fälschung, Entstellung? Wer wird es wagen, den Kampf aufzunehmen mit dem Grundschlamm?», schrieb PW 1972. Doris Gercke hat das ihrem Krimi «Auf Leben und Tod» (1995) vorangestellt, da sie gesellschaftlichen Verbrechen auf der Spur war. Am 25. Juli ist Gercke, 88 Jahre alt, gestorben.
© Kampnagel, Hamburg
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 29/07/2025
Die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe aus dem Hause Roter Stern/Stroemfeld bleibt ein Glanzpunkt der Literatur- und Editionsgeschichte. Was hat die Hölderlin-Faszination von Verleger KD Wolff befeuert? Der «Hölderlin» von Peter Weiss, wie Wolff in seiner nächstens erscheinenden Autobiografie schreibt.
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 26/07/2025
Nachtrag zu Fanon: Als Franco Basaglia / Franca Ongaro 1969 eine erschütternde Bildreportage aus der psychiatrischen Anstalt von Gorizia mit Fotografien von Carla Cerati und Gianni Berengo Gardin veröffentlichten, standen darin auch einschlägige Texte von Frantz Fanon und Peter Weiss nebeneinander.
010
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 20/07/2025
Zu Frantz Fanons hundertstem Geburtstag am 20. Juli: PW zitiert ihn 1965 kurz, behandelt ihn aber nicht vorrangig als Theoretiker, sondern stellt ihn Ende 1968 während der Arbeit an „Trotzki im Exil“ in eine Reihe von politischen Führern: „Fanon – Lumumba – Malcom X – Che (Die Zukünftigen)“.
Frantz Fanon während einer Pressekonferenz an einer Schriftstellertagung 1959 in Tunis. Copyright Frantz Fanon Archive.
020
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 18/07/2025
Peter Weiss musste in den 1970er-Jahren noch gegen den Imperialismus anschreiben, der in Vietnam oder Angola wütete. Jetzt redet man in der neusten Nummer von #LuXemburg vom autoritären Spätneoliberalismus, mit dessen Instabilität, Dauerkrisen und Disruption. Die Zeiten ändern sich, aber nur wenig.
Illustration Johannes Hoffboll
022
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 05/07/2025
Wohl zum ersten Mal wird PW in «Private Eye» erwähnt, dem englischen Satire- und Recherche-Magazin, leider in der Rubrik, in der gestelzte Sätze aufgespießt werden. Diesmal hat es eine Besprechung der ÄdW im «Spectator» erwischt, in der das Eingangswort tatsächlich in meinem Oxford Dictionary fehlt.
000
weissnotizen @weissnotizen.bsky.social · 02/07/2025
Eine eher überraschende Beziehung von PW: die zu Hermann Hesse. Der hat ihn halt ermutigt. «Begabung haben Sie ohne Zweifel, sowohl als Dichter wie als Zeichner.» Und 1937 einen Aufenthalt in Montagnola ermöglicht. Zum Geburtstag von Hesse am 2. Juli 1877 also ein melancholischer PW aus dem Tessin.
030