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Ein Ort

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1938 ein Ort in Österreich ein Projekt von Michaela Taschek @statthandfuss.bsky.social

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Ein Ort @einort.bsky.social · 01/07/2026
Der Bann- und Jugendbannführer halten Ansprachen und der Graf stellt den Schlosshof für die folgenden Feierlichkeiten zur Verfügung. 2/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 01/07/2026
26. 6. 1938 Das 1. Treffen des Bannes 552 der Hitlerjugend, an dem auch der BdM beteiligt ist, finde satt. Pimpfe aus anderen Gemeinden kommen mit dem Fahrrad und werden am Hauptplatz empfangen. 1/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 02/06/2026
Zurück bleibt die Schneidermeisterin Barbara Dröszler, die mit einem Katholiken verheiratet ist und ihren Sohn Janos katholisch taufen ließ. Aber auch für sie spitzt sich die Lage immer mehr zu. 2/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 02/06/2026
2. 6. 1938 An ihrem 14. Geburtstag wird Margit Rosenberger gemeinsam mit ihren Eltern Marton und Roza, sowie ihrer Schwester Boriska gezwungen ihre Heimat in Richtung Eisenstadt zu verlassen. Sie waren die letzte jüdische Familie im Ort. 1/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 31/05/2026
31. 5. 1938 11 Tage nachdem die Kaufmannswitwe Anna Engel (77) ihren Auswanderungsantrag ausgefüllt hat, in dem sie schreibt, dass sie zu ihrem Sohn Jenö nach Ungarn möchte und wenige Tage nachdem sie den Ort, an dem sie seit ihrer Geburt gewohnt hat, verlassen musste, stirbt sie in Wien.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 31/05/2026
29. 5. 1939 Mathilde Glück, die mit dem Kantor Josef Glück verheiratet ist, flieht nach Wien. Josef, der vor einer Woche bereits nach Wien geflohen ist, befindet sich dort seit zwei Tagen als politischer Häftling in Schutzhaft.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 31/05/2026
30. 5. 1938 Sophie Spiegel (50) flieht mit ihrer Tochter Edith (13) nach Wien. Sophies Mann Hugo ist seit vielen Jahren in der Nervenheilanstalt. Bis vor kurzem hat Sophie an der Tankstelle ihrer Schwiegereltern gearbeitet, mit denen sie und Edith auch unter einem Dach wohnten.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 31/05/2026
29. 5. 1938 Die Eisenhändlerin Karolina Hirschl wird 60 Jahre alt. Vor wenigen Tagen musste sie ihr Geschäft mit dazugehöriger Wohnung an ein Parteimitglied verkaufen. Karolina versucht gemeinsam mit ihrer Tochter Irma (24) nach Ungarn zu fliehen.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 31/05/2026
29. 5. 1938 Nach einem verregneten Muttertag, wird die Muttertagsfeier heute im Kindergarten der evangelischen Kirche nachgeholt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 28/05/2026
27. 5. 1938 Das Ehepaar Edmund (56) und Johanna Breuer (60) fliehen gemeinsam mit Edmunds Schwester Fanny (64) nach Wien. Ihr Ziel ist es ein Visum in die USA zu bekommen, wo ihre Tochter Elisabeth (14) seit einem Jahr bei Verwandten lebt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 28/05/2026
27. 5. 1938 Die beiden 18jährigen Freunde Ludwig Graner und Robert Angelus fliehen gemeinsam zu Fuß durch die Wälder aus dem Ort. Einige Tage später kommen sie in Wien an.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 28/05/2026
26. 5. 1938 Der Fellehändler Leopold Spitzer und seine Frau Lina fliehen mit der Hilfe von ihrem Sohn Eugen nach Wien, wo sie zunächst bei Leopolds Sohn Felix unterkommen. Zurück bleibt u. a. fast ihr gesamter Besitz, ihr Zuhause, das Teil eines Bruderhofes ist und der Garten mit dem Zwetschkenbaum.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 28/05/2026
26. 5. 1938 Heute findet die Konfirmation von 12 Buben und 4 Mädchen (je 2 davon aus dem Nachbarort) in der evangelischen Kirche statt und die Volkstanzgruppe macht einen Ausflug in eine benachbarte Gemeinde.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 25/05/2026
22. 5. 1938 Da am 8. 5. zuwenige Vorstandmitglieder anwesend waren, wird die Hauptversammlung der Raiffeisenkasse heute nachgeholt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 25/05/2026
21. 5. 1938 Franz U. kauft das am Hauptplatz gelegene Haus der Eisenhändlerin Karoline Hirschler um 2500 RM.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 20/05/2026
20. 5. 1938 15 der noch im Ort verbleibenden Juden und Jüdinnen füllen Auswanderungsanträge für sich und ihre Angehörigen aus. Einer von ihnen ist der Musikkapellmeister und Fotograf Josef Stern, er schreibt: "Ich möchte zu meinem Sohn in die USA wenn es mein Alter mit 87 Jahren erlaubt"
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Ein Ort @einort.bsky.social · 16/05/2026
Häuser sind stumme Zeugen der Deportationen und Plünderungen, sowie eine Warnung für die über 50 noch im Ort weilenden Juden und Jüdinnen, während einige von ihnen versuchen möglichst viele ihrer Sachen zu packen, wollen andere immer noch nicht wahrhaben, was um sie herum und mit ihnen passiert 3/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 16/05/2026
des Hotels befindet, hat nach der Arisierung Johann Ziermann übernommen, der früher einige Jahre für das jüdische Kaufhaus Margarethen arbeitete. Vor zwei Tagen ist der Kasinoverein aufgelöst worden, da die Besitzer Frankl an die jugoslawische Grenze deportiert wurden. Die verwaisten jüdischen 2/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 16/05/2026
16. 5. 1938 Nach den gestrigen Muttertagsfeiern in den Kirchen, mit Predigten über die Wichtigkeit der deutschen Mutter, sowie der Ehrung der Mütter abends im Hotel Hollndonner, startet heute eine neue Arbeitswoche. Das alteingesessene Schnittwarengeschäft Schönwald, das sich schräg gegenüber 1/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 11/05/2026
11. 5. 1938 Nach einer zweitägigen Inventur, wird das jüdische Schnittwarengeschäft Schönwald vom arischen Leiter Ziermann übernommen. Der bisherige Inhaber befindet sich seit über einem Monat an der jugoslawischen Grenze.
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Reposted by Ein Ort
Michaleila Taschekino @statthandfuss.bsky.social · 10/05/2026
Am kommenden Dienstag, 13.5.26 halte ich einen Vortrag am Wiesenthal Institut über meine Recherchen der letzten Jahre zu Rechnitz. Mehr Infos und die Adresse zum Anmelden hier: www.vwi.ac.at/index.php/ve...
vwi.ac.at
Was blieb: Die jüdische Geschichte von Rechnitz
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Studien
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Ein Ort @einort.bsky.social · 06/05/2026
6. 5. 1938 Helene Holzer wird heute 59 Jahre alt. Sie lebt mir ihrem Mann Samuel in der Anzengrubergasse. Das kinderlose Paar betrieb bis vor kurzem einen Getränkehandel, weswegen sie im Ort auch als Sodawasserholzers bekannt sind.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 04/05/2026
4. 5. 1938 Ein Monat nach der Lederhandlung Adler wird nun auch die kleinere Lederhandlung Benau liquidiert und auch diesmal übernimmt das NSDAP Mitglied Herincs das Geschäft.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 01/05/2026
bevor man in die katholische oder evangelische Kirche zum Gottesdienst eilt. Danach geht es zurück auf den Hauptplatz wo die Kundgebung von Adolf Hitler für die zahlreichen Anwesenden übertragen wird. 2/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 01/05/2026
1. 5. 1938 Bereits um 5 Uhr werden die Bewohner*innen des Ortes durch die Musikkapelle geweckt, die durch den Ort zieht. Um 8 Uhr formiert sich die NSDAP und ihre Gruppierungen am Hauptplatz, es gibt mehrere Ansprachen, 1/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 30/04/2026
Es folgen Ansprachen des Bürgermeisters, Parteileiters und Wahlleiters über die große Bedeutung des 1. Mais als Tag der nationalen Arbeit. Am Ende wird wie immer das Deutschland- und Horst Wessel Lied gesungen. 2/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 30/04/2026
30. 4. 1938 Die SA stellt mit der Hilfe von Bewohnern abends einen Maibaum im Park vor der katholischen Kirche auf. Kurz vor 20 Uhr nehmen Jugendformationen mit Fahnen, Männer der Partei, NS-Frauenschaft, Polizei, Zollwache und Arbeiter der Asbest-Fabrik um den Baum Aufstellung. 1/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 27/04/2026
Sie sind da zum Glück nicht lange geblieben und weiter nach Italien.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 27/04/2026
um sich an ihrem Besitz zu bereichern. Auch Ottos bester Freund ist mit seinem Vater da. Vor den Augen Ottos stiehlt er dessen Skiausrüstung. Noch bevor der Tag zur Neige geht, befinden sich die Graners auf der Flucht zu Verwandten nach Graz. 3/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 27/04/2026
Seine Frau Elsa (30), die Kinder Otto (7) und Hildegard (5), sowie die Schwiegermutter Mathilde Spiegler (68) haben nun wenige Stunden Zeit ihre Habseligkeiten zusammenzusuchen und den Ort zu verlassen. Bereits während sie noch am Packen sind, kommen mehrere Ortsbewohner in ihr Haus, 2/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 27/04/2026
27. 4. 1938 Bis vor kurzem ist der jüdische Arzt Dr. Hugo Graner (44) nahezu unbehelligt geblieben, war man doch auf seine medizinischen Dienste im Ort angewiesen. Gestern allerdings wurde auch er verhaftet und nach einer Nacht in der Arrestzelle heute wieder entlassen. 1/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 26/04/2026
26. 4. 1938 Umgeben von all dem Horror wird Johanna Breuer heute 60 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann Edmund (57) und ihrer Schwägerin Fanny (65) in der Klostergasse. Ihre Tochter Elisabeth (15) haben sie bereits vor einem Jahr zu Edmunds Schwester Rosa und ihrem Mann nach New York geschickt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 26/04/2026
26. 4. 1938 Die Familien Kohn, Weisz, Steiner und zweimal Holzer werden des Ortes verwiesen und fliehen nach Wien. Es handelt sich um insgesamt 17 Leute, die zwischen 2 und 64 Jahre alt sind.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 26/04/2026
25. 4. 1938 Die Familie Franz (47), Therese (46) und Karl (25) Stern fliehen nach Wien.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 23/04/2026
23. 4. 1938 Der Maurerlehrling Stephan Weber aus dem Nachbarort verletzt sich bei Waldarbeiten und wird vom jüdischen Gemeindearzt Dr. Graner versorgt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 22/04/2026
21. 4. 1938 Der in der Herrengasse wohnende Josef Holzer wird heute 13 Jahre. Er lebt mit seinen Eltern Rosa(42) und David 52),seinen Geschwistern Alexander(14) und Johanna(3),sowie mit den Großeltern Wilhelm und Emma Spiegel unter einem Dach.Im selben Haus betreibt die Familie ein kleines Geschäft.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 22/04/2026
21. 4. 1938 Das Geschäft der Witwe Sophie Steiner in der Günserstraße, eines der letzten verbleibenden jüdischen Kaufhäuser im Ort, wird arisiert und damit an den arischen Leiter Rudolf Riegler übergeben.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 20/04/2026
Später versammeln sich zahlreiche Bewohner*innen, die Ortsgruppe der NSDAP, SA und der BdM bei der katholischen Kirche, wo eine Eiche für den Führer gepflanzt wird. Den Spatenstich setzt der Tierarzt und Bürgermeister Gortan, der die Schaufel an Parteifunktionäre und SA-Männer weiterreicht. 2/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 20/04/2026
20. 4. 1938 Um 8 Uhr morgens versammeln sich Gläubige dem Ort vor der evangelischen Kirche, um einer Predigt für den Führer an dessen Geburtstag zuzuhören. In ihm und durch ihn, so heißt es, wurde sein Volk gesegnet. 1/2
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Ein Ort @einort.bsky.social · 19/04/2026
19. 4. 1938 Um 19.30 marschiert die NSDAP mit allen Formationen am Hauptplatz auf, wo die Parteikapelle spielt und der Gutsverwalter Bauer eine Rede hält. Danach folgt ein Fackelzug durch die Hauptstraßen des Ortes, die Fenster entlang der Route wurden bereits tagsüber geschmückt.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 17/04/2026
17. 4. 1938 An diesem Ostersonntag ist der Gemeindesportklub Graz für das Eröffnungsspiel des neuen Sportplatzes vor Ort. Vor dem Spiel werden die Flaggen gehisst und der Obmann hält eine Ansprach inklusive Treuebekenntnis für den Führer und Großdeutschland. Graz siegt 2:1.
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Ein Ort @einort.bsky.social · 15/04/2026
Vor der Abreise hat Isaak versucht auch seinen Freund Marton Rosenberger von der Flucht aus dem Ort zu überzeugen, doch dieser will immer noch nicht wahrhaben wie gefährlich die Situation mittlerweile ist. 3/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 15/04/2026
etwas Werkzeug und Bettzeug mit nach Wien zu nehmen. Dort verschafft ihnen ein Bekannter ein Zimmer in der Wattgasse. Mehr als 10 Jahre hat die Familie bei der Witwe Lina Wohlmuth (77) in der Herrengasse, unweit des Hauptplatzes gewohnt. Die alte Frau bleibt im Ort zurück. 2/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 15/04/2026
15. 4. 1938 Der Stiefelmacher Isaak Süsskind (40) flieht mit seiner Frau Netti (39) und der Tochter Edith (6) nach Wien. Isaak, der Vorstandsmitglied in der zionistischen Ortsgruppe ist, möchte so schnell wie möglich das Land verlassen. Er schafft es gerade noch zwei Schuhmachermaschinen, 1/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 14/04/2026
Nun harren seine Frau Frieda (38), seine Söhne Josef (15), Paul (13) und Johann (9), sowie seine Mutter Malwine (87) und Schwiegereltern Heinrich (75) und Gisela (70) Frankl in der Busgarage aus. Auch seine Schwestern Wilma und Laura und sein Bruder Hugo sind mit ihren Familien vor Ort. 3/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 14/04/2026
erhalten eine Sondergenehmigung, um der Gruppe jeden Tag etwas Essen über die Grenze zu bringen. Einer der deportierten Juden ist Hugo Fellner, er wird heute 52 Jahre alt. Bis vor kurzem betrieb er ein Kurzwarengeschäft im Ort. 2/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 14/04/2026
14. 4. 1938 In einer Busgarage in Bonisdorf treffen die beiden Gruppen deportierter Juden und Jüdinnen wieder aufeinander. Es ist ihnen untersagt die Grenze nach Jugoslawien zu überqueren, aber auch hier sind sie nicht erwünscht. Einige jugoslawische Jüd*innen erfahren von ihrem Schicksal und 1/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 12/04/2026
die die Geschehnisse verstohlen hinter ihren Fenstern beobachten. Diesmal wird die Gruppe von zwischen 7 bis über 90jährige in eine Busgarage in Bonisdorf gebracht. Wie es weitergehen soll, wissen sie nicht. Im Ort bleiben ungefähr 100 jüdische Gemeindemitglieder zurück. 3/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 12/04/2026
an die jugoslawische Grenze bringen soll, steht schon bereit. Die Gestapo hat die Familien, wie auch vor wenigen Tagen, aus den Häusern geholt und bewacht nun die Deportation. Wieder gibt es einige Schaulustige, solche die am Straßenrand stehen und dann jene, 2/3
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Ein Ort @einort.bsky.social · 12/04/2026
12. 4. 1938 Vor ihrem Wohnhaus am Hauptplatz steht die siebenjährige Lola Engel mit ihrer Puppe in der Hand. Ein paar Häuser weiter laufen zwei jüdische Frauen zu ihrer besten katholischen Freundin und umarmen sich weinend. Der Autobus, der Lola und nochmal ca. 20 weitere Juden und Jüdinnen 1/3
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