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Andrea Maria Dusl

@comandantina.bsky.social
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Comandantina Liberté, Égalité, Sororité, Laïcité .·.

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Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 23/08/2026
Meine aktuelle Kolumne in den Salzburger Nachrichten. Enjoy: bureau.comandantina.com/2026/08/22/d...
190
Reposted by Andrea Maria Dusl
Barbara Tóth @barbaratoth.bsky.social · 01/08/2026
Heute vor 19 Jahren begann ich für den @falter.at zu schreiben. What a Ride. Ich hab die Ressorts politik, Stadtleben, Landleben (das war so eine Art Österreich Chronik) und Medien geleitet, einen Think Tank aufgebaut, Radio und Video machen gelernt, zwischendurch zwei Söhne geboren …
71134
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 28/07/2026
bureau.comandantina.com/2026/07/28/d...
Die drei Welten

Es gibt die reale Welt, es gibt die Traumwelt, und dann gibt es eine Welt, in der noch niemand war. Eine Welt, die noch niemand gesehen hat. Eine Welt, die es noch nicht gibt. Die einzigen, die Zutritt zu allen drei Welten haben, die von einer in die andere wandeln können, und die aus allen dreien berichten können, sind die Künstler innen. Das macht sie so gefährlich wie unfassbar. Und das ist gut so.

AMD, Café Einfahrt, 28. Juli 2026
041
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 29/06/2026
Meine Wochenend-Kolumne in den Salzburger Nachrichten. Enjoy. bureau.comandantina.com/2026/06/27/h...
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl

Der Klimawandel, ob geleugnet oder nicht, hat die Temperaturgrenzen verschoben. Nach Norden. Nachhaltig, könnte man sagen, wäre das Wort nicht so positiv besetzt. Ja, frühere Zeiten kannten auch Hitzewellen, Dürren und den flirrenden Hochsommer (wann immer er sich einstellte). Ja, in der Stadt und am flachen Land war es auch früher heißer als in den Tälern und weiter oben. Ja, Südtirol war auch damals schon wärmer als Tirol nördlich des Brenners. Dass aber Bozen als Italiens heißeste Stadt gilt, hat sich nicht in die romantische Erzählung von der guten alten Zeit
des größeren Österreich eingeschrieben. Die Sommerfrische, einst den Betuchten und ihren Familien vorbehalten, war ein gängiger Modus, der Hitze der großen Städte zu entkommen. Auch damals schon, als alles noch im Lot war an der Quecksilbersäule. Ans Meer fuhr man damals der
guten Luft wegen, nicht um dort in der Mittagssonne zu rösten.
Es ist heiß, darf man sagen, sehr heiß. Wieder einmal. Der menschengemachte Temperaturanstieg wird von Unwetterkatastrophen und großflächigen Bränden begleitet. Nicht im fernen Malibu, nicht im zigarettenverliebten Griechenland. Nein, hier. Bei uns. Die Debatte um die Ursache verläuft nicht entlang wissenschaftlich argumentierbarer
Sachverhalte, sondern wird von moralischen Befindlichkeiten bestimmt. Von der Angst, den geliebten Benziner zu verlieren, das Wasser für den Pool nicht mehr einlassen zu dürfen oder die Wintersaison an die Mountainbiker zu verlieren.

„Jedermann“, 
schallt es aus der Höhe ob Salzburg. 

„Jederhitze“, 
möchte das Publikum antworten.
041
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 22/06/2026
Die Ösi-Kommentar-Pfosten verschreien wieder mal alles. #ARGAUT
020
Reposted by Andrea Maria Dusl
Eva Konzett @evakonzett.bsky.social · 13/06/2026
Was Scheherazade Trump sagen würde – wenn es um unser aller Leben ginge. Trump zündelt im Iran. Die Schäden tragen wir. Warum Lösungen ausgerechnet in Wien zu finden wären. 👇
2144
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 15/06/2026
Meine Wochendenkolumne in den Salzburger Nachrichten. Enjoy: bureau.comandantina.com/2026/06/13/s...
061
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 03/06/2026
Kultursozologische Studien im Gekörbnis.
060
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 31/05/2026
Meine aktuelle Kolumne in den Salzburger Nachrichten. Enjoy. bureau.comandantina.com/2026/05/30/e...
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl

Österreich hatte es niemals leicht. Nicht einmal mittelleicht.
In allen Belangen der Vorbildlichkeit war es immer auf andere angewiesen. Schönbrunn war das kleinere Versailles, Großdeutschland die braunere Nation, die Schweizer hatten die bessere Neutralität. In kulturellen Belangen hat sich Nachkriegsamerika als Vorbild etabliert. Rock und Pop trällern auf US-Englisch, Business wird in der Lingo der Wall Street betrieben, statt Direktoren sitzen CEOs in den Chef-etagen, Bürohengste heißen längst Project Manager. Nur der Dompfarrer heißt noch so, wenngleich seine Attitude eher auf dem Felde der Californication grast.
Die letzte Bastion der Einheimischkeit war lange Zeit das Wetter. Mit den Ubers (früher sagte man Taxi) kommen die Pax (früher sagte man Fluggäste) in die Airbnbs (früher sagte man Urlaubsquartier). Ihr erster Griff gilt der Remote Control der Air Condition (früher machte man das Fenster auf). Eine Klimaanlage ist längst kein Unique Selling Point mehr, sondern Imperative Must-have in der Hospitality Industry (früher sagte man Gastgewerbe). Eisgekühltes wohnt jetzt nicht mehr in der Eistruhe beim Schnitzelwirt, sondern springt uns aus den Menus der Lokale entgegen (früher sagte man Getränkekarten). Statt Eiskaffee bestellen wir Frappuccino, Matcha Iced Latte, Mocktail on the Rocks, Iced Americano, Cold Brew. Hinter den Tresen der Bars klunkern die Cubes aus den Ice-Makers.
Fehlt noch, dass die Temperaturen im Lande amerikanisch angesagt werden. Statt Hitzewellen werden wir von Heat Domes hören: „Temperatures für Saltcastle erreichen
100 Grad Fahrenheit. Southern Styermark stöhnt bei 110 Degrees." Barbecue Time!
1143
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 31/05/2026
Milo Rau. Zwei Fehler. Thiel einzuladen. Thiel auszuladen. Nichts davon ist künstlerisch. Nichts davon politisch. Es ist nicht mal Kitsch.
1150
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 16/05/2026
Beim Lesen von Susan Sontags „On Women“, Penguin Books 2023 sammelt sich in mir die Erkenntnis: Vorworte aller Art und Autorinnenschaft sollten NACH dem Text gelesen werden. Sie wurden schließlich auch NACH dem Text verfasst.
060
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 16/05/2026
Aus gegebenem Anlass.
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl
Salzburger Nachrichten Wochenende
16, Mai 2026

Die größte Show der Welt hat bald ihren wirklichen Sieger, ihre wirkliche Siegerin. Mit größter Wahrscheinlichkeit wird es nicht der Mann mit dem blauen Auge sein. Die Wahl eines chancenlosen Teilnehmers hat Gründe, die untief verborgen in der Pragmatik der Ökonomie liegen. Zwei Song-Conteste hintereinander auszutragen, überstiege auch die Ressourcen des Geldspeichers Künig|berg. Gastronomie und Hotellerie des Landes würden sich nicht verweigern.

Unbesehen darf die Veranstaltung trotz modernen Ambientes und genderfluider Gestion zum Genre des lupenreinen Kitsches gezählt werden, wäre nicht der Einwand zu erheben, dass Lupenreinheit und Kitsch einander aus-schließen. Strass zählt noch nicht zu den Edelsteinen.

Bunt wird der lange Abend gewesen sein und schrill, die beiden Hauptkomponenten jenes Stils, der (nach Susan Sontag) „Camp" genannt wurde, bevor die Regenbogenfraktion die Sache übernahm. Ältere Semester wie die Autorin trauern Gigliola Cinquetti nach, die 1964 „Non ho l'età (per amarti)" (Ich bin nicht alt genug, dich zu lieben) sang, und Udo Nazionale, der 1966 zu „Merci, Chérie" (Dan-ke, Liebling) klimperte. Die Schwedenkehlen ABBA eroberten 1974 sämtliche Herzen mit „Waterloo", der wahre Italiener Salvatore „Toto" Cutugno 1992 mit „Insieme" (Zu-sammen). Die Geisterbahnrocker Lordi, 2006 mit „Hard Rock Hallelujah" auf dem Siegertreppchen, blieben in ewiger Erinnerung dessen, was alles geht auf dem Fest der Feste. Sie ebneten den Weg für Bartwunder Conchita und Countertenor-Bübchen Johannes „JJ" Pietsch. Die Formel „L'Autriche, douze points, Austria, twelve points" bewohnt seither Schnitzellands Herzen.
070
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 09/05/2026
Die Diagnose bekam ich sehr früh. Mit fünf oder sechs. Künstlerin. Genetisch bedingt. Prognose ungünstig. Kaum heilbar. Die anderen Sachen, die ich habe, wiegen weniger schwer. Man kann gut leben damit.
070
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 09/05/2026
Das Buch Mona. Die Geschichte meiner Mutter. Über die Frage, ob man schreibend einem Leben gerecht werden kann. Vorabdruck heute im Standard ALBUM. Leset!
180
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 08/05/2026
Augarten. Chill.
0100
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 07/05/2026
Kleiner großer Teaser. Samstag, 9. Mai, Standard ALBUM, Aufmacher: "Das Buch Mona". Zwei Seiten Vorabdruck meines Buchs über meine Mutter. Save a copy!
030
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 06/05/2026
Zu Fragen der #Gewaltenteilung. Kommt das nur mir seltsam vor? Der #Bundeskanzler (Exekutive) stellt in einer Pressekonferenz den neuen #Klubobmann der ÖVP, unmehr führendes Mitglied der Legislative vor. Ganz so, als obliege es der Exekutive, die Legislative zu küren und zu führen. #Schiefoptik
180
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 04/05/2026
Meine Wochenendkolumne in den Salzburger Nachrichten!
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl
Salzburger Nachrichten, Wochenende

Vom Herbst sagt man überschwänglich, er sei ein Maler. Das ist eine Zuschreibung, die völlig verkennt, dass der eigentliche Künstler, der Farbenartist unter den Jahreszei-ten, der Frühling ist. Er ist mit dem eiermalenden Osterhasen im Bunde, den Designern von Radfahrbekleidung und mit der internationalen Schirmkappenindustrie. Der Färbelgigant Pantone und sein selbsternanntes Farb-In-stitut kürt seit einem Vierteljahrhundert einen Farbton zur Farbe des Jahres. Die Auswahl soll Modefirmen, Influencern und uns, dem Proletariat in der Ästhetikkette, als Inspiration dienen. Bestimmt wird die Farbe von einem zehnköpfigen Team anonymer Coloristen aus der Designfuzziszene. In sogenannten „mood boards", Paletten aus Stofffetzen, Screenshots und ausgerissenen Anzeigen aus Modema-gazinen, wird eine prognostische Auswahl erstellt, aus der die Farbe des Jahres (und gleich auch ihre Bezeichnung) gewählt wird. So kamen die Allerweltsfarben Fuchsia Rose
(2001), Aqua Sky (2003), Sand Dollar (2006) in die Welt, Chili Pepper (2007), Tangerine Tango (2012) und Radiant Orchid (2014), Living Coral (2019), Ultimate Grey (2021) und Peach Fuzz (2024), und letztes Jahr: „Mocha Mousse". Als Jahres-farbe 2026 wurde „Cloud Dancer" verkündet, ein sanft-luf-tiges Cremigweiß, von dem uns der Pantone-Sowjet Ruhe, Klarheit, Leichtigkeit und Neuanfang verspricht. Der vielseitige Weißton soll in einer lauten Welt beruhigend wirken, und als Basis für Kreativität und Ausgeglichenheit dienen. Hossa! Den Haushalten Österreichs ist „Cloud Dancer" bestens bekannt. Es ist jenes fahle Hochnebelgrau, das weiße Handtücher, Tennissocken und Unterwäsche annehmen, wenn ein schwarzer Socken mitgewaschen wurde.
0100
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 27/04/2026
Liebe Freundinnen! Am 1. Mai marschiere ich mit der Sektion 8 von der Markthalle Nußdorfer Straße zum Rathaus. Treffen ab 8:20, um 8:50 Abmarsch Richtung Rathaus. Es wird sehr fein und erhebend! Wer das noch nie erlebt hat, sollte es diesmal tun! Wien pur! Kommt! Freundinnenschaft, Andrea
2152
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 15/04/2026
Aus gegebenem Anlass.
Meister Lampe
Ich habe fertig!
252.799 Zeichen,
140 Seiten
010
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 13/04/2026
Meister Lampe
Stand 234.456 Zeichen
oder 132 pagg.
010
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 05/04/2026
Frohe Ostern! Glad Påsk! Happy Easter! Sretan Uskrs!
Gelber Hase in Safranwiese kocht Ostergulasch im Kupferkessel. Raucht eine Tröte. Comandantina (im Hintergrund) hebt seufzend die Hände.
0161
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 04/04/2026
Meine illustrierte Kolumne in den Salzburger Nachrichten von heute. Enjoy.
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl

www.comandantina.com
4. April 2026

Ostern ist das höchste christliche Fest. Dabei wird der Froh-botschaft von der Auferstehung Jesu Christi, des Gottes-sohnes, gedacht, nach biblischem Bericht am dritten Tage nach dem Kreuzestod. Ostern wird am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond begangen, lateinisch heißt der Feiertag Dominica paschæ in resurrectione Domini, frühestens schreibt er sich am 22. März in den Kalender und spätestens am 25. April, heuer am 5. April. Der Ostersonntag ist der ranghöchste Feiertag im Kirchenjahr, auch für Areligiöse kann er Symbol dafür dienen, wie nahe die Katastrophe und eine erlösende gute Nachricht liegen.

Weithin außerhalb des religiösen Kontexts, aber in intensiver Österreichischkeit herrscht der Brauch, Kindern kleine Geschenke zu verstecken. Als Urheber wird dabei der Osterhase genannt. Ein freundlicher Gesell, fleißig, was seine Produkte betrifft: bunte Eier, eigenhändig bemalt, in Nester gelegt und im Frühlingsgarten verteilt. Was seine Unsichtbarkeit betrifft, ist man versucht, an den Hasen „Harvey" zu denken, den 2,10 Meter großen imaginären Freund des liebenswert-schrulligen und zu allen unerschütterlich freundlichen Elwood P. Dowd. Im Hollywoodstreifen aus dem Jahre 1950 wird Harveys Kumpel überwirklich dargestellt vom amerikanischen Jedermann James Stewart. Stundenlang ziehen Elwood und Fantasiehase Harvey durch die Stadt, um in „Charley's Bar" fremde Leute auf ein Glas einzuladen.

Kindern braucht niemand die Existenz eines unsichtbaren Freundes zu erklären. Wir Erwachsenen wünschen uns manchmal einen treuen Berater, der mit uns durch die Welt geht und an das Gute glaubt.
061
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 04/04/2026
Aus galoppierend aktuellem Anlass.
Es wünscht
Frohe Ostern
trotz allem
*Der Osterhase*
Andrea Maria Dusl
Comandantina
0101
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 30/03/2026
Meister Lampe!
Stand 199.888 Zeichen
oder 111 pagg.
020
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 26/03/2026
Rundschreiben an die leitenden Fuzzis in der kunstmedialen
Blase.

Wir schreiben das Jahr 2026. Noch immer gebt ihr bewegtbildliche Pressekonferenzen, die eines zeigen: Eure völlige Inkompetenz in medialen Dingen. Mikrophonie, die nicht funktioniert, Ansprachen und Statements auf Dorfniveau. Und wenn es Fragenrunden an das anwesende Journo-Publikum gibt, können wir sicher sein, die gestellten Fragen nicht zu hören. Weil ihr nicht antizipiert, dass man Sprechende ohne Mikrophonie im Bewegtbildmedium nicht hören kann. Ihr wisst es nicht, und die dafür Zuständigen wissen es auch nicht. Man sollte Euch beim ersten Auftreten dieser Nachweise an Inkompetenz sofort feuern.
End of Rant. 2026, Comandantina locuta.
051
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 21/03/2026
Die österreichische Erleuchtung. Meine aktuelle Kolumne in den Salzburger Nachrichten. bureau.comandantina.com/2026/03/21/d...
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Andrea Maria Dusl
www.comandantina.com

Hell und klar strahlt Österreich im Abglanz seiner Geschich-te. Es sonnt sich im Bild, das Fremdenverkehr und Schulbücher von seinen Möglichkeiten zeichnen. Alle lieben Österreich, das lichtdurchflutete Zauberland im Herzen Europas. Heftig lieben es die Österreicher selbst (die Österreicherinnen sind mitgemeint), die Profiteure dieser Wanderlüge. Insbesondere die Hoteliers, die Liftbesitzer, die Festbühnenbetreiber. Wo Licht ist, ist auch Schatten, sagen die Auskenner, und im Österreichfall habe sie ganz und gar recht. Ungefragt und immerdar. Geschichtlich geübt im Verdunkeln und Verschleiern scheitert Schnitzel-land, wann immer es gilt, Licht in eine Sache zu bringen.

Die Sache ist immer eine Österreichsache. Gemäß seiner Funktion als Versuchsstation des Weltuntergangs hat das Land der Berge jedes Unglück entweder erfunden oder zur Produktionsreife gebracht. Jedes denkbare, und wie wir inzwischen wissen, sogar jedes undenkbare.
Die Optimisten sehen das naturgemäß anders, und sie schrauben ihre schwache Birne in die Lampenfassung der Erkenntnis. Die Pessimisten, erfahren im Widerspruch, erprobt im Rechtbehalten, überführen ihre Diskurspartner von der Gegenseite des Irrtums, der Selbsttäuschung. Österreich ist Dunkelland, sagen sie mit leiser Stimme. Jeder Versuch, sein Innerstes zu erhellen, muss scheitern. Wir erinnern an den Dunkelforscher Helmut Qualtinger, der uns den Leitfaden für diesen Befund gesponnen hat. Ös-terreich, so der Kobuk, sei jenes Labyrinth, in dem sich alle auskennen. Die Pessimisten eindeutig besser. Sie sind die Sehenden unter den Blinden.
130
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 20/03/2026
86 dies Chuck Norris old.
010
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 19/03/2026
Ich mochte ja Christian Ulmen. Bisher. Jetzt nicht mehr.
040
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 17/03/2026
Meister Lampe
Stand 174.576 Zeichen
oder 96 pagg.
010
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 16/03/2026
Alfred, Du hast mir so oft geholfen. Ich werde Dich vermissen. Du warst nicht nur ein Freund, sondern auch ein Citoyen. Ein Kämpfer für Republik und Demokratie.
1111
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 08/03/2026
Andrea, ca. 2011, Triest.
0110
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 01/03/2026
Meister Lampe
Stand 99.664 Zeichen 
oder 55 pagg.
010
Reposted by Andrea Maria Dusl
Funkhauszorra @funkhauszorra.bsky.social · 22/02/2026
13412
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 21/02/2026
Meine druckfrische Kolumne in den Salzburger Nachrichten. Enjoy: bureau.comandantina.com/2026/02/21/s...
Schön war's.
DIE ILLUSTRIERTE KOLUMNE
Salzburger Nachrichten, Samstag, 21. Februar 2026
Andrea Maria Dusl

Noch schmerzen die Füße vom allerletzten Tanz, klingeln die Ohren vom Humpta der Ballkapelle. Nach dem Kehraus stieg Österreich aus den Kostümen, schüttelte den Flitter aus dem Haar und staubte das Konfetti von den Schultern. Die fünfte Jahreszeit senkte ihr Haupt in einen Polster aus Fremdscham und Wehmut. Es ist vorbei und das ist gut so. Die närrischen Tage haben alles konsumiert. Die Lust auf Laune, die Unbeschwertheit der Grenzauslotung, die Eskalation des Gesamtzusammenhangs. Alles wurde gesagt.
Vielleicht sogar von allen. Auch die Unkatholischen und Areligiösen finden sich in der Wirklichkeit wieder. Die Häuslwitze des Villacher Faschings, die Büttenscherze des Mainzer Karnevals haben ihre Schuldigkeit getan, die da war, die jeweils beliebteste Fernsehsendung des Jahres zu besichern. Nabelschau zu sein, Innensicht, Tiefenreinigung. Nationale Gruppenverzwergung.

Stabile Beobachter wollten das alles nicht so genau wissen. Alle anderen werden sich nicht mehr erinnern können. Da war doch was! Aber was? Fasching ist der große Bruder der Firmenfeier. Was dort nicht passierte, wurde jetzt nach-geholt. Richtiges wurde von Falschem ausradiert, Falsches von Richtigem.

Denen, die Gefallen am schlichten Großspaß hatten, wägen ihn gegen das Brummen im Schädel ab. Photographische Evidenzen werden Geschehenes berichten, aber keinen Zusammenhang mit der Erinnerung herstellen. Das Feld der Lustigkeit beackern wieder Comedians (Deutschland) und Kabarettisten (Österreich). Aus Spaß wurde Ernst, sagen die Zyniker·innen, denn Ernst ist jetzt wahlberechtigt.
030
Reposted by Andrea Maria Dusl
Natascha Strobl @nataschastrobl.bsky.social · 12/02/2026
Das Gedenken an den 12. Februar findet auf orf.at nicht einmal statt. Nichtmal verräumt auf der Science Seite.
orf.at
news.ORF.at
news.ORF.at: Die aktuellsten Nachrichten auf einen Blick - aus Österreich und der ganzen Welt. In Text, Bild und Video.
510310
Reposted by Andrea Maria Dusl
Natascha Strobl @nataschastrobl.bsky.social · 12/02/2026
Er zeigt uns auch wie wertvoll die Organisierung der arbeitenden Bevölkerung für die Demokratie ist. Die Entmachtung von Arbeiter_innenvertreter_innen, das Abbauen von Arbeitsrechten und die Drangsalierung von arbeitenden Menschen sind immer ein Anschlag auf das Gewebe aus dem Demokratie besteht.
220622
Reposted by Andrea Maria Dusl
Natascha Strobl @nataschastrobl.bsky.social · 12/02/2026
Heute vor 92 Jahren war das endgültige Ende der Demokratie besiegelt. Die austrofaschistische Regierung eröffnete den Bürgerkrieg gegen die Sozialdemokratie. Am Ende gab es hunderte Tote und ein Verbot der Sozialdemokratie. Der 12. Februar mahnt uns jeder Form von Faschismus entgegen zu treten.
121143273
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 12/02/2026
1113
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 12/02/2026
bureau.comandantina.com/2019/02/23/o...
Andrea Maria Dusl. Für meine illustrierte Kolumne in den Salzburger Nachrichten vom 23.2.2019.
Der Ernstfall tritt in Österreich niemals ein. Es tritt stets der Opernball ein. Drei Großereignisse spannen das Bedeutungsfirmament des Landes auf: Der Villacher Fasching, das Hahnenkammrennen und der Opernball. Der Villacher Fasching ist die Scham des Landes, das Hahnenkammrennen sein Kreuzband, der Opernball aber ist sein Herz. Kein Land hat ein Herz wie Österreich, denn kein Land hat den Opernball.
Ohne Scham lässt es sich leben, ohne Kreuzband ebenfalls, aber ohne Herz ist an ein Dasein nicht zu denken. Der Opernball ist die Standeskontrolle Österreichs, es ist der heimliche, ja unheimliche Grund für jegliche Ordensverleihung, können doch Orden ausschließlich auf dem Opernball getragen werden. Ausländische Potentaten haben das früh erkannt und bildwirksam zu nutzen verstanden. Inländische noch vor ihnen, jedenfalls erkennen wir den offiziellen Rang eines Österreichers an der Güte seines Frackes, an der Rotweißröte seiner Schärpe und an der Größe des Ordenssterns. Österreicherinnen von Rang erkennt man an der Frisur. Was bei den Herren der Frack ist, ist bei den Damen die Coiffure. Sie beschreibt die Möglichkeiten des Individuums hinreichend, wenn auch selten hinreißend.
Man könnte einwenden, die höchste Form des Opernballbesuchs sei das Fernbleiben, wahre Eleganz zeige sich in der Reduktion. Das stimmt insoferne, als zum Opernball niemals jene antanzen, die wollen, und niemals jene die könnten, sondern ausschließlich jene, die dürfen, und jene, die müssen. Es gilt: Bella gerant alii, tu felix Austria salta! Kriege mögen andere führen, du, glückliches Österreich, tanze!
https://bureau.comandantina.com/2019/02/23/opernball-2/
020
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 11/02/2026
Da werden Milliarden in den olympischen Schnee gekübelt. Kurze Frage: Schaut das irgendjemand an? Ernsthaft? Italien hin oder her.
150
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 10/02/2026
Fall jemand fragt (die Staatspolizei hat es gewiss in einem Akt). Ich war bei der ersten großen Opernball-Demo dabei. Wer sich erinnert: Es ging um die Teilnahme des bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß. Nicht um die Walzerklänge des Namensoheims. Bei der Arena-Besetzung war ich auch dabei. Ich habe gegen Zwentendorf gestimmt, saß im Burggarten, weinend, und habe Hainburg verteidigt. Ohne Zelt, im Freien. Ich war sogar verhaftet worden. Spalo und Ägidi habe ich ausgelassen, weil mir die Punks zu bürgerlich waren. Ich habe mit Christian Rainer und Doron Rabinovici das riesige Heldenplatz-Transparent gemalt. In der Arena natürlich. Beim Lichtermeer war ich. Bei den Donnerstags-Demos natürlich auch. Jedesmal. Jeden Donnerstag. Und jeden 1. Mai gehe ich von draussen zum Rathaus. Mit meiner Fahne. Sie ist groß und rot, "Comandantina" steht drauf.
0141
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 09/02/2026
Das Buch Mona
ist fertig.
648.485 Zeichen
360 pagg.
010
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 08/02/2026
Guilty pleasure: Lingua Latina.
040
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 05/02/2026
Continuationem instructionis Latinae sustineo.
051
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 02/02/2026
Das Bureau Comandantina gibt bekannt.
Das Buch Mona
Stand 610.495 Zeichen
oder 339 pagg.
040
Reposted by Andrea Maria Dusl
The New York Times @nytimes.com · 01/02/2026
Also known as Old Sober, this is a heartwarming and soul-restoring soup with roots in New Orleans. A special dish that makes you feel whole again, it is often sought out as a hangover cure. nyti.ms/4t6UWvp
A bowl of noodles, egg and meat in a brown stew.
3838
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 28/01/2026
Scientists will know this. If you're in a good citation environment.
170
Reposted by Andrea Maria Dusl
The New York Times @nytimes.com · 27/01/2026
A new Times video analysis breaks down the flawed and lethal actions by federal agents in the killing of Alex Pretti. Watch here.
nyti.ms
Video: New Video Analysis Reveals Flawed and Fatal Decisions in Shooting of Pretti
A frame-by-frame assessment of actions by Alex Pretti and the two officers who fired 10 times shows how lethal force came to be used against a target who didn’t pose a threat.
32275126
Andrea Maria Dusl @comandantina.bsky.social · 27/01/2026
0122