Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 32mVolk sei nach Radbruch stets als kontingent und strittig zu konzeptualisieren, demokratische Politik sei stets von relativistischen Claims geprägt, die nicht dadurch bestimmt seien, richtig sein zu müssen. Im trumpistischen Amerika, und nicht nur dort, sei diese Einsicht beiseitegewischt worden. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 32mMit dessen "Common Good Constitutionalism" genannten Einordnungen, die ideale Machtausübung gar explizit durch von benevolenten Beamten umgebene römische Imperatoren sehen, kontrastiert er die sehr klugen Hauptpunkte aus Radbruchs "Parteienstaat und Volksgemeinschaft". 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 32mDann aber gebe es da auch eine Variante, die auf eine Schmittianische Exekutivenenthemmungslehre hinauslaufe. Diese entwickelt eher etwas ausführlicher anhand von Texten und Einlassungen des Harvarder Rechtstheoretikers Adrian Vermeule. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 32mJan-Werner Müller ist auch kein Freund des Postliberalen. Er skizziert zunächst, inwiefern Postliberalismus in seiner harmloseren Ausprägung wenig mehr als Kommunitarismus angedickt mit amerikanischem Kleinstadtkitsch biete. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 20hAber nur, wenn man davon absieht, welches Problem die mit ihrem Rausgehen zu "lösen" priorisieren. 000
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 14/10/2026D. h. aus Sicht der CDU-Fraktion wäre es das größere Problem, wenn die Leute denken, einige ihrer Fraktionäre hätten Siegmund gewählt, als dass Siegmund tatsächlich MP würde. Das muß man erstmal sacken lassen. 4363
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 14/10/2026Verspätungen mit Screenshots nachweisen? Und wie kann es sein, dass man an 2 Stellen, 2 diametral einander entgegenstehende Auskünfte hinsichtlich einer Ticketgültigkeit bekommt? 021
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 14/10/2026Sie sagen, Zugriff auf Ausfall- und Verspätungshistorie hätten sie (eigentlich) nicht. Wie kann es aber sein, dass eine so große Organisation nicht dazu in der Lage sein sollte, Verbindlichkeit für eigene Mitarbeitende und Kund:innen herzustellen? Wieso muss ich als Kunde Zugausfälle und 121
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 14/10/2026Die Aufhebung von Zugbindung wird mal im Ticket vermerkt, mal im Reiseplan, mal gar nicht, oft verschwindet sie nach ein paar Tagen wieder. Eure Mitarbeiter:innen vor Ort sind manchmal in der Lage, Zugausfälle im Nachhinein nachzuvollziehen, manchmal aber auch nicht. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 14/10/2026Werte @deutschebahn.com, ich habe Gesprächsbedarf. Ihr betreibt ein digitalisiertes Ticketsystem für einen zu gut 50 % verspäteten Fernverkehr, seid aber nicht in der Lage, Tickets so zu gestalten, dass nach Zugausfällen erkennbar ist, ob deswegen unbenutzte Tickets gültig sind? 142
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Insbesondere in Deneens "Aristopopulismus", was übrigens ein alberner Begriff sei, stecke ein gerüttelt Maß davon. To be continued. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Sie sagt, was heute unter Postliberalismus diskutiert werde, füge zu dem, was vor etwa 30 Jahren unter dem Sammelbegriff "Kommunitarismus" diskutiert worden sei, wenig Neues hinzu, allerdings sei die gegenwärtige PL-Diskussion offener zu einem reaktionären Autoritarismus. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026eine theoriebautechnische Engführung anzubringen, um damit den zum jeweils eigenen Postliberalismuskonzept passenden Liberalismus zurückweisen zu können. Anders als alle anderen Autoren vor ihr in diesem Band macht sie sich die Mühe, eine kleine Skizze vorzulegen, was denn Liberalismus sei. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Nachdem Blühdorn mit seinem grünpostdemokratischem "Letztendlich-doch-Postliberalismus" (wg. der technischen Ähnlichkeit im Theoriebau) den dritten Block des Buches abgeschlossen hat, eröffnet ein Beitrag von Elif Özmen den Kritikabschnitt. Ihr Beitrag ist der erste, der darauf verzichtet, 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Seit 16 Monaten ist er jetzt Bundeskanzler, aber für ihn gilt offenbar das Motto "einmal Oppositionsführer: immer Oppositionsführer". 040
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Ach komm, das hast Du mit Canva gebastelt, oder? 000
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026In Bremen bin ich erst 2017 ff. dazugestoßen. Es wurde dort während der Zeit, in der ich dabei war, stets flügellose Harmonie und Übereinkommen simuliert, Dissense wurden nicht ausgetragen, sondern personalisiert. Verglichen mit der Berliner Situation habe ich das als heuchlerischer erlebt. 010
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 12/10/2026Dissense als legitim anzuerkennen und mit offenem Visier auszutragen, das war noch nie die Stärke meiner vormaligen bzw. Deiner Partei. Deshalb bin ich in Bremen gegangen. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Aus meiner Sicht fehlt ihm (erfreulicherweise) die postdemokratische Düsternis, die ich vor 2 Jahren bei Blühdorn hineingelesen habe. sciencepolicyaffairs.de/stachelpost-...sciencepolicyaffairs.de 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Trumpismus mit, nun ja, Leben, zumindest aber negativer Energie. Insbesonderer reaktionärer PL sei dabei eine Brücke zum Autoritarismus. Blühhdorns Text ist clever geschrieben. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Diskurskonstellation ist. ÖEP sei in den 1980er Jahren ein den Liberalismus betreffendes Modernisierungsprojekt gewesen, das zwar nicht gescheitert, allerdings zum Triggerpunkt gegnerischer Bestrebungen geworden sei. Diese Bestrebungen füllen derzeit die deutsche CDU, oder den us-amerikanischen 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Ingolfür Blühdorn schließt den dritten Teil des Sammelbandes ab. Er wendet seine Theorie der "nachhaltigen Nichtnachhaltigkeit" auf den Postliberalismusdiskurs an und kommt damit zu dem Ergebnis, dass PL in einigen Hinsichten Nachfolger einer von ihm ökologisch emanzipatives Projekt (ÖEP) genannten 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Vielleicht, weil Parteiverbotsprüfverfahren keine Wunschkonzerte für Illiberale sind? www.faz.net/aktuell/poli...faz.netWarum wird über die Linke keine Verbotsdebatte geführt?Auch der Linkspartei in Berlin geht es um die Systemfrage, auch sie unterminiert die Institutionen, die das Land tragen. Für SPD und Grüne gilt aber keine Brandmauer. 0111
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026ja, vormoderne Tugenden und Maßvolligkeitsrestriktionen. To be continued. 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Zweiterer wolle mittels Tradition, Tugend, Familienwerten und Charakter gesellschaftliche Missstände aufheben. Eberl führt damit eine Unterscheidung ein, mit der man m. M. n. arbeiten kann. Ein Pfad weist über den Nachkriegsliberalismus hinaus und einer verweist auf vorliberale, 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 08/10/2026Oliver Eberl aus Marburg unterscheidet zwischen einem demokratischen Postliberalismus, der Theorie der Volkssouveränität i.e. bei Moyn und einem illiberalen Postliberalismus, dem Aristopopulismus z. B. bei Deneen. Ersterer strebe an, negative Engführungen von Besitzindividualismus zu überwinden, 120
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 07/10/2026welcher Bezug zu gegenwärtigen Fragestellungen hier zu legen sein könnte. To be continued. 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 07/10/2026Fichte war ein Zeitgenossen der Humboldt-Gebrüder, er schrieb zu einer Zeit als der Preußische Staat in einer Phase kriseninduzierter Selbstreflexion eintrat, weil man den postrevolutionären französischen Staat als überlegen wahrnahm. Für mich ist aus dem Lesestegreif nicht erkennbar, 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 07/10/2026Dirk Jörke, Politikwissenschaftprofessor in Darmstadt, unternimmt den Versuch, "Postliberalismus avant la lettre" bei Johann-Gottlieb Fichte auszumachen. Für mich gelingt das Vorhaben, Elemente postliberalen Denkens in einer Zeit, in der Liberalismus kaum codifiziert ist, nur bedingt. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 05/10/2026Auch in diesem Sammelband blieb mir dies verborgen, bis hin zu der schon in Münklers Rezension in der FAZ aufgeworfenen Frage, ob es bei der Zusammenstellung des Bandes zu verlagstypischen Pfadabhängigkeitsphänomenen (d. h. dem Anfrage immer wieder derselben Autoren) gekommen sein könnte. 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 05/10/2026erschienenen "Oben Rechts"-Sammelband) mit Debatten rund um die Wiederauflage eines Bonapartismus im Frankreich der 1860er Jahre. Wie vor einem halben Jahr konnte ich auch diesen Beitrag nicht mit Gewinn lesen, und fragte mich einmal mehr, was Jägers Beitrag zur Ausleuchtung des Gegenstands bringt. 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 05/10/2026Anton Jäger skizziert zunächst sein Konzept der Hyperpolitisierung (was aus seiner Sicht bedeutet, dass starke Politisierung zivilgesellschaftlicher Akteure zu keinen das Handeln von Exekutiven betreffenden Folgen führt) und beschäftigt sich dann (wie schon in seinem Beitrag im im Frühjahr 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 04/10/2026Ich fürchte, die Leute aus diesem Flügel der CDU wissen noch nicht mal, ob das überhaupt ein Weg ist, gegangen sind sie ihn aber schon mal. 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 04/10/2026Die unfassbar schlechte Idee, vielleicht doch noch mit Mithilfe der rechtspopulistischen Welle Oberwasser im demokratischen Wettstreit gewinnen zu können: Sie sind einfach nicht bereit sie aufzugeben. www.tagesschau.de/inland/innen...tagesschau.deHessischer Ministerpräsident Rhein will AfD Ausschussvorsitze ermöglichenHessens Ministerpräsident Rhein schließt eine inhaltliche Zusammenarbeit mit der AfD aus. In den Augen des CDU-Landeschefs sollte die Partei aber auch auf Bundesebene Ausschussvorsitze übernehmen könn... 130
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026Ja, diese PK heute Nachmittag war etwas kringös und auf unangenehme Art selbstbeweihräuchernd. 010
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026die "Zumutung Zivilisation", die "wahre Freiheit" beschneide und im "Langhaus" einschließe. Die Anschlussfähigkeit dieses Zeugs an gegenwärtige Silicon-Valley-Ideologeme ist evident. Gleichwohl lässt mich Deneens Text etwas ratlos zurück. To be continued. 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026Diskurses reüssierenden Autor, der sich selbst den ( nun ja) Künstlernamen Bronze Age Pervert (BAP) gegeben hat. Der vermarktete seine Texte via Twitter und Selbstverlag bei Amazon und das, was Deneen da recht liebevoll kolportiert, ist kitschig pubertärmaskulinistisches Geschreibsel über 100
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026das Leistgerüst: Der Text heißt "The Three Waves of Modernity" und geht von einer Abfolge aufeinander reagierender Modernen (Modernismus, Marxismus/Progressivismus, Faschismus) aus. Ein zweiter Teil des Textes widmet sich dann einem zeitgenössischen, eher am Rande wissenschaftlichen 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026Fukuyama habe mit seiner "Ende der Geschichte-Feststellung daneben gelegen und geht dann über zu einer Paraphrase konservativer Wokeismuskritik, die Cancel Culture auf Arbeiten Marcuses zurückführt. Dabei ist ihm ein 1964 gehaltener 10 Jahre später publizierter Vortrag von Leo Strauss 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 02/10/2026Der 2. Text im 3. Buchabschnitt "Postliberalismus in der Diskussion" ist dann ein Beitrag von Patrick Deneen. Deneen lässt es im Titel gut krachen und titelt "Wir sind alle Postliberale. Der Beginn der Geschichte". Er leitet ein mit der nicht unbedingt raufrischen Feststellung, 110
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 30/09/2026Nun, könnte sein, dass solche Leute angesichts der Idee, wenigstens ein bisschen mitzuregieren, so richtig aufblühen? 010
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 29/09/2026Ja, die "spinnen" ja auch, da haben wir womöglich gar keinen Dissens, aber es manifestiert sich für mich halt nix am Strandkorb. Aber, wg. mir, lassen wir das für heute. 210
Carsten v. Wissel @cvwissel.bsky.social · 29/09/2026Das war keine Spitze, sondern eigentlich eine etwas versteckte rhetorische Frage. Weil ich immer noch ganz gerne verstünde, welche Dynamik da am Werk ist. Aber wahrscheinlich haben wir da einfach einen Dissens. 100