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Roman Jasiek | Blog Profile

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It's me, hi! 😀 Und ja, I guess you've seen me before. 🤭 Hi, ich bin Roman und meine Hashtags sind #musik #comics #collectibles #wandern #reisen #essen 🌉 bridged from ⁂ www.romanjasiek.de, follow @ap.brid.gy to interact

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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 12/10/2026
Eine kleine Spielerei den eigenen Musikgeschmack macht gerade die Runde. Da simmer doch dabei, dat is prima!
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my9albums: Neun Alben, die meinen Musikgeschmack ausmachen
Gerade macht auf Social Media und auch in der Blogwelt so eine kleine Aktion die Runde, in welcher man sich auf einer eigens dafür eingerichteten Website neun Alben zusammenklicken kann, die den eigenen Musikgeschmack (mit) definiert haben. Ich muss gerade an die **Facebook-Challenge** aus dem Jahr 2020 denken, in der es darum ging, zehn Cover von zehn Alben zu posten. Das Anliegen war seinerzeit schon dasselbe. Nur eben ein Album mehr. Damals wie heute wurden lediglich die Cover gepostet, ohne weitere Erklärung dazu. Eigentlich hatte ich vor, diesen Zug an mir vorbeifahren zu lassen. Aber gut, Spielverderber möchte man ja auch nicht sein, daher hier nun also auch **my9albums** von mir. Da es sich um die gleichen Alben wie 2020 handelt, dieses Mal jedoch wirklich ohne weitere Erklärungen dazu. Für weiterführende Informationen verweise ich auf mein Geschreibe vom 27. Mai 2020: Facebook-Challenge: 10 Alben, die deinen Musikgeschmack beeinflussten – meine 10 Alben und die Geschichten dazuBei Facebook grassiert gerade eine dieser Challenges, die ich persönlich zwischen all dem Unrat, den das „soziale“ Netzwerk so zutage fördert, als harmlosen Spaß verbuche und bei dem ich selbst auch mitgemacht habe. Es geht darum, an zehn Tagen zehn verschiedene Cover von Musikalben zu posten, die einen Einfluss aufromanjasiek.deRoman Jasiek Damit das hier aber nicht ausschließlich zu einem Recycling-Beitrag verkommt, ergänze ich das noch um **my9films** , quasi dem filmischen Pendant zu den Alben: © my9films.com Wer gerne noch ein paar weiterführende Buchstaben dazu haben möchte – bitte sehr: Lieblingsfilme jedes Jahres seit meiner GeburtDurch das kürzlich erlittene Herzkammerflimmern mitsamt all der Begleiterscheinungen ist es nun so, dass ich einigermaßen viel Zeit habe, über dies, das und jenes nachzudenken. Und so kam mir der Gedanke für diesen Blogpost, bei dem es mir darum geht, einen Lieblingsfilm für jedes Jahr, das ich nun auf dieserromanjasiek.deRoman Jasiek Was sind Eure 9 Alben und/oder Filme?
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 07/10/2026
Es ist kurz nach 12 Uhr, ich komme gerade vom Mittagessen, das hier bereits immer ab 11:30 Uhr ausgegeben wird. Und im Prinzip bin ich mit meinem Tagesprogramm, so man es denn so nennen möchte, schon wieder durch. Viel zu tun habe ich derzeit nicht. Auch, wenn ich zwar trotz Verlängerung um rund […]
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Mammutherz, oder: Mein Alltag in der Reha-Klinik
Es ist kurz nach 12 Uhr, ich komme gerade vom Mittagessen, das hier bereits immer ab 11:30 Uhr ausgegeben wird. Und im Prinzip bin ich mit meinem Tagesprogramm, so man es denn so nennen möchte, schon wieder durch. Viel zu tun habe ich derzeit nicht. Auch, wenn ich zwar trotz Verlängerung um rund zwei Wochen die Tage so langsam rückwärts runterzählen kann, so möchte ich Euch nachfolgend dennoch einen kleinen Einblick in meinen Reha-Alltag geben, der vor fast einem Monat begonnen hat. Und dabei gleich auch die gern gestellte Frage nach meinem Befinden beantworten. Nachher kommen noch Nicole und meine Mutter zu Besuch; der Plan ist, im anderen Gebäudeteil mal die Cafeteria auszuprobieren. Anschließend werde ich wohl erstmalig auch das Schwimmbecken austesten, nachdem ich vom behandelnden Arzt endlich das OK dafür bekommen habe. Dies gab es jedoch erst, nachdem sämtliche Wundpflaster abgenommen und die Operationsnarben soweit verheilt waren, dass sie mit Chlorwasser in Kontakt kommen dürfen. Die Zeit dazwischen nutze ich nun also für den kleinen Einblick. Die Klinik. Über Wochen mein Zuhause. © Roman Jasiek ## Mein Tagesablauf in der Reha-Klinik Grundsätzlich habe ich den Plan über anstehende Visiten, Untersuchungen, Vorträge (auch, wenn sie aus welchen Gründen auch immer hier „Gruppentraining“ heißen müssen) und Therapieeinheiten meist schon für Tage im Voraus in meiner zur Klinik gehörenden App. Allerdings: Die finale und für den kommenden Tag verbindliche Fassung erhalte ich meist zwischen 14 und 15 Uhr am Vortag. Dies als kleine Information vorweg. Mein Zimmer. Bei näherer Betrachtung hier und da schon etwas abgerockt, aber insgesamt vollkommen in Ordnung. © Roman Jasiek ### 05:30 Uhr: Aufstehen Mein Wecker klingelt jeden Morgen gegen halb 6 Uhr. Dann schäle ich mich aus dem Bette und verschwinde direkt unter der Dusche. Eventuell läuft hier das heiße Wasser etwas länger als daheim und vor allem auch: als nötig. Ich rechtfertige mich damit, dass mir das gerade sehr gut tut. Vor allem, weil ich in den ersten Tagen und, ja, Wochen nach der Operation nur bedingt in der Lage war, zu duschen. Da musste dann oft ein Wegwerfwaschlappen partiell aushelfen. Ich stehe deshalb so früh auf, weil schon ziemlich zeitig die erste Amtshandlung auf mich wartet. ### 06:15 – 06:30 Uhr: Blutdruck messen, wiegen, Meldung machen Reihenfolge: Augen aufklappen, der Liebsten eine Guten-Morgen-Nachricht schicken, Blutdruck messen. So und nicht anders, hörtma! Und ja, ich habe einen Captain-America-Pyjama an. Was denn sonst? © Roman Jasiek Schon so früh am Morgen soll der Blutdruck gemessen und alle zwei Tage auch das Gewicht protokolliert werden. Dafür wurden im Flur ein Tischchen, ein Stühlchen sowie ein Blutdruckmessgerät und eine Waage hingestellt. Die ersten Tage in der Klinik habe ich das ordnungsgemäß in Anspruch genommen. Doch schon ab Woche 2 hatte ich mein eigenes Blutdruckgerät auf dem Zimmer. Einerseits, weil der Techniknerd in mir sich freut, wenn der Blutdruck in einer App ordnungsgemäß protokolliert ist (okay, mein Hausarzt freut das auch immer). Andererseits, weil Hygiene hier im Haus ein Thema ist. Ich denke an die zahlreichen Desinfektionsspender überall sowie die damit einhergehende Bitte, sich die Hände zu desinfizieren. Ich denke auch daran, wie oft ich es beobachte, dass diese Teilchen nicht in Anspruch genommen werden. Nee, da bin ich pingelig und nehme daher mein eigenes Gerät. Das Wiegen mache ich, mache aber an den Wochenenden, an denen ich zu Hause bin, den Gegencheck mit unserer Smart-Waage. Ich versuche auch, noch vor dem Frühstück oder der ersten Therapiesitzung die obligatorische Meldung beim Pflegestützpunkt zu erledigen. Meistens gelingt das. Die Blutdruckmessstation sowie der Wartebereich vor dem Pflegestützpunkt bzw. Schwesternstation. Meistens ist hier ordentlich Betrieb angesagt. © Roman Jasiek Die Zeit bis zum nächsten Tagesordnungspunkt verbringe ich im Zimmer und tüftele dabei meist schon das erste Mal am Blog herum. ### 07:00 – 08:00 Uhr: Frühstück oder Geländetraining Je nachdem, was die dafür zuständige Stelle für mich geplant hat, bin ich entweder ab ca. 07:15 Uhr beim Frühstück. Oder aber tatsächlich schon zur ersten Therapieeinheit. Das in diesem Fall für mich bisher bedeutete: Im Morgentau rund 1,5 Kilometer zügig um den hiesigen See spazieren. Begleitet von Pflegepersonal, versteht sich. Diese „Wanderrunden“ sind unterteilt nach der Art der Erkrankung. Angefangen habe ich in einer 1000-Meter-Gruppe, dort war die Gruppe recht groß. Sicher mehr als zehn Leute, mit Gewissheit sagen kann ich es aber nicht mehr. In der aktuellen Gruppe sind wir manchmal nur zu dritt unterwegs. Pflegeperson schon mitgezählt. Bei der etwas größeren Runde um den See sind wir manchmal nur eine sehr kleine Gruppe. © Roman Jasiek Wenn ich mich nicht schon sportlich betätige, bin ich beim Frühstück. Morgens und abends gibt es ein kleines Büffet, mittags wird einem das Essen, das man sich in der Vorwoche ausgesucht hat, serviert. Das Buffet finde ich durchaus in Ordnung und reichhaltig genug dafür, dass es sich hier nicht um ein Hotel handelt. Mittlerweile (also diverse Ernährungsberatungen später) bin ich aber dazu übergegangen, Haferflocken mit Hafermilch zu essen, in die ich immer noch so Kleinigkeiten wie Kürbis- oder Sonnenblumenkerne streue und frisches Obst (Banane usw.) hineinschnippele. Da ich ziemlich zügig ~~schlinge~~ esse, bin ich meist anschließend noch für rund eine halbe Stunde im Zimmer und tüftele das nächste Mal am Blog herum. ### 08:00 – 11:30 Uhr: Therapien, Anwendungen, Gruppentrainings, Visiten usw. Der Vormittag ist für gewöhnlich unterschiedlich stark befüllt mit verschiedenen „Programmpunkten“. Es gibt für mich zum Beispiel Atemübungen, eine Gymnastikgruppe, um die Mobilität wieder zu steigern, Ergometertraining, besagte Ernährungsberatungen. Manchmal kann ich mir für zehn Minuten Rotlicht auf den Rücken strahlen lassen, manchmal habe ich einen Termin bei der Psychologin (bei meiner Geschichte auch dringend nötig) und manchmal lausche ich Vorträgen, die mich auf die Zeit nach der Reha vorbereiten sollen. So kann mein Tagesplan aussehen. Und meistens ist er diesem sehr ähnlich. © Roman Jasiek Gerade die Teile meines täglichen Plans, die mit Bewegung zu tun haben, dauern für gewöhnlich nur rund 20 Minuten. Da ist von der angebrochenen Stunde noch genug Zeit übrig, die ich wieder im Zimmer verbringe. Und am Blog herumtüftle. Eventuell bemerkt Ihr hier gerade ein Muster und erkennt auch, warum hier gerade so viel passiert. Ich habe einfach viel Tagesfreizeit gerade. Je nach Therapiesitzung ist die Sporthalle entweder gut gefüllt, zum Beispiel bei den Atemübungen, oder neben mir ist nur ein weiterer Patient mit am Start. © Roman Jasiek Und das ist es meist dann auch schon gewesen mit dem offiziellen Teil. Es kommt vor, dass die Abstände zwischen den einzelnen Punkten am Vormittag größer sind und sich manches in den Nachmittag verlagert. Richtig volle Tage habe ich selten. Es gibt sie aber durchaus. An diesen Tagen bin ich dann von morgens um 7 Uhr bis nachmittags halb vier auf Achse. Und die Tage, an denen ich bis zu drei Sporteinheiten habe, merke ich immer noch sehr. Wird noch etwas dauern, bis ich wieder zu irgendwelchen Märschen oder Wanderungen durch den Harz aufbrechen kann, fürchte ich. Ein paar Impressionen aus der Klinik. © Roman Jasiek ### 11:30 – 17:00 Uhr: Nachmittag zur freien Verfügung, Besuche von den Lieblingsmenschen An den meisten Tagen bekomme ich schon gegen halb 12 Uhr mein Mittagessen. Und auch wenn die hier so überhaupt keine Rücksicht auf irgendwelche Unverträglichkeiten (Laktoseintoleranz, anyone?) zu nehmen scheinen, so bin ich mit dem Geschmack bisher jedes Mal absolut zufrieden gewesen. Ich weiß nicht, ob die hier vor Ort frisch kochen oder das angeliefert bekommen. Ist aber auch egal, solange es schmeckt. Und das tut es. Nur die Portionen könnten größer sein. Ach nein, ich soll ja nicht mehr so viel in mich reinschaufeln. Bezüglich des Essens habe ich wirklich so überhaupt keinen Grund zu klagen. © Roman Jasiek Nach dem Mittagessen, sofern nicht irgendwas geplant ist, bin ich wieder in meinem Zimmer. Dann muss ich mich erst einmal dringend hinlegen. Meine Energie ist dann nämlich aufgebraucht. Ich weiß nicht, ob das eine Folge der ganzen Ereignisse ist oder Nebenwirkungen der Medikamente sind, die ich nun einnehmen muss. Ist auch egal. Ab Mittag bin ich jeden Tag so müde, dass ich direkt ein paar Stunden schlafen könnte. Mache ich natürlich nicht, sonst würde ich nachts vermutlich noch schlechter schlafen als ohnehin schon, aber eine kleine ~~Siesta~~ Pause muss sein. Den buchstäblich coolsten Move machten bei einem ihrer Besuche meine Eltern, als sie eine Softeismaschine mitbrachten und über die Ladebuchse des E-Autos mit Strom versorgten. © Roman Jasiek Und danach habe ich den Nachmittag zur freien Verfügung. Woran es liegt, dass ich vergleichsweise wenig zu tun habe, ist mir nicht bekannt. Vielleicht soll das so sein, damit ich genug Raum zur Erholung und zur Ruhe habe. Vielleicht kickt aber auch einfach der Personalmangel in der Pflege rein, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Bis zu dreimal pro Woche ist Nicole hier und vertreibt mir den Blues. Einmal die Woche sind meine Eltern mit hier. Gelegentlich sind Freunde zu Besuch. Das sind immer die schönsten Stunden des Tages. Denn auch, wenn ich wegen der Verpflichtungen meinem Kind gegenüber an den Wochenenden meist daheim bin, so habe ich inzwischen doch schon ganz schön Heimweh. Ich bin froh, wenn nach der Therapie die nächste Stufe der Heilung in den eigenen vier Wänden erfolgen kann. Ist ja nicht so, dass man hier bezüglich der Freizeitunterhaltung nichts geboten bekäme. © Roman Jasiek Mit meinem Besuch gehe ich dann fast immer spazieren. Eine mal mehr, mal weniger große Runde um den hiesigen See. Die Gegend rund um die Klinik ist sehr schön, noch dazu handelt es sich um einen Luftkurort. Da wäre es zu schade, das bisher fast durchweg schöne Wetter ungenutzt zu lassen. An den Tagen, an denen ich keinen Besuch habe, oder wenn dieser wieder abgefahren ist, gehe ich oft alleine noch eine große Runde um den See spazieren. Unter anderem, um mich meiner Angst zu stellen. Oder ich versuche mich an einem dieser Trainings, die ich via App machen kann und die mich in der Reha-Nachsorge noch eine Weile begleiten werden. Und wenn ich damit durch bin, sitze ich auf dem Bett und tüdele am Blog herum. Manchmal kommt es auch vor, dass ich mich mit irgendwelchen Formularen und Anträgen, die die Renten- und/oder Krankenkasse betreffen, auseinandersetzen muss. Die Gegend rund um die Klinik ist wirklich schön. © Roman Jasiek ### 17:00 – 22:00 Uhr: Abendessen, Nachtruhe Für gewöhnlich bin ich, so wie es mein „Dienstplan“ vorsieht, um 17 Uhr beim Abendessen. Hier gibt es auch wieder ein sehr okayes Buffet. Nach dem Essen verschwinde ich wieder in meinem Zimmer und sammle, sofern noch nicht geschehen, meinen Plan für den kommenden Tag ein. Aus diesen Briefkästchen sammelt man sich seinen Plan für den kommenden Tag. © Roman Jasiek Da ich mir meine Konsole von daheim mitgebracht habe, flüchte ich meist für ein, zwei Stunden in irgendwelchen virtuellen Welten. Das hilft mir, den Kopf anderweitig zu beschäftigen und nicht unangenehmen Fragen nachzugehen oder, im blödesten Fall, irgendwelche Ängste zu durchleben. Irgendwie muss man sich die Zeit bei dem vielen Leerlauf ja vertreiben. © Roman Jasiek Meine Geduld an dieser Stelle ist derzeit aber überraschend knapp bemessen, daher bin ich ziemlich schnell wieder am Laptop und setze irgendwelche Ideen um, die mir unterwegs gekommen sind. Oder tippe Texte fertig, die ich während der vielen Leerlaufphasen schon begonnen hatte. So wie diesen hier. Ich gebe zu, ich freue mich über die viele Zeit, die ich für den Blog zur Verfügung habe. Trotzdem war das ein ganz beschissener Tausch. © Roman Jasiek Um 22 Uhr ist dann für mich Zapfenstreich. Es ist momentan so, dass ich zwar meist gut einschlafen kann, die Nacht aber mitunter schon um 2:30 Uhr vorbei ist und ich mich dann dabei ertappe, jede Stunde auf die Uhr zu schauen. Dieses Ereignis vom 29. August arbeitet scheinbar immer noch sehr in mir. Aber gut, so ziemlich alle haben mir ja auch gesagt, dass die Operationsnarben zwar schnell wieder verheilt sein werden, die eigentliche Heilung aber viel, viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Und damit komme ich zur aktuellen Wasserstandsmeldung, wie es mir geht. Die Sonne lacht wieder. © Roman Jasiek ### Wie geht es mir? Ich freue mich darüber, dass meine Mobilität jeden Tag ein kleines bisschen besser wird. Und dass ich so manchen unangenehmen Gedanken, der mich in den ersten Tagen noch auf Trab hielt, scheinbar loslassen konnte. Ich freue mich sehr über die Unterstützung, die mir meine Lieben geben, und bin mir sicher: Alles wird wieder gut. Auf dem Weg zum ersten Geländetraining. Man könnte fast denken, es wäre nüscht gewesen. © Roman Jasiek Gleichwohl merke ich, dass der Weg noch lang sein wird. Ich merke das an der immer noch sehr überschaubaren Kondition. Daran, dass ich ab Mittag für eine Weile bezüglich der Energie quasi zu nix zu gebrauchen bin. Daran, dass ich super schlecht schlafe, oder auch daran, dass die Angst noch sehr oft mein Begleiter ist, sobald ich die Klinik verlasse. Ich merke es daran, dass mir beim Aufstehen oft noch schwindelig ist, dass ich nahezu jeden Tag noch latente Kopfschmerzen habe oder daran, dass mir die Puste fehlt. Ich merke es an den noch immer (wenn auch aushaltbar) schmerzenden Narben oder an den diversen Tabletten, die ich zumindest derzeit konsumieren muss. Es gibt derzeit noch so einige Dinge, die mich und meinen Alltag beeinträchtigen. Ist aber vermutlich aber nur wenig mehr als einen Monat, nachdem das Kammerflimmern passierte, kaum überraschend. Nicole und ich bei einem unserer inzwischen zahlreichen Spaziergänge um den hiesigen See. © Roman Jasiek Daher halte ich mich an den Dingen fest, die schon recht gut klappen, an dem Support durch meine Lieblingsmenschen und an meinem eigenen Mantra: **Alles wird gut**.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 06/10/2026
Gestern vor 15 Jahren ist Steve Jobs gestorben. Diese Tatsache und der Umstand, dass das Design meines Blogs seit nunmehr gut einem Jahr (genaues Startdatum weiß ich selbst nicht mehr) im Wesentlichen unverändert ist, nahm ich zum Anlass, einen prüfenden Blick auf den Blog zu werfen. Zuvor gab […]
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romanjasiek.de 2.0: Das neue Blogdesign ist online!
Gestern vor 15 Jahren ist **Steve Jobs** gestorben. Diese Tatsache und der Umstand, dass das Design meines Blogs seit nunmehr gut einem Jahr (genaues Startdatum weiß ich selbst nicht mehr) im Wesentlichen unverändert ist, nahm ich zum Anlass, einen prüfenden Blick auf den Blog zu werfen. Zuvor gab es zwar durchaus kleine Änderungen hier und da, aber nichts Wildes. Es waren folgende Fragen, die mich dabei umtrieben: War ich in Bezug auf das Design tatsächlich schon da, wo ich hinwollte? Oder gab es noch Möglichkeiten, Dinge zu optimieren, vielleicht an einer Stelle etwas wegzulassen, damit an anderer Stelle Platz für etwas Neues entstehen konnte? Der Gedanke an **Steve Jobs** und **Apple** kam nicht von ungefähr; schon seit rund 20 Jahren nutze ich deren Produkte, meist mit großer Zufriedenheit. Und wenn überhaupt eine Firma das Krönchen trägt, wenn es um das konsequente Weglassen von Dingen geht, dann dürfte es wohl das Unternehmen aus **Cupertino** sein. Also machte ich mich ans Werk. Und darf nun verkünden: **Seit heute ist Version 2.0 online!** Unter Berücksichtigung der Dinge, über die ich erst letzten Monat im **Bloggerschnack** (Was ist mir an meinem Blogdesign wichtig?) philosophierte, habe ich viele, viele kleine (und manchmal auch größere) Änderungen am Design vorgenommen. Dies jedoch, ohne das eigentliche Look & Feel zu sehr zu verändern. Um es zunächst mit wenigen Worten zu sagen: Wer in der Welt von **macOS** und **iOS** zu Hause ist, so wie auch der Autor dieser Zeilen, wird sicher schnell sehen und verstehen, worauf ich mit den Änderungen hinauswollte. Von einer meines Erachtens nutzlosen Seitenleiste, die auf vielen Websites und Blogs zu finden ist, hatte ich mich schon direkt zum Start meines Blogs verabschiedet. Mit Version 2.0 ging ich noch einen Schritt weiter und habe den Footer-Bereich, als das untere Ende der Seite, radikal und konsequent zusammengestaucht. Die früheren Bereiche (etwa die Übersicht der Themen dieses Blogs, die aktuellsten, mir besonders wichtigen Artikel oder die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren) sind alle noch da. Sie sehen jetzt nur anders aus. Und verbergen sich jetzt hinter kleinen Symbolen, die an Apps erinnern sollen. ## »Die Details sind nicht die Details. Sie machen das Design aus.« (Charles Eames) Daneben gibt es zahlreiche weitere, kleine Veränderungen, die vielleicht nicht sofort ins Auge fallen. Da ist zum Beispiel die neue Menüleiste am oberen Bildschirmrand. Der Wegfall des bisherigen Seitenlogos in Handschriftoptik. Die aufgeräumten und überarbeiteten Reactions. Angepasste Symbole für das Wertungssystem. Ein überarbeitetes Archiv. Neue Schriften. Push-Benachrichtigungen innerhalb des Blogs. Eine neue Darstellung für die vergrößerte Anzeige von Fotos bzw. Bildern. Und so weiter und so fort. Und weil ich großer Fan davon bin, Websites auf Displays größer als die eines Smartphones zu betrachten, habe ich für die Desktop-Variante des Blogs ein kleines Easter-Egg versteckt. Ich bin gespannt, ob Ihr es findet. Es sind am Ende des Tages so viele Änderungen im Design zusammengekommen, dass die interne Versionierung bereits bei Version 2.6.1 angekommen ist. Ich bin zuversichtlich, dass ich, wenn ich noch eine Weile auf meinen Blog schaue, mir noch weitere Ideen kommen werden, die ich bei Gelegenheit umsetze. Diesen visuellen Relaunch nehme ich übrigens nun auch zum Anlass, den 6. Oktober zum offiziellen Geburtstag des Blogs zu erklären. In diesem Sinne: Happy Birthday, kleiner Blog. PS: Wenn im großen Stil geschraubt, gemacht und getan wird, so wie in diesem Fall, kann es natürlich immer mal passieren, dass es irgendwo klemmt. Falls Euch irgendwas auffällt, das irgendwie nicht richtig aussieht oder sich merkwürdig verhält, dann lasst es mich gerne wissen.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/10/2026
Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag in der Kategorie Das schöne Bild. Noch immer hocke ich in der Reha-Klinik aus Gründen. Und noch immer habe ich entweder viel Zeit, um auf dem Bildschirm meines Laptops oder aber aus dem Fenster in Richtung des nahen Waldes und Sees zu glotzen und […]
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Das schöne Bild: Sonnenuntergang auf Juist
Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag in der Kategorie **Das schöne Bild**. Noch immer hocke ich in der Reha-Klinik aus Gründen. Und noch immer habe ich entweder viel Zeit, um auf dem Bildschirm meines Laptops oder aber aus dem Fenster in Richtung des nahen Waldes und Sees zu glotzen und meine Gedanken schweifen zu lassen. Derzeit ist der Oktober hier in der Gegend ja sehr golden, und die teilweise malerischen Sonnenuntergänge erinnern mich an den schönsten Sonnenuntergang, den ich in meinem Leben bisher je gesehen habe. An jenem (kalendarisch gerade noch so) Wintertag im März dieses Jahres standen Nicole und ich offenmündig staunend am Strand von **Juist** und bewunderten ein Naturschauspiel, das wir so noch nicht gesehen hatten. Nun könnte man denken, Menschen, die schon auf **Bali** waren und auf sämtlichen der **Kanarischen Inseln** , in **Vietnam** und auf diversen **Kreuzfahrten** , die hätten schon die schönsten Sonnenuntergänge gesehen. Pustekuchen! Der Blumentopf für den schönsten Sonnenuntergang ging ganz eindeutig und mit großem Abstand nach **Juist**! Und somit gar nicht so weit weg, wie man vielleicht hätte annehmen können. Überhaupt ist die nahezu komplett autofreie und vermutlich entschleunigste unserer **Nordseeinseln** eine absolute Empfehlung, wenn man die Seele baumeln lassen möchte oder muss. Falls es Euch also mal nach größtmöglicher Entschleunigung und Entspannung dürstet, wir hätten da einen sehr ausführlichen Tipp für Euch. Ich habe noch schätzungsweise 2000 weitere Fotos von diesem magischen Abend und lasse die noch ein bisschen in Zufallswiedergabe über den Desktop laufen. Ich freue mich schon sehr auf meinen nächsten Abstecher auf diese wunderbare Insel. Und ich bin sicher: Auch dann werde ich behaupten, es sei nicht zum letzten Mal gewesen. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 04/10/2026
Ben Grimm alias The Thing aus Fantastic Four: First Steps von Hot Toys ausgepackt und vorgestellt.
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Ausgepackt: Ben Grimm / The Thing (Fantastic Four: First Steps) von Hot Toys
…und da ist **das Ding**! Sorry, den konnte ich mir nicht verkneifen. Für die mitunter… nun ja, eigenwillige Namensgebung, die **Marvel** seinen Helden angedeihen lässt, kann ich allerdings auch nüscht, wa? Zurück zum Thema: An diesem Wochenende konnte ich während meines Landgangs, so nenne ich inzwischen meine kurzen Abwesenheiten aus der Reha-Klinik, **The Thing** von der Firma **Hot Toys** in Empfang nehmen. Angelehnt ist diese Figur im Maßstab 1:6 an den Film Fantastic Four: First Steps. Das war im vergangenen Jahr einer der Filme, die mir wirklich gut gefallen haben und der mich heute noch immer wieder begeistert. Bevor ich nachher also wieder in Richtung Klinik aufbreche, lasse ich noch ein paar fernschriftliche Eindrücke vom Unboxing hier. Ich hatte ja neulich schon angedeutet, dass ich künftig wieder öfter Figuren vorstellen möchte. Und nebenbei beiße ich mir auf die Finger, sich förmlich selbst schreibende, schlechte Wortspiele zu vermeiden. Schon die Verpackung lässt die Vermutung zu, dass es sich hier um einen ziemlich großen Buben handelt. © Roman Jasiek Im Zuge des Filmstarts von **Fantastic Four: First Steps** hatte **Hot Toys** diverse Figuren angekündigt. Einmal natürlich die fantastische Superfamilie, bestehend aus **Reed** , **Sue** , Johny und eben **Ben Grimm** (oder eben: **Das Ding** / **The Thing**), sowie auch **Galactus**. Vorbestellt sind alle, ich kann ja auch nichts dafür, und gerade bei **Galactus** hoffe ich inständig, dass der mit seinen angekündigten mehr als 70 Zentimetern Größe in das für ihn angedachte Vitrinenfach passt. Aber damit befasse ich mich, wenn es soweit ist. ## Der Erste von vier Die erste Figur der **Fantastischen Vier** ist nun also **Ben Grimm** , bzw. **The Thing**. Schon die Größe und das Gewicht des Kartons lässt erahnen, dass wir es hier mit einem ganz schön großen Jungen zu tun haben. Für diejenigen, die es interessiert: Vorbestellt hatte ich die Figur vor vielen Monden beim belgischen Shop La Cité des Nuages, ein in Sammlerkreisen sehr renommierter Shop. Die sind nicht nur zuverlässig und die wertvolle Frachten stets tipptopp bestens verpackt, nö, dadurch dass **LCDN** in der EU ansässig sind, entfällt auch die Einfuhrgebühr in Form von Steuern und Zollkosten. Etwas, das auf die auf Sammler zukommt bzw. zukommen kann, wenn die Bestellung beispielsweise drüben im fernen **Hongkong** getätigt wird. Der Blick auf und in die Box. Das Orange gefällt mir gut, aber dafür habe ich ohnehin eine Schwäche. Vielleicht holt mich die Loki-Serie und die optische Gestaltung der TVA deshalb auch so ab? Wer weiß. © Roman Jasiek Der bei vielen Sammlern ach so heilige Shipper, also der eigentliche Versandkarton, interessiert mich nach wie vor nicht und ist direkt im Altpapier gelandet. Interessanter ist da schon die eigentliche Verpackung, manchmal auch Art Box genannt. Diese ist hinsichtlich der Gestaltung durchaus hübsch geraten und passt mit ihrer hellen, freundlichen Gestaltung (farblich vor allem orange, weiß und hellblau) zum optimistischen und gleichzeitig auch retrofuturistischen Look des Films. Allerdings hat **Hot Toys** hier die Chance ungenutzt gelassen, die Box irgendwie besonders zu machen, sei es doch einen auffällig gestalteten Schuber oder durch besondere Materialien bzw. Lacke. Da war in der Vergangenheit schon manches Mal mehr für Sie drin. ## Überschaubare Menge an Zubehör Egal, man erwirbt so eine Figur für gewöhnlich ja nicht, um sie in ihrer Verpackung versauern zu lassen, sondern um sie in einer Vitrine auszustellen und sich daran zu erfreuen. Und ja, kaum ist die Verpackung geöffnet, bestätigt sich die anfängliche Vermutung, es beim **Ding** mit einem ganz schönen Brocken zu tun zu haben! Halleluja,ein breites Kreuz! Es fehlt mir bislang ein **Hulk** (oder vergleichbarer Bollide) in meiner Sammlung, vermute aber, dass man dort ähnlich staunend die Figur aus dem wie immer ziemlich öden Plastikträger herausnimmt, um sie von verschiedenen Plastikfolien zu befreien. **The Thing** ist nicht nur mindestens doppelt so breit wie seine anderen **Hot-Toys-Kollegen** , sondern aufgrund seiner Masse auch um einiges schwerer. Links das offizielle Produktfoto, rechts das ausgelieferte Produkt. Liegt hier nicht wirklich weit auseinander. Es wäre allerdings auch überraschend gewesen. © Hot Toys / Roman Jasiek Noch etwas wird beim Auspacken der Figur schnell offensichtlich: Das Zubehör ist in diesem Fall sehr überschaubar. Neben der Figur selbst sowie dem obligatorischen Aufsteller (auch hier: Modell „Crotch-Grabber“) liegen der Figur drei Paar Hände zum Auswechseln bei sowie ein zweiter Kopf. Wer den Film gesehen hat, erinnert sich vielleicht: Irgendwann hatte **Ben** sich einen Bart stehen lassen. Wie auch immer das bei einem **Ding** aus Gestein funktioniert. Na wie auch immer, der zweite Kopf bildet dieses Aussehen nach. Wie gesagt, viel Zubehör ist es nicht, aber übermäßig beweglich ist das Ding ohnehin nicht. Wer sich mit dem Posieren von Sixth-Scale-Figuren beschäftigt, hat hier vermutlich nicht sonderlich viel zu tun. Groß, schwer und ganz schön gut. © Roman Jasiek Meines Erachtens wie üblich sehr gut gelungen sind die geschneiderten Klamotten der Figur. Das sieht einfach direkt aus, wie aus der Leinwand in die Echtwelt herübergebeamt. Meines Wissens ist es möglich, **Ben** auch mit freiem Oberkörper aufzustellen. Etwas, das ich nie ausprobieren werde. Es war mir schon viel zu fummelig, dem kürzlich bei uns eingezogenen Loki die Jacke anzuziehen (Auslieferzustand: nur das Hemd mit den hochgekrempelten Ärmeln). Ich habe dabei immer irgendwie ein bisschen Schiss inne Büchs, irgendwas kaputt zu machen. Und dafür sind mir diese Figuren doch zu teuer. Ich gebe zu, ich bewundere alle Sammler, die mit ihren Figuren die dollsten Dinge veranstalten, und bestaune die vielen fetzigen Fotos, die dabei herauskommen, gehöre aber ganz eindeutig nicht dazu. Ich bin schon froh, mich halbwegs von der sogenannten Museumspose verabschiedet zu haben. Wobei **Ben** , und damit schließt sich der Kreis, hier auch nur so herumsteht, wie er aus der Packung entnommen wurde. Die Menge an Zubehör ist in diesem Fall sehr überschaubar. © Roman Jasiek ## Likeness: Auf den Punkt Ein ganz wichtiges Thema bei Figuren dieser Art ist ja die sogenannte Likeness, also die Ähnlichkeit mit dem dargestellten Charakter. Das ist bei einer Figur, die auf einem computergenerierten Charakter basiert, irgendwie blöd zu beurteilen. Natürlich sieht das **Ding** aus wie das **Ding**! (Ja, ich weiß, der Satz ist seltsam.) Alles andere wäre aber auch irgendwie merkwürdig. Was mir gut gefällt, ist dass **Hot Toys** es geschafft hat, die richtige Mimik für beide Kopfvarianten zu finden. **Ben** steht gerade bei uns neben **Loki** und **Sylvie** , ebenfalls von **Hot Toy** s, und wartet auf den Rest seiner Familie. Und beinahe wirkt es so, als würde er den Wortgefechten der Beiden, wie sie in der **Marvel-Serie Loki** zu erleben waren, stumm und teilnahmslos lauschen und sich denken: euch brennt doch der Helm! Steht stoisch neben seinen Kollegen in der Landschaft herum: Ben Grimm alias The Thing. © Roman Jasiek Meines Erachtens ist der **Figurenbude aus Hongkong** hier wieder eine richtig tolle Figur gelungen! Eine, die direkt nach dem Auspacken richtig viel Spaß macht. Dass wir noch keine hundertdrölfzig Varianten davon haben (looking at you, **Iron Man**), sondern hier quasi erstmals das **Ding** als Figur umgesetzt wurde, die – so seltsam das auch tönen mag – gleichermaßen film- als auch comicakurat wirkt, hat daran gewiss einen großen Anteil. **The Thing** hat das Potenzial zum heimlichen Liebling in der eigenen Sammlung. Ich freue mich nun auf den Rest der Gang (und **Galactus**!), die gerne so nach und nach eintrudeln dürfen. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 03/10/2026
Neuer Monat, neuer Bloggerschnack! Für diejenigen, die hier das erste Mal einschalten, eine kurze Erklärung. Beim Bloggerschnack handelt es sich um eine Aktion, die im Forum der Bloghexen ins Leben gerufen wurde. Jeden Monat wird ein Thema bzw. eine Fragestellung in den Raum gestellt, und wer […]
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Bloggerschnack Oktober 2026: Was habe ich durch das Bloggen über mich gelernt?
Neuer Monat, neuer Bloggerschnack! Für diejenigen, die hier das erste Mal einschalten, eine kurze Erklärung. Beim Bloggerschnack handelt es sich um eine Aktion, die im Forum der Bloghexen ins Leben gerufen wurde. Jeden Monat wird ein Thema bzw. eine Fragestellung in den Raum gestellt, und wer mag, beteiligt sich in Form eines passenden Blogartikels daran. Die Frage, die von Anja aufgemacht wurde, lautet: **Was habe ich durch das Bloggen über mich gelernt?** Wieder eine sehr spannende Frage, der ich nachfolgend mal nachzugehen versuche. Ich blogge seit 1998 oder 1999, den genauen Anfangstag hat die Zeit gefressen. Ist im Prinzip auch Wurscht. In der Zeit gab es sicherlich die ein oder andere Erkenntnis, auch wenn sie manches Mal erst in der Nachbetrachtung offenbar wurde. ## Die offensichtlichen Dinge Die offensichtlichen Dinge, die ich in dieser inzwischen schon sehr langen Reise gelernt habe: Ich kann schreiben. Und ich kann manchmal so schreiben, dass ich Menschen damit abhole, vielleicht begeistere, bewege, berühre oder einfach nur unterhalte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, dass, wenn jeder Mensch quasi über **die eine Kernkompetenz** verfügt, dies meine ist. Vom Verstehen zum Akzeptieren hat es dann wieder noch eine Weile gedauert. Ich habe nämlich unterwegs auch gelernt, dass Selbstzweifel zu mir gehören, auch wenn das mit den Jahren besser wurde. Heute kann ich sagen: Ich schreibe gerne. Und viel. Und lang. Gelernt habe ich auch, dass ich das sehr bewusst als Gegenentwurf zum derzeitigen Medienkonsum mache. In Zeiten, in denen gefühlt nur noch (Kurz-)Videos mit x-facher Wiedergabegeschwindigkeit konsumiert werden, will ich einen Gegenpol schaffen. Damit man mal kurz innehalten kann. Und ja, ich habe auch begriffen, dass ich lange, verschachtelte Sätze mag. Sorry! Aber **Thomas Mann** wäre gewiss begeistert gewesen. Weiterhin habe ich gelernt, dass ich Websites, wie ich sie mir vorstelle, sehr wohl dementsprechend ins Netz stellen kann. Ohne, dass mir am Anfang irgendwer erklärt hätte, wie das geht. Ich habe mir alles selbst beigebracht. Learning: Ich kann, wenn ich will. So lautete allerdings auch schon meine Beurteilung auf dem Endjahreszeugnis in der 1. Klasse: **Romans Leistungsbereitschaft ist stark interessenabhängig**. Vielen Dank, Frau Hense, das war vermutlich auf den Punkt. Ich bin nicht sicher, ob ich diese Eigenschaft nicht auch meinem Kind vererbt habe. ## Ich bin eine Schreibmaschine Das klingt vielleicht seltsam, aber es ist so: **Schreiben bzw. Bloggen ist die einzige Sache auf der Welt, für die ich nichts tun muss**. Das passiert irgendwie von alleine. Oft genug habe ich das Gefühl, dass ich mich von außen beobachte, wie ich meine Texte auf die Tastatur hämmere. Es kostet mich genau null Mühe, niemals Überwindung oder Argumente im Austausch mit dem inneren Schweinehund. Tatsächlich habe ich gelernt, dass es mich entspannt, mir Freude bereitet und zu meinen liebsten Zeitvertreiben gehört. Ein weiteres Learning ist, dass ich meine Themen selber finde(n kann). Und dass das, was in meinem Kopf ist, raus muss, wenn es reif ist. Es ist nicht zu beschreiben, daher nehmt das bitte ruhig so hin. Und noch etwas habe ich gelernt: Wenn ich einen Text angefangen habe, kann ich auch nicht aufhören, ehe er fertig ist. Unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, das funktioniert für mich nicht. Dann ist der Faden verloren, der Flow verschwunden und das, was ich erzählen wollte, irgendwo im Nirgendwo versackt. Es kommt dann auch nicht mehr zurück. ## Festhalten an Werten und Überzeugungen Vor allem hat mir die ganze Bloggerei aber auch aufgezeigt, dass ich **Werte, Prinzipien und Haltungen** habe, die mich wie in Stein gemeißelt ein Leben lang begleiten werden. Ich will das Fass an dieser Stelle nicht allzu weit aufmachen, daher nur ganz kurz: Wenn sich etwa ein Musiker aufgrund getätigter Äußerungen oder seines Verhaltens in die entgegengesetzte Richtung meines moralischen Kompasses bewegt, kann dieser Musiker nicht mehr Teil meiner Berichterstattung hier im Blog sein. Auch das habe ich gelernt: Die Trennung von Kunst und Künstler fällt mir schwer, vor allem wenn es bei Dingen ist, die mich eine ganze Weile so sehr im Inneren berührt haben, wie es bei der Musik der Fall ist. Oder war. Mittlerweile nimmt Musik keinen ganz so großen Platz in meinem Leben mehr ein. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ich habe in der Vergangenheit viele Blogs gestartet und bis auf diesen, den Ihr gerade lest, alle auch wieder eingestampft. In dem Zusammenhang zitiere ich aus einem **Olli-Schulz-Song** : _Die Party wurde abgesagt, die Story is' erzählt Spuren eines Lebens, das eh keiner checkt Und eigentlich wolltest du schon so lang weg Irgendwas ist nicht mehr richtig hier_ Das ging sogar schon mal so weit, dass ich dachte, **die Bloggerei komplett an den Nagel hängen** zu wollen. Was ich dann tatsächlich auch machte. Ungefähr drei Monate habe ich das ausgehalten. Danach bin ich mit einem Projekt, das ich Jahre zuvor eingestampft hatte, zurückgekommen. War dann irgendwann auch nicht mehr richtig, weil hier Ansprüche und zur Verfügung stehende Zeit nicht zu synchronisieren waren. Daraus folgte eine weitere Erkenntnis: Sichere oft und sichere viel! Viele Texte, die vor diesem Blog entstanden sind, hat ebenfalls die Zeit für immer gefressen. Weil ich kein Backup hatte. Ja, auch mit der **Wayback Machine vom Internet Archive** ließen sie sich nicht zurückholen. Falls die Frage aufkommt: Jau, dieser Blog fühlte sich schon direkt zu Beginn vor rund einem Jahr richtiger an als die allermeisten zuvor. Gerade denke ich, der ist gekommen, um zu bleiben. Vermutlich habe ich ihn auch deshalb unsterblich gemacht. Damit etwas von mir Geschaffenes bleibt, wenn ich nicht mehr bin. Die Schreiberei, auch das ist ein Lernprozess gewesen, ist im Prinzip meine Art, meinem Leben eine Bedeutung zu geben. ## Selbsttherapie In dem Zusammenhang habe ich noch eine weitere, ganz wichtige Erkenntnis aus fast 30 Jahren Bloggerei gezogen: Schreiben bzw. Bloggen ist vielfach auch mein Innerstes nach außen gekehrt. Eine Form der Selbsttherapie sozusagen. Jeder Psychotherapeut wird Euch vermutlich erklären, dass man aufschreiben soll, was einen bewegt. Den Kopf von Ballast befreien, damit man Kapazitäten für andere Dinge hat. Deswegen gibt es hier nie „nur eine Comic-Review“ oder „nur eine Vorstellung eines tollen Albums“. Das geht oft viel tiefer und beinhaltet nicht selten persönlichen Schnack aus meinem Leben. ## Gegen die allgegenwärtige Miesmuffeligkeit Eine weitere Erkenntnis: Ich habe viel Freude daran, Menschen zu begeistern. Sie daran teilhaben zu lassen, wenn ein Film, ein Comic, ein Album oder was weiß ich mir gut gefallen und mir eine gute Zeit beschert hat. Das kann es für Euch ja möglicherweise auch, deswegen rede ich hier darüber. Und weil das so ist, findet Ihr hier im Verhältnis nur wenig Verrisse. Dieses ewige Rumgemaule geht mir in der echten Welt mittlerweile nur noch auf den Saque. Die Gesichter der Menschen werden immer länger, alle sind nur noch enpissed, dabei gibt es so oft auch schöne Sachen zu entdecken. Manchmal muss man nur dichter heranzoomen und das große Ganze somit aus dem Fokus verlieren. Je dichter man dran ist, umso schöner können Dinge sein. Außerdem habe ich ja kürzlich gelernt, wie plötzlich und unerwartet das Leben vorbei sein kann. Wollen wir da unsere Zeit wirklich damit verschwenden, immer alles kacke zu finden? Ich nicht. Und damit schließe ich diesen neuerlichen kleinen Einblick mit folgendem Nachtrag, der mir gerade passend erscheint: Am gestrigen 2. Oktober war der **Tag des Lächelns**. Ins Leben gerufen 1999 vom Grafiker **Harvey Ball**. Der Mann, der bereits 1963 das bekannte, gelbe Smiley-Gesicht erfunden hatte, um die Stimmung in der Versicherung, für die er arbeitete, zu verbessern. © Claude Meine Liebste erklärt mir auch immer, ich soll mehr lächeln. Und vielleicht sollten wir das alle mehr beherzigen, nicht nur am 2. Oktober eines Jahres. Dann, und auch das ist eine Erkenntnis, verlieren viele Dinge, die uns miesmuffeln lassen, ihre Grundlage. Auch das ist eine Erkenntnis.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 02/10/2026
Reactions und Inhaltswarnungen – alles über das Wie, Was, Warum und überhaupt und sowieso erfährst Du in diesem Beitrag.
romanjasiek.de
Jetzt neu im Blog: Reactions und Inhaltswarnungen (Content Warnings)
Aufgemerkt, liebe Leute! Es gibt neue Spielereien, die ich in den vergangenen Tagen in den Blog eingebaut habe. Da ich immer noch in der Klinik hocke, aus vermutlich inzwischen hinlänglich bekannten Gründen, habe ich momentan ziemlich viel Tagesfreizeit. Und zumindest in dieser Woche sind die Ideen nur so gesprudelt. Was ist also neu? ## Reactions Ihr kennt es von Social Media, aus so ziemlich allen Messengern und überhaupt und sowieso: Reactions. Mittels Emojis könnt Ihr Eure Gefühle zu einem Beitrag, einer Nachricht, einem Video oder was weiß denn ich noch alles ausdrücken. Die bekannteste aller Reactions dürfte wohl der erhobene Daumen drüben bei Facebook sein. Ich habe mir überlegt, dass ich so etwas hier im Blog auch haben möchte. Allerdings hatte ich keinen Bock auf die Standard-Reactions. Und noch weniger Bock hatte ich auf die Möglichkeit, dass Leser mit dem „Deppen-Smiley“ reagieren, selbst unter Beiträgen, wo es nun wirklich nicht angebracht wäre. Ich denke da an meine jüngsten Tagebucheinträge bezüglich des Kammerflimmerns. Ihr werdet es auf Social Media sicherlich oft genug beobachten: Ganz gleich, wie schrecklich eine Nachricht ist - es dauert meist nicht lange, bis irgendwelche Gestalten aus den hinterletzten Löchern gekrochen kommen und den Lach-Smiley verwenden. So etwas will ich hier in meiner Stube nicht haben. Eine Haha-Reaction sucht man also vergeblich. Weiterhin wollte ich gerne, dass nicht unter jedem Beitrag der immer gleiche, in Summe doch sehr überschaubare Satz von Reactions angezeigt wird. Was eine passende Reaktion unter einem Reisebericht sein mag, könnte bei einer Buchrezension vollkommen fehl am Platz sein. Und so weiter. Also gibt es je Kategorie (Bücher, Filme, Comics, …) einen eigenen Satz Reactions, aus denen Ihr wählen und bei Lust und Laune Eure Empfindung zum Geschriebenen ausdrücken könnt. Es ist dies erst einmal ein Feldversuch. Gut möglich, dass die vorhandenen Reactions im Laufe der Zeit noch angepasst oder vielleicht sogar erweitert werden. Ein Hinweis an alle, die sich meine Beiträge per Mail zuschicken lassen und daher den Blog selbst nicht aufrufen: Aufgrund der technischen Limitierung von E-Mails funktionieren diese Reactions nur im Blog selbst. Aber auch am Ende eines jeden Newsletters habt Ihr ganz rudimentär die Möglichkeit, mittels Daumen Eure Meinung zu verkünden. Auf diesem Screenshot sind die Reactions und die Inhaltshinweise in Aktion zu sehen. Und ja, es handelt sich um ein Medium, das ich hier im Blog schon besprochen habe. Es handelt sich um eine Comic-Review. Ihr dürft gerne raten, um welche es sich handelt. © Roman Jasiek ## Inhaltshinweise (oder: Content Warnings) Hier habe ich mich von den Einblendungen, die man bei Streaming-Diensten zu sehen bekommt, inspirieren lassen. Es ist Euch sicher schon aufgefallen, dass bei Filmen oder Serien kurze Schlagworte eingeblendet werden (so zum Beispiel „Gewalt“ oder „Tabakkonsum“ usw.), die vorab darauf aufmerksam machen, dass der nachfolgende Inhalt möglicherweise das Potenzial hat, entsprechend sensible Menschen damit zu triggern. Diese Hinweise habe ich übernommen und versuche, sie nach bestem Wissen und Gewissen den jeweils besprochenen Medien zuzuordnen. Damit eben Menschen, die nicht unvorbereitet mit bestimmten Inhalten konfrontiert werden möchten, ohne Vorwarnung beispielsweise an einen Comic herangehen, nur weil sie meine Review neugierig gemacht hat. Und dann mit den Ohren schlackern, weil ihnen niemand etwas gesagt hat, was dort passiert. Bei den Schlagworten für die Hinweise orientiere ich mich an gängigen Standards. ## 18+ Nun schreibe ich hier immer wieder über Filme, Spiele, Comics usw., die so manches Mal ganz eindeutig nicht in die Hände von Kindern gehören. Sicherlich, es gibt diverse Kontrollinstanzen (FSK, USK usw.), die Hinweise und Vorgaben liefern. Aber das ist eben meines Wissens nur bei Filmen und Computer- bzw. Videospielen der Fall. Wenn aber in Comics die Post abgeht, liegen diese oft nicht einmal verschweißt und ohne jeden Hinweis auf die Alterseignung in Buchhandlungen und Comicläden herum. Wenn ich, und hier habe ich gewiss auch ein bisschen die Brille eines Papas auf, der Meinung bin, ein bestimmtes Buch oder ein bestimmter Comic ist für Leute unter 18 eindeutig nicht geeignet, platziere ich einen entsprechenden Hinweis unterhalb des Artikels. Das kann von den manchmal vorhandenen Empfehlungen oder gar Freigaben durch die FSK (als Beispiel) abweichen und ist keine Wertung, sondern auch hier nach bestem Wissen und Gewissen eine Empfehlung. Weitere Details zu den Inhaltshinweisen findet Ihr hier. Ich bin noch nicht durch, alle Artikel entsprechend zu sichten und zu verschlagworten. Kann auch noch ein paar Tage dauern, aber ich bemühe mich, das zügig über die Bühne zu bringen.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 01/10/2026
Der Photo Dump des vergangenen Monats.
romanjasiek.de
Photo Dump 09/2026
Der vergangene Monat war sehr geprägt von meinem Aufenthalt im Krankenhaus nach meinem Herztod sowie der anschließenden Reha. Ich habe mich bemüht, hier nicht nur Fotos vom Krankenhausessen zusammenzutragen. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 29/09/2026
Vor einem Monat erlitt ich ein Kammerflimmern und musste zehn Minuten lang reanimiert werden. Wie es mir seitdem ergangen ist, erzähle ich hier. Zudem sortiere ich das seitdem herrschende Chaos in meinem Kopf.
romanjasiek.de
Mammutherz, oder: Mein Weiterleben nach dem Herztod
1 von 10. Das ist die blanke Zahl, die reine Statistik. Wenn man danach **googelt** , wie viele Menschen statistisch ein primäres Kammerflimmern überleben, dann erklärt einem **Googles KI** ganz nüchtern: „Statistisch gesehen überleben von 10 Personen, die außerhalb eines Krankenhauses ein Kammerflimmern erleiden, im weltweiten Durchschnitt nur etwa 1 bis 2 Menschen.“ Ob man überlebt, ob man von der anderen Seite noch einmal zurückkommen darf, hängt ganz wesentlich davon ab, ob und welche Hilfe man erhält. Bekommt man in der ersten Minute Hilfe und es wird sofort eine Defibrillation durchgeführt, liegt die Wahrscheinlichkeit, danach weiterzuleben, bei 90 %. Erfolgt die Hilfe nur drei bis sechs Minuten nach dem Auftreten des Kammerflimmerns, sinkt die Überlebensrate bereits auf 74 % bis 50 %. Oder anders: Ohne lebensrettende Maßnahme sinkt die Wahrscheinlichkeit, aus so einer Nummer lebendig herauszukommen, pro Minute um 7 bis 10 %. Kurz gesagt: Nach einem derartigen Kollaps ist ohne Hilfe nach ungefähr zehn Minuten für immer Feierabend. Und ob man diese lebensrettende Hilfe bekommt, hängt wiederum sehr davon ab, dass Dritte das eigene Systemversagen bemerken. 12 Stunden, nachdem ich in Bottrop zusammengebrochen bin. Ich habe wenig bis keine Erinnerung von Samstag, dem Tag des Kollapses, bis Mittwoch. © Roman Jasiek ## Ich bin einer von zehn Unfassbares Glück, das ist es wohl, was ich hatte. Mein Herz ist ausgerechnet dort ausgestiegen, wo sofort nicht nur meine Liebste und bester Schutzengel, den man sich denken kann, in Personalunion anwesend war und es direkt mitbekommen hatte, dass ich aus dem Leben ausgestiegen war. Sondern auch Ersthelfer und kurze Zeit später ein Krankenwagen, Notarzt und ein Defibrillator. Zehn Minuten Wiederbelebung, Rückholung von der anderen Seite. Heute kann ich auf dem Bett meines Zimmers in der Reha-Klinik liegen, diese Buchstaben auf meinem Laptop einhämmern, und über all das nachdenken. Wäre es zwei Wochen zuvor passiert, bei unserer letzten Wanderung durch den Harz: Ich wäre ganz gewiss nicht mehr am Leben. Das ist einer der Gedanken, die immer wieder hochkommen und die ich ganz bewusst beiseiteschieben muss. Hätte passieren können, ja, ist es aber nicht. Sondern genau dort, an jenem Sommerabend in **Bottrop** , mehr oder weniger direkt vor einem Krankenhaus. Es sollte wohl passieren, und das aber offensichtlich direkt dort, wo unmittelbare Hilfe verfügbar war. Eine Woche lang haben die Ärzte gerätselt, gemacht und getan und viel hin und her überlegt, was für mich wohl die beste Lösung sein könnte. Eine Woche nach dem Herztod lautet sie: Lebensversicherung in Form eines subkutanen Defibrillators. © Roman Jasiek ## Ein gestohlenes Leben? „All of you… have lived stolen lives. And now you must give them back…“ Das sind die Worte, die **Marvels Erzbösewicht Doctor Doom** im Trailer zu **Avengers: Doomsday** spricht. Und sie hallen wie ein sehr unangenehmes Echo in meinem Koppe nach. Denn auch das ist einer dieser Gedanken, die immer wieder hochkommen und die mich beschäftigen. Habe ich Glück gehabt? Oder ist es nun ein gestohlenes Leben, das ich führe, weil meine Zeit eigentlich an jenem 29. August 2026 abgelaufen war? Der rationale Teil in mir weiß natürlich, dass das Quatsch ist. Glück gehabt? Ja, ganz sicher. Schicksal? Ach naja… Aber dennoch: Wer dem Schnitter so knapp entkommen ist, wird sicher manches Mal darüber sinnieren, ob nicht statt einem selbst jemand anderes das (Weiter-)Leben mehr verdient hätte. Mehr als eine Woche lang war dieses Zimmer im Knappschaftsklinikum in Bottrop meine Herberge. © Roman Jasiek ## Oder doch: Eine zweite Chance, ein zweites Leben? Zu sagen, der Herztod wäre vollkommen überraschend und unvorhergesehen passiert, ist nur Teil der Wahrheit. Habe ich zuvor ein gesundes Leben geführt? Oh, ich will mal so sagen: Ich war auf dem Weg dorthin. Aber wie sich manche vielleicht erinnern, hat meine Apple Watch um den Jahreswechsel herum angefangen, mich darauf hinzuweisen, dass mit meinem Blutdruck etwas nicht in Ordnung sein könnte. Wie sich herausstellte, hatte meine **Watch** damit vollkommen recht. Medikamentös eingestellt dachte ich, ich hätte die Sache im Griff, alles sei mit ein paar Pillchen, die ich morgens und abends einnehme, geregelt. © Video-Telefonie mit dem Kind. Den Humor haben wir alle nicht verloren. © Roman Jasiek An jenem Abend, als der Kollaps passierte, war ich mit Nicole auf dem **Nachtmammutmarsch im Ruhrgebiet** unterwegs. Ich fühlte mich gut. Keine Beschwerden irgendeiner Art. An jenem Abend kam der Kollaps also tatsächlich überraschend, plötzlich und unvorhergesehen. Wie lange ich schon viel zu hohen Blutdruck hatte, weiß ich nicht. Aber wenn mir mein Hausarzt nach dem Zwischenfall erklärt, ich hätte das Herz eines 60-Jährigen und nicht eines 44-Jährigen, dann ist anzunehmen, dass der hohe Blutdruck schon eine ganze Weile seine destruktive Wirkung entfaltete. Das in Kombination mit ein paar anderen (Blut-)Werten sowie ein paar strukturellen Herzschwächen et voilà, fertig ist der Herztod, der mich ereilte. © Schon am Tag nach der OP durfte ich wieder nach Hause. Zwar mit starken Schmerzen noch und in etwa so geschmeidig wie ein Wäschesack, aber hey – Hauptsache nach Hause! © Roman Jasiek Am Ende spielt es aber auch nur eine untergeordnete Rolle. **Ich sollte an jenem Abend ganz offensichtlich noch nicht sterben.** Der eine von zehn sein. Ich sollte eine zweite Chance zum Leben erhalten. Um dieses mit meinen Lieblingsmenschen bestmöglich zu genießen. Und das so lange, wie es eben von nun an noch andauert. Das ist der Gedanke, der ebenfalls immer wieder hochkommt und an den ich mich klammere, wenn ich fürchte, dass ich all den schrecklichen Gedanken zu viel Raum gebe. Meistens gelingt es mir gut. Für die Momente, in denen es mir nicht gelingt, bin ich froh, dass meine Lieblingsmenschen, allen voran Nicole, (nicht nur) meine seelische Stütze sind. Ich bewundere sie und meine Familie für die Kraft, die sie in diesem ersten Monat aufgebracht haben, und bin sehr dankbar. Hier verbringe ich gerade meine Tage und bereite mich darauf vor, wieder dauerhaft ins Leben und in den Alltag entlassen zu werden. © Roman Jasiek ## Die Angst in meinem Nacken Hier in der Klinik bewege ich mich inzwischen wieder recht sicher. Klar, es wäre zur Not ja immer auch Fachpersonal in der Nähe, das Hilfe leisten könnte. Zudem habe ich mit dem **subkutanen Defibrillator** , der mir am 7. September 2026 implantiert wurde, eine Lebensversicherung. Das**S‑ICD-abgekürzte Gerät** überwacht rund um die Uhr mein Herz. Wenn es wieder zu einem Kammerflimmern kommen sollte, springt dieses Gerät an und verpasst meinem Herzen einen Schock, so wie es dessen große Brüder tun würden. Das Essen ist super hier! Portionen könnten größer.. ach nein, ich soll ja künftig kleinere Portionen konsumieren. #nagut © Roman Jasiek An den Wochenenden bin ich wegen des geteilten Sorgerechts immer zu Hause. Von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag. Und sobald ich zu Nicole ins Auto steige (ich darf selbst nicht fahren, ich habe aufgrund des Vorfalls zunächst mal drei Monate Fahrverbot), steigen auch diverse Ängste mit ein und setzen sich auf die Rückbank. * Was, wenn es wieder passiert? * Merke ich es dann, wenn das Gerät auslöst? * Kündigt sich das vorher an? * Funktioniert es überhaupt ordnungsgemäß? * Was, wenn ich ein Montagsmodell erwischt habe, das just dann, wenn es drauf ankommt, aufgrund einer technischen Panne versagt? * Kann ich etwas tun (oder eben nicht tun), um ein neuerliches Kammerflimmern zu verhindern? * Und selbst, wenn das Gerät auslöst und tut, was es soll – was passiert danach? Ist es dann wieder gut? Reicht die Zeit bis zum Eintreffen eines Arztes? Nur ein paar der Fragen, die mir dann durch den Kopf gehen. Neulich war ich mit Nicole im Kino zu **Avengers: Endgame**. Einer meiner Lieblingsfilme. Aber auch diese permanente Bespaßung durch meine Lieblingshelden hat nicht ausgereicht, dass ich mich außerhalb der Klinikmauern sicher fühlte und entspannen konnte. Ich bin hier in der Klinik auch in psychologischer Betreuung. Logisch, ein solches Extremerlebnis, die schlimmste denkbare Form des Kontrollverlustes, steckt man nicht einfach so weg. Es wird noch eine ganze Weile dauern, sagte die Psychologin, bis die Ängste sowie die Nachwirkungen des Kollapses in den Hintergrund geraten und mich nicht mehr so belasten, wie sie es derzeit tun. Ihr habt ja keine Vorstellung davon, wie gut nach so einer Geschichte das allererste Eis schmeckt! © Roman Jasiek ## Da hinten wird’s hell Nachdem ich nun lang und breit darüber philosophiert habe, was mich beschäftigt, und mir dabei vor allem auch die negativen Seiten von der Seele geschrieben habe, möchte ich mit dem obigen Zitat vom **Ankerherz-Verlag** den Schlenker hin zu den positiven Dingen lenken. Das Leben hat mir eine zweite Chance gegeben, um genau das zu tun: zu leben. Die Wochenenden verbringe ich, wie zuvor erwähnt, daheim. Mein Kind ist immer da, Nicole sowieso und auch immer Teile von Nicoles Familie sowie auch meiner eigenen. Das sind schöne Wochenenden. Mein Schutzengel und Lebensretter und ich bei einem Spaziergang um den örtlichen See, nahe der Klinik. © Roman Jasiek Ich bin noch nicht so fit, wie ich es vor dem Kollaps war. Die Operationsnarben schmerzen immer mal wieder noch, aber auch das wird weniger. Der Schlaf ist auch oft noch viel zu früh vorbei, dafür aber kann ich mich ja tagsüber ein bisschen ausruhen. Ich versuche, meinen Teil der Hausarbeit so zu erledigen, wie ich es zuvor getan habe, und es gelingt mir von Woche zu Woche besser. Ich habe alle Unterstützung, die ich brauche und mir nur wünschen kann. Zudem habe ich sowohl während meines Krankenhausaufenthalts als auch hier in der Reha-Klinik Besuch von meinen engsten Freunden bekommen, teilweise mit **gedecktem Apfelkuchen** im Gepäck. Fragt mich nicht, warum, aber ich glaube, mit meiner Rückkehr ist auch nicht erklärbarer Heißhunger auf gedeckten Apfelkuchen mitgekommen. Eine kleine Auszeit vom Reha-Geschehen führte uns ins Kino zu Avengers: Endgame Encore. Die Angst saß allerdings noch mit mir im Kino. © Roman Jasiek Das alles gibt mir sehr viel Kraft. Und Zuversicht. Und am Ende des Tages ist es das, was all die Zweifel und Ängste überschattet. Auch dafür bin ich dankbar. Sehr. ## Die Sache mit den Vorsätzen Kennen wir alle: Am Neujahrsmorgen kommen die guten Vorsätze ins Spiel, was man im neuen Jahr alles erreichen möchte. Mehr Bewegung/Sport, weniger ungesunde Lebensmittel, wenig bis gar keinen Alkohol, abnehmen und so weiter und so fort. Die Liste ließe sich lange fortsetzen und jeder von uns findet sich in diesem oder jenem Punkt wieder, da bin ich sicher. Auch ich habe mir an so manchem 1. Januar dieses oder jenes vorgenommen. Und auch jetzt gibt es natürlich verschiedene Dinge, die ich künftig anders machen möchte, und zu einem ganz wesentlichen Teil hängen sie mit der Ernährung zusammen. Keine Frage, manches Mal wird es auch für mich trotz meiner Geschichte schwierig werden. Schlechte Gewohnheiten lassen sich eben viel leichter angewöhnen und viel schwerer wieder abgewöhnen, als umgekehrt die guten. Aber auch in dieser Sache bin ich sicher: Wann immer mich der innere Schweinehund piesackt, wird mich das kleine Gerät, das unterhalb meiner linken Achsel, etwa in Höhe des Rippenbogens, unter meiner Haut seinen Dienst verrichtet, stumm daran erinnern, was war. Und daran, dass ich zwar eine zweite Chance bekommen habe, aber nicht darauf wetten sollte, im Zweifelsfall auch noch einen dritten Versuch zu erhalten. © Roman Jasiek ## Nächste Ausfahrt: Leben Pläne habe ich noch ganz viele und betrachte das auch als gutes Zeichen. Eine schöne Zeit mit meinen Lieblingsmenschen verbringen möchte und werde ich, lieber einmal zu viel als zu wenig. Ich schätze, wir alle haben gerade gelernt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Langfristig: Mein Kind aufwachsen sehen und miterleben, wie aus einer kleinen eine große Persönlichkeit wird, die einen eigenen Weg geht. Loki und Sylvie passen jetzt auf uns, unser Zuhause und unseren Zeitstrahl auf. © Roman Jasiek Kurzfristig: Oh, Ideen und Pläne haben Nicole und ich viele. Zum Beispiel freuen wir uns auf diesen Urlaub und auf jenen, auf noch mindestens zwei weitere Kinobesuche in diesem an Kinobesuchen nicht armen Jahr (**Dune 3** und natürlich **Avengers: Doomsday**). Auf eine Fortsetzung unserer kulinarischen Entdeckungsreise durch die zahlreichen Restaurants hier, dort und überall. Konzertkarten für das kommende Jahr haben wir auch schon ein paar. Auf dem Plan stehen neben den **Ärzten** auch die Abschiedstour der **Fantastischen Vier**. Und **Roland Kaiser** in der **Autostadt in Wolfsburg** , jawoll! Außerdem auf dem Zettel: Weniger aufregen, ärgern und/oder sorgen über die Dinge, die außerhalb meines und unseres Einflussbereichs liegen. Stichwort Circle of Influence und so. Und dann ist es ja auch so: Ich bin als Buchstabenalleinunterhalter dieses Blogs noch lange nicht fertig! 🖖 © Roman Jasiek Schutzengel, Glück (im Unglück), Schicksal, die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort, ... Ich könnte sicherlich viele Erklärungen finden, warum ich noch hier sein darf. Die schönste, die mir einfällt, ist aber: Durch die Kraft der Liebe (looking at you, Nicole ❤️) bin ich noch hier. In diesem Sinne: Passt gut auf Euch und auf Eure Lieblingsmenschen auf. Und checkt Euren Blutdruck fortan regelmäßig.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 27/09/2026
Ich lese viel in anderen Blogs. Mittlerweile mehr, als Beiträge auf Social Media zu verfolgen. Für mich kommt dort einfach mehr persönlicher Inhalt rüber. Zudem entscheidet dort nicht ein Algorithmus, was ich zu sehen bekomme. Blogs, die mich interessieren, folge ich auf verschiedene Weise […]
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Blogparade: »Was sammelst du?« Einblick in meine Sammlung
Ich lese viel in anderen Blogs. Mittlerweile mehr, als Beiträge auf Social Media zu verfolgen. Für mich kommt dort einfach mehr persönlicher Inhalt rüber. Zudem entscheidet dort nicht ein Algorithmus, was ich zu sehen bekomme. Blogs, die mich interessieren, folge ich auf verschiedene Weise: entweder als Bookmark, über RSS oder, was mir persönlich am liebsten ist, via Newsletter. Und immer wieder inspirieren mich andere Blogs zu eigenen Beiträgen. Das ist übrigens etwas, was mir an dieser sogenannten Bloggosphäre mit am meisten gefällt. Neulich las ich drüben bei Saphirija auf ihrem Weltenwanderer Blog einen Artikel, der förmlich nach mir zu rufen schien. Denn sie stellte im Rahmen ihrer **Bloggerparade** die Frage: Was sammelt Ihr? Und warum? Ha! Wer mein Tun hier einigermaßen aufmerksam mitverfolgt, wird wissen, dass das exakt das Stöckchen ist, über das ich nur zu gerne springe. Daher hole ich nur noch mal kurz Luft und los geht’s! Der Trieb, irgendwelche Dinge zu sammeln, nur damit sie in meiner Bude herumstehen, von mir beglotzt und bestaunt und ansonsten regelmäßig von Staub befreit werden, ist außerordentlich stark ausgeprägt bei mir. Ich denke, das kann ich so sagen, ohne dabei rote Ohren zu bekommen. © Roman Jasiek ## Zuerst war da He-Man… Und das war gefühlt auch irgendwie immer schon so. Damals™, als ich noch ein kleiner Steppke war, ging meine Sammelleidenschaft in Richtung Actionfiguren. So richtig überraschen dürfte es die wenigsten (Stamm-)Leser, dass hier meine größte Leidenschaft in Richtung **Star Trek** ging. Von den unzähligen Figuren, die die Firma **Playmates Toys** in den 1990er Jahren produzierte, bevölkerten so einige mein Kinderzimmer. Daneben: **Star-Wars-Actionfiguren**. Natürlich. Für die hatte ich seinerzeit aber nicht sonderlich viel übrig. Die Leidenschaft für **Star Wars** kam erst später. Und selbstverständlich: **He-Man** bzw. **Masters of the Universe**. Genau weiß ich es nicht mehr, würde aber behaupten wollen, dass meine ersten Actionfiguren mit **Prinz Adam** , **Skeletor** & Co. zu tun hatten. Vermutlich würde ich heute nicht sehr viel größere, sehr viel teurere Figuren zu meinen Mitbewohnern zählen, hätten meine Eltern mir damals nicht irgendeine **He-Man-Figur** ins Kinderzimmer gestellt. Aber weil ich eben diese Männeken als Kind hatte und sie damals meine Fantasie beflügelten, habe ich heute sehr viel Spaß mit der gelungenen Umsetzung als Kinofilm gehabt. ## …dann kamen die Comics… Die ganzen Figuren habe ich später, als junger Erwachsener, alle verbimmelt. Das Interesse war weg. Oder nein, es wurde abgelöst von etwas, in das ich auch sehr viel Geld investiert habe: Comics. Auch nicht so überraschend, wenn man sich die Themen dieses Blogs anschaut, oder? Als Azubi im Buchhandel führten mich meine Wege in den frühen 2000ern jeden Monat zu **Modern Graphics nach Berlin-Kreuzberg** , wo ich mein gesamtes Azubi-Gehalt in die bunten Heftchen investierte. Es reichte damals nicht aus, einen Comic nur einer bestimmten Figur, einer bestimmten Reihe oder eines bestimmten Autors oder Zeichners wegen zu kaufen. Nö, die **US‑amerikanischen Comicverlage** fanden in jener Zeit heraus, dass sich mit sogenannten Variant-Covers zusätzlich Geld aus den Taschen dafür empfänglicher Personen ziehen ließ. Also aus meinen. Der Inhalt zwischen Heft A und B war kein anderer, lediglich das Cover unterschied sich. Aber wat willste halt machen, wenn es von Variante B eben nur 500 Stück weltweit gibt! Und Variante C mit Hochglanz und Metalleffekten aufwartet, während Variante D sogar noch vom Zeichner signiert wurde! Da kann man als ernsthafter Sammler doch nur noch sagen: Shut up and take my money, hömma! Teilweise hatte ich auf der U-Bahnfahrt zurück nach **Friedrichshain** seinerzeit ganz schön zu schleppen, das kann ich Euch sagen! Comics sind übrigens nach wie vor fester Bestandteil meines Lebens. Diese Fotos sind aktueller, spiegeln aber nicht einmal einen Bruchteil der Sammlung wider und sind auch vor meinem Umzug zu meiner Liebsten entstanden. © Roman Jasiek ## …dann Magic: The Gathering Auch das Interesse an Comics flachte zwischendurch mal ab und wurde von etwas anderem abgelöst, was mich lange begleitete: Musik. Dazu gleich mehr. Zwischendurch gab es noch einen kurzen Exkurs in die Welt der Sammelkartenspiele, namentlich: **Magic: The Gathering** , was ich gelegentlich sogar auch zockte. Aber so richtig wollte der Funke nie überspringen, da mein Freundeskreis dafür nicht sonderlich empfänglich war und nur mit den Karten spielte, die sich in meiner Sammlung fanden. Das war also insgesamt kaum mehr als ein Hineinschnuppern in eine Welt, die sich anderenfalls vermutlich als Fass ohne Boden entpuppt hätte. Das war definitiv noch ein anderes Leben, lange ist's her. © Roman Jasiek ## …und dann die Musik Nicht zuletzt durch meine Tätigkeit als Blogger kam dann die Musik – und blieb lange. Und ein bisschen vergleichbar mit der Variant-Cover-Sammelei bei Comics wurden bei Musik nicht nur die normalen CDs gekauft und eingeschweißt ins Regal gestellt. Nö, wenn es auch noch irgendeine Form von Limited Edition gab – und leider Gottes gab es die sehr häufig –, wurde natürlich zusätzlich auch noch diese angeschafft. Je nachdem, wie wichtig mir ein Künstler oder eine Band war, auch alle verfügbaren Versionen. Das ging bis zu Importen aus dem Ausland, so ich diese irgendwie in meine schwitzigen Griffel bekommen konnte. Gehört habe ich die Musik von diesen Tonträgern aller Geschmacksrichtungen selbstverständlich nie. Stattdessen wurde entweder die Musik für den Konsum noch bei **iTunes** gekauft (die Industrie hat echt gut an mir verdient!) oder mittels des Promo-Materials (CD oder Download), das mir die Labels zur Verfügung gestellt hatten. Aber auch diese Begeisterung verebbte irgendwann. Aus vielerlei Gründen, die oft mit Enttäuschungen über die kunstschaffenden Personen zu tun hatten, hat Musik heute nicht mehr den gleichen Stellenwert für mich wie noch vor der Pandemie. Wenn nicht **Taylor Swift** angeschrieben steht, ist das Interesse mittlerweile oft leider nur noch überschaubar. Abgelöst wurde die Musik während der Pandemie von etwas anderem, quasi einer Art „Back to the roots“. Figuren nämlich. ## Und jetzt sind da (wieder) Figuren: groß, teuer und unfassbar gut! Zunächst investierte ich mein sauer verdientes Milchgeld in **Star-Wars-Figuren.** Die Firma **Hasbro** hatte nämlich irgendwann die sogenannte **Black Series** auf den Markt gebracht. Deutlich größer als die Plastikkumpel, die ich seinerzeit in meinem Kinderzimmer herumstehen hatte, und auch deutlich detaillierter. Und wie sich das für einen echten **Black-Series-Sammler** gehörte (jedenfalls war das immer meine Vermutung), wurden diese Figuren niemals ausgepackt. Natürlich nicht, schließlich betrachtete (und tue es noch heute) ich meine Figurensammlung gewissermaßen auch als eine Art Wertanlage. © Roman Jasiek Die **Black-Series-Figuren** (u. a. **Mando** in allen möglichen Varianten (erkennt Ihr ein Muster?)) wurden nicht nur nicht ausgepackt, sondern zudem in eigens dafür angefertigte kleine Acrylboxen gepackt. Damit sie vor UV-Strahlung, Staub und zwischenzeitlich ebenfalls in den Haushalt eingezogene Kleinkinderhände geschützt waren. Von diesen Figuren hatte ich so einige angesammelt. Ein paar davon waren günstige Anschaffungen, andere… nicht. Und auf der Suche nach neuen… äh… Inspirationen, welcher Sternenkrieger als nächstes einziehen könnte, wurde ich auf Figuren der Firma **Hot Toys** aufmerksam. Mit einer Größe von rund 30 cm um einiges größer, als das, was ich bisher kannte, und preislich ungefähr 10‑mal so teuer. © Roman Jasiek Lange tigerte ich virtuell in den Shops herum. Überlegte, ob ich es mal wagen sollte, eine derart teure Figur zu kaufen. Und irgendwann tat ich es. Bestellte meine allererste Figur der Firma **Hot Toys** : einen **Spider-Man** , der einem **Spidey** aus einem der Videospiele von **Insomniac** nachempfunden war. Mit einem Preis von mehr als 250 Euro teurer als vieles, was ich in meiner Laufbahn als Sammler je gekauft hatte! Dieser **Spidey** kam – und da war es im Prinzip um mich geschehen. Nie zuvor hatte ich etwas gesehen, das derart beeindruckend war hinsichtlich der Ähnlichkeit (oder Likeness, wie man, so lernte ich es später, in Fachkreisen nennt), der verwendeten Materialien (viele Figuren sind in filigran genähten Stoffgewändern gekleidet und nicht einfach nur 100% Plastik), der Details, der Präsenz und so weiter… – ich war geflasht! Das Interesse an meinen B**lack-Series-Figuren** war von jetzt auf gleich komplett erloschen. Ich wusste: Mein Leben als Sammler würde fortan nur noch mit diesen Sixth-Scale-Figuren – denn das ist der Maßstab dieser kleinen Leute: 1:6 – von **Hot Toys & Co**. weitergehen! © Roman Jasiek ## Figuren im Maßstab 1:6 verfügen über einen hohen WAF Zum Glück bestätigte sich meine Vermutung, mit den **Black-Series-Figuren** eine Wertanlage herumstehen gehabt zu haben. Daher konnte ich mit dem Erlös dieser Figuren einen ersten Grundstock an neuen, viel größeren und in jeder Hinsicht viel, viel besseren Figuren anschaffen. Und heute? Bin ich so richtig drin in diesem Game! (Wer behauptet, ich sei hier in einen Kaninchenbau gefallen und nie wieder herausgekommen: stimmt!) © Roman Jasiek Derzeit liegt mein Sammelschwerpunkt wieder auf **Star-Trek-Figuren** (Ihr erkennt doch aber spätestens jetzt ein Muster, oder?), die von einer Firma namens **EXO-6** in relativ kleiner Auflage produziert werden. Mittlerweile ist mein **Sternenflottenmuseum** auch entsprechend angewachsen; derzeit wohnen über 20 dieser kleinen Leute bei uns. Einige weitere sind vorbestellt, eventuell auch schon auf dem Weg aus **Hongkong** zu uns. Daneben, und damit kommen wir zum Knackpunkt und der Frage nach dem Warum, sammle ich **Marvel** , ein bisschen **DC** und Film- bzw. Kinohelden meiner Kindheit. © Roman Jasiek Diese Figuren, die selbst von denen mit einiger Faszination bestaunt werden, die sonst für solcherlei Firlefanz so rein gar nichts übrig haben, bringen mir Freude. Sie bewahren für mich Erinnerungen an meine Kindheit. Sie stehen stellvertretend für die Charaktere, die sie repräsentieren, und welche Vorbildfunktion oder Inspiration sie für mich haben. Wie andere Leute stundenlang vor einem Aquarium hocken können und dabei zusehen, wie Fische mit leerem Gesicht lustige Blubberblasen machen, während sie von A nach B und wieder zurückschwimmen, so kann ich stundenlang vor meinen Figuren sitzen oder stehen, die vielen feinen Details bewundern und wie echt sie manchmal trotz der immer noch recht kleinen Größe wirken. Und fühle dabei inneren Frieden. © Roman Jasiek Übrigens: Wenn es nicht gerade professionelle Produktfotos sind, bringen nur die wenigsten Fotos wirklich rüber, wie mega cool die Figuren wirklich sind, wenn man sie in der Hand hat und live und in Farbe bestaunen kann. Selbst meine Liebste, grundsätzlich bezüglich der Leidenschaft für solcherlei Kinkerlitzen völlig unverdächtig, hat schnell erkannt, wie wichtig mir diese Figuren sind, und sie als Teil unseres gemeinsamen Weges akzeptiert. Dass die Figuren, von denen die Hersteller immer behaupten, sie würden Museumsqualität bieten, tatsächlich von enorm hoher Qualität und daher echte Blickfänger sind, hat die Akzeptanz natürlich sehr erhöht. Ein Glück für mich. Ich glaube sogar inzwischen, dass sich unsere Wohnung mittlerweile irgendwie seltsam leer anfühlen würde, wenn diese Figuren hier nicht herumstünden. © Roman Jasiek Derzeit wohnen ein paar Figuren bei uns im Wohnzimmer. Die allermeisten im Moment aus Platzgründen zusammen mit einem astronomisch teuren **Batmobil** im gleichen Maßstab, jedoch noch auf dem Flur. Es mag noch ein bisschen dauern, bis wir die finale Parkposition für die mittlerweile aufgerundet knapp 50 Figuren (Tendenz ständig steigend) gefunden haben. Es gibt bereits Ideen, die aber noch viel Zeit, Arbeit und auch die ein oder andere Investition bedeuten. Denn am Ende sollen alle Figuren in beleuchteten, staubgeschützten Vitrinen stehen. Wie gesagt, das dauert noch, aber es eilt nicht. Hier ist auch der Weg das Ziel. Es ist, Stand heute, sehr gut möglich, dass dies die eine Sammelleidenschaft ist, die gekommen ist, um zu bleiben. Ich kann mich nicht erinnern, welche Sammelei zuvor mir die gleichen Glücksgefühle bescherte. Die Community der Sammler, die sich mit einem freut, wenn man einen Neuzugang (oder einen lange gesuchten Schatz, in Fachkreisen „Grail“ genannt) erworben hat, oder mit vielen Tipps zur Seite steht, hat da gewiss auch einen nicht unerheblichen Anteil daran. © Roman Jasiek So. Das soll es mit dem kleinen Einblick in meine Biografie als Sammler von Dingen, die herumstehen und verstauben, gewesen sein. Sammelt Ihr irgendwelche Dinge? Lasst es mich gerne wissen, entweder hier als Kommentar oder auf einem Kanal Eurer Wahl.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 24/09/2026
Ich habe jetzt (wieder) ein Wertungssystem. Warum das so ist und wie es funktioniert, erkläre ich in diesem Beitrag.
romanjasiek.de
Warum ich jetzt ein Wertungssystem eingebaut habe (und wie es funktioniert)
Lange, laaange Zeit bin ich in meinen Reviews ohne ein Wertungssystem ausgekommen. Und doch hatte ich immer wieder mal eins, was zeigt, dass ohne irgendeine vermeintlich greifbare Auszeichnung einer Review doch etwas fehlt. Ich habe eine ganze Weile darüber sinniert, ob und wie ich das wieder einführen sollte und kann. Wenn man nach einem Kammerflimmern in einer Reha-Klinik hockt, so wie ich zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels, hat man wirklich viel Zeit, über dies, das und jenes nachzudenken. Dabei kam mir ein Wertungssystem wieder in den Sinn, wie ich es in der Vergangenheit schon einmal auf einem der früheren Blogs in Verwendung hatte. Warum es mit den gängigen Punkt- oder Prozentwertungen nichts zu tun hat und was meine Überlegungen sind, möchte ich nachfolgend gerne erklären. ## Mein **Wertungssystem** genau erklärt Grundsätzlich ist es so zu verstehen: Wenn ein farbiges Symbol im **Wertungskasten** am unteren Ende eines Beitrags zu sehen ist, dann ist das **Buch** , der **Film** , der **Comic** , das **Album** , das **Spiel** oder auch das **Collectible** in diesem Punkt für mich ganz besonders. Und zwar in einem Maße, dass ich es entsprechend mit einer kleinen Auszeichnung würdigen möchte. Ist nur ein graues Symbol zu sehen, dann bedeutet dies, dass der besagte Bereich nichts ist, was mich sonderlich beeindruckt hätte. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass das Buch, Spiel oder was auch immer an dieser Stelle besonders schlecht ist. Es hat mich nur eben nicht so sehr aus den Latschen gehauen, dass es mir einen Blumentopf oder eine güldene Anstecknadel wert wäre. Wie sich das in den Beiträgen darstellt, dazu gerne folgendes Beispiel: * Story (ausgezeichnet) * Zeichnungen (nicht ausgezeichnet) * Herzensempfehlung Die zusätzliche Auszeichnung **Herzensempfehlung** gibt es immer dann, wenn das, was ich Euch vorstelle, mir wirklich sehr am Herzen liegt. Wenn es sich um etwas handelt, bei dem ich Herzchen in den Augen habe und ins Schwärmen geriete, würden wir uns persönlich darüber unterhalten. Diese Auszeichnung vergebe ich unabhängig von den anderen Einzelwertungen. Sie ist auch nicht daran gekoppelt. Es handelt sich um sehr persönliche, sehr subjektive Eindrücke, die noch dazu zum Zeitpunkt des Schreibens des Artikels festgehalten werden. Daher, und weil ich solche Wertungssysteme für totalen Quatsch halte, die der Willkür Tür und Tor öffnen, habe ich mich für dieses ganz eigene System und gegen Sterne-, Punkte- oder Prozentwertungen entschieden. Nachfolgend eine Übersicht der Themen, in denen ich ggf. eine Wertung vornehme, und der jeweiligen Bereiche, in denen ich bewerte bzw. eine Auszeichnung vergebe. ## Comics * Story (ausgezeichnet) * Zeichnungen (ausgezeichnet) * Kolorierung (ausgezeichnet) * Lettering (ausgezeichnet) * * * ## Filme * Story (ausgezeichnet) * Schauspiel (ausgezeichnet) * Bild & Kamera (ausgezeichnet) * Musik & Sound (ausgezeichnet) * * * ## Games * Grafik (ausgezeichnet) * Gameplay (ausgezeichnet) * Story (ausgezeichnet) * Sound (ausgezeichnet) * * * ## Bücher * Story (ausgezeichnet) * Figuren (ausgezeichnet) * Schreibstil (ausgezeichnet) * Ausstattung (ausgezeichnet) * * * ## Musik * Songwriting (ausgezeichnet) * Performance (ausgezeichnet) * Texte (ausgezeichnet) * Produktion (ausgezeichnet) * * * ## Collectibles * Detailtreue (ausgezeichnet) * Bemalung (ausgezeichnet) * Verarbeitung (ausgezeichnet) * Verpackung (ausgezeichnet) Der Rest ergibt sich (hoffentlich) aus dem Fließtext. Dieses kleine, bewusst sehr einfach gehaltene **Wertungssystem** soll Dir einen zusätzlichen Hinweis darauf geben, ob dieser Film oder jenes Album usw. Deine Zeit wert ist. Möglich, dass es hier und da im Laufe der Zeit noch Änderungen am Wertungssystem gibt. Aber irgendwo muss man ja anfangen, nech. Im Laufe der Zeit werden alle bisherigen Reviews händisch mit den entsprechenden Wertungen versehen. Da der größte Teil der Beiträge hier im Blog bisher aber Reviews sind, kann das ein bisschen Zeit beanspruchen. Aber von der habe ich hier in der Klinik ja gerade reichlich.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 23/09/2026
denke ich: Okay, Ergometer war heute irgendwie anstrengender als in den letzten Tagen. Warum das? mag ich: die Sonne, die in mein Zimmer scheint und den fast wolkenlosen blauen Himmel. mag ich nicht: die miesepetrige Stimmung vieler Mitpatienten hier in der Klinik. Ganz ehrlich, ey – wenn euch […]
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Gerade jetzt...
**denke ich:** Okay, Ergometer war heute irgendwie anstrengender als in den letzten Tagen. Warum das? **mag ich:** die Sonne, die in mein Zimmer scheint und den fast wolkenlosen blauen Himmel. **mag ich nicht:** die miesepetrige Stimmung vieler Mitpatienten hier in der Klinik. Ganz ehrlich, ey – wenn euch das so auf den Sack geht hier alles, dann bleibt doch zuhause! Zwingt euch niemand, hier zu sein. **spüre ich:** die Operationsnarben, da mir vorhin die Fäden gezogen worden sind. **freue ich:** mich auf den heutigen Nachmittagsbesuch. ❤️ **fühle ich:** mich müde. Ich war schon wieder viel zu früh wach heute. Aber immerhin, der Sonnenaufgang war toll! **trage ich:** meine Sportklamotten. Die nächste sportliche Anwendung wartet in rund einer halben Stunde auf mich. **brauche ich:** nur meine Lieblingsmenschen um mich herum. **höre ich:** Taylor Swift. **mache ich:** nichts weiter, außer diesen Fragebogen auszufüllen. **lese ich:** die Fragen dieses Fragebogens. **trinke ich:** Wasser, weil ich schon wieder die Existenz der Teeküche vergessen habe. **vermisse ich:** mein Kind und meine Liebste. ❤️ **schaue ich:** allenfalls aus dem Fenster, rüber zu den Wäldern und dem Hauch von See, den ich zwischen den Bäumen sehen kann. **träume ich:** von den kommenden Urlauben. * * * Wer auch auf Listen steht und auf seinem Blog oder auf Social Media mitmachen möchte, anbei die Fragen für Copy+Paste-Jonglage: denke ich: mag ich: mag ich nicht: spüre ich: freue ich: fühle ich: trage ich: brauche ich: höre ich: mache ich: lese ich: trinke ich: vermisse ich: schaue ich: träume ich:
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 22/09/2026
Loki und Sylvie aus der Disney+-Serie wohnen jetzt bei uns und haben für uns eine besondere Bedeutung.
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Unsere neuen Mitbewohner: Loki und Sylvie von Hot Toys
Am vergangenen Freitag sind Loki (die **TVA-Variante**) und Sylvie aus der ganz großartigen **Marvel-Serie Loki** bei uns eingezogen. Die hatten Nicole und ich uns kürzlich als Vorbereitung auf Avengers: Doomsday noch einmal bei **Disney+** reingezogen. Es gibt wirklich viel, was man an diesen beiden Figuren toll finden kann: Die Likeness, also die Ähnlichkeit zu den Schauspielern (**Tom Hiddleston** bzw. **Sophia Di Martino**), ist in Hand wirklich sensationell! Die beiden Männeken verfügen einfach über eine mega Präsenz! Dazu recht viel Zubehör (unter anderem zweimal **Miss Minutes**), das sich ebenfalls sehen lassen kann. Für mich (und Nicole) hat **Hot Toys** hier wieder mal richtig abgeliefert. Beide hatte ich bei Toys4Kidults bestellt, zu einem sehr guten Kurs ohne weitere Gebühren. Zumal **Toys4Kidults** der einzige Shop war, bei dem genau dieser **Loki** noch verfügbar war. Ich hoffe, in sehr naher Zukunft wieder ausführliche Reviews von Figuren im Maßstab 1:6 machen zu können, bessere Fotos inklusive. © Loki und Sylvie aus der Marvel-Cinematic-Universe-Serie bei Disney+ von Hot Toys © Roman Jasiek Randnotiz: Beide Figuren haben für mich und uns eine besondere Bedeutung. Bestellt habe ich sie offenbar noch im Krankenhaus, nachdem ich von der Intensivstation entlassen wurde. Wie Ihr sicher wisst, bin ich Ende August mit Vorhofkammerflimmern zusammengebrochen und musste reanimiert werden. An die ersten fünf Tage danach habe ich keine bis nur sehr, sehr lückenhafte Erinnerungen. In diesen Tagen habe ich offensichtlich die Bestellung getätigt. Und während ich noch auf Reha bin, um wieder in die Spur zu kommen, passen **Loki** und **Sylvie** nun als Glücksbringer auf uns und unseren persönlichen Zeitstrahl auf. ❤️ © Roman Jasiek PS: Dass ich vergessen habe, **Loki** von seiner „Halskrause“ (also dem Stück Kunststoff, das zwischen Kopf und Hals sitzt) zu befreien, ist mir im Nachgang auch aufgefallen. Muss jetzt warten, bis ich das nächste Mal Landurlaub von der Reha bekomme. PPS: So viel Zubehör wird auch nicht in der Vitrine verbleiben. Aber Mini-Me hat erstmals solch eine Figur mit ausgepackt und hatte das dringende Bedürfnis, ungefähr alles, was noch in der Box lag, mit in die Vitrine zu legen. Und ein Stück weit dekoriert hat das Kind die Figuren auch. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 21/09/2026
Thomas Gigold hat in seinem Newsletter Social Media Morgen etwas erzählt, das mich nun endgültig auf die Spur brachte, endlich mal niederzuschreiben, was mich schon länger umtreibt. Social Media ist in meinen Augen tot. Social ist da nach meinem Empfinden schon lange nichts mehr. Und wer nicht […]
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Die Macht von KI, Social Media, Google & Co. und eine Chance für unabhängige Publisher
Thomas Gigold hat in seinem Newsletter Social Media Morgen etwas erzählt, das mich nun endgültig auf die Spur brachte, endlich mal niederzuschreiben, was mich schon länger umtreibt. **Social Media** ist in meinen Augen tot. Social ist da nach meinem Empfinden schon lange nichts mehr. Und wer nicht willens oder in der Lage ist, das nötige Kleingeld in die Hand zu nehmen, damit die eigenen (geteilten) Inhalte die eigenen Follower erreichen, wird es künftig noch schwerer haben, sich gegen die Algorithmen zu behaupten. ## Das ist die Lage **Thomas** schreibt: »Facebook rationiert Link-Posts in Tests. In einem erweiterten Probelauf dürfen betroffene Facebook-Seiten nur noch zwei Link-Posts pro Monat veröffentlichen. Wer mehr will, braucht Meta One for Business, Publisher-Seiten sind ausgenommen. Offiziell angekündigt hat Meta nichts, die Info erscheint als Pop-up bei Seitenmanagern. Weil Meta One auch bei Instagram die Zahl der Links nach Tarif staffelt, könnte die organische Link-Distribution schrittweise kostenpflichtig werden.« Es ist wohl nicht abwegig anzunehmen, dass künftig generell in die Tasche greifen muss, wer seine externen Inhalte bei **Facebook** teilen möchte, damit Interessierte sie im eigenen Feed zu sehen bekommen. In meinem Fall, so kann ich es mir zumindest gut vorstellen, bedeutet das, einen bestimmten Betrag in die Hand zu nehmen, um einen Link zu einem Blogbeitrag überhaupt posten zu können. Dass man Beiträge kostenpflichtig bewerben muss, um die Reichweite (auch innerhalb der eigenen Gefolgschaft) zu erhöhen, ist ja schon sehr lange so. Für einen Blog, der keine Einnahmen generiert, sondern nur der Unterhaltung und der Information und manchmal auch des Einblicks in das Leben des Autors wegen existiert, ist in diesem Punkt der ungewollte Freifahrtschein in die Unsichtbarkeit. Blogbeiträge zu schreiben, von deren Existenz niemand weiß, ist in etwa so ergiebig wie Selbstgespräche. Ein anderes Thema ist **Google**. Früher brachten die Suchmaschinen, allen voran **Google** , ordentlich Besucher auf eine Website. Seitdem der Suchmaschinenriese aber KI-generierte Antworten anzeigen lässt, noch bevor die ersten echten Treffer angezeigt werden, ist das sehr stark rückläufig. Und mal unter uns, Freunde: Wie oft habt Ihr, nachdem Ihr eine Suchanfrage gestellt habt, nach dem Ausspielen der KI-Antwort noch auf einen der nachfolgenden Links geklickt? Oder wenigstens eine der Quellen aufgesucht, die **Google** für die Antwort herangezogen hat? Eben. **KI, Facebook** bzw. **Social Media** , **Google** bzw. die Suchmaschinen… das alles entwickelt sich zusehends in sehr rasantem Tempo in Walled Gardens, die ihre Nutzer innerhalb ihres eigenen Mikrokosmos einschließen. Und ihnen nur noch die Sachen vorsetzt, für die jemand aus monetären Gründen und mit gleichen Mitteln dafür gesorgt hat, dass Ihr sie seht. Kleinere, unabhängige Blogger, Publisher und Creators werden dabei Stück für Stück unsichtbarer, denke ich. Fürchte ich. ## Chancen für Indie-Publisher/Creators Was nun also tun? Ich werde meine **Social-Media-Kanäle** weiterhin behalten und ich werde auch weiterhin tun, was mir möglich ist, damit **Google** meinen Blog indiziert und im besten Fall meine Texte als Treffer ausspielt oder als Quelle angibt. Aber mein Engagement bezüglich der Distribution meiner veröffentlichten Posts hat sehr nachgelassen und wird es künftig auch noch mehr. Aufwand und Nutzen stehen einfach in keinem für mich sinnvollen Verhältnis mehr. Nach meiner derzeitigen Überzeugung besteht die Chance für uns Indies nur im direkten Kontakt mit den Menschen, die sich für unsere Inhalte interessieren. Und hier sehe ich **Newsletter** als das schärfste Schwert im Kampf gegen die Übermacht der großen Konzerne an. Natürlich bietet jeder moderne Blog die Möglichkeit, einem Blog über einen sogenannten RSS-Feed zu folgen. Auch damit würden neue Beiträge automatisch nach Veröffentlichung in die dafür vorgesehene App der Wahl eingespielt. Hier sehe ich aber die Einstiegshürde als viel zu hoch an und auch als zu problematisch, sich nur darauf zu verlassen. Eine zusätzliche App, noch dazu das nötige (technische) Wissen um die Existenz von **RSS** , schließt, so vermute ich, viele Leser aus. Es würde hier dann nur noch das Prinzip Hoffnung greifen: Hoffen, dass es ein paar Leute gibt, die diese Extrameile gehen, und ansonsten hoffen, dass Leute regelmäßig den eigenen Blog im Browser aufrufen. Halte ich für naiv. Ohne das irgendwie negativ werten zu wollen und mich selbstverständlich einschließend: Menschen sind bequem. Die Inhalte sollen zu ihnen kommen, ohne irgendwelchen Extra-Aufwand. Da halte ich Newsletter, die automatisch den neuesten Beitrag in die Postfächer der Abonnenten pushen, für die vielversprechendste Lösung. Ja, auch einen Newsletter muss man abonnieren. Ich vermute hier die grundsätzliche Bereitschaft dazu aber höher als bei anderen Lösungen. Und ein Mail-Programm hat nun wirklich jedes Smartphone und jeder Rechner mit an Bord. ## „Was tun?“, sprach Zeus Und hier kommt Ihr, die Leser, ins Spiel. Wer bereits meinen Newsletter abonniert hat, kann die folgenden drei Absätze überspringen. Der Newsletter, den man hier im Blog abonnieren kann, hat keine andere Funktion, als Euch quasi umgehend den neuesten Beitrag frei Haus in den Briefkasten zu liefern. Und das nicht nur als Auszug oder Teaser, der Euch zurück auf den Blog locken soll, sondern ungekürzt und in voller Länge. Einzig um einen Kommentar zu hinterlassen, müsstet Ihr wieder zurück auf die Website. Ansonsten kommen alle Inhalte druckfrisch und brühwarm direkt nach Veröffentlichung zu Euch. Und das ist alles. Keine Werbung. Keine vermeintlich exklusiven Inhalte, die Euch irgendwie irgendwelches Geld aus der Tasche ziehen sollen. Wer hier also regelmäßig reinschaut und die elektronische Briefpost noch nicht bekommt, sei an dieser Stelle nochmals herzlichst eingeladen, den Blog via Newsletter zu abonnieren. Vor allem dann, wenn man nichts verpassen möchte. Social Media, das haben wir ja eingangs festgestellt, ist immer weniger eine verlässliche Quelle für Updates hier bei mir. Wer den Newsletter schon abonniert hat und regelmäßig mitliest: Auch an Euch habe ich eine Bitte. Empfehlt mich weiter. Leitet Beiträge, die Euch gefallen haben, gerne per Mail weiter. Oder erzählt anderen davon, wenn Ihr Menschen kennt, von denen Ihr wisst, dass meine Themen sich mit deren Interessen decken. Es steckt wahnsinnig viel Arbeit hier in diesem Blog und ich freue mich über jeden, den ich damit unterhalten und/oder informieren kann. Der Macht der großen Konzerne können wir nur gemeinsam entkommen. Das Internet besteht nicht nur aus bezahlter Werbung und KI‑Antworten. Noch nicht. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es so bleibt. Ein Newsletter-Abo bei den unabhängigen kleinen Publishern ist eine sehr, sehr wirkungsvolle Maßnahme. Danke Euch. 🙏
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 18/09/2026
Wie schon im Vormonat beteilige ich mich auch im September am Bloggerschnack der Bloghexen. Ob das künftig jeden Monat so ist, wird sich zeigen. Hängt wohl sehr von der jeweiligen Fragestellung ab, denke ich. In diesem Monat ist es aber erneut ein Thema, das ich spannend finde, weil es mich […]
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Bloggerschnack September 2026: Was ist mir an meinem Blogdesign wichtig?
Wie schon im Vormonat beteilige ich mich auch im September am Bloggerschnack der Bloghexen. Ob das künftig jeden Monat so ist, wird sich zeigen. Hängt wohl sehr von der jeweiligen Fragestellung ab, denke ich. In diesem Monat ist es aber erneut ein Thema, das ich spannend finde, weil es mich zwingt, oft eher diffuse Gedanken und Gefühle klar zu benennen. Zudem befinde ich mich nach dem Zwischenfall neulich, der mich einmal kurz ins Jenseits und wieder zurück beförderte, gerade auf Reha und habe viel Zeit, über solcherlei Dinge nachzudenken. Die Fragestellung des Monats September 2026 lautet: Was ist mir an meinem Blogdesign wichtig? ## »Design ist nicht nur, wie es aussieht oder sich anfühlt. Design ist, wie es funktioniert.« (Steve Jobs) Ich könnte nun mit verschiedenen Buzzwords aus der Welt der Webentwicklung um die Ecke kommen und erklären, dass das Design aufgeräumt und responsive sein muss, also auch auf einem mobilen Endgerät eine schicke, gut nutzbare und schnelle Figur abgeben sollte. Ich könnte noch das Thema Barrierefreiheit hinterherschicken sowie möglichst gute Wertungen in **Googles PageSpeed Insights**. PageSpeed Insights für die Desktop-Version passen schon ganz gut. © GoogleMobil wäre noch Luft nach oben. © Google Allerdings wäre das nur Teil der Wahrheit. Tatsächlich liegt ein ganz großes Augenmerk auf einer optischen Gestaltung, die mir gefällt, die ich schön und ansprechend finde. Und zwar auf Geräten größer als einem Smartphone. Ich bin in diesem Internetz unterwegs seit jenen Tagen, als einem **AOL** noch verkündete, man hätte Post. Und dementsprechend bin ich vermutlich in dieser Hinsicht mehr oldschool, als ich es mir manchmal selbst eingestehen wollen würde. Nicht zuletzt wegen meines früheren beruflichen Backgrounds weiß ich, dass das Internet heutzutage vor allem Smartphone, Apps und KI bedeutet, daher alles möglichst schnell und ohne Schnickschnack funktionieren muss und der Sinn für schlichte, aber schöne Websites/Blogs nach meinem Empfinden immer mehr in den Hintergrund rückt bzw. sich auf dem Weg in Richtung Bedeutungslosigkeit entwickelt. Ein Trend, dem ich mich ganz klar widersetze. Das gilt auch für die Inhalte. Meine Texte sind bewusst selten wirklich kurz, aber das ist ja vielleicht noch ein anderer (Blogger-)Schnack. ## »Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.« (Dieter Rams) Mir war bei meinem aktuellen Blog wichtig, dass er schlicht, aufgeräumt und sowohl in hell als auch in dunkel freundlich und gut navigierbar ist. Daher herrschen vor allem im Light-Mode warme Farben. Die Inspiration für das Design der Startseite, mit den einzelnen Kacheln, ist an die Covergestaltung des **Diogenes Verlags** angelehnt. Mein Lieblingsverlag. Da spricht der ehemalige Buchhändler in mir. Dieser Gedanke zieht sich auch durch die eigentlichen Beiträge. Eine Seitenleiste, die viele Blogs nach wie vor pflegen, halte ich mittlerweile für unnützen Schnickschnack, der das Gesamterscheinungsbild viel unruhiger wirken lässt, als es eigentlich müsste. Bei früheren Blogs hatte ich ebenfalls eine prall gefüllte Sidebar, mittlerweile bin ich aber auf dem Trip „weniger ist mehr“. Dies jedoch, ohne in absoluten Minimalismus zu verfallen. Es ist eher so ein „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“-Ansatz, den ich hier fahre. Daher habe ich kürzlich auch die statischen Seiten in Slashes zusammengefasst, um das Menü somit weiter zu entschlacken. Ein anderer Punkt, der mir wahnsinnig viel bedeutet, ist die Typografie. Ich habe einen ausgemachten Fimmel für schöne Schriften und die richtige Kombination aus Fonts für Überschriften, Fließtext und sonstige Beschriftungen zu finden, ist manchmal schon eine Kunstform für sich. Ich habe mich nach langem Probieren und noch mehr Versuch und Irrtum dazu entschieden, Schriftarten zu lizenzieren, die auch das Magazin **DER SPIEGEL** für seine Printausgabe verwendet. Für mich eine der schönsten, zumal gut lesbarsten Schriften seit Erfindung des Kirschkernentsafters für zu früh geborene Sparschweine! ## »Die Kleinigkeiten machen die Perfektion aus, aber Perfektion ist keine Kleinigkeit.« (Michelangelo) Außerdem wichtig: viele kleine Details, die vermutlich kaum jemand bewusst wahrnimmt, in deren Umsetzung ich mich aber sehr hineinsteigern kann. Zwei Beispiele, die ich hier kürzlich eingesetzt habe: Einerseits ging es mir auf den Saque, dass Websites, wenn man auf eine Unterseite bzw. auf einen Blogbeitrag klickt, einen „harten Übergang“ haben. Es ist schlecht zu beschreiben, fällt den meisten Usern vermutlich nicht auf, stört aber den Ästhetikmonk in mir ganz enorm. Also habe ich dafür gesorgt, dass bestimmte Elemente (wie zum Beispiel die Hintergrundfarbe) beim Seitenwechsel einfach erhalten bleiben. Ich erspare Euch an dieser Stelle die technischen Details. Wichtig ist nur das Ergebnis. Das sorgt nämlich nun für einen (nach meinem Empfinden) sehr viel smootheren Übergang zwischen verschiedenen Seiten oder Blogbeiträgen. Wäre das jemandem aufgefallen, wenn ich es an dieser Stelle nicht erwähnt hätte? Vermutlich nicht. Befriedigt das mein ästhetisches Empfinden und macht für mich die Sache nur noch runder? Na aber hallo! Eine andere Kleinigkeit ist die Animation, wenn man zwischen Light- und Dark-Mode wechselt. Es ist nach einigem Gefummel nun eine kreisförmige Animation, die, vom Icon für den Farbwechsel ausgehend, sich über den ganzen Hintergrund erstreckt und die darunterliegende Seite transparent darstellt. Andere Websites würden einfach von jetzt auf gleich von hell zu dunkel und zurück wechseln, aber auch das war mir zu wenig. ## »Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.« (Antoine de Saint-Exupéry) Und so finde ich immer wieder neue Dinge, an denen ich herumfeile, bis ich zufrieden bin. Anzumerken ist aber, dass ich mit dem momentanen Stand der Dinge so zufrieden bin, wie vermutlich noch mit keinem meiner Blogprojekte zuvor. Was ich übrigens gar nicht mag: Banner, Werbeeinblendungen, Pop-ups und alles Weitere an Blingbling, was die Geduld der Besucher (über-)strapaziert. Ich weiß, dass viele Websites zumindest in Teilen von den Einnahmen leben müssen, die die Einblendung von **Google-Anzeigen** mitbringt. Inzwischen sind viele Websites (und immer öfter auch Blogs) damit so überfrachtet, dass der eigentliche Content kaum noch sichtbar ist oder erst, wenn man drölfzig Banner weggeklickt hat. Wird es bei mir niemals geben. Nichts zerstört ein Design mehr als dieser Werbemüll! ## »Kreativität bedeutet, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen, und über den Rand des Bekannten hinauszuschauen.« (unbekannt) Ich hoffe, ich konnte Euch hiermit einen kleinen Eindruck davon geben, was mich bei der technischen und optischen Gestaltung dieses Blogs an- und umtreibt. Ich fand es im Rahmen dieses Bloggerschnacks übrigens sehr spannend, zu lesen, welche gestalterischen Schwerpunkte andere Blogger gesetzt haben und was für Überlegungen bei ihnen zugrunde gelegen haben. Falls Ihr mehr erfahren möchtet, anbei ein paar weitere Teilnehmer des Bloggerschnacks 09.20206: * MSBlogPlus * TATJLIEBT. * Einfach mal selbst gedacht * Weltenwanderer * Mausloch * anjaliebt.de * Heldenhaushalt
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 15/09/2026
Das schöne Bild dieses Beitrags habe ich in Barcelona aufgenommen. Und zwar erst am 9. April dieses Jahres. Hach, Barcelona! Wenn es so etwas wie „meine“ Stadt gibt, dann wäre es wohl diese wunderschöne katalanische Perle! Mindestens fünfmal hat es mich bereits dorthin verschlagen und ich bin […]
romanjasiek.de
Das schöne Bild: In einem Hinterhof von Barcelona, Spanien
**Das schöne Bild** dieses Beitrags habe ich in **Barcelona** aufgenommen. Und zwar erst am 9. April dieses Jahres. Hach, Barcelona! Wenn es so etwas wie „meine“ Stadt gibt, dann wäre es wohl diese wunderschöne katalanische Perle! Mindestens fünfmal hat es mich bereits dorthin verschlagen und ich bin sicher, da kommt noch der ein oder andere Abstecher hinzu. Ähnlich wie Hamburg ist die Stadt am Mittelmeer ein ewiger Sehnsuchtsort für mich, der immer und immer wieder nach mir ruft. Wobei ich zugeben muss, dass auch **Sitges** , ein Nachbarstädtchen, das Nicole und ich im Frühjahr besuchten, sehr reizvoll ist. Ein bisschen wie **Barcelona** in klein. Bisschen weniger hektisch, deutlich weniger überlaufen, aber nicht weniger charmant. Wenn wir den Lottojackpot irgendwann knacken, dann wird **Sitges** unsere Wahlheimat, so viel steht schon fest! Und das Schöne daran: **Barcelona** , der ewige Sehnsuchtsort, ist dann nur noch eine Stunde mit der örtlichen Regionalbahn entfernt. Das klingt doch nach einem guten Plan, oder? © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 13/09/2026
Durch das kürzlich erlittene Herzkammerflimmern mitsamt all der Begleiterscheinungen ist es nun so, dass ich einigermaßen viel Zeit habe, über dies, das und jenes nachzudenken. Und so kam mir der Gedanke für diesen Blogpost, bei dem es mir darum geht, einen Lieblingsfilm für jedes Jahr, das ich […]
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Lieblingsfilme jedes Jahres seit meiner Geburt
Durch das kürzlich erlittene Herzkammerflimmern mitsamt all der Begleiterscheinungen ist es nun so, dass ich einigermaßen viel Zeit habe, über dies, das und jenes nachzudenken. Und so kam mir der Gedanke für diesen Blogpost, bei dem es mir darum geht, einen Lieblingsfilm für jedes Jahr, das ich nun auf dieser Erde verweile, herauszupicken. 44 Jahre, 44 Filme. Gar keine so leichte Aufgabe, denn in einem halben Menschenleben sind ja doch so einige wirklich großartige Filme erschienen. Dennoch will ich es nachfolgend mal versuchen. Es folgt meine Top 44, von 1982 bis heute. Das Popcorn-Emoji hinter dem Titel gibt übrigens an, dass ich den betreffenden Film in einem Lichtspielhaus gesehen habe. Die Filme dieser Liste habe ich mit ein, zwei Sätzen kommentiert. **1982: Blade Runner 🍿** Alleine der geschaffenen Welt wegen für mich ein Meisterwerk. Der vermutlich am häufigsten gesehene Film und ja, irgendwann in diesem Leben auch im Kino (genauer: im Oli-Kino in Magdeburg). **1983: Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter** Weihnachten kuckt man ja Märchenfilme und das ist mein Weihnachtsmärchen quasi. Nahezu jedes Jahr. Nach wie vor mein Lieblings-Star-Wars-Streifen. Vielleicht, weil das der erste war, den ich je gesehen habe. **1984: Ghostbusters** Jede Wette: Der Titel alleine reicht schon für einen Ohrwurm, oder? **1985: Zurück in die Zukunft** Macht einfach gute Laune. Und wie ich gelernt habe, funktioniert das auch als Musical hervorragend! **1986: Aliens** Immer noch der beste Teil der Reihe. Wer sich für Videospiele interessiert: Es gibt da ein Spiel, das die Atmosphäre dieses Films gut eingefangen hat. Man muss allerdings einigermaßen frustresistent sein. **1987: RoboCop** Ich war eindeutig zu jung, als ich den gesehen habe. Dass ich mich heute für entsprechende Figuren und Videogames begeistern kann, überrascht vermutlich nicht. **1988: Falsches Spiel mit Roger Rabbit** Bob Hoskins und dieser gezeichnete Hase! Kein kinderfreundliches Disney-Programm, dafür aber Robert Zemeckis (Regie), Steven Spielberg (Produktion), Alan Silvestri (Musik) und ganz viel beste Unterhaltung mit den Toons. **1989: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug** Die Herren Jones Jr. und Sr. im gemeinsamen Abenteuer. Einfach ein zeitloser Klassiker, der nach wie vor Spaß macht. **1990: Jagd auf Roter Oktober** Jaja, hurra-patriotische Kalt-Kriegs-Kacke. Aber immer noch ungemein spannend, da hervorragend besetzt. **1991: Terminator 2: Tag der Abrechnung 🍿** Gerade erst wieder im Kino gesehen. Definitiv nach wie vor einer der spannendsten Filme aller Zeiten, Arnies bester sowieso, und vermutlich aktueller, als es uns lieb sein kann. **1992: Batmans Rückkehr 🍿** Tim Burton gehört zu meinen Lieblingsfilmemachern, Michael Keaton ist für mich DER Batman. Und in ihrem zweiten und leider letzten gemeinsamen Batman-Filmprojekt legten sie den Maßstab für Comicverfilmungen enorm hoch. Auch heute noch Messlatte! **1993: Schindlers Liste** Gehört für mich in jeden Geschichtsunterricht. **1994: Der König der Löwen 🍿** Hakuna Matata! **1995: Sieben** Meine Fresse, was für ein abgründiger und irre spannender Film! Jedes Mal wieder! **1996: The Rock 🍿** Ihr könnt mir doch nicht erklären, dass Sean Connery hier nicht eigentlich heimlich erneut James Bond spielt, der von Alcatratz ausbüchst! **1997: Good Will Hunting** Einer der großartigsten Filme, die der leider zu früh von uns gegangene Robin Williams je gemacht hat, finde ich. Und ab hier habe ich Matt Damon als Schauspieler wirklich ernst genommen. **1998: Armageddon 🍿** Guilty pleasure, aber macht nüscht. **1999: Matrix 🍿** Poah! Als ich damals das erste Mal aus dem Kino kam, habe ich die Realität und meine Wahrnehmung diesbezüglich wirklich infragegestellt. Fortsetzungen hätte es meines Erachtens nicht gebraucht, aber so ist eben Hollywood. **2000: Gladiator** 🍿 Historienschinken sind für gewöhnlich nicht so meine Baustelle. Dieser hier aber schon. Nicht zuletzt wegen Joaquin Phoenix und der Musik von Hans Zimmer und Lisa Gerrard (Dead Can Dance). **2001: Training Day** Denzel Washington (erstmals?) in der Rolle des Bad Guy, dazu Ethan Hawke und fertig ist ein irre spannender und packender Cop-Thriller, der mir heute noch den Puls in die Höhe treibt! **2002: Spider-Man 🍿** Der erste, wirklich ernstzunehmende Leinwandauftritt der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft. Ohne diesen Film dürften wir heute vermutlich nicht Tom Holland in dieser Rolle feiern. **2003: Fluch der Karibik** 🍿 Auch hier hätte es eigentlich keine Fortsetzung(en) gebraucht. Aber der Film für sich genommen: beste Unterhaltung und ein wunderbarer Abenteuerfilm. Hier ging einem Jack Sparrow noch nicht auf den Saque, nach Teil drölfzig allerdings schon. **2004: Sky Captain and the World of Tomorrow** Das ist wohl eher ein B-Movie gewesen. Dennoch hat mir hier alles gut gefallen. Tut es noch heute. Tolle Besetzung, wunderbar retrofuturistisch - ein echter Geheimtipp! **2005: Sin City** 🍿 Es gibt Comicverfilmungen. Und es gibt Sin City. Heute noch unerreicht und einzigartig. Elijah Wood macht mir hier echt Angst! **2006: Prestige 🍿** Der erste Film von Christopher Nolan in dieser Liste. Mega-Film, alleine wegen David Bowie in der Rolle von Nikola Tesla! **2007: Ratatouille 🍿** Wegen Emile alleine schon ein Film zum immer wieder gerne Sehen. **2008: The Dark Knight 🍿** Der zweite Christopher-Nolan-Film. Und einer der besten Superheldenfilme aller Zeiten. Man kann die Leistung von Heath Ledger als Joker nicht stark genug würdigen. Es ist ein Jammer, dass der Mann nicht mehr unter uns weilt. **2009: District 9 🍿** Die meisten Filme, in denen Aliens auf die Erde kommen, haben eine feindliche Invasion zum Thema. Hier aber ist es Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Kolonialismus von Menschen gegenüber den außerirdischen Besuchern. Ein wirklich bemerkenswerter Film. **2010: Shutter Island 🍿** Wieder so ein Film, der mit der Wahrnehmung und den Erwartungen der Zuschauer spielt. Macht mich jedes Mal wieder kirre! **2011: Drive 🍿** Ryan Gosling, das kann man wohl so sagen, hat eine steile Karriere hingelegt. Ohne diesen Streifen wäre sie vielleicht nie so richtig in Schwung gekommen? Weiß man nicht. Ist aber jedenfalls schon jetzt ein moderner Klassiker. **2012: James Bond 007: Skyfall 🍿** Der ultimative Bond-Film. Der Maßstab für alles, was danach kommen sollte und künftig noch kommt. **2013: Iron Man 3** Ich habe mehrere klassische Weihnachtsfilme. Einer ist der oben erwähnte Star-Wars-Film. Ein anderer ist Batmans Rückkehr. Und dann ist da noch dieser Iron-Man-Streifen. Robert Downey Jr. in der Rolle seines Lebens geht immer! **2014: Interstellar 🍿** Und schon wieder Christopher Nolan. Ich bemerke hier ein Muster, Ihr auch? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme jemals, nicht zuletzt des grandiosen Soundtracks von Hans Zimmer wegen. **2015: Avengers: Age of Ultron** Eine freidrehende KI, was soll schon schiefgehen? Vermutlich der Marvel-Streifen, der durch aktuelle Entwicklungen in der Gegenwart den unangenehmsten Beigeschmack entwickelt. **2016: Rogue One: A Star Wars Story** Die Blaupause für: Wie macht man einen perfekten Star-Wars-Film? Wurde später in der großartigen Serie Andor aufgegriffen. Gilt zu Recht unter Fans als einer der besten Star-Wars-Filme überhaupt. **2017: Blade Runner 2049 🍿** Eine Fortsetzung, die vermutlich niemand brauchte oder wollte, die sich aber dank des Könnens von Denis Villeneuve als großer Wurf für Fans entpuppte. Ich bade jedes Mal wieder in den opulenten Bildern. **2018: Black Panther** Vermutlich wusste Chadwick Boseman schon hier, welchen Verlauf sein Schicksal nehmen würde. Was den Film nur umso bemerkenswerter für mich macht. Wakanda forever! **2019: Joker 🍿** Was für eine abgründige Charakterstudie! Hat mit üblichen Comicfilmen bis auf ein paar Charaktere nichts gemeinsam. Joaquin Phoenix wurde meines Erachtens sehr zu Recht mit dem Oscar für seine Leistung bedacht. **2020: Tenet 🍿** Und noch einmal der Herr Nolan. Ich kann es nicht leugnen, ich bin großer Fan seiner Arbeit. **2021: Black Widow** Sicherlich nicht der stärkste Marvel-Film, aber ich mag ihn. Zumal es ein schönes Goodbye für die Schwarze Witwe ist, deren Abgang in Avengers: Endgame irgendwie doch zu knapp abgehandelt wurde. **2022: The Batman** 🍿 Im Leben nicht hätte ich angenommen, dass Robert Pattinson so einen guten Batman/Bruce Wayne abgeben würde. Chapeau! **2023: Oppenheimer 🍿** Seid Ihr auch so überrascht, dass hier noch einmal der Name Christopher Nolan auftaucht? **2024: Dune: Part II** Denis Villeneuve hat mit seiner Dune-Adaption etwas geschaffen, das sich meines Erachtens ganz bequem mit der Herr-der-Ringe-Trilogie messen kann. Bildgewaltig, episch und etwas ganz eigenes! **2025: The Fantastic Four: First Steps 🍿** Hach! Das ist für mich einfach ein Gute-Laune-Film. Und die Essenz von Marvels erster Familie, die wurde einfach perfekt auf die Leinwand gebannt. **2026: ?** (Vermutlich Avengers: Doomsday) 2026 ist noch nicht durch, mit Avengers: Doomsday und dem dritten Teil von Dune stehen noch zwei absolute Highlights auf der Watchlist. Ich bin gespannt, wer letztlich das Rennen macht. Vielleicht wird es am Ende doch Masters of the Universe gewesen sein? Wir werden sehen. Es gäbe natürlich noch sooo viel mehr Filme, die ich gesehen habe, und die mich auf diese oder jene Weise beeindruckt oder begeistert haben. Da es mir aber ein wenig auch um möglichst spontane Eingebungen ging, will ich es damit an dieser Stelle erst einmal gut sein lassen.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 10/09/2026
Paninis Anthologien verschaffen stets einen guten Einstieg in die Welt der vorgestellten Figur. Die Spider-Man-Anthologie macht hier keine Ausnahme.
romanjasiek.de
Große Macht, große Verantwortung: Die Spider-Man-Anthologie verrät alles Wissenswerte über den beliebten Helden
Wolverine, die Fantastic Four, der **Punisher** … Im Prinzip ist jede wichtige Comicfigur, die es zu eigenen Comicreihen gebracht hat, von **Panini Comics** mit einer Anthologie bedacht worden. Diese meist um die 350 Seiten starken Hardcover-Bücher bieten nicht nur allerhand Hintergrundmaterial in Form historischer Einordnungen, anekdotischer Kommentare oder wichtigem Basiswissen, sondern stets auch eine ordentliche Auswahl an relevanten Storys. Anders gesagt: Einen besseren Einstieg in ein Thema kann man grundsätzlich wohl kaum bekommen als mit einer dieser Anthologien aus dem Hause **Panini**. Im Zuge des Kinostarts von Spider-Man: Brand New Day wurde vor wenigen Monaten naheliegenderweise auch die **Spider-Man-Anthologie** (Untertitel: **Erstaunliche Abenteuer**) neu aufgelegt. Der ideale Zeitpunkt, um in die spannenden Abenteuer des beliebtesten Wandkrabblers der Welt einzusteigen, ist stets jetzt. Also lasst uns mal einen Blick auf die Neuauflage werfen. Die erste Ausgabe dieser bunten Zusammenstellung wichtiger Meilensteine im Leben des Netzschwingers, dessen Abenteuer die Menschen bereits seit 1962 fortwährend begeistern, erschien bei **Panini Comics** schon im Juni 2017. Seitdem ist einiges passiert in der Welt von **Peter Parker/Spider-Man**. Die Seitenzahl ist von rund 330 auf rund 360 Seiten angewachsen, an der Auswahl der beinhalteten Storys scheint sich gegenüber der Erstauflage jedoch nichts geändert zu haben. Da dieser durchaus wuchtige Wälzer jedoch nicht über blanke Seiten verfügt, wird man bei **Panini** demnach den redaktionellen Anteil aufgestockt haben. Neben einer grundsätzlichen Einführung in die Welt von **Spider-Man** erfahren wir auf vielen, klein bedruckten Seiten auch jede Menge mehr oder minder nützliche Dinge. So zum Beispiel, wer die wichtigsten Gegner des Spinnenkopfs sind, Kurzbiografie inklusive. Oder wer bereits alles zu **Spider-Man** geworden ist (als Beispiel seien hier **Miles Morales** genannt, der **Spider-Man aus Brooklyn** , oder **Peter Parquagh** , der in der Realität von Marvel 1602 im Dienste eines gewissen **Sir Nicholas Fury** stand). Aber natürlich sind diese ganzen Randinformationen nur Beiwerk. Das Hauptaugenmerk liegt auch bei dieser Anthologie erneut auf einigen ausgewählten, relevanten Storys. Und zu denen, wie könnte es anders sein, gehört natürlich der allererste Auftritt von **Spider-Man**. Wir erfahren hier, wie es Damals™ war, als der junge **Peter Parker** von der radioaktiv verseuchten Spinne gebissen wurde und daraufhin seine fantastischen Kräfte entwickelte. Und wie es erst ein Drama benötigte, um sich seiner Verantwortung bewusst zu werden. Interessierte lesen hier aber auch vom ersten Aufeinandertreffen mit **Vulture** (in den Filmen dargestellt von **Ex-Batman Michael Keaton**), werden Zeuge der **Hochzeit mit Mary Jane Watson** und des ersten Aufeinandertreffens mit **Venom** , inszeniert von **Comiclegende Todd McFarlane** , der kurz darauf mit seiner Schöpfung **Spawn** die Comicwelt einmal mehr auf den Kopf stellen sollte! Über die redaktionellen Beiträge kann ich mich auch bei dieser Anthologie nicht beschweren. Selbst wer die Abenteuer der Spinne seit langer Zeit verfolgt – und zu diesem Personenkreis zähle ich mich – wird so manches Aha-Erlebnis haben. Über die Zusammenstellung der versammelten Storys jedoch bin ich nicht so ganz glücklich. Denn auch wenn die **Hochzeit mit MJ** natürlich ein ganz entscheidendes Erlebnis im Leben von **Peter Parker** war und diese Ehe, die inzwischen aus Gründen, die Ihr mal lieber selbst lest, keinen Bestand mehr hat, lange Zeit ein fester Anker im Leben von **Spidey** war, so halte ich den tragischen **Tod von Gwen Stacy** , **Peters** erster großer Liebe, doch für wesentlich relevanter. Warum sie von **Panini** in der Neuauflage dieser Anthologie keine Beachtung findet, wo doch dieses Ereignis selbst auf die Hochzeit von **Peter** und **MJ** seinen Schatten wirft, erschließt sich mir nicht. Gerade bei einem Buch, das sich auf die Fahne geschrieben hat, die wichtigsten Stationen im Leben von **Spider-Man** beleuchten und somit einen idealen Überblick für alle Neueinsteiger bieten zu wollen, leider eine verpasste Chance, die zumindest bei mir einen leichten Beigeschmack hinterlässt. Davon abgesehen habe ich nichts zu nörgeln. **Paninis** Anthologien sind tipptopp Comicbücher, die Interessierten einen hervorragenden Überblick über die abgehandelte Figur geben und selbst dann quasi zu einer Pflichtanschaffung werden, wenn man eigentlich gut im Stoff drin ist. Die **Spider-Man Anthologie** macht hier, trotz des kleinen Abzugs in der B-Note, keine Ausnahme. © Panini Comics
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 08/09/2026
Happy Birthday, Star Trek!
romanjasiek.de
60 Jahre Star Trek: Happy Birthday auch von mir!
Heute vor 60 Jahren, genauer: am 8. September 1966, strahlte der **US-Fernsehsender NBC** mit **Das Letzte seiner Art** (im Original: **The Man Trap**) die allererste Folge von **Star Trek**(oder, wie es bei uns übersetzt wurde: **Raumschiff Enterprise**) aus. **Gene Roddenberry** , der Schöpfer von **Star Trek** , schuf damit eine positive und progressive Vision der Zukunft, die sich fest in der Popkultur verankern und dort bis heute Bestand haben sollte. Ich will an dieser Stelle gar nicht groß erklären, warum **Star Trek** toll und, meines Erachtens, auch heute noch relevant ist. In kleinen Teilen habe ich das schon an anderer Stelle getan. Und dabei auch dargelegt, welchen Einfluss **Star Trek** auf mein Leben hatte. Deswegen überlasse ich das Halten einer Laudatio oder das Verfassen von Lobgesängen anderen. Ich bin sicher, davon werden Euch heute zahlreiche im Internet begegnen. Mir geht es um etwas anderes heute. Während ich gerade noch im Krankenhaus liege, um mich von der gestrigen OP und dem Einsatz eines Defibrillators zu erholen – Ihr erinnert Euch vielleicht, eine Woche zuvor erlitt ich offenbar einen Herztod, durfte ich aber offensichtlich zurückkommen –, denke ich über **Star Trek** nach. Auch wenn gerade klimatisch und besonders politisch weltweit, aber auch quasi direkt vor der eigenen Haustür ein Haufen Scheiße (entschuldigt bitte die Wortwahl) passiert, so will ich auch weiterhin daran glauben und hoffen, dass für die Menschheit eine Zukunft, wie sie **Star Trek** schildert, möglich ist. In der Woche vor dem Unfall begrüßten wir unser neuestes Familienmitglied: Admiral Pike aus „Star Trek: Strange New Worlds“ © Nicole Isensee Als Titelbild dieses Artikels dient ein Foto von meiner Großmutter und mir. Ihr seht, die Begeisterung für die Abenteuer des **Raumschiffs Enterprise** und sämtlicher Ableger, damals, heute und auch zukünftig, ist mir in die Wiege gelegt worden. Hier noch einmal in voller Größe: © Roman Jasiek Beenden möchte ich diesen kleinen „Happy Birthday, **Star Trek!** “-Post mit einem Zitat von **Commander Data**. Ein Androide, der stets versuchte, menschlich zu sein. Und dabei oft viel menschlicher war, als so mancher echter Mensch, dem er im Laufe seines Lebens begegnete: »It is the struggle itself that is most important. We must strive to be more than we are, Lal. It does not matter that we will never reach our ultimate goal. The effort yields its own rewards.« (»Das Wichtigste ist der Kampf selbst. Wir müssen danach streben, mehr zu sein, als wir sind, Lal. Es spielt keine Rolle, dass wir unser endgültiges Ziel niemals erreichen werden. Die Anstrengung selbst ist schon die Belohnung.«) In diesem Sinne: auf die nächsten 60 Jahre **Star Trek**. Live long and prosper! 🖖
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 06/09/2026
Spidey-Action von Sci-Fi-Meister J. Michael Straczynski: Warum der Panini-Comic „Spider-Man – Lehrjahre“ ein charmanter Tipp für Sammler ist, lest Ihr in diesem Beitrag.
romanjasiek.de
Sind keine Herrenjahre: Spider-Man – Lehrjahre von Panini
Lehrjahre, so weiß es der Volksmund, sind keine Herrenjahre. Eine olle Binsenweisheit, wenn Ihr mich fragt, die sich aber immer und immer wieder zu bewahrheiten scheint. **Lehrjahre** , das ist auch der von **Panini Comics** vergebene Untertitel des zweiten von drei **Spider-Man-Comics** , die das **Stuttgarter Verlagshaus** als Fokustitel rund um den neuen Kinofilm mit dem beliebten Netzschwinger, Spider-Man: Brand New Day, an den Start gebracht hat. Ein bisschen **Spidey-Action** in Comicform geht bekanntlich immer; wenn sie aus der Feder des großartigen **J. Michael Straczynski** (Schöpfer zahlreicher großartiger Comicserien, u. a. **Rising Stars** , und natürlich der Sci-Fi-TV-Opera **Babylon 5**) und man zudem im Krankenhaus die Zeit herumkriegen muss, erst recht! Also lasst uns nachfolgend mal einen Blick riskieren. ## Der Faktor Straczynski: Warum ich den Babylon-5-Schöpfer blind kaufe Ich will ehrlich zu Euch sein: Der Name **Straczynski** ist für mich eigentlich schon Grund und Anlass genug, einen Comic blind zu kaufen, bei dem der Mann als Autor aufgeführt ist. Zu gut sind mir seine Arbeiten damals bei **Rising Stars** und **Midnight Nation** (oder aktueller: Captain America, ebenfalls bei **Panini** erschienen) in Erinnerung geblieben. Meines Erachtens beweist **Straczynski** sehr oft ein untrügliches Gespür und ein absolutes Verständnis für die Figuren, deren Schicksal er während seines Laufs quasi in seinen Händen hält. Und wisst Ihr was? Beim vorliegenden **Spider-Man – Lehrjahre** ist es nicht anders. Worum geht’s? Wir sind zurück in einer Zeit, in der **Peter** Student an der **Empire State University** ist und seine Zeit zwischen den Vorlesungen damit verbringt, mit seinem Kumpel **Harry Osborn** abzuhängen. Ansonsten gilt es, das Liebesleben in den Griff zu kriegen, schließlich ist da auf der einen Seite **Mary Jane Watson** , auf der anderen allerdings **Gwen Stacy**. Und quasi nebenbei ist unser Freund **Pete** ja auch noch **die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft** , die kraft ihrer Superkräfte dafür sorgt, dass das Böse in **New York City** regelmäßig einen Strich unter die finsteren Pläne gezogen bekommt. ## Magischer Kosmos statt Telenovela: Wie schlägt sich die Story? Damit das nicht zu sehr Telenovela-mäßig bleibt, betritt irgendwann eine mysteriöse Frau die Szene. Sie ballert zwei Mitarbeiter der Bibliothek in die nächste Daseinsebene und bemächtigt sich eines sehr alten und offenbar sehr ominösen Buches, das über wahrlich fantastische Kräfte verfügt. Zunächst hätte ich vermutet, es handele sich um das **Darkhold** (die **Scarlet Witch** ist ja bekanntlich großer Fan dieser ollen Kamelle), aber so einfach macht sich **Meister Straczynski** die Sache dann doch nicht. Hinter diesem Buch in unserer Geschichte hier stecken zwar auch phänomenale kosmische Kräfte, aber eben andere. Klar soweit? Und so hat **Spider-Man** ganz schnell wieder alle Netze voll zu tun. Und die mysteriöse Mörderin entwickelt unterwegs gar Gewissensbisse, als sie erkennt, was sie da von der Leine gelassen hat. Aber… zu spät? Die Story liest sich flüssig, ist für mich schlüssig und lässt sich vor allem auch dann gut konsumieren, wenn man sonst mit dem **Netzkopf** bisher nicht allzu viele Berührungspunkte in Comicform gehabt hat. Ist es die größte **Spider-Man-Story** jemals? Auf gar keinen Fall! Ist das nötig? Auch hier: Auf gar keinen Fall! **Straczynski** hat genügend spannende und/oder interessante Kniffe in die Story eingebaut, um seine Leserschaft permanent bei Laune zu halten. Da muss es nicht das größte Fass sein, das hier aufgemacht wurde. Zumal sich hier einmal wieder zeigt, was ich eingangs schrieb: Er hat einfach ein Gespür für die Figuren, mit denen er betraut wird. ## Das Artwork von Pere Pérez: Tolle Mimik mit leicht blassen Farben Die Zeichnungen von **Pere Pérez** gehen für mich auch klar. Dynamisch genug, um die Action überzeugend herüberzubringen, aber gleichzeitig auch detailliert genug, um gerade auch die ruhigen Szenen authentisch wirken zu lassen. Bonuspunkte bekommt **Pérez** für die Mimik seiner Figuren. Abzüge, sofern ich unbedingt welche machen muss, allenfalls für die für meinen Geschmack etwas zu klassische Panelaufteilung. Und auch die Farben sind für mein Empfinden etwas zu flach und zu blass. Versteht das bitte aber als Gejammer auf hohem Niveau. Wie ist dieser Comic nun also unterm Strich zu bewerten? Ist es ein Must-have oder eher ein Nice-to-have? Für mich als **Straczynski-Fan** ganz klar ersteres, aber ich muss das wohl ein bisschen differenzierter betrachten. Wer sich, wie ich, zu den Fans des Meisters zählt, nimmt diesen Comic mit. Wer sich für **Spidey-Action** begeistern kann, die nicht zwingend die größten Keulen schwingen muss, ebenfalls. Sammler und Komplettisten auch. Und auch, wenn ich in Summe zufrieden bin mit dem Ergebnis, so fehlt mir doch grundsätzlich etwas, das mich mit den Fingern schnippen und „Ja, das isses!“ rufen lässt. Also in Summe wohl doch eher ein Nice-to-have. © Panini Comics
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 06/09/2026
Stefan Poiss' 8. Kapitel in der faszinierenden Dreamweb-Saga ist, wenig überraschend, einmal mehr ein großer Wurf geworden. Warum, das lest Ihr hier.
romanjasiek.de
Vergeltungsschlag im Dreamweb: Retaliation von mind.in.a.box
Wir schreiben das Jahr 2004. Während im Mai zehn weitere Staaten der EU beitreten und **George W. Bush** im November zum amtierenden Präsidenten der **US of A** wiedergewählt wird, wird anderswo **Facebook** gegründet, **Google Mail** geht an den Start, **Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs** kommt ins Kino und wird daraufhin gleich mit **11 Oscars** bedacht und die **olympischen Sommerspiele** kehren zu ihrem historischen Ursprungsort **Griechenland** zurück. Und überhaupt **Griechenland** : Unter **Otto Rehhagel** werden die **Hellenen Fußball-Europameister**. Alles gut dokumentierte, historische Fakten, an die sich viele von Euch gewiss noch erinnern. © mind.in.a.box / Thyx Music 2004 passierte aber noch etwas, das, ausgenommen von ein paar ausgewiesenen Freunden exquisiter, dunkelektronischer Musik, weitgehend unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit stattfand: Die Tore zum **Dreamweb** wurden geöffnet. Im Sommer 2004 erschien mit **Lost Alone** das erste Album von **mind.in.a.box** , oder besser: Das erste Kapitel ihrer fortlaufenden, musikalischen Sci-Fi-Dystopie erblickte das Licht der Musikweltöffentlichkeit. Seitdem hat **Stefan Poiss** , der musikalische Kopf hinter dem Projekt, die Story zusammen mit verschiedenen Mitstreitern (**Markus Hadwiger** als Autor, inzwischen ist **Joshua Kreger** für die Ausgestaltung der im Booklet abgedruckten Handlung sowie der dazu passenden Songtexte verantwortlich) immer weitergesponnen. Es gab in der jüngeren Vergangenheit ein Album, das man im Filmbereich gewiss als Prequel bezeichnet hätte (Broken Legacies, 2017), sowie eine fulminante, in Teilen gar fuchtige Rückkehr (Black & White, 2023), die sehr auf Finale hin zu arbeiten schien. Und nun, gerade einmal drei Jahre später, dürfen alle, die sich für das Tun der Band und/oder exquisite, elektronische Musik interessieren, erneut ins **Dreamweb** abtauchen. Vorhang auf für **Retaliation**! © mind.in.a.box / Thyx Music ## Das Dreamweb: Worum geht es in der Sci-Fi-Saga von mind.in.a.box? Für alle, die jetzt erst einschalten: Bei dem **Dreamweb** handelt es sich der Erzählung nach um eine Art Netzwerk bzw. Bewusstseinskollektiv, das Wenigen als Mittel zum Zweck der Kontrolle Vieler dient. Wer hier an **die Matrix** denkt, liegt vermutlich nicht ganz falsch. Gefügig gehalten werden die Menschen mit einer Droge namens **Prima-Psych**. Das inzwischen 8. Kapitel der Sage um die Rebellen **Black** und **Night** und den Rest der **Sleepwalkers** , sowie deren Widersacher in Form der **Agency** und dem Funktionär **White** trägt den reißerischen Titel **Retaliaton** , was zu Deutsch in etwa so viel bedeutet wie Vergeltung, Gegenschlag. Wer aber übt Vergeltung aus? Sind es die **Sleepwalkers** in ihrem Kampf, sich von der Unterdrückung zu befreien? Oder ist es doch die **Agency** , die hier mit voller Wucht und Härte zurückschlägt, um dem elenden Widerstand ein für alle Mal den Garaus zu machen? Die Antwort steht nicht geschrieben im Wind, sondern wie üblich im Booklet und in den einmal mehr ausufernden Lyrics der insgesamt 13 Tracks dieses Albums. Und damit möchte ich es inhaltlich auch gut sein lassen an dieser Stelle. Jedes Album von **mind.in.a.box** lebt sehr davon, dass man sich mit der gebotenen Aufmerksamkeit der Musik hingibt, diese und die Texte auf sich wirken lässt und für die Dauer von etwas mehr als einer Stunde in eine Sci-Fi-Welt entführen lässt, die es in der gefühlt unendlichen Musikwelt kein zweites Mal gibt. Wir leben im Zeitalter der KI und trotzdem ist mind.in.a.box in allen Belangen unerreicht. Ich glaube, ich hatte es in der Review zum letzten Album schon erwähnt, dass mind.in-a.box für mich nicht mehr nur der Name eines Musikprojekts ist, sondern quasi schon zum Synonym für ein ganz eigenes Genre geworden ist. Etwas, das im Sommer 2004 gekommen ist, um zu bleiben. © mind.in.a.box / Thyx Music ## Der Sound von Retaliation: Überraschend sanfter Synthwave statt harter Kanthölzer Wenn ich so zurückdenke an das letzte Album **Black & White**, dann habe ich einige Titel (**Drowning in the Fire** , **Sometimes Never**) als epische Kanthölzer in Erinnerung, die **Stefan Poiss** seiner Hörerschaft gleichermaßen mit Wonne wie auch Wucht vor den Latz geballert hatte. Es ist also vermutlich gar nicht so abwegig, anzunehmen, dass ein Album, das sich thematisch der Vergeltung verordnet, ähnliche Geschütze auffahren würde. Weit gefehlt. Tatsächlich beginnt **Retaliation** überraschend sanft und behält auch über die komplette Spielzeit überraschend weitgehend einen weichen, wie so oft charmant retrohaften Synthwave-Charakter bei. Wenn ich über **mind.in.box** geschrieben habe – und das habe ich wirklich schon so einige Male in den vergangenen Jahren –, habe ich mir oft die Frage gestellt, ob **Stefan Poiss** mittlerweile eigentlich sämtliche denkbaren Wege ausprobiert hat, seine Stimme elektronisch zu verfremden. Eine Frage, die auch dieses Mal nicht abschließend geklärt werden kann. Denn neben der dunklen, roboterhaften Stimme gesellt sich oft auch eine helle, weiblich anmutende und wir hören quasi ein Duett, das keines ist. Bemerkenswert erlebbar beispielsweise in der mit 80er-Flair flirtenden Clubhymne **We’ll Jump Together** , eines der romantischen Lieder dieses Albums, das die Verbindung von **Black** und **Night** zementiert. Um meiner Verantwortung an dieser Stelle gerecht zu werden, warne ich hiermit ganz offiziell vor der Gefahr eines Ohrwurms. Ähnlich verhält es sich mit **Little Miss Vicious**. © mind.in.a.box / Thyx Music ## Kalte System-Kritik und raffinierte Arrangements Ziemlich krass auch das Stück **Toys** , bei dem einmal mehr eine neue Perspektive eingenommen wird. Scheinbar spricht hier das System selbst. Kalt, gefühllos, besitzergreifend und abschätzig, auch gegenüber den eigenen Soldaten („You're my little soldier men... You're my loyal property... You'll be so disposable“). Menschen als Verbrauchsgegenstände und Wegwerfware in einem anhaltenden Konflikt. Wo sehen wir das gerade seit 2022 in diesem Real Life, diesem sogenannten? Ach ja, richtig. Wie üblich möchte ich nicht jeden Song dieses Albums im Detail auseinandernehmen. Denn, wie zuvor schon umrissen, leben die Alben von **mind.in.a.box** sehr davon, dass man das Dreamweb selbst entdeckt. Um noch mal eine Anspielung auf **The Matrix** zu bringen: Unglücklicherweise kann man nicht genau erklären, was das **Dreamweb** ist. Man muss es selbst erleben. Am besten mit geschlossenen Augen, während die Musik via Kopfhörer die Gehörgänge, das Hirn und den Verstand schmeichelt. Mehr Abwechslung, garniert mit raffiniertem Songwriting und cleveren Arrangements, lässt sich vermutlich nicht in ein Album elektronischer Machart unterbringen. Ob nun die bereits erwähnten Stücke, das latent an 90er-Jahre-Electro-Pop erinnernde **The Return** oder der balladenhafte Titelsong: Alles ist von höchster Güte, alles mit meisterhaftem Sachverstand und absoluter Leidenschaft und Hingabe erschaffen. Und als wäre all das noch nicht genug, so ließe sich **Retaliation** auch als Warnung verstehen. Eine Warnung davor, sich blind einem System unterzuordnen. Der Refrain „No one has immunity“ (**Immunity**) richtet sich gegen Mitläufertum, Propaganda und blinden Gehorsam gleichermaßen. © mind.in.a.box / Thyx Music **Retaliation** ist auch dieses Mal wieder allerbeste Unterhaltung aus dem Hause **mind.in.a.box**. Abwechslungsreich, getrieben von der faszinierenden Story und dem wahrlich einzigartigen, über Jahre (Jahrzehnte gar) durchgezogenen Konzept. Stefan Poiss erklärte mir im Interview zum letzten Album, dass er beschlossen habe, sich von everything KI fernzuhalten. Auch bei diesem Album bin ich überzeugt, dass dies der Fall gewesen ist. Sicherlich, auch KI kann heute schon überzeugende Lieder generieren. Aber selbst bei bewusst künstlich gehaltener Musik wie hier, spürt man ganz deutlich eine Seele. Würde ich Punkte geben, **Retaliation** bekäme 10 von 10. Ich habe keine Ahnung, wohin die Reise von **mind.in.a.box** geht, hoffe aber, sie möge nie enden. Bis zum nächsten Kapitel haben Fans und Interessierte jedenfalls wieder viele neue, ganz großartige Songs, die ihresgleichen suchen. Für mich ist **Retaliation** abschließend ein ganz, ganz heißer Anwärter auf das Album des Jahres und ich wäre kaum überrascht, wenn der Blumentopf am Ende des Jahres einmal mehr an mind.in.a.box ginge. **Chapeau, Herr Poiss!** © mind.in.a.box / Thyx Music
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/09/2026
Hat mit dem Film nur sehr wenig zu tun, ist aber vielleicht gerade deswegen nicht weniger cool: Spider-Man – Brand New Day von Panini Comics.
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Ein brandneuer Tag für Spidey: Spider-Man – Brand New Day von Panini
Es ist noch gar nicht sooo lange her, da kam ich voller Entzücken aus dem Kino. Grund und Anlass dafür war Spider-Man: Brand New Day, das inzwischen vierte Solo-Abenteuer mit **Tom Holland** in der Rolle der **freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft**. Im Zuge dieses Films, der inzwischen mehr als 2 Milliarden Dollar eingespielt und somit offensichtlich nicht nur mich begeistert hat, brachte **Panini Comics** wenig überraschend ein paar Comicbände heraus, die als Fokustitel den Film begleiten sollen. Da ich nach wie vor im Krankenhaus liege, hatte ich ausreichend Gelegenheit, mir diese Bände in aller Ausführlichkeit zu Gemüte zu führen. Fangen wir also mal an, uns über **Spider-Man – Brand New Day** zu unterhalten. Auch wenn man anhand der Namensgleichheit vermuten könnte: Dieser Comic erzählt mitnichten die gleiche Geschichte wie der Film. Tatsächlich stammen die in diesem Band versammelten Comics ursprünglich bereits aus dem Juli 2007 sowie aus dem Frühjahr 2008, haben also grundsätzlich schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Dennoch gibt es neben dem Titel noch weitere, kleinere Überschneidungen zum Film. ## Comic vs. Kinofilm: Die Unterschiede zum Tom-Holland-Blockbuster Die größte Gemeinsamkeit: das kollektive Vergessen, wer **Peter Parker** ist und was er so treibt, wenn er nicht als Student, Fotograf für den **Daily Bugle** , armer Schlucker und **die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft** in Personalunion durch die **Straßenschluchten New Yorks** schwingt. Im Gegensatz zum Film ist es hier aber kein von **Doctor Strange** beschworener Zauber, sondern quasi ein Pakt mit **Mephisto** , um das Leben seiner **Tante May** zu retten. Nach diesem Deal, der auch **Peters** Festplatte im Koppe formatierte, war er nicht mehr mit **MJ** verheiratet, **Tante May** dafür aber noch am Leben und auch sonst war alles wie früher. Mit einer Ausnahme: Nach dem **Civil War** (2006) mussten sich Superhelden demaskieren und registrieren lassen, wollten sie nicht fortan pauschal als Gegner der Regierung gelten. Der **Civil War** wurde auch im **MCU** (**The First Avenger: Civil War**) ein großes Thema. **Spider-Man** gehört jedenfalls aber nicht zu denen, die ihre Identität preisgegeben haben. Eine mächtige Mutantin oder ein waffenstarrender, meist allein arbeitender Rächer fehlen in dieser Erzählung. Und in diese wirft der vorliegende Band nun also unseren Helden. ## Mr. Negative, so ein Typ auf einem Goblin-Gleiter und der Auftritt von Jackpot Und wie könnte es anders sein: Auch ohne allzu viele Erinnerungen hat **Spidey** alle Netze voll zu tun! So bekommt er es hier unter anderem mit **Mr. Negative** zu tun, keilt sich mit einem Typen, der sich auf einem **Goblin-Gleiter** durch die Lüfte schwingt, und wird dann auch noch polizeilich als Verdächtiger in einer Mordserie gesucht! Und als wäre das noch nicht genug der gar nicht mal so frohen Kunde, betritt mit **Jackpot** alias **MJ** eine neue Superheldin das **New-Yorker-Superhelden-Nachtleben** UND **J. Jonah Jameson** erleidet einen Herzanfall, woraufhin sein Revolverblatt an neue Eigentümer verbimmelt wird. Mit Konsequenzen auch für **Peters** berufliche Aussichten. Lange Rede, kurzer Sinn: Dieser brandneue Tag bereitet für unseren beliebten Netzkopf jede Menge Alarm und Remmidemmi bereit! Festhalten möchte ich, dass, obwohl die hier versammelten Heftchen in gar nicht mehr allzu ferner Zukunft bereits 20 Jahre auf dem Buckel haben, die Geschichten gut gealtert sind. Dass sie die durch den Namen des Films geweckten Erwartungen nicht erfüllen - geschenkt! Mehr noch als die übliche Spidey-Action, die dank der beteiligten Zeichner und Koloristen auch heute noch eine gute Figur macht, sind es auch hier wieder die Nebenschauplätze, die in Erinnerung bleiben. So insbesondere der erste Auftritt von **Jackpot**. Oder ganz besonders auch der Verkauf des **Daily Bugle** mit allen daraus resultierenden Konsequenzen. Die Autoren **Dan Slott** und **Marc Guggenheim** lieferten seinerzeit gut lesbare, durchaus unterhaltsame Spinnenkost ab, die man auch heute noch gut lesen kann. Vielleicht auch gerade deshalb, weil dieser **Brand New Day** nichts mit dem Film zu tun hat. © Panini Comics
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/09/2026
Wenn man, so ich wie ich kürzlich, eine zweite Chance zum Leben bekommen hat, kommen unweigerlich Fragen auf. Fragen wie: „Was bleibt eigentlich von mir, wenn ich nicht mehr bin?“ Wenn Nicole, mein Kind, meine Familie, meine Lieblingsmenschen und meine Freunde ebenfalls fort sind und niemand […]
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Wie ich meinen Blog unsterblich machte
Wenn man, so ich wie ich kürzlich, eine zweite Chance zum Leben bekommen hat, kommen unweigerlich Fragen auf. Fragen wie: „Was bleibt eigentlich von mir, wenn ich nicht mehr bin?“ Wenn Nicole, mein Kind, meine Familie, meine Lieblingsmenschen und meine Freunde ebenfalls fort sind und niemand mehr da ist, der sich an mich erinnern kann? Als Blogger stelle ich mir die Frage noch einmal anders, als es andere Menschen vielleicht tun. So viele Texte, die ich seit mehr als 25 Jahren geschrieben habe. Sehr viele davon sind seit Start dieses Blogs, der noch in diesem Monat auch schon wieder seinen ersten Geburtstag feiert, noch nicht wieder online. Sie warten in kleinen Textdateien darauf, dass ich sie zurück ins Netz hole. Was würde denn aber mit denen passieren, die bereits online sind? Wenn niemand mehr die monatlichen Gebühren zahlt, die für den Betrieb dieses Blogs notwendig sind? Sie würden verschwinden. Für immer. Und damit dann auch ich irgendwann. Und ja, das ist eine Vorstellung, die mir noch nie sonderlich gut gefallen hat. Es wird zwar oft gesagt, das Internet würde nichts vergessen und was einmal online war, bliebe dort für immer. Nun, wäre dem so, hätte ich nicht so einen Struggle gehabt, meine alten Texte, für die ich damals kein Backup angefertigt hatte (weil, warum auch, das Internet vergisst doch nichts), zurückzubekommen. Als hätte ich geahnt, was mir passieren würde, habe ich vor einigen Tagen damit begonnen, eine Lösung in diesen Blog einzubauen, die der virtuellen Unsterblichkeit sehr nahekommt. Eine Kombination aus **Blockchain** und der **Wayback Machine**. Für diejenigen, die es interessiert, nachfolgend ein paar Details. ## Das Problem Webseiten und Blogs können verschwinden. Zum Beispiel, wenn ein Anbieter aufgibt, ein Server ausfällt, ein Account gelöscht oder eine Domain irgendwann nicht mehr verlängert wird. Dann sind Jahre an Inhalten von einem Tag auf den anderen weg. Als hätte es sie nie gegeben. So ähnlich wie der Snap in **Marvels Avengers: Infinity War**. Weil, wie schon erwähnt, das Internet mehr vergisst, als man meinen mag. Das ist bei der Ankündigung eines Albums, dessen Veröffentlichung bereits Jahre zurückliegt, zu verkraften. Bei einer Review, in die mein ganzes Herzblut geflossen ist und die ich mit persönlichen Ansichten, Erinnerungen, Erfahrungen und/oder Anekdoten angereichert habe, fände ich das schon bedauerlicher. ## Die Idee Jeder Beitrag meines Blogs wird deshalb ab sofort automatisch und dauerhaft an zwei zusätzlichen, voneinander getrennten Orten gesichert – komplett unabhängig vom Blog und der zugrundeliegenden Installation bei Ghost.org selbst. ## Die Lösung _Sicherung Nr. 1_ erfolgt in einem Netzwerk, das tatsächlich nichts vergisst. Die Technik dahinter heißt Arweave – ein weltweites Netzwerk aus tausenden Computern, die Daten dauerhaft speichern. Wie **Bitcoin** für Daten. Man zahlt einmalig einen kleinen Betrag im Nullkommairgendwas-Cent-Bereich, und die Daten bleiben danach für immer abrufbar. Ihr könnt Euch das vorstellen wie ein Insekt, das für die Ewigkeit in Bernstein eingeschlossen wird. Es gibt kein Abo, keine Kündigungsfrist und keine Firma oder Regierung, die das eines Tages einfach abschalten könnte. Alle Beiträge werden in der **Blockchain** gespeichert und, einmal dort abgelegt, können sie nie wieder gelöscht werden. Oder anders: Wenn die **Blockchain** nicht mehr zur Verfügung steht, haben wir Menschen ganz andere, sehr viel ernsthaftere Probleme. _Sicherung Nr. 2_ erfolgt in einer digitalen Bibliothek. Zusätzlich zum **Blockchain-Backup** wird jeder Beitrag bei der Wayback Machine eingereicht, dem (vermutlich) bekannten, gemeinnützigen Archiv-Projekt des **Internet Archive** , das schon Milliarden Webseiten für die Nachwelt gesichert hat. Und über das ich übrigens letztlich auch einige meiner alten Texte restaurieren konnte, die nun in besagten kleinen Textdateien auf ihre Rückkehr warten. Der ganze Prozess läuft quasi von allein. Sobald ein neuer Beitrag veröffentlicht oder später bearbeitet wird, passiert die Sicherung automatisch im Hintergrund – ganz ohne Klicks oder zusätzlichen Aufwand. Unter jedem gesicherten Beitrag erscheint eine kleine Box mit ein bis zwei Links, über die man die dauerhafte Kopie direkt einsehen kann. Und auch meine geschriebene Vergangenheit ist nun safe, das heißt: nicht nur neue Beiträge, sondern auch alle 374 bisherigen Artikel dieses Blogs wurden einmalig nachträglich gesichert. Die Bilder in den Beiträgen liegen bislang weiterhin nur bei Ghost.org, und (leider noch) nicht zusätzlich in den permanenten Archiven. Das wäre mit zusätzlichen Kosten verbunden, schließlich ist auch die Speicherung in der Blockchain nicht für lau zu haben – auch wenn wir hier von Beträgen von weniger als einem Cent sprechen –, und daher habe ich mir das für irgendwann später im Jahr aufgehoben. Zudem muss hier auch noch geklärt werden, wie das technisch einfach zu lösen ist, dass nur die Fotos, Bilder und Illustrationen gesichert werden, deren Urheber ich bin. ## Das Ergebnis Selbst wenn der Blog eines Tages, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr online sein sollte – die Texte werden es bleiben. Von jetzt an und für immer. Und auch wenn das vielleicht für manche albern tönen mag: Es gibt mir nach den Ereignissen des vergangenen Wochenendes irgendwie ein gutes Gefühl, dass im Zweifelsfall doch etwas von mir bleibt, wenn ich irgendwann nicht mehr bin. PS: Natürlich habe ich die technische Umsetzung nicht allein lösen können, sondern mit sehr ausführlicher Unterstützung durch die KI **Claude**. © Claude
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/09/2026
Der Photo Dump des vergangenen Monats.
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Photo Dump 08/2026
Der kommentarlose, fotografische Kurz-Rückblick auf den vergangenen Monat kommt dieses Mal ein paar Tage später als sonst, da ich derzeit immer noch im Krankenhaus liege. Wie auch immer: Hier ist ein kleiner Einblick in den zurückliegenden Monat. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 04/09/2026
10 Minuten Reanimation mitten beim Mammutmarsch: Warum der 29. August ab jetzt mein zweiter Geburtstag ist und wie schnell das Leben vorbei sein kann.
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Mein zweiter Geburtstag: Wie ich dem Tod beim Mammutmarsch von der Schippe sprang
Wenn die Dinge anders gelaufen wären, als sie sich tatsächlich zugetragen haben, würdet Ihr an dieser Stelle den Bericht vom **Nachtmammut im Ruhrgebiet** lesen, an dem Nicole und ich am vergangenen Wochenende teilgenommen haben. Ihr würdet davon lesen, wie cool die Strecke mit all ihrer Industrieromantik war, wie gut die Verpflegung, wie bescheiden das Wetter gewesen ist. Und vielleicht auch noch davon, dass wir am Abend zuvor in **Magdeburg** im Kino waren und uns die in 4K restaurierte Fassung von **Terminator 2: Tag der Abrechnung** angeschaut haben anlässlich dessen 35. Jubiläums. Natürlich nicht, ohne zuvor irgendwo lecker schnabulieren gewesen zu sein. Davon hättet Ihr in einem, vielleicht mehreren Beiträgen gelesen. ## Der 29. August 2026: 10 Minuten Reanimation mitten beim Mammutmarsch Oder auch nichts davon, genauso wenig wie diese Zeilen, weil ich am Abend des 29. August 2026, irgendwann gegen 21 Uhr 30, wegen eines **Vorhofkammerflimmerns** verstorben wäre. Long story short: Meine Pumpe hat mitten beim **Mammutmarsch** versagt, ich war weg, wurde 10 Minuten lang reanimiert und durfte ganz offensichtlich zurückkommen. Niemand weiß, wie und warum dieses Bild entstanden ist. Vermutlich war ich es noch selbst, weil ich das Handy noch in der Hand hatte, um die Industrieromantik zu fotografieren. © Roman Jasiek So richtig weiß niemand, was passiert ist oder warum. Und ich am allerwenigsten. Nicole sagt, ich sei quasi mitten beim Laufen und dabei erzählen zusammengesackt. Einfach so, ohne Vorwarnung. Es war pures Glück und die Mitwirkung fleißiger Schutzengel (in Form von Nicole, Rettungskräften usw.), dass ich genau dort zusammengesackt bin, wo ich nun mal umgefallen bin. Wenn dies nur zwei Wochen früher, bei unserem Wandertag im Harz, passiert wäre (9 Stunden wandern und nicht nur marschieren, 30 Kilometer, 1000 Höhenmeter und vor allem 34 Grad im Schatten) – ich würde mir inzwischen die Radieschen von unten anschauen. Darüber nachzudenken ist gleichermaßen erschreckend wie auch müßig, denn es ist zum Glück anders gekommen. Ich bin noch da, liege nach wie vor auf der Kardiologiestation des Krankenhauses der Knappschaft Kliniken in Bottrop, und darf mich des Lebens erfreuen. © Roman Jasiek ## Das große Vergessen: Leben mit den Löchern im Langzeitgedächtnis Erinnerungen an den Vorfall, an den Übergang, an die Rückholung, die Behandlung auf der Intensivstation und so weiter habe ich keine mehr. Der Sonntag ist auch nahezu verschwunden. Selbst Montag und Dienstag sind noch einigermaßen löchrig. Es ist ein Freitag, an dem ich diese Zeilen mit Blick aus dem Fenster auf grautrübes Wetter schreibe, und er fühlt sich an wie ein Dienstag. Diverse Dinge rund um diese Nahtod-Erfahrung haben es nicht ins Langzeitgedächtnis geschafft. Vermutlich auch besser so. Reicht schon, dass meine Liebste all die schrecklichen Dinge mit ansehen, miterleben musste. Ihr macht Euch keine Vorstellung davon, wie dankbar ich ihr bin, dass sie in diesem Moment bei mir war! Und in den folgenden Tagen, in denen Nicole ein AirBnB gemietet hat, sich von der Arbeit hat freistellen lassen, meine Mutter eingesammelt und beide quasi mehr oder weniger an meinem Bette Wache gestanden haben. Was sie das an Kraft gekostet haben muss, vermag ich mir nicht vorzustellen. Froh und dankbar bin ich auch – neben der Tatsache, noch am Leben zu sein – dass nur die jüngsten Erinnerungen löchrig waren. Dass also mein Hirn, mein Erinnerungsvermögen keinen wirklichen Schaden genommen hat und dass ich mich nach wie vor beispielsweise auch an mein Kind erinnern kann. Und wenn wir von Dankbarkeit sprechen: Die gilt selbstredend auch allen anderen Menschen, die mein Weiterleben ermöglicht haben. Die Ersthelfer, die Rettungssanitäter, die (Not-)Ärzte, das Pflegepersonal … Ich habe eine ganze Reihe von Leuten beschäftigt und tue es noch. Ihnen allen werde ich auch auf Lebenszeiten dankbar sein. © Roman Jasiek / Apple ## Der Fahrplan aus der Kardiologie: (Weiter-)Leben mit dem Defibrillator Wie gesagt, ich liege noch im Krankenhaus und momentan ist mein größtes Problem die Langeweile. Auch hier macht Ihr Euch vermutlich kein Bild, wie froh ich bin, dass es nur das ist! Ich kenne nun den Fahrplan im Groben: Vermutlich am kommenden Montag werde ich dauerhaft einen Defibrillator eingesetzt bekommen. Der wird mich dann für den Rest meines Lebens begleiten und mir im Falle eines Falles beim Überleben helfen. Im Anschluss an den Eingriff soll eine mehrwöchige Reha folgen, wobei hier die Details noch zu klären sind. © Knappschaft Kliniken Bottrop Wie gesagt, ich habe viel Langeweile. Über das Leben nachgedacht und wie schnell es vorbei sein kann und/oder für immer verändert, das habe ich nun zur Genüge. Ich versuche, mich abzulenken, indem ich mich dem Blog widme. Nicole ist gerade zu Hause, wird aber bald wieder hier sein. Mein Kind werde ich dieses Wochenende nicht sehen, dem versuche ich auch, die gruseligsten Details oder die Tatsache, dass sein Papa vermutlich nur mit Glück dem Tode von der Schippe gesprungen ist, zu ersparen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt zu erklären. Vielleicht fülle ich die Zeit hier in der Klinik mit Reviews; bevor ich umgekippt bin, habe ich freundlicherweise wieder ein paar **Spider-Man-Comics** zur Rezension zur Verfügung gestellt bekommen. Und vielleicht lenkt Euch das dann genauso ab wie mich. Abendessen im Krankenhaus. Nach so einem Erlebnis schmeckt alles gleich nochmal so gut. © Roman Jasiek ## Mein 2. Geburtstag. Der 29. August ist nicht nur in der fiktiven Welt von **Terminator** ein besonderes Datum, sondern künftig auch für mich. Mein zweiter Geburtstag quasi, denn an diesem Tag wurde mir geschenkt, weiterzuleben. Und das, merke ich gerade, wird mich vermutlich noch lange beschäftigen. Meine Liebsten gewiss auch. Und auch, wenn ich selbst im Vorfeld keine Warnsignale meines Körpers wahrgenommen habe (ähnlich wie beim zu hohen Blutdruck, auf den mich ja die Apple Watch hingewiesen hatte), kann ich nur abschließend sagen: Achtet auf Euch. Und genießt die Zeit, füllt sie mit Dingen, die Euch Freude bereiten. Vor allem: haltet Euch an Euren Liebsten fest. Denn das habe ich gerade sehr deutlich vor Augen geführt bekommen: Ganz plötzlich ist die Zeit vorbei, wie durch ein Fingerschnippen. In diesem Sinne. © Roman Jasiek * * * ℹ️ Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht über ein medizinisches Ereignis. Er ersetzt keine professionelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Herzbeschwerden wende Dich bitte sofort an den Rettungsdienst.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 19/08/2026
12 Monate, 12 Songs, eine Playlist.
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12 Monate, 12 Songs
Mal wieder eine feine, kleine Playlist im Umfang eines normalen Musikalbums basteln, das hatte ich schon eine ganze Weile im Sinn. Ich wollte 12 Songs, die den Namen eines Monats tragen, in einen Topf werfen und schauen, was dabei am Ende herauskommt. Deutsch oder Englisch, das war mir dabei egal. Es ist dies vielleicht nicht die kreativste Herangehensweise, sicherlich, aber ich hatte dennoch Bock darauf. Zumal: Fragst du zwölf Personen nach 12 Songs, die den Namen eines Monats tragen, erhältst du ganz gewiss auch zwölf unterschiedliche Ergebnisse. Und das hier ist eben meins. Ich habe selbst ein bisschen gestaunt. Wer Playlists bastelt (oder früher Mixtapes), kennt das bestimmt: Die Dinge verselbstständigen sich, sobald man sich der musikalischen Perlentaucherei hingibt. Es hat etwas von dem Kaninchenbau aus **Alice im Wunderland** , aus dem man nur schwerlich wieder herauskommt. Dass **Taylor Swift** mit ihrem Song **august** hier dabei ist, dürfte niemanden verwundern, wer mich kennt. **Seabound** , **Pride and Fall** , meine kleinen Ausflüge in die Düster-Electro- bzw. Grufti-Vergangenheit, ebenfalls nicht. Über **Silverstein** , **jumi** oder **Treptow** habe ich aber tatsächlich auch gestaunt. Und damit genug der Vorrede – viel Spaß mit diesem wilden Mix aus Emo, Pop, Instrumental, Rock, Electro, Deutschpop und 70’s Pop! © ChatGPT ## 12 Months, 12 Songs @ Apple Music ## 12 Months, 12 Songs @ Spotify
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 10/08/2026
Mein Beitrag zum Bloggerschnack des Bloggerforums für den August 2026.
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Bloggerschnack August 2026: Zeiten ändern dich – Meine ältesten Blogbeiträge vs. mein aktuelles Tun
Seit ein paar Tagen bin ich Mitglied im Bloggerforum der Bloghexen. Weil das Internet meiner Ansicht nach eben nicht nur aus Social-Media-Plattformen bestehen sollte, die mittlerweile vieles sind, aber ganz oft eben eines nicht mehr: sozial. Ich finde es schön und gleichermaßen auch inspirierend, dass die Welt der Blogs nach wie vor sehr lebhaft und aktiv ist. Auch, wenn sie möglicherweise viel zu oft unter dem Radar vieler Internetnutzer fliegt. Jeden Monat wird dort ein Thema aufgemacht, zu dem sich die Nutzer des Forums ihre Gedanken machen und diese dann in einen Blogbeitrag kippen können. Die Frage, die für den August 2026 in den Raum gestellt wurde, ist eine durchaus spannende, wie ich finde: Meine ältesten Blogartikel bzw. Bloggen früher und heute – was würde ich anders machen? Das ermöglicht mir eine kleine Zeitreise und Euch einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Wer meinen Spielplatz hier sehr genau unter die Lupe nimmt, wird möglicherweise feststellen, dass die Zahl der veröffentlichten Beiträge kontinuierlich wächst. Und das, obwohl mangels Zeit pro Monat allenfalls ein Dutzend neuer Artikel hinzukommt. Wie kann das sein? Nun, aus früheren Blogs von mir, allen voran **Avalost** , sind noch jede Menge Beiträge vorhanden, die nach wie vor in kleinen Textdateien schlummern und darauf warten, dass ich sie hier wieder zurück ans Tageslicht hole. Mit der Bloggerei angefangen habe ich Ende der 1990er Jahre. Als Teenie und Azubi im Buchhandel in Personalunion war es Teil meiner Ausbildung, Buchrezensionen zu schreiben. Die ich dann auch direkt ins Netz stellte. Das war damals super umständlich und bei Weitem nicht so elegant, einfach und komfortabel, wie es heute mit Plattformen/Systemen wie **WordPress** , **Blogger** , **Ghost** oder **Substack** möglich ist. Und die URL konnte sich auch niemand merken damals! Daraus folgten Websites, die ich mit unterschiedlicher Technik unter der Haube zu Magazinen aufgeblasen habe. Alles, was ich zu den technischen Details wissen musste, habe ich mir selbst beigebracht. Somit hatte ich im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Blogs an den Start gebracht, die zunächst auf **HTML** , später auf **PHPNuke** , diversen Forensoftwares, **Mambo** , **Joomla** , **WordPress** und sogar einmal auf **TYPO3** basierten. Aktuell verwende ich **Ghost** und bin damit sehr zufrieden. Auf die technische Seite will ich aber gar nicht weiter eingehen. Wichtiger sind die Inhalte. Wie zuvor schon erwähnt, habe ich zunächst Magazine aufzubauen versucht bzw. aufgebaut, die sich damals vor allem mit Musikrezensionen und Neuigkeiten aus der Musikwelt beschäftigten. Die Artikel, die ich im Laufe der Jahre geschrieben habe – das waren ein paar Tausend! – sind irgendwann immer länger und ausführlicher geworden. Und persönlicher. Zudem haben sich meine Interessen auch immer mehr erweitert, so dass ich irgendwann den Eindruck hatte, dass das Korsett eines Magazins sich nicht mehr passend anfühlte. Und das zur Verfügung stehende Zeitbudget ist mit den Jahren immer weiter geschrumpft. Ein Magazin lebt davon, dass ständig neue Inhalte präsentiert werden, stets am Puls der Zeit. Schließlich ist nichts so alt wie die Nachricht von heute. Den Stress kann und will ich mir nicht mehr geben. Heute schreibe ich, wenn ich etwas zu erzählen habe und die Zeit finde, dies zu tun. Und sei es, dass ich mit meinem Tun hier dazu ermutigen möchte, zur Vorsorge oder zur Blutspende zu gehen. Ein ganz anderer (Blogger-)Schnack also, als noch vor wenigen Jahren. Wie gesagt, ein paar Tausend Artikel schlummern noch auf meiner Festplatte und warten darauf, wieder online zu gehen. Ich mache das händisch, obwohl eine (durchaus vorhandene) Importfunktion mir hier viel Arbeit ersparen würde. Aber ich genieße es, das manuell zu machen. Es zeigt mir auf, wie sich meine Schreibe im Laufe der Zeit verändert hat. Weg von einem sachlichen, nüchternen Stil zu einem sehr persönlichen. Gerade auch im Bereich Musik haben sich über die Jahre persönliche Erfahrungen eingeschlichen, die – so möchte ich einigermaßen selbstbewusst behaupten – meine Texte von denen anderer unterscheiden. Ohne die Arbeit anderer damit in irgendeiner Weise werten zu wollen. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich alle Artikel wieder zurückhole. Manches, wie etwa Veranstaltungshinweise, ist einfach komplett veraltet. Andererseits dokumentiert auch das irgendwie mein Schaffen von anno dazumal bis heute. Und damit komme ich zur Ausgangsfrage aus dem Bloggerforum: Was würde ich anders machen? Nichts. Gar nichts. Die Erfahrungen, die ich gesammelt habe, brachten mich zu dem Blog, den Ihr heute lesen könnt. Demnach werden Artikel, die ich restauriere, inhaltlich nicht verändert. Ich lese sie, korrigiere, wenn ich ein fehlendes Komma oder verbuchselte Wechstaben finde, lasse sie ansonsten aber gänzlich unverändert. Denn auch diese Funktion erfüllt dieser Blog: Es ist für mich eine Art Tagebuch, das meine persönliche Entwicklung über bald 30 Jahre dokumentiert. Auch, wenn so manches nur zwischen den Zeilen steht und manchmal, Interesse vorausgesetzt, eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Geschriebenen erfordert. Falls Ihr weiterlesen möchtet, wie sich andere Blogger mit der Frage auseinandergesetzt haben, hier ein paar random Empfehlungen: * Bloggerschnack im August 2026: Meine ältesten Blogartikel – Was würde ich heute anders machen? * Bloggerschnack August 2026 * Meine ältesten Blogartikel * Mein Umgang mit alten Blogbeiträgen von mir. Was mich interessieren würde: Seit wann seid Ihr mit an Bord und lest den Kram, den ich hier verzapfe? Lasst es mich gern wissen.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 09/08/2026
Tolle Strecke, top Verpflegung, motivierte Volunteers – und für mich eine ganz besondere Route durch meine alte Heimat: Der Heldenmarsch in Wismar war unsere erste Teilnahme an diesem Event, aber mit Sicherheit nicht die letzte.
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Vom Mammut zum Helden: Unsere Erfahrungen mit dem Heldenmarsch Wismar 2026
Wenn man von seinen Erfahrungen bezüglich einer (zumindest für uns) neuen Veranstaltung in Sachen Extremwandern berichten möchte, kann man da eigentlich direkt mit dem Fazit einsteigen? Ja, oder? Machen wir auch direkt mal: Wunderschöne, abwechslungsreiche Strecke, tipptopp Verpflegung, hervorragende Organisation, spitzenmäßig motivierte und motivierende Volunteers … die Liste ist lang. Um diesem Textgerippe etwas mehr Fleisch (lies: Inhalt) zu verleihen, werden wir nachfolgend ausführlicher darauf eingehen, warum der **Heldenmarsch in Wismar am 08.08.2026** eine rundherum gelungene Veranstaltung war. © Roman Jasiek Wenn Ihr hier regelmäßig zuschaltet (was zumindest Abonnenten des Newsletters in sehr erfreulicher Regelmäßigkeit tun. Ihr gehört noch nicht dazu? Hier könnt Ihr das kostenfrei nachholen), dann wisst Ihr sicher, dass Nicole und ich gerne wandern. Manchmal pilgern wir durch den **Harz** , um die nächsten Stempel und somit irgendwann die nächsten Abzeichen der Harzer Wandernadel einzuheimsen. Oft genug folgen wir den Routen, die im Rahmen des **Mammutmarsches** angeboten werden, so zum Beispiel Hamburg oder Leipzig. Da wir unsere Wanderaktivitäten aber immer so legen müssen, dass sie nicht mit diesem sogenannten Real Life, von dem Ihr sicher auch schon viel gehört habt, kollidieren, sind wir immer auch auf der Suche nach derartigen Events, die in das zur Verfügung stehende Zeitfenster passen. Und da Social-Media-Dienste wie **Instagram** sehr genau aufpassen, was man so treibt und wofür man sich interessiert, sind unsere Feeds nicht nur voller Werbeanzeigen für Wanderrucksäcke und neue Sportschuhe, sondern auch für Veranstaltungen, die in unser Raster passen. Und so wurden wir auf den Heldenmarsch aufmerksam. Nach einer kurzen Recherche, womit wir es hier zu tun haben und welche Strecken angeboten werden, stand sehr schnell fest: **Wismar** , das ist die beste Gelegenheit, diese noch eher kleine Alternative zu Großveranstaltungen wie **Mammut- oder Megamarsch** einmal auszuprobieren. © Nicole Isensee Nun muss man wissen: Zur **Hansestadt Wismar** , einer rund 43tausend Einwohner beherbergenden **Hafenstadt in Nordwestmecklenburg** , habe ich eine ganz besondere Beziehung. Aus familiären Gründen habe ich nämlich einen großen Teil meiner Kindheit dort verbracht. So ziemlich alle Ferien mindestens der Grundschulzeit habe ich dort verbracht, und auch heute zieht es mich aus nostalgischen Gründen in den Norden. Die Gelegenheit, Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen und gleichzeitig der Leidenschaft fürs (Extrem-)Wandern nachzugehen, die konnten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen und somit buchten wir unser Ticket. Der Preis von rund 60 Euro bewegt sich in etwa auf dem Niveau der Mitbewerber, auf ein zusätzlich bepreistes Event-T-Shirt verzichteten wir. Was uns schon direkt am Anfang gut gefiel: Ein Teil des Erlöses wird gespendet. Für jeden Teilnehmer, der die Ziellinie durchschreitet, spenden die Veranstalter 5 Euro an einen gemeinnützigen Verein. © Roman Jasiek 30 Kilometer sind mittlerweile eine Distanz, die wir nach einigen erfolgreich absolvierten Märschen auch als Sonntagnachmittagsspaziergang machen, um in der Nachbarstadt ein Eis zu essen. Um also persönliche Grenzen zu verschieben, dafür sind diese Märsche mittlerweile zumindest für uns nicht mehr geeignet. Wenn sie aber durch eine tolle Streckenführung bzw. eine interessante Stadt zu begeistern wissen, sind wir nach wie vor gerne mit dabei. So wie im Falle **Wismar**. Die 30 Kilometer absolvierten wir abzüglich der kurzen Pausen an den drei Verpflegungspunkten in rund 6 Stunden. Genauer: Meine **Apple Watch** zeigte mir am Ende 32,32 Kilometer in 6 Stunden und 49 Sekunden an. © Nicole Isensee Da vor dem ersten Schritt immer für uns in den allermeisten Fällen eine Anreise steht, setzten wir uns am Morgen des 8. August gegen 5:30 Uhr ins Auto, um die rund 200 Kilometer von unserem Standpunkt abzureißen. Da wir für die Anreise viel über Land fahren mussten und **Google Maps** irgendwas von einer dreistündigen Autofahrt anzeigte, entschieden wir uns für die frühe Abfahrt, um einen großzügigen Puffer von rund einer Stunde vor Anpfiff in der Hinterhand zu haben. Wir waren in der vierten von vier Startgruppen. Für uns erfolgte der Startschuss um 9:30 Uhr. Und wir freuen uns, berichten zu dürfen, dass unser Plan aufgegangen ist. © Roman Jasiek ## Ankommen und Staunen Trotz einer sehr kurzen Frühstückspause, die dazu diente, einen Kaffee zum Gehen und ein Knüllbrötchen zu erwerben, erreichten wir das Eventgelände ziemlich genau um 9 Uhr. Ganz angetan waren wir davon, bei allerschönster Morgensonne über das ehemalige Gelände der Bundesgartenschau zum Check-in und Start zu wandern. Nur um dort das nächste Mal von der hübschen Kulisse und der tollen Organisation begeistert zu werden. Die Vergabe des kleinen Starterkits (das neben dem Teilnahmebändchen auch ein Päckchen Elektrolyse beinhaltete sowie ein Bonbon und einen „Nett hier, aber waren sie schon mal…“-Sticker) war ratzfatz erledigt. Es reichte anschließend noch die Zeit, eines der leckeren Toastbrote mit Marmelade zu schnabulieren, ein Wässerchen zu trinken und die Thermoskanne mit schwarzem Tee aufzufüllen. Schon zum Start hatte die Verpflegung mitunter mehr zu bieten, als so manch andere Veranstaltung zur besten Sendezeit! © Roman Jasiek Gegen 9:30 Uhr wurde die letzte Startgruppe, die aus – grob geschätzt – vielleicht rund 100 Wanderern bestand, von dem Veranstaltungsteam begrüßt. Ein paar erklärende und vor allem motivierende Worte, und schon setzte sich der Tross in Bewegung. ## Über Stock und Stein, Asphalt und Sandstrand Die etwas mehr als 30 zu absolvierenden Kilometer führen uns vom **Buga-Gelände** , das neben dem **Tierpark in Wismar** gelegen ist, in Richtung **Wendorf** und dann weiter nach **Zierow** , einer kleinen Gemeinde knapp außerhalb **Wismars**. In anderen Dimensionen gedacht verhält sich **Zierow** zu **Wismar** wohl wie **Potsdam** zu **Berlin**. Kurz nach **Zierow** folgte der erste Verpflegungspunkt. Hier gab es neben weiteren, lecker belegten Toasts/Sandwiches auch gekochte Eier, Trinkpäckchen, frisches Gemüse und viele weitere Leckereien, um das erste, latent aufgekommene Hüngerchen zu befriedigen. Und natürlich wieder Wasser, Tee und Softdrinks aller Art (Cola, Fanta, Apfelschorle). Danach führte uns der Weg zunächst direkt am Strand entlang. Einige Wanderer nutzten die Gelegenheit, um den Abschnitt mit den Füßen in der **Ostsee** zu absolvieren, dann durch fast schon dichtes Unterholz zurück nach **Wendorf**. © Roman Jasiek In **Wendorf** passierten wir die rund 300 Meter lange **Seebrücke** eigentlich nur im Vorbeigehen. Eigentlich. Aber als Menschen mit einem ganz großen Herz für **Wismar** konnten wir die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen und drehten hier quasi eine Extrameile. Einmal rauf auf die Brücke, runter bis zum Ende, Selfie machen, und wieder zurück auf die Route. © Nicole Isensee Diese führte uns anschließend weiter durch diese oder jene Kleingartensiedlung (am Ende des Tages kannten wir vermutlich jede davon mit Vornamen), vorbei an der gigantischen Werfthalle, wo anno dazumal ein paar der ersten **AIDA-Kreuzfahrtschiffe** gebaut wurden, dann ein wenig durch die Stadt. Dort über den **Marktplatz** , vorbei an **Rathaus** und **Wasserkunst** , nur um im letzten Abschnitt um den **Mühlenteich** und in Teilen den **Viereggenhöfer Teich** zu laufen. Zwischendrin gab es noch zwei weitere Verpflegungspunkte. Einen in der **Stadthalle** , der ebenfalls ein sehr üppiges Angebot an Leckereien zu bieten hatte. Allen voran sei hier der leckere Milchreis genannt. Und einen, rund 3 Kilometer vor der Ziellinie, wo es noch einmal Leckereien wie Kuchen oder Gummibärchen gab. An allen Verpflegungspunkten: tipptopp motivierte und motivierende Volunteers, die offenkundig viel Bock an ihrem Tun hatten! Danke auch an Euch, wir wissen aus eigener Erfahrung, was für ein anspruchsvoller Job diese freiwillige Unterstützung einer solchen Veranstaltung sein kann! © Nicole Isensee Es mag komisch tönen, aber das Ende dieses Marsches kam dieses Mal für mich viel zu früh. Normalerweise jammere ich immer, dass die letzten drei bis fünf Kilometer einer Wanderung echte Arschlöcher sind, die sich ziehen wie Kaugummi. Hier war es aber nicht so. Viel zu abwechslungsreich, viel zu schön war die Route. Ob nun über Asphalt und durch die Stadt, über Sandstrand mit **Ostseewellen** , die uns um die Schuhe spülten, vorbei an Feldern und Wiesen, durch Unterholz, mittenmang hoher Disteln und Brennnesseln … – die Route hätte kaum abwechslungsreicher ausfallen können! Dass wir einen wunderbaren Sonne-Wolken-Mix am Himmel hatten, bei angenehmen 21 bis 23 Grad und somit allerbestem Wanderwetter, trug natürlich viel zu dem guten Eindruck bei. Und ja, den Nostalgiebonus kann ich natürlich auch nicht ganz herausrechnen. Schließlich führte die Route zu nicht unwesentlichen Teilen durch meine alte Hood. Aber auch, wenn ich das abziehe, bleibt eine ganz tolle Veranstaltung, wo einfach alles gestimmt hat, siehe dazu auch noch einmal den einleitenden Satz. © Nicole Isensee Auf der Rückfahrt haben Nicole und ich sehr angeregt und begeistert darüber geschnattert, wie gut uns diese erste Teilnahme an einem **Heldenmarsch** gefallen hat. Und dass wir, wenn wir es einrichten können, sehr gerne wieder den Weg der Legenden beschreiten werden. Sollten Extremwanderungen Eure Tasse Tee sein und die angebotenen Touren in Eurer Reichweite, dann nehmt gerne die wärmste Empfehlung unsererseits entgegen. Beide Daumen ganz, ganz weit nach oben! © Nicole Isensee © Nicole Isensee, Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 01/08/2026
Der Photo Dump des vergangenen Monats.
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Photo Dump 07/2026
Gefühlt habe ich gerade eben erst den Versuch gestartet, einen monatlichen Rückblick in Form eines **Photo Dumps** zu unternehmen. Kommentarlos und willkürlich ausgewählt. Als Ergänzung zu den Dingen, von denen Ihr hier im Blog im vergangenen Monat gelesen habt. Und schon ist wieder ein Monat vorgegangen. Zeit also für den nächsten **Photo Dump**. Here we go. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 31/07/2026
Kein Tony Stark, keine Avengers, kein Multiversum-Spektakel – Spider-Man: Brand New Day zeigt Peter Parker beim Erwachsenwerden. Warmherzig, emotional und eine echte Verbeugung vor Steve Ditko.
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Erwachsenwerden tut weh: Spider-Man: Brand New Day
Erwachsen zu werden ist eine Erfahrung, die nicht immer leicht ist, ja oftmals sogar schmerzt. Manchmal körperlich, weil sie physische Veränderungen mit sich bringt. Manchmal aber vor allem auch seelisch, weil sich Menschen, Zustände, Einstellungen usw. auf eine Weise verändern, die klar macht: Ab jetzt ist alles anders. Zurück geht es nicht mehr und was die Zukunft bringen wird, ist noch ungewiss. Eben diese Ungewissheit macht die Zeit des Erwachsenwerdens oft zusätzlich schwierig. Dazu gesellt sich der unangenehme Eindruck, mit seinen Gefühlen ganz alleine zu sein. **Peter Parker** , unterwegs als **Spider-Man,** der**freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft** , steckt mittendrin in dieser Phase des Umbruchs. Mit allen Freuden, Sorgen und Nöten, die diese Phase im Leben eben mitbringt. Im Prinzip wäre hiermit inhaltlich schon alles gesagt, was man über **Spider-Man: Brand New Day** spoilerfrei erzählen kann. Ein paar Dinge möchte ich aber dennoch ergänzen. ©2026 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2026 MARVEL Wir erinnern uns: Am Ende von **Spider-Man: No Way Home** war unser beliebter Wandkrabbler gezwungen, durch die Unterstützung von **Doctor Strange** dafür zu sorgen, dass alle, die ihn bis dahin kannten, seine Geheimidentität vergessen. Jeder Mensch hatte daraufhin aber nicht nur vergessen, dass **Peter Parker** die Spinne ist, sondern alle, die ihn kannten und mochten, hatten vergessen, dass er bis dato eine wie auch immer geartete Rolle in ihrem Leben spielte. So auch seine Lieblingsmenschen **Ned** und natürlich **MJ**. **Brand New Day** setzt einige Zeit später ein und zeigt uns **Peter** , der mit seinem Doppelleben als Student und Superheld irgendwie zurechtkommt. Zurechtkommen muss. Anstatt mit den **Avengers** durch die unendlichen Weiten zu ziehen und Bedrohungen intergalaktischen Ausmaßes zu bekämpfen, unterstützt **Peter** quasi als Freund und Helfer die **New Yorker Einsatzkräfte** , allen voran die Polizei. Es ist ein einsames Leben, das er führt, denn bislang hat er es nicht übers Herz gebracht, sich seinen Freunden zu offenbaren. Dinge geraten ziemlich ins Wanken, als ein neuer Spieler das Spielfeld betritt. Eine Person, die nicht nur andere, meist unschuldige Personen quasi übernehmen und somit kontrollieren kann, sondern die auch direkt in **Spideys Verstand** und Erinnerungen herumwühlen kann. Und damit fangen die Probleme erst an. © Jay Maidment / 2025 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2025 MARVEL So. Mehr möchte ich zur wunderbar warmherzigen, teilweise sehr emotionalen Handlung nicht erzählen. Natürlich treffen wir auf bekannte Figuren, neue werden eingeführt und an mancher Überraschung der Marke „Ach kucke, diese Figur hat es auch in den Film geschafft!“ wird natürlich auch nicht gespart. Regisseur **Destin Daniel Cretton** (inszenierte für **Marvel** auch schon **Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings**) und sein Drehbuchteam **Chris McKenna** , **Erik Sommers** und **Justin Kuritzkes** gelingt es auf ganz wunderbare Weise, einen spannenden, manchmal humorvollen, oftmals sehr emotionalen und in jeder Sekunde mitreißenden Film auf die Leinwand zu bringen, bei dem man lacht, mitfiebert und manchmal auch mit einem Tränchen im Knopfloch im Kinosaal sitzt. Und obwohl der Film natürlich nicht an spektakulären Bildern, großartig choreografierter Action und jeder Menge Rawumms geizt, ist der neue **Spider-Man-Film** dennoch sehr bodenständig und geerdet. Es ist so, als sei man direkt hineingeworfen in die Comics aus der **Steve-Ditko-Ära**. Einer Zeit, in der **Peter Parker** noch ohne die Unterstützung von etwa den **Avengers** zurechtkommen muss. Für die **Avengers** sind **Peters Probleme** ohnhin schlicht zu kleine Kartoffeln. Zudem stellt er Veränderungen an sich fest, die, um mal bei dem Bild des Erwachsenwerdens zu bleiben, bedeuten: Er ist kein Teenie mehr. ©2026 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2026 MARVEL Schade, dass sich **Steve Ditko** (meines Erachtens der wahre Schöpfer von **Spider-Man**) und **Stan Lee** ca. 1965 so sehr verkrachten, dass **Ditko** nach Ausgabe 38 von **The Amazing Spider-Man** seine Sachen packte und **Marvel** für immer verließ. Wer weiß, welche Schöpfungen, welche tollen Geschichten oder Bilder dem Mann für den Netzkopf noch eingefallen wären. Wenn und hätte liegen bekanntlich im Bette. Fest steht aber: Die Macher dieses Films verneigen sich sehr tief vor der Arbeit und der Schöpfung **Ditkos** , etwa dadurch, dass so einige Szenen direkt dem Cover eines seiner Hefte entsprungen zu sein scheinen. Stan Lee wurde durch den Erfolg der **Marvel-Filme** zum sehr reichen Mann. **Ditko** hingegen profitierte kaum davon und verstarb 2018 im Alter von 90 Jahren alleine in seiner New Yorker Wohnung. Wirklich alles an **Brand New Day** versprüht die Botschaft: Lieber **Steve** , dieser Film ist für dich. © Jay Maidment / 2025 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2025 MARVEL Die Macher des Films ziehen aber noch vor einer anderen Kunstform ihren Hut: den Videospielen nämlich. Die Eröffnungssequenz erinnert so sehr an das, was die Spieleschmiede **Insomniac** (zuerst) für **Sonys PlayStation** auf die Beine gestellt hat, dass es Kennern direkt warm ums Herz wird. Wenn **Spider-Man** durch die Straßenschluchten **New Yorks** schwingt, um ein gepanzertes Fahrzeug aufzuhalten, dann wirkt das beinahe, wie 1:1 aus den Spielen entliehen. Ganz toll! © 2025 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2025 MARVEL Über die Darsteller brauchen wir eigentlich gar nicht zu diskutieren. **Tom Holland** , hier bereits zum vierten Mal in einem Solo-Abenteuer von **Spider-Man** zu erleben, ist einfach **Peter Parker**. Punkt. Das Casting hätte nie und nimmer nicht besser sein können. Versteht mich nicht falsch, ich fand **Tobey Maguire** und **Andrew Garfield** auch super! Aber so on point, das ist nur **Tom Holland**. Dass er und **Zendaya** (MJ) auch im echten Leben ein Paar sind, macht zudem manche Szene dieses Films nur ergreifender. Über den restlichen Cast lege ich erneut den Mantel des Schweigens. Nur so viel: Alle machen einen verdammt guten Job, und auch die neu eingeführte Figur hätte besser nicht besetzt werden können. Einzig vielleicht diese Anmerkung: Neben **Tom Holland** und **Zendaya** ist auch **Punisher Jon Bernthal** gerade auch in **Christopher Nolans Die Odyssey** zu sehen. Und ich verstehe nun noch besser, warum beispielsweise **Bond-Darsteller** irgendwann genug davon haben, den Doppelnull-Agenten zu spielen. Auch wenn **Holland** , **Zendaya** und **Bernthal** in der **Odyssey** ebenfalls gute Arbeit geliefert haben – zumindest ich sehe immer die **Marvel-Helden** in ihnen. Vielleicht noch ein Wort zum Score von **Michael Giacchino** : Passend zum gesamten Ton des Films ist auch dieser angenehm zurückhaltend und unterstreicht die gefühlvollen Passagen hervorragend. Ja, die Welt von **Peter Parker/Spider-Man** ist im Umbruch. Und dieses Mal haben nicht nur alle Menschen, die ihm was bedeuten, ihn entweder vergessen oder sind, wie **Tante May** , nicht mehr am Leben. Dieses Mal wird es auch keinen **Doctor Strange** geben oder einen **Tony Stark** , der ihm zur Seite steht. Und auch keine Avengers, an die sich Spider-Man heranwamsen kann. **Spider-Man** muss erwachsen werden. Sich der Herausforderung eines brandneuen Tages stellen. Und das spiegelt die Musik passend wider. © Roman Jasiek Mit dem Kinojahr 2026 bin ich bisher außerordentlich zufrieden. **Spider-Man: Brand New Day** reiht sich ein in die Riege der Filme, bei denen ich froh bin, sie im Kino gesehen zu haben. Es müssen nicht die dramatischsten Ereignisse sein und es müssen nicht die überkandideltsten Fan-Services sein, um einen tollen Superheldenfilm zu machen. Möglich, dass die sogenannte Superhero Fatigue ein Ding ist. Nach Fantastic Four: First Steps bringt **Marvel** den nächsten Film ins Kino, welcher der Vorlage sehr treu bleibt, ganz viel Spaß macht und zeigt, dass das Thema Superhelden auf der großen Leinwand längst noch nicht abgefrühstückt ist. Man muss es eben nur richtig machen. **Spider-Man: Brand New Day** macht so viel richtig, wie kaum ein Superhelden- und ganz sicher noch nie ein **Spider-Man-Film** vor ihm. Vor allem aber hat noch kein Film zuvor das Erbe **Steve Ditkos** so gewürdigt wie dieser. Würde ich Punkte vergeben, es wären 10 von 10 Punkten. Amazing! © 2026 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 29/07/2026
Schnitzel für knapp 10 Euro, hausgemachte Saucen, alternatives Ambiente und Bier für 4 Euro den halben Liter: Scheers am Warschauer Platz ist eine dicke Empfehlung für alle Berliner und Berlin-Reisenden, die Schnitzel mögen.
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Lecker Schnabulieren in Berlin: Das (vermutlich) günstigste, aber garantiert leckerste Schnitzel bei Scheers
Sich im Internet zu tummeln, kann für viele Dinge gut und nützlich sein. Um nur ein einziges Beispiel zu nennen: Restaurantempfehlungen. Die kann man an so vielen Orten einheimsen, von spezialisierten Websites bis zu Influencern bei **Instagram** ist die Bandbreite riesig. Und wenn man einer Empfehlung gefolgt ist, kann es durchaus Sinn machen, diesen Tipp weiterzuempfehlen. Nicole und ich sind neulich einer Empfehlung der Influencerin Bettina Grabel gefolgt, und damit herzlich willkommen zum heutigen Beitrag. © Roman Jasiek Die Dame, deren Tipp wir hier gefolgt sind und den wir mit allerwärmsten Empfehlungen weitergeben, machte sich in **Berlin** auf den Weg, um das günstigste und das teuerste Schnitzel der Stadt zu essen. Und Schnitzel, hörtma, da sind wir doch hinterher! Schließlich hatten wir das unseres Erachtens nach weltbeste Schnitzel im vergangenen Jahr während unserer Flixbusreise, die uns unter anderem nach **Wien** führte, im Figlmüller mit Höchstgenuss verköstigt! Das teuerste Schnitzel der Hauptstadt zu testen, kam nicht infrage. Uns interessierte mehr, wie gut sich das vermeintlich günstigste Schnitzel **Berlins** gegen die indirekte Konkurrenz aus der **Stadt an der Donau** schlägt. Und somit suchten wir, als wir neulich in **Berlin** herumstreunerten, Scheers Schnitzel, zu finden am Warschauer Platz 18 in 10245 Berlin. Die Öffnungszeiten verrät Euch **Google**. © Roman Jasiek An dem Laden könnte man leicht vorbeilaufen. Gelegen unter einer der Brücken der **Warschauer Straße** , bemerkt man die zwar bunte, irgendwie an einen Pop-up-Store erinnernde gastronomische Nahversorgungseinrichtung nur dadurch, dass außen ein Schriftzug darauf hinweist, dass sie Schnitzel lieben. Und dann ist da noch das Plakat mit dem berühmten Bruderkuss zwischen **Erich Honecker** und **Leonid Breschnew** , an dem man, je nachdem, aus welcher Richtung man kommt, aber leicht vorbeiläuft. Das schlauchartige Gebäude, das der eigenen Beschreibung nach dem Fast Casual Dinning dient, lässt die Herzen all jener ganz doll höher schlagen, die sich für alternative Einrichtungen begeistern können. © Roman Jasiek Wie eine sehr abgerockte, gleichzeitig aber sehr charmante Kiezdisco wirkt **Scheers** Schnitzelbraterei im Inneren. Will sagen: Anstelle gediegener (oder von mir aus auch: altbackener) Einrichtung findet man vor Ort einfache Tische und Bänke – und unfassbar viele (Konzert-)Plakate, Aufkleber an den Wänden und Graffitis ohne Ende in den Nasszellen. Im Inneren wirkt **Scheers** Laden eher wie ein Bistro, das man eher in einer alternativen Disco (wie etwa The Acadamy in Hamburg) vermutet. Als Sitzgelegenheit dienen einfache Plastikhocker, als Serviette tut es hier eine Rolle Küchentücher. Wir haben uns bei unserem Besuch direkt wohl und heimisch gefühlt! Wer jedoch beim Schnabulieren eher ein Ambiente der Marke Etepetete braucht, könnte im Hause **Scheers** kaum falscher aufgehoben sein. © Roman Jasiek **Scheers Schnitzel** macht seinem Namen alle Ehre. Außer Schnitzel in ausreichenden, wenngleich überschaubaren Variationen bekommt Ihr dort keine anderen Speisen serviert. **Scheers** wirbt damit, dass die Zutaten regionaler Herkunft sind und dass man, weil man ja kochen könne, kein Glutamat benötige. Die Bestellung funktioniert entweder über ein Selbstbedienungsterminal, wie man es auch bei den großen Fast-Food-Ketten findet, oder via Smartphone, über das man direkt auch die Bezahlung nebst Trinkgeld, so man denn möchte, vornimmt. © Roman Jasiek Zur Auswahl stehen Schnitzelbrötchen oder Schnitzel-Teller. Die Schnitzel bestehen dabei aus Schweinerücken, Kalbsoberschale oder Putenbrust. Dazu können als Beilage (quasi in Form vorkonfigurierter Gerichte) Pommes bestellt werden, alternativ lockt Kartoffelsalat mit Remoulade oder mit Essig und Öl. Eine kleine Salatbeilage ist ebenfalls dabei. Und wer sich sein Schnitzel in ein Brötchen packen lässt, kann auch ein Spiegelei obendrauf bekommen. Wer neben der obligatorischen Zitrone noch einen Dip für das Schnitzel oder die Pommes haben möchte, kann aus folgenden hausgemachten Saucen wählen: Curry, Andalusisch, Chili, Aioli und Barbecue. Wir haben alle getestet und hätten uns reinlegen können! © Roman Jasiek Wir bestellten Schniposa (also Schnitzel mit Pommes und Salat) und ein Schnitzel mit Kartoffelsalat in Essig/Öl. Jeweils für knappe 10 Euro. Dazu ein Bier (der halbe Liter erfrischende 4 Euro, das ist ja fast schon hinterhergeschmissen!) und ein Radler (dito!). Will sagen: Wir waren letztlich für unter 30 Euro gut gesättigt, als wir nach nicht einmal einer Dreiviertelstunde das Gelände wieder verließen. Darin enthalten: Reinkommen, bestellen, essen, Pippi machen, kurz verdauen. © Nicole Isensee **Scheers** Schnitzelbude gibt es meines Wissens nach nicht erst seit gestern, daher haben wir es hier mit einer extrem gut eingespielten gastronomischen Einrichtung zu tun, bei der die längste Zeit, die man dort verbringt, im Zweifelsfall das Warten auf einen freiwerdenden Platz beanspruchen kann. Denn bei unserem Besuch, an einem frühen Samstagabend, war der Laden gut gefüllt. © Roman Jasiek Und wer mal eines dieser wirklich hochgradig schmackofatzen Schnitzel gegessen hat, die es auch in einer Seitan-Version gibt, wird verstehen, warum man dieses Restaurant nur zu gerne weiterempfiehlt. Es war einfach mega lecker! Ausreichend große Portion, serviert in schnuckeligen Emaille-Assietten, wirklich schnell zubereitet, dazu dieses herrlich alternative Ambiente… doch, hier gehen beide Daumen nach oben! © Nicole Isensee Übrigens: Der abgerockt, aber mit Sicherheit so gewollt wirkende Eindruck lässt keine Rückschlüsse auf die Hygiene zu. Die Toiletten waren sehr sauber und auch die Küche, in die wir von unserem Platz aus besten Einblick hatten, wirkte sehr ordentlich und gepflegt. © Nicole Isensee Im direkten Vergleich zum **Figlmüller** in **Wien** würden wir sagen, dass das **österreichische Traditionshaus** knapp die Nase vorn hat. Aber nun kommt man ja nicht alle Tage nach **Wien** , wir zumindest nicht. Nach **Berlin** hingegen schon sehr viel öfter, schließlich ist es meine alte Heimat. Wir sind uns absolut sicher, dass wir bei einem künftigen Besuch wieder bei **Scheers** einkehren werden, um dort ein leckeres Schnitzel zu verköstigen. Und somit beende ich diesen Beitrag mit einer **dicken Empfehlung an alle Berliner und Berlin-Reisenden** , die sich für Schnitzel begeistern können. Besser kann es in der Hauptstadt nicht werden, schätze ich.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 22/07/2026
Endlich ist ein richtiger, langer Trailer zu Avengers: Endgame da, und im Prinzip kann ich sagen: That's it, das ist der Post.
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Der erste lange Trailer zu Avengers: Doomsday ist da und ich bin hyped!
That's it, das ist der Post. Okay, bisschen ausführlicher: Vor ein paar Tagen hat **Marvel** endlich einen richtigen Trailer zum kommenden Superhelden-Spektakel **Avengers: Doomsday** rausgehauen: Es gab in diesem Jahr schon diverse filmische Highlights. Ich denke an Der Astronaut - Project Hail Mary. Ich denke an Masters of the Universe, den Ihr übrigens ab heute bei **Prime Video** ankucken könnt, solltet Ihr ihn tragischerweise im Kino verpasst haben. In dieser Woche steht **Christopher Nolans** neues Meisterwerk **Die Odyssee** auf dem Plan, nächste Woche der neue **Spider-Man**. Ende des Jahres dann der dritte und finale Teil der sensationellen **Dune-Saga**. Und natürlich: **Avengers**. Nicht nur, dass meine Helden wieder auf der großen Leinwand zu sehen sind, auch freue ich mich mega auf **Robert Downey Jr.** in der Rolle des wohl größten Schurken, den die vielen **Marvel-Comics** je hervorgebracht haben: **Dr. Victor von Doom**. Der 16. Dezember 2026 kann gar nicht früh genug kommen. Bis dahin habe ich ein diebisches Vergnügen daran, auf Social Media mitzuverfolgen, wie Fans den Trailer Frame für Frame analysieren. Solche Hingabe kenne ich sonst nur von **Swifties** , welche die Brotkrumen, die **Taylor Swift** im Netz hinterlässt, mit absoluter Akribie analysieren. Und ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, die ganzen Theorien zu konsumieren und darüber zu sinnieren, wie wahrscheinlich diese wohl sein könnten. Am Ende aber wird nur der Besuch im Kino für Klarheit sorgen, und ich hoffe inständig, bis dahin von irgendwelchen Spoilern verschont zu bleiben. © Marvel Studios
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 15/07/2026
Exakt heute vor einem Jahr sind Nicole und ich auf Safari Island gelandet – einer kleinen Insel im Ari-Atoll auf den Malediven, die trotz ihrer Schlichtheit genau das ist, was Paradies bedeutet. Heute blättern wir durch 2000 Fotos und teilen eines davon.
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Das schöne Bild: Safari Island, Malediven
Exakt heute vor einem Jahr sind Nicole und ich im Paradies gelandet. Und dieses Paradies hat einen Namen: **Safari Island**. Genauer: **Mushimasgali** , eine sehr kleine Insel im **Ari-Atoll** (auch hier genauer: **Alifu Alifu Atoll**) auf den **Malediven** , rund 73 km bzw. 25 Minuten per Wasserflugzeug von **Malé** entfernt. Für die Umrundung der Insel benötigt man in gemütlichem Spaziertempo ca. 10 bis 15 Minuten. Den Namen **Safari Island** trägt die Insel wegen des dort untergebrachten 4-Sterne-Resorts. 84 Unterkünfte bietet das Resort, unterteilt in Strand- und Wasserbungalows. Und entgegen den vielen fancy Hochglanz- und High-End-Unterkünften, die man heutzutage bei Reiseanbietern bezüglich der **Malediven** angeboten bekommt, wirkt **Safari Island** relativ schlicht, einfach und auch auf charmante Weise ein bisschen abgerockt. Mit anderen Worten: Die Insel ist einfach perfekt! Zehn wunderbare Tage haben wir auf der Insel verbracht. Zehn Tage, an denen wir die Welt um uns herum komplett ausblenden konnten. Der Tagesablauf sah in etwa so aus: Relativ zeitig aufstehen (Langschläfer werden wir keine mehr) und duschen, mit allerhand Tinktur gegen Sonne einschmieren und dann zum Frühstücksbüfett tingeln. Anschließend kurz verdauen, dann baden oder schnorcheln und die Unterwasserwelt bestaunen. Anschließend vielleicht in der Bar **Uno-Karten** kloppen oder **Rommé** spielen. Vor dem Mittag dann das gleiche Prozedere bezüglich nochmal. Danach eine ausführliche Siesta, dann wieder baden/schnorcheln und vor dem Abendessen wieder duschen, eincremen und dann schnabulieren. Anschließend den Abend in der Bar bei ein oder zwei Cocktails und weiteren Runden Kartenspiels ausklingen lassen. Oder einfach nur den Blick ins Wasser unterhalb des Restaurants bzw. der Bar gerichtet lassen und das bunte Treiben der zahlreichen Fische und Haie beobachten. Ganz zum Schluss den Tag in den Liegestühlen mit Blick aufs Meer und den unendlichen Sternenhimmel beenden. Am nächsten Tag das Ganze auf Repeat. Zunächst hatte ich Sorge, dass ich mich aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten auf den **Malediven** ziemlich langweilen würde. Ich hatte mein **MacBook** dabei und buchstäblich einen Koffer voller Comics, die ich ggf. lesen und rezensieren wollte, wenn mich der Lagerkoller überfallen sollte. Gelesen habe ich vielleicht drei oder vier davon, viel mehr Reviews sind es auch nicht geworden. Die Tage einfach so mit süßem Nichtstun verstreichen zu lassen, war wirklich allermeist genug. Dieses Dolce far niente, wie es die **Italiener** nennen, ist tatsächlich alles, was man braucht, um einen guten Tag zu haben. Nennt es von mir aus auch Müßiggang oder Slow Travel. Manches Mal philosophierten wir darüber, dass ausgerechnet das, was den **Malediven** den Wohlstand bringt – der Tourismus nämlich – auch wegen des fortschreitenden Klimawandels ihren Untergang bedeuten könnte. Wenn nun aber niemand mehr hinflöge, um festzustellen, dass die **Malediven** exakt das sind, wenn die Rede vom Paradies auf Erden ist, würde sie vermutlich auch niemand erhalten wollen, nehme ich an. Die **Malediven** sind, so scheint es, bezüglich Investitionen aller Art fest in der Hand von **China** und den **Arabischen Emiraten**. Und die, so nehme ich weiter an, werden ihre Investitionen entsprechend schützen wollen. Aber das ist alles reiner Spekulatius. Fakt ist: Heute, zum Jahrestag unserer Anreise vor Ort, ist uns das Herz ein bisschen schwer vor sehnsüchtelndem Wehmut. Gerne hätten wir 2027 der zauberhaften Insel einen neuerlichen Besuch abgestattet. Preise von derzeit rund 20tausend Euro für 14 Tage für zwei Leute mit allem inklusive sprengen jedoch jeglichen Rahmen und übersteigen unsere Möglichkeiten mehrmals um Einiges! Daher scrollen wir heute lediglich durch die in den zehn Tagen angefallenen rund 2.000 Fotos. Und eines davon teilen wir hier und heute mit Euch. Es zeigt den Blick von unserem Strandbungalow auf das Meer vor uns in der Abendsonne. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/07/2026
Als Läufer kennen wir den Mammutmarsch schon aus Berlin, Hamburg und Potsdam. Diesmal wollten wir wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht – und haben uns als Volunteers beim Nachtmammut in Hamburg angemeldet. Eine Nacht, die sich gelohnt hat.
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Wie es wirklich ist, als Volunteer beim Mammutmarsch zu helfen
Irgendwann im Leben kommt der Punkt, an dem man… Ach, die Einleitung ist Banane. Also anders: Wie so viele andere, die an Extremwander-Events wie dem Mammutmarsch teilnehmen, fragten auch wir uns, wie es wohl hinter den Kulissen ablaufen mag. Schließlich ist gerade der **Mammutmarsch** keine kleine Veranstaltung mehr; einige tausend Läufer tingeln über das Jahr verteilt durch die Städte und Gegenden. Dass es hinsichtlich Planung, Organisation und Logistik inzwischen ein ziemlicher Aufwand sein dürfte, war und ist uns auch so klar, ohne dass wir in den Büros der Veranstalter hätten Mäuschen spielen müssen. © Roman Jasiek Uns interessierte auch mehr der Blick hinter die Kulissen vor Ort. Wenn sich die Mammuts in Bewegung setzen und ihre Märsche von 30, 42, 55, 75 oder gar 100 Kilometern abreißen, dabei Wind, Wetter und den Schmerzen in den Beinen und Füßen trotzen und am Ende erschöpft, aber glücklich, über die Ziellinie laufen. Diese ganzen Events sind auf die Hilfe von Freiwilligen (Volunteers) angewiesen, die sich in den Dienst der Sache stellen. Weil sie Bock drauf haben, weil sie neugierig sind, weil sie anderen eine gute Zeit bereiten wollen oder ein bisschen was von allem mitbringen. Nachdem wir als Läufer den **Mammutmarsch** unter anderem in **Berlin** , **Hamburg** oder **Potsdam** bereits kennengelernt hatten, beschlossen Nicole und ich, einmal die andere Seite zu erleben, und meldeten uns als Volunteer beim **Nachtmammut in Hamburg** an. Die Veranstaltung, die im Jahr zuvor meine erste Extremwanderung bei Nacht gewesen war. Angekommen im Pavillon der Volunteers galt es, zunächst ein Shirt auszuwählen und sich ein Namensschild zu basteln. © Nicole Isenee Wenn man sich entschließt, den **Mammutmarsch** als Volunteer zu unterstützen, stehen einem verschiedene Optionen offen. Zunächst mal gilt es natürlich, das Event auszuwählen, bei dem man aktiv werden möchte. Bei uns wurde es **Hamburg bei Nacht** , Nicole war zwei Wochen zuvor mit einer Freundin schon in **Berlin bei Nacht**. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels stehen noch über 20 **Mammutmärsche** zur Auswahl. **Essen** , **München** , **Wiesbaden** oder auch **Barcelona** - die Auswahl ist groß. Die Verpflegung war tipptopp, kann man nicht anders sagen! Zumal auch einige Volunteers dafür eingesetzt wurden, fortwährend frische Pizzen zu backen. © Nicole Isensee Hat man eine Entscheidung getroffen, steht schon die nächste an, nämlich: Wo möchte man unterstützend tätig werden? Helfende Hände werden überall benötigt! Es könnte beispielsweise bei der Bändchenausgabe am Start-/Zielbereich sein. Oder man schmiert Schnitten am Verpflegungspunkt. Oder man unterstützt am Merchandise-Stand beim Verkauf von T-Shirts und Co. Oder man engagiert sich bei der Logistik bzw. beim Auf- und Abbau der Pavillons usw. Oder, oder, oder. Wirklich: Zu tun gibt es überall genug. Die genaue Aufgabe bekommt man je nach Notwendigkeit vor Ort zugeteilt, man kann nur eine ganz grundsätzliche Auswahl treffen von: wann und wo. Da wir am Veranstaltungstag jeweils noch unserer Lohnerwerbstätigkeit nachgehen und dann auch noch mit der Bimmelbahn nach Hamburg anreisen mussten, fielen für uns Tätigkeiten wie Aufbau oder Bändchenvergabe aus. Daher entschieden wir uns für die erste Schicht im Zielbereich (hier: **Cruise Center Baakehöft**). Angesetzt war unser Freiwilligendienst für die Zeit von 22:45 Uhr bis 6:45 Uhr. Die Aufgaben konnten alles Mögliche sein, die im Zielbereich eben so anfallen: die Verteilung der Medaillen, die Ausgabe der Finisher-Bändchen oder Getränkemarken, die Begrüßung der zurückkehrenden Wanderer als Teil der sogenannten Jubelcrew und so weiter. Zum Vergleich: Als Nicole als Volunteer in **Berlin** unterwegs war, war es ihr Job, an einem Verpflegungspunkt Kartoffelsuppe zu kochen und die dann langsam müde und erschöpft werdenden Teilnehmer mit einem heißen Süppchen und einem warmen Lächeln zu versorgen. Unser Arbeitsplatz in dieser Nacht. Die Ruhe vor dem Sturm. © Roman Jasiek Wir erreichten **Hamburg** und folglich den Ort unserer Nachtschicht kurz nach 22 Uhr, hatten dann also noch genügend Gelegenheit, einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Zunächst statteten wir uns mit einem dieser auffällig gelben Volunteer-T-Shirts aus. Einige Nummern größer als normal, denn für die Nacht war eine gefühlte Temperatur von allenfalls 10 Grad angesagt. Heißt: Das Shirt musste über dicke Pullis und Jacken passen. Hinsichtlich des Wetters hatten wir insgesamt aber echt Glück gehabt! Wir hatten exakt das Zeitfenster während unseres Aufenthalts in **Hamburg** erwischt, an dem es von Freitag zu Samstag nicht regnete. Ein frischer, mitunter ziemlich böiger Wind wehte aber dennoch und sorgte irgendwann auch bei uns für Frösteln. Kein Schlaf und nur wenig Essen und Trinken forderten eben ihren Tribut. In Erwartung der stolzen Mammuts, welche die Ziellinie passieren. © Nicole Isensee An mangelnder Versorgung lag es jedoch nicht. Denn die war unseres Erachtens nach mehr als top! Im Pavillon für die Volunteers gab es mehr als genug Wasser, Apfelschorle, Cola, Kaffee, Tee, Süßkram, Kuchen, Kekse, Obst und immerzu von anderen Volunteers frisch gebackene Pizza aller Geschmacksrichtungen. Will sagen: Hätten wir Zeit und Gelegenheit gehabt, wir hätten uns wirklich gottlos der Völlerei hingeben können. Großes Dankeschön an die Veranstalter an dieser Stelle, an der Versorgung gab es wirklich nichts auszusetzen! Auch dass für uns Volunteers ein eigenes Dixie im Backstage-Bereich zur Verfügung stand, empfanden wir als willkommenen Bonus. © Roman Jasiek Dass wir zum Ende unserer Schicht dennoch müde, hungrig und durstig zum Pavillon zurückkamen, hatte einen ganz einfachen und banalen Grund: Wir hatten schlicht so gut wie keine Zeit zum Essen oder Trinken! Kaum wurden wir von der Schichtleitung vor Ort eingeteilt und eingewiesen, fanden wir uns kurz vor 23 Uhr im Zielbereich ein. Nicole und ich waren für die Ausgabe der Finisher-Bändchen zuständig. Eine weitere Volunteer namens Nadine, mit der wir im Verlaufe der Nacht zu einem echt coolen und effektiven Trio wurden, sollte sich um die Ausgabe der Chips für das Finisher-Getränk kümmern. Wir organisierten uns so, dass Nicole sich um die Finisher der 30-Kilometer-Runde und ich mich um die 42er kümmerte. Im Prinzip könnt Ihr Euch das so vorstellen: Es gab drei durch Bänke und Absperrungen voneinander getrennte Zieleinläufe, an deren Ende wir warteten. Zuvor konnten sich die Mammuts ihre Medaille abholen, ehe sie dann an uns vorbeimussten. Für die 30er waren zwei Reihen vorgesehen, für die 42er nur eine. Eine der 30er-Reihen war zunächst noch für mehr als eine Stunde unbesetzt; wir handelten das also zunächst nur zu dritt. Wir organisierten uns vor Ort dahingehend um, dass Nadine uns direkt bei der Bändchenvergabe mit den Chips unterstützte und immer zwischen mir und Nicole hin- und herflitzte. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass sie rund 20 Meter hinter uns in einem Einzelpavillon auf die Finisher wartete, was wir als ungünstige Lösung erachteten – und der Andrang, der sich im Laufe der Nacht einstellte, sollte uns hinsichtlich dieser kleinen Prozessoptimierung recht geben. © Roman Jasiek Bis auf ein paar vereinzelte Wanderer, welche die jeweilige Distanz superschnell absolvierten, hatten wir in der ersten Stunde noch nicht viel zu tun. Wir konnten also die Bändchen aus ihren Tüten nehmen und uns auf den Ansturm vorbereiten, der da folgen sollte. Ausgehend von unserer eigenen Gehgeschwindigkeit von rund 6 km/h und den Startzeiten der insgesamt über 30 Gruppen stellten wir uns darauf ein, dass sich das Blatt ab Mitternacht wenden würde. Einer der ersten Wanderer hat das Ziel erreicht. © Nicole Isensee Und so kam es auch. Ab ca. halb 1 Uhr morgens kam ein Mammut nach dem anderen an, ließ sich von uns beglückwünschen und das hart erarbeitete Bändchen und den Getränkechip überreichen. Was geschrieben locker klingt, artete im Verlauf der Nacht in echte Akkordarbeit aus; irgendwann kamen wir kaum noch hinterher, die Bändchen aufzufüllen bzw. vorzubereiten, und hatten auch kein Gefühl mehr für Ort, Zeit und Raum oder gar dafür, zum wieviel hundertsten Mal man gerade etwas gesagt hatte wie: »Willkommen zurück! Ihr habt es geschafft! Herzlichen Glückwunsch. Hier ist dein Bändchen und hier hast du noch einen Chip. Holt euch ein Getränk und stoßt auf den Erfolg an!« Sätze wie diesen bekam jede und jeder einzelne Mammut, dem wir in dieser Nacht begegneten, von uns zu hören. Wir wissen nicht, wie viele es am Ende tatsächlich gewesen sind. Ausgehend von den Tüten, in denen die Bändchen aufbewahrt waren und die laut Beschriftung jeweils 500 Stück beinhalteten, werden es wohl einige tausend Menschen gewesen sein, denen wir in dieser Nacht gratuliert haben. Das erklärt vielleicht auch, warum wir ab einem bestimmten Punkt keine Zeit mehr hatten, etwas zu essen oder zu trinken. Oder zu frieren. Zum Ende unserer Schicht halfen wir noch mit beim Abbau. © Roman Jasiek Kurz nach 5 Uhr morgens, es war inzwischen wieder hell geworden, wurden wir von unserem Posten abgelöst. Das Gros der Wanderer war mittlerweile auch schon über die Ziellinie gelaufen. Wir machten eine kurze Essens- und Pinkelpause im Volunteerbereich, ehe wir von der Schichtleitung noch für die langsam beginnenden Abbaumaßnahmen eingeteilt wurden. Zwei Stände hatten wir noch zusammen mit zwei weiteren Volunteers abgebaut, dann war Feierabend. Wir wurden als Teilnehmende erfasst, damit wir zur Belohnung einen Stempel einsammeln konnten, der, entsprechende Anzahl vorausgesetzt, ähnlich wie bei den Wanderern für Patches etc. eingelöst werden kann. Zudem bekommen Volunteers wahlweise einen Gutscheincode für ein Event nach Wahl oder ein Paket mit haufenweise Merch und Goodies rund um den **Mammutmarsch**. Auch als Volunteer sammelt man Stempel. © Roman Jasiek Dieser Gutschein ist ein netter Bonus, war aber nicht unsere Motivation und unser Grund für die Teilnahme am **Nachtmammut in Hamburg** dieses Jahr. Wir wollten wissen, wie es hinter den Kulissen abläuft. Oft genug hatten wir gesehen, dass dies, das oder jenes an einem Verpflegungspunkt nicht funktioniert hatte, und uns interessierte das Warum dahinter. Logisch: Bei einem Event, das auf freiwillige Helfer setzt, gibt es genügend Leute, die dann, wenn es ernst wird, aus diesem oder jenem Grund dann doch nicht können. Oder einfach gar nicht erst auftauchen. Und außerdem machen uns solcherlei Tätigkeiten, bei denen wir aktiv mit anpacken können, auch einfach Spaß. Der größte und schönste Lohn war aber ein anderer: der Blick in die teilweise sehr erschöpften, aber wirklich immer und jedes Mal glücklichen Gesichter der Finisher! Manche wirkten dabei ein bisschen abgeklärt, zumal wenn sie bereits über Extremwander-Erfahrung verfügten. Andere kämpften mit den Tränen, weil der Kopf noch gar nicht richtig begreifen konnte, dass die Beine sie wirklich bis ins Ziel getragen hatten. Eine Erfahrung, die wir wohl alle machen, die wir das erste Mal an so einem Event teilnehmen. Auch ich erinnere mich noch gut an meinen 42er in **Hamburg bei Nacht** , wo ich nach dem Einmarsch im Ziel auch nicht wusste, ob ich jetzt lachen, weinen oder alles beides gleichzeitig tun sollte. Ich will sagen: Im Ziel zu stehen und die Mammuts zu begrüßen, ist sehr emotional – und wunderschön! Und dass so viele auch so unfassbar dankbar waren, dass wir dort standen und uns freiwillig die Nacht um die Ohren geschlagen haben, damit dieses Event stattfinden konnte, war die Kirsche auf dieser Emotions-Sahnetorte! Als wir gegen 13 Uhr, nach rund 30 Stunden wach und auf den Beinen, wieder zu Hause und endlich im Bette waren, hielten wir fest: Allein das schon war es wert. Und noch etwas hielten wir fest: Das war nicht unser letzter **Mammutmarsch** auf der Seite der Volunteers. Das machen wir wieder! Müde, aber sehr zufrieden. Auf der Seite der Volunteers zu stehen, war in diesem Fall beinahe so anstrengend, wie selbst die 30 oder 42 Kilometer gewandert zu sein. Dennoch: Das war nicht das Ende aller Tage, wir volunteeren wieder, keine Frage. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 03/07/2026
Eine schwüle Nacht in Sanur, Bali. Eine Coverband spielt Pink Floyd. Und ein Balinese namens Nyoman, der zu wissen scheint, wonach ich wirklich suche. Der erste Teil (m)einer fast wahren Geschichte.
romanjasiek.de
Der verlorene Gedanke, oder: Die fast wahre Geschichte (m)eines Lebens, Kapitel 1: Bali und der Geist von David Bowie (Teil 1: Nyoman)
Immer wieder wurde ich schon gefragt: „Samma, Roman – wann schreibst du eigentlich mal ein Buch, wa?“ Ich entgegnete dann oft, dass ich weder die Zeit dafür hätte (schließlich ist auch dieser Blog hier etwas, das nur nebenbei stattfindet, wenn ich dafür ein bisschen Zeit freischaufeln kann), noch die zündende Idee. Nun, die Zeit-Situation wird sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Eine Idee kam Nicole und mir jedoch während unseres Aufenthalts im Hotel Atlantic auf Juist. Und nein, ein Nordsee-Krimi wird es nicht. Davon soll es auch schon den ein oder anderen geben, hab’ ich mir sagen lassen. Während wir auf Juist hockten, kam mir wieder eine Idee in den Sinn, die ich vor vielen Jahren schon entwickelte, die dann aber beinahe in Vergessenheit geriet. Darauf aufbauend lest Ihr nun nachfolgend den ersten Teil eines Kapitels, das in Summe vielleicht tatsächlich irgendwann mal ein Buch wird. Ein Roman-Roman, quasi. Ich hatte es kürzlich hier schon erwähnt, dass der Juli einen Monat der Experimente hier im Blog darstellt. Der nachfolgende Text ist das nächste. Bitte nagelt mich aber nicht darauf fest, ob, wann und in welchem Umfang ich dazu komme, meine halbbiografische Abenteuerjagd nach dem verlorenen Gedanken fortzusetzen. Ideen gibt es noch ganz viele, Abschnitte meines Lebens, die als Kulisse dienen, ebenso. Aber solange das hier neben Familie, Privatleben und vor allem der zeitfressenden Lohnerwerbstätigkeit nur nebenbei läuft, kann es mit dem nächsten Teil etwas dauern. Seht es mir bitte nach. Und auch die Tatsache, dass die Reihenfolge der Kapitel zunächst durcheinandergeworfen erscheint. Sie erscheinen nämlich immer so, wie mir die Buchstaben aus dem Koppe fließen. Gerade in diesem Fall würde ich mich über Euer Feedback wirklich freuen. Solltet Ihr bis dato davon noch keinen Gebrauch gemacht haben, zu kommentieren und/oder im Newsletter den entsprechenden Daumen angeklickt zu haben, möchte ich Euch hiermit dazu ermutigen, davon Gebrauch zu machen. Danke! Und nu viel Vergnügen. * * * Es war eine dieser schwülen Nächte auf Bali, die auch ohne körperliches Zutun dafür sorgte, dass man gut im eigenen Saft saß und einem die Plünnen wie Wadenwickel am ganzen Körper klebten, und die vor allem viel zu früh begonnen hatte. Klar, wenn es ab ungefähr 18 Uhr schon zappenduster ist, dann können die Abende sehr lang werden. So auch dieser. Ich hatte ja keine Ahnung! Mit jeder Menge davon hockte ich in einer Musikkneipe namens Casablanca in Sanur. Sanur ist so ein kleines, schnuckeliges Örtchen auf der Insel, südlich von Denpasar gelegen, dessen Strand sich von Nord nach Süd über eine Länge von rund 5 Kilometern erstreckt. Zahlreiche Hotels und andere Touristenunterkünfte, gerne auch der gehobenen Preisklasse, hatten sich hier angesiedelt. Und natürlich auch etliche Taxifahrer und Guides sowie Damen, die einem fortwährend auf beinahe schon lästig zu nennende Art zuflöteten: You need a ride? You wanna massaasss? Nee, Mann. Aber vielen Dank, danke. Ich war vor fünf Tagen auf Bali angekommen. Alle Transportmittel zusammengezählt, also inklusive der Zugfahrt nach Frankfurt am Main, hatte ich rund 24 Stunden auf dem Deckel, um die viel gehypte Insel in Südostasien zu erreichen. Anschließend: Zunächst eine ordentliche Portion Jetlag, rund 30 Grad, tags wie nachts, und eine hohe Luftfeuchtigkeit – da biste direkt mal knapp zwei Tage platt wie ein Hörnchen, das auf der Autobahn von einem Schwerlaster überrollt wurde. Ich fühlte mich jedenfalls so. Kaum aber war das Akklimatisieren erfolgreich abgeschlossen, galt es, tagein, tagaus die Insel zu erkunden, die auf so viele Leute einen so großen Reiz ausübt. Manche behaupten sogar, Bali mache was mit einem. Der von mir sehr geschätzte David Bowie, im Vorjahr viel zu früh verstorben und eine Lücke hinterlassend, welche in der Musikwelt nie wieder geschlossen werden sollte, soll sogar seine Asche auf Bali verstreut haben lassen. Ob und inwiefern Mr. Bowie an dieser Stelle mitgewirkt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei einem Fuchs wie ihm, der sogar seinen Tod mit einem letzten Album und einem Musical nicht nur dem Schnitter überlassen hatte, aber irgendwie vorstellbar. Auf jeden Fall sollte irgendwann der Punkt in meinem Leben kommen, an dem David Bowie bei der Namensfindung meines Sohnes eine entscheidende Rolle spielt. Wusste ich an diesem Abend in Sanur, im Casablanca jedoch noch nicht. Kann man doch vorher alles nicht wissen, was so passiert! Das Casablanca, geöffnet von Montag bis Samstag, Sonntag Ruhetag, entpuppte sich ziemlich schnell als der Ort, an den es mich zum Ausklang eines Tages während meines Aufenthalts öfter mal hinzog. Dass man von der lokalen Biersorte Bali Hai Premium Lager besser die Finger lässt, weil einem davon Hörner wachsen, zunächst mal am Kopp, gegebenenfalls auch auf dem Rücken, hatte ich schnell gelernt. Schiebe aber dennoch fehlende Tage dieser Reise auf den Jetlag und die umfangreiche Akklimatisierungsphase. Das Schöne an dieser Kneipe war, dass man nicht zwingend im Innern sitzen musste. Die Plätze dort waren eh belegt, weil in regelmäßigen Abständen Quizze abgehalten wurden, die bei dem vornehmlich australischen Publikum hohen Anklang zu finden schienen. Bali ist, das sollte man vor Reiseantritt vielleicht wissen, für Australier scheinbar das, was dem Teutonen sein Malle. Nur eben ohne Ballermann und die zugehörige Beschallung. Wirkliche Türen oder Fenster hatte die Bude nicht, so wie die meisten Warungs auf Bali, dafür aber ein paar Schwingtüren, die an Wild-West-Filme erinnerten. Warung bezeichnet übrigens die lokalen Lokale zur Speiseaufnahme. Überhaupt und sowieso hatte aber dieses Gebäude nur bedingt Ähnlichkeit mit den einheimischen Bauten. Der auffällige Schriftzug in großen bunten Lettern, der darauf hinwies, es handele sich um den farbenfrohesten Ort von ganz Sanur, mag daran Anteil gehabt haben. Gelegentlich ertappte ich mich ob der Schwingtüren, die immer knarzend, aber fröhlich wackelten, sobald jemand den Pub betrat oder verließ, dabei, förmlich darauf zu warten, dass Terence Hill um die Ecke käme, um irgendeinem ganovischen Schuft einen neuen Scheitel zu zimmern. Oder wenigstens ein paar Bohnen mit Speck zu servieren. Das wird man ja wohl noch träumen dürfen! Dort, wo anderswo vielleicht ein großes Schaufenster gewesen wäre, war einfach eine Art Tresen montiert, ein paar Aschenbecher nebst Bierdeckelchen oben drauf drapiert sowie ein paar Barhocker auf der Straßenseite platziert, und fertig. Man konnte sich hier ganz prima das Bier in die Rüstung römern und gleichzeitig das Treiben in der Kneipe sowie draußen auf der Straße auf sich wirken lassen. Was ich auch an diesem Abend wieder tat. Das allabendliche Quiz war längst schon abgehandelt, stattdessen machte das Casablanca seinem Namen als Musikkneipe alle Ehre. Eine indonesische, naheliegenderweise vermutlich sogar balinesische Coverband war am Start und spielte eine wilde Mischung aus Kula Shaker und Pink Floyd. Kann man wohl so machen. Das war zumindest so skurril, wie es sich gerade liest, hatte aber unheimlich hohen Unterhaltungswert. Und wie ich gerade über meiner Bierflasche hing, inzwischen mit indifferenter Koordination auf meinem Hockerchen hin und her schunkelnd und mit den Füßen wippend, da wurde ich von einem schmächtigen Mann mittleren Alters, gekleidet in einen traditionellen Sarong und ein silbrig-graues Polo-Shirt, wie sie hiesige Hotelangestellte oft trugen, angesprochen. »Die sind ziemlich gut, oder?«, fragte er. Dass es sich um einen Balinesen handelte, der in einwandfreiem Deutsch gerade eine Konversation mit mir anfing, davon nahm ich erst später bewusst Notiz. Ich pflichtete ihm bei. »Ja, richtig gut!«, rief ich begeistert und mit Inbrunst der biergestärkten Überzeugung. Es entwickelte sich daraufhin ziemlich schnell ein angeregtes Gespräch, in dessen Verlauf nicht nur noch die ein oder andere Flasche Bintang Pilsener verkonsumiert wurde, sondern ich auch allerhand Dinge über den Mann, nennen wir ihn doch ab jetzt Nyoman, erfuhr. Seine Sprachkenntnisse habe er während eines einjährigen Aufenthalts als Au-pair in Gelsenkirchen erlangt. »Auf Schaaaaaalk!«, wie er mir lachend erklärte. Wo das abschließende e geblieben ist, habe ich jedoch nicht erfahren. Vielleicht in der Bierflasche ertrunken. Na gut, dann eben Schalk. Passt ja vielleicht auch. Weiterhin erzählte mir Nyoman, dass er hier auf Bali als Fahrer arbeitete, und falls ich mal Bedarf hätte, von ihm in seinem schon bisschen älteren, aber ordnungsgemäß versicherten (dieses Detail schien ihm wichtig zu sein) Suzuki Jimny über die Insel kutschiert zu werden, hier wäre seine Nummer und ich könnte ihn Tag und Nacht über WhatsApp kontaktieren. Aha, daher weht also der Wind, dachte ich kurz, während ich ihm wohlgesonnen zuprostete. Er schien ein netter Kerl zu sein, nicht so aufdringlich wie die Typen, die dich am Straßenrand vollquatschen und teilweise noch ein paar Meter hinter dir herdackeln, um dir ihre Dienstleistung aufzudrängen. Tatsächlich sollte ich im Verlauf dieses Abends lernen, dass Nyoman eigentlich eine ziemlich arme Socke war. Musik mache er gerne, ließ er mich wissen, deswegen verbringe er viel von seiner freien Zeit hier im Casablanca. Von einer eigenen Gitarre träume er, diese sei aber sehr teuer. »Was kost das denn?«, erkundigte ich mich mit inzwischen vom Bier so langsam schwerer werdender Zunge. Schon wieder müssen Buchstaben in die Flasche gefallen sein. Ungefähr 500tausend Indische Rupien, erwiderte der Mann, dessen seltsam traurige Augen mir erst in diesem Moment wirklich bewusst geworden waren. Das entsprach umgerechnet etwa 30 Euro. Beschämt nippte ich schnell erneut an meinem Bier und versuchte, mein Gewissen nicht allzu sehr davon beflecken zu lassen, gerade einen Urlaub für mehrere tausend Euro zu machen, während es Nyoman nicht einmal für eine einfache Gitarre reichte. »All in all, you’re just another brick in the wall«, tönte es in diesem Moment aus dem Inneren des Casablanca zu mir herüber. Wegen seiner drei Kinder, für die er sorgen müsse, sei es ihm nicht möglich, sich der Musik zu widmen, fuhren mir Nyomans Worte mitten ins schlechte Gewissen. »Was macht deine Frau?«, frage ich, vermutlich irgendwie auf Absolution hoffend. »Sie ist nicht mehr bei uns.« Nyoman machte eine kurze Pause, ließ den Kopf hängen und blickte auf seine Hände, die sich an die Bierflasche klammerten. Dann fuhr er fort: »Sie wurde eines Tages sehr krank. Kein Arzt und kein Heiler hat herausgefunden, was ihr wirklich fehlt oder wie man ihr helfen kann. Sie ist dann in ein Kloster in die Berge gegangen. Hat ein Schweigegelübde abgelegt. Hab’ mich von ihr verabschiedet und sie seitdem nicht wieder gesehen. Das war vor drei Jahren.« Die Coverband nebenan ist gerade bei Pink Floyds Comfortably Numb angekommen, und numb fühlte ich mich in dem Moment auch. Comfortably jedoch nicht. Nyoman erklärte weiter, er sei danach für eine ganze Weile schwer alkoholabhängig gewesen, wegen der Kinder jedoch habe er irgendwie die Kraft gefunden, wieder aufzustehen und zu arbeiten. Es wirkte in diesem Moment so, als musste er seine Geschichte loswerden. Als sei er froh, sie irgendwem erzählen zu können, und sei dieser jemand auch nur ein dezent betüdelter Tourist vom anderen Ende der Welt. Nyomans Blick war zwar nun auf die Bühne gerichtet, auf der sich die Band gerade die Seele aus dem Leib spielte, und doch reichte er in die Ferne. Zu einem unbestimmten Punkt in seiner Vergangenheit. Die Zeit schien für einen kurzen Moment stehen geblieben zu sein. Dehnte sich dann aus wie Kaugummi. In Zeitlupe. Auseinandergezogen wie von einem dieser Faultiere in diesem Disney-Trickfilm mit den tierischen Polizisten. Dann blinzelte er kurz, als wolle er unerwünschte Gedanken damit vertreiben, drehte seine hagere Gestalt auf dem Hocker in meine Richtung und sagte: »Aber genug von mir. Was ist mit dir? Du bist doch aus einem bestimmten Grund hier, oder?« Die Frage hatte ich nicht erwartet. Peng, machte der Kaugummi in meinem Kopf. Das lila-blaue Bühnenlicht, das vom Inneren des Casablancas nach draußen drang und die Nacht erhellte, ganz im Bestreben, dem Motto des Pubs, der farbenfroheste Ort Sanurs zu sein, gerecht zu werden, spiegelte sich in dem schwarzen, schütteren Haar und den dunklen Augen Nyomans, mit denen er mich jetzt durchdringend anschaute. »Wat? Ich? Ja, nö, mach’ nur bisschen Urlaub…«, wollte ich gerade zur Erwiderung ansetzen, als unser Gespräch von einem Tumult neben uns unterbrochen wurde. Eine lokale Bikergang hatte ihre Maschinen gerade neben dem Casablanca geparkt. Wobei Biker und Maschinen hier relativ zu betrachten sind. Es waren nämlich keine dicken Harleys, die man lautstark knatternd über die ganze Insel hätte cruisen hören können. Und die man mit dem Begriff „Bikergang“ meistens assoziierte. Nö. Es waren Roller. In etwa Vespa-Format. Kurz dachte ich: Na, sind eure Mopeds beim Waschen eingelaufen? Verwarf diesen Gedanken aber sofort wieder. Das primäre Fortbewegungsmittel der meisten Menschen auf der Insel scheinen diese Mini-Mopeds zu sein. Irgendwer erklärte mir während meines Aufenthalts, Bali habe rund 4 Millionen Einwohner, davon seien aber mindestens 5 Millionen Rollerfahrer. Wer einmal das Chaos, das die Menschen hier Straßenverkehr nennen, erlebt hat, wird dem gerne beipflichten, schätze ich. Nur noch Ameisenhaufen sind lebhafter. Ganz schön wichtig sahen sie schon aus, die Männer, die da von ihren Maschinen stiegen. Natürlich mit Lederkutte, auf deren Rücken ein Wappen aufgenäht war, das wohl ihren Club, Clan oder wie auch immer sich das in diesen Kreisen nennt, repräsentieren sollte. Und Bandanas, logisch. Man geht ja als Rocker, Biker oder ähnlich orientierter Mensch nicht aus dem Haus, ohne seine Matte auf dem Kopp mit einem Bandana zu bandändigen, nicht wahr. »Oh, da bekommt gleich jemand Ärger«, sagte Nyoman, mehr an sich gerichtet, und trank ein Schluck von seinem Bier. Erst jetzt fiel mir auf, dass es sich um Bintang Zero 0.0% handelte. Die alkoholfreie Variante von dem Gebräu, das ich mir an diesem Abend in die Figur stellte. Sollte jetzt etwa doch noch Terence Hill auftauchen und Nackenschellen verteilen, dachte ich, gefolgt von der nagenden Frage, ob Nyomans Story eventuell doch der Wahrheit entsprach und nicht einfach nur erzählt wurde, um einen Touri wie mich als Kunden für kaffeefahrtartige Inselrundreisen zu gewinnen? Vertiefen konnte ich den Gedanken nicht, zu sehr war ich abgelenkt und ja, irgendwie auch fasziniert von dem Schauspiel, das sich unmittelbar neben uns abspielte. Vier oder fünf dieser – aus meiner Perspektive – eher kleinwüchsigen Männer, die offenkundig viel Zeit mit Training von Kraft und finsteren Blicken verbrachten, suchten sich entschlossenen Schrittes den Weg ins Innere des Casablancas. Nur wenige Momente später kamen sie wieder raus. Mit einem Mann im Schlepptau, ein paar Köpfe größer als die Männer von der Gang, der ganz offensichtlich schon mehr als nur einen über den Durst getrunken hatte. »Australier«, kommentierte Nyoman süffisant. Die kämen oft in Grüppchen zum Saufen her. Also wirklich wie die Deutschen zum Ballermann, dachte ich. Zwei der Biker hatten den Mann untergehakt und schleiften ihn ziemlich flink aus der Kneipe raus. Über die Straße. Und verschwanden anschließend mit ihm in der Dunkelheit dieser schwülen Sommernacht, die sich hinter den orange leuchtenden Straßenlaternen ausbreitete. »Was machen die jetzt mit ihm?«, frage ich. Nyoman zuckte mit den Schultern. »Wenn er Glück hat, werfen die ihn nur an den Strand. Zum Ausnüchtern.« Er kicherte leise vor sich hin. Dann widmete er seine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen auf der Bühne, offenbar nicht gewillt, weitere Details preiszugeben. Die Bikergang hatte sich, kaum dass sie den Störenfried entfernt hatten, wieder auf ihre Roller gesetzt und war knatternd die Straße rauf Richtung Denpansar in der Nacht verschwunden. Meeeeengmengmengmeng, knatterte es durch die Nachtluft. Die wenigen Passanten, die noch unterwegs waren, beachteten sie gar nicht weiter. Als wäre das alles hier der normale Lauf der Dinge. Nur wenige Minuten später traf die Polizei ein. Wenig überraschend ebenfalls auf Rollern. Auch die beiden Polizisten betraten das Casablanca, um zu tun, was Polizisten eben so machen, wenn sie wegen betrunkener Ausländer herzitiert werden. Wenige weitere Minuten später kamen sie wieder heraus, setzten sich auf ihre Maschinen und verschwanden genauso in der Nacht. Entgegengesetzt der Richtung, in der die Biker verschwunden waren. »So läuft das hier«, sagte Nyoman. »Wer sich nicht benehmen kann, fliegt raus. Die Biker sorgen für Ordnung. Die Polizei kommt nur, weil sie muss.« Ich nickte. Die Band im Hintergrund war gerade bei High Hopes angekommen und ich fragte mich kurz, ob sie das ganze Set von Pulse spielten. Jedenfalls erging sich der Gitarrist gerade in einem Solo, das auch einem David Gilmour zur Ehre gereicht hätte. Was ich immer sage: Kleine Konzerte sind oft die besten! Als jemand, der auch Pink Floyd sehr mag, war ich ganz beseelt von dem Geschehen auf der Bühne und hatte gar nicht mitbekommen, dass Nyoman in der Zwischenzeit eine weitere Runde bestellt hatte. »So, und jetzt zu dir«, sagte er und hielt mir seine Flasche zum Anstoßen hin. »Ich glaube, ich weiß, was du suchst. Weswegen du wirklich hier bist.« Ich hatte das Gefühl, dass diese nach wie vor seltsam traurigen Augen mich durchdrangen, bis in den Kern meines Wesens blicken konnten. War mir ja ein bisschen unangenehm, gebe ich zu. »Du hast etwas verloren. Vor langer Zeit schon. Richtig?« Eine Antwort wartete Nyoman gar nicht erst ab. »Ich habe eine Idee, wer Dir helfen könnte, es wiederzubekommen. In welchem Hotel wohnst du? Um 7 Uhr morgen früh hole ich dich ab, dann fahren wir erst zum Tempel von Tanah Lot, bevor alle da sind, und dann weiter in ein kleines Dorf nahe Tenganan. 200tausend Rupien Festpreis.« Nyoman lächelte mich erwartungsvoll an. Der Gedanke, dass Nyoman neben allen anderen Eigenschaften auch sehr geschäftstüchtig war, klopfte wieder an die Innenseiten meines Schädels. »Ach, warum denn nicht. Nach Tanah Lot wollte ich eh mal, und wenn wir dort sind, bevor die ganzen Massen da herumtrampeln, soll mir das recht sein«, erwiderte ich entschlossen. So war es dann abgemacht. Um 7 Uhr morgens, so der Plan, würde mich Nyoman mit seinem älteren, aber nach wie vor tipptopp versicherten Suzuki Jimny (dieses Detail ist ihm gewiss immer noch wichtig!) von meinem Hotel in Sanur abholen. Wir stießen mit unseren Bierflaschen an. »With friends surrounded, the nights of wonder, the light was brighter, the grass was greener, forever and ever« trällerte die Frontfrau der Band gerade ins Mikrofon und schien ihre ganze Kraft, alles an Gefühl und Herzblut, in diese Passage zu legen. High Hopes. Ich hatte nicht erwartet, ausgerechnet hier, auf Bali, mit meiner Suche nach meinem verlorenen Gedanken weiterzukommen. Ich merkte jedoch, wie sich in mir, neben Bier und der Glückseligkeit, eines meiner Lieblingslieder zu hören, ein Funke Hoffnung ausbreitete. Als die Musik gerade verklungen war, warf ich noch einen Blick zur Bühne. Die Frontfrau und Sängerin der Band, lange, schwarze Haare, die ihr fast bis zum Hintern reichten, ein langes, nicht weniger schwarzes Oberteil und zerrissene Blue Jeans – das muss wohl so sein bei diesen Rock’n’Roll-Menschen, habe ich mir sagen lassen –, hatte sich gerade ebenfalls eine Flasche Bier reichen lassen. Unvermittelt drehte sie sich zu mir um und prostete mir aus der Ferne zu. Wie um mir zu sagen: Geh. Und finde, was du suchst. © Roman Jasiek <- Wird fortgesetzt ->
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 01/07/2026
Der Photo Dump des vergangenen Monats.
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Photo Dump 06/2026
So ein neuer Monat ist ja immer auch eine gute Gelegenheit für Experimente hier im Blog. Ich hatte es vor einiger Zeit schon angekündigt, dass ich meine Online-Aktivitäten, die ich sonst auf Social Media vorgenommen hätte, immer mehr hier in den Blog verlagern möchte. So mancher Beitrag der vergangenen Zeit war, wenn man genau hingesehen hat, schon ein Fingerzeig in die Richtung, in die ich gehen möchte. Heute starte ich mit etwas Neuem: dem **Photo Dump**. Eine Wortschöpfung, die sich aus den englischen Wörtern für Foto („photo“) und abladen („dump“) zusammensetzt und welche die wiederkehrende, gebündelte Veröffentlichung von Fotos bezeichnet. Wer bei **Insta** & Co. unterwegs ist, kennt das Prinzip vielleicht. Die Fotos dienen keinem anderen Zweck, einem künstlerischen gleich gar nicht, als ein bisschen die Person hinter den Fotos näher vorzustellen. Ein kleiner Einblick in den Alltag, quasi. Ich betrachte den **Photo Dump** momentan auch als eine Art Ergänzung zu den Dingen, über die ich in den letzten Tagen und Wochen geschrieben habe. Und damit soll der Einleitung auch Genüge getan sein. Daher nun ohne weitere Kommentare: Der **Photo Dump** des Monats Juni 2026. PS: Wer von Euch ebenfalls einen Blog betreibt, kann den Ball gerne aufnehmen. Ich denke da beispielsweise an Casi oder Thomas Gigold.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 29/06/2026
Nicole und ich schauen gerade Star Trek: The Next Generation – und ich merke wieder, wie unglaublich positiv, humanistisch und ermutigend diese Serie ist. Und wie sehr die Welt ein paar mehr Personen wie Captain Pike oder vor allem Captain Picard vertragen könnte.
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In Anlehnung an einen alten Buchtitel: Was ich im Leben brauche, habe ich von Captain Picard gelernt
Nicole und ich sind gerade mitten in einem Rewatch von **Star Trek: The Next Generation**. Wobei … Rewatch ist relativ. Für Nicole ist es der erste Kontakt mit den Abenteuern des neuen **Raumschiffs Enterprise** , ich hab’ die allermeisten Folgen zuletzt bei ihrer Erstausstrahlung in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrtausends gesehen. Keine Kommentare bezüglich meines Alters jetzt bitte. Jedenfalls: Beim Anschauen fällt mir wieder auf, wie optimistisch, wie progressiv, wie ermutigend, empowernd, humanistisch und wie bejahend diese Serie war. Und damit quasi dem Original noch eins draufgesetzt hatte. **Gene Roddenberrys** Vision einer Zukunft, in der die Menschheit aufgehört hat, sich im sinnlosen Kleinklein zu verlieren; Krankheiten, Kriege und unnützes Anhäufen von Reichtum der Vergangenheit angehören, wird sich vermutlich nicht mehr durchsetzen, fürchte ich. Trotzdem immer wieder schön und, ich schrieb es bereits, ermutigend zu sehen, wie sich Menschen die Zukunft vorgestellt haben, ohne dass es dabei in einer Dystopie endete. Diesen Spirit von damals bringt von den neuen Serien vor allem und ganz besonders **Star Trek: Strange New Worlds** zurück auf die Mattscheibe. **Captain Pike** (gespielt von **Anson Mount**) ist einfach eine coole Socke! Ein Vorbild, keine Frage. Aber mehr noch geprägt hat mich ein anderer Captain, viel früher schon. Ich bin nach wie vor felsenfest davon überzeugt: Wären mehr Menschen mit **Star Trek** aufgewachsen, mit Vorbildern wie **Captain Jean-Luc Picard** (meisterhaft gespielt von **Patrick Stewart** , ohnehin ein ganz toller Mensch!), an denen man sich orientieren kann, die Welt wäre eine andere. Vermutlich sogar eine bessere. Aber „wenn“und „hätte“ liegen bekanntlich im Bette. Dennoch bin ich immer wieder froh darüber, mitzubekommen, dass zumindest die **Next-Generation-Crew** (bzw. die Darsteller dahinter) auch in diesen wilden Zeiten sehr stabil geblieben ist. Leider keine Selbstverständlichkeit. Und um mal zu beleuchten, warum gerade **The Next Generation** randvoll ist mit wundervollem, positivem Humanismus, nachfolgend eine Sammlung bemerkenswerter Zitate aus der Serie: Und noch ein Zitat zum Schluss, dieses Mal von **Star-Trek-Schöpfer Gene Roddenberry** : „We must strive to embrace our differences, for it is in our diversity that we find strength.“ So, und damit bin ich für heute auch schon wieder fertig mit Herumnerden.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 22/06/2026
17 Spielstunden, eine Origin-Story, Lana Del Rey als Titelsong und Patrick Gibson als junger James Bond: 007 First Light ist das Bond-Spiel, auf das wir seit GoldenEye gewartet haben. Warum das so ist, erzähle ich Euch hier.
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Hat mich gerührt, nicht geschüttelt: 007 First Light
Vermutlich bin ich auch hier schon wieder mal viel zu spät zur Party gekommen, aber man kennt das ja inzwischen schon so von mir. Aber wat willste machen? Neben Familienleben, Lohnerwerbstätigkeit, Wandertouren und diversen anderen Dingen steht das Zocken auf der Prioritätenliste derzeit ziemlich weit hinten. Ich komme oft nur an Sonntagen dazu, mich mit dem Controller in der Hand vor den Fernseher zu fläzen. Dann aber in letzter Zeit mit großem Genuss! Nachdem ich mich über Monate mit **Resident Evil Requiem** vergnügt habe – hey, ich habe da immerhin meinen allerersten Speedrun jemals geschafft! – habe ich gerade einige Zeit mit dem jungen **Mr. Bond** verbracht. Was mir tatsächlich so gut gefallen hat, dass ich Euch nachfolgend davon erzählen möchte. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Seit 1982 sind mittlerweile über 25 Spiele rund um den britischen Doppelnull-Agenten mit der Lizenz zum Töten erschienen. Es gab durchaus einige Highlights (vor allem das kultisch verehrte **GoldenEye** (1997), das für **Nintendos N64** erschienen war). Aber auch einige echte Gurken wie das bis dato letzte Spiel **007 Legends** , das mit seinem Erscheinen 2012 immerhin auch schon wieder 14 Jahre auf dem Buckel hat. Bis auf einen Mobile-Ableger (**Cypher** , 2013) war da lange Zeit erst einmal Ruhe im Hause **MI6**. Bis sich **IO Interactive** , die Macher der gefeierten und erfolgreichen **Hitman-Reihe** , die Lizenz sichern konnten. **007 First Light** heißt das Spiel, das vor rund einem Monat erschienen ist. Gestern Abend flimmerte nach rund 17 höchst unterhaltsamen Spielstunden auch bei mir der Abspann über die Mattscheibe. Vielerorts wurde und wird das Spiel als das **beste Bond-Spiel seit mindestens GoldenEye** , wenn nicht sogar überhaupt, gefeiert. Ist da was dran, fragt Ihr? Ja, sage ich. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Wie vielleicht schon bekannt, erzählt **007 First Light** eine Origin-Story und damit die Geschichte, wie **James Bond** (gespielt und gesprochen von **Patrick Gibson**) zum **Geheimagenten Ihrer Majestät mit der Doppelnull** wurde. Das tut es über eine ziemlich umfangreiche Kampagne, die – ähnlich wie die Filme – einige der schönsten und/oder interessantesten Schauplätze der Welt abklappert und dabei mit allerhand Wendungen nicht geizt. Zunächst begleiten wir den jungen **Mr. Bond** im Alter von 26 Jahren als **Soldat der Royal Navy** auf einem Einsatz in **Island**. Der geht natürlich schief, es kommt zu jeder Menge Krachbumm und am Ende hat der **MI6** einen neuen Rekruten. Dessen Name ist, wie könnte es anders sein, **Bond**. **James Bond**. Und dieser wird im Rahmen seiner Ausbildung zum Geheimagenten für den Feldeinsatz ziemlich geschliffen. Mehrere Monate **verbringt** Bond zusammen mit sechs weiteren Rekruten (na, ahnt ihr schon, wie der Mann zur Nummer **007** kam?) auf **Malta** , wo er von seinem späteren Partner wider Willen, **John Greenway** (**Lennie James**) ins Agentenleben eingeführt wird. Doch noch bevor die Ausbildung wirklich komplett abgeschlossen werden kann, finden sich unsere Doppelnullen im Feld wieder. Und schon sind **Bond** und seine Gefährten einer Verschwörung auf der Spur, die bis tief ins Herz des **MI6** hineinreicht und vor allem **Bond** quer um den Globus scheucht. Neben **Island** und **Malta** stehen auch **London** , die **Slowakei** , **Vietnam** , **Mauretanien** und die **Antarktis** auf der Reiseroute. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Viel mehr möchte ich über die Inhalte des Spiels eigentlich auch gar nicht erzählen. Vielleicht nur noch: Dass der junge **Mr. Bond** im Laufe dieses wirklich vergnüglichen Abenteuers klassische Weggefährten wie **Q** (**Alastair Mackenzie**), **Moneypenny** (**Kiera Lester**) und **M** (**Priyanga Burford**) trifft, dürfte auf der Hand liegen. Auch die Antagonisten können sich sehen und hören lassen. Als da wären: der Industrielle **Sir Nicholas Webb** (**Anthony Howell**), dessen kratzbürstiger Nachkomme **Damien Webb** (**Bart Edwards**) sowie die Femme fatale **Isola** (**Noémie Nakai**). Und **Lenny Kravitz** (ja, der!) als schurkischer Schwarzmarktkönig **Bawma** ist auch nochmal ganz anders wild! © IO Interactive / Amazon MGM Studios Die sich windende Handlung, die allenfalls gegen Ende ein ganz kleines bisschen den Eindruck erweckt, die Macher hätten ihr Kind selbst nicht loslassen können und daher ein Mü zu sehr gestreckt, lässt in keiner Sekunde Langeweile aufkommen. Meines Erachtens findet das Spiel genau das richtige Maß zwischen Erkundung (es ist endlich mal wieder keine offene Spielwelt, yay!), ausufernden Ballerpassagen und sehenswert inszenierten Zwischensequenzen. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Die Missionen erwecken zumindest den Eindruck spielerischer Freiheit. Gerade in den Abschnitten der jeweiligen Kapitel, die nicht in reiner Deckungs-Shooterei ausarten, gilt **das Prinzip der Doppelnull-Agenten** : Mache das Unerwartete. Das heißt, dass **Junior-Bond** mittels seiner zahlreichen Gadgets, freundlicherweise von **Q** zur Verfügung gestellt, jede Menge Möglichkeiten hat, mit der Umgebung zu interagieren. Das Personal kurz mit einem Krankmacher-Pfeil beglücken, damit die Zugangskarte für ein Hotelzimmer geklaut werden kann? Kein Thema. Oder doch lieber den Staubsauger via Fernzugriff anschalten, was das Reinigungspersonal aufhorchen und die zu durchschreitende Tür somit unbeobachtet lässt? Geht auch. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Und wenn **Bond** mal in einem feindlichen Gebiet erwischt wird, hat er immer noch die Möglichkeit des Bluffens und kann im Anschluss weitere Aktionen folgen lassen. Das spielt sich ziemlich flüssig und vermittelt zumindest das Gefühl, die Art und Weise, wie **James Bond** hier agiert, wäre meine, steckte ich in dem Moment gerade in seiner Haut. Insgesamt würde ich das Spiel als eine gelungene, abwechslungsreiche Mischung aus Schleichen, Action und gelegentlichen, sehr gut zu verkraftenden Quick-Time-Events beschreiben. © IO Interactive / Amazon MGM Studios Dass sich das Spiel so gut anfühlt, wie es sich eben anfühlt, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Da ist zum einen die technische Brillanz. Fehler, Abstürze, technische Probleme, Ruckeleien oder etwas in der Art hatte ich während meines Durchgangs nicht einen. Tatsächlich war das Spiel so glattpoliert, wie man es bei der geschichtsträchtigen Lizenz erwarten durfte. Auch First-Party-Spiele haben **Sonys Konsole** nicht besser im Griff. Wie es sich auf anderen Plattformen verhält, vermag ich nicht zu beurteilen, würde aber ähnliche Performances unterstellen. Optisch mega schick, eine präzise, butterweiche Steuerung, spielerische Abwechslung, überzeugendes Gun-Play, insgesamt technisch ein top Eindruck, Sound inklusive ikonischer Musik ebenfalls erste Sahne! Und dann dazu der Titelsong von **Lana Del Rey** , ein typisches Intro-Video, wie es aus einem der Filme stammen könnte, die Drum-and-Bass-Heroen **Chase & Status** dürfen auch mitmachen, und, und, und! Man merkt dem Spiel in jeder Sekunde an, dass hier mit viel Herzblut an die Sache herangegangen wurde und die Entwickler bemüht waren, der Lizenz gerecht zu werden. Tatsächlich würde ich den Leuten bei **IO Interactive** unterstellen wollen, echte Fans zu sein. In jedem Fall haben sie die Essenz von James Bond verstanden. Ich habe es wirklich gern gespielt und empfehle es daher allen **Bond-Fans** mit einer Affinität für Videospiele. Auch wenn es nach der letzten Mission heißt „**James Bond will return** “, bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt. Die Gegenwart jedenfalls könnte kaum besser sein. Der nächste Kinoauftritt von **007** soll ja bekanntlich von **Denis Villeneuve** (u. a. Blade Runner 2049, **Dune**) inszeniert werden, und wie man hört, ist dieser derzeit noch immer auf der Suche nach einem neuen Darsteller für die Titelrolle. **Patrick Gibson** hat meines Erachtens hier eindrucksvoll seine Visitenkarte dafür hinterlassen. Chapeau! © IO Interactive / Amazon MGM Studios
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 21/06/2026
Im November hatten wir die Stempel, aber keine Nadeln – weil das Brockenhaus ausverkauft war. Jetzt haben wir nachgeholt, was damals liegen blieb: 20 Kilometer ab Torfhaus, Regen, Fuchs, und endlich die ersten Harzer Wandernadeln in der Hand.
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Wandertag im Harz, Teil 4: Yay, die ersten Harzer Wandernadeln sind unser!
Kurze Rückblende in den November des vergangenen Jahres: Am vorletzten Wochenende des besagten Monats waren Nicole und ich im **Harz** unterwegs, um in wunderschönstem Winterwunderland die von der Harzer Wandernadel gesammelten Stempel in ebensolche umzutauschen. Und nebenbei weitere Stempel einzusammeln, logisch. Es war quasi Künstlerpech, dass wir, nachdem wir durch Schnee, Eis und mitunter bitterkalte Winde gewandert waren und die **Spitze des Brockens** erreicht hatten, feststellen mussten, dass im **Brockenhaus** gerade keine Nadeln, jedenfalls keine bronzenen und silbernen, vorrätig waren. Regnet noch? Egal. Von nüscht kommt nüscht, also Regencape an und los! © Roman Jasiek Somit hatten wir zwar die Unterschrift bekommen, die bestätigte, die dafür erforderlichen Stempel mittels Wanderungen eingesammelt zu haben, aber eben noch keine Anstecknadeln. Es stand also schon damals der Beschluss: Wir kommen wieder. Und wenigstens einmal im Jahr müssen wir ohnehin den **Brocken** raufwandern; Startpunkte dafür gibt es im **Harz** ja zur Genüge. Und so schnürten wir unsere Wanderschuhe und machten uns am vergangenen Samstag abermals auf den Weg in den **Harz** , um den **Brocken** zu besteigen. Vorher/nacher, oder: Da ist das Ziel, da ist der Start. © Roman Jasiek Nun könnte man meinen, bei Temperaturen von irgendwas zwischen 30 und 40 Grad Celsius, die derzeit in unserem Ländle herrschen, sowie Begleiterscheinungen in Form heftiger Gewitter, im **Harz** wandern zu gehen, wäre eine Idee der Marke Blitzbirne. Ja, vielleicht. Hat uns nach ausgiebigem Studium des Wetterberichts aber trotzdem nicht aufgehalten. Unser Plan war der folgende: 4:45 Uhr aus dem Bette krabbeln, fertig machen, Sachen packen und dann mit dem Auto Richtung **Torfhaus** , was dieses Mal unser Startpunkt für die rund 20 Kilometer über Stock und Stein werden sollte. Im besten Falle würden wir **Torfhaus** , unweit der **Oker-Talsperre** , gegen 7:30 Uhr erreichen. Umweg über einen Bäcker eingeplant, kämen wir also nach dem angekündigten Gewitter nebst ergiebigem Landregen an, und wären bereits wieder runter vom **Brocken** und auf dem Rückweg, noch bevor die Gluthitze einsetzt. Guter Plan eigentlich, oder? Pro-Tipp: Bei Wanderungen auf die Spitze des Brockens Sonnenbrille einpacken! Man blickt dann nicht so verkniffen in die Kamera beim Beweis-Selfie. © Nicole Isensee Das hat in weiten Teilen auch genau so geklappt. Einzig: Die dicke Regenwolke hielt sich länger über unserem Zielgebiet als angenommen. Wir waren tatsächlich kurz nach halb 8 Uhr morgens in **Torfhaus** , bereit, den **Brocken** erneut hinaufzulatschen, unsere Stempel dieses Mal aber wirklich gegen Wandernadeln einzutauschen, und neues Schuhwerk einzulaufen. Der Regen hielt sich jedoch sehr hartnäckig über **Torfhaus** , sodass wir noch ein Stück weiter fuhren, um an der **Oker-Talsperre** zu linsen, ob nicht dort auch irgendwo ein Stempel einzugeiern wäre. Wir fanden wohl die Talsperre, nicht aber eine Stempelstelle. Na gut. Hex-hex! © Roman Jasiek Gegen halb 9 waren wir zurück in **Torfhaus** , fanden einen Parkplatz, der zur Abwechslung noch gebührenfrei war, und hockten noch einen Moment im Auto herum. Und dann sagten wir uns: Scheiß drauf!, plünten uns wieder die Regencapes über und marschierten los. Und manchmal muss man das Glück auch ein bisschen herausfordern. Wir hatten kaum den ersten Kilometer auf dem **Goetheweg** hinter uns gebracht, da ließ sich auch Klärchen so langsam am Himmel blicken – und uns wurde ziemlich schnell ziemlich warm in unseren Capes. Auf Tuchfühlung mit der Harzer Schmalspurbahn... © Nicole Isensee Den Rest der Route brachten wir bei eigentlich allerbestem Wanderwetter hinter uns. Die paar Kilometer bis zum **Brocken** rauf war es aufgrund des vorangegangenen Regens weder zu warm noch kalt, auch der Wind hielt sich in Grenzen und kann nur als sehr angenehm umschrieben werden. Erst als wir wieder das **Brockenhaus** und somit die Spitze des **Brockens** erreichten, stand die Sonne ziemlich senkrecht am Himmel und die Wolken verzogen sich immer weiter. Oben angekommen drehten wir zunächst eine Runde auf dem **Brocken-Rundweg** , tauschten dann die Stempel gegen die Wandernadeln ein (endlich!), gönnten uns sodann eine kleine Pause auf dem **Brockenplateau** und machten uns dann gemütlich auf den Rückweg. Gemütlich bedeutet bei uns trotzdem eine Pace von 6 km/h. ... und einem Fuchs. © Roman Jasiek Keine fünf Stunden später waren wir wieder zurück auf dem Parkplatz. Mit rund 20 Kilometern und etwas um die 400 Höhenmetern unter den Sohlen. Dafür, dass ich erst im vergangenen Jahr angefangen habe, mich mit dem Thema Wandern, Extremwandern und Abreißen von Höhenmetern usw. zu beschäftigen, hat sich dieser Ausflug wirklich nur noch wie ein ausgedehnter Spaziergang angefühlt. Am Tag danach hatte ich weder Blasen an den Füßen, noch Muskelkater noch sonst irgendwas, was mich zu Mimimi-Gesängen hätte verleiten können. Doch, da bin ich schon ein wenig stolz drauf. Meine wundervolle Begleitung Nicole (ohne die ich vermutlich nie auf den Geschmack gekommen wäre), die Motivation dieser Stempeljagd als solche sowie auch die tollen neuen Schuhe hatten gewiss jeweils einen ordentlichen Anteil daran. Und da sind die Dinger: Die ersten Wandernadeln! Und ein kleiner Zaubertrank, um auf dem Plateau des Brockens auf das Erreichte anzustoßen. © Nicole Isensee Falls Ihr in diesem Zusammenhang einen Tipp sucht, womit es sich auf so ziemlich jedem Untergrund gut laufen lässt: Ich bin gerade auf der Suche nach dem richtigen Wanderschuh für mich bei den Challenger 8 von Hoka angekommen. Dieses federnde Gefühl beim Laufen, dieser Eindruck, dass die Fußspitze ganz alleine abrollt beim Abheben des Fußes – Wahnsinn! Als Grünschnabel auf diesem Gebiet kannte ich bisher nichts Vergleichbares, bin aber ziemlich sicher, meinen Schuh für die nächsten Märsche, die schon im Kalender stehen (8. August: der 39 Kilometer Heldenmarsch in Wismar, 29. August: der 42 Kilometer Mammutmarsch bei Nacht im Ruhrgebiet), gefunden zu haben. Diese Creme hat sich bezüglich Blasenbildung an den Füßen als echter Game-Changer erwiesen! Wir machen keine Märsche oder Wanderungen mehr, ohne unsere Mauken sehr großzügig damit einzureben, ehe wir in Socken und Schuhe steigen. © Roman Jasiek Und was den **Harz** angeht: Unser Stempelheft hat noch Platz für sehr viele Stempelchen. Beim Sundowner nach unserer Rückkehr haben Nicole und ich beschlossen, dass wir die Marke von 150 Stempeln irgendwann erreichen wollen. Damit erhielten wir dann das Abzeichen **Harzer Kaiserschuh**. Langweilig wird uns somit in den nächsten Monaten und vermutlich auch Jahren ganz sicher nicht. Zumal: Der **Harz** ist immer eine Reise wert – und bestätigt das bei jedem Besuch erneut. Und sei es nur, weil es uns dieses Mal nur gelungen ist, lediglich einen weiteren Stempel zu ergattern. 0:00 /0:36 1× © Roman Jasiek / Relive © Nicole Isensee, Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 17/06/2026
Heute habe ich meine erste Magen- und Darmspiegelung hinter mich gebracht – und alles ist gut. Was auf einen zukommt, wie die Vorbereitung läuft und warum diese Untersuchung eigentlich keine große Sache ist:, erzähle ich Euch hier.
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Ein Tag im Leben: Wie ich einmal eine Magen-Darm-Spiegelung machen ließ
Zugegeben, der Betreff bzw. Titel des heutigen Beitrags ist nicht sonderlich spannend. Aber wichtig. Ich habe heute die erste Magen- und Darmspiegelung meines Lebens hinter mich gebracht. Und vielleicht sollte ich die frohe Kunde erst einmal vorwegschicken: Es ist nüscht. Die Ergebnisse der Biopsie stehen noch aus. Laut der Ärztin, die mir heute mit ihren Instrumenten in Magen und Darm herumgefuhrwerkt hat, dauert dies zwei bis drei Wochen. Aber ihrer Aussage nach ist, von einer minimalen Entzündung beim Übergang vom Magen zum Darm, nichts auffällig gewesen und erst recht nichts, was mir Sorgen machen müsste. Entlassen hat sie mich heute mit den Worten: Wir sehen uns in fünf Jahren. Puh! Wie Ihr dieser Einleitung vielleicht entnehmen könnt, gab es Gründe für mich, eine internistische Praxis aufzusuchen. Gründe, die ich immer mit Lebensunverträglichkeiten und/oder Psychosomatik zu erklären versuchte. Aber machen wir uns nüscht vor: Im Grunde war es stets das Prinzip Hoffnung, das meinen Alltag begleitete. Es kann schließlich nicht sein, was nicht sein darf. Da es allerdings in meiner Familie so manche Krebserkrankung gab, keine davon hat für die Betroffenen ein gutes Ende genommen, und manches Mal war es der Magen-Darm-Bereich, der von dieser elenden Krankheit betroffen war, ist eine solche Untersuchung eigentlich längst schon überfällig gewesen. Aus Gründen eben. Und weil Nicole, die bessere Hälfte von mir, in Gesundheitsthemen sehr hartnäckig und überzeugend sein kann, machte ich dann doch mal einen Termin. Ging in **Magdeburg** (für diejenigen, die es genau wissen wollen: in der GastroPraxis; hell und modern eingerichtet, freundliches Personal) erstaunlich fix. Ein Termin zum Beratungsgespräch war rasch gefunden. Und von diesem Zeitpunkt bis zur eigentlichen Untersuchung vergingen keine zwei weiteren Wochen. Ich kann mir vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die diese (Vorsorge-)Untersuchung scheuen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. »Steckt mir da nicht einer ein Röhrchen in den Hals, oder schlimmer noch, in den Hintern?« oder »Ist das nicht mega unangenehm und wie funktioniert das mit dem Abführen am Tag zuvor?« können ein paar der Gedanken sein, die im Vorfeld durch die eigene Birne schwirren. Aus diesem Grunde, und um das Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Untersuchung zu schärfen, so wie es auch mir geschärft wurde, schreibe ich diesen Beitrag. Und um auch das vorwegzunehmen: Das ganze Prozedere ist sehr entspannt, den unangenehmsten Teil verbringt man zuhause, weil man stundenlang auf dem Pott hockt und rollenweise Klopapier verbraucht. ## Was passiert im Vorfeld? Das Vorgehen wird vermutlich in allen thematisch ähnlich gelagerten Einrichtungen vergleichbar sein: Ihr bekommt ein paar Tabletten, die die Verdauung anregen sollen und den Darm durchlässig machen für Flüssigkeiten. Ich sollte diese um 14 Uhr am Vortag der Untersuchung einnehmen. Ab 16 Uhr dann das erste von zwei Beutelchen mit einer anzurührenden Lösung, welche – ich formuliere es mal sehr vorsichtig – für mächtig Druck auf dem Kessel sorgt. Und um hier noch mehr Schmackes in die Schüssel zu bringen, musste ich im Abstand von 30 Minuten jeweils einen halben Liter Flüssigkeit (Wasser, Tee, gesiebte Brühe, klarer Apfelsaft usw.) zu mir nehmen. Nun, der Erfolg stellte sich ziemlich rasch ein. Und ich gebe zu, dass dies auch der unangenehmste Teil der ganzen Untersuchung war. Nicht, dass ich Bauchweh gehabt hätte – und als Mensch mit Laktoseintoleranz weiß ich, wie sehr einem die Wampe kneifen kann! – aber trotzdem bin ich mir sicher, dass ich in der Heckansicht irgendwann mehr Ähnlichkeit mit einem Pavian hatte als mit allem anderen. Die Anleitung lässt eigentlich keine Fragen offen. © Roman Jasiek Wie dem auch sei. Wiederholt wurde diese ganze Prozedur (Tütchen auflösen und das Zeugs über 30 Minuten trinken, anschließend zwei weitere Liter Flüssigkeit verkonsumieren im Abstand von 30 Minuten je halber Liter, und hoffen, dass man genug Klopapier im Haus hat) noch einmal ab 20 Uhr, um 21 Uhr dann zusätzlich noch irgendein Granulat von Lefax, das für weiß ich auch nicht zuständig war. Die Ärzte werden sich schon etwas dabei gedacht haben. Und das wars schon. Zusätzlich dürft Ihr ab dem Vortag der Untersuchung ab dem Frühstück nichts mehr essen und solltet ab fünf Tagen vorher darauf achten, keine Mahlzeiten mehr zu Euch zu nehmen, die schwer verdaulich sind, für rege Darmaktivität oder … äh … Abwinde sorgen. Bleibt jetzt noch die Frage: Wie läuft die Behandlung selbst ab? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, ich habe sie nämlich verschlafen. Und zwar komplett. Im Vorfeld müsst Ihr Euch entscheiden, ob Ihr eine Teil- oder eine Vollnarkose möchtet. Und eigentlich bin ich diesbezüglich ein Schisser (den doppelten Wortwert im Kontext dieses Artikels merke ich gerade selbst) und hab’ mich vor Vollnarkosen bisher immer gescheut. Aber da ich das Gefühl hatte, durch den vorangegangenen Informationstermin wirklich gut und ausreichend aufgeklärt worden zu sein, entschied ich mich für die Vollnarkose. Die übrigens kostenpflichtig ist. Genauso wie die Option, den Darm mit CO₂ weiten zu lassen, was hinterher, so klärte man mich auf, für deutlich weniger Pupsen sorgen soll. Kann ich so bestätigen. Insgesamt habe ich vor Ort für die beiden Alternativoptionen 40 Euro bezahlt und würde es dann in fünf Jahren exakt wieder so machen. Ich, nur Minuten nachdem ich aus dem kurzen, aber sehr tiefen Propofol-Tiefschlaf erwacht bin. Da war die ganze Aktion allerdings schon gelaufen. © Roman Jasiek Denn kaum, dass ich mich auf der Behandlungsliege abgerollt hatte, bekam ich eine Spritze **Propofol**. Und dann dauerte es wirklich nur noch Sekunden, bis ich tief und fest eingeschlafen war. Die nächste Erinnerung setzt ein, dass eine der Schwestern meinen Namen rief und „Aufwachen!“ sagte. Da war ich aber schon wieder komplett eingekleidet und von allen Gerätschaften, Sabbertüchern, OP-Schlüppern und so weiter befreit. Gemerkt habe ich definitiv absolut gar nichts. Auch Stunden nach der Untersuchung nicht. Ich habe es selbst immer nicht glauben können, wenn andere von einer Darmspiegelung erzählten und berichteten, sie hätten kaum bis 3 zählen können und dann angenommen, die Behandlung sei noch gar nicht erfolgt. Aber es ist so. Man bekommt davon einfach absolut gar nichts mit. Vom Betreten der Praxis bis zur Abholung durch Nicole (fahrtüchtig ist man anschließend noch nicht und es gehört auch zu den Bedingungen, dass man vom Ort des Geschehens anschließend durch Dritte abgeholt wird) ist gerade mal eine Stunde vergangen. Eine Stunde. Für Zugang legen, umkleiden, betäuben, untersuchen und wieder zu Bewusstsein kommen. Im Nachgang fühlte ich mich vor allem hungrig (klar, ich hatte ja auch über 24 Stunden nichts gegessen) und noch ein bisschen benommen. Und sehr müde. Das ist alles. Selbst das hat nicht lange angehalten. Vielleicht kann ich mit diesem Beitrag dafür sorgen, dass manche von Euch, die diese Untersuchung wegen der Ungewissheit „Was passiert da eigentlich“ meiden, eben diese Sorge verlieren und entsprechend umdenken. Wir wissen alle, dass Krebs ein elendes Arschloch ist und man eigentlich nur wirklich dann gute Karten hat, wenn der rechtzeitig entdeckt wird. In diesem Sinne.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 08/06/2026
Rock am Ring? Ach nein, danke. Wir waren beim Rock im Pfarrgarten in Eldena – Eintritt frei, Bratwurst für 3 Euro und STEW aus Hamburg. Und es war großartig!
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Rock im Pfarrgarten Eldena, oder: Manchmal sind die kleinsten Events eben doch die größten
Am vergangenen Wochenende fand die nunmehr 41. Ausgabe des legendären **Rock am Ring Festival** am **Nürburgring** statt. Und selbstverständlich waren wir… nicht mit dabei. Stattdessen zog es Nicole und mich in die rund 1150 Seelen beheimatende Gemeinde **Eldena** in **Mecklenburg-Vorpommern** im Landkreis **Ludwigslust-Parchim**. Die evangelische Kirchengemeinde des Dörfchens lud nämlich einmal mehr zum **Rock im Pfarrgarten**. Ja, richtig. Ihr seht also, auch wir haben das Wochenende mit sehr guter, handgemachter Rockmusik verbracht. Lasst mich erzählen. © Roman Jasiek Zugegeben, ein reiner Zufall war es nicht, dass wir in diese charmante, kleine Veranstaltung gestolpert sind. Weder sind wir plötzlich religiös geworden, noch hatten wir die dort auftretende Band **STEW** aus **Hamburg** bisher auf dem Schirm. Zumindest letzteres müssen wir zu unserer Schande gestehen, geloben aber, die fünf Herren künftig auf dem Schirm zu behalten. Die Veranstalter von **Rock im Pfarrgarten** haben dies offenbar auch als Vorsatz, schließlich spielten **Tim** , **André** , **Björn** , **Eddy** und ihr Sänger **Leo** schon das zweite Jahr in diesem besagten Pfarrgarten hinter der Kirche in **Eldena**. Aus familiären Gründen zieht es Nicole und mich immer wieder in das schnuckelige, kleine Örtchen, so auch dieses Mal, und wenn was geboten wird, dann simmer da doch dabei, höttma! © Roman Jasiek Wie das bei Dorffesten oft üblich ist, war der Eintritt frei. Eingelassen wurde ab 18 Uhr, Anpfiff für **STEW** war gegen 19:30 Uhr. Zuvor und auch während der Show bzw. in den Pausen konnte man sich mit Bratwurst und Krakauer stärken und sich ansonsten jede Menge Zaubertrank in den Talar schütten. Die Würstchen wechselten für 3 Euro auf die andere Seite des Tresens, Softgetränke und Kurze gab es für jeweils 1 Euro, Gerstensaft in 0,3-Liter-Pülleken wurde für 2 Euro verteilt. © Nicole Isensee Ich kenne mich auf dem Gebiet nicht so aus, denke aber schon, dass das durchaus gottgefällige Kurse sind. Auch ohne es genau zu wissen, würde ich behaupten, dass bei der Veranstaltung am **Nürburgring** ganz andere Preise aufgerufen wurden. Die Einnahmen, die hier beim **Rock im Pfarrgarten** durch Speis und Trank generiert wurden, sollen, so hörte ich, der Gemeinde zugutekommen. Bei so einer tollen Organisation mit allem Drum und Dran gibt man gerne auch ein paar Taler mehr für den Klingelbeutel. © Roman Jasiek Kaum, dass sie mit ihrer Darbietung begonnen hatten, konnte man förmlich zusehen, wie der Band aus **Hamburg** die Sympathien vom Bühnenrand zugeflogen kamen. Wobei Bühne relativ ist: Die Herren standen, so wie wir anderen auch, auf der Wiese im Pfarrgarten, nur dass sie Teile ihres Equipments in einer Scheune hinter sich untergebracht hatten. Es wird Euch sicher nicht überraschen, dass das Set von **STEW** ausschließlich aus Coversongs bestand. Bei Dorffesten ebenfalls nicht so ungewöhnlich. Das macht aber nüscht. © Roman Jasiek Die Herren spielten eine sehr abwechslungsreiche Mischung aus **Elvis Presley** , **Chuck Berry** , **Robbie Williams** , **Rihanna** , **Oasis** , **Herbert Grönemeyer** , **die Ärzte** , die **Toten Hosen** und natürlich durfte auch **Bryan Adams** ’ ewig immergrüner Klassiker »**Summer of 69** « nicht fehlen. Jede Menge Partykracher, verteilt in mehrere kleinere Sets. Erst kurz vor 23 Uhr beendeten **STEW** ihren Auftritt. Die Pausen abgezogen, würde ich schon annehmen wollen, dass die Band ganz bequem drei Stunden Konzert, Party und jede Menge gute Laune lieferte. Handwerklich top, stimmlich auch ganz weit vorn mit dabei – und das alles zum Gegenwert von „den Arsch hochkriegen und mal vor die Türe gehen“. © Roman Jasiek Wir verließen den Pfarrgarten jedenfalls sehr beseelt und haben uns vorgenommen, den **Rock im Pfarrgarten** zu einer festen Größe in unserer Jahresplanung werden zu lassen. Denn einmal mehr bewahrheitete sich, dass kleine Konzerte oft die schönsten sind. Und dass man nicht unzählige Euros hinlegen muss, um eine gute Zeit zu haben. Wir machen einen Hofknicks und bedanken uns bei **STEW** für das coole Konzert und die tolle Party sowie bei den Organisatoren der Kirchengemeinde für einen rundherum schönen Abend. Dass diese scheinbar selbst noch ihren obersten Chef angerufen haben, um den für den ganzen Samstag angekündigten Regen bis tief in die Nacht zu verschieben, war die Kirsche auf dieser Sahnetorte. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 07/06/2026
Eigentlich wollten wir woanders hin – und landeten im Seoul Garden am Breiten Weg. Zum Glück! Koreanische Küche in Magdeburg, die sich wirklich lohnt. Mein Erfahrungsbericht.
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Lecker Schnabulieren in Magdeburg: Seoul Garden am Breiten Weg
Dass wir gerade erst im Kino gewesen waren, um uns an der filmischen Wiederbelebung von **Masters of the Universe** zu erfreuen, davon hatte ich Euch an dieser Stelle gerade erst erzählt. Im Zuge unseres Ausflugs ins Lichtspielhaus folgten wir einer liebgewonnenen Tradition: Lecker schnabulieren. Eigentlich hatten wir vor, ins **Qilin** in der **Otto-von-Guericke-Straße** zu gehen. Dort hatte ich im Rahmen eines Betriebsausflugs schon zweimal gespeist und war seinerzeit jeweils ganz angetan von den gebotenen Speisen, vom Ambiente und was eben noch so zu einem gelungenen Abend in einem Restaurant gehört. Leider hat sich das Personal an diesem Tag, an dem wir erneut einzukehren gedachten, derart wenig mit service- und kundenorientiertem Ruhm bekleckert, dass wir quasi instant das Lokal wieder verließen. Ich will nicht sagen, dass die beiden Herren, die uns quasi empfingen, scheiße unfreundlich waren, aber… Wobei, doch. Eigentlich will ich gerade genau das sagen. Aber es ist ja gar kein Problem, wenn man dort unser mühselig verdientes Geld nicht möchte, dann kehren wir auch gerne woanders ein und essen eben dort. © Roman Jasiek Und so zogen wir weiter und landeten schließlich im **Seoul Garden** am **Breiten Weg**. Fairerweise sei erwähnt, dass dies schon als Option am Vorabend im Raum stand, als wir noch darüber nachdachten, wo wir vor unserem Kinobesuch unsere Bäuche befüllen könnten. **Seoul Garden** findet Ihr, sofern Ihr auf der Suche nach einem koreanischen Restaurant seid, an folgender Adresse: Breiter Weg 224 in 39104 Magdeburg. Was dort für Speisen angeboten werden, habe ich somit ebenfalls gerade direkt verraten, sofern sich das aus dem Namen des Restaurants nicht ohnehin schon erklärt haben sollte. © Roman Jasiek Wir kehrten dort an einem Donnerstag gegen 18 Uhr ein, unserem Empfinden nach die beste Abendbrotszeit. Vor allem dann, wenn um 19:30 Uhr der Besuch im Kino auf dem Zettel steht. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war die Bude überschaubar gefüllt, eine Reservierung wäre also nicht notwendig gewesen. Diese kann aber per Mail oder Telefon erfolgen. Details dazu liefert die ansprechend gestaltete Website des Restaurants. Als grundsätzlich ansprechend empfanden wir das Ambiente, auch wenn ich mich des Eindrucks nicht gänzlich erwehren konnte, dass man hier konzeptuell auf eine eher schnellere Essensabfertigung setzt. Freilich, es ist kein Schnellrestaurant, bei dem man sich schon vorab die Gerichte an einem Touchscreen auswählt, noch ehe man seinen Hintern auf einem der Sessel niedergelassen hat. Dennoch: Für einen ausgedehnten Aufenthalt war mir das alles eine Spur zu unpersönlich. Das mögt Ihr vielleicht anders empfinden. Im **Seoul Garden** kann man auch in einem kleinen Außenbereich Platz nehmen, was im Sommer in den Abendstunden sicher eine überlegenswerte Option ist, wenn der Verkehr auf dem **Breiten Weg** zur Ruhe gekommen ist. Bis dahin würde zumindest ich nicht so gerne in derart unmittelbarer Nähe von Fahrbahn und Straßenbahnschienen sitzen oder gar essen und trinken wollen. © Roman Jasiek Das Restaurant wirbt damit, dass dort eine Mischung aus koreanischen Klassikern, Fusion-Elementen ostasiatischer Küche sowie moderner Präsentation geboten werden soll, und ich habe keinen Grund, dieser Selbsteinschätzung zu widersprechen. Die Karte bietet eine vielfältige Auswahl, ohne dabei erschlagend zu wirken, und beinhaltet unter anderem Klassiker wie **Bibim Bab**. Also quasi Reis, diverse Sorten Gemüse, Fleisch oder Tofu, Spiegelei, und wird in einem ordentlich angewärmten Steintopf serviert. Auf ein ebensolches Gericht fiel auch meine Wahl, angereichert mit leckerem Hühnerfleisch. Nicole entschied sich für **Dak Galbi**. Sprich: Zumindest der Karte nach leicht scharfes Hühnerfleisch, das in einer Chili-Bohnenpaste mariniert wurde, und dazu Sesamöl, Zwiebeln und ein paar Blätter Salat. Bezüglich der Getränke entschieden wir uns für **Aperol Spritz**(für Nicole, serviert wurde eine stattliche Portion!) und **Litschisaft** (für mich). © Nicole Isensee Der Eindruck einer eher flotten Abwicklung kam auch dadurch zustande, dass wir kaum unsere Getränke vor uns hatten und ins Gespräch eingestiegen waren, als schon unsere Gerichte serviert wurden. Ich habe die Zeit nicht gemessen, aber es ging wirklich schnell. Und das Essen, das kann man guten Gewissens sagen, sah sehr ansprechend präsentiert aus – ach, was labere ich denn hier, es sah wirklich lecker aus! – duftete gut und ließ direkt das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und gerne berichten wir hiermit, dass der optische und olfaktorische Eindruck auch von den Geschmacksnerven bestätigt wurde. Sehr, sehr lecker war das! Sehr bekömmlich und gut sättigend ebenfalls. Wenn wir einen Kritikpunkt, und sei er noch so klein, äußern müssten: Wir hätten etwas mehr Pepp vermutet bei Gerichten, die mit „leicht scharf“ auf der Karte deklariert wurden. Von Schärfe konnte unseres Erachtens nach hier keine Rede sein. Für alles in allem aufgerundet 45 Euro (inkl. Trinkgeld) haben wir ein sehr gutes, sehr schnell zubereitetes und sehr bekömmliches Abendessen genießen dürfen, das den insgesamt positiven Eindruck, den wir vom **Seoul Garden** gewonnen hatten, noch verstärkt hat – und da spielte das Ambiente und besonders auch die Freundlichkeit des Personals mit rein! Eine Auswahl zu treffen, ist uns angesichts der Speisekarte gar nicht so leicht gefallen. Da uns dieser Ausflug in die Welt der koreanischen Küche aber, wie Ihr vielleicht herausgelesen habt, wirklich gut gefallen hat, kommen wir bei Gelegenheit sehr gerne wieder und probieren weitere Köstlichkeiten aus.
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/06/2026
Damals™, in grauer Vorzeit, hat meine Mutter immer zu mir gesagt, Roman hat sie gesagt, und manchmal hat sie es auch anders betont. Und einmal in diesen Tagen, ich war noch ein mäßig motiviertes Grundschulkind, besonders was den Sportunterricht anging, passierte Folgendes: Während irgendeiner […]
romanjasiek.de
Durch die Macht von Grayskull: Masters of the Universe ist perfektes Popcorn-Kino!
Damals™, in grauer Vorzeit, hat meine Mutter immer zu mir gesagt, Roman hat sie gesagt, und manchmal hat sie es auch anders betont. Und einmal in diesen Tagen, ich war noch ein mäßig motiviertes Grundschulkind, besonders was den Sportunterricht anging, passierte Folgendes: Während irgendeiner Übung, welche genau, das hat die Zeit gefressen, trug es sich bei einer Rolle rückwärts zu, dass ich es irgendwie schaffte, mir derart den Hals zu verrenken, dass ich fortan für eine ganze Weile eine Halskrause tragen musste. Und in meinen Möglichkeiten, mich zu bewegen, hauptsächlich was die Drehung des Kopfes anbelangt, ziemlich eingeschränkt war. Dass das ganz tüchtig wehgetan hat, brauche ich an dieser Stelle sicher nicht zu erwähnen. Mache ich aber trotzdem. Mimimi und so, Ihr wisst schon. Und nachdem meine Mutter in diesem Kontext einmal mehr Roman zu mir sagte, sicher hatte sie es auch wieder anders betont, kaufte sie mir die allererste Action-Figur meines Lebens: eine **He-Man-Figur**. © Amazon MGM / Sony Pictures Okay, es war nicht **He-Man** , sondern so ein Fraggle namens Optikk, dessen Kopp ein großes Auge war und der zur Anfang der 1990er Jahre laufenden Trickfilmserie **The New Adventures of He-Man** von **Mattel** in Umlauf gebracht wurde. Das war nicht nur die erste Figur meines Lebens, die quasi den Grundstein für meine Sammelleidenschaft für Figuren entfachte und die bis heute anhält, sondern im Prinzip auch der allererste Kontakt mit **Masters of the Universe**. Und nach diesem kleinen Schwank aus meiner Jugend komme ich nun endlich auch zum Thema: Das filmische Reboot dieser Spielzeuglinie, das in diesen Tagen bei uns im Kino gestartet ist. Nicole und ich haben uns den Streifen auch unlängst angeschaut. Und dabei, das kann ich schon verraten, so viel Spaß im Kino gehabt wie schon lange nicht mehr! © Amazon MGM / Sony Pictures Seit geraumer Zeit bemerke ich, wenn ich aus Gründen, die mal nichts mit meiner Sammelleidenschaft zu tun haben, durch die örtlichen Spielzeugläden schleiche, dass **He-Man** bzw. die **Masters-of-the-Universe-Toys** wieder stark im Aufwind zu sein scheinen. Dass damals in den 90ern die Regale voll damit waren, überrascht nicht. Schließlich war es dank Trinkfilmserien usw. ein großes Thema. Zudem war die Live-Action-Umsetzung von 1987 mit **Dolph Lundgren** als schwertschwingendem Blondling und **Frank Langella** als seinem ewigen Widersacher **Skeletor** , auch immer noch irgendwie am Horizont, wenn auch nur noch entfernt. Aber in den letzten Jahren habe zumindest ich nicht wirklich viel mitbekommen, dass **He-Man** von **Mattel** wieder so gepusht wird. Im Zuge der Vorbereitung auf diesen Artikel habe ich gelesen, dass das schon seit einer ganzen Weile so ist. Inzwischen sind es wieder etliche Regalmeter, die der **Prinz von Eternia** und dessen Gefährten und Gegner im örtlichen **Smyths Toys** einnehmen. Und Animationsserien neueren Datums gibt es ebenfalls einige, habe ich gelernt. © Amazon MGM / Sony Pictures Auch eher zufällig habe ich mitbekommen, dass **He-Man** eine neue filmische Umsetzung bekommen würde, habe das Thema aber nicht weiter verfolgt. Bis ich im Vorfeld von Project Hail Mary einen Trailer präsentiert bekam – und ganz plötzlich stand fest: Den Film muss ich sehen! Ich weiß, Trailer versprechen immer viel, oft genug halten Filme den dadurch aufgebauten Erwartungen aber nicht stand. Aber trotzdem: Ganz frei von jeglichen Erwartungen ins Kino gehen und berieseln lassen, das war der Plan. Und diesen setzten wir um. © Amazon MGM / Sony Pictures Direkt am Vorabend zogen wir uns via **Amazon Prime** noch einmal den wunderbar trashigen Streifen von 1987 rein, der seinerzeit von **Gary Goddard** inszeniert wurde und in dem neben den bereits erwähnten **Dolph Lundgren** und **Frank Langella** auch die damals noch reichlich jungen **Courteney Cox** (**Friends**) und **Robert Duncan McNeill** (**Star Trek: Voyager**). Die Handlung ist reichlich dünn: **He-Man** und Konsorten landen auf der Erde, um einen interdimensionalen Schlüssel wiederzubekommen und somit zu verhindern, dass der fiese **Skeletor** am Ende die Herrschaft über den Planeten **Eternia** gewinnt, Dauerpacht über **Castle Grayskull** nebst zugehöriger Parzellen inklusive. Das Magazin **Cinema** urteilte dereinst mal über den Film: »Doof, aber effektvoll. 80er-Trash, dem man nicht böse sein kann.« Jau, kann man so stehen lassen. Böse kann man dem von **Travis Knight** inszenierten Film ebenfalls nicht sein. Ganz im Gegenteil. Die 2026er Version einer Live-Action-Umsetzung von **Mattels** Spielzeugen ist im allerbesten Sinne Popcornkino – und ganz viel Spaß! **Travis Knight** und die beteiligten Drehbuchautoren **Chris Butler** , **Aaron & Adam Nee** sowie **Dave Callaham** haben sich alle Mühe gegeben und den Spagat versucht, sowohl die Fans der Spielzeuge zu bedienen, idealerweise gar die, die in den 80er und 90er Jahren damit aufgewachsen sind, als auch Neueinsteiger zu unterhalten. Und dieser Spagat ist ihnen mit Bravour gelungen. © Amazon MGM / Sony Pictures Auch im Reboot muss **He-Man** alias **Prinz Adam** (hervorragend besetzt mit **Nicholas Galitzine**) seine Welt vor den finsteren Eroberungsplänen von **Skeletor** (nicht zu erkennen, aber angeblich trotzdem unter der Maske: **Jared Leto**) bewahren. Auch hier landet **Adam** auf der Erde in der aktuellen Zeit und versucht, das ihm abhanden gekommene Schwert der Macht zurückzubekommen. Damit er eines Tages in den Himmel brüllen kann: BEI DER MACHT VON GRAYSKULL, ICH HABE DIE KRAFT!!111!Einself!! Allerdings landet **Adam** als Kind auf der Erde, wächst heran und arbeitet in einem Job in einem Großraumbüro. Ganz der Moderne verpflichtet, ist sein Anliegen die gewaltfreie Konfliktlösung. Über all die Zeit sucht er jedoch nach seinem Schwert. Und als er es endlich findet und in einer sehr komischen Szene wieder in seinen Besitz bringt, taucht seine Freundin aus Kindertagen, **Teela** (**Camila Mendes), auf –** und ein haariges Monster, das beiden ans Leder möchte. Und schon ist man mittendrin in einer sehr rasanten, sehr unterhaltsamen Sci-Fi-Actionkomödie, die, und hier wiederhole ich mich vielleicht, aber das sehr gerne, unheimlich viel Spaß und gute Laune macht! © Amazon MGM / Sony Pictures Nun könnte man annehmen, dass dieser neue **He-Man-Streifen** ähnlich strunzendoof ist wie die Variante von 1987. Oder sich ausschließlich in Fanservice ergeht und sonst nicht viel zu bieten hat. Aber soll ich Euch was sagen, Leute? Nüscht davon trifft zu. An Gags mangelt es nicht. Und selbst die, die eine Spur zu platt geraten sind, sind es auf eine derart dumpfe, aber charmante Weise, dass sie trotzdem zünden. Zudem ist der Film wunderbar selbstironisch und nimmt sich zu keiner Sekunde selbst zu ernst. Allein die Szene im Fitness-Studio, als eine nur allzu bekannte Person mit klugen Sprüchen um die Ecke kommt (aus Spoiler-Gründen hier keine weiteren Details). Oder, als man gegen Ende des Films, **Adams** wenig kreativen Heldennamen **He-Man** auseinandernimmt. Auf dieser Ebene macht der Film einfach alles richtig. Die Laufzeit von 140 Minuten mag lang erscheinen, der Streifen ist aufgrund der hohen Gag-Dichte, des rasanten Tempos und des fast durchgängigen Action-Feuerwerks, dessen Effekte sich durchaus sehen lassen können, nicht eine Minute langatmig. © Amazon MGM / Sony Pictures Und als wäre das noch nicht genug, versucht man auch, die ein oder andere positive Botschaft einzubauen. So versucht **He-Man** zunächst stets, eine gewaltfreie Lösung zu finden, quasi Brücken zu bauen, ehe es auf die Mütze gibt. Dass nun einer wie **Skeletor** daran wenig Interesse hat – ja, nun. Aber versuchen konnte man es doch wenigstens mal. Überhaupt ist entgegen aller Erwartungen dieser **He-Man** ein sehr moderner und überraschend untoxisches Mannsbild. Und das trotz der geölten und gebräunten Muskelberge. Habe ich eigentlich schon den hervorragenden Score von **Daniel Pemberton** und in Teilen **Queens Brian May** erwähnt? Die ganze Zeit hab ich erwartet, dass sich die Musik in Hair Metal der 80er Jahre wandelt. Und überhaupt Musik – auch die Auswahl der Songs war mehr als treffsicher. Im Leben nicht hätte ich erwartet, **Boys Don’t Cry** von **The Cure** in diesem Testoreron-Kontext zu hören. Oder **What’s Up** von den **4 Non Blondes** zu hören. Die für die Musikauswahl zuständige(n) Person(en) haben den Nagel auf den Kopp getroffen. Durchgängig. Und allein schon dafür wären zwei erhobene Daumen angebracht! © Amazon MGM / Sony Pictures Nicole und ich kamen mit einem sehr breiten Grinsen, ich zusätzlich noch mit der Idee, die Figuren aus dem Hause **Hot Toys** bei uns zuhause einziehen zu lassen, aus dem Kino und waren uns umgehend darüber einig, dass **Masters of the Universe** , zusammen mit **Der Astronaut - Project Hail Mary** , bisher zu den absoluten Highlights des Kinojahres 2026 gehören. Freilich, einige große Toptitel stehen uns noch bevor (der letzte Teil von **Dune** , der nächste **Spider-Man** , **Christopher Nolans Odysee** oder **Avengers: Doomsday** , um nur ein paar zu nennen), und somit bleibt abzuwarten, auf welchem Platz **Masters of the Universe** letztlich landen wird. Freilich: Weder die Handlung noch die schauspielerische Leistung sind auch nur im Ansatz eines **Oscars** würdig. Da frage ich aber auch: Muss das immer sein? Oder darf ein Film auch einfach nur Spaß machen und über die ganze Laufzeit gut unterhalten bzw. für eine kurze Weile aus der Wirklichkeit entführen? Eben. Somit schließe ich diesen Beitrag mit einem Zitat aus einer Eigenwerbung, in Kombination mit einer ganz fetten Empfehlung, diesen Film zu kucken: Dafür wird Kino gemacht. Chapeau! © Amazon MGM / Sony Pictures
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 28/05/2026
Beim Scrollen durch Threads entdeckt, sofort geladen und direkt begeistert: Find Penguins ist die App, nach der ich schon eine Weile gesucht habe. Mein erster Eindruck.
romanjasiek.de
Mit Find Penguins ein wunderschönes Reisetagebuch führen
Menschen mit Kindern im Haushalt werden es kennen: Die wenigen Minuten Ruhe des Tages findet man nur auf dem Klo. Man redet ja schließlich nicht ohne Grund von „sanitärerer Entspannung“. Da kann man dann schon mal das **Machdeburger Tageblatt** durchlesen, die Aktienkurse studieren, irgendwas auf dem Handy daddeln oder ganz hemmungslos durch Social Media scrollen. Bei einer dieser Sitzungen bin ich kürzlich auf eine spannende kleine App gestoßen, die ich als Mensch, der gerne in der Welt herumreist, sehr nützlich finde. Möglich, dass ich hier schon wieder mal zu spät zur Party komme. Nachfolgend kurz vorstellen möchte ich sie Euch aber trotzdem. Sie heißt Find Penguins. Tatsächlich war ich schon eine Weile auf der Suche nach einer einfach und intuitiv zu bedienenden App, mit der ich meine Reise um die Welt dokumentieren kann. Quasi als virtuelles Pendant zu einer physischen Weltkarte, in die man Stecknadeln hineinsteckt, um zu markieren, welche Länder und Städte bereits von der Bucketlist abgearbeitet wurden. In dem Zusammenhang: Eine Empfehlung für eine echte Karte, entweder mit Pins oder zum Freirubbeln oder wie auch immer, nehme ich gerne. Wenn Ihr da was kennt, lasst es mich gerne wissen. Und nu zurück zu **Find Penguins**. © Roman Jasiek / Find Penguins Vorgeschlagen wurde mir die App bei **Threads** (Ihr findet mich bei Bedarf hier). Werbeopfer, das ich ja nun einmal bin, tippte ich die Anzeige an, landete im **App Store** , bestaunte die Screenshots und die vielen positiven Bewertungen – und vor allem den Umstand, dass die App nicht nur kostenlos geladen werden kann, sondern es überdies keinerlei kostenpflichtige In-App-Käufe gibt! Ja samma, wo gibt es denn so was heute noch?! Offensichtlich: hier. Die App, die früher Premium-Accounts angeboten hatte, finanziert sich mittlerweile wohl über den Druck von Fotobüchern, die man aus seinem Reisetagebuch erstellen kann. Und da ich die Möglichkeit habe, Unterkünfte und Touren an bestimmten Orten zu buchen, werden möglicherweise auch Provisionen an die Entwickler ausgeschüttet, sofern ich mich dazu entschließe, beispielsweise über **booking.com** eine Bleibe zu buchen. Ist mir am Ende aber auch völlig schnurz. Derzeit gibt es weder Werbung noch kostenpflichtige Abos, und das hat in der heutigen Zeit definitiv Seltenheitswert! © Roman Jasiek / Nicole Isensee / Find Penguins Man lädt sich die kleine App runter, legt sich ein Benutzerkonto an, damit man seine Reise(n) mit anderen teilen oder sie auch hinzufügen kann, und schon kann es losgehen, sein Reisetagebuch zu füllen. Dies geschieht entweder live, wenn man gerade unterwegs ist, via **Travel Tracker** , oder auch nachträglich für vergangene Reisen. Der **Travel Tracker** muss manuell gestartet werden und zeichnet die zurückgelegte Route automatisch im Hintergrund auf. Entweder alle 5 Minuten oder aber alle 5 Sekunden. Ein neuer Wegpunkt wird jedoch nur getrackt, wenn mindestens 200 Meter zum vorherigen Wegpunkt zurückgelegt wurden. Der **Tracker** soll Flüge automatisch erkennen, offline funktionieren und akkusparend arbeiten. Testen konnte ich dies bisher nicht, da ich derzeit nicht groß unterwegs bin und im Moment auch keine Reise auf dem Zettel steht. Ich habe stattdessen angefangen, vergangene Reisen zu dokumentieren. Das geht ziemlich einfach: Ich wähle Start- und Enddatum aus, füge den Ort hinzu, ggf. stelle ich die Privatsphäre ein (zum Beispiel, dass nur Follower sehen können, wo ich mich herumgetrieben habe), wähle die passenden Kategorien aus und kann dann noch einen Text hinzufügen, um die Reise zu beschreiben. Was ich in der App nicht mache. Da ich mich bekanntlich niemals kurz fassen kann, lest Ihr hier im Blog von den Reisen. Anschließend kann ich für jeden Tag des Trips sogenannte **Footprints** hinzufügen und diese wiederum mit Fotos (bis zu 25 je Footprint), kurzen Videos, Dokumenten, GPX-Dateien usw. anreichern. Ist alles nach eigenen Wünschen erledigt, sehe ich die Reise in einem schick gestalteten Feed, der um eine hübsch animierte Weltkarte angereichert wurde, auf die **Footprints** mit Verbindungslinien eingezeichnet sind. Ich bekomme hier also eine wirklich wunderschöne Möglichkeit, meine Reisen zu dokumentieren. Und damit so viel mehr als nur eine App, die virtuelle Stecknadeln verwaltet. © Roman Jasiek / Find Penguins Ferner bietet die App auch Statistiken (welche Distanz habe ich insgesamt zurückgelegt, wie viel Prozent der Welt habe ich bereits erkundet usw.), die Möglichkeit, Fly-over-Videos meiner Reise zu erstellen, und ich kann überdies schauen, welche anderen Reisenden in der Nähe sind, um mir beispielsweise von deren Trips Anregungen und Inspirationen für meine Bucketlist zu holen. Reisen anderer kann ich nämlich direkt in der Bucketlist der App speichern. Zur Planung einer künftigen Tour kann ich **Find Penguins** last but not least nämlich auch verwenden. Sicher gäbe es noch mehr zu erzählen zu diesem tollen Zufallsfund, aber ich würde die Sache an dieser Stelle abkürzen wollen und sagen: Probiert **Find Penguins** einfach mal aus! Ich habe derzeit das Gefühl, dass die App ein neuer Dauergast auf einem Smartphone sein und sich als Ergänzung zu Swarm von Foursquare (bei Bedarf, hier mein Link), das ich primär wegen der Gamification und dem Merken von insbesondere Restaurants nutze, etablieren wird. Die App gibt es sowohl für Apple Devices als auch im Google Play Store. Und mein Profil bei **Find Penguins** findet Ihr hier. © Roman Jasiek / Find Penguins
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 21/05/2026
So richtig verstanden hatte ich es schon im Januar 2024 nicht, dass The Mandalorian, sicherlich generell eine der unterhaltsamsten Ergüsse rund um Star Wars nach der klassischen Trilogie, ins Kino kommen soll. Wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe, hieß es, die Abenteuer des behelmten […]
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Kann man sich geben, nur eben nicht im Kino: The Mandalorian and Grogu
So richtig verstanden hatte ich es schon im Januar 2024 nicht, dass **The Mandalorian** , sicherlich generell eine der unterhaltsamsten Ergüsse rund um **Star Wars** nach der klassischen Trilogie, ins Kino kommen soll. Wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe, hieß es, die Abenteuer des behelmten **Kopfgeldjägers** und dessen Findelkind **Grogu** , würden anstatt einer vierten Staffel bei **Disney+** nun auf der großen Leinwand fortgeführt werden. Warum? Wozu? Kann das funktionieren? So oder ähnlich waren meine Gedanken diesbezüglich, wenngleich ich natürlich nichts gegen ein neues galaktisches Leinwandabenteuer einzuwenden hätte, hatte und habe. Drüben über dem großen Teich ist der Film schon vergangene Woche zumindest für Pressemenschen angelaufen, bei uns war der Kinostart am 20.05.2026. Und an diesem Tag habe ich mir den Film auch angeschaut. Konnten die Fragen zufriedenstellend geklärt werden? Höm. © Lucasfilm / Disney Die leider eher dünne Handlung ist recht schnell zusammengefasst: **Mando** (wenigstens in einer helmlosen Szene wie üblich porträtiert von Überpapa **Pedro Pascal**) und **Grogu** (überraschenderweise wieder gespielt von **Grogu**) machen das, was sie im Prinzip immer machen. Durch die Galaxis knattern und die verstreuten, übrig gebliebenen imperialen Bösewichte, die den Sturz ihres Reiches nach wie vor nicht verknusen können, einkassieren und der Neuen Republik zu überstellen. Ganz Kopfgeldjäger-like entweder warm oder kalt. Im Zuge dieser lukrativen und gemeinnützigen Tätigkeiten bekommen sie von **Colonel Ward** (gespielt von **Sigourney Weaver**) den Auftrag, einen weiteren imperialen Oberschurken dingfest zu machen. Man kennt nur den Namen, sonst nüscht. Um hier auf die Spur zu kommen, lässt man sich auf einen Deal mit einem **Hutten-Zwillingspärchen** ein. Die wiederum an ihre Dienste selbstredend auch Bedingungen knüpfen: die Rettung von **Rotta dem Hutten** , seines Zeichens **Sohn von Jabba dem Hutten**. Es dürfte an dieser Stelle wohl kein Spoiler sein, dass weder die einen noch die anderen **Hutten** das sind, was sie vorgeben zu sein, und somit entwickelt sich eine leidlich spektakuläre, semiunterhaltsame Ballerbude. © Lucasfilm / Disney Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumschreiben: nett, aber fürs Kino schlicht und ergreifend zu wenig. Das war mein spontaner Gedanke, nachdem ich gestern mit Nicole aus dem Lichtspielhaus gekommen bin. Auch ihre Meinung war eine ähnliche. Wir hatten zur Vorbereitung und Einstimmung die Serie **The Mandalorian** nebst **The Book of Boba Fett** und auch **Ahsoka** gebinged und konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, hier nicht mehr als die vierte Staffel der Serie gesehen zu haben, nur eben gleichermaßen für die große Leinwand aufgeblasen und komprimiert worden zu sein. Klingt widersprüchlich, weiß ich, fühlt sich aber so an. Im Cinestar gibt es einen Popcorneimer aus Blech. Mit Füllung für einen knappen Zehner. Das ist durchaus noch im Rahmen. © Roman Jasiek Dabei ist der Einstieg in den Film, in dem in kurzer Zeit drei riesige imperiale Kampfläufer zerlegt wurden, ziemlich cool. Also nicht nur, weil es in einer eisigen Szenerie angesiedelt ist. Das war rasant, das war bildgewaltig. Und es wirkte, als sei dies dem ganzen Rest, der folgte, und der nicht mal mehr im Ansatz mit diesem Tempo und diesen Schauwerten mithalten konnte, vorangestellt worden, um den Kinofilm irgendwie zu rechtfertigen. Der Rest dümpelt auf mittlerem Serienniveau vor sich hin. Zwar gibt es hier und da ein Wiedersehen mit einigen Figuren und Wesen, die man aus der Animationsserie**The Clone Wars** bereits kannte, insgesamt mangelt es dem Film aber an vielen Dingen. Zum Beispiel an einem überzeugenden Bösewicht. Das **Huttenpärchen** ist es nicht, so viel sei verraten, und auch der einzufangende imperiale Schurke ist vollkommen überflüssig. Zudem hat der meines Erachtens mit einer Spielzeit von rund 132 Minuten auch etwas zu lang geratene Film ab etwas mehr als der Hälfte ein Problem mit dem Tempo. Es gibt Momente, da hatte ich wirklich arge Schwierigkeiten, die Augen aufzuhalten. Wäre der Film in Episoden aufgeteilt, wären dies die Folgen, die ich bei einem Rewatch künftig skippen würde. Zudem bringt der Film auch exakt null Mehrwert für die Entwicklung der beiden **Hauptfiguren Mando und Grogu**. Wäre dieser Film nicht passiert, würde das schlicht und ergreifend keinen Unterschied machen. Auch wenn sich das vielleicht recht hart anhören mag: Eine komplette Zeitverschwendung ist der Film nicht. **Mando** ist eben immer noch der coolste Papa der Galaxis und **Grogus** Niedlichkeitsfaktor hat sich ebenfalls noch nicht abgenutzt. Was mir wirklich gut gefallen hat, war der Score von **Ludwig Göransson** , der für mich sehr viel zur Stimmung des Films beigetragen hat. Es muss also wirklich nicht mehr der ewig totgedudelte **Imperial March** von **John Williams** sein. Und auch der Humor war charmant und zum Glück nicht übertrieben. Die Effekte waren gewiss auch sehenswert, versetzten mich aber nicht mehr ins Staunen. Da haben die ganzen Live-Action-Serien zum Thema **Star Wars** in der Vergangenheit schlicht die Messlatte schon sehr hoch angelegt. Immerhin: Die Actionszenen kommen rasant und adrenalinfördernd rüber. © Lucasfilm / Disney Um eine lange Geschichte an dieser Stelle zum Abschluss zu bringen: Man kann sich **The Mandalorian and Grogu** durchaus anschauen, sofern man keine besonderen Erwartungen hat, und sich davon auch relativ gut unterhalten lassen. Man muss es aber ganz sicher nicht im Kino tun. Die Frage nach dem Warum und Wozu kann ich mir schlussendlich nur so erklären, dass Serienschöpfer, Regisseur und Co-Drehbuchautor **Jon Favreau** seine Kreation ganz unbedingt auch auf die Kinoleinwand bringen wollte. Schließlich hatte der Mann dereinst auch **Iron Man** ins Kino und damit das **Marvel Cinematic Universe** mit ins Rollen gebracht. Und ob nun **der Stählerne** oder aber ein **Mandalorianer** mit Jetpack durch die Gegend fliegen, scheint keine Rolle gespielt zu haben. Meine Hoffnungen auf eine wirklich spektakuläre Rückkehr der **Sternenkriegssaga** in die Lichtspielhäuser dieser Welt ruhen nach wie vor auf **Star Wars: Starfighter** mit **Ryan Gosling** , der in einem Jahr abheben soll. Möge die Macht mit diesem Film sein; mit **The Mandalorian and Grogu** war sie es nicht. © Lucasfilm / Disney
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 19/05/2026
Einen Blick auf die Welt zu werfen bzw. auf unsere Gesellschaft und besonders auf die Menschen, die sie mit Leben füllen, das ist bei Leuten, die sich gern schriftlich äußern, keine allzu ungewöhnliche Vorgehensweise. Geschrieben wurde schon so Vieles über zwischenmenschliche Befindlichkeiten […]
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„Das ist Beobachtung mit Blattwerk“: Pflanzen mit Haltung von Timo Hörske
Einen Blick auf die Welt zu werfen bzw. auf unsere Gesellschaft und besonders auf die Menschen, die sie mit Leben füllen, das ist bei Leuten, die sich gern schriftlich äußern, keine allzu ungewöhnliche Vorgehensweise. Geschrieben wurde schon so Vieles über zwischenmenschliche Befindlichkeiten, Harmonien, Konflikte und Situationen aller Geschmacksrichtungen. Möchte man hier aus der Masse herausstechen, braucht es jedoch eine besondere Herangehensweise, eine pfiffige, im besten Fall sogar einzigartige Idee. Es ist ein Glücksfall für uns Konsumenten, dass es immer wieder Autorinnen und Autoren gibt, die derart von der Muse geküsst wurden, dass ihnen ebendiese zündende Idee in den Schoß gefallen ist. Und damit würde ich den Bogen schlagen wollen zu dem Buch, um das es mir im heutigen Beitrag geht: Pflanzen mit Haltung, geschrieben von Timo Hörske. Untertitel: Zwischen Blättern, Blüten und Befindlichkeiten. Klingt irgendwie spannend? Jau, fand ich auch. Deswegen habe ich das Buch für Euch mal gelesen. Schillernd, skurril, verschroben, liebenswürdig, entspannt, exaltiert … Ach, es ließen sich viele Adjektive finden, um die Figuren von **Timo Hörskes Buch** zu umschreiben. Figuren, die sich zum Beispiel in ihrer Schönheit baden und an Likes erfreuen, die auf Social Media einkassiert werden, und deren Jagd nach Anerkennung mittlerweile schon zur amtlichen Sucht herangereift ist. Oder Figuren, die zwar im Kern gutmütig, nach außen hin aber ziemlich robust wirken. Die einen bleiben standhaft, während die anderen immer neuen Trends nachlaufen. Und vom Flurfunk, bissige Kommentare inklusive, der tagein, tagaus in Büros abgespielt wird, ganz zu schweigen. Alles soweit normal und bekannt. Nur: Die Figuren des in **Bremerhaven** lebenden Autors sind keine Menschen. Es sind Pflanzen. Eine Pflanze beispielsweise wie das Einblatt, das als Klassenpflanze ins Gewühl der Klasse 2b gerät. Und dort von einem Haufen Halbwüchsiger zwar mit Übereifer, aber eben auch echter Hingabe gepflegt und versorgt wird. Und für die die Ferien, welche das Einblatt in der Wohnung der Klassenlehrerin verbringt, seltsam öde und leer werden. Anderes Beispiel: Die beiden Vorzimmerdamen in Gestalt einer Kentia-Palme und einer Glücksfeder, die ihre blühende Pracht in die Dienste einer Steuerberatungskanzlei bzw. eines Wahlkreisbüros einer politischen Partei stellen. Wohlfein im Umgang miteinander, verstehen sie es, die jeweils andere Pflanze mit rasiermesserscharfen Kommentaren zu überziehen, die manches Mal mehr als nur hintersinnig sind. Natürlich, durch ihren Job in diesen Einrichtungen haben sie es gelernt, das eine zu sagen, aber das andere zu meinen. Ein letztes Beispiel: Eine Orchidee, platziert in einer Praxis für Schönheitschirurgie, die über Schönheit philosophiert, über Vergänglichkeit und auch darüber, dass Menschen so viel Geld in die Hand nehmen, um dies oder jenes korrigieren zu lassen, nur damit es hinterher so aussieht, als sei nichts gemacht worden. In diesem quasi schönsten Monolog der Stummfilmgeschichte hört ihr mit stoischer Gelassenheit ein Drachenbaum zu, der alles und jede Ausführung mit den Worten kommentiert: »Ik ben de Drachenboom.« Ich würde beinahe darauf wetten wollen, dass nicht nur ich an das Baumwesen **Groot** aus **Marvels Guardians of the Galaxy** denken muss. Ihr merkt sicher schon: An Figuren mit Charakter mangelt es diesem 236 Seiten starken Buch, randvoll mit sehr fein geschliffenen Sätzen und Dialogen, in denen ich baden möchte, und das als Taschenbuch und auch als E-Book verfügbar ist, nicht. Es sind alltägliche Beobachtungen, es ist Gesellschaftssatire, es ist manchmal überspitzt, manchmal nachdenklich, oft mit hintersinnigem Humor versehen und durchgängig sehr unterhaltsam. Die Perspektive der Pflanzen zu übernehmen, wie sie die Menschen um sich herum beobachten und kommentieren oder selbst ebenfalls nur allzu menschliche Verhaltensweisen zeigen, ist, und da wiederhole ich mich gern, ein gelungener Kunstgriff. Es lässt mich an Märchen aus alten Zeiten denken, in denen oftmals Tiere als Vehikel für die Botschaft dienten, die transportiert werden sollte. Und natürlich hat auch **Timo Hörske** Botschaften in dieses Büchlein gesteckt. Was ist es denn, was am Ende wirklich zählt? Wie weit decken sich Selbst- und Fremdwahrnehmung? Lebt man tatsächlich so, wie man es beispielsweise auf Social Media nach außen transportiert? Ist jeder Konflikt es wert, ausgetragen zu werden? Würde es nicht auch manches Mal einfach ausreichen, (wieder) miteinander klarzukommen? Es sind mitunter sehr philosophische Überlegungen, die hier eingestreut werden und über die sich, wer mag, nach Zuklappen des Buches ein jeder selbst Gedanken machen kann. Die schriftliche Einladung dafür liegt nun vor. Falls Ihr dieser Einladung folgen möchtet, könnt Ihr das Buch zum Beispiel direkt beim Verlag erwerben, in dem Ihr diesem 🔗Link folgt. Transparenzhinweis: Diese Rezension erfolgte aufgrund einer Kooperation mit dem Autor via **Trusted Blogs** und ist daher meinerseits als Werbung zu kennzeichnen, was ich hiermit mache. Eine wie auch immer geartete Einflussnahme hat nicht stattgefunden. Der Text spiegelt meine tatsächliche Meinung zum vorgestellten Buch wider. © Timo Hörske
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 12/05/2026
In die Vergangenheit reisen, um dort die Zukunft zugunsten eigener Vorstellungen zu verändern – mal ehrlich, Leute, wer von uns hat diesen Traum nicht schon mindestens einmal geträumt? Heute sind Begriffe wie „Fluxkompensator“, der Ausruf „Great Scott!“ und natürlich der ikonische DeLorean […]
romanjasiek.de
Ein Hoch auf alle Träumer: Zurück in die Zukunft – Bericht vom Musical im Stage Operettenhaus in Hamburg
In die Vergangenheit reisen, um dort die Zukunft zugunsten eigener Vorstellungen zu verändern – mal ehrlich, Leute, wer von uns hat diesen Traum nicht schon mindestens einmal geträumt? Heute sind Begriffe wie „**Fluxkompensator** “, der Ausruf „**Great Scott!** “ und natürlich der ikonische **DeLorean** längst fester Bestandteil der Popkultur. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass **Bob Gale** und **Robert Zemeckis** , die Schöpfer von **Zurück in die Zukunft** , diesen Traum eine ganze Weile geträumt haben, ja träumen mussten, ehe das Filmprojekt grünes Licht bekommen hatte. Die Trilogie spielte insgesamt fast eine Milliarde Dollar ein. Bis dahin haben sie der Überlieferung nach aber über 40 Absagen kassiert, ehe man bei **Steven Spielbergs Produktionsfirma Amblin Entertainment** das Potenzial in dem Stoff erkannte. Der Rest ist sozusagen Geschichte. 35 Jahre, nachdem **Zurück in die Zukunft** seinen Siegeszug durch die Kinos und in die Herzen von Millionen Fans auf der ganzen Welt angetreten hat, folgte 2020 die Umsetzung als Musical. Seit dem 22. März 2026 ist das Stück dank **Stage Entertainment** auch in **Deutschland** zu erleben. Nicole und ich haben das Musical kürzlich im **Stage Operettenhaus in Hamburg** erleben dürfen, und ehe ich zum ausführlicheren Bericht komme, möchte ich das Fazit schon mal direkt an den Anfang stellen: Das war schlicht und ergreifend next Level Musical! © Johan Persson Es mag unglaublich tönen, aber es gibt ganz offenbar nach wie vor Menschen im mittleren Erwachsenenalter, die keine Ahnung haben, worum es in **Zurück in die Zukunft** geht. Das ist übrigens eine Beobachtung, die ich höchstselbst am vergangenen Wochenende im Vorfeld der Aufführung machte, während wir uns auf unserem Platz einrichteten. »So richtig weiß ich nicht, was da eigentlich Sache ist, ich lass’ mich mal überraschen!«, höre ich auf einem der Plätze hinter uns jemanden sagen. Für alle, denen es ähnlich geht, zunächst eine kurze Abholung: © Matt Crockett Das Jahr 1985. Held der Geschichte ist der Teenager **Marty McFly** , Rock’n’-Roll-Fan und angehender Musiker, den eine Freundschaft mit dem etwas exzentrischen Wissenschaftler **Doc Emmet Brown** verbindet. **Doc Brown** hat eine Zeitmaschine erfunden – ausgerechnet in einem **DeLorean**! Ein Auto, dem, gelinde gesagt, kein allzu großer Erfolg beschieden war und von dem ohne **Zurück in die Zukunft** aufgrund diverser technischer Mängel und Fehlentscheidungen des Managements heute vermutlich niemand mehr Notiz nehmen würde. Bei der ersten Erprobung der Zeitmaschine, die mit Plutonium angetrieben werden muss, kommt **Doc Brown** ums Leben. Auf der Bühne übrigens durch andere Umstände als im Film, aber dazu später mehr. Um seinen Freund zu retten, reist **Marty** kurzerhand selbst zurück in die Vergangenheit: ins Jahr 1955 nämlich, in dem **Doc Brown** die Zeitmaschine erfindet. Allerdings ist 1955 auch das Jahr, in dem sich **Martys Eltern** kennenlernen und ineinander verlieben. Zumindest sollten sie das. Durch sein Auftauchen in der Vergangenheit allerdings ändert sich der Lauf der Geschichte und **Martys** eigene Existenz sowie die seiner Geschwister stehen auf dem Spiel! Es beginnt buchstäblich ein Wettlauf gegen die Zeit… © Johan Persson Der Film von **Gale** und **Zemeckis** ist schlicht und ergreifend ein zeitloser (Pun intended) Klassiker. Einer dieser Filme, die man immer und immer wieder kucken kann und die irgendwie glücklich machen. Wie ein Becher voll heißer Trinkschokolade. Wäre ich 1985 nicht gerade mal erst drei Jahre alt gewesen, ich wäre gewiss ganz beseelt und über beide Ohren strahlend aus dem Kino gekommen, so wie zuletzt aus The Fantastic Four: First Steps oder Project Hail Mary. 1985 hatte ich jedoch noch andere Interessen, beispielsweise mit dem Holzlöffel auf Kochtöpfe klopfen. Dafür sind Nicole und ich gut 40 Jahre später beseelt, sehr glücklich und über beide Ohren strahlend aus dem **Stage Operettenhaus** herausgekommen! So viel Spaß! So eine tolle Show! Man kann über die Spielzeit von rund 2 Stunden und 40 Minuten, verteilt auf 2 Akte, gar nicht aufhören mit Herumwundern, Staunen, Lachen, Ergriffenheit und überhaupt und sowieso! © Matt Crockett Das Stück stammt aus der Feder von **Bob Gale** , dem Co-Autor der Filmtrilogie. Und dieser hat sich für die Bühnenfassung die Freiheit genommen, ein paar kleinere Abänderungen in der Handlung vorzunehmen, die angesichts des überschaubaren Platzangebots auf einer Theaterbühne Sinn ergeben. Für den spoilerfreien Theaterbesuch nenne ich nachfolgend nur ein Beispiel. Die Umstände, die auf der Bühne zum Ableben von **Doc Brown** führen, haben nichts mit irgendwelchen Terroristen zu tun, die den **Doc** über den Haufen ballern, sondern mit einem alten und kaputten Strahlenanzug, der, wie der **Doc** sagt, »noch von Oppenheimer« übrig geblieben ist. Abgesehen von diesen kleinen Änderungen hält sich das Musical wirklich sehr eng an die Vorlage. Wir hatten uns zur Vorbereitung den Film am Vorabend unseres Theaterbesuchs noch einmal angeschaut. Selbst viele Dialoge und Aussprüche des Films wurden übernommen (»Klopf, klopf, jemand zu Hause, McFly?!«), gleichzeitig jedoch auch dort, wo es sinnvoll erschien, angepasst. Quasi den Staub aus dem Scheitel geklopft. Das führt dazu, dass man sich als Fan des Films sofort in einer vertrauten Umgebung wähnt, während es gleichzeitig auch so viel Neues zu entdecken gibt. Gleichzeitig erlaubt man sich aber auch aber kleine gesellschaftskritische Seitenhiebe (»Blei in unserem Benziiin macht die Umwelt so grüüün!«). Und vor allem aber stecken sie viel Zuversicht in dieses Stück. »Wer will, der kann« und niemals sollte die Macht von Träumen und damit einhergehend der Hoffnung unterschätzt werden. »Ein Hoch auf alle Träumer«! 0:00 /1:09 1× © Stage Entertainment Für die Musik des Stückes war **Emmy- und Grammy-Preisträger Alan Silvestri** verantwortlich, der nicht nur die Songs komponierte, sondern auch die (Original-)Texte schrieb. Das ist nur konsequent und folgerichtig, schließlich hatte **Silvestri** dereinst auch den Score des Films mit seinem inzwischen ikonischen Titelthema erschaffen, dem ich popkulturell eine ähnliche Relevanz einräumen würde wie die des Titelthemas eines Sternenkriegmärchens von **John Williams**. Insgesamt hält das Stück eine sehr ausgewogene Balance aus vielen gesprochenen Passagen und den Gesangs- und Tanzeinlagen. Logisch, ohne diese wäre es ja auch kein Musical geworden. Ich empfand es als sehr angenehm, dass die Story nicht nur durch Musik erzählt wird, wie beispielsweise in West Side Story, aber eben auch nicht mit einer zu starken Gewichtung auf Dialoge wie etwa in der **Magdeburger Inszenierung von Catch Me If You Can**. Und ja, natürlich fanden auch **Huey Lewis & The News** und deren **Power of Love** ihren Weg in das Stück. 0:00 /0:42 1× © Stage Entertainment Es ist einfach ein riesiges Vergnügen, **Raphael Groß**(**Marty McFly**), **Jan Kersjes** (**Doc Brown**), **Sandra Leitner** (**Lorraine Baines**) und **Terence van der Loo** (**George McFly**) und **Florian Sigmund** (**Biff Tannen**) bei ihrem Spiel auf der Bühne zu beobachten. Alle von ihnen machten einen ganz hervorragenden Job, ganz besonders aber **Lorraine** und **George McFly** waren auf den Punkt getroffen. Nailed it, wie man so sagt! Die Regie führte im Original der **Tony-Award-Gewinner Rohn Rando** , und ich nehme an, die deutsche Fassung weicht hier keinen Deut vom Original ab. **Rando** hatte ein untrügliches Gespür für seine Figuren und zusammen mit der Choreografie von **Chris Baily** ergibt sich ein stimmiges Bild in Bezug auf die Performance. Schön zu sehen, dass die Choreografie den jeweiligen Aktionsort berücksichtigt und die Gesten und Bewegungen etwa dem Umstand, dass gerade der **DeLorean** zentrales Handlungselement ist, Rechnung tragen. Eine Lenkrad-Geste würde natürlich auch bei dem Tänzchentee, bei dem sich **Martys Eltern** ja ineinander verlieben sollen, keinen Sinn machen. 0:00 /0:30 1× © Stage Entertainment Mehr noch ins Staunen, Wundern und Freuen versetzt hat mich jedoch das Bühnenbild, allen voran natürlich der Nachbau des **DeLorean**. Maximal detailverliebt reist man hier als Zuschauer zunächst zurück ins Jahr 1985 und dann weiter ins Jahr 1955. Am meisten beeindruckt hat mich die Tricktechnik. Dass es im Film möglich ist, herüberzubringen, dass die Blechkiste gerade mit 88 Meilen pro Stunde durch die Straßen donnert, um den Blitz mit einer Leistung von 1.21 Gigawatt einzusammeln und somit den **Fluxkompensator** anzutreiben, um zurück in die Zukunft zu reisen, ist klar. Dass man das aber auch auf einer Theaterbühne schaffen kann, einfach durch den geschickten Einsatz von Videoprojektionen, Licht und einer Drehbühne – Wahnsinn! In dem Moment, als der **DeLorean** das erste Mal auf die Bühne geschossen kam, gab es sehr deutlichen Szenenapplaus allein dafür und ich habe mich dabei ertappt, wieder wie ein Kind zu staunen. Ein wirklich tolles Gefühl, das kann ich Euch sagen! © Nicole Isensee, Roman Jasiek Um mit den Ausführungen so langsam zu einem Ende zu kommen: **Zurück in die Zukunft – Das Musical** , das derzeit im **Stage Operettenhaus** in **Hamburg** zu erleben ist, ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Eine nostalgische Zeitreise für Fans, perfektes Entertainment für alle. Die Kombination aus dem wunderbaren Bühnenbild, der tollen Performance des Ensembles, dem unsterblichen Titelthema, und der beeindruckenden Tricktechnik ergibt ein rundherum stimmiges Gesamtpaket, das mich wieder zum eingangs schon erwähnten Fazit zurückbringt: Das ist next Level Musical! © Stage Entertainment
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 06/05/2026
Manchmal wünsche ich mir, ich könnte zusammen mit beschreibenden Worten und Bildern auch die Düfte zu einem Beitrag mitliefern. So wie im Fall des heutigen schönen Bildes. Aufgenommen habe ich dieses Foto im September 2014 im Südwesten Korsikas, genauer: in Ocana, gelegen im Prunelli-Tal […]
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Das schöne Bild: Kräuterdüfte auf Korsika
Manchmal wünsche ich mir, ich könnte zusammen mit beschreibenden Worten und Bildern auch die Düfte zu einem Beitrag mitliefern. So wie im Fall des heutigen schönen Bildes. Aufgenommen habe ich dieses Foto im September 2014 im **Südwesten Korsikas** , genauer: in **Ocana** , gelegen im **Prunelli-Tal** südwestlich von **Ajaccio**. Wie so manch andere Station auf der Reise meines Lebens hat mich auch hier ein ziemlich großes Schiff abgesetzt. Details dieser Reise könnt Ihr hier nachlesen. Seinerzeit besuchte ich im Rahmen eines Tagesausflugs die Distillerie Corsica PAM – Maison des Senteur, eine Essenzölmanufaktur, die von **Paul und Jean-Pierre Caux** betrieben wird. Ihre Manufaktur gründeten sie 1996, nachdem sie eine Ausbildung an der **Landwirtschaftsschule von Sartène** absolviert hatten, mit dem Ziel, Düfte und Heilwirkungen der **korsischen Macchia** bekannt zu machen. Die **Macchia** ist quasi **Korsikas** immergrüner „Teppich“, der sich über die ganze Insel ausbreitet. Und dieser Duft dort in der Anhöhe, dieser Duft …! **Jean-Baptiste Grenouille** , Protagonist in **Patrick Süskinds** meisterhaftem Roman **Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders** wäre ebenfalls vor Entzückung im Quadrat gesprungen. Eine ganz betörende Mischung aus **Immortelle** , **Rosmarin** , **Laricio-Kiefer** , **Myrte** , **Schopflavendel** , **Scharfgarbe** , **wildem Fenchel** , **Meerfenchel** , **Muskatellersalbei** , **Lorbeer** , **Lavendel** sowie die **Macchia-Gewächse Ginster** , **Zistrose** , **Myrte** , **Baumheide** , **Erdbeerbaum** und noch einigen anderen Gewächsen hing wie ein Schleier über der Destillerie. Die **Macchia** , so heißt es, sei der Geschmack und der Geruch der Insel **Korsika** , den dereinst auch **Napoleon** als charakteristisch für seine Heimat beschrieben haben soll. In dem Zusammenhang finde ich es interessant, wie das Gehirn Dinge verknüpft. Dass wir ein bestimmtes Lied hören und ganz automatisch Erinnerungen an bestimmte Gegebenheiten vor unserem inneren Auge auftauchen, ist ja so unüblich nicht. Dass Fotos aber auch direkt wieder bestimmte, eigentümliche Gerüche quasi zurück in die Nase bringen, fasziniert mich dagegen schon mehr. **Das schöne Bild von Korsika** ist so ein Foto. In Kombination eine wunderbare Erinnerung, die ich an dieser Stelle mit Euch teilen wollte. Ach, und falls es Euch irgendwann einmal ebenfalls nach **Korsika** verschlagen sollte: Ein Ausflug in die Ölmanufaktur der **Familie Caux** sei Euch hiermit ans Herz gelegt. Bringt mir dann gerne ein Fläschchen der vor Ort feilgebotenen Tinkturen mit, ja?
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 05/05/2026
Wer digital arbeitet, und hier denke ich beispielsweise an Blogger wie mich, kennt vielleicht das Problem: Das Internetz in der eigenen Bude ist zu instabil und/oder langsam und somit ist die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, keine wirkliche Option. Will sagen: Eine externe Lösung muss […]
romanjasiek.de
Entspannt arbeiten in Magdeburg: bunte butze Coworking-Space in Stadtfeld Ost
Wer digital arbeitet, und hier denke ich beispielsweise an Blogger wie mich, kennt vielleicht das Problem: Das Internetz in der eigenen Bude ist zu instabil und/oder langsam und somit ist die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, keine wirkliche Option. Will sagen: Eine externe Lösung muss her! Nun kann man sich ganz cool mit seinem **MacBook** (oder was auch immer das Arbeitsgerät der Wahl ist) in den nächstgelegenen **Starbucks** hocken und sich während der Arbeit stundenlang an überteuertem Kaffee festhalten. Oder aber man sucht sich so einen Coworking-Space, der sich wohl in jeder halbwegs größeren Stadt finden lassen sollte. © Roman Jasiek Auch ich stand schon vor dem Problem, dass ich unterwegs arbeiten wollte und sollte, es aus den eigenen vier Wänden heraus aber nicht möglich war. Und ich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals in der besagten Kaffeerösterei herumhocken und am Blog friemeln werde. Also habe ich mich umgeschaut, welche Coworking-Spaces mir die **Stadt Magdeburg** , eine meiner Hauptwirkstätten, so bietet. Ein paar habe ich mir angeschaut, ein paar ausprobiert, und von einer möchte ich, zusammen mit einer wärmsten Empfehlung, nun erzählen. Die Rede ist von der bunten butze, zu finden im schönen **Stadtfeld Ost** (Hans-Löscher-Str. 21, 39108 Magdeburg). Die **bunte butze** selbst ist ein Mehrfamilienhaus, das sich CO₂-Neutralität auf die Fahne geschrieben hat. Erreicht werden soll dies durch die Nutzung von Erdwärme und Solarenergie sowie die Verwendung natürlicher Rohstoffe (Holz, Hanf, Lehm, Kalk und so weiter) im Innenausbau. Die **bunte butze** bietet aber nicht nur den Coworking-Space, sondern auch Betreuung für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren durch zwei Tagesmütter. © Roman Jasie Und dann ist da auch noch ERNAS LebensMittelPunkt, ein Bio-Bistro und Unverpacktladen. Dort bekommen digitale Nomaden, die sich in der **bunten butze** zum Arbeiten niedergelassen haben, zum Mittag beispielsweise gestampfte Kartoffeln mit Avocado, Shitake und Sprossen, Falafel-Bowl mit geröstetem Gemüse oder Käsespätzle mit Röstzwiebeln serviert. **ERNAS** versteht sich aber auch als Treffpunkt. Daher werden hier auch verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Von einem Spieleabend über einen veganen Brunch bis zu einem Endometriose-Stammtisch wird so einiges geboten. Und auch der zu mietende Arbeitsplatz der **bunten butze bietet** so einiges: Sich für einen Tag flexibel einbuchen ist genauso möglich wie ein monatlich, fest reservierter Arbeitsplatz oder eine virtuelle Geschäftsadresse. Event- und Meetingräume in 21 Quadratmetern (für bis 10 Personen) bzw. 14 Quadratmetern (für bis zu 8 Personen) sind ebenfalls zu bekommen. © Roman Jasiek Für mich fiel die Wahl auf den Flex Desk. Und fällt er immer wieder. Die Website dieses Coworking-Spaces hat die Domain lieblingsarbeitsplatz.de und das trifft den Nagel schon ziemlich gut auf den Kopp. Die hell und freundlich eingerichteten Büros, gelegen im ersten Stock eines Altbaus in einem der, wie ich finde, schönsten Teile **Magdeburgs** , haben alles, was ich zum Arbeiten brauche. Dazu gehören ein 27″-Monitor (nicht an allen Schreibtischen verfügbar), sehr schnelles WLAN, ich könnte auf einen Drucker mit Scan-Funktion zurückgreifen, habe Zugriff auf eine kleine Teeküche (wer Filterkaffee mag, kann auch die hiesige Kaffeemaschine nutzen) und darf die **butze** in der Zeit von 7 bis 22 Uhr betreten (bei bestehendem Monatsabo auch rund um die Uhr). Innerhalb der genannten Zeiten ist es möglich, jederzeit zu kommen und zu gehen, da der Zugang über das Web gesteuert wird. Hierfür ist der Erwerb beispielsweise eines Tagespasses erforderlich, der zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels bei 19 EUR netto pro Tag liegt. Würde ich die vollen Stunden ausnutzen, käme ich auf einen Preis pro Stunde von 1,27 EUR. Bei einem regulären Arbeitstag von 8 bis 16 Uhr entspräche das auch nur 2,24 EUR. Nach meinem Preisempfinden auch noch vollkommen in Ordnung. Wer vorab weiß, hier längere Zeit zu verbringen, kann auch eine 10er-Karte (entspricht dann 16,90 EUR netto pro Tag) oder gleich den ganzen Monat in der sogenannten Flex-Desk-Flatrate für 199 EUR netto buchen. © Roman Jasiek Die Buchung erfolgt ebenfalls bequem über ein Web-Interface. Man benötigt zweierlei Dinge: den jeweils gewünschten Tarif (zum Beispiel einen Tagespass) und eine Reservierung bzw. Blockierung im Kalender. Dieser Artikel hier wurde in der **bunten butze** geschrieben, während ich parallel damit beschäftigt war, weitere Blogbeiträge aus dem Archiv in diesen Blog zurückzubringen. Der Raum mit den Flex Desks verfügt über sechs Sitzgelegenheiten, verteilt auf vier Schreibtische, zwei davon mit Monitor. Geprüft habe ich es nicht, gehe aber davon aus, dass nicht mehr Buchungen bzw. Reservierungen möglich sind, als es Plätze gibt. Mehr als vier Personen, verteilt auf die vier Tische, habe ich hier aber auch noch nicht erlebt. Wer auf einen externen Monitor angewiesen ist, sollte sich wohl aber möglichst frühzeitig hier einfinden und einen entsprechenden Platz sichern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich hier gut und konzentriert arbeiten kann und mich in der **bunten butze** schlicht wohlfühle. Alleine schon, dass ich nur mal eine Treppe tiefer steigen muss, um mir bei **ERNAS** etwas zu trinken oder zu schnabulieren zu holen, das lecker und gesund ist, bietet mir schon einen echten Mehrwert. Zudem bin ich kein großer Freund von Großraumbüros oder ähnlichen Örtlichkeiten, da das allgegenwärtige Gemurmel und die immer wieder auftretenden Unterbrechungen meine Gedanken übertünchen. © Roman Jasiek Dennoch möchte ich auch auf ein paar Dinge hinweisen, die Ihr möglicherweise als Malus betrachtet. Als da wären: Wer sich an gelegentlichem Straßenlärm und/oder dem Rabatz spielender Kinder stört (wie gesagt, Tagesmütter sind mit im Haus, Kopfsteinpflaster auf der Straße vor der Tür), arbeitet hier entweder mit Kopfhörern – oder eben gar nicht. Zudem sind die Wände zu den Nachbarbüros recht hellhörig. Wer also Video-Calls abhalten und dabei über sensible Daten schnacken möchte, sollte vorher sichergehen, dass sonst niemand direkt nebenan sitzt. Dass die Bearbeitung von sensiblen Themen nicht in einen Coworking-Space gehören, nicht zuletzt aus Datenschutz- und oft auch Compliance-Gründen, steht freilich auf einem anderen Blatt. Zudem sind die Tische nicht höhenverstellbar, die Sitze nicht wirklich ergonomisch und generell ist die **bunte butze** auch nicht barrierefrei. Erster Stock Altbau und kein Fahrstuhl. Wenn das für Dich relevante Themen sind, dann ist die **bunte butze** allem Charme zum Trotz nicht der richtige Ort zum Arbeiten. Digitale Nomaden, Blogger, Freelancer, Influencer, Studenten, Kreative oder Web-Designer bzw. -Entwickler ohne Einschränkungen, die einen (relativ) ruhigen, fast schon gemütlich zu nennenden Ort zum entspannten Arbeiten suchen, finden mit der **bunten butze** möglicherweise genau das, was die Domain verspricht: einen neuen Lieblingsarbeitsort. © Roman Jasiek
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Roman Jasiek | Blog Profile @hallo.romanjasiek.de.ap.brid.gy · 14/04/2026
Leute, wir müssen uns mal über Sarah Lesch unterhalten. Die in Leipzig lebende und arbeitende Liedermacherin gehört seit mehr als 10 Jahren, wie (nicht nur) ich finde, zu den wichtigsten, und ja, auch schönsten Stimmen der deutschsprachigen Musiklandschaft. Schon die letzten beiden Alben […]
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Poesie & Widerstand von Sarah Lesch, oder: Musik und Liebe
Leute, wir müssen uns mal über **Sarah Lesch** unterhalten. Die in **Leipzig** lebende und arbeitende Liedermacherin gehört seit mehr als 10 Jahren, wie (nicht nur) ich finde, zu den wichtigsten, und ja, auch schönsten Stimmen der deutschsprachigen Musiklandschaft. Schon die letzten beiden Alben, **Triggerwarnung** (2021) und **Gute Nachrichten** (2024), wollte ich zum Anlass nehmen, Euch das Tun der Künstlerin näherzubringen. War **Triggerwarnung** noch ein Album, das sich besonders Männer, gerade nach dem Fall **Collien Fernandes** , ganz aufmerksam anhören sollten, so war **Gute Nachrichten** eine in Teilen trotzig-rotzige Gesamtbetrachtung all der Dinge, die in unserer Welt und Gesellschaft komplett neben der Spur verlaufen. Von Kapitalismuskritik bis zum Erstarken des Faschismus, von Feminismus bis zum Eintreten für Gleichberechtigung für queere Personen – es gibt viele Themen, die **Sarah Lesch** in knackige, pointierte Songs steckt. Und die aufgrund ihrer oft eher ruhigen Liedermachernatur mehr wirken als es krawallige Songs je könnten. © Sandra Ludewig Weil ich es aber aus unbekannten Gründen weder 2021 noch 2024 auf die Kette bekommen habe, mit Euch über **Sarahs** Arbeit zu reden, machen wir das jetzt. Unser Thema ist heute also **Poesie & Widerstand**, **Sarahs** neues Album, das am 17. April 2026 in die Welt entlassen wird. Es ist für diese, das möchte ich vorab schon in den Raum stellen, ein Glücksfall. Im direkten Vergleich zum Vorgänger hat **Sarah Lesch** auf **Poesie & Widerstand** wieder ein paar Gänge zurückgeschaltet. Nicht nur, weil die Songs hier wieder mehr akustischer, liedermacheriger aus den Boxen tönen, sondern auch, weil sie hier nicht den ganz großen Rundumschlag wagt. Und doch sollte man nicht den Fehler machen, zu vermuten, es würde inhaltsleeres Gesäusel serviert werden. **Sarah** eröffnet das Album mit dem von einer Akustikgitarre getragenen **Plädoyer**. Ein Plädoyer für den Widerstand. Widerstand gegen die Rattenfänger, die mit falschen Versprechungen und immer radikaleren Forderungen unsere Gesellschaft vergiften. Es gehört nicht viel dazu, zu verstehen, gegen welche Partei/Strömung hier Widerstand geleistet werden soll. Stabil bleiben, das ist die Losung. Resignation, das ist keine Lösung. © Sandra Ludewig Als Akustikpop mit Anspruch würde ich beispielsweise auch **Dalai Lama** bezeichnen. Sehr eingängig, sehr radiotauglich, würde ich denken, und doch durchzogen von einer bittersüßen Melancholie, ein Tanz zwischen dystopischen Stimmungen und dem Aufrechterhalten der Hoffnung. Irgendwie ist diese Nummer somit ebenfalls eine Art Plädoyer. Nur, dass in diesem Fall die Botschaft lautet, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn man angesichts des Zustands der Welt keine Lösung parat hat. Keine Idee, wohin das alles noch führen soll. »Ich hab die Lösung geträumt und den Traum wieder vergessen / Ich erinner mich nich aber irgendwie waren wir mitten im Krieg / und da war trotzdem- Liebe und Musik«, singt **Sarah** hier. Es kann sehr wohl immer und überall Gründe geben, das Leben zu genießen. Ein zweites werden die allermeisten von uns schließlich kaum bekommen, schätze ich, und zurück auf Los kommen ebenfalls die wenigsten. Ein weiteres Beispiel möchte ich noch bringen: **Anna-Lisa**. Eine fast schon satirische Abrechnung mit dem ganzen achtsamen Selbstoptimierungsmarotten, Pseudo-Progressivität und Beziehungsillusionen. Viele Dinge unserer modernen Gesellschaft sind nur neue Masken, die man sich überstreift. Auf der anderen Seite der Medaille steht eine Frau, die auf der Suche nach etwas Echtem sich scheinbar allem und jedem anbiedert. Zunächst dem erfolgreichen Yuppie, der sich im Prinzip einen Scheiß für ihre bzw. für weibliche Themen interessiert, später dann in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, in der die neue Lebensabschnittsgefährtin letztlich auch nur die Rolle des Mannes, Typ Proll, übernimmt. Bier, Fußball, Wacken, aber immerhin: Vulva-Kekse zum Einzug. Wie hoch die Zahl der Frauen bzw. weiblich gelesenen Personen ist, die in eine solche Falle tappen und das immer für das große Leben halten, vermag ich nicht zu beurteilen. Fürchte aber, es ist keine kleine Zahl. Im Prinzip macht **Sarah Lesch** auch auf Album Nummer 7 das, was sie in den Jahren seit Erscheinen ihres Debüts (**Lieder aus der schmutzigen Küche** , 2012) immer gemacht hat. Ehrliche, authentische, vor allem aber handgemachte Musik. Mit einer Botschaft und vor allem mit einer Haltung, die ich mir von anderen Kunstschaffenden so manches Mal schon gewünscht hätte. In Zeiten, in denen die Streamingdienste mit KI-Müll geflutet werden oder Radiosender in den Nachtstunden, angeblich aus Kostengründen, auch nur KI-Rotze dudeln, ist dies Wonne und Wohltat gleichermaßen! Musikalisch eher zurückgenommen, dennoch großartig und auf den Punkt produziert. Wieder eines dieser kleinen, feinen Alben, bei denen kein Ton zu viel oder zu wenig ist. Und einmal mehr ein famoses Zeugnis davon, was für eine talentierte und genaue Beobachterin des Zeitgeschehens **Sarah Lesch** doch ist. Möglich, dass so manche Konsumenten auch wegen dieses Albums rote Ohren bekommen. © Sandra Ludewig Abschließend: Wenn man das Gesamtbild betrachtet, entsteht oftmals der Eindruck: alles scheiße! Macht man sich aber die Mühe und zoomt näher heran, vor allem und ganz besonders im eigenen Leben, wird man gewiss auf viele Dinge aufmerksam, die eben genau das nicht sind. Sind sondern tatsächlich und wahrhaftig gut. Und dass darauf aufbauend die Gründe, irgendwelchen Rattenfängern nachzulaufen oder permanent auf alles und jeden zu schimpfen bzw. mit Neid und Missgunst um sich zu werfen, immer weniger werden. Dieses Gefühl, diesen Optimismus, diesen Appell, uns nicht entzweien zu lassen, vermittelt **Sarah Lesch** ganz hervorragend auf diesem Album. Somit ist **Poesie & Widerstand**, neben der Tatsache, ein kleines, feines Liedermacherinnen-Album zu sein, auch das: musikalischer Widerstand gegen den Trübsinn, der die Welt scheinbar sehr fest im Griff hat. © Listenrecords
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