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[ Anthologie Interview #4 ] Schrankgammeln mit Lena Winter
Stell dich doch am besten erst einmal ein bisschen besser vor, damit meine Follower auch wissen, wen ich hier überhaupt in meinen Schrank entfüh…. äh, eingeladen habe? Ich bin Lena und schreibe am liebsten Texte im New Adult Genre. Manchmal kurze Romane, manchmal lange Romane und manchmal Kurzgeschichten und Kurztexte. Am liebsten schreibe ich eine Mischung aus Slice of Life, Romance und Familienthemen. Ich bin 26 Jahre alt und studiere Pädagogik in Österreich. Ich liebe es sehr, dort so nah an Bergen, Seen und theoretisch über einige Grenzen auch am Meer zu sein.1. Wie lange schreibst du schon und wer oder was hat dich dazu animiert? Ich schreibe seit 13 Jahren. Zum Schreiben animiert hat mich eine Hausaufgabenstellung in der siebten Klasse. Wir sollten eine Kurzgeschichte schreiben (ich glaube über 3-4 Seiten). Als ich den Stift wieder weggelegt habe, hatte ich glaube ich 15 Seiten geschrieben und beschlossen, dass ich für die Hausaufgabe was anderes abgebe, damit ich die Idee weiterverfolgen kann. Innerhalb weniger Wochen (ich habe in jeder freien Minute geschrieben) hatte ich mein erstes „Buch“ fertig geschrieben. 160 handgeschriebene Seiten mit der Naivität eines Teenagers. Aber man, war ich stolz!Seitdem habe ich unzählige Geschichten begonnen und einige abgeschlossen. Und mich natürlich weitergebildet und weiterentwickelt.2. Wie läuft so ein Schreibtag bei dir ab? Brauchst du dafür völlige Ruhe oder hast du Musik im Hintergrund laufen? Machst du dir vorher Notizen zu den jeweiligen Kapiteln? Hast du ein bestimmtes Ritual, was das Schreiben an sich angeht? Grummelst du dabei auch ab und an vor dich hin, wie so ein Grumpeltier das tut?In den letzten Monaten habe ich festgestellt, dass mir gewisse Routinen beim Schreiben gut tun. So nutze ich jetzt meist (möglichst) jeden Morgen, aber meistens den Morgen, um an meinem aktuellen Projekt zu arbeiten. Dabei habe ich Musik auf den Ohren. Entweder das Lied, das aktuell rauf und runter laufen darf oder eine projektspezifische Playlist. Der Ort ist dabei nicht so wichtig. Ich brauche allerdings einen Stift und Post-its neben mir, damit ich mir kurze Einfälle schnell notieren kann. Auch habe ich gelernt, dass ein Notizbuch generell ganz hilfreich ist.Ich mache mir für Kapitel gerne vorab Notizen, damit ich grob weiß, was passieren soll. Einfach ins blaue hineinschreiben, fällt mir sehr schwer. Und ja, manchmal grummle ich auch vor mich hin. Neulich habe ich versucht mich eine Weile zu filmen beim Schreiben, weil ich daraus ein Video schneiden wollte. Ich sehe unfassbar grimmig und verzweifelt dabei aus. Die Stelle war auch zum Verzweifeln. Aber wenn ich schreibe, sehe ich grundsätzlich sehr konzentriert und somit grummelig aus.3. Woher hast du die Inspiration für deine Geschichte genommen, die in der Anthologie veröffentlicht werden wird? Puh. Ich glaube ich hab mir überlegt, was für einen dummen Zufall ich dieses Mal verwenden könnte. Dann habe ich nach passenden Namen für die Charaktere gesucht, damit ich anfangen kann mir Gedanken über die beiden zu machen. Und so ist nach und nach der Plot und die Geschichte entstanden. Ich habe auch gemeinsam mit Freundinnen und einem Dozenten gebrainstormt. Das war auch sehr hilfreich, um alles abzurunden.4. Wie lange hast du für das Schreiben deiner Kurzgeschichte gebraucht?Geschrieben habe ich die Kurzgeschichte in zwei Sessions meiner Schreibgruppe. Ich glaube also insgesamt habe ich für die Rohfassung 8 Stunden gebraucht. Dann durften sie Leute Testlesen und für die Überarbeitung hab ich glaube ich nochmal 1,5 h gebraucht.5.Hast du einen Lieblingssautoren oder eine Autorin, von der du einfach alles im Regal haben und lesen musst? Jemanden, der als dein Vorbild eine große Rolle spielt? Aufgrund von Platzmangel ist mein Bücherregal leider nur ein Regalfach, aber da befinden sich hauptsächlich Bücher von Colleen Hoover und Saskia Louis. Beide haben einen sehr unterschiedlichen Schreibstil, den ich sehr gerne mag. Viel Platz nimmt auch die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier ein. In der älteren und der neueren Version. In meiner Jugend war das eine ganz wichtige Buchreihe für mich.